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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Familie 1: Habichtartige, lat. Accipitridae
Unterfamilie Weihen, lat. Circinae

Gattungen: Circus (Weihen), Polyboroides (Höhlenweihen)

01. Schwarzweihe oder Mohrenweihe, lat. Circus maurus
02. Wiesenweihe, lat. Circus pygargus
03. Kornweihe, lat. Circus cyaneus
04. Amerikanische Kornweihe oder Amerikanische Hudsonweihe oder Hudsonweihe, lat. Circus hudsonius (früher: Circus cyaneus hudsonius)
05. Rohrweihe, lat. Circus aeruginosus
06. Sumpfweihe oder Australweihe oder Fleckenweihe, lat. Circus assimilis
07. Steppenweihe, lat. Circus macrourus
08. Elsterweihe oder Schwarzweissweihe oder Scheckweihe, lat. Circus melanoleucos
09. Grauweihe oder Aschgraue Weihe, lat. Circus cinereus
10. Weissbrauenweihe oder Langschwingenweihe oder Langflügelweihe, lat. Circus buffoni
11. Sumpfweihe oder australische Rohrweihe, lat. Circus approximans (früher: Circus aeruginosus approximans)

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”

01. Schwarzweihe oder Mohrenweihe
lat. Circus maurus

Die Schwarzweihen leben in den Graslandschaften, Gebüschen, in bis 3.000m Höhe.

Als Verbreitungsgebiet wird Südafrika (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder Natal und Kapland, Südafrika (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder Nordwestnamibia, Südwestbotswana, Südafrika und Lesotho (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) angegeben.

Das Gefieder ist „schwarzbraun“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) bzw. das Männchen ist „ganz bräunlich schwarz“. „Grau“ sind die Armschwingen und die Querbinden auf dem Schwanz. „Weiss“ sind einige Federspitzen auf dem Bauch und den Hosen. (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“). Das Weibchen ist „schwärzlich“ und der Schwanz ist weiss gebändert (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“). Der Bürzel ist weiss (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) bzw. beim Männchen und beim Weibchen „weiss(Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Die Grösse beträgt 44 bis 48cm (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder 48 bis 58cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)).

02. Wiesenweihe
lat. Circus pygargus

Die Wiesenweihen leben in den feuchten Gebieten, Mooren, Sumpfgebieten, Heiden, in offenen Landschaften, Getreidefeldern, Kulturlandschaften, hügeligen Gebieten, in bis 1.500m Höhe.

Als Verbreitungsgebiet wird Europa „bis zum Jenissei“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder Europa über Russland „bis zum Jenissei“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder „von Südwesteuropa und Nordwestafrika ostwärts bis zu Altai“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder in Deutschland, Grossbritannien, Finnland (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder Europa bis Zentralasien (Dierschke: „1000 Vögel“) oder in Europa, hauptsächlich in Spanien, Frankreich, auch in Deutschland (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder Eurasien, Nordafrika (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“, 2002) oder „Westeuropa bis Zentralasien“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder „Portugal und Marokko bis Westsibirien“ (Thiede: „Greifvögel und Eulen“, 3.Aufl., 2005) oder Marokko, Spanien, Mittelengland, Dänemark, Mittel- und Osteuropa, bis zur Mongolei, bis nach Asien (Coomber: "Vögel; Enzyklopädie der Familien und Arten" (1992)) oder Grossbritannien, Mitteleuropa bis nach Asien, bis zum Ob bis nach Krasnojara (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder Südwesteuropa, Nordwestafrika, bis zum Altai (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder Nordwestafrika, Südwesteuropa, Westeuropa, „bis nach Zentralsibirien” (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)) oder West-, Zentral- und Südeuropa bis nach Asien in die Nordwest-Mongolei und in Südwestafrika (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“). Des Weiteren werden isolierte Vorkommen in der Türkei und Griechenland angegeben (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)).

Der Abflug ins Überwinterungsgebiet erfolgt im August (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder ab „Mitte August“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder „von August bis Oktober“ (VÖGEL 03/2014) oder „Ende August/Anfang September“ (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder „August/September” (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)).

Als Zugvogel überwintern die Wiesenweihen in Afrika (Lang: „Die Vögel Europas“; Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004); Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder südlich der Sahara in Afrika (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003); Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); VÖGEL 03/2014) oder „in den Steppen und Savannen Südwestasiens und Afrikas“ (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder in der „Sahel- und Sahel-Sudan-Zone“ (DIE ZEIT: „Fliegender Sensor“, 26.11.2009) oder „in Indien und in Afrika südlich der Sahara“ (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder „in Indien und südlich der Sahara“ (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder „im tropischen und südlichen Afrika“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder „im tropischen Afrika oder Indien“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder Afrika, südlich der Sahara und Indien (Dierschke: „1000 Vögel“) oder in Afrika: Senegal bis Äthiopien, bis Kapland und in Asien: Indien, Sri Lanka, Burma (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder in Afrika, südlich der Sahara und in Südasien (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Der Rückflug erfolgt „Ende März und April“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder Mitte April (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder „hauptsächlich im April“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder „Ende April“ (VÖGEL 03/2014) oder „Ende April/Anfang Mai“ (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder „April und Mai” (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)).

DIE ZEIT schreibt, dass „das Versprühen von DDT“ einem „sehr billigen und lang wirksamen Insektizid, in Afrika immer noch vielerorts gängige Praxis“ ist und dass dieses für Greifvögel hochproblematisch ist, „denn DDT reichert sich in ihrem Fett an und führt zu brüchigen Eierschalen“ (DIE ZEIT: „Fliegender Sensor“, 26.11.2009).

In den Jahren von 2005 bis 2008 wurden 20 nordwesteuropäische Wiesenweihen („aus den Niederlanden, Deutschland und Dänemark“) und 10 nordosteuropäische Wiesenweihen („aus Polen und Weißrussland“) mit Satellitensendern ausgestattet (FALKE 07/2009), um die Zugrouten zu analysieren. Im Ergebnis stellte man fest, dass etwa ¾ der nordwesteuropäische Wiesenweihen (FALKE 07/2009) über Frankreich und Spanien und das andere ¼ zog über Italien und Sardinien in ihr Überwinterungsgebiet (südliches Mauretanien, Senegal und Mali: Binnendelta des Niger) hin- und wieder zurückzog. Die nordosteuropäische Wiesenweihen (FALKE 07/2009) fliegen im Herbst zum Überwinterungsgebiet (westlicher „Niger und NW-Nigeria, westlich bis Burkina Faso“) über Griechenland und Kreta und kommen im Frühjahr über Italien und Sardinien zurück. Es konnte dokumentiert werden (FALKE 07/2009), dass Wiesenweihen sehr ortstreu bezüglich des Überwinterungsgebiets sind.

14 Wiesenweihen wurden zwischen 2006 und 2008 in den „Brutgebieten in Nordostspanien mit Satellitensendern versehen“ und man stellte aufgrund der Aufzeichnungen fest, dass die Zugwege im Frühjahr und im Herbst „zwischen Europa und Westafrika in einem relativ engen Korridor zwischen der Küste Marokkos und der westlichen Sahara und der Westgrenze von Algerien“ stattfanden und der Zugweg im Herbst westlicher stattfand (FALKE 11/2012).

Der Weltbestand von 2004 der Wiesenweihen wird mit 100.000 Brutpaaren (VÖGEL 03/2013) angegeben. Die Wiesenweihenpopulationen lassen sich „nur durch gezielten Nestschutz dauerhaft“ erhalten (FALKE 02/2017).

Der Bestand der Wiesenweihen in Europa wird mit 4.150 Paaren („Greifvögel und Falknerei“ 1993), mit 36.000 Paaren im Jahr 2000 (Mebs: „Greifvögel Europas“), mit 7.000 bis 9.500 Wiesenweihen-Paaren (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“, 2002), mit 36.000 bis 51.000 Brutpaaren (in der Westpaläarktis: Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005), mit 37.991 bis 58.881 Paaren (in der Westpaläarktis: Mebs:/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006), mit 35.000 bis 65.000 Brutpaaren im Jahr 2004 (VÖGEL 03/2013), mit 52.000 Paaren im Jahr 2010 (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) angegeben.

Der Bestand im europäischen Teil Russlands wird mit 20.000 bis 35.000 Brutpaaren angegeben (FALKE 02/2017). Der Bestand der ukrainischen Wiesenweihen wird mit 3.000 Brutpaaren angegeben (FALKE 02/2017).

Der Bestand der Wiesenweihen in Deutschland wird mit 80 bis 90 Wiesenweihen-Brutpaaren im Jahre 1982 (Broschüre „Schützen wir unsere Greifvögel“, 1991), mit 100 Paaren („Greifvögel und Falknerei“ 1993), mit unter 500 Paaren (FALKE 11/2001), mit 270 Paaren (Thiede: „Greifvögel und Eulen“, 3.Aufl., 2005), mit 200 Wiesenweihen-Brutpaaren (Bezzel: BLV Handbuch „Vögel“, 2006), mit 400 Brutpaaren im Jahr 2007 („Die Wiesenweihen in Bayern“, 2010), mit ca. 400 Paaren im Jahr 2008 (FALKE 11/2009; VÖGEL 03/2014), mit 430-460 Brutpaaren (Bestand: 2005: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2007)); Wiesenweihe mit 410-470 Brutpaaren (Bestand: 2005: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2009)), mit 479 Revierpaaren (449-488 Revierpaaren im Zeitraum 2008 bis 2009 („Charadrius“, 2010 (Heft 1-2)), mit „rund 450“ Brutpaaren (DIE ZEIT: „Fliegender Sensor“, 26.11.2009), mit 470 bis 550 Brutpaaren (Bestand 2005-2009: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2013); Bestand: 2005-2009: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2014); LBV-Broschüre „Der Habicht, Vogel des Jahres 2015“; Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014); „Berichte zum Vogelschutz“ (52/2015)), mit „fast 500“ Brutpaaren angegeben (FALKE 02/2017) angegeben.

Der Bestand der Wiesenweihen in Bayern wird mit 79 Brutpaaren mit „197 ausgeflogenen Jungvögeln” im Jahr 2001 angegeben („Ornithologischer Anzeiger: Sonderheft Wiesenweihe” (Oktober 2002)), mit 151 Wiesenweihen-Bruten (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2009)), mit 153 Paaren im Jahr 2008 (FALKE 11/2009) oder mit 153 Brutpaaren (FALKE 05/2009), die 278 flügge gewordene Jungvögel grosszogen (FALKE 05/2009), mit 173 Brutpaaren im Jahr 2009 („Die Wiesenweihen in Bayern“, 2010) oder mit 173 Wiesenweihenpaaren, die 371 Jungvögel grosszogen (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2010)), mit 190 Wiesenweihen-Bruten (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2014)), mit 200 Brutpaaren im Jahr 2011 (LBV-Vogelschutz 02/2012), mit „mehr als 200” Paaren im Jahr 2015 („Berichte zum Vogelschutz“ (52/2015)), mit 227 Paaren (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2017: „Erfassung rastender Wasservögel“)) angegeben.

Der Bestand der Wiesenweihen in Franken beträgt 143 Brutpaare im Jahr 2016 (FALKE 02/2017).

In Mainfranken wird der Bestand der Wiesenweihen mit 2 Brutpaaren im Jahr 1994 (FALKE 11/2009) oder in Mainfranken wird der Bestand der Wiesenweihen mit 2 Brutpaaren mit 8 augeflogenen Jungvögeln im Jahr 1994, mit 10 Brutpaaren mit 16 augeflogenen Jungvögeln im Jahr 1995, mit 13 Brutpaaren mit 23 augeflogenen Jungvögeln im Jahr 1996, mit 22 Brutpaaren mit 45 augeflogenen Jungvögeln im Jahr 1997, mit 29 Brutpaaren mit 74 augeflogenen Jungvögeln im Jahr 1998, mit 36 Brutpaaren mit 79 augeflogenen Jungvögeln im Jahr 1999, mit 53 Brutpaaren mit 117 augeflogenen Jungvögeln im Jahr 2000, mit 70 Brutpaaren mit 176 oder 178 augeflogenen Jungvögeln im Jahr 2001 („Ornithologischer Anzeiger: Sonderheft Wiesenweihe” (Oktober 2002), Seiten 83, 90), mit „fast“ 130 Brutpaaren im Jahr 2005 (LBV-Broschüre „LBV-Kompakt Greifvögel“ (Stand ?)), mit 131 Brutpaaren im Jahr 2008 (FALKE 11/2009), mit 150 Brutpaaren im Jahr 2009 („Die Wiesenweihen in Bayern“, 2010), mit 171 Brutpaaren im Jahr 2011 (LBV-Vogelschutz 02/2012), mit 173 Brutpaaren im Jahr 2012 („LBV-Projektreport“ 2012) angegeben.

Zum Bestand in Sachsen-Anhalt wird man 28 Wiesenweihen-Brutpaaren (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2010)), mit 29 Wiesenweihen-Bruten, 13 Brutverdachte (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2014)), mit mindestens 32 Paaren (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2017: „Erfassung rastender Wasservögel“)) angegeben.

Der Bestand der Wiesenweihen in Schleswig-Holstein wird mit mindestens 45 Wiesenweihen-Brutpaaren (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2014)), mit mindestens 24 Paaren (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2017: „Erfassung rastender Wasservögel“)) angegeben.

Der Bestand der Wiesenweihen in Nordrhein-Westfalen wird mit 31 Wiesenweihen-Brutpaaren (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2014)), mit 22 Paaren (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2017: „Erfassung rastender Wasservögel“)) angegeben.

Der Bestand der Wiesenweihen in Brandenburg wird mit 26 Wiesenweihen-Brutpaaren, 14 Brutverdachten (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2014)), mit mindestens 42 Paaren (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2017: „Erfassung rastender Wasservögel“)) angegeben.

Der Bestand der Wiesenweihen in Baden-Württemberg wird mit 10 Wiesenweihen-Brutpaaren (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2014)), mit 9 Paaren (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2017: „Erfassung rastender Wasservögel“)) angegeben.

Der Bestand der Wiesenweihen in Mecklenburg-Vorpommern wird mit 30 Paaren (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2017: „Erfassung rastender Wasservögel“)) angegeben.

Der Bestand der Wiesenweihen wird in Niederlande mit 26 bis 45 Paaren in den Jahren 1990 bis 2001 („Ornithologischer Anzeiger: Sonderheft Wiesenweihe” (Oktober 2002)), mit 25 bis 45 Brutpaaren („Die Wiesenweihen in Bayern“, 2010) angegeben.

In Tschechien wird der Bestand der Wiesenweihen mit etwa 50 Brutpaaren angegeben („Ornithologischer Anzeiger: Sonderheft Wiesenweihe” (Oktober 2002)). Der Bestand der Wiesenweihen in Ungarn wird mit 250 bis 300 Brutpaaren (FALKE 02/2003) angegeben. Der Bestand der Wiesenweihen in Österreich wird mit 15 bis 20 Brutpaaren (Thiede: „Greifvögel und Eulen“, 3.Aufl., 2005) angegeben.

In den Jahren von 2000 bis 2010 wurden für die Wiesenweihen im österreichischen „Bezirk Waidhofen/Thaya ein Artenschutzprojekt“ bezüglich der Bestandserhebung, Sicherung der Brutplätze („Vertragsanbahnung und -abschluss mit den Bewirtschaftern“), inkl. von Kontrollen und Auswertungen durchgeführt (Dvorak, Probst: „Aktionsplan zum Schutz der Greifvögel in Österreich“, 2010).

In Spanien und Frankreich wird der Bestand „mit jeweils circa 4.500 bzw. 6.000 bis 7.300 Brutpaaren“ angegeben (FALKE 02/2017).

In Catalonien (Nordostspanien) gab es in den 80er Jahren zwei Wiesenweihen-Brutpaare („Greifvögel und Falknerei“ 1993). Es wurden zwischen 1986 und 1993 91 junge Wiesenweihen einerseits ausgewildert und andererseits werden 16 Paare im Jahr 1993 als Gesamtpopulation in Catalonien („Greifvögel und Falknerei“ 1993) angegeben.

Der Bestand der niederländischen Wiesenweihen wird zum „Anfang des 20.Jahrhunderts“ mit weit über 500 Paaren, „Ende der 1980er Jahre“ mit unter 10 Paaren, „heute ca. 40“ Brutpaaren, angegeben (FALKE 02/2017).

Der Bestand der polnischen Wiesenweihen beträgt ca. 3.400 Brutpaare, „das sind 54% weniger als noch vor zehn Jahren“ (FALKE 02/2017).

Der Bestand der französischen Wiesenweihen ist in den letzten 30 Jahren „um 10 bis 30% gesunken (FALKE 02/2017).

Allgemein variiert bei den Männchen die Gefiederfärbung „von aschgrau oder bräunlichgrau (bei den meisten Männchen) bis zu hell aschgrau (einige ältere Männchen)Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007) oder aschgrauer Körper ("LBV-Kompakt Greifvögel") oder „hellgrau bis weiss; schwärzliche Flügelspitzen“ (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder grau mit schwarzen Flügelspitzen (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder „grau im Gefieder“ (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)).

Beim Männchen ist der Kopf grau (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder der Kopf, die Oberseite sind „mittelgrau“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder der Kopf, der Rücken und die Brust „aschgrau“ (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) oder der Kopf, der Nacken, der Rücken sind „blaugrün“ (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder die Oberseite ist „dreifarbig“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder die Oberseite ist „vielfarbig grau und schwarz“ bzw. „schwarz, hellgrau und dunkelgrau“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder die Oberseite ist „dunkelgrau“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder die Oberseite ist „blaugrau“ (Trommer: „Greifvögel“) oder die Oberseite ist „dunkler grau“ (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder die Oberseite ist „dunkler grau“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder die Oberseite ist grau („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)). Der Bürzel ist grau (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)).

Beim Männchen sind die Flügelspitzen und die Flügelbinden schwarz ("LBV-Kompakt Greifvögel") oder die Flügelspitzen „schwarz“ (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012; Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005); Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)).

Die Unterseite beim Männchen ist „hellgrau, am hellsten an Brust und Bauch“ (Lang: „Die Vögel Europas“) oder die Brust und der Vorderbauch sind „blaugrau“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder der Vorderkörper ist grau und die helle Unterseite ist rotbraun gestreift (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder der Vorderkörper ist „grau“ und die Unterseite ansonsten weiss und „rostbraun gestrichelt“ (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder die Brust „aschgrau“ und die Unterseite ist ansonsten weisslich und mit rostbraunen Längsflecken gezeichnet (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) oder die Unterseite ist weisslich mit rostbraunen Flecken ("LBV-Kompakt Greifvögel")oder „braun gestreift“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder die Oberbrust ist „blaugrün“, die Unterbrust, der Bauch und der „Stoss haben lanzettförmige braune Schaftstreifen“ (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder die Unterseite ist mit „blass rostbarbenen Streifen auf Bauch und Schenkeln“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder die „Brust ist rotbraun gestrichelt“ (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder die Unterseite ist „weiss mit rötlicher Streifung“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder die hellere Unterseite ist mit „rötlicher Strichelung“ versehen (Trommer: „Greifvögel“) oder „an Bauch und Schenkeln braun gestreift“ (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder die Brust ist „rostbraun gestrichelt“ (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)).

Beim Weibchen ist das Gefieder „bräunlich(Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012; "LBV-Kompakt Greifvögel"). Der Schwanz ist gebändert (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)).

Der Kopf des Weibchens ist „fahlbraun mit rostroten Kanten“ (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder das Gesicht ist markant gezeichnet (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder über und unter den Augen befinden sich „helle Halbmonde“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)). Der Schwanz ist gebändert (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)).

Die Oberseite beim Weibchen ist braun (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder „dunkelbraun“ mit weissen Bürzel (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder braun „mit weisser Schwanzwurzel“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder braun mit weissem Bürzel (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder „dunkel graubraun, rostbraun (auf den Flügeln breit beige) gesäumt“ (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder der Rücken und die „Flügeldeckfedern sind braun“ (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder der Bürzel ist leuchtend weiss ("LBV-Kompakt Greifvögel").

Die Unterseite beim Weibchen ist ockerfarben, braun gefleckt (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder braun mit „längs gestreifter Brust“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder „beige bis rotbraun, Strichel am kräftigsten an der Brust; Hosen oft gebändert“ (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Eine sehr seltene dunkle Morphe konnte man (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) entdecken.

Die Grösse beträgt 39 bis 49cm (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder 39 bis 50cm (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder 40 bis 45cm (Lang: „Die Vögel Europas“; Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, (2000); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1); Hume: „Vögel in Europa“, (2013); Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder 40 bis 47cm (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder 41 bis 46cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988)) oder 43 bis 47cm (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012; Delin/Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004); Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007); VÖGEL 03/2013) oder 43 bis 50cm (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003); Dierschke: „1000 Vögel“) oder 38 bis 44cm Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder 38 bis 46cm (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder 45cm (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder 44cm (Coomber: "Vögel; Enzyklopädie der Familien und Arten" (1992)) oder 46cm ("LBV-Kompakt Greifvögel") oder 39cm bei den Männchen und 43cm bei den Weibchen („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)).

Zu Nahrung zählen kleine Säugetiere, kleine Vögel, Eidechsen, Frösche, Schlangen und Insekten.

Die Balzflüge der Wiesenweihen finden über dem Neststandort (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) im April bis Mai statt, nach dem zuerst die Männchen und dann die Weibchen aus dem Winterquartier gekommen sind. Die Männchen beginnen mit den Balzflügen, „Purzelbäume“ und ein „in die Tiefe fallen“ lassen (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) und locken so die Weibchen an. Bei der Balz übergibt das Männchen dem Weibchen Beutestücke (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“). Beide paaren sich dann. Das Männchen führt anschliessend weitere Balzflüge durch. Eine Verpaarung mit 2 bis 3 Weibchen konnte daher beobachtet werden. Das Männchen hat dann alle Weibchen und den Nachwuchs mit Futter versorgt. Die Balzphase dauerte in einer Beobachtung 7 Tage („Ornithologischer Anzeiger: Sonderheft Wiesenweihe” (Oktober 2002)).

In einer Untersuchung (Falke 09/1999) der Häufigkeit von Kopulationen von Wiesenweihen in einer monogamen Population in Spanien kam heraus, dass je Brut 39 mal eine Kopulationen statt findet und das Maximum unmittelbar vor der Eiablage ist. 5-11% werden mit einem anderen Partner „während der fertilen Periode der Weibchen“ durchgeführt. Die Anzahl der Kopulationen sinkt, wenn keine anderen Wiesenweihen in der Nähe sind.

Das Nest befindet sich im „dichten, nicht allzu hohen Bewuchs(Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) im Schilf, hohen Getreide und hohem Gras auf dem Boden (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)). Das Nest ist „mit Gras“ ausgepolstert (Lang: „Die Vögel Europas“) und wird „hauptsächlich vom Weibchen errichtet“ (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)). Wiesenweihen „brüten oft in lockeren Gruppen von bis zu zehn Vögeln“ (Dierschke: „1000 Vögel“).

Die Wiesenweihen in Mittel- und Westeuropa brüten zu 70 bis 80% auf Ackerflächen und die Wiesenweihen in Deutschland brüten zu 90% auf Ackerflächen (FALKE 02/2017).

Das Weibchen legt die Eier im Abstand von „1 ½ bis 3 Tagen (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) oder „2-3“ Tagen (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) oder 2 bis 3 (4) Tagen („Ornithologischer Anzeiger: Sonderheft Wiesenweihe” (Oktober 2002)).

Das Weibchen legt 3 bis 5 Eier (VÖGEL 03/2013) oder „meist 3 bis 5“ weisse Eier (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) oder „3-5 Eier“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder „3 bis 5 weissliche Eier“ (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder 3 bis 5 „weisse oder bläulichweisse Eier“, die in „Ausnahmefällen lehmfarbene“ Flecke besitzen (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder 4 bis 5 Eier (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003); Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Hume: „Vögel in Europa“, (2013); Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder „3-6 Eier“ (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder „4-5 Eier; hell blassgrau“ (Lang: „Die Vögel Europas“) oder „meist 4-5 weisse oder hellblaue Eier“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder „4-5 bläuliche Eier“ (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder „(2) 3-6 Eier“ Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder „(2)3-5(6)“ Eier, die „glatt, glanzlos“, bläulichweiss; „mit einzelnen kleinen rotbraunen Abzeichen“ versehen sind (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)).

Als Brutzeitraum wird „zwischen Mitte Mai und Anfang Juni“ (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012; Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) oder „Ende Mai bis Anfang Juni“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder „im Mai bzw. Juni“ (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder „Mai bis Juli“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder „Mitte Mai“ (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983); Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) angegeben.

Das Weibchen brütet „allein(Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) die Eier allein in 27 bis 30 Tagen (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012; Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005; Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder in 30 Tagen („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder in 27 oder 30 „bis 40“ Tagen (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) oder in 28 bis 29 Tagen (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder in (27) 28 bis 30 Tagen („Ornithologischer Anzeiger: Sonderheft Wiesenweihe” (Oktober 2002)) oder in 28 bis 30 Tagen (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder in 28 bis 35 Tagen (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder in 39 bis 30 Tagen (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder in ca. einem Monat (VÖGEL 03/2013) aus. Nachts schläft nur das Weibchen bei den Jungvögeln. Das Männchen schläft in ca. 30 bis 40 m entfernt mit anderen Männchen zusammen. Erst wenn die Jungvögel gross sind, schläft die Familie zusammen.

Die Jungvögel sind in 28 bis 35 Tagen (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder in 30 bis 40 Tagen (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) oder in 35 Tagen (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder in 35 bis 40 Tagen (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975); Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Gooders: „Vögel Europas“ (1999); Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder in „4-5 Wochen“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder in 28 bis 42 Tagen Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) flügge.

In einer südostpolnischen Studie an 14 Wiesenweihenfamilien konnte dokumentiert werden, dass nach dem Flüggewerden der Jungvögel die Altvögel die Jungvögel weniger fütterten, weniger Zeit mit den Jungvögeln verbrachten und sich den Jungvögeln weniger näherten („Ornithologischer Anzeiger: Sonderheft Wiesenweihe” (Oktober 2002)). Weitere 10 Tage verbleiben die Jungvögel in der Nestnähe (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975); Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)).

Geschlechtsreif sind die Jungvögel mit 2 oder 3 Jahren Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005).

Ein Höchstalter 15 Jahre (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder von 16 Jahren (Trommer: „Greifvögel“; Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) wird angegeben.

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Die Fotos wurden in der Erlebnis Tierwelt Altmühltal, im Hessischen Landesmuseum Darmstadt und im Wildpark Bad Mergentheim (von links nach rechts) aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos (Pflegefall in einer geschlossenen Voliere mit „Sichtlöchern“) wurden in der LBV Vogelauffang- und Pflegestation Regenstauf gemacht.
Jungvögel

Altvogel (Weibchen)

03. Kornweihe
lat. Circus cyaneus

Die Kornweihen leben an den Mooren, Sümpfen, Brachland, Feuchtwiesen, Zwergstrauchflächen, Wiesen, Flachmooren, Heiden, Kultursteppen, Taiga, buschartigen Landschaften, in bis 1200m Höhe. Gefährdet ist die Kornweihe durch die Verringerung des Lebensraums und durch die Störungen am Brutplatz. Es treten mitunter Schlafgemeinschaften ausserhalb der Brutzeit von bis zu 35 Kornweihen (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) auf. Im Winter 2007/2008 konnten im Dezember 110 Kornweihen an einem Schlafplatz (Vogelschutz 03/2013) westlich von München beobachtet werden.

Als Verbreitungsgebiet findet man die Holoarktis (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“ (1988)) oder Nord-, Ost-, Mittel- und Westeuropa (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder Mittel- und Nordeuropa, Asien, Nordamerika (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder „über fast ganz Europa“, Nordafrika, Westasien („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder Eurasien und Nordamerika (Dierschke: „1000 Vögel“; „Lebendiges Tierreich, Die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 18 (1988)) oder Eurasien, nördliches Nordamerika (Yoo Bum-joo: „Vögel Koreas“ (2007)) oder West- , Mittel-, Nord- und Osteuropa über Russland zum Pazifik (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder „Irland bis Kamtschatka, in beiden Amerikas“ (Thiede: „Greifvögel und Eulen“, 3.Aufl., 2005) oder Europa, über „Russland bis zum Pazifik“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder „fast ganz Europa, Asien und Nordamerika“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder Nord- und Südamerika, Europa, Asien (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“, 2002) oder von Portugal, Spanien, Italien in Europa über die Karpaten, den Kaukasus nach Asien nach Sibirien, Nordturkestan, Nordtibet, Mongolei (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder Nord- und Osteuropa (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder Deutschland, „Portugal, Belgien, Luxemburg, Dänemark, Ungarn“, Italien (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder Europa, ausser England, ausser Dänemark, ausser Südschweden, ausser Südfinnland, ausser Südnorwegen (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder Nord- und Mittelamerika, Nord- und Zentralasien (Schodde: „Die Enzyklopädie der Vögel“ (2005); „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006)) oder Nord- und Südamerika, Nordeuropa, Nordasien (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder Europa, in Nord- und Zentralasien (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder Grossbritannien, Südwesteuropa, „Mitteleuropa bis an den Pazifik” (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)).

Der Abflug ins Überwinterungsgebiet erfolgt im August (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder Ende August (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder „August bis Oktober“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) und die Rückkehr erfolgt „Ende März“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder „Ende Februar bis Ende April“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)).

Die „Mehrzahl der europäischen Kornweihen“ fliegt ins Überwinterungsgebiet in den Mittelmeerraum nach „Nordafrika, Ägypten und Arabien“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“). Als Überwinterungsgebiet findet man auch „das südliche Afrika, und Indien“ (Perrins: „Die BLV Enzyklopädie, Vögel der Welt“ (2004)) oder „das südliche Afrika bzw. Indien“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder den Mittelmeeraum (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder „Korea, Japan, China, Indochina, Burma, Indien, Borneo, Persien, Mittelmeeraum“, Nordafrika bis Nubien (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder überwiegend Südwesteuropa und Nordafrika (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000); Trommer: „Greifvögel“) oder in Nordafrika und Südasien (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder Nordafrika, China, Korea, Japan (Yoo Bum-joo: „Vögel Koreas“ (2007)) oder Westeuropa (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder „Südschweden, Mittel-, West- und Südeuropa“, Türkei (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder Südwesteuropa, Westeuropa, Mitteleuropa, bis Südostchina (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)).

Des Weiteren findet man auch, dass die Nord- und Nordosteuropäischen Kornweihen ihr Überwinterungsgebiet in Mittel-, West- und Südeuropa haben (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) bzw. die skandinavischen Kornweihen ihr Überwinterungsgebiet in „Südschweden, Südnorwegen oder in Mittel- und Westeuropa“ haben (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“).

Die südlichen Kornweihen sind „Stand- oder Strichvögel“ und „die britischen Kornweihen sind überwiegend Strichvögel“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)).

Dunn/Alderfer („Field Guide to the Birds of North America“ (2011)) geben an, dass sich die Wissenschaftler uneinig sind, ob Circus cyaneus hudsonius als Unterart oder (bereits als) eigenständige Art Circus hudsonius definiert werden sollte. So haben die Autoren Wheeler/Clark („A Photographic Guide to North American Raptors“, 1995) nur Circus cyaneus mit dem Verbreitungsgebiet Kanada und USA (Norden und Zentrum) und die Autoren Erize, Mata, Rumboll („Birds of South America“, 2006) haben ebenso nur die Circus cyaneus mit dem Verbreitungsgebiet Kolumbien und Venezuela angegeben. Ferguson-Lees/Christie haben Circus cyaneus hudsonius zur eigenständigen Art der Amerikanischen Kornweihe oder Amerikanischen Hudsonweihe oder Hudsonweihe, lat. Circus hudsonius definiert. In der älteren deutschsprachigen Literatur findet man neben Circus cyaneus cyaneus noch Circus cyaneus hudsonius (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002); Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)). Zusätzlich findet man für die Circus cyaneus das Verbreitungsgebiet „Alaska bis zum Feuerland“ („Urania Tierreich: die grosse farbige Enzyklopädie, Band Vögel“, 1995). Des Weiteren findet man die allgemeine Angabe „4 Unterarten in Nord- und Südamerika sowie im Norden Europas und Asiens“ (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)). Inzwischen haben US-Forscher aufgrund einer genetischen Analyse bestätigt bekommen, dass die Hudsonweihe und die eurasische Kornweihe getrennte Arten sind (FALKE 02/2017).

Der europäische Bestand der Kornweihen wird mit 24.000 Paaren im Jahr 2000 (Mebs: „Greifvögel Europas“) oder mit 8.000 bis 10.500 Kornweihen-Paaren (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder mit 30.000 bis 40.000 Brutpaaren (in der Westpaläarktis: Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder mit 34.496 bis 57.300 Paaren (in der Westpaläarktis: Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) oder mit 44.000 Paaren (Mebs: „Greifvögel Europas“, 2012) angegeben.

Der Bestand der Kornweihen in Deutschland wird mit weniger als 15 Paaren (Stern, Thielcke, Vester, Schreiber”,„Rettet die Vögel, wir brauchen sie“, Herbig-Verlag, 1978), mit 15 bis 20 Brutpaaren im Jahre 1982 (Broschüre „Schützen wir unsere Greifvögel“, 1991), mit ca. 70 Paaren (FALKE 11/2001), mit 70 Paaren (Thiede „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005)), mit unter 100 Brutpaaren (Bezzel: BLV Handbuch „Vögel“, 2006), mit 53 bis 75 Paaren (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006), mit 36-39 Paaren im Zeitraum 2005-2009 (FALKE 2011 Sonderheft Greifvögel), mit 52-62 Brutpaaren (Bestand: 2005: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2007)), mit 52-66 Brutpaaren (Bestand: 2005: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2009)), mit ca. 40 Brutpaaren (VÖGEL 03/2014), mit 40 bis 60 Brutpaaren (Bestand 2005-2009: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2013): Bestand 2005-2009; Bestand: 2005-2009: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2014); LBV-Broschüre „Der Habicht, Vogel des Jahres 2015“; „Berichte zum Vogelschutz“ (52/2015)), mit „derzeit nur noch“ einigen wenigen Paaren“ (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)) angegeben.

Die Zeitschrift „Vogelschutz (03/2013)“ gibt 7.000 bis 10.000 Brutpaare in Frankreich an.

Die Männchen sind allgemein „aschgrau bis blaugrau“ (Schodde: „Die Enzyklopädie der Vögel“ (2005); „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006)) oder „möwenartig grau-weiss“ (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder der Körper ist „hellgrau“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder der Körper ist „aschgrau“ (DJV: "Unsere Greifvögel", 1992).

Beim Männchen ist die Oberseite hellblaugrau (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) oder graublau (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); LBV-Vogelschutz 03/2013) oder „einheitlich silber-graublau“ (Trommer: „Greifvögel“) oder hellgrau (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Yoo Bum-joo: „Vögel Koreas“ (2007); Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002); "LBV-Kompakt Greifvögel") oder „hell bläulichgrau“ (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder „grau“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983); Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder „aschgrau“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002); Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder „aschgrau mit blauem Anflug“ (Blase: „Die Jägerprüfung“ (2007)) oder „blaugrau mit weissen Oberschwanzdecken“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder blaugrau, kontrastreich gezeichnet (VÖGEL 03/2014). Der Bürzel ist „weiss“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder hell (DJV: "Unsere Greifvögel", 1992).

Die Flügelspitzen des Männchens sind schwarz (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012; Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005); Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“; Hume: „Vögel in Europa“, (2013); "LBV-Kompakt Greifvögel") oder die Handschwingen sind „schwarz“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002); Blase: „Die Jägerprüfung“ (2007)).

Beim Männchen ist der Kopf „blaugrau“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder „grau“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder der Kopf und der Hals sind blaugrau (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder der Kopf ist hellgrau (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)).

Die Unterseite beim Männchen ist weisslich (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012; Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002); Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder weiss (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Yoo Bum-joo: „Vögel Koreas“ (2007); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005); Trommer: „Greifvögel“; Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006); Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“; Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder hellgrau ("LBV-Kompakt Greifvögel") oder unterhalb der grauen Brust weiss (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder die Brust ist „blaugrau“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder die Brust ist „grau“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder der Kopf und der Hals sind blaugrau (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder der Vorderkörper ist hellgrau (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder grau auf der Brust (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder auf der Vorderbrust grau (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder unterhalb der grauen Vorderbrust weiss (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder der Bauch ist weiss (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder die Brust und der Bauch „sind weisslich“ (Blase: „Die Jägerprüfung“ (2007)).

Die Weibchen sind „bräunlich(Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); "LBV-Kompakt Greifvögel"; Blase: „Die Jägerprüfung“ (2007)) oder „braun“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Schodde: „Die Enzyklopädie der Vögel“ (2005); „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006); „Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973); DJV: "Unsere Greifvögel", 1992; Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder „einfarbig braun“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder mit verschiedenen Brauntönen versehen und „mit senkrechten Strichen und Spritzen auf der Unterseite“ gezeichnet (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)).

Die Oberseite der Weibchen wird auch mit „braun“ (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000; Trommer: „Greifvögel“; LBV-Vogelschutz 03/2013) oder „graubraun“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder „dunkelbraun“ (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965); Perrins: „Die BLV Enzyklopädie, Vögel der Welt“ (2004); Yoo Bum-joo: „Vögel Koreas“ (2007); Hume: „Vögel in Europa“, (2013); „Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder bräunlich (VÖGEL 03/2014) oder „dunkelbraun mit rostbarbenen Säumen“ (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) angegeben.

Der Bürzel des Weibchens ist „reinweiss“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder hell (DJV: "Unsere Greifvögel", 1992) oder weiss (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006); Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)). Auf dem Schwanz befindet sich eine cremefarbene und graue Bänderung (Hume: „Vögel in Europa“, (2013))

Der Kopf und der Hals der Weibchen sind „auf hell-rostbraunem Grund dunkel längsgefleckt“ (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder der Kopf ist “hell- bis rötlichbraun mit Längsfleckung” (Trommer: „Greifvögel“). Unter den Wangen befindet sich eine weisse Linie (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)).

Die Unterseite der Weibchen ist rostgelb (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder „gelblich weiss, braun gestrichelt“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder „rötlichbraun längsgestreift“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder “hell- bis rötlichbraun mit Längsfleckung” (Trommer: „Greifvögel“) oder „kräftig braun gebändert … auf hell lehmfarbenem Grund“ (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder „rostbraun mit Längsflecken“ (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder „rötlichbraun getönt“ und gestreift (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder warm hellbraun und dunkel gestrichelt (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder die Unterseite ist längs gestreift (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder die Unterseite ist breit gelblich gestreift („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder „bräunlichweiss“ mit „kräftiger Streifung an Hals, Brust und Flanken“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder „mit breiten gelblichen Streifen“ versehen (Perrins: „Die BLV Enzyklopädie, Vögel der Welt“ (2004)) oder „auf hell-rostbraunem Grund dunkel längsgefleckt“ (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000).

Die Grösse beträgt 42 bis 50cm (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“; „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder 42 bis 52cm (Delin/Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder 42 bis 55cm (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002); Dierschke: „1000 Vögel“) oder 43 bis 50cm (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder 43 bis 51cm (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988)) oder 43 bis 52cm (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) oder 41 bis 49cm (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder 45 bis 55cm (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 46 bis 56cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 44 bis 52cm (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder 44 bis 53cm Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder 50cm (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); "LBV-Kompakt Greifvögel") oder „bis zu 50cm“ (Perrins: „Die BLV Enzyklopädie, Vögel der Welt“ (2004); „Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder „bis 51cm“ (Schodde: „Die Enzyklopädie der Vögel“ (2005); „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006)) oder 42,5cm bei den Männchen und 50cm bei den Weibchen („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder 45cm bei den Männchen und 51cm bei den Weibchen (Yoo Bum-joo: „Vögel Koreas“ (2007)).

Zur Nahrung zählen kleine Vögel (Jungvögel, Ammern, Lerchen bis zur Taube), kleine Säugetiere (wie zum Beispiel Ratten, Mäuse, Spitzmäuse, (junge) Kaninchen und Hasen), Frösche und Insekten.

Die Kornweihen führen ihre Balzflüge im April nach der Rückkehr aus dem Winterquartier durch. Das Nest befindet sich auf dem Boden „auf Wiesen und Heideflächen“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder in „Mooren, Heiden, Marschen und Feldern“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)). Dort hinein legt das Weibchen ihre „3-6“ Eier (Schodde: „Die Enzyklopädie der Vögel“ (2005); „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006); Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder 4 bis 6 Eier („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Trommer: „Greifvögel“; Hume: „Vögel in Europa“, (2013); Yoo Bum-joo: „Vögel Koreas“ (2007)) oder „meist 4-6 mattweisse Eier“ (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) oder „(3) 4-6 (7) Eier“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) „meist 4 weisse oder hellblaue Eier“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder 3 bis 7 Eiern (Dierschke: „1000 Vögel“) oder 4 bis 5 Eier (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder 4 bis 5 kalkweisse, in Ausnahmefällen mit feinen rötlichen Flecken versehen (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder „etwa 5 Eier“ (Perrins: „Die BLV Enzyklopädie, Vögel der Welt“ (2004); „Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder „(3)4-6, ausnahmsweise bis 12“ Eier, die bläulichweiss und „mit einzelnen hellbraunen Klecksen“ versehen sind (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)). Als Legeabstand werden „2Tage oder länger“ angegeben (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)).

Als Brutzeitraum wird „Mai“ (Perrins: „Die BLV Enzyklopädie, Vögel der Welt“ (2004); Trommer: „Greifvögel“; „Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder „April bis Mai“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder „Ende April bis Mitte Juni“ (Mitteleuropa und Schottland) und „Anfang Mai bis Mitte Juni“ (Skandinavien) angegeben (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder „Ende April im Süden bis Ende Mai/Anfang Juni im Norden“ (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)).

Die Eier werden „allein“ vom Weibchen (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) in „29-30 (39)“ Tagen (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder „29-39“ Tagen (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder „etwa 4 Wochen“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder 29 bis 31 Tagen (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder 27 bis 37 Tagen (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder 28 Tagen („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder ungefähr oder „etwa 30“ Tagen (Trommer: „Greifvögel“; Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder 31 Tagen (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) oder 30 bis 32 Tagen (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) ausgebrütet. Das Männchen (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) beschafft die Nahrung zuerst nur für das Weibchen und dann für den Nachwuchs mit. Das Weibchen beteiligt sich mit der Beschaffung der Beute, wenn die Jungvögel ca. 20 Tage alt oder „3 Wochen alt“ (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) sind.

Flügge sind die jungen Kornweihen in „31-35 (42)“ Tagen (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder in ca. 35 Tagen (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) oder in 35 bis 40 Tagen (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder in 40 Tagen (Trommer: „Greifvögel“) oder in 32 bis 42 Tagen (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder in 31 bis 35 Tagen (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder in 31 bis 35 bei den Männchen (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) und in 35 bis 38 Tagen bei den Weibchen: (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012).

Anschliessend werden die Jungvögel noch weitere „2-3 Wochen“ von den Altvögeln (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012; Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005; Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) betreut. Geschlechtsreif sind die Jungvögel „meist erst mit 2 Jahren“ (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) oder in „2-3 Jahren“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)).

Das Männchen verpaart sich mit „2-3 Weibchen“ bis zu 6 Weibchen (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005); Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)).

Ein Höchstalter von 15 Jahren (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder von 16 Jahren (Trommer: „Greifvögel“; Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) wurde angegeben.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Erlebnis Tierwelt Altmühltal (links), im Hessischen Landesmuseum Darmstadt (mitte) und im Wildpark Bad Mergentheim (rechts) aufgenommen.

04. Amerikanische Kornweihe oder Amerikanische Hudsonweihe oder Hudsonweihe
lat. Circus hudsonius (früher: Circus cyaneus hudsonius)

Die Amerikanischen Kornweihen leben in der Tundra, auf den Wiesen, offenen Landschaften, Graslandschaften, Feldern, Feuchtgebieten, in bis 2.800m Höhe. Die Nacht verbringen die Amerikanischen Kornweihen am Boden (Breiter: „Tier- und Pflanzenführer Westkanada, Alaska“, (2006)).

Als Verbreitungsgebiet wird Nordamerika, Alaska bis Niederkalifornien, Nordtexas, Nordvirginia (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980) oder die USA und Kanada, also die Neoarktis (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder „Alaska und Westkanada“ (Breiter: „Tier- und Pflanzenführer Westkanada, Alaska“, (2006)) oder Nordamerika (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007); Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder Nordamerika und Nordwestmexiko (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) angegeben.

Als Zugvögel ziehen die Amerikanischen Kornweihen nach Mittelamerika, Kuba, Kolumbien und Venezuela (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980) bzw. auf die Westindischen Inseln und Nordwest-Südamerika (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Dunn/Alderfer („Field Guide to the Birds of North America“ (2011)) geben an, dass sich die Wissenschaftler uneinig sind, ob Circus cyaneus hudsonius als Unterart oder bereits als eigenständige Art Circus hudsonius definiert werden sollte. So haben die Autoren Wheeler/Clark („A Photographic Guide to North American Raptors“, 1995) nur Circus cyaneus mit dem Verbreitungsgebiet Kanada und USA (Norden und Zentrum) und die Autoren Erize, Mata, Rumboll („Birds of South America“, 2006) haben ebenso nur die Circus cyaneus mit dem Verbreitungsgebiet Kolumbien und Venezuela angegeben. Ferguson-Lees/Christie haben Circus cyaneus hudsonius zur eigenständigen Art der Amerikanischen Kornweihe oder Amerikanischen Hudsonweihe oder Hudsonweihe, lat. Circus hudsonius definiert. In der älteren deutschsprachigen Literatur findet man neben Circus cyaneus cyaneus noch Circus cyaneus hudsonius (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002); Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)). Zusätzlich findet man für die Circus cyaneus das Verbreitungsgebiet „Alaska bis zum Feuerland“ („Urania Tierreich: die grosse farbige Enzyklopädie, Band Vögel“, 1995). Des Weiteren findet man die allgemeine Angabe „4 Unterarten in Nord- und Südamerika sowie im Norden Europas und Asiens“ (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)). Inzwischen haben US-Forscher aufgrund einer genetischen Analyse bestätigt bekommen, dass die Hudsonweihe und die eurasische Kornweihe getrennte Arten sind (FALKE 02/2017).

Das Gefieder des Männchens ist allgemein „grau“ (Breiter: „Tier- und Pflanzenführer Westkanada, Alaska“, (2006)).

Genaugenommen ist beim Männchen die Oberseite „etwas mehr“ brauner (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder am Kopf, der Brust „grau“ und auf dem Rücken und den Flügeln „dunkler“ (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Die Unterseite beim Männchen ist „einheitlich rostfarben(Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) bzw. die Unterseite hat „rötlichbraune, kehlförmige“ Flecke „besonders an den Flanken und an den Hosen“ (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) bzw. die Brust und der Bauch sind „variabel rötlich gefleckt, oft auch“ die Hosen und der Unterschwanz (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Das Gefieder des Weibchen ist allgemein „braun gemustert“ (Breiter: „Tier- und Pflanzenführer Westkanada, Alaska“, (2006)).

Genaugenommen ist beim Weibchen die Oberseite „dunkler braun“ (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) bzw. „dunkelbraun, beige gefleckt; weisser Bürzel“ (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Die Unterseite beim Weibchen zimtfarben getönt (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) bzw. „cremefarben, dunkel gestrichelt“ (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Die Grösse beträgt 41 bis 50cm (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder 42cm (Breiter: „Tier- und Pflanzenführer Westkanada, Alaska“, (2006)) oder 44cm (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder 46 bis 56cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder 53cm (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“, 2006)

Zur Nahrung zählen Nagetiere (Mäuse), kleine Vögel, Insekten, Schlangen und Frösche.

Das Nest befindet sich am Boden (Breiter: „Tier- und Pflanzenführer Westkanada, Alaska“, (2006)).

Dieses Foto wurde im Hessischen Landesmuseum Darmstadt aufgenommen.

05. Rohrweihe
lat. Circus aeruginosus

Die Rohrweihen leben in den Getreidefeldern, (röhrichtbestandene) Feuchtgebieten, an Flüssen, an flachen Gewässern, an Ufern mit grossem Schilf- und Rohranteil, in bis 2000m Höhe.

Als Verbreitungsgebiet findet man allgemein viele „Regionen Europas(„Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) oder in Mitteleuropa (Trommer: „Greifvögel“) oder „fast ganz Europa, Nordafrika, Zentralasien, Madagaskar, Neuseeland, Australien und die benachbarten Inseln“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder Eurasien, von „Grossbritannien bis Japan“, Nordafrika, Madagaskar, Australien, Neuguinea, Neuseeland (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“, 2002) oder Deutschland, Norwegen, Irland, Schweiz, Syrien, Libanon, Israel (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder Westpaläarktis bis zum Pazifik (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder Nordwestafrika, Mittelmeerländer „durch Asien bis zum Pazifik“, Neu-Guinea, Australien, Neuseeland (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder „Eurasien, Afrika, Australien“ („Lebendiges Tierreich, Die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 18 (1988)) oder „Ostengland bis Sachalin und Hokkaido“ (Thiede: „Greifvögel und Eulen“, 3.Aufl., 2005) oder „Spanien bis zum Jenissei und zur Westmongolei” („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder fast überall in der alten Welt, ausgenommen Nordeuropa, ausgenommen Nordasien, ausgenommen „Wüsten und Urwaldgebiete Afrikas“ (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder Europa bis Westasien, Nordafrika (Dierschke: „1000 Vögel“) oder Grossbritannien und Südskandinavien (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder Europa, ausser den Britischen Inseln, ausser Südschweden und ausser Südfinnland (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder Südwesteuropa, Nordwestafrika, bis Sachalin, bis Japan, Australien, Ozeanien (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder die Südhälfte der Westpaläarktis, Ostpaläarktis, Hokkaido, Sachalin, bis Zentraljakutien, bis in die Mandschurei, bis Korea (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder Westeuropa, „Asien, Madagaskar, Borneo, Australien“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“).

Genaugenommen sind die Rohrweihen der Unterart Circus aeruginosus aeruginosus in Europa, Zentralasien, bis Tomsk, Krasnojarsk, zum Baikalsee, bis ins Mittelmeergebiet, zum Kaukasus, bis nach Israel (Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder in Europa bis Zentralasien bis zur Westmongolei (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder in Westeuropa, Südeuropa, Mitteleuropa, bis nach Zentralsibirien (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)) verbreitet.

Der Abflug ins Überwinterungsgebiet erfolgt „von August bis Oktober“ (VÖGEL 03/2014) oder aufgrund von Ringfunden von „August bis Mitte Oktober” (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)).

Als Überwinterungsgebiet findet man den Mittelmeerraum und Afrika, südlich der Sahara (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006); Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder südlich der Sahara in Afrika (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder „hauptsächlich in Afrika“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder Mittelmeerraum, Westafrika (VÖGEL 03/2014) oder Zentralafrika und Indien (Dierschke: „1000 Vögel“) oder das tropische Afrika von August bis März (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder vor allem Afrika („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)). Des Weiteren findet man auch, dass die Rohrweihen der nördlichen Gegenden zur Überwinterung „in die Mittelmeerländer, aber auch ins troptische Afrika” ziehen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder dass die Vertreter der Unterart Circus aeruginosus aeruginosus in West- und Südeuropa, Afrika und Südasien (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) überwintern.

Aufgrund von Ringfunden konnte einerseits dokumentiert werden, dass die Rohrweihen Nordeuropas und Nordosteuropas nach Westeuropa und nach Südwesteuropa oder „ins tropische Afrika“ ziehen (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)) und andererseits, dass die „östliche Populationen“ in Südasien überwintern (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)).

Die Rückkehr aus dem Überwinterungsgebiet erfolgt „Ende März bis Anfang April“ (VÖGEL 03/2014) oder aufgrund von Ringfunden von März bis Juni erfolgt (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)).

Allgemein findet man andererseits, dass die Rohrweihen im südlichen Europa Standvögel sind („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)). Genaugenommen findet man, dass die Rohrweihen Westfrankreichs aufgrund von Ringfunden als Standvögel gelten und die Rohrweihen Grossbritanniens und der Niederlande bleiben auch grösstenteils bzw. sind Standvögel (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)).

Die Rohrweihen der Unterart Circus aeruginosus harterti sind in Nordafrika (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder Marrokko und Algerien (Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder in Nordwestafrika (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“; Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)) verbreitet. Genaugenommen findet man, dass die Vertreter der Unterart Circus aeruginosus harterti Standvögel sind (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) und andererseits aufgrund von Ringfunden wurde dokumentiert, dass die Unterart Circus aeruginosus harterti in Nordwestafrika überwintert (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)).

Brichetti („Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) gibt „8 Unterarten im gemässigten eurasiatischen Raum von Grossbritannien bis Japan“ an. Weick/Brown („Die Greifvögel der Welt“ (1980)) geben die 8 Unterarten Circus aeruginosus aeruginosus, Circus aeruginosus harterti, Circus aeruginosus maillardi (inzwischen zur eigenständigen Art Réunion-Weihe oder Réunionweihe, lat. Circus maillardi erklärt), Circus aeruginosus macrosceles (inzwischen zur eigenständigen Art Madagaskarweihe, lat. Circus macrosceles erklärt), Circus aeruginosus spilothorax (inzwischen zur eigenständigen Art Papuaweihe, lat. Circus spilothorax erklärt), Circus aeruginosus spilonotus (inzwischen zur eigenständigen Art Mangroveweihe, lat. Circus spilonotus erklärt), Circus aeruginosus approximans (inzwischen zur eigenständigen Art Sumpfweihe oder australische Rohrweihe, lat. Circus approximans approximans erklärt) und Circus aeruginosus gouldi (inzwischen zur Unterart Circus approximans gouldi; nun Unterart als von Circus approximans einsortiert) an. Gensböl/Thiede („Greifvögel“ (2005)) gibt nur die 3 Unterarten Circus aeruginosus aeruginosus, Circus aeruginosus harterti und die vom Baikalsee bis zur nördlichen Mongolei verbreitete Unterart Circus aeruginosus spilonotus (inzwischen zur eigenständigen Art Mangroveweihe, lat. Circus spilonotus erklärt) an. Ferguson-Lees/Christie („Die Greifvögel der Welt“) haben viele der zuvor genannten Unterarten als eigenständige Arten anerkannt.

Der europäische Bestand der Rohrweihen wird mit 63.600 Paaren im Jahr 2000 (Mebs: „Greifvögel Europas“), mit 26.000 bis 34.500 Rohrweihen-Paaren (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“, 2002), mit 70.000 bis 90.000 Paaren (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005)), mit 70.000 bis 90.000 Brutpaaren (in der Westpaläarktis: Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)), mit 88.347 bis 125.241 Paaren (in der Westpaläarktis: Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)), mit 110.000 Paaren (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)), mit „93.000 bis 140.000“ Brutpaaren (FALKE 08/2014) angegeben.

Der Bestand der Rohrweihen in Deutschland wird mit 4.000 Paaren (Falke 04/1996), mit 600 Brutpaaren im Jahre 1981 (Broschüre „Schützen wir unsere Greifvögel“, 1991), mit ca. 3.500 Paaren (FALKE 11/2001), mit 5.900 bis 7.900 Paaren (FALKE 2011 Sonderheft Greifvögel; (Bestand: 2005: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2009); Zeitraum 2000-2005: FALKE 2011 Sonderheft Greifvögel), mit ca. 7.500 Paaren (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012), mit ca. 7.000 Brutpaaren (VÖGEL 03/2014), mit „7.500 bis 10.000“ Brutpaaren (DDA: „Vögel in Deutschland (2013)“: Bestand 2005-2009; DDA: „Vögel in Deutschland (2014)“: Bestand 2005-2009; LBV-Broschüre „Der Habicht, Vogel des Jahres 2015“; FALKE 08/2014; Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014); „Berichte zum Vogelschutz“ (52/2015)) angegeben.

Nachdem in Grossbritannien die Rohrweihen 1899 (FALKE 07+08/1998) ausstarben, stellte man 1927 das erste Brutpaare, 1958 15 Brutpaare und 1971 nur noch ein Brutpaar aufgrund rücksichtsloser Verfolgung und Eiereinsammlung (FALKE 07+08/1998) fest. Dennoch konnte man 1995 148 Männchen und 156 Weibchen, die runde 350 Jungvögel grosszogen (FALKE 07+08/1998) dokumentieren.

Der Bestand der Rohrweihen in Schweden wird 1979 mit 510 Brutpaaren (Falke 07+08/1996), 1995 mit rund 1400 Brutpaaren (Hochrechnung) angegeben.

Das Gefieder des Männchen wird allgemein mit „kontrastreich” (DJV: "Unsere Greifvögel", 1992) oder mit „bunt und kontrastreich, mit Braun in verschiedenen Farbstufen, Hellgrau und Schwarz“ (Blase: „Die Jägerprüfung“ (2007)) beschrieben.

Beim Männchen sind der Rücken und die Schultern „dunkelbraun(Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) oder der Rücken ist „dunkelbraun“ (Trommer: „Greifvögel“) oder die Oberseite ist „dunkelbraun“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder der Rücken ist dunkelbraun ("LBV-Kompakt Greifvögel") oder die Oberseite ist „dunkelkastanienbraun“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder die Oberseite ist „braun“ (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder der Rücken ist „braun“ (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder die Oberseite ist schwarzbraun (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder der Rücken ist rotbraun (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder die Oberseite ist „bunt grau-braun-schwarz“ (Dierschke: „1000 Vögel“) oder die Oberseite ist dreifarbirg „schwarz, braun und grau“ oder „schwarz, silbergrau und braun“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005).

Beim Männchen sind die Oberflügel „drei- bis vierfarbig“, die Oberflügeldecken „kastanienbraun“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder die grossen Decken, Armschwingen sind „grau“ (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder die Flügel sind grau ("LBV-Kompakt Greifvögel") oder die Flügel sind „grau mit schwarzen Spitzen“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder ein „Teil des Oberflügels“ ist „braun“ und der übrige Flügel „hellgrau“ (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder die Flügelfelder sind graublau, die Flügelspitzen schwarz (Trommer: „Greifvögel“) oder auf dem Flügel befindet sich ein „cremefarbener Fleck” (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder die Flügelspitzen sind „grau“ (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) oder die Flügelspitzen sind schwarz (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Hume: „Vögel in Europa“, (2013); "LBV-Kompakt Greifvögel"; Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder die Armschwingen sind grau (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)).

Beim Männchen sind der Kopf und der Hals „hell rostgelb mit dunkelbrauner Strichelung“ (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) oder der Kopf und der Nacken sind rostgelb „mit schwärzlichen Flecken“ (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder der Kopf und die Brust sind „hell gelblichweiss“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder der Kopf ist gelblich gestreift (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder der Kopf ist gelblich ("LBV-Kompakt Greifvögel") oder der Kopf und die Kehle sind „cremefarben” (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder der Kopf ist „hell mit dunkeln Stricheln“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder der Kopf ist „hellgrau mit dunkler Strichelung“ (FALKE 08/2014) oder der Kopf und der nacken sind rostgelb und „mit dunklen Längsflecken“ versehen (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder der Kopf ist „beige, dunkel gestrichelt“ (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder der Kopf, der Nacken und die Brust sind „hell gelblichbraun“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)).

Beim Männchen ist die Brust braun mit „rostroten Federn am Rande(Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder der Bauch und die Schenkel sind „rostbraun“ (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) oder die Brust ist „hell gelblichbraun“ und die Unterseite ist „kastanienbraun“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder die Brust ist „hell gelblichweiss“, der Bauch ist „kastanienbraun“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011) oder die Unterseite ist „braunrot“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder der Bauch ist „braun“ (Delin/Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder der Bauch ist „dunkel“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder die Bauch- und Schenkelbefiederung ist rotbraun (VÖGEL 03/2014) oder die Unterseite ist „rötlich“ (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder die Unterseite ist „hell bis rotbraun getönt und gefleckt“ (Trommer: „Greifvögel“) oder die Unterseite ist „hell rotbraun, Vorderkörper gestrichelt“ (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder die Brust ist gelbbraun braungestreift („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)).

Die Unterseite ist bei einigen Männchen „fast vollständig weiss“ (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder silbergrau „bei den hellsten Individuen“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005).

Der Schwanz des Männchens ist „hellgrau“ (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012; Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder einfarbig blaugrau (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder „einfarbig blaugrau“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder silbergrau (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder graublau (Trommer: „Greifvögel“) oder grau („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973); Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“; FALKE 08/2014).

Eine seltene dunkle Morphe kommt in „östlichen Teil“ des Verbreitungsgebietes vor (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007); Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Beim Weibchen ist das Gefieder „fast einfarbig dunkelbraun(Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) oder „ziemlich einfarbig dunkelbraun“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder dunkelbraun (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965); Delin/Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004); Dierschke: „1000 Vögel“; "LBV-Kompakt Greifvögel") oder „einfarbig grau- bis dunkelbraun“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder „einheitlich dunkel schokoladenbraun“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder „einheitlich schokoladenbraun“ (Blase: „Die Jägerprüfung“ (2007)) oder braun (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005); Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002); VÖGEL 03/2014) oder „braun, oben rostbraun gesäumt“ (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder dunkelbraun bzw. schokoladenbraun, wobei „Scheitel, Kehle und Vorderflügelhellgelblich“ sind und „ein helles Brustband“ vorhanden ist (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder „einfarbig dunkelbraun, nur der Oberkopf und vordere Schulterkante ocker- bis hellgelb“ (Trommer: „Greifvögel“).

Beim Weibchen sind der Scheitel, die Kehle und der Flügelbug „gelblich weiss“ (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) oder der Scheitel, die Kehle und der Flügelbug sind gelb ("LBV-Kompakt Greifvögel") oder oder „Scheitel“, die „Kehle“ und „(teilweise)“ der Vorderflügel sind „cremeweiss“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder der Oberkopf, der Nacken, die Kehle und die Schultern sind „gelblich“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder „Oberkopf und Nacken sind rostgelb oder rahmfarbig“ (Blase: „Die Jägerprüfung“ (2007)) oder der Kopf und die Vorderflügelkanten sind „cremefarben“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder der Scheitel ist gelblich (Delin/Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder der Kopf und die Schultern sind rahmfarben (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder der Oberkopf ist weissgelblich (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder „Kopf und Kehle“ sind weiss (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder der Kopf und „die Kehle und der vordere Teil der Schwingen sind cremegelb“ (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder die Kehle und der „Flügelbug sind hellgelb“ (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder der Scheitel und die Kehle sind „gelblich“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder der Oberkopf ist cremefarben (Dierschke: „1000 Vögel“) oder der Scheitel „beige bis rötlich gestrichelt“, die Kehle ist „beige“ und die Brustfleckung ist beige variabel (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Die Grösse beträgt 43 bis 55cm (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder 42 bis 53cm (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder 42 bis 54cm (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“; „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder 45 bis 50cm („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 45 bis 55cm (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder 47 bis 55cm (Dierschke: „1000 Vögel“) oder 47 bis 56cm (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder 48 bis 55cm (Delin/Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004); Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder 48 bis 56cm (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988); Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) 48 bis 58cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 50cm ("LBV-Kompakt Greifvögel") oder um 52cm (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) oder 53cm („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973); Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder 55cm (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Coomber: "Vögel; Enzyklopädie der Familien und Arten" (1992)).

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere (beispielsweise Maulwürfe, Mollmäuse, Wühlmäuse), kleine Vögel (Rebhühner, Lerchen, Taucher, Blässhühner, Zwergrohrdommeln, junge Lachmöwen), Insekten, Frösche und sogar Vogeleier.

Jeder 12. Beutestoss ist erfolgreich (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“). In einer von 1992 bis 1994 durchgeführten Untersuchung (Falke 01/2005) von 21 bis 34 Rohrweihenpaaren, die in einer schwedischen Lachmöwenkolonie brüteten, stellte man fest, dass Rohrweihenweibchen erfolgreichen Lachmöwen erbeuten, als die Männchen.

Die Balzflüge der Rohrweihen werden über dem „zukünftigen Nestbereich“ durchgeführt und dabei lässt sich das Männchen „häufig überschlagend in die Tiefe fallen“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“). Bei diesen Balzflügen steigt das Männchen „bis zu 70m hoch und fliegt dann mit dem Kopf voraus und sich überschlagend der Erde zu“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) bzw. schrauben sich Männchen und Weibchen in die Höhe, um später mit angewinkelten Flügeln in die Tiefe zu stützen (FALKE 08/2014), was sich mehrfach wiederholt. Ebenso (FALKE 08/2014) zählen Scheinangriffe, Rollen zum Balzflug und Scheinangriffe des Männchens, die das Weibchen mit den Fängen abwehrt.

Das Nest befindet sich „häufig im Rohrdickicht(Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) bzw. „im Röhricht“ („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder „im dichtesten Rohrwald“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder „im Schilf“ (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder „meist im dichten Schilf oder Röhricht auf geknicktem Röhricht“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder im „dichten vorjährigen Schilf- und Rohrbestand“ oder auf Getreidefeldern (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) oder „traditionell in dichtem Röhricht über dem Wasser“, gelegentlich auch in Getreidefeldern (FALKE 08/2014). Das Nest wird „vorzugsweise oder nur vom Weibchen errichtet“ (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) und ist „ca. 40 bis 50cm hoch“ (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000).

Das Weibchen legt ihre „meist 4 oder 5, seltener nur 3 oder 6“ weissen Eier (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) oder 3 bis 6, meist 4 bis 5 „weisse Eier” („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder „3-6 Eier“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder 3 bis 6 Eier oder „3 bis 6“ bläulich-weisse, selten gefleckte Eier (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder „3-5 Eier“ (Trommer: „Greifvögel“) oder „3-6 Eier (Nachgelege ab 2)“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder „3-8 Eier“ (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder „4-5 bläulichweisse Eier“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder „4-5 blassblaue Eier“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder „vier bis fünf bläulich weisse, selten gefleckte Eier“ (FALKE 08/2014) oder „(2)3-6(7)“ Eier, die „bläulichweiss, glatt, glanzlos“ sind (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) oder 4 bis 5, selten 6 „kalkweisse und gefleckte Eier“ (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder 4 bis 5 Eier (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) im Abstand von „2-3“ Tagen (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012; FALKE 08/2014).

Als Brutzeitraum wird „Ende April/Anfang Mai“ (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) oder „Ende April/Mitte Mai“ (FALKE 08/2014) oder in „Südeuropa Ende März“, in „Finnland Ende Mai/Anfang Juni“ und in „Schleswig-Holstein in der zweiten Aprilhälfte und Anfang Mai“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder „April bis Juli“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder „Ende April bis Juli“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder „April bzw. Mai“ (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder „Mitte April bis Anfang Juni“ (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) angegeben.

Das Weibchen brütet die Eier „allein(Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012; Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) in 32 bis 34 Tagen (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) oder in 31 bis 34 Tagen (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005; Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder 31 bis 36 Tagen (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975); Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)); FALKE 08/2014) oder 31 bis 38 Tagen (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder 33 bis 36 Tagen (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000; „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1))) oder in 33 Tagen (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder in 35 Tagen (Trommer: „Greifvögel“) oder „in etwa 38 Tagen“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) aus. Während dieser Zeit und noch bis „in die ersten Lebenswochen“ der Jungvögel beschafft nur das Männchen die Beute (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005).

Die Nestlingszeit beträgt 34 bis 36 Tage (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder 5 Wochen (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder 38 bis 40 Tage (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975); Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder 30 bis 40 Tage (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005; Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder 35-40 Tage (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)). Oder mit 30 bis 35 Tagen (Trommer: „Greifvögel“) oder mit 35 bis 40 Tagen („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder mit 34 bis 38 Tagen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder mit ca. 35 Tagen verlassen die Jungvögel das Nest und laufen flugunfähig umher (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) oder „verstecken sich im Röhricht“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“). Oder die Jungvögel verlassen mit 38 bis 40 Tagen das Nest und bleiben noch 14 Tage in der Hortsnähe (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)). Oder mit 5 Wochen sind die Jungvögel flügge (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)). Die Jungvögel „fliegen zuerst noch unsicher und bleiben weitere 14 Tage in Horstnähe“ (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) oder die Jungvögel können erst „ein oder zwei Wochen später“ fliegen („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder erst mit 55 Tagen sind die Jungvögel flugfähig (Trommer: „Greifvögel“). Selbständig sind die Jungvögel „2-3 Wochen“ später (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) oder in ca. „56 Tagen“ (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) oder mit 55 bis 60 Tagen führen die Jungvögel den >Bettelflug< durch, um von den Altvögel weiter Beute zu bekommen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)).

In einer Untersuchung (Falke 02/2008) in Rheinhessen bezüglich des Bruterfolgs bei Rohrweihen kam heraus, dass von 16 Brutpaaren, 12 Paare mit der Brut begannen, jedoch 6 Paare die Brut aufgrund von Hunden, Campern oder schlechtem Wetter aufgaben.

Geschlechtsreif sind die Jungvögel mit „2 oder 3 Jahren(Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012).

Zwei Bruten haben „maximal 20% der Männchen“ mit 2 Weibchen (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)).

Ein Höchstalter von 15 Jahren (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder 17 Jahren (Trommer: „Greifvögel“) oder von „fast 19“ Jahren (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) wurde festgestellt.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Vogelpark Metelen aufgenommen.                                             .

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Erlebnis Tierwelt Altmühltal (links), im Wisentgehege Springe (mitte) und im Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe (rechts) aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Greifvogelzuchtstation Hagenbachklamm aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos eines Jungvogels wurden im Tierpark Riesa aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Tierpark Thale aufgenommen.

06. Sumpfweihe oder Australweihe oder Fleckenweihe
lat. Circus assimilis

Die Sumpfweihen leben in den offenen Wäldern, offenen Graslandschaften in bis zu 1.500m Höhe.

Als Verbreitungsgebiet wird Australien („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) oder „Australien bis Celebes(Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder Australien und die Molukken (Dierschke: „1000 Vögel“) oder Ost-, Nord- und West-Australien, Celebis, Timor, Taliabu und Sumba (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder Australien, Sulawesi und Sumba(?) (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) angegeben.

Dierschke („1000 Vögel“) gibt zum Gefieder allgemein „weinrot und grau mit heller Fleckung“ an.

Beim Männchen ist das Gesicht „kastanienbraun“, der Scheitel ist „gestrichelt(Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“). Die Oberseite ist „blaugrau(Simpson, Day: „Birds of Australia“, (2012); Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) bzw. „blaugrau“ und „weisslich gepunktetund graue „Schwanz ist schwarz gebändert“ (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“). Die Unterseite ist „rotbraunWeick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); bzw. „kastanienbraun(Simpson, Day: „Birds of Australia“, (2012)) bzw. „kastanienbraun“ und „weisslich gepunktet(Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Die Weibchen haben ebenso eine blaugraue gesprenkelte Oberseite und die Unterseite ist „gesprenkelt rostbraun(Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Die Grösse beträgt 50 bis 61cm (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“; Dierschke: „1000 Vögel“) oder 48 bis 61cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 50 bis 62cm (Simpson, Day: „Birds of Australia“, (2012)) oder 50 bis 60cm („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)).

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, Schlangen, Heuschrecken und Aas.

Das Nest befindet sich auf einem Baum (Forshaw: "Enzyklopädie der Tierwelt", Band Vögel (1991)) oder auf einem Baum in ca. 15m Höhe (Dierschke: „1000 Vögel“). Einige Männchen verpaaren „sich mit bis zu sechs Weibchen“ (Forshaw: "Enzyklopädie der Tierwelt", Band Vögel (1991)).

Das Weibchen legt im Zeitraum Juli bis September ihre 2-4 weissen Eier, die sie dann allein in 30 bis 35 Tagen ausbrütet. Das Männchen beschafft die Beute zuerst nur für das Weibchen und dann später für die ganze Familie. Flügge sind die jungen Sumpfweihen mit ca. 50 Tagen. Die Unterseite der Jungvögel ist weissgelb bis orange und die Tupfer sind zum Teil noch nicht vorhanden.

Dieses Foto wurde im Naturkundemuseum Coburg gemacht.

07. Steppenweihe
lat. Circus macrourus

Die Steppenweihen leben in den Steppen, Waldsteppen, Halbwüsten, Wiesen, trockene Landschaften, offene Landschaften, in Flussnähe, offene Hügellandschaften mit geringem Baumbestand, in bis 1200m Höhe.

Als Verbreitungsgebiet wird Süddeutschland, Schweden, Rumänien bis Russland, Sibirien bis Tianshan und Ferghana (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder „Osteuropa bis Zentralasien“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder Südosteuropa (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder Osteuropa, Zentralasien („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder Osteuropa, seltener Mitteleuropa (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003) oder Deutschland und Schweden (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder der östliche Teil der Westpaläarktis über „Russland bis an den Jenessei“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder Osteuropa (DJV: "Unsere Greifvögel", 1992) oder Polen bis Mongolei, Transkaspien (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder Afrika, Osteuropa, Asien („Lebendiges Tierreich, Die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 18 (1988)) oder Osteuropa bis Zentralsien (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder Osteuropa, Asien bis zum Baikal (Felix, Hísek, Knotek, Knotková, Krb: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Asiens“ (1982)) oder Ukraine, Weissrussland, Russland bis Jenissei, bis Nordwestchina, auch als Ausnahmegast in Europa (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder Südostrumänien, Nordostbulgarien, bis zum Altaivorland (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder Ukraine, Russland, bis Mittelsibirien (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder „von Südosteuropa bis nach Mittelasien“ (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder Westrussland bis zur nördlichen Mongolei (Coomber: "Vögel; Enzyklopädie der Familien und Arten" (1992)) oder Südrussland, Südwestasien, Mitteleuropa (Bergmann, Helb, Baumann: "Die Stimmen der Vögel Europas" (2008)) oder „Osteuropa bis nach Innerasien (Mongolei und vielleicht auch noch Nordwestchina)“ (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") angegeben.

Über den Winter ziehen die Steppenweihen als Zugvögel nach Afrika (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder nach Afrika, südlich der Sahara (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder nach Afrika, südlich der Sahara, Indien, Griechenland (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder nach Ost- und Südafrika, Südasien (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder in das südliche Afrika bis ins Kapland, Indien, Sri Lanka und Burma (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder „nach Indien und Afrika“ (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder nach Afrika und Südasien (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder nach Afrika, südlich der Sahara und Südasien (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder nach Afrika, südlich der Sahara, in der Sahelzone, in Ostafrika und Südasien (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder Burma, Indien, Afrika südlich der Sahara (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)).

Der Abflug erfolgt ab Ende August (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder Ende August bis Anfang Oktober (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder „Mitte September bis Oktober“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)). Im Überwinterungsgebiet bildet sie Schlafgemeinschaften von 8 bis 10 Vögeln (zum Teil auch mit den Wiesenweihen zusammen) vorzugsweise im 2 bis 4 m hohen Schilfgras oder im Brachystegia-Buschwald. Die Rückkehr erfolgt „Mitte März und Mitte April“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder „von Mitte März bis April“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder „zwischen Mitte März und Anfang Mai“ (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)).

Auch in Deutschland gibt es Brutnachweise für die Steppenweihen, so von 1938 in Bayern und 1952 in Mecklenburg und Norderney („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)). Gensböl/Thiede („Greifvögel“, 2005) geben den Greifvogelbestand der Steppenweihen in der Westpaläarktis 1.000 bis 2.000 Brutpaaren an. Der Weltbestand der Steppenweihen wird mit der grossen Spanne von 10.000 bis 20.000 Paaren (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) angegeben. Mebs (“Greifvögel Europas”; 2012) gibt wenige Hundert Paare im europäischen Russland an.

Der Kopf des Männchens ist weiss (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965); Bergmann, Helb, Baumann: "Die Stimmen der Vögel Europas" (2008)) oder der Kopf ist „grauweiss“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)).

Beim Männchen ist die Oberseite „hellgrau(Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012; Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007); Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983); Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder „perlgrau“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder „fahlgrau“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder „hell blassgrau“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder grau (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder „hellgrau mit einer rautenförmigen, schwarzen Flügelspitze“ (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)).

Die Flügel sind „blaugrau mit klar abgesetztem, rautenförmigem, schwarzem Handflügelfeld“ (Bergmann, Helb, Baumann: "Die Stimmen der Vögel Europas" (2008)). Die Flügelspitzen sind rautenförmig schwarz (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder schwarz („Greifvögel Europas“; 2012).

Die Unterseite des Männchens ist auf der Brust „gräulich weiss“ und ansonsten „leuchtend weiss“ (Delin/Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder „reinweiss“ (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012; Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder weiss (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965); Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007); Bergmann, Helb, Baumann: "Die Stimmen der Vögel Europas" (2008)) oder fast weiss (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1"; Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder die Brust ist „grauweiss“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)).

Beim Weibchen ist das Gefieder braun, der schmale kleiner Bürzel weiss (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder die Oberseite ist braun (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder die Oberseite ist „dunkel graubraun, rostbraun (auf den Flügeln breit beige) gesäumt“ (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“). Beim Weibchen ist gelegentlich ein heller Halsring (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) vorhanden. Die Armschwingen sind „fast einfarbig“ dunkelbraun (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)). Das Weibchen hat eine „gelbbraune Gesichtszeichnung“ (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)).

Die Unterseite des Weibchens ist gelblich (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder „beige bis rostbraun, Strichel am kräftigsten an der Brust“ und die Hosen sind „oft gebändert“ (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder an den Hosen befinden sich undeutlich rostbraune Tropfenmuster (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)).

Die Grösse beträgt 40 bis 48cm (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“ (2003); Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007); Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1"; Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder 40 bis 49cm (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder 40 bis 50cm (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“; Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder 42,5 bis 47,5cm („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 43 bis 48cm (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012; Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); „Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder 43 bis 51cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 43 bis 53cm (Delin/Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder 45cm (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder etwa 50cm (Felix, Hísek, Knotek, Knotková, Krb: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Asiens“ (1982)).

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere (wie zum Beispiel Mäuse, Wühlmäuse, Lemminge), kleine Vögel, Eidechsen, Insekten und Heuschrecken.

Die Steppenweihen führen ihre Balzflüge nach dem Eintreffen im Brutgebiet im April bis Mai (bis zur Eiablage) durch. Das Steppenweihen-Männchen setzt die Balzflüge nach der Eiablage des Weibchens allein fort. (Es wurde auch beobachtet, dass sich Männchen und Weibchen bereit im Winterquartier fanden.) Das Männchen hat einen hoch trillernden Balzruf.

Beide Altvögel bauen das Nest auf den Boden (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)), welches eine flache mit Gras ausgelegte Mulde beinhaltet (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)).

Das Weibchen legt „Anfang Mai(Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) bzw. „Anfang bis Mitte Mai“ (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) bzw. im Zeitraum „Ende April (südlichst) bis Mitte Mai (nördlichst)“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) bzw. „Ende April bis Mitte Mai“ (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975); Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: (Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1")) bzw. „Mai/Juni“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) im Abstand von 2 Tagen (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) 3 bis 6 weisse, „leicht braun“ gefleckte Eier (Felix, Hísek, Knotek, Knotková, Krb: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Asiens“ (1982)) oder „3-5 Eier“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder „3 bis 5 weisse Eier“ (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012; Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder „3-5 (6) Eier“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder „3-5(6)“ Eier, die „glatt, glanzlos“, „bläulichweiss, gelegentlich mit kleinen hellbraunen Punkten; mänchmal stärker braun gefleckt“ sind (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975); (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1")) oder 4 bis 5 Eier (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder „4-5 blassblaue“ Eier (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)).

Das Weibchen brütet die Eier in 29 Tagen (Felix, Hísek, Knotek, Knotková, Krb: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Asiens“ (1982)) oder in „etwa 30“ Tagen (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012; Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder in 28 bis 30 Tagen (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975); Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder in 29 bis 30 Tagen (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005; Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") aus.

Das Männchen beschafft die Nahrung, rupft sie und das Weibchen füttert dann die Jungvögel. Später jagt das Weibchen mit. Flügge sind die Jungvögel in 35 bis 40 Tagen (Gooders: „Vögel Europas“ (1999); Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) bzw. in 40 bis 45 Tagen (Felix, Hísek, Knotek, Knotková, Krb: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Asiens“ (1982); Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012) oder 35 bis 45 Tagen (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: (Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1")) oder 35 bis 48 Tagen (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder 33 bis 45 Tagen (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005).

Noch weitere „15-20 Tage(Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) bzw. bis zu 20 Tage (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") bzw. „2-3 Wochen“ (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975); Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) bzw. „3 Wochen“ (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012; Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) bleiben die Jungvögel bei den Altvögeln.

Geschlechtsreif sind die Jungvögel mit 2 oder 3 Jahren (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012; Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005).

Ein Höchstalter von 12 Jahren (Mebs; „Greifvögel Europas“; 2012; Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) konnte festgestellt werden.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoologischen Museum der Universität Heidelberg (links), im Naturkundemuseum Bamberg (mitte) und im Vogelkundemuseum Heineanum (rechts) gemacht.

08. Elsterweihe oder Schwarzweissweihe oder Scheckweihe
lat. Circus melanoleucos

Die Elsterweihen leben in den offenen Landschaften, in Steppen, im hügeligen Grasland, an Sümpfen und Feuchtgebieten, in der sumpfigen Tundra, in Reisfeldern, in Busch- und Graswüstensteppen.

Als Verbreitungsgebiet wird der Nordosten Asiens („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 18 (1988)) oder Ostsibirien bis in die Mongolei, Nordkorea und Burma (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder Ostsibirien, Nordchina (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder von Ostsibirien bis in die Mongolei, Nordkorea und Nordburma (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder „vom Amur und Transbaikal bis zur Mandschurei“, in „Korea und Nordchina“ (Felix, Hísek, Knotek, Knotková, Krb: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Asiens“ (1982)) oder von Südostsibirien, Ostmongolei, Nordostchina, Korea (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder Ostasien („Urania Tierreich: die grosse farbige Enzyklopädie, Band Vögel“, 1995) angegeben.

Als Zugvögel ziehen die Elsterweihen allgemein nur „weiter südlich(Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder nach Indien und Sri Lanka bis Indochina bis Borneo und den „Sula-Inseln (und selten nach Indien und Sri Lanka)“ (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder nach „Indien, Sri Lanka, Borneo“ und die Philippinen (Felix, Hísek, Knotek, Knotková, Krb: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Asiens“ (1982)) oder nach in Ostindien, auf die Philippinen (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder nach Süd- und Südostasien (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“). Die Elsterweihen im nördlichem Burma und Assam sind Standvögel (Gosler: „Die Vögel der Welt“).
 

Beim Männchen ist das Gefieder „eindrucksvoll schwarzweiss gefärbt“ (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder „schwarz-weiss-grau(Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder die Oberseite ist „schwarz, weiss und silbergrau“ gescheckt („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder auf dem Kopf, dem Rücken und den Flügelspitzen „schwarz“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) und ansonsten „weiss“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder ab dem Bauch weiss („Urania Tierreich: die grosse farbige Enzyklopädie, Band Vögel“, 1995).

Beim Weibchen sind der Rücken und die Flügelspitzen „bräunlich“, der „Kopf weisslich“ und der Scheitel bräunlich gefärbt (Felix, Hísek, Knotek, Knotková, Krb: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Asiens“ (1982)) bzw. die Armschwingen sind „gräulich“, der Schwanz gebändert, der „Kopf gestrichelt“ und die Unterseite ist „weiss/beige, variabel dunkler gestrichelt“ (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“). Der Schwanz ist bräunlich (Felix, Hísek, Knotek, Knotková, Krb: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Asiens“ (1982)).

Die Grösse beträgt 37,5 bis 45cm („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 43 bis 50cm („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder 45cm (Felix, Hísek, Knotek, Knotková, Krb: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Asiens“ (1982)) oder 46 bis 51cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)).

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, kleine Vögel (beispielsweise Prachtfinken), Schlangen, Insekten, Frösche und Eidechsen.

Als Nest wird eine Erdmulde, die mit Gras ausgelegt wird, verwendet (Felix, Hísek, Knotek, Knotková, Krb: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Asiens“ (1982)). Das Weibchen legt 4-5 grünliche mit braunen Flecken versehene Eier (Felix, Hísek, Knotek, Knotková, Krb: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Asiens“ (1982)) und brütet diese in ca. 28 Tagen (Felix, Hísek, Knotek, Knotková, Krb: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Asiens“ (1982)) in der Regel allein aus. Das Männchen beschafft während dessen die Nahrung für das Weibchen und später zusätzlich für die Jungvögel (Felix, Hísek, Knotek, Knotková, Krb: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Asiens“ (1982)). Später jagen beide Elternvögel gemeinsam für den Nachwuchs (Felix, Hísek, Knotek, Knotková, Krb: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Asiens“ (1982)).

09. Grauweihe oder Aschgraue Weihe
lat. Circus cinereus

Die Grauweihen leben an den Sümpfen, den feuchten Wiesen, den Graslandschaften und den Kulturlandschaften.

Als Verbreitungsgebiet wird das südliche und westliche Südamerika (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder die Falkland-Inseln, bis „nach Brasilien im Osten und bis zu den baumlosen Hochlagen von Ecuador und Kolumbien(Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder die Falkland-Inseln, das südliche Südamerika, Brasilien, Paraguay bis nach Ecuador und Kolumbien (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder das südliche und westliche Südamerika (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) angegeben.

In strengen und kalten Wintern ziehen die südlichsten Grauweihen in den Norden (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)).

Die Männchen sind auf dem Kopf, dem Hals und der Oberseite aschgrau (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)) und die Unterseite ist weiss und rostig gestreift (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)) bzw. „orangebraun gebändert“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) bzw. „kräftig rostbraun gebändert(Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Die Weibchen sind auf dem Kopf, dem Hals und der Oberseite dunkelbraun gefiedert und die Federn sind zimtfarben umsäumt (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)) bzw. „beige/grau gesäumt“ (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) und die Unterseite ist weiss und rostig gebändert (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)) bzw. die Unterseite ist „weiss“ und die Brust ist „braun“ und danach „rostbraun gebändert“ (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Die Grösse beträgt 39 bis 48cm (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder 46cm (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder 46 bis 51cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder bei den Männchen 40cm und bei den Weibchen 50cm (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)).

Zur Nahrung zählen Vögel, die manchmal „im Fluge“ gefangen werden (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)).

Das Foto der Grauweihe konnte mit freundlicher Genehmigung von Jürgen Kühnel verwendet werden. Das Foto wurde in Patagonien aufgenommen.

10. Weissbrauenweihe oder Langschwingenweihe oder Langflügelweihe
lat. Circus buffoni

Die Weissbrauenweihen leben in den Schilfgebieten, Wiesen, Kulturlandschaften und südamerikanischen Tropen.

Als Verbreitungsgebiet wird Kolumbien bis nach Argentinien (Felix: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Amerika“ (1981)) oder in Kolumbien, Guayana, Trinidad bis Argentinien, Ostbolivien, Ostchile (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder in Kolumbien, Venezuela, Guayana, Trinidad, Ostzentral- und Südbrasilien bis Ostzentralargentinien (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) angegeben.

Beim Männchen sind der Oberkopf, das Halsband und die Oberseite „schwarz“ und die Schwingen und der Schwanz sind „grau gebändert(Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“). Die Stirn und der Überaugenstreif sind „weiss“. (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“). Die Kehle ist „weisslich“ und die Unterseite ist „weiss“ (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) bzw. die Unterseite ist weiss oder cremefarben (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)). Des Weiteren befinden sich auf der Unterseite schwarze Strichel und Flecken (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Beim Weibchen ist die Oberseite „brauner“ und die Unterseite „stärker gestrichelt(Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Dunkle Morphen konnten ebenso bekannt (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“; Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)).

Die Grösse beträgt 46 bis 60cm (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder 48 bis 61cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 45cm (Felix: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Amerika“ (1981)) oder bei den Männchen 46cm und bei den Weibchen 57cm (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)).

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, kleine Vögel, Insekten, Reptilien und auch Eier.

Das Nest befindet sich „in niederliegenden Schilfbeständen“ (Felix: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Amerika“ (1981)). In das Nest legt das Weibchen „drei bis sechs bläulichweisse Eier“ (Felix: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Amerika“ (1981)). Das Weibchen brütet die Eier „in 30 Tagen aus“ (Felix: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Amerika“ (1981)). Flügge werden die Jungvögel „mit 40 bis 50 Tagen“, wobei die Jungvögel „noch weitere 3 Wochen“ betreut werden.

Das Foto der Weissbrauenweihe konnte mit freundlicher Genehmigung von Günter Heinz verwendet werden. Das Foto wurde in Argentinien aufgenommen.

11. Sumpfweihe oder australische Rohrweihe
lat. Circus approximans (früher: Circus aeruginosus approximans)

Die Sumpfweihen leben in den offenen Graslandschaften, Feucht- und Salzwiesen, Sümpfen, Mooren und Getreidefeldern.

Als Verbreitungsgebiet wird allgemein „Australien, Tasmanien, Neuseeland Tasmanien und andere Inselgruppen(Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) angegeben.

Genaugenommen ist die Unterart Circus approximans approximans auf der Wallis, den „Loyalty-Inseln, Neukaledonien, Fidji-, Tongo-, Society-Inseln, Neue Hebriden“ (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder auf den Melanesien, Chatham, Gemeinschaftsinseln (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) verbreitet.

Die Unterart Circus approximans gouldi (früher: Circus aeruginosus gouldi) ist Ost- und Südastralien, Tasmanien, Nordost-Neuguinea, Neuseeland und auf der Norfolkinsel als Irrgast (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder in Australien, Tasmanien und Neuseeland (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) verbreitet.

Beim Männchen ist die Oberseite „dunkelbraun(Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“; Simpson, Day: „Birds of Australia“, (2012)). Die Schwingen sind „blaugrau und dunkelbraun gebändert“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“). Der Schwanz ist „dunkelgrau“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) bzw. grau und schwach gebändert (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Der Kopf und der Hals sind beim Männchen „heller mit dunklen Streifen“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) bzw. der Kopf ist „heller(Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Beim Männchen ist die Unterseite „heller mit dunklen Streifen“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) bzw. „weisslich bis cremefarben, rostbraun gestrichelt(Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Das Weibchen ist „dunkelbraun“ gefiedert (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) bzw. auf der Oberseite „dunkler/brauner“ und auf der Unterseite „stärker gestreift“ als das Männchen. Die Schultern, der Nacken, der Scheitel und die Kehle sind „rahmfarben(Campbell: „Das grosse Vogelbuch“)

Die Grösse beträgt 48 bis 61cm (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder 48 bis 58cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder 50 bis 60cm (Simpson, Day: „Birds of Australia“, (2012)) oder 55 bis 60cm (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“).

Zur Nahrung zählen junge Vögel, kleine Säugetiere, Frösche, Fische, Eier und Aas.

Das Nest befindet sich auf dem Boden (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“). Das Weibchen legt „3-5 fahl bläulichweisse Eier“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“), die es in 31 bis 34 Tagen ausbrütet (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“). Währenddessen versorgt das Männchen das Weibchen mit Beute, die „in der Luft“ übergeben wird (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“). Als Brutzeitraum wird für Australien „September bis Januar(Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) angegeben. Flügge sind die Jungvögel in „6 Wochen“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“).

Mit freundlicher Genehmigung konnte das Fotos eines Jungvogels der Circus approximans von Larry Dunis, genehmigt von Vik Dunis, www.bushpea.com verwendet werden.

 

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Die Fotos wurde im Forschungsmuseum Alexander König gemacht.

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