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Schwarzspecht, lat. Dryocopus martius, Linnaeus, 1758

 

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Schwarzspecht, lat. Dryocopus martius, Linnaeus, 1758

Die Schwarzspechte sind in „Mittel- , Nord-, Ost- und Südosteuropa sowie Mittel- und Nordasien“, ausgenommen Grossbritannien, ausgenommen Niederlande („rororo Tierlexikon“(in 5 Bänden, Band 3 (Vögel)) 1969) oder weiten Teilen Europas und Asiens (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder „Europa ausser Island, den Britischen Inseln, Mittelmeerinseln, weiten Teilen der Iberischen Halbinsel und Norwegens sowie dem Hohen Norden Russland und Skandinaviens“ (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder Europa, Asien (Blume: „Spechte fremder Länder“ (2006 (1971)); „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2008)) oder Eurasien („Die Natur: Visuelle Enzyklopädie der Pflanzen, Tiere, Mineralien, Mikroorganismen und Pilze“ (2010)) oder Paläarktische Region (Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996) S.17) oder „Eurasien von den Niederlanden bis Japan“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 3)) oder „Nordspanien über Frankreich und Mitteleuropa bis nördlich des Polarkreises“, ausgenommen der Britischen Inseln, Island, Gebirgslagen Skandinaviens, nördlicher Eismeerrand (Gygax, Lücke, Graf: „Vogelarten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ (2013)) oder Europa, Nordasien, bis zur Manduschrei, bis zur Halbinsel Kamtschatka, ausgenommen der Britischen Inseln (Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder „Südwesteuropa bis Japan“ (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht“) oder „Europa bis Ostasien einschliesslich Japan“, ausgenommen „in weiten Teilen Spaniens, Italiens, Griechenlands sowie in Teilen Skandinaviens“ (Loseblatt-Sammelwerk: „Europäische Vogelwelt: Die faszinierende Welt der Vögel: Blatt: Schwarzspecht“) oder Buchenwälder der „Pyrenäen bis nach Japan“, borale Nadelwälder Fennoskandinaviens, bis Süditalien (Zahner, Wimmer: „Spechte & Co. ...“ (2019)) oder „Europa bis Ostasien; fehlt auf den Britischen Inseln sowie in weiten Teilen Spaniens, Italiens und Griechenlands“ (Bezzel: „BLV Handbuch Vögel“ (2006)) oder Europäische Union bis Ostasien „fehlt auf den Britischen Inseln, in weiten Teilen Spaniens, Italiens und Griechenlands“ (Puchta, Richartz: „Steinbachs grosser Vogelführer“ (2006)) oder Eurasien bis Kamtschatka und Sachalin, ausgenommen der Britischen Inseln (Diesselhorst, Fechter: „Knaurs Tierleben von A-Z, Band 2 (M-Z)“ (1981)) oder „Nordspanien über Mittel- und Nordeuropa sowie Sibirien bis zur ostasiatischen Pazifikküste“, isoliert auch „im Kaukasus und Nordchina“ (FALKE (11/2016); S.11)) verbreitet.

Man unterteilt die Schwarzspechte in 2 Unterarten (Puchta, Richartz: „Steinbachs grosser Vogelführer“ (2006); Gorman: „Woodpeckers of the World“ (2014)) oder in 3 Rassen (Blume: „Spechte fremder Länder“ (2006 (1971); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 3))) oder in 3 Unterarten (andererseits auch mit dem Vorschlag mit der Aufteilung auf 2 die Unterarten martius und khamensis (Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996)).

Zur Unterart Dryocopus martius pinetorum wird genaugenommen das Verbreitungsgebiet „Europa bis zum westl. Polen, bis Nordspanien und zum Balkan, Kaukasus, Kleinasien und nördl. Iran“ (Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996)) angegeben.

Zur Unterart Dryocopus martius martius wird genaugenommen das Verbreitungsgebiet „Skandinavien, Baltische Staaten, Nadelwälder des europäischen Teils der RSFSR und Sibiriens bis zum Ochotskischen Meer, südlich bis zu den Wäldern der Kirgisensteppe, Alaigebirge, Dsungarei, Mongolei, Nordchina, Korea, Sachalin, Kurilen und Hokkaido“ (Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996)) oder Eurasien (Gorman: „Woodpeckers of the World“ (2014)) angegeben.

Zur Unterart Dryocopus martius khamensis wird genaugenommen das Verbreitungsgebiet Westchina: Qinghai bis Tibet (Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996)) oder Südwestchina: Qinghai-Tibet-Plateau, Yunnan (Gorman: „Woodpeckers of the World“ (2014)) angegeben.

Die Schwarzspechte leben in den Nadel- und Laubwäldern (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002); naturgucker: 28: Januar/Februar 2017; FALKE (11/2016); S.9)) oder in den „Nadelwäldern und durchforsteten Mischwäldern“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 3)) oder in den älteren Buchen-, Misch- oder Kiefernwäldern (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer“ (2011)) oder in den Fichtenwäldern, Tannenwäldern, Buchenmischwäldern, Laubwäldern, Auenwäldern (Gygax, Lücke, Graf: „Vogelarten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ (2013)) oder in den Laub- und Nadelmischwäldern, auch in grossen Parks (FALKE (11/2016); S.11)) oder in den grossen, alten Wäldern mit Buchen und Kiefern, auch in Stadtparks (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder in den alten Baumbeständen, Naden- und Buchenwäldern (Loseblatt-Sammelwerk: „Europäische Vogelwelt: Die faszinierende Welt der Vögel: Blatt: Schwarzspecht“) oder in den grossen, zusammenhängenden, strukturreichen Waldgebieten „mit eingestreuten Offenflächen“ (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht“) oder in den alten Wäldern „mit weiträumigen, hallenartigem Bestandsaufbau und geschlossenem Kronendach“, bevorzugen alte Buchenwälder (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht und seine Höhlen“).

Als Reviergrösse findet man allgemein 300 bis 800ha (Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder 250 bis 400ha, oft aber auch „wesentlich grösser“ (Loseblatt-Sammelwerk: „Europäische Vogelwelt: Die faszinierende Welt der Vögel: Blatt: Schwarzspecht“) oder oder bis zu 400ha (Vogelwarte Band 57: Heft 3: August 2019).

Die Reviergrösse beträgt in Mitteleuropa 200 bis 800ha, in Finnland 3.000ha („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 3)) oder 200 bis 300ha, in Schweden und Finnland 800 bis 1.300ha (Zahner, Wimmer: „Spechte & Co. ...“ (2019)) oder mindestens 250 bis 400ha, „aber häufig grösser – 500 bis 1.500ha“ (Nationalparkverwaltung Hainich: „Spechte im Nationalpark Hainich“).

Die Reviergrösse beträgt in Deutschland 200 bis 400ha (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht und seine Höhlen“) oder etwa 150ha (Ruge: „Entdecke die Spechte“ (2016)).

Die Reviergrösse beträgt in Finnland 3.000ha (Ruge: „Entdecke die Spechte“ (2016)).

Es konnte dokumentiert werden, dass „Brut- und Schlafplatz nicht im selben Wald liegen“ müssen, denn „in Dänemark übernachtete ein Weibchen sogar 5,8 km von seinem Nest entfernt“ (Christensen 2002a; Vogelwarte Band 57: Heft 3: August 2019).

Die rivalisierenden und streitenden Schwarzspechtmännchen bedrohen sich mit „Kopfschwenken und Schnabelstössen“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 3)) oder mit Kopfhochstossen, Kopfschwenken und Schwanzspreizen (Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996)).

Der Bestand der Schwarzspechte in Europa wird mit 740.000 bis 1,4 Millionen Brutpaaren (FALKE (11/2016); S.11)) angegeben.

Der Bestand der Schwarzspechte in Mitteleuropa wird mit 60.000 bis 100.000 Paaren (Gygax, Lücke, Graf: „Vogelarten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ (2013)) angegeben.

Der Bestand der Schwarzspechte in Deutschland wird mit 28.000 bis 44.000 Paaren (FALKE (03/2004: „Themenheft Spechte“); S.93) oder mit 30.000 bis 40.000 Brutpaaren (FALKE 03/2010, S.109) oder mit 30.000 Paaren (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht“) oder mit 30.000 bis 40.000 Paaren (NABU, LBV: „Der Grünspecht, Vogel des Jahres 2014“; Gygax, Lücke, Graf: „Vogelarten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ (2013)) oder mit 31.000 bis 49.000 Brutpaaren (Weiss: „ Spechte in Nordrhein-Westfalen ...“ (Charadrius 2017 (Heft 1-2))) oder mit 31.000 bis 49.000 Revieren (FALKE (11/2016); S.11)) angegeben.

Der Bestand der Schwarzspechte wird in Schleswig-Holstein in den beobachteten Gebieten bis1984 mit 200 bis 250 Paaren, bis 1994 mit 370 Paaren, bis 2009 mit 600 Paaren, bis 2017 mit 650 Paaren (Vogelwarte Band 57: Heft 3: August 2019) angegeben.

Der Bestand der Schwarzspechte wird in Nordrhein-Westfalen wird mit 1.900 bis 2.700 Brutpaaren (Weiss: „ Spechte in Nordrhein-Westfalen ...“ (Charadrius 2017 (Heft 1-2))) angegeben.

Der Bestand der Schwarzspechte wird im Saarland mit 300 bis 500 Brutpaaren aufgrund der Brutvogel-Rasterkartierung einerseits angegeben, aber aufgrund realistischer Einschätzungen mit „maximal 300 Brutpaare“ (Froehlich-Schmitt: „Spechte im Saarland ...“ (Lanius 36 (2016))) angegeben.

Nach einer Hochrechnung (man geht von einer Höhlenbaumdichte von 2 Bäumen/100ha und einer Waldfläche Baden Württembergs von 1,39Mio.ha aus und errechnet 27.800 Höhlenbäume, von denen aber ein drittel unbrauchbar ist, sodass optimistisch 18.500 Höhlenbäume verfügbar sind, von denen aber nur 10% vom Schwarzspecht genutzt werden) geht man von mindestens 1.850 Schwarzspecht-Brutpaaren in Baden Württemberg aus (Sikora: „... Schwarzspechthöhlen ... Schwarzspechtbestand“ (Charadrius 2017 (Heft 1-2))).

Der Bestand der Schwarzspechte wird in Thüringen mit 450 bis 800 Brutpaaren (Nationalparkverwaltung Hainich: „Spechte im Nationalpark Hainich“) angegeben.

Der Bestand der Schwarzspechte im Nationalpark Hainich / Thüringen wird im Jahr 2014 mit 6 bis 8 Brutpaaren (Henkel, Schacky: „Specht-Monitoring 2005 bis 2015 im Nationalpark Hainich / Thüringen“ (Charadrius 2017 (Heft 1-2)); Nationalparkverwaltung Hainich: „Spechte im Nationalpark Hainich“) angegeben.

Der Bestand der Schwarzspechte in den 32 Europäischen Vogelschutzgebieten von Sachsen-Anhalt wird mit 322 bis 355 Schwarzspechtrevieren (Vogelwarte Band 49: Heft 1: Februar 2011), mit 337 bis 371 Brutpaaren/Revierpaaren (FALKE 10/2017, S.21) angegeben.

Der Bestand der Schwarzspechte im Raum Dessau „im Bereich des Naturschutzgrossprojektes Mittlere Elbe“ wird mit 25 Brutpaaren (Vogelwarte Band 49: Heft 1: Februar 2011) angegeben. Der Bestand der Schwarzspechte „für das gesamte EU-SPA Mittlere Elbe“ wird „auf mindestens 50 bis 60“ Brutpaare (Vogelwarte Band 49: Heft 1: Februar 2011) geschätzt.

Der Bestand der Schwarzspechte im „130ha grossen Eichenwald am nordöstlichen Harzrand bei Ballenstedt“ wird mit 2 Revierpaaren im Jahr 1996, mit einem Revierpaar im Jahr 2002, mit 2 Revierpaaren im Jahr 2004 (FALKE 05/2006, S.156) angegeben.

Der Bestand der Schwarzspechte im EU-Vogelschutzgebiet „Hessisches Ried mit Kühkopf-Knoblochsaue“ wird mit 23 bis 27 Revieren (FALKE 08/2011, S.338) angegeben.

Der Bestand der Schwarzspechte im Nationalpark Kellerwald wird mit 100 bis 120 Paaren (FALKE 08/2011, S.342) angegeben.

In einer von 2008 bis 2013 durchgeführten Untersuchung im „Forstenrieder Park bei München bis zum Kempter Wald im Westen“ „wurden rund 670 Buchen mit Schwarzspechthöhlen und rund 270 Buchen mit Initialhöhlen des Schwarzspechtes kartiert“, wobei auch herauskam, dass die „Roterle (Alnus glutinosa) und“ die Fichte (Picea abies) „nur in Einzelfällen zum Höhlenbau genutzt“ wurden (Vogelwarte Band 52: Heft 1: Februar 2014).

Der Bestand der Schwarzspechte wird im bayerischen Ammergebirge mit über 90 Revieren (FALKE 07/2012, S.246) angegeben.

Der Bestand der Schwarzspechte in Luxemburg wird mit 100 bis 150 Paaren im Jahr 2015 (Klein: „Specht-Monitoring in Luxemburg“ (Lanius 36 (2016)); Froehlich-Schmitt: „Spechte im Saarland …“ (Lanius 36 (2016))) angegeben.

In einer in den Nordvogesen in Ostfrankreich „(>Forets, rochers et etangs du Pays de Bitche<)“ durchgeführten Untersuchung „von 2001 bis 2011 wurden insgesamt 170 Bruten in 74 unterschiedlichen Höhlen kontrolliert“ und im Zeiraum „schwankte der Bestand zwischen 18 und 24 besetzten Revieren“ (Muller: „Spechte in den Nordvogesen“ (Lanius 36 (2016)); Vogelwarte Band 55: Heft 1: Februar 2017).

Der Bestand der Schwarzspechte in Österreich wird mit 4.500 bis 8.000 Brutpaaren (Pühringer, Sulzbacher „... Nationalpark Kalkalpen ... “: Nationalpark Kalkalpen: Jahrestagung der Arbeitsgruppe Spechte … 2009 (1. Aufl. 03/2011); Gygax, Lücke, Graf: „Vogelarten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ (2013)) angegeben.

Der Bestand der Schwarzspechte in Oberösterreich wird mit 500 bis 1.500 Brutpaaren (Pühringer, Sulzbacher „... Nationalpark Kalkalpen ... “: Nationalpark Kalkalpen: Jahrestagung der Arbeitsgruppe Spechte … 2009 (1. Aufl. 03/2011)) angegeben.

Auf 5 Probeflächen (1.420ha) „im Europaschutzgebiet Dachstein (14.630ha)“ im südlichen Oberösterreich wurden 2006 und 2007 einerseits 3 Schwarzspecht-Reviere bei Kartierungsarbeiten erfasst und andererseits wird der Gesamtbestand von 5 bis 7 Revieren angegeben (Weissmair: „... Spechte im Europaschutzgebiet Dachstein“: Nationalpark Kalkalpen: Jahrestagung der Arbeitsgruppe Spechte … 2009 (1. Aufl. 03/2011)).

Der Bestand der Schwarzspechte in der Schweiz wird mit 3.000 bis 5.000 Paaren (Gygax, Lücke, Graf: „Vogelarten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ (2013)) angegeben.

Der Bestand der Schwarzspechte wird in Dänemark mit 200 bis 250 Paaren für den Zeitraum 1993 bis 1996 (Vogelwarte Band 57: Heft 3: August 2019) angegeben.

Das Gefieder ist schwarz („rororo Tierlexikon“(in 5 Bänden, Band 3 (Vögel)) 1969; Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002); NABU, LBV: „Der Buntspecht, Vogel des Jahres 1997“; Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht und seine Höhlen“; Loseblatt-Sammelwerk: „Europäische Vogelwelt: Die faszinierende Welt der Vögel: Blatt: Schwarzspecht“; Svensson: „Der Kosmos Vogelführer“ (2011); Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996); „Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994); Dierschke: „1000 Vögel“; Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2); Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000); Bezzel: „BLV Handbuch Vögel“ (2006); Puchta, Richartz: „Steinbachs grosser Vogelführer“ (2006); Diesselhorst, Fechter: „Knaurs Tierleben von A-Z, Band 2 (M-Z)“ (1981); „1000 Fragen und Antworten: Tiere und Lebensräume“ (2006); Gygax, Lücke, Graf: „Vogelarten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ (2013); FALKE (11/2016); S.9, 11); naturgucker: 53: März/April 2021; VÖGEL 02/2020) oder pechschwarz („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2008)) oder schwarz und hat einen bräunlichen Schimmer an den Flügelspitzen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 3)) oder „das Grossgefieder und die längeren Handschwingen sind nach dem Rand zu vielfach bräunlich überlaufen“ (Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996)) oder das Gefieder des Adult-Jahreskleids „ist insgesamt einheitlich und weist im frischen Zustand einen blau-schwarzen Glanz auf“, wobei beim Männchen die grossen Flügeldecken bräunlich, die mittleren Flügeldecken blau-schwarz sind (Vogelwarte Band 55: Heft 3: August 2017).

Das Männchen hat einen roten Oberkopf (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002); Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder einen roten Scheitel (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003); NABU, LBV: „Der Grünspecht, Vogel des Jahres 2014“; Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht und seine Höhlen“; Svensson: „Der Kosmos Vogelführer“ (2011); Nationalparkverwaltung Hainich: „Spechte im Nationalpark Hainich“; „Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994); Gygax, Lücke, Graf: „Vogelarten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ (2013); FALKE (11/2016); S.9, 11); VÖGEL 02/2020) oder eine rote Kappe (VÖGEL 04/2021) oder eine rote Kopfplatte (Diesselhorst, Fechter: „Knaurs Tierleben von A-Z, Band 2 (M-Z)“ (1981)) oder eine leuchtendrote Kopfplatte („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 3)) oder eine komplett rote Haube (Zahner, Wimmer: „Spechte & Co. ...“ (2019)) oder einen feuerroten Scheitel (Ruge: „Entdecke die Spechte“ (2016)) oder einen roten Scheitelfleck (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht“). Oder anders formuliert hat das Männchen einen roten Scheitel „von der Stirn bis zum Nacken“ (Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996); Puchta, Richartz: „Steinbachs grosser Vogelführer“ (2006); Bezzel: „BLV Handbuch Vögel“ (2006)) oder eine „grosse rote, leicht haubenartige Kopfplatte“ („rororo Tierlexikon“(in 5 Bänden, Band 3 (Vögel)) 1969) oder ein „vom Schnabel bis zum Nacken“ karminrotes Gefieder (Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder eine bis zum oberen Nacken rote Stirn (naturgucker: 28: Januar/Februar 2017) oder ein „vom Schnabel bis zum Nacken“ karminrotes Gefieder (Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)).

Das Weibchen hat einen roten Hinterkopf (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002); NABU, LBV: „Der Grünspecht, Vogel des Jahres 2014“; Gygax, Lücke, Graf: „Vogelarten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ (2013); Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht und seine Höhlen“) oder einen karminroten Hinterkopf (Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder einen roten Nacken (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003); Nationalparkverwaltung Hainich: „Spechte im Nationalpark Hainich“; Puchta, Richartz: „Steinbachs grosser Vogelführer“ (2006)) oder „einen dreieckigen Nackenfleck“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 3)) oder einen roten Nackenfleck (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000); Bezzel: „BLV Handbuch Vögel“ (2006); Diesselhorst, Fechter: „Knaurs Tierleben von A-Z, Band 2 (M-Z)“ (1981); FALKE (11/2016); S.11); VÖGEL 02/2020) oder einen roten Hinterhauptfleck („rororo Tierlexikon“(in 5 Bänden, Band 3 (Vögel)) 1969) oder einen roten Fleck am hinteren Scheitel (naturgucker: 28: Januar/Februar 2017; VÖGEL 04/2021) oder einen roten Fleck am Hinterkopf (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht“; Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996); FALKE (11/2016); S.9)) oder einen roten Hinterscheitelfleck (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer“ (2011)) oder einen roten Genickfleck („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994)) oder „einen schmalen roten Streifen am Hinterkopf“ (Ruge: „Entdecke die Spechte“ (2016)).

Der Schnabel ist gelb (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder elfenbeinfarben (naturgucker: 28: Januar/Februar 2017; Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder gelblich (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht“).

Die Augen sind gelb (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002); VÖGEL 02/2020) oder hell (naturgucker: 28: Januar/Februar 2017; Loseblatt-Sammelwerk: „Europäische Vogelwelt: Die faszinierende Welt der Vögel: Blatt: Schwarzspecht“) oder hell bis weisslich (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder gelblich (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht“) oder blassgelb (Ruge: „Entdecke die Spechte“ (2016)) oder weiss (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer“ (2011)) oder schwefelgelb („rororo Tierlexikon“(in 5 Bänden, Band 3 (Vögel)) 1969) oder weissgelb (Diesselhorst, Fechter: „Knaurs Tierleben von A-Z, Band 2 (M-Z)“ (1981)) oder „hellgelb bis weisslich“ (Gygax, Lücke, Graf: „Vogelarten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ (2013)) oder weisslich-gelb bei Altvögeln und bläulichgrau bei Jungvögeln (naturgucker: 36 Mai/Juni 2018; S.52) oder gelb bei Altvögeln und schwarz bei Jungvögeln (VÖGEL 02/2020) oder „(dunkel) bläulich“ bei Jungvögeln (Vogelwarte Band 55: Heft 3: August 2017).

Die Grösse beträgt 45cm (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002); Nationalparkverwaltung Hainich: „Spechte im Nationalpark Hainich“; Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000); „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2008); Diesselhorst, Fechter: „Knaurs Tierleben von A-Z, Band 2 (M-Z)“ (1981)) oder 46cm („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994)) oder 40 bis 46cm (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer“ (2011); naturgucker: 28: Januar/Februar 2017; VÖGEL 04/2021) oder 45 bis 55cm (Dierschke: „1000 Vögel“) oder 45 bis 57cm („Die Natur: Visuelle Enzyklopädie der Pflanzen, Tiere, Mineralien, Mikroorganismen und Pilze“ (2010); Gygax, Lücke, Graf: „Vogelarten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ (2013)) oder bis 57cm (VÖGEL 02/2020) oder 40 bis 47cm (Loseblatt-Sammelwerk: „Europäische Vogelwelt: Die faszinierende Welt der Vögel: Blatt: Schwarzspecht“) oder 45 bis 46cm („rororo Tierlexikon“(in 5 Bänden, Band 3 (Vögel)) 1969) oder 45 bis 47cm (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder 45 bis 50cm (Gorman: „Woodpeckers of the World“ (2014)) oder 50cm (Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 3); Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht“; Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996)) oder 50cm oder 45 bis 47cm (Zahner, Wimmer: „Spechte & Co. ...“ (2019)) S. 128, 132).

Die Schwarzspechtbrutpaare benötigen jeweils „eine Schlaf-, eine Brut- und eine Ausweichhöhle“ (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht“). Die Schwarzspechte bevorzugen Buchen und Kiefern (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002); naturgucker: 28: Januar/Februar 2017) oder verwenden häufig Buchen, jedoch auch Kiefern (VÖGEL 04/2021) oder verwenden „Buchen, Tannen und Kiefern“ (Puchta, Richartz: „Steinbachs grosser Vogelführer“ (2006)) oder verwenden, wenn möglich Rotbuchen, manchmal auch Kiefern (AELF Coburg: „Die Höhlen des Schwarzspechts ...“) oder „brüten und übernachten oft in Höhlen alter Buchen“ (Vogelwarte Band 57: Heft 3: August 2019) oder bevorzugen oder nutzen meistens Buchen (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht“; Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder „bevorzugen Rotbuchen als Höhlenbaum“, gefolgt von „Kiefern, Tannen oder Fichten“ (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht und seine Höhlen“) oder favorisieren in Europa Buchen (Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996)) oder brüten in Mitteleuropa zu 90% in Buchen (Zahner: „....Schwarzspechthöhle“ (ORNITHOLOGISCHER ANZEIGER: Band 57, Heft 1/2 (2018); FALKE (11/2016); S.12f.)).

Genaugenommen wurden z.B. im 15.800ha grossen niedersächsischen Teil des Nationalparks Harz „148 Schwarzspecht-Höhlenbäume mit insgesamt 358 Höhlen erfasst“ und die „Höhlen befanden sich“ sich alle in Rotbuchen (Ballenthien „.. Nationlpark Harz“: Nationalpark Kalkalpen: Jahrestagung der Arbeitsgruppe Spechte … 2009 (1. Aufl. 03/2011)).

Genaugenommen kam aufgrund einer Auswertung von 2.556 Höhlenbäumen in den Wäldern Baden Württembergs heraus, dass die Schwarzspechte ihre Höhle in 2.543 Rotbuchen, viermal im Ahorn, dreimal in Tannen, zweimal in Kiefern und je einmal in einer Fichte, Eiche, Linde, Birke anlegten (Sikora: „... Schwarzspechthöhlen ... Schwarzspechtbestand“ (Charadrius 2017 (Heft 1-2))).

Genaugenommen werden in Oberösterreich „fast ausschliesslich Rotbuchen genutzt, lediglich in Auwäldern sind auch Höhlen in Weichhölzern bekannt“ (Pühringer, Sulzbacher „... Nationalpark Kalkalpen ... “: Nationalpark Kalkalpen: Jahrestagung der Arbeitsgruppe Spechte … 2009 (1. Aufl. 03/2011)).

Die Bäume haben ein Alter von 100 bis 180 Jahren in Europa (Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996)) oder von 160 bis 180 Jahren (Ballenthien „.. Nationlpark Harz“: Nationalpark Kalkalpen: Jahrestagung der Arbeitsgruppe Spechte … 2009 (1. Aufl. 03/2011)) oder von 80 bis 100 Jahren bei Buchen und von 80 bis 90 Jahren bei Kiefern (Nationalparkverwaltung Hainich: „Spechte im Nationalpark Hainich“) oder von mindestens 120 Jahren (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht“) oder von „mindestens 80“ Jahren (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht und seine Höhlen“) oder von über 100 Jahren (Puchta, Richartz: „Steinbachs grosser Vogelführer“ (2006)).

Die verwendeten Bäume haben einem Stamm-Durchmesser von über 35cm (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002); Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht“; Nationalparkverwaltung Hainich: „Spechte im Nationalpark Hainich“; Puchta, Richartz: „Steinbachs grosser Vogelführer“ (2006)) oder von „über 38cm“ FALKE (11/2016); S.9)) oder von 40cm (VÖGEL 02/2020) oder von „mindestens 40cm“ (Pühringer, Sulzbacher „... Nationalpark Kalkalpen ... “: Nationalpark Kalkalpen: Jahrestagung der Arbeitsgruppe Spechte … 2009 (1. Aufl. 03/2011)).

Die Baumhöhle wird in einer Höhe von bis zu 25m (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder in 3 bis 10m („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994)) oder in 6 bis 22m (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht und seine Höhlen“) oder in 6,5 bis 22m in den Nordvogesen in Ostfrankreich (Muller: „Spechte in den Nordvogesen“ (Lanius 36 (2016))) oder in etwa 10m (FALKE (11/2016); S.9)) oder in ca. „10 bis 12m“, auch in über 15m (FALKE (11/2016); S.13f.)) oder in 4 bis 23m (Ballenthien „.. Nationalpark Harz“: Nationalpark Kalkalpen: Jahrestagung der Arbeitsgruppe Spechte … 2009 (1. Aufl. 03/2011)) angelegt.

Das Männchen und das Weibchen bauen die Baumhöhle (Loseblatt-Sammelwerk: „Europäische Vogelwelt: Die faszinierende Welt der Vögel: Blatt: Schwarzspecht“; Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 3); Diesselhorst, Fechter: „Knaurs Tierleben von A-Z, Band 2 (M-Z)“ (1981); Bezzel: „BLV Handbuch Vögel“ (2006); Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996); Nationalparkverwaltung Hainich: „Spechte im Nationalpark Hainich“), wobei einerseits der Innenausbau „meistens“ vom Weibchen gemacht wird (Bezzel: „BLV Handbuch Vögel“ (2006)) oder wobei andererseits der Anteil des Männchens dabei grösser ist (Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996)).

Die Schwarzspechte benötigen für den Höhlenbau 20 bis 28 Tage (Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder bis zu 4 Wochen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 3); Diesselhorst, Fechter: „Knaurs Tierleben von A-Z, Band 2 (M-Z)“ (1981); Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996)) oder ca. 4 Wochen in Buchen (Nationalparkverwaltung Hainich: „Spechte im Nationalpark Hainich“) oder 14 Tage in Weichhölzern, 23 bis 28 Tage in Buchen (Bezzel: „BLV Handbuch Vögel“ (2006)). Andererseits wenn die Schwarzspechthöhle an die Höhlenkongurenz, wie Rauhfusskäuze, Hohltauben, Stare oder Sperlinge verloren geht, können die Schwarzspechte eine Bruthöhle „in weniger als zwei Wochen, in Exremfällen sogar innerhalb einer Woche, komplett“ zimmern (Zahner, Wimmer: „Spechte & Co. ...“ (2019)) oder „in Notfällen, z.B. bei einer Ersatzbrut kann der Schwarzspecht eine Höhle auch in 10 Tagen zimmern“ (Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996)).

In Rotbuchen können Schwarzspechte „nur dann eine Bruthöhle bauen, wenn der Stamm durch den Befall von Fäule erregenden Pilzen geschwächt ist“ und „je nach Zersetzungsgrad des Holzes vergehen Jahre bis eine Höhle komplett ausgebaut ist“ (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht und seine Höhlen“). Ein Schwarzspechtpaar baut einerseits je nach Beobachtungsgebiet alle 3 bis 10 Jahre eine neue Höhle (FALKE 10/2012; Zahner, Wimmer: „Spechte & Co. ...“ (2019)) und andererseits stellt ein „Schwarzspecht nicht mehr als ein bis zwei Höhlen im Laufe seines Lebens fertig“ (FALKE 10/2012) oder „in einem Schwarzspechtrevier wird nur alle drei bis sieben Jahre eine Höhle fertig gestellt“, denn Schwarzspechte bauen „stets parallel an verschiedenen Höhlen“, stellen die meisten Höhlen „erst nach mehreren >Bauphasen< Jahre später fertig“, etwa 75% aller Schwarzspechthöhlen sind „Höhlenanfänge oder halbfertige Höhlen“, 10% „sind fertig ausgebaute Höhlen und 15 Prozent sind grössere, ausgefaulte Baumhöhlen oder solche mit mehreren Fluglöchern“ (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht und seine Höhlen“) oder eine neue Baumhöhle wird nur „etwa alle 3 Jahre“ fertig gestellt (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht“). „Beim Aushacken der Höhle hat man bis zu 170 Schnabelhiebe pro Minute gezählt“ (Loseblatt-Sammelwerk: „Europäische Vogelwelt: Die faszinierende Welt der Vögel: Blatt: Schwarzspecht“).

In einer Untersuchung von über 500 Höhlenbäumen „in 30 Untersuchungsjahren fiel nur 1% der Höhlen dem Sturm zum Opfer“ (Zahner, Wimmer: „Spechte & Co. ...“ (2019)). Die Baumhöhlen werden mitunter 4 bis 6 Jahre („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 3)) oder bis zu 6 Jahre (Perrins: "Die BLV Enzyklopädie, Vögel der Welt" (2004)) oder oft „mehrere Jahre hintereinander“, „nur jedesmal renoviert“ (Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder „oft viele Jahre“, wobei die Schwarzspechte trotzem weitere Höhlen bauen (Ruge: „Entdecke die Spechte“ (2016)) oder in den Buchen „oft 5 bis 7 Jahre hintereinander“ (Zahner: „....Schwarzspechthöhle“ (ORNITHOLOGISCHER ANZEIGER: Band 57, Heft 1/2 (2018)) genutzt.

Genaugenommen stellte man in einer in den Nordvogesen in Ostfrankreich „(>Forets, rochers et etangs du Pays de Bitche<)“ durchgeführten Untersuchung fest, dass, „nur 26% der Bruten“ „in neuen, d.h. im selben Jahr angelegten oder fertig gestellten Höhlen“ stattfanden und „in der Hälfte der Fälle benutzten die Schwarzspechte die Vorjahreshöhle“ (Muller: „Spechte in den Nordvogesen“ (Lanius 36 (2016))).

Als nachfolgende Benutzer der von den Schwarzspechten angelegten Baumhöhlen findet man die Rauhfusskäuze (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht und seine Höhlen“; Pühringer, Sulzbacher „... Nationalpark Kalkalpen ... “: Nationalpark Kalkalpen: Jahrestagung der Arbeitsgruppe Spechte … 2009 (1. Aufl. 03/2011); AELF Coburg: „Die Höhlen des Schwarzspechts ...“; Zahner, Wimmer: „Spechte & Co. ...“ (2019); Puchta, Richartz: „Steinbachs grosser Vogelführer“ (2006); Gygax, Lücke, Graf: „Vogelarten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz“ (2013); FALKE 02/1995; FALKE 08/2006, S.246; FALKE (03/2004: „Themenheft Spechte“); S.92; FALKE 11/2009, S.435; FALKE 04/2012, S.132f.; FALKE 09/2014, S.6; FALKE 09/2015, S.2; FALKE 03/2017, S.5; VÖGEL 04/2021; Vogelwarte Band 50: Heft 4: Dezember 2012; Vogelwarte Band 52: Heft 4: August 2014). In einem niedersächsischen Projekt im Untersuchungsgebiet Wietzenbruch stellte man fest, dass Rauhfusskauzmännchen „offenbar jede Veränderung im Höhlenbestand sehr schnell“ wahrnehmen und so dokumentierte man, dass 61% „von 115 Rauhfusskauzbruten in den ersten drei Jahren nach der Brut des Schwarzspechtes“ „in der >neuen< Höhle stattgefunden“ haben und dass „in den ersten beiden Jahren nach dem Bau“ ein 64%iger Bruterfolg festgestellt wurde (FALKE (03/2004: „Themenheft Spechte“); S.94). Später im „fünften Jahr des Bestehens“ der Schwarzspechthöhle „brüteten nur noch 22 Prozent der Rauhfusskäuze in einer >alten< Höhle“ und man dokumentierte einen Bruterfolg von jeweils nur noch 25% „im 5. und 6. Jahr“ (FALKE (03/2004: „Themenheft Spechte“); S.94).

Man findet aber auch als nachfolgende Benutzer der von den Schwarzspechten angelegten Baumhöhlen die Waldkäuze (Ballenthien „.. Nationalpark Harz“: Nationalpark Kalkalpen: Jahrestagung der Arbeitsgruppe Spechte … 2009 (1. Aufl. 03/2011); FALKE 02/2016; FALKE (11/2016; S.14)).

Des Weiteren findet man als nachfolgende Benutzer der von den Schwarzspechten angelegten Baumhöhlen die Rauhfusskäuze und die Waldkäuze (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht“; Ruge: „Entdecke die Spechte“ (2016); Muller: „Spechte in den Nordvogesen“ (Lanius 36 (2016)); FALKE 02/1998; FALKE 02/2014; Günther: „Untersuchungen zur Ökologie und zur Bioakustik des Schwarzspechtes (Dryocopus martius) in zwei Waldgebieten Mecklenburg-Vorpommerns“) und man findet als nachfolgende Benutzer die Rauhfusskäuze, die Waldkäuze und die Sperlingskäuze (FALKE-Sonderheft 2020: „Vögel im Wald“; S47). Des Weiteren findet man Rauhfusskauz, „Turmfalke, Sperbereule, Waldkauz, Sperlingskauz, Steinkauz, Waldohreule“, „Grau-, Grün- und Buntspecht, Wendehals“ (VÖGEL 01/2012; S.46f.).

Das Weibchen legt 3 bis 5 weissglänzende Eier (Loseblatt-Sammelwerk: „Europäische Vogelwelt: Die faszinierende Welt der Vögel: Blatt: Schwarzspecht“; Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2); FALKE (11/2016); S.11)) oder 3 bis 4 (5) rein weiss glänzende Eier (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder 3 bis 5 weisse Eier (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002); Diesselhorst, Fechter: „Knaurs Tierleben von A-Z, Band 2 (M-Z)“ (1981)) oder 3 bis 5 leicht rosa glänzende Eier (Zahner, Wimmer: „Spechte & Co. ...“ (2019) S.68) oder 4 bis 6 weisse Eier (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder 2 bis 6 Eier (VÖGEL 02/2020) oder 3 bis 6 Eier („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 3); Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht und seine Höhlen“; Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996)) oder 3 bis 6 porzellanweisse Eier (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht“) oder 3 bis 5, selten 6 gläzendweisse Eier („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994)) oder bis zu 6 Eier („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) oder (2) 3 bis 5 (6) weisse Eier (Bezzel: „BLV Handbuch Vögel“ (2006)).

Gelegt werden die Eier ab April (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder im April (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht“) oder April bis Mai („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 3)) oder März bis Mitte Mai (Loseblatt-Sammelwerk: „Europäische Vogelwelt: Die faszinierende Welt der Vögel: Blatt: Schwarzspecht“) oder „ab Anfang April“ (Bezzel: „BLV Handbuch Vögel“ (2006)) oder ab Mitte April (Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996); Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder April bis Juni („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994)).

Das Weibchen legt täglich 1 Ei (Zahner, Wimmer: „Spechte & Co. ...“ (2019) S.68) oder die Eier im Abstand von ein bis 2 Tagen (FALKE (11/2016); S.11)). Eine Untersuchung der Universität Poznan in den Wäldern Westpolens zum Bruterfolg brachte hervor, „dass das durchschnittliche Legedatum in alten Bruthöhlen um 5,5 Tage früher lag als in neu angelegten“ Bruthöhlen (FALKE 03/2019).

Männchen und Weibchen brüten abwechselnd die Eier aus („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 3); „Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994); Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2); FALKE (11/2016); S.11)) oder beide brüten die Eier aus, wobei das Männchen nachts brütet (Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996); Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht und seine Höhlen“; Diesselhorst, Fechter: „Knaurs Tierleben von A-Z, Band 2 (M-Z)“ (1981); VÖGEL 02/2020) oder beide brüten die Eier aus, wobei das Männchen am meisten brütet (Bezzel: „BLV Handbuch Vögel“ (2006)).

Ausgebrütet sind die Eier in 12 Tagen (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht und seine Höhlen“) oder 13 Tagen (Blume: „Spechte fremder Länder“ (2006 (1971))) oder 12 bis 14 Tagen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 3); Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht“; „Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994); Loseblatt-Sammelwerk: „Europäische Vogelwelt: Die faszinierende Welt der Vögel: Blatt: Schwarzspecht“; Nationalparkverwaltung Hainich: „Spechte im Nationalpark Hainich“; Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996); Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2); Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000); Bezzel: „BLV Handbuch Vögel“ (2006); Diesselhorst, Fechter: „Knaurs Tierleben von A-Z, Band 2 (M-Z)“ (1981)) oder 2 Wochen (FALKE (11/2016); S.11); VÖGEL 02/2020).

Die Jungvögel sind flügge mit 23 bis 28 Tagen (Loseblatt-Sammelwerk: „Europäische Vogelwelt: Die faszinierende Welt der Vögel: Blatt: Schwarzspecht“) oder mit 26 Tagen (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder mit 28 Tagen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 3); Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht“; Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996)) oder mit 27 bis 28 Tagen (Nationalparkverwaltung Hainich: „Spechte im Nationalpark Hainich“; Bezzel: „BLV Handbuch Vögel“ (2006)) oder 24 bis 28 Tagen („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994)) oder mit etwa 4 Wochen (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht und seine Höhlen“; Diesselhorst, Fechter: „Knaurs Tierleben von A-Z, Band 2 (M-Z)“ (1981); FALKE (11/2016); S.11); VÖGEL 02/2020).

Die jungen Schwarzspechte werden von den Altvögeln noch 4 bis 6 Wochen betreut (Diesselhorst, Fechter: „Knaurs Tierleben von A-Z, Band 2 (M-Z)“ (1981)) oder „noch eine Weile“ betreut (VÖGEL 02/2020) oder noch ca. einen Monat geführt (Zahner, Wimmer: „Spechte & Co. ...“ (2019)) oder „noch mehrere Wochen“, „vor allem vom Männchen, gefüttert und dann aus dem Revier verjagt“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994)). Man findet auch, dass die Jungvögel „bereits mit 5 Wochen“ „ihre eigenen wege gehen“ oder mit einem Geschwister noch zusammenbleiben (Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996)) oder dass die Familie „noch weitere 35 bis 40 Tage“ zusammenbleibt (FALKE (11/2016); S.11)).

Zu den Schnabelschlägen findet man 8.000 bis 12.000 Schnabelschläge („Picken, Klopfen, Trommeln“) pro Tag (Perrins: "Die BLV Enzyklopädie, Vögel der Welt" (2004)) oder bis zu „17 Einzelschläge pro Sekunde, bei höchstens vier Wirbeln in der Minute“ (FALKE (11/2016); S.9)) oder „17 Schläge in der Sekunde“ (VÖGEL 02/2020) oder „Serien von 3 bis 17“ Schläge, „insgesamt höchstens etwas über 100“ Schläge pro Minute FALKE (11/2016); S.11)).

Zur Nahrung zählen Ameisen, Insekten Spinnen, Kleintiere (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder Insekten, Larven (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder Rote Waldameisen, Holzameisen, Käferlarven,

Rossameisen, Insekten (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht“) oder Ameisen, Käferlarven (Deutsche Wildtierstiftung: „Der Schwarzspecht und seine Höhlen“) oder Ameisenlarven, Käferlarven (Ballenthien „.. Nationlpark Harz“: Nationalpark Kalkalpen: Jahrestagung der Arbeitsgruppe Spechte … 2009 (1. Aufl. 03/2011)).

Die Schwarzspechte fressen „bis zu 7.000 Ameisen“ täglich (NABU, LBV: „Der Grünspecht, Vogel des Jahres 2014“) oder „bis zu 900 Borkenkäferlarven oder 1.000 Ameisen während einer einzigen Mahlzeit“ (Perrins: "Die BLV Enzyklopädie, Vögel der Welt" (2004)) oder im Winter täglich rund „3.000 Ameisen oder eine entsprechende Anzahl von Käferlarven“ (Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996); Nationalparkverwaltung Hainich: „Spechte im Nationalpark Hainich“) oder „über 90%“ Ameisen (Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder vor allem Rossameisen (FALKE 11/2000).

Für eine norwegischen Untersuchung besenderte man Schwarzspechte und bekam heraus, dass bei unter einem Meter Schneehöhe „hauptsächlich Baumstümpfe und Stammstücke am Boden nach Rossameisen“ abgesucht werden und bei über einem Meter Schneehöhe wurden die „Rossameisen überwiegend aus den Stämmen befallener, noch lebender Bäume und Borkenkäfer und deren Larven aus abgestorbenen stehenden Stämmen“ entnommen (FALKE 11/2000).

Die Schwarzspechte leben in einer monogamen Sainsonehe (Nationalparkverwaltung Hainich: „Spechte im Nationalpark Hainich“).

Ein Höchstalter von 7 Jahren (Nationalparkverwaltung Hainich: „Spechte im Nationalpark Hainich“) oder 13 Jahren (Ruge, Preuss: „Wer klopft denn da? ...“ (Lanius 36 (2016)); Zahner, Wimmer: „Spechte & Co. ...“ (2019); Blume: "Schwarzspecht, Grauspecht, Grünspecht", NBB 300 (1996)) wird angegeben.

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