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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Familie 1: Habichtartige, lat. Accipitridae
Unterfamilie Bussardartige, lat. Buteoninae

Gattung: Adler, lat. Aquila

10. Savannenadler oder Raubadler, lat. Aquila rapax (früher: Aquila nipalensis rapax)
11. Kaffernadler oder Verreaux-Adler, lat. Aquila verreauxii
12. Keilschwanzadler, lat. Aquila audax (früher: Uraetus audax)
13. Gurney-Adler oder Molukken-Adler, lat. Aquila gurneyi
14. Habichtsadler, lat. Aquila faciatus (früher: Hieraaetus faciatus)
15. Zwergadler, lat. Aquila pennatus (früher: Hieraaetus pennatus)

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”. Es sei darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht, dass im Lauf der Zeit aufgrund von Veränderungen im Bestand der in den Falknereien und/oder (zoologischen) Einrichtungen gehaltenen Arten, die fotografierten Arten nicht mehr gezeigt werden oder nun andere Arten zu sehen sind.

10. Savannenadler oder Raubadler
lat. Aquila rapax (früher: Aquila nipalensis rapax)

Die Savannenadler leben in den Savannen, Halbwüsten, Baumsteppen, bewaldeten Bergregionen, Wäldern, Waldlandschaften in bis zu 3000m Höhe.

Als Verbreitungsgebiet findet man allgemein Afrika („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder Afrika und südliches Asien (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder in Afrika südlich der Sahara, Nordwestafrika, Indien (Dierschke: „1000 Vögel“) oder „in Afrika nördlich des Äquators, in Nordindien und Birma“ („Lebendige Wildnis, Tiere der Taiga“ (1993)) oder „in mehreren Unterarten in Afrika, Vorderasien und Indien“ (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)). Die Reviergrösse wird mit 64 bis 300km² bzw. mit 25 bis 55km² (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) angegeben.

Der Savannenadler der 3 Unterarten Aquila rapax rapax, Aquila rapax belisarius und Aquila rapax vindhiana existieren laut neusten wissenschaftlichen Einordnungen in nur noch ganz wenigen Exemplaren. Der Bestand in Nordafrika wird mit „deutlich unter 100 Paaren“ (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) angegeben.

Als Zugvögel ziehen „die meisten der nördlichen Unterarten(Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) ins Überwinterungsgebiet.

Genau genommen ist die Unterart Aquila rapax rapax in Südafrika, Kenia, Rutschuru-Steppe und Katanga (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder in Angola, Süd-DR-Kongo, Kenia bis nach Südafrika (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder „südlich des Äquators“ (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) verbreitet.

Die Unterart Aquila rapax belisarius ist in Nordafrika in Marokko bis nach Äthiopien bis Nigeria (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder in Marokko (Gensböl, Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder in Marokko, Südwestmauretanien, bis Äthiopien, Westsomalia, Südwestarabien, bis Nigeria, Nord-DR-Kongo, Nordkenia (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder in Marokko, Sahelzone, Äthiopien, Südwestarabien (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) verbreitet.

Die dritte Unterart, der Indiensavannenadler, lat. Aquila rapax vindhiana ist in Belutschistan, Afghanistan, Indien, bis Ost-Begalen, Assam, Burma, Thailand, Vietnam (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder in Nordindien, Burma (Gensböl, Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder in Pakistan, Indien bis Westmyanmar (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder „Pakistan über Indien bis Myanmar“ (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) verbreitet. Ferguson-Lees, Christie („Die Greifvögel der Welt“ (2009)) haben diese Unterart zur eigenständigen Art: Indiensavannenadler, lat. Aquila vindhiana erhoben.

Das Gefieder wird als „sehr variabel dunkel-, hell-, mittel- oder rötlich braun(Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder mit „dunkelbraun bis bräunlich weiss“ (Dierschke: „1000 Vögel“) oder mit „verschiedene Farbvarianten von Dunkel- bis Hellbraun“ („Lebendige Wildnis, Tiere der Taiga“ (1993)) oder als „sehr variabel gefärbter Adler … da die Farbe von Rumpf und Flügeldecken von dunkelbraun (selten) über rötlichbraun zu gelblichisabellfarben oder (wenn ausgebleicht) rahmfarben variiert“ (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder variiert „von rahmweisslich bis sehr dunkel braun, mit schwärzlichen Schwungfedern und schwärzlichen Schwanz“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder variiert „von dunkelbraun über rötlichbraun bis hell gelbbraun“, aber auch bis gelblichweiss im ausgeblichenen Zustand (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder mit „3 Farbmorphen“, einer hellen Farbmorphe, bei denen die meisten Vertreter goldbraun gefärbt sind, einer mittleren Farbmorphe, bei der die Oberseite braun bis rotbraun ist, die Brust gestreift ist und einer dunklen Farbmorphe, die „einfarbig dunkelbraunen bis schwarzbraun“ ist (Gensbol, Thiede: „Greifvögel“ (2005)) angegeben.

Die Unterart Aquila rapax rapax variiert im Gefieder zwischen „fahl hellrostfarben bis nahezu schwarzbraun“ (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)). Genaugenommen wird die helle Farbmorphe der Unterart Aquila rapax rapax mit „hellbeige“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) beschrieben.

Die Unterart Aquila rapax belisarius wird mit rahmfarben (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder ohne rostfarbene Töne (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) beschrieben. Genaugenommen wird die dunkle Farbmorphe der Unterart Aquila rapax belisarius mit „blassbraun, dunkel gestrichelt, weniger rötlich“, fein grau gebänderten Grossgefieder (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) und die helle Farbmorphe mit „beige mit dunkler Strichelung“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) beschrieben.

Die Grösse wird mit 57 bis 67cm (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder 62 bis 72cm (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder 71cm (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder 60 bis 72cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 65 bis 72cm (Dierschke: „1000 Vögel“) oder 65 bis 75cm (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007); Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder 66 bis 81cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder 64 bis 77cm (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) angegeben.

Zur Nahrung zählt „hauptsächlich Aas(„Lebendige Wildnis, Tiere der Taiga“ (1993)) bzw. zählen Säugetiere (Hasen), Insekten (Termiten) und Aas (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)). Die Raubadler sind auch Beuteschmarotzer („Lebendige Wildnis, Tiere der Taiga“ (1993); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) bzw. rauben „Sekretären, anderen Adlern oder Störchen die Beute“ (Dierschke: „1000 Vögel“). Die Savannenadler erbeuten in der Luft Flamingos aus einem Flamingo-Schwarm und brechen Strausseneier auf.

Das Nest befindet sich auf „Akazien und Affenbrotbäumen(„Lebendige Wildnis, Tiere der Taiga“ (1993); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder auf allein stehenden Bäumen, Felsvorsprüngen, jedoch „auch auf dem Boden“ (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder auf Bäumen (Gensböl, Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder in Bäumen in 3 bis 30m Höhe.

Das Weibchen legt 1 bis 3, meist 2 Eier (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder 1 bis 3, „meist 2“ helle, raun gefleckte Eier (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) im Zeitraum „Mitte/Ende März“ (Gensböl, Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder „in der zweiten Märzhälfte“ in Nordafrika (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)).

Das Weibchen brütet die Eier in 43 bis 45 Tagen (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder in etwa 45 Tagen (Dr. Makatsch: „Die Eier der Vögel Europas“ (Band 1), 1974) aus.

Der zuerst geschlüpfte Jungvogel tötet „häufig“ den zuletzt geschlüpften Jungvogel (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)).

Es wird eine Nestlingszeit von 76 bis 85 Tagen angegeben (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder der Jungvogel wird mit flügge mit 76 bis 85 Tagen flügge (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)).

Geschlechtsreif sind die Jungvögel „vermutlich“ mit 3 bis 4 Jahren (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder mit 3 bis 5 Jahren (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)).

Das Altgefieder bekommt der Jungvogel mit 4 Jahren oder 5 Jahren (Gensböl, Thiede: „Greifvögel“ (2005), Seiten 157, 332).

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Falknerei Adlerhorst (links), in der Deutschen Greifenwarte Claus Fentzloff, Burg Guttenberg (heute: Deutsche Greifenwarte Bernolph Frhr. von Gemmingen, Burg Guttenberg; mitte) aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Adlerwarte Kreuzenstein aufgenommen.                                   .

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Greifvogelzoo Bayerischer Jagdfalkenhof Schloss Schillingsfürst gemacht.

Die Foto unterhalb dieser Zeilen wurden in der Falknerei Wörlitzer Park aufgenommen.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Greifvogelpark / Falknerei Konzenberg gemacht.

Die Foto unterhalb dieser Zeilen wurden im Bayerischen Jagdfalkenhof Schloss Tambach aufgenommen.                    .

11. Kaffernadler oder Verreaux-Adler
lat. Aquila verreauxii

Die Kaffernadler leben in den trockenen Savannen, Schluchten, Klippen, in den felsigen Landschaften, in den Gebirgswüsten, in den Hochgebirgen, in den Gebirgen, in Felsbiotopen, in unzugängliche Gebirgswäldern, in bis zu 5.000m.

Als Verbreitungsgebiet findet man Afrika (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder Ost- und Südafrika („Lebendige Wildnis, Tiere der Taiga“ (1993); Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder „hauptsächlich im Nordosten, Osten und Süden Afrikas (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder Nordost- und Südafrika (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder in den Hochländern Südwestasiens, „Ost- und Südafrikas“ („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder Oberägypten, Äthiopien, Westafrika, „bis zum Kap der Guten Hoffnung“ („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“, 1981) oder Afrika, südlich der Sahara, von Sudan und Somalia bis Kapland (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder Unterägypten, Ostsudan, Jemen, Äthiopien, Kenia, Tansania, Malawi, Sinai, bis Südafrika (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995) oder Afrika, südlich der Sahara, Sinai, Südarabien (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder „Norden von Ostafrika“, „Äthiopien bis Südarabien“, Sudan, Tschad (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder „Äthiopien bis zum Kap“, „Westrand des Kontinents“, Westnamibia, Südwestangola, Jemen, Südost-Arabische Halbinsel, aber auch vereinzelt in Algerien, Ägypten, Israel, Jordanien (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder „Israel, Sinai“, Südwestjordanien, Südarabien, „Sudan, Äthiopien“, Südwestangola, bis Südafrika, bis zur Kapprovinz (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Reviere sind durchschnittlich 32 bis 40km² gross oder 10,3km² gross bzw. die Jagdreviere sind bis zu 65km² oder „150 bis 200km²“ gross (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995) oder „40 bis 70“km² gross oder in den Matopo-Bergen sogar nur 7km² gross (Nicolai: „Vogelleben“ (1973)) oder 10 bis 70km² (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder bis zu 650km² gross („Grosser Atlas des Tierlebens“, 1993)). Die Reviere sind Standvögel (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)).

Das Gefieder ist braunschwarz („Lebendige Wildnis, Tiere der Taiga“ (1993)) oder schwarz („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder schwarzgefärbt (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder überwiegend kohlschwarz mit weissen Abzeichen am Hinterrücken und an den Oberschwanzdecken und „schmalen, weissen >Gurten< entlang dem Mantelsaum(Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder „überwiegend schwarz“ („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“, 1981) oder schwarz mit weissen Abzeichen (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder schwarz mit weissem Rücken (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder tiefschwarz (Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988)) oder prächtig kohlschwarz mit einem „weissen Fleck auf dem Rücken“ („Grosses Lexikon der Tiere“, Band 1, (1989)) oder schwarz „mit weissen Rücken und Oberschwanzdecken“ (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)) oder schwarz und mit weisser V-Zeichnung auf dem Rücken (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005); Gosler: „Die Vögel der Welt“; Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002); Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006)) oder „überwiegend schwarz“ mit zwei weissen Binden auf dem Rücken, die ein weisses V bilden (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) oder auffallend schwarz mit einem weissen „Mantel-V“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder überwiegend schwarz, mit 2 weissen „Streifen auf dem Rücken, die zu einem V zusammenlaufen“ (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder „ganz schwarz ausser dem dünnen weissen V auf dem Rücken“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Der Bürzel und die Oberschwanzdecken sind weiss (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder die Schwanzwurzel ist weiss („Lebendige Wildnis, Tiere der Taiga“ (1993); „Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder der Schwanzansatz ist weiss (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder der Bürzel und der Hinterrücken sind weiss (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder der Bürzel ist weiss (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988); Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006); Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)).

Die Augen sind braun (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995).

Die Grösse beträgt 76 bis 90cm (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder 78 bis 88cm (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder 78 bis 90cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 79 bis 95cm (Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988)) oder 80 bis 90cm (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007); „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) oder 81 bis 89cm (Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 81 bis 96cm (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder 82 bis 96cm (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder 75 bis 85cm (Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006)) oder 84cm (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder ca. 90cm (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1); Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)).

Die Hauptbeute sind Klipp- und Steppenschliefer (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995) oder „fast ausschlisslich“ Klipp- und Steppenschliefer („Grosses Lexikon der Tiere“, Band 1, (1989)) oder bis zu 90% Klippschliefer (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder bis zu 98% Klippschliefer (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder „fast ausschliesslich Klippschliefer“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder die „Hauptnahrung sind Klippschliefer“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) oder die Hauptbeute sind Klippschliefer (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder „in vielen Regionen vor allem Klippschliefer“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder überwiegend Klippschliefer (Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006)).

Des Weiteren zählen zur Beute „junge Antilopen, Hasen und verschiedene Hühnervögel“ (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)), aber auch Vögel (Perlhühner, Frankoline) und grosse Säugetiere (aviane, Eichhörnchen und Feldhasen), Reptilien (Schlangen, Echsen) Insekten und Aas.

Die Kaffernadler stürzen dazu aus grosser Höhe auf die Klippschliefer („Grosser Atlas des Tierlebens“ (1993)) und können Beutetiere von bis zu 10kg überwältigen (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002))

Die Balzflüge der Kaffernadler finden in den Metapo-Bergen von März bis Mai meist zwischen 9 bis 15 Uhr (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)) statt. Das Männchen führt „in der Mehrheit“ Aufwärtsschwünge „mit einem Überschlag“ und einer halben Rolle durch (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)). Mitunter kreist das Männchen über dem Weibchen, auf das es sich fallen lässt, was das Weibchen wiederum mit einer Luftrolle beantwortet und was dazu führt, dass sich beide kurz mit den Fängen verkrallen und anschliessend abwärts trudeln, um über dem Boden die Fänge wieder lösen (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)) oder das Männchen zeigt „eindrucksvolle, kreisende Flugspiralen“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“). Die Balzflüge werden auch als „enge Kreisflüge“ oder „als >Pendulum< in Achterform mit Aufwärtsschwung und Überschlag“ (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder mit „atemberaubende Sturzflüge und steile Aufstiege“, die „sich abwechseln, oft gefolgt von einer Seitenrolle oder einem Purzelbaum“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) beschrieben.

Die Kopulation findet auf dem Horst oder auf einem Felsen statt und dazu landet mitunter das Männchen direkt auf dem Weibchen (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)).

Das Nest befindet sich in Felswänden oder in Steilhängen („Lebendige Wildnis, Tiere der Taiga“ (1993); „Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder in Felsenkliffs, ausnahmsweise auch auf Bäumen (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder auf Felsen (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder an Felswänden (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder in Felsnischen („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“, 1981) und ist zwischen 60 bis 180cm hoch und hat einen Durchmesser von 240cm (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)).

Man findet, dass ein Neubau des Horstes bis zu 4 Monate dauert (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)), dass der Horst „über mehrere Jahre“ benutzt wird („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“, 1981).

Das Weibchen legt im Abstand von 4 Tagen (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) „2 (1-3) Eier“ (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder 2 Eier (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder „1 oder 2 Eier“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 1 bis 2 Eier („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder in der Regel 2, mitunter auch 1 oder 3 kalkweisse, bläulich getönte, öfters rotbraun markierte Eier (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)) oder 1 bis 3, normal 2 helle, wenig braun gefleckte Eier (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder „1 bis 3, meist 2 bläulich weisse Eier“ (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)).

Als Zeitraum wird „Dezember bis März“ im Sudan (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005); Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)) oder „zwischen Juni und September“ in Südwestafrika, „von April bis Juli“ in Südafrika und den Matopo Bergen, im Juni, Juli, September und April in Kenia, „von Juli bis Oktober“ im Rift Valley, im April und Juli in Mt. Kenya, im Juni und Oktober in Nordtansania, „im November und Dezember“ in Somalia und Äthiopien (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)) oder im Januar in Arabien und „im November oder Oktober“ in Äthiopien (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder von „März bis September“ in Südafrika („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) angegeben. Andererseits findet man zur Brutzeit auch „ganzjährig“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)).

Beide Altvögel (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder „beide Geschlechter“ (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)) brüten die Eier in 43 bis 47 Tagen (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005); Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995); Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder in 44 Tagen („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder in 44 bis 46 Tagen (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) aus.

Das Männchen beschafft in den ersten Wochen die Beute (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)). Der zuerst geschlüpfte Jungvögel tötet den zuletzt geschlüpften Jungvogel in dem er auf ihn einhackt (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder der ältere Jungvogel tötet „in aller Regel“ den jüngeren und schwächeren Jungvogel (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder „der zweite Jungvogel“ geht bei den „Geschwisterfehden zugrunde“, wobei auch „verbürgte Fälle“ dokumentiert wurden, bei „denen alle 2 geschlüpften Jungadler aufwuchsen“ (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)) oder „normalerweise“ tötet der zuerst geschlüpfte Jungvogel zu zuletzt geschlüpften Jungvogel, wobei „ganz ausnahmsweise“ auch zwei Jungvögel flügge werden (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)).

Die Jungvögel haben eine Nestlingsdauer von 95 bis 99 Tagen (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder eine Nestlingszeit von 84 bis 99 Tagen (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder die Jungvögel sind mit „rund 3 Monaten flugfähig“ (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder in Nordtansania verliess ein Jungvogel „nach 97 Tagen“ das Nest (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)).

Die Jungvögel haben eine Bettelflugphase von „119 bis 125“ Tagen (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)) oder die Jungvögel werden nach den flügge werden noch ca. 6 Monate betreut (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder die Jungvögel werden nach den flügge werden noch „mehrere Monate“ von den Altvögeln betreut (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)).

Das Gefieder der Jungvögel ist auf dem Kopf, dem Nacken und dem „Rücken cremefarben bis rostbraun“ (Gensböl, Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder das Gefieder der Jungvögel ist „im Gesamteindruck rötlich- bis dunkelbraun mit dunklerer Unterseite“, wobei die helle Kehle dunkle Streifen hat, der Oberkopf und dem Nacken „braunrötlich“ sind (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)) oder am „Mantel, Hinterhals und Scheitel“ orangebraun ist, ansonsten „kräftig isabellweisslich gefleckt und gestrichelt“ ist, nur im Gesicht und auf der Brust „schwärzer“ ist (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder die Oberseite ist „mehr braungelb“ (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) und die Kehle und die Unterseite sind auf der Brust dunkel und mit einem „hellen (dunkel gefleckten) Bauch“ (Gensböl, Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder der Bauch ist gelblichweiss (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) versehen.

Die Jungvögel sind mit 4 Jahren (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) geschlechtsreif. Das Alterskleid ist im 5. Lebensjahr (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995; Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) vorhanden.

Ein Höchstalter von 20 Jahren (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder von „über 50 bis etwa 60“ Jahren (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) wird angegeben.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Greifvogelwarte Landskron gemacht.                                      .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Greifvogelpark Grafenwiesen gemacht.                                          .

12. Keilschwanzadler
lat. Aquila audax (früher: Uraetus audax)

Die Keilschwanzadler leben in den Savannen, Wüsten, offenen Wäldern, Waldrändern, offenen Bergwäldern, Halbwüsten, buschbestandene Gegenden, offenen Landschaften, Parklandschaften. Reviergrössen von durchschnittlich 20km² bzw. „31,08 bis 33,22km²“ bzw. „42- 44km²(Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)) werden angegeben.

Als Verbreitungsgebiet wird allgemein Australien (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder Australien, Tasmanien und südliches Neuguinea („Lebendige Wildnis, Tiere der Taiga“ (1993); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Felix: „Die Tiere Australiens“; Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder Australien und der Süden Neuguineas (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder „Australien und Neuguinea“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder „Australien und Tasmanien“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder Australien, Tasmanien, Neuguinea (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder Australien und als Irrgast in Neuguinea (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) angegeben.

Genau genommen ist die Unterart Aquila audax audax in Australien und Süd-Neuguinea (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)) oder in Australien und Südzentral-Neuguinea (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Unterart Aquila audax fleayi in Tasmanien (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995); Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) verbreitet. Die tasmanische Unterart ist aufgrund der Lebensraumzerstörung und Verfolgung bedroht (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“)

Das Gefieder ist allgemein „dunkelbraun(„Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008); Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)) oder „braunschwarz“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder „dunkelbraun bis schwarz“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder schwärzlich und braun (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder russschwarz mit gelbbraunem Nacken (Simpson, Day: „Birds of Australia“, (2012)) oder russschwarz mit gelbbraunem Nacken, gesprenkelter Flügeloberseite „mit einem gelbbraunen Streifen“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder schwärzlich mit rotbraunem Nacken („Lebendige Wildnis, Tiere der Taiga“ (1993)). Die Nackenfedern können aufgestellt werden (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)).

Genaugenommen ist das Gefieder bei der Unterart Aquila audax audax „vorwiegend schwarz … mit bräunlichem Nacken“ oder „glänzend braunschwarz, nur die Lanzettfedern des Nackens und die Spitzen der kleinen Flügeldecken sowie die Unterschwanzdecken sind in braunrötlicher“ oder rötlicher bzw. „im Alter nur noch dunkelrotbrauner Farbe abgesetzt“ (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995) oder „schwärzlich glänzend“ mit beige-farbenen Nackenfedern (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Genaugenommen besitzt das Gefieder der Unterart Aquila audax fleayi einen helleren Nackenfleck (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder „einen >blassen<, lichtbraunen bis weisslichen Nacken“ (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995) oder einen beige-farbenen Nacken (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Augen sind braun (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)).

Die Grösse beträgt 81 bis 104cm (Dierschke: „1000 Vögel“) oder 86 bis 102cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 102cm (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder 84 bis 104cm (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder 85 bis 105cm (Simpson, Day: „Birds of Australia“, (2012)) oder 80 bis 100cm („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) oder 85 bis 104cm (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder 85 bis 106cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 89 bis 106cm („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 90cm beim Männchen und 100cm beim Weibchen (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003); Felix: „Die Tiere Australiens“).

Den Ruf hört man ca. 500 m weit (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995). Keilschwanzadler kreisen „nicht selten zwei Stunden“ in bis zu 2km Höhe (Felix: „Die Tiere Australiens“).

Zur Nahrung zählen „hauptsächlich Kaninchen(„Grosses Lexikon der Tiere“, Band 1, (1989)) bzw. „überwiegend“ Kaninchen uns Aas („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)), bzw. hat „eine Vorliebe für Kaninchen und Hasen“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)), aber auch weitere Säugetiere (Rote und Graue Berg-Kängurus und Riesenkängurus, Wallabies, Dingos), Vögel (Grosssittiche, Tauben, Reiher, Krähen, Kraniche, Trappen), Schlangen, Reptilien (Bartagamen, Stutzechsen) und Aas.

Die Beute wird „meist im Niedrigflug unter Ausnutzung“ der Deckung gejagt (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)). Ein Keilschwanzadler wurde einmal beobachtet, wie er ein „zwölf Pfund schweres Känguruh“ forttrug (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)). Die Keilschwanzadler jagen manchmal paarweise (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)). Es ist beobachtet worden, dass mitunter 2 Adler gemeinsam ein Beutetier zur Tode hetzen, um es zu erbeuten (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)). Ausserhalb der Brutzeit leben die Keilschwanzadler in Gruppen von „bis zu 25“ Individuen, die dann auch zusammen jagen (Felix: „Die Tiere Australiens“). Die jungen Keilschwanzadler fressen viel Aas (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)). Der Geruchssinn der Keilschwanzadler wird als „extrem scharf beschrieben“ (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995).

Des Weiteren findet man, dass Keilschwanzadler kranke oder verendete Lämmer fressen (Felix: „Die Tiere Australiens“), wobei man dann auch findet, dass „jedes Schaf, das“ Keilschwanzadler fressen, „vermutlich bereits tot“ war („Grosses Lexikon der Tiere“, Band 1, (1989)). Für eine Prämie von 2 Schilling, zuletzt 5 Schilling wurden in den Jahren 1928 bis 1948 „vor allem aus dem Kimberly-Bezirk“ 94.090 Keilschwanzadler getötet („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)). Andererseits wurden die Keilschwanzadler aufgrund der angeblichen Tötung von Schafen als „Schädlinge“ eingestuft, so dass 120.000 Keilschwanzadler „zwischen 1950 bis 1959“ abgeschossen oder vergiftet wurden (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder in „20 Jahren“ 94.000 Keilschwanzadler sinnlos dahingemordet worden („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder ist aufgrund der „Massenvernichtung seitens des Menschen (Schafzüchter) von der völligen Vernichtung bedroht“ („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“, 1981).

Die Keilschwanzadler fliegen „akrobatische Balzflüge(„Lebendige Wildnis, Tiere der Taiga“ (1993)) und fliegen die Balzflüge als reviertreue Paare das ganze Jahr, jedoch am häufigsten ca. 3 Monate vor der Ei-Ablage (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995). Das Männchen kreist über dem Weibchen, stürzt sich dann jeweils auf das Weibchen, dreht kurz zuvor wieder ab und steigt dann wieder auf oder das Weibchen dreht sich dann auf den Rücken und beide berühren sich mit den Fängen (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995). Die Balzflüge werden auch „mit Seitenrollen und Entgegenstrecken der Zehen“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) beschrieben. Die Begattung erfolgt auf einem Ast, am Nest oder auf einem Felsen (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995). Das Männchen fliegt auf das geduckt-gestreckte Weibchen und vollzieht die Begattung in ca. 5 bis 10 Sekunden (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995).

Entweder haben die Keilschwanzadler ein Nest, welches in jedem Jahr verwendet wird oder die Keilschwanzadler haben mehrere Nester zum wechseln (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder entweder wird ein „Horst jahrzehntelang beflogen“ oder die „bis zu 6 Wechselhorste“, normalerweise sind es „2 oder 3“ Wechselhorste, werden „wechselweise bezogen“ (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)). Das Nest befindet sich „oft sehr hoch in einem Baum“ (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder „meist auf Bäumen bis in 30m Höhe“ („Lebendige Wildnis, Tiere der Taiga“ (1993)) oder auf einem Baum oder Felsen (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder in eine stabile Astgabel, „aber auch an Felsklippen“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder „in Felswänden oder Bäumen“, Bodennester wurden aber auch schon gefunden („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) oder „auf Bäumen“, seltener an Felsen (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)) oder auf „einem hohen Baum, aber auch auf Büschen“ (Felix: „Die Tiere Australiens“).

Das Weibchen legt im Abstand von „3 bis 4 Tagen“ (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995) „zumeist 2“ Eier, jedoch in Tasmaninen „oft nur 1 Ei“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) oder 2 Eier (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder „in der Regel zwei Eier“ (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder 1 oder 2 Eier (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder 1 bis 3 Eier (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)) oder 1 bis 3 „weissliche, braun und purpurrot gefleckte Eier“ (Felix: „Die Tiere Australiens“) oder 1 bis 2, selten 3 Eier (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder 1 bis 2, sehr selten 3 „weisse, braun gewölkte bis gefleckte Eier“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder 1 bis 2, „selten 3“ lichtweisse bis bräunlich-rötlichweisse Eier, die sehr oft rötlichbraungefleckt sind (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995).

Als Brutzeitraum wird „im Juli“ (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder „August/September“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder von „Juli bis Oktober“ im südlichen Verbreitungsgebiet und früher beginnend im nördlichen Verbreitungsgebiets (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)) angegeben.

Das Weibchen brütet „weitgehend“ allein (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995) oder „hauptsächlich“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder beide Altvögel brüten „abwechselnd“ (Felix: „Die Tiere Australiens“) die Eier in „42 bis 43“ Tagen (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995) oder in 40 Tagen (Felix: „Die Tiere Australiens“) oder in 42 bis 45 Tagen (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder in ca. 45 Tagen (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991); Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)) aus.

Von den 2 geschlüpften Jungvögel überlebt „im allgemeinen nur ein Küken“ (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)), da der zuerst geschlüpfte Jungvogel auf den zuletzt geschlüpften Jungvogel einhackt (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)). Andererseits hat der zuletzt geschlüpfte Jungvogel eine Überlebenschance von „bis zu 20% und mehr“ (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995). Mit „79 bis 90 Tagen“ wird die „Flugfähigkeit“ erreicht (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995) oder die Nestlingszeit endet mit „75 bis 80“ Tagen (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder mit 79 bis 90 Tagen werden die Jungvögel flügge (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)) oder mit „80 bis 90 Tagen“ endet die Nestlingszeit (Felix: „Die Tiere Australiens“). Das zum Knochenbau wichtige Kalzium bekommen die Jungvögel durch die erbeuteten Wirbeltiere. Die Jungvögel werden bis zur Selbständigkeit „noch einige Wochen“ von den Altvögel gefüttert (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)).

Auf Störungen bei der Aufzucht der Jungvögel durch Beobachter oder Ornithologen reagieren die Keilschwanzadler empfindlich, was bis zum Verlassen des Nestes mit den Jungvögeln führen kann.

Anschliessend verlassen die Jungvögel das elterliche Revier und fliegen bis zu 800km weit davon (Felix: „Die Tiere Australiens“). Die Jungvögel haben „bis zu sieben Jahre“ ein „braun-goldenes Gefieder“ (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder ein dunkel rostbraunes Gefieder („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)).

Die Keilschwanzadlerpaare „bleiben jahrelang zusammen(Felix: „Die Tiere Australiens“).

Die Erstzucht gelang 1981 dem Tierpark Berlin (Friedrichsfelde); (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)).

Ein Höchstalter in Gefangenschaft von 18,2 Jahren (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995) oder von 50 Jahren (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)) wird angegeben.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Greifvogelzuchtstation Hagenbachklamm gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Adlerwarte Berlebeck gemacht.                                 .

Nickhaut

Keilschwanzadler mit einer Kennung an einer Kralle

Die nachfolgenden Fotos zeigen den Keilschwanzadler, der einen unverdauten Fuss im frisch ausgewürgten Gewölle sieht und ihn wieder frisst.

Mit freundlicher Genehmigung von Martin Tschupp, http://home.fotocommunity.de/martintschupp , konnte dieses Foto eines jungen Keilschwanzadlers verwendet werden.

13. Gurney-Adler oder Molukken-Adler
lat. Aquila gurneyi

Die Gurney-Adler sind in den Urwäldern, Küstenwäldern, Tieflandwäldern, Regenwäldern, in bis zu 1500m Höhe verbreitet.

Als Verbreitungsgebiet werden Neuguinea (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder Westneuguinea und die Molukken („Lebendige Wildnis, Tiere der Taiga“ (1993)) oder „Neuguinea und Molukken“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder die Nordmolukken, Aru-Inseln, Westpapua-Inseln, „Japen, Neuguinea, Goudenough“ (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder die nördlichen Molukken, Neuguinea und die benachbarten Inseln („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“, 1981) oder Westliches Neuguinea (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder Neuguinea und die benachbarten „Inseln, Molukken (Halmahera, Seram?)“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) angegeben.

Das Gefieder ist schwarzbraun („Lebendige Wildnis, Tiere der Taiga“ (1993); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1); Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder „sehr dunkel“ (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder schwarz (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)). Der Schwanz ist lang und gerundet (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)).

Die Grösse beträgt 66 bis 76cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 76cm („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 74 bis 86cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

14. Habichtsadler
lat. Aquila faciatus (früher: Hieraaetus faciatus)

Die Habichtsadler sind in den offenen Berggebieten, Feuchtgebieten, buschsteppenartigen Umgebungen, in sumpfigen Gegenden, an den Meeresküsten, in offenen Gebirgen, Klippen, Wäldern, in trockenem zerklüfteten Hügelland mit tiefen Schluchten, die mit Büschen und Wäldern bewachsen sein können, in bis zu 3000m Höhe, in den offenen, „wenig bewaldeten Regionen in hügeligen oder gebirgigen Gelände“ (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) verbreitet. Die Habichtsadler können den Kopf um 180° drehen.

Als Verbreitungsgebiet findet man allgemein die Mittelmeerländer (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder Afrika, südlich der Sahara (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder Südeuropa, Nordafrika, Mittlerer Osten bis Indien, China, Südafrika (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder in Südeuropa, Südasien, den Floresinseln, und Afrika (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder „Spanien und Nordafrika, sowie östlich bis nach Asien, China und Südostasien“ (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder „Spanien, Portugal, Südfrankreich“, Balkan (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder Nordafrika, „Mittelmeerraum über Vorderasien bis nach Indien“, Südchina (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder Marokko und Portugal bis nach Südchina (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005)) oder Südeuropa, Südasien, Kleine Sunda-Inseln, Afrika („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder „Spanien, Süditalien, Griechenland“, Türkei, Nordwestafrika, Indien, bis Südostchina (VÖGEL 01/2018).

In einer Studie bezüglich der „Auswirkungen des Stromschlags auf eine Population von Habichtsadlern“ wurden in Katalonien von 1990 bis 2014 „150 tote Habichtsadler“ gefunden (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 2016“). Von den 150 toten Habichtsadlern waren 61% durch einen Stromschlag umgekommen und im Ergebnis stand fest, dass Nicht-territoriale Habichtsadler „wesentlich häufiger an Stromschlag (69%) als territoriale Adler (50%)“ starben und dass aufgrund mathematischer Modelle „die Population mit diesen Verlusten nicht nachhaltig lebensfähig ist“ (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 2016“).

Die Unterart Aquila faciatus faciatus (früher: Hieraaetus faciatus faciatus) ist in Eurasien (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder in Südeuropa, Mittelmeerinseln, Nordafrika (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder in Nordwestafrika, Südeuropa, bis Kleinasien, Iran, Nordirak, „Beluchistan, Afghanistan“, Südtranskaspien, „Turkestan, Indien, Burma“, Ostchina (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder in Nordwestafrika „und von der Iberischen Halbinsel“ bis in die Mittelmeerländer und des Weiteren „durch Vorderasien, Iran, Turkmenistan, Pakistan und Indien bis ins südliche China“ (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) oder in der paläarktischen Region (Wüst: "Avifauna Bavariae, Die Vogelwelt Bayerns im Wandel der Zeit", Band 1 (1979?)) oder in der Westpaläarktis „ostwärts durch den Iran und Indien bis ins südliche China“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder in Europa, Nordwestafrika, südliches „Asien von Kleinasien bis Südostchina“ (Dr. Makatsch: „Die Eier der Vögel Europas“ (Band 1), 1974) oder in Nordwestafrika, „mittlere und südliche Iberische Halbinsel“, Südfrankreich, Mittelmeerinseln, Türkei, Vorderasien, Iran, „Pakistan, Indien, Myanmar, Südchina“ (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder in Südeuropa, Nordafrika, arabische Halbinsel, Südasien, Südostasien (Greifvogelpark / Falknerei Katharinenberg: Zooschild) oder in Südwest- und Südeuropa bis zur „Türkei, Nahost“, West- und Südarabien, West-, Nordost- und Südiran, Turkmenistan, Ostafghanistan, dem indischen Subkontinent, Zentralmyanmar, Südostchina (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) verbreitet.

Die Unterart Aquila faciatus faciatus (früher: Hieraaetus faciatus faciatus) überwintert in Ägypten und Westarabien (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)). Andererseits findet man auch, dass die Altvögel „ganzjährig in der Nähe ihrer Reviere“ bleiben und nur die Jungvögel umherstreifen (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)).

Die Unterart Aquila faciatus renschi (früher: Hieraaetus faciatus renschi) lebt auf den kleinen Sunda-Inseln (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009); Dr. Makatsch: „Die Eier der Vögel Europas“ (Band 1), 1974; Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)). Andererseits findet man, dass dieser Unterart „möglicherweise eine eigene Art“ darstellt (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)).

Die Unterart Aquila faciatus spilogaster (früher: Hieraaetus faciatus spilogaster), die Weick/Brown („Die Greifvögel der Welt“ (1980)) angeben, wird bereits eigenständige Art Afrikanischer Habichtsadler, lat. Hieraaetus spilogaster (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) definiert (siehe dort).

Der europäische Bestand der Habichtsadler wird mit ca. 600 Paaren (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)), mit 870 Paaren (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2002)), mit 860 bis 1.000 Brutpaaren (in der Westpaläarktis (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005))), mit 1.498 bis 2.167 Paaren (in der Westpaläarktis (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006))), mit ca. 800 Paaren (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)), mit rund 1050 Paaren (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) mit „nur wenige hundert Brutpaare“ in Europa (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) angegeben.

Der Bestand in Europa und Nordafrika wird mit „nur wenig über 1.000 Paare“ (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) angegeben.

Der spanische Bestand wird mit 300 Paaren (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)), mit 65% der europäischen Habichtsadler (VÖGEL 02/2017), mit 65-80% der europäischen Population oder ca. 1.000 Brutpaaren (VÖGEL 01/2018) angegeben.

Der Bestand der Habichtsadler in Frankreich wird mit 30 bis 50 Paaren in Südfrankreich (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) angegeben.

Aufgrund des Schutzes der Gruppe „Coordinamento Tutela Rapaci Sicilia“, die 2012 eine lückenlose Überwachung der 22 Habichtsadlernester in Sizilien (Italien) zum Schutz vor Wilderern und Schmugglern durchführte, konnten erstmals 32 Jungvögel ausfliegen.

Es wird angegeben, dass auf Mallorca das Wiederansiedlungsprojekt „Life Bonelli“ seit 2011 existiert und dass bisher „30 Habichtsadler ausgesetzt“ wurden, „wovon bereits vier Pärchen erfolgreich brüten“ (VÖGEL 01/2018).

Die Oberseite ist allgemein dunkelbraun mit einem hellen Feld oder Mantelfleck auf dem Rücken (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder „dunkelbraun mit einem markanten weisslichen Fleck auf dem Mantel“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder die Oberseite ist „dunkel“ und auf dem Rücken befindet sich ein weisser Fleck (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder die Oberseite ist graubraun und auf dem mittleren Vorderrücken befindet sich ein heller Fleck (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder die Oberseite ist „einfarbig dunkel schwarzbraun“ mit einem weissen Fleck „in der Rückenmitte“ (Greifvogelpark / Falknerei Katharinenberg: Zooschild) oder die Oberseite ist „dunkelgrau typischem weissen Mantelfleck“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder die Oberseite ist schokoladenfarben, „mit auffälligen weissen Partien auf dem Rücken“ (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder die Oberseite hat einen hellen Rückenfleck (Gensböl, Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder die Oberseite ist dunkelbraun, mit einem weissen „Fleck auf dem Rücken“ (VÖGEL 01/2018) oder die Oberseite ist „dunkelbraun mit einem hellen Nacken“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder die Oberseite ist dunkelbraun, wobei der Nacken „licht gefärbt“ ist (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder die Oberseite ist „weisslich, mit dünnen kurzen, braunen Längsstrichen“ (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005)) oder die Oberseite ist dunkelbraun (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder die Oberseite ist dunkel, mit einem hellen Feld im Rücken (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder auf dem Mantel befindet sich „ein weissliches Abzeichen” (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)).

Die Augen sind goldgelb (VÖGEL 01/2018).

Die Unterseite ist weisslich (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007); Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder „weiss mit dunklen Stricheln“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder weiss und mit dünnen schwarzen Längsstreifen versehen (Gensböl, Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder weiss und mit schwarzen Strichen auf der Brust und den Flanken (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder weiss und schwach gefleckt (Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988)) oder „weiss, manchmal mit rostbraunem Anflug“, mit kräftigen Schaftstriche gezeichnet (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder „weiss, mit sparsamen braunen Längsstrichen“ (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005)) oder weissgrau, „mit dunkelbraunen, senkrecht verlaufenden Sprenkeln” (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder gelblich, längsgefleckt (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder „weiss bis rahmfarben“ bei Altvögeln und „habichtsartig gestreift“ bei Jungvögeln („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder mit einem weisslichen Bauch versehen (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder blendend weiss, wobei die Brust dunkel längs gestrichelt ist (VÖGEL 01/2018).

Der Schwanz ist allgemein grau (Gensböl, Thiede: „Greifvögel“ (2005); Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005); Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder hellgrau (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder „graubraun“ (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder hell, mit breiter dunkler Endbinde (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder hat eine schwarze Endbinde (Gensböl, Thiede: „Greifvögel“ (2005); Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder ist dunkel gestreift (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder „hat eine breite schwarze Endbinde“ (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder das ein breites schwarzes Endband (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder hat eine breite dunkle Endbinde (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder hat ein dunkles Endband (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder hat viele schmale Endbinden und eine breite Endbinde (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005)) oder ist schwarzbraun, mit 5 bis 6 Querbinden und einer breiten schwärzlichen Endbinde (VÖGEL 01/2018).

Genaugenommen ist bei der Unterart Aquila faciatus faciatus die Oberseite „dunkelbraun“, der „Schwanz grau“ und die Unterseite ist „weiss mit Stricheln“, der Bauch und der Unterschwanz gebändert (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Es werden helle und dunkle Farbvarianten (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); VÖGEL 01/2018) angegeben.

Die Grösse beträgt 70cm (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder 55 bis 65cm (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002); Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder 58 bis 60cm (Gensböl, Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder 55 bis 67cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009); Greifvogelpark / Falknerei Katharinenberg: Zooschild ; VÖGEL 01/2018) oder 60 bis 66cm (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder 64 bis 72cm (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder 65 bis 72cm (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007); Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder 66 bis 74cm (Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 66 bis 79cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 55 bis 65cm beim Männchen und 65 bis 73cm beim Weibchen (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005))

Die Nahrung besteht zu „knapp 60 Prozent“ aus Vögeln (VÖGEL 01/2018) oder nahrung zählen grosse Vögel (Rothühner, Rebhühner, Steinhühner, Tauben, Gänse, Möwen, Krähen), Säugetiere (Kaninchen, Junghasen, Ratten, Hörnchen) und Eidechsen.

Die Beute wird im Suchflug oder der Ansitzjagd oder über einen Sturzflug aus grosser Höhe ergriffen (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006). Die Habichtsadler erkennen aus eine Entfernung von 1.100m die Beute (VÖGEL 01/2018). Männchen und Weibchen jagen oft gemeinsam (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006) „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)). Die Habichtsadler stürzen sich auf Vögel vom oben, fliegen unter die Beute und drehen sich im Flug und ergreifen die Beute dann mit den Fängen von unten.

Die Balzflüge der Habichtsadler beginnen in den Monaten Oktober bis November und „wieder Februar bis April(Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder beginnen von November bis Dezember (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)), die „mit wiederholten Sturzflügen“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) gekennzeichnet sind. Während der Balzflüge stützen die Habichtsadler „steil in die Tiefe und steigen in bogenförmigen Figuren wieder empor“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder die Sturzflüge führen der Habichtsadler mit angelegten Schwingen durch, um dann wieder aufzusteigen (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)).

Es wird angegeben, dass „ein Paar mehrere Wechselhorste“ hat (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder „oft mehrere Nester im Wechsel“ benutzt (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder 2 bis 3 Nester baut (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)). Die Nester befinden sich meist in Nischen „im oberen Bereich von steilen Wänden“ und zu 70% „auf hohen Bäumen“ in Portugal (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder auf steilen Felssimsen oder „grossen Bäumen“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder auf Felssimsen oder Bäumen (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder „auf Felsklippen, seltener auf Bäumen“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder an Felswänden (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder in Felsnischen und Bäumen (Dr. Makatsch: „Die Eier der Vögel Europas“ (Band 1), 1974) oder auf Felsvorsprüngen, auf Bäumen (VÖGEL 01/2018). Entweder verwenden die Habichtsadler einen Wechselhorst oder sie verwendet den Horst vom vergangenen Jahr weiter (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)).

Das Weibchen legt im Abstand von 2 bis 3 Tagen (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder im Abstand von 2 Tagen (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) 1 bis 3 einfarbig weisse oder schwach gelblich braun gefleckte Eier (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder 2 Eier (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1); Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993); Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder „meist 2“ einfarbige weisse „oder gelblich braun“ gefleckte Eier (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder 1 bis 3, meist 2 Eier (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder „2 (1-3) Eier“ (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005); Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder „2 braun gefleckte, weisse Eier“ (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder 1 bis 2, „manchmal auch“ 3 Eier („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder „(1) 2 (3)“ weisse, „mit braunen und hellvioletten Punkten und Streifen“ versehene Eier (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) oder 2 Eier oder 1 bis 3 Eier (VÖGEL 01/2018).

Als Legezeitraum der Eier wird Februar (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder als Brutzeitraum wird „Februar/März“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder „zwischen Anfang Februar und Mitte März“ in Südeuropa (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder zwischen „Mitte Februar/Anfang März“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder Anfang Februar bis Mitte März (Greifvogelpark / Falknerei Katharinenberg: Zooschild) oder „zwischen Februar und März“ (VÖGEL 01/2018) oder „Februar bis April“ (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) oder „Februar bis Mai“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder Februar in Südeuropa („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) angegeben.

Das Weibchen brütet hauptsächlich die Eier (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); „Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder das Weibchen brütet meist die Eier (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) in 37 bis 40 Tagen (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005); Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975); Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013); VÖGEL 01/2018) oder in 37 bis 41 Tagen („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder in 42 bis 44 Tagen (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder in 40 Tagen (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder in 42 Tagen (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) aus. Das Männchen beschafft währenddessen die Beute (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)), bis die Jungvögel 4 Wochen alt sind (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005)) und das Weibchen füttert die Jungvögel (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)).

Die jungen Habichtsadler werden im Zeitraum von 50 bis 55 Tagen (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005); Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder von 60 bis 65 Tagen (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); VÖGEL 01/2018) oder in 65 Tagen (Gooders: „Vögel Europas“ (1999); Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975); Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder 60 bis 70 Tagen („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder 62 bis 70 Tagen (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder 8 bis 9 Wochen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) flügge.

Die Altvögel betreuen die Jungvögel noch bis zu weiteren 2 Monaten (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder „weitere 8 Wochen“ (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) oder „noch einige Wochen“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder noch weitere 2 bis 3 Wochen (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) und somit verbleiben die Jungvögel „noch mehrere Monate“ im elterlichen Revier (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)). Es heisst aber auch, dass von den geschlüpften Jungvögeln meistens nur ein Jungvogel gross wird („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)).

Die Jungvögel bekommen das Altgefieder mit 4 bis 5 Jahren (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)).

Geschlechtsreif werden die Jungvögel mit 3 Jahren (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder mit 3 bis 4 Jahren (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)).

Das Paar bleibt „lebenlag zusammen“ (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) oder bleibt „ein Leben lang zusammen“ (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder lebt „wahrscheinlich in Dauerehe(Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder lebt in einer Dauerehe (VÖGEL 01/2018).

Ein Höchstalter von 15 Jahren (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder in Gefangenschaft von 20 Jahren (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder von 18 Jahren (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) wird angegeben.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Tierpark Berlin Friedrichsfelde gemacht.                      .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Greifvogelpark / Falknerei Katharinenberg aufgenommen.                          .

15. Zwergadler
lat. Aquila pennatus (früher: Hieraaetus pennatus)

Die Zwergadler leben in den Mittelgebirgswäldern, Laubwäldern, Mischwäldern, Eichenwälder, Kiefernwäldern mit offenen Flächen, offenen Waldlandschaften, Lichtungen, abwechslungsreichen Landschaften, Savannen, trockenen Gegenden, Ackerlandschaften, Buschlandschaften, Hügel- und Berglandschaften, in bis zu 3000m Höhe.

Als Verbreitungsgebiet findet man allgemein ohne die Aufgliederung in Unterarten Südeuropa bis Zentralasien, in Nord- und Südafrika (Dierschke: „1000 Vögel“) oder Iberische Halbinsel, Europa, Balkan, Sowjetunion (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder Eurasien, Nordafrika (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder „Südeuropa und Nordafrika“, „bis Zentralasien und Indien“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder Nord- und Südafrika, Mittelasien (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder Nordwestafrika, Südeuropa, Südosteuropa, Türkei bis nach Zentralasien, aber auch an der Kap-Provinz (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder Spanien, Nordafrika, Südeuropa, Frankreich, Südasien, bis Zentralchina (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder Nordwestafrika, Iberischer Halbinsel bis nach Mittelsibirien (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1) oder „Spanien, Portugal, Frankreich“, Osteuropa (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder Südwesteuropa, Osteuropa, Nordosteuropa (Hume: „Vögel beobachten und bestimmen“ (2014)) oder Europa, zwischen den Atlasländern und dem Baikalsee („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder Nordwestafrika, Südwesteuropa, Südosteuropa bis Asien (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder „Südeuropa bis in den Mittleren Osten“, Nordafrika, Südasien (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder Nordafrika, Südeuropa, bis Syrien, Iran, Nordafghanistan, Nordwestindien, bis Transkaspien, Turkestan, in Südasien bis Kentei (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder „Marokko und Portugal ostwärts bis zur Mandschurei“ (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005)) oder Westzentral-, Südost- und Osteuropa, Nordwestafrika, bis Südwestrussland, Türkei, Nordiran, zentralasiatischem Gebirge bis in die Westmandschurei, bis zum Westhimalaja und in Südafrika (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Zwergadler sind genau genommen der Unterart Aquila pennatus pennatus (früher: Hieraaetus pennatus pennatus) sind in „Iberien, Nordafrika und Osteuropa bis zum Kaukasus“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder „von Nordwest-Afrika durch Süd- und Osteuropa sowie Kleinasien bis nach Nordwest-Indien bzw. zum Balchaschsee“ (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder Nordwestafrika, Südeuropa, Nordwestindien (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) verbreitet.

Die Unterart Aquila pennatus harterti (früher: Hieraaetus pennatus harterti ) ist im „ostasiatischen Raum“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder „im südlichen Sibirien“ und „in der nördlichen Mongolei und in Transbailalien“ (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder Südsibirien, Mongolei, Transbaikalien (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) verbreitet.

Die Unterart Aquila pennatus miniscula (früher: Hieraaetus pennatus miniscula) ist in Südafrika (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) verbreitet. Ein isolierter Bestand von „mehr als 100“ Paaren (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) wird angegeben.

Nill, Pröhl, Bezzel („Adler“ (2013)) haben die in Südafrika vorkommenden Zwergadler als Unterart Aquila pennatus dubia definiert.

Die Zwergadler aus Europa ziehen in der „ersten Septemberhälfte“ (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) oder August bis Anfang Oktober (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1) oder „Ende August bis Anfang Oktober“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder „im September(„Königreich der Tiere von A-Z“, Bd. 1 (1981)) oder „Mitte September“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder September bis Oktober (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder „Mitte September bis Anfang Oktober“ (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) ins Überwinterungsgebiet.

Das Überwinterungsgebiet befindet sich in Afrika (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder in Afrika, südlich der Sahara (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder „südlich der Sahara“, aber auch in „Ost- und Südafrika“ (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder in die Savannen Afrikas und nach Indien (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder in Afrika, südlich der Sahara, abgesehen vom Kongobecken, und „auf dem indischen Subkontinent“ (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1) oder „Afrika und Indien“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder Afrika, südlich der Sahara, Indien (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder „Afrika, Indien, Burma, Malaya“ (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder Afrika südlich der Sahara und Südasien (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder „meist in Afrika südlich der Sahara“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder in Afrika südlich der Sahara und in Indien (Dierschke: „1000 Vögel“) oder „Indien oder Afrika“ („Königreich der Tiere von A-Z“, Bd. 1 (1981)). Auch im Mittelmeergebiet überwintern einige wenige Zwergadler (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder in Südwestspanien (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder für die europäischen Zwergadler „Afrika südlich der Sahelzone nördlich des Äquators“, aber auch in Ost- und Südafrika, im westlichen Mittelmeergebiet und für die asiatischen Zwergadler Indien (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)).

Aus dem Überwinterungsgebiet kommen die Zwergadler „zwischen Ende Februar und Anfang April“ (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder zwischen „Anfang März bis Anfang Mai“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder zwischen „Ende März/Anfang April“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder im April (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder zwischen Ende März und April (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1) zurück.

Die europäischen Zwergadler sind ausgeprägte Zugvögel (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder „zum grössten Teil Zugvögel“ (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder es heisst, dass „die meisten europäischen Zwergadler ganzjähig in ihrem Revier bleiben“ („Königreich der Tiere von A-Z“, Bd. 1 (1981)).

Der europäische Gesamtbestand wird mit 5.200 Paaren im Jahr 2000 (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2002)), mit 4.400 bis 5.200 Brutpaaren (in der Westpaläarktis: Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) mit 6.518 bis 9.647 Paaren (in der Westpaläarktis: Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)), mit rund 6.800 Paaren (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)), mit ca. 7.000 Paaren (Europa und Nordafrika: Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) angegeben.

Der Bestand der Iberische Halbinsel wird mit ca. 9.000 Paaren (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) angegeben. In Spanien brütet „mehr als die Hälfte des europäischen Bestandes“ (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1).

Der Bestand in Frankreich wird mit ca. 200 Paaren (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) angegeben.

Es werden helle und dunkle Farbvarianten (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971); Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007); Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993); Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978); Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1); Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Dierschke: „1000 Vögel“; Gensböl, Thiede: „Greifvögel“ (2005); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); „Königreich der Tiere von A-Z“, Bd. 1 (1981); Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013); Hume: „Vögel beobachten und bestimmen“ (2014)) angegeben. Die helle Farbvariante ist am häufigsten in Westeuropa (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) bzw. in Europa (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) bzw. in Europa im Verhältnis von etwa „7:3“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“). Es wird auch das Verhältnis von 2:1 bezüglich heller und dunkler Farbvariante (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) angegeben. Die dunkle Farbvariante ist am häufigsten im europäischen Russland (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) bzw. in Asien sind beide Farbvarianten „etwa gleich vertreten“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“).

Neben der hellen Farbvariante gibt es noch eine rotbraune Farbvariante (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005)). Andererseits soll die rostbraune Farbvariante nur das „helle Extrem“ der dunklen Farbvariante sein (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006). Des Weiteren soll es auch „Übergangsformen“ (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) geben.

Bei der hellen Farbvariante ist die Oberseite dunkel und hell-gesprenkelt (Gensböl, Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder „braun“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder dunkel (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder graubraun (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder „bräunlich“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder ockerfarben (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder dunkelgraubraun (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder rahmfarben (Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988)) oder der Oberrücken ist dunkelbraun (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder „allgemein dunkler, graubraun bis braun mit hellem Band auf den Armflügeldecken und jeweils weissem Fleck (>Positionslichtern<) am Flügelansatz“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder mit reinweissen vorderen Schulterfledern >Positionslichtern< versehen (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)).

Der Kopf und der Hals der hellen Farbvariante sind dunkel gezeichnet (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder der Kopf ist heller (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder der Kopf, der Nacken sind rostbraun, mit dunklen Schaftstrichen versehen (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)).

Bei der hellen Farbvariante sind die Flügel „breit beige gesäumt(Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Die Schwungfedern sind schwarz (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder die Schwingen sind schwarz (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder die Arm- und Handschwingen sind überwiegend schwarz (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006). Der Schwanz ist zimtfarben (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) und gestreift (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“). Der Kopf, der Hals und die Unterseite sind „hell gelbbraun bis weiss“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“).

Bei der hellen Farbvariante ist die Unterseite gelblichweiss (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder „weitgehend gräulichweiss“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder „hellgelb oder weiss(Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder gelbweiss, mit dunklen Längsflecken (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder weisslich (Hume: „Vögel beobachten und bestimmen“ (2014)) oder weiss (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Gooders: „Vögel Europas“ (1999); Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988); Hume: „Vögel in Europa“, (2013); Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder weisslich (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1) oder „hell“ (Dierschke: „1000 Vögel“; Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder weiss bis „gelblich/sandfarben“ (Gensböl, Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder cremefarben (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder „hellbeige/rötlich getönt“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die dunkle Farbvariante ist im allgemeinen „zimt- bis schwarzbraun“ (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1) oder „völlig braun“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder „überall mittelbraun“, wobei sich ein heller Fleck „an den inneren Handschwingen“ befindet (Hume: „Vögel in Europa“, (2013); Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder ganz dunkel (Hume: „Vögel beobachten und bestimmen“ (2014)) oder einfarbig dunkelbraun (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder einfarbig dunkelbraun mit einem etwas hellerem Schwanz (Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988)).

Genaugenommen ist bei der dunklen Farbvariante die Oberseite „fast einheitlich dunkelbraun(Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder dunkel (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder hellrostbraun bis dunkelbraun (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder „beinahe einheitlich dunkelbraun mit helleren Bereichen an Kopf und Oberschwanzdecken“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder graubraun (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder dunkelgraubraun (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder braun beim Weibchen (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) gefiedert.

Der Kopf der dunklen Farbvariante ist heller (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder der Kopf, der Nacken sind rostbraun, mit dunklen Schaftstrichen versehen (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)).

Die Unterseite der dunklen Farbvariante ist „sehr variabel, von schwarzbraun über braun bis heller rostbraun“ (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder kastanienfarbig (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder „fast einheitlich dunkelbraun“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder „dunkel- bis rotbraun“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder dunkelbraun (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder dunkelbraun, „rötlich überhaucht, gestrichelt“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder „dunkelbraun, Schwanz heller“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder „dunkel“ (Dierschke: „1000 Vögel“) oder beim Weibchen „dunkel kastanienbraun“, wobei die „Hosen und Unterschwanzdecken oft weiss gefleckt“ sind (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Die Männchen mit „ganz dunkel“ mit einem graubraunen Schwanz beschrieben (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Einen kleiner weisser Fleck befindet sich „an der Basis des Vorderflügels“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder ein rein weisser Fleck befindet sich an den „vorderen Schulterfedern am Flügelansatz“ (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006). Die Flecken werden auch als Positionslichter (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009); Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004); Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) bezeichnet und sind bei „75% aller Individuen“ vorhanden (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011))

Die Grösse beträgt „um 46cm(Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder 50cm (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder „ca. 46cm (42-50cm)“ (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) oder 42 bis 49cm (Gensböl, Thiede: „Greifvögel“ (2005); Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder 42 bis 50cm (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder 42 bis 51cm (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Dierschke: „1000 Vögel“; Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002); Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder 42 bis 52cm (Hume: „Vögel beobachten und bestimmen“ (2014)) oder 42 bis 53cm (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005)) oder 46 bis 53cm (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971); Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Gooders: „Vögel Europas“ (1999); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 48 bis 63cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 43 bis 55cm (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)). oder 45 bis 50cm (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1) oder „45 bis 52cm“ („Königreich der Tiere von A-Z“, Bd. 1 (1981)) oder 50 bis 57cm (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)).

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere (Wühlmäuse, Hamster, Ratten, Ziesel, Kaninchen), Vögel (Amseln, Würger, Stare, Spatzen, Drosseln, Eichelhäher, Felsentauben, Lerchen, Rothühner, Rebhühner), Reptilien (Eidechsen, Perleidechsen), Insekten, Heuschrecken und Termiten. Des Weiteren werden auch andere Nester geplündert.

Die Balzflüge beginnen nach der Ankunft aus dem Winterquartier „Ende März oder Anfang April“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder „Mitte April“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) und werden als erstaunlich beschrieben (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder werden mit einem Hochschrauben „in engen Spiralen“, einem Kreisen, einem Herabstürzen „mit abgewinkelten Flügeln in die Tiefe“, einem Auffangen beschrieben beschrieben, was sich alles wiederholt mit vielen Rufen (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder beinhalten „Sturzflüge und Loopings“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder sind gekennzeichnet durch steile Abstürze mit anschliessendem Hochschiessen mit an- und abschwellenden Rufreihen (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1) oder sind gekennzeichnet durch ein „Herabstürzen, Aufsteilen und Überschlagen“ (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) oder sind gekennzeichnet durch ein „Herabstürzen und Aufsteilen“, mit häufigen Rufen (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder sind gekennzeichnet durch eine ganze Abfolge „von Ab- und spektakulären Aufschwüngen, die in atemberaubenden Tempo vollführt werden“ („Königreich der Tiere von A-Z“, Bd. 1 (1981)) oder sind dadurch gekennzeichnet, dass das Männchen „aus dem freien Luftraum“ nach unten „durch die Baumlücken“ fliegt und danach wieder steil noch oben, um „Loopings vor dem kreisenden Weibchen“ durchzuführen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder sind gekennzeichnet durch ein emportragen in grosse Höhen, „um in schwindelerregendem Sturzflug steil in die Tiefe zu stossen und kurz vor dem Boden in bogenförmigen Schwung wieder aufzusteigen“ und manchmal dreht sich einer der Zwergadler beim Balzflug in die Rückenlage, so dass sich beide mit den Krallen fassen und manchmal segeln dann beide Zwergadler „stundenlang im Aufwind“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)).

Das Nest befindet sich auf Baum (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005)) oder in 6 bis 15m Höhe auf einem Baum oder an einem Felsen (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) oder auf Bäumen in 6 bis 16m Höhe (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder in 6 bis 15m Höhe auf einem Baum oder an „einem Felsen(Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder auf Felsvorsprüngen oder Bäumen („Königreich der Tiere von A-Z“, Bd. 1 (1981)). Als Nester werden auch verlassene Greifvogelnester (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder fremde Nester (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) genommen. Es werden mitunter Wechselhorste angelegt (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) oder das Nest wird jährlich wieder verwendet (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)). Das Nest kann so einen Durchmesser von 100cm erreichen („Königreich der Tiere von A-Z“, Bd. 1 (1981)) bzw. von „60 bis 100cm“ ausweisen (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)).

Das Weibchen legt im Abstand von 2 bis 4 Tagen (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) 1 bis 3 meist einfarbig weissen „und nur selten blass rotbraun“ gefleckten Eier (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) oder „(1) 2 Eier“ (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005); Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder 1 bis 3, meist 2 Eier (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder „(1) 2 (3)“ weisse, unterschiedlich braun oder nur schwach gezeichnete Eier (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1) oder 2 grünliche Eier (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder „meist 2“ oft einfarbig weisse und „mitunter blass rotbraun“ gefleckten Eier (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder „meist zwei weisse, fast kreisrunde und rauhschalige Eier“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder „1 bis 2 Eier, in der Regel 2“ Eier („Königreich der Tiere von A-Z“, Bd. 1 (1981)) oder 2 Eier (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993); Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983); Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder 1 bis 2 weisse, unterschiedlich braun, ggf. auch nur schwach gezeichnete Eier (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) oder 2 „braun gefleckte, weisse Eier“ (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder oder 2 „weissliche, schwach rotbraun gefleckte Eier“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 2 weisse mit braunen Flecken versehenen Eier (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“).

Als Legezeitraum der Eier wird „Ende April bis Mai” (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder „Ende April bis Anfang Mai“ (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) angegeben oder als Brutzeitraum wird von April-Ende bis Mai-Anfang (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1) oder „Februar bis April“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder „Mitte April bis Ende Mai“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder „März bis Mai, abhängig vom Brutgebiet“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder „Mitte April“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder „Ende April“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder „Ende April bis Anfang Mai“ (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) angegeben.

Das Weibchen brütet bald ausschliesslich allein (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder brütet „weitgehend“ allein (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder brütet „allein“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; „Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995); Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) die Eier in 30 Tagen („Königreich der Tiere von A-Z“, Bd. 1 (1981); Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder in 4 Wochen („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder nach etwa einem Monat (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder in 30 bis 35 Tagen (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder in 36 bis 40 Tagen (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006; Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder in 36 bis 38 Tagen (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005); Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Gooders: „Vögel Europas“ (1999); Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder in 35 bis 39 Tagen (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1; Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) aus, wobei die jungen Zwergadler im Abstand von 2 Tagen schlüpfen (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)).

Die ersten Flugversuche werden mit 35 Tagen (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) unternommen. Die Nestlingsdauer beträgt 45 Tage (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder 50 bis 55 Tage (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder flügge mit 50 bis 55 Tagen (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder die Nestlingszeit beträgt 50 Tage (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder 50 bis 60 Tage (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005); Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder „8 Wochen“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1; Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) oder 9 Wochen (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)).

Die Jungvögel werden von den Altvögeln „noch etwa 2 Wochen“ (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder „noch einige Wochen(Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder noch weitere 2 bis 3 Wochen (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder noch „maximal weitere 47 Tage“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)).

Nur der zuerst geschlüpfte Jungvogel überlebt im allgemeinen („Königreich der Tiere von A-Z“, Bd. 1 (1981)). Andererseits fliegen „häufig“ zwei Jungvögel aus (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006). In einer Untersuchung von 21 bis 29 Zwergadler-Paaren (Falke 03/2007) von 1998-2004 in Südostspanien stellte man fest, dass 81% der Zwergadler-Paare mindestens einen Jungvogel erfolgreich aufzogen und die grössten Verluste durch den Uhu zu verzeichnen waren.

Die Brutpaare bleiben „offenbar lebenslang“ zusammen (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)).

Ein Höchstalter von 12 Jahren in Volierenhaltung (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006; Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) bzw. 22 Jahren (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) wird angegeben.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Landesfalkenhof Burg Hohenwerfen aufgenommen.                             .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg Frankfurt (links), im Greifvogelpark Buchs (mitte) aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Wildpark & Greifvogelzoo Potzberg aufgenommen.                             .

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