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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Familie 1: Habichtartige, lat. Accipitridae
Unterfamilie Bussardartige, lat. Buteoninae

Gattungen Haubenadler, lat. Spizaetus (inkl. Cassinaetus), Lophaetus, Stephanoaetus, Oroaetus

11. Schopfadler, lat. Lophaetus occipitalis (früher: Spizaetus occipitalis)
12. Kronenadler, lat. Stephanoaetus coronatus (früher: Spizaetus coronatus)
13. Glanzhaubenadler oder Glanzadler oder Isidoradler, lat. Oroaetus isidori (früher: Spizaetus isidori)

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”. Es sei darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht, dass im Lauf der Zeit aufgrund von Veränderungen im Bestand der in den Falknereien und/oder (zoologischen) Einrichtungen gehaltenen Arten, die fotografierten Arten nicht mehr gezeigt werden oder nun andere Arten zu sehen sind.

11. Schopfadler
lat. Lophaetus occipitalis (früher: Spizaetus occipitalis)

Die Schopfadler leben in den offenen Gebieten, parkartigen Gebieten, Plantagen, an Flüssen liegende Galleriewäldern, Steppenwäldern, Graslandschaften mit einzelnen Bäumen, an den See und Flüssen, bewässerte Savannen, in den Waldlandschaften, in bis zu 3000m Höhe.

Als Verbreitungsgebiet wird allgemein „Afrika“ (Deutscher Bund für Vogelschutz e.V.: „Zum Fliegen geboren; Das Weltreich der Vögel“ (1988)) oder Afrika, südlich der Sahara (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel”; Dr. Schmitz: „Tiere in freier Natur“ (1984); Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder südlich der Sahara, Senegal bis Äthiopien, bis Kapland (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder „Afrika vom Roten Meer bis zum Senegal und der Insel Madagaskar“ (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder Südmauretanien, Eritrea, Äthiopien, Südsomalia, Nordangola bis Ost-Südafrika (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Das Gefieder ist schwärzlich (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder braunschwarz („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder braun („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder „sehr“ dunkelbraun, „wobei der Bauch dunkler und die Brust heller sind“ und die Oberseite einen „bräunlich purpurnen Schimmer“ hat (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder „schwarz(„Grosses Lexikon der Tiere“, Band 1, (1989)) oder „schwarz“ mit „weiss gesäumten Schltern, weissen Beinen“, wobei andererseits die Weibchen braun/weisse Beine haben können (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Der Schwanz hat weisse Streifen (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder der Schwanz ist gebändert (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Haubenfedern sind besonders lang ausgezogen (Dr. Schmitz: „Tiere in freier Natur“ (1984)) oder der Schopf ist lang („Grosses Lexikon der Tiere“, Band 1, (1989)) oder die „Nackenfedern sind zu einem Schopf verlängert“ (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)). Die Augen sind gelb („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)).

Die Grösse beträgt 47 bis 56cm („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 51 bis 56cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 55cm (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder 56cm („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder 50 bis 52cm (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder 50 bis 55cm (Dr. Schmitz: „Tiere in freier Natur“ (1984)) oder 50 bis 58cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 52 bis 58cm (Gosler: „Die Vögel der Welt“)).

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere (Feldratten, Eichhörnchen, Nagetiere), kleine Vögel (Tauben, Webervögel), Fische, Frösche, Reptilien (Echsen, Eidechsen, Schlangen) und Insekten. Schopfadler halten „vom Ast eines Akazienbaumes“ mitunter nach Beutetieren Ausschau (Nicolai: „Vogelleben“ (1973)). Die Schopfadler jagen frühs und abends (Greifvogelpark Buchs: Zooschild).

Das Nest befindet sich auf einem Baum (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder oft auf Randbäumen und auch oft in solchen, „die von stechenden Insekten (Bienen, Wespen) bewohnt werden“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)).

Das Weibchen legt „1 oder 2 Eier(Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 1 bis 2 mattweisse „mit roten und braunen Flecken versehenen“ Eier (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder 1 bis 2 weisse rötlich gefleckte Eier („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) im Brutzeitraum „März bis Oktober“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 1 bis 3 Eier (Greifvogelpark Buchs: Zooschild).

Das Weibchen brütet die Eier allein oder mit Hilfe des Männchens (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) in 40 Tagen allein aus.

Flügge sind die jungen Schopfadler mit „zehn bis 14 Wochen“ (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder mit 65 bis 70 Tagen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)). Bis zum Herbst bleibt die Familie zusammen und während dieser Zeit werden die Jungvögel weiter betreut und gefüttert (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“), Das Männchen füttert zuerst nur das Weibchen und dann die Jungvögel mit. Die Jungvögel haben ein brauneres Gefieder (Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Die nachfolgenden Fotos wurden in Greifvogelpark Buchs gemacht.                                   .

Mit freundlicher Genehmigung von Edi Day, www.dayfoto.ch , wurde dieses Foto (aufgenommen: Masai Mara) verwendet.

12. Kronenadler
lat. Stephanoaetus coronatus (früher: Spizaetus coronatus)

Die Kronenadler leben im tropischen Afrika in den dichten Wäldern, Akazien nahe Flüsse, Regenwäldern, in den baumreichen Gebieten, bewaldetem felsigen Hügelland, in den Waldsavannen, in offenen Gebieten und an den Flüssen, im Kongogebiet, dem Waldgürtel Westafrikas in Höhen bis zu 3000m.

Als Verbreitungsgebiet wird Afrika (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978); Gefiederte Welt 05/2001) oder Afrika, südlich der Sahara (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Dierschke: „1000 Vögel“; Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991); „Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder Zentral- bis Südostafrika (Schodde: „Die Enzyklopädie der Vögel“ (2005); „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006)) oder Zentral- und Südafrika („Vögel in Wald und Flur, die Welt der Wilden Tiere" (1980)) oder West- und Zentralafrika “(Ghana bis Uganda) bis Angola”, bis Kapland (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder Südsenegal bis Westäthiopien bis Nordangola, „Sambia, Simbabwe, Mosambik“ bis nach Ost- und Süd-Südafrika (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Reviergrösse beträgt 10 bis 25km² („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder das Waldrevier ist 25km² gross (Kothe: „Afrikas Tierwelt“).

Der Kopf ist brauner und mit einer doppelten Haube versehen (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder der „Kopf und“ der „Hals sind bräunlich“, die Federn der Haube sind hell gesäumt (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder die Gefiederhaube kann bei Erregung aufgestellt werden (Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder die Haube wird auch als gross beschrieben („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) oder der Nacken ist schopfverziert (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)).

Die Augen sind gelb („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)).

Die Oberseite ist schwarz („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder „schwarzgrau“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder die Oberseite ist „grauschwarz“ (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)).

Die Unterseite ist hell und „schuppig schwarz und bräunlich-weiss gezeichnet“ (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder „beige“ bei den Männchen bis „rötlich“ bei den Weibchen und schwarz gefleckt und gebändert (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder gesperbert („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder schwarz gefleckt (Dierschke: „1000 Vögel“).

Das Weibchen ist auf der Unterseite „mehr“ gefleckt und gebändert (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder kräftiger gebändert und die Haube ist kürzer (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder das Weibchen hat eine „dunklere Brust“ und eine „kürzere Haube“ (Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)).

Die Grösse beträgt 60 bis 75cm ("Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 1 (1981)) oder 69 bis 87,5cm („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 70 bis 80cm („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993); Diesselhorst, Fechter: „Lexikon der Tiere in zwei Bänden“, 1. Band, 1970) oder 81 bis 99cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 80 bis 95cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 80 bis 99cm (Dierschke: „1000 Vögel“; „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2008)) oder 85 bis 90cm („aussereuropäische Vögel“ (1973)) oder 90cm („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995); Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965); Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder 90cm (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder 100cm (Schodde: „Die Enzyklopädie der Vögel“ (2005); „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006)).

Auf der Suche nach Nahrung zieht es den Kronenadler auch in die offenen Gebiete. Kronenadler stürzen sich blitzartig auf die Beute („Grosser Atlas des Tierlebens“ (1993)). Mitunter jagen Kronenadlerpaare „gemeinsam und teilen sich dann die Beute(Schodde: „Die Enzyklopädie der Vögel“ (2005); „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006)) oder die „Männchen jagen oft gemeinsam” mit unterschiedlichen Jagdstrategien („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)).

Zur Nahrung zählen „hauptsächlich” „Meerkatzen und andere kleine Urwaldaffen” ("Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 1 (1981)) oder zur Hauptbeute zählen Sunis, Baumschliefer, Meerkatzen oder die Beutetiere, die in der örtlichen Gegebenheit auf häufigsten Vorkommen (Gefiederte Welt 05/2001). Auch zählen zum Beutespektrum Kälber grosser Antilopen, Zwergantilopen, Dik diks, Baumschliefer, Klippschliefer, Affen (Meerkatzen), Mungos, Ratten, Schleichkatzen, Bodenvögel und Eidechsen. Giftschlangen gehören ebenso zum Beutespektrum (Schodde: „Die Enzyklopädie der Vögel“ (2005); „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006)).

Die Meerkatzen werden „nur aus dem Ansitz heraus in einem blitzartigen Überfall auf ein etwas abseits der Horde agierendes Äffchen“ erbeutet (Gefiederte Welt 05/2001). Der Kronenadler setzt das Opfer gleich beim ersten Zugriff ausser Gefecht in dem er „einen seiner Fänge in den Rücken des Opfers“ schlägt und mit dem anderen „umgreift er gezielt dessen Kopf und tötet das Beutetier damit blitzartig, da die langen und starken Krallen durch den gewaltigen Druck, den die Zehen ausüben, die Schädeldecke durchbohren und ins Gehirn eindringen“ (Gefiederte Welt 05/2001). Anschliessend bringt der Kronenadler seine Beute „stets so schnell wie möglich“ von „der aufgebrachten Horde“ Meerkatzen, die hysterisch schreit und droht, in Sicherheit (Gefiederte Welt 05/2001).

Zum Beute zählen ebenso „bis zu 20 Kilogramm schwere Gazellen und junge Antilopen“ (Deutscher Bund für Vogelschutz e.V.: „Zum Fliegen geboren; Das Weltreich der Vögel“ (1988)). Die Kronenadler schaffen es, die „Beute im Gewicht von 10kg“ („Grosser Atlas des Tierlebens“ (1993)) zu greifen „und im senkrechten Flug durch die Bäume nach oben“ zu heben („Grosser Atlas des Tierlebens“ (1993)). Es ist beobachtet worden, dass Kronenadler „Säugetiere von einem Gewicht bis zu 15kg“ getötet haben („Grosses Lexikon der Tiere“, Band 1, (1989)) oder dass eine junge Schirrantilope (Traelaphus scriptus) mit einem Gewicht von 18kg, vielleicht sogar 25kg erbeutet wurde (Gefiederte Welt 05/2001).

Aufgrund des Gewichts mancher Beutetiere, die schwerer sind als der Kronenadler selbst, die nicht im Ganzen zum Horst zu transportiert werden können, werden „sorgfältig die Gliedmassen“ abgetrennt und dann zum Horst transportiert oder „als Vorrat für schlechte Zeiten in hohen Bäumen“ deponiert, da alles auf dem Boden liegende ansonsten von anderen aufgefressen wird (Gefiederte Welt 05/2001).

Der Horstbau „dauert manchmal vier bis fünf Monate“ (Kothe: „Afrikas Tierwelt“). Der Horst ist riesig (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) und befindet sich auf einem Baum in 12 bis 45m Höhe (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder in einem Horst in 50m Höhe (Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder auf „einem hohen Baum“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)). Die Kronenadler benutzen das gebaute Nest „viele Jahre“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“, Dierschke: „1000 Vögel“) oder setzen das alte Nest instand oder bauen ein neues Nest („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) und legen es mit grünen Zweigen aus (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“).

Die Kronenadler geben während der Balzflüge „lärmende Laute“ von sich (Schodde: „Die Enzyklopädie der Vögel“ (2005); „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006)) bzw. sind während der Balz „ruffreudig” (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) und führen akrobatische Balzrituale durch („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)). Die Paarung wird im Nest durchgeführt und die Eier werden „bis zu einem Jahr später” gelegt („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)).

Die Weibchen legen „1 oder 2 Eier(„Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder 1 bis 2 Eier (Schodde: „Die Enzyklopädie der Vögel“ (2005); „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006); Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder meist 2 Eier (Gefiederte Welt 05/2001) oder 2 Eier ("Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 1 (1981); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 2 „fast rein weisse Eier” („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder 2 kaum gefleckte Eier (Diesselhorst, Fechter: „Lexikon der Tiere in zwei Bänden“, 1. Band, 1970).

Das Weibchen brütet die Eier (Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder das Weibchen brütet die Eier „fast allein(„Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder die Eier brüten beide Altvögel (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel) in „6 bis 7 Wochen“ ("Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 1 (1981)) oder in 7 Wochen („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993); „Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder in um die 50 Tagen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1); Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder in 51 Tagen („ORDEN DEUTSCHER FALKONIERE“ (2014-2015)) oder in 49 bis 51 Tagen (Gefiederte Welt 05/2001) aus.

Das Weibchen bleibt in der Regel beim Jungvogel, während das Männchen die Beute für den Jungvogel und das Weibchen beschafft („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder das Männchen beschafft die Beute (Kothe: „Afrikas Tierwelt“).

Als Brutzeitraum wird „Oktober bis Juli“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder die meisten Weibchen legen im Zeitraum „Juli bis Oktober“ oder in Ostafrika von „Dezember oder Januar(„Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) angegeben.

Es wird angegeben, dass mitunter der erstgeschlüpfte Jungvogel den zweitgeschlüpften Jungvogel tötet (Gefiederte Welt 05/2001) oder der grössere Jungvogel den kleineren Jungvogel tötet („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder „das schwächere Küken“ wird „in vielen Fällen vom stärkeren Jungvogel getötet und aus dem Nest geworfen“ (Kothe: „Afrikas Tierwelt“). Andererseits findet man auch, dass beide Jungvögel von den Altvögeln aufgezogen werden (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel).

Der oder die Jungvogel sind in 4 Monaten („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993); "Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 1 (1981)) oder mit 90 bis 115 Tagen (Gefiederte Welt 05/2001) oder nach 95 Tagen sind die Männchen und nach 115 Tagen sind die Weibchen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder mit 2 Monaten (Kothe: „Afrikas Tierwelt“) flügge.

Der Jungvogel wird dann noch weitere 8 bis 9 Monate von den Altvögeln betreut (Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder ist mit 9 bis 11 Monaten selbständig (Gefiederte Welt 05/2001) oder bleibt noch „9 bis 11“ Monate („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder „fast ein ganzes Jahr” (Burton: „Das Leben der Vögel“ (1985)) oder „ein Jahr“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) bei den Altvögeln. "Entbunden" sind die Altvögel von den Jungvögeln, sobald sie auf ihre Futterrufe keine Antwort mehr bekommen.

Aufgrund dieser langen Betreuungszeit der Jungvögel von einem Jahr („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) brüten die Kronenadler nur alle 2 Jahre („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2008); „Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993); Kothe: „Afrikas Tierwelt“; Gefiederte Welt 05/2001).

Geschlechtsreif sind die Jungvögel mit 4 Jahren („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)).

Ein Höchstalter von 14 Jahren („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) konnte festgestellt werden.

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Mit freundlicher Genehmigung von Dr. Sabine Gebele, www.fly-away.org wurde das linke Foto von einem Kronenadler verwendet. Die Fotos (mitte, rechts) wurden im Forschungsmuseum Alexander König gemacht.

Mit freundlicher Genehmigung von Falknerin Julia Kramer konnten die Fotos verwendet werden.

Aufgenommen in Thailand bei einem Falkner.
Männchen: links oben
Weibchen: links unten und oben rechts

Die nachfolgenden Fotos (Jungvogel) wurden im Greifvogelpark Grafenwiesen aufgenommen.

13. Glanzhaubenadler oder Glanzadler oder Isidoradler
lat. Oroaetus isidori (früher: Spizaetus isidori)

Die Glanzhaubenadler leben in den subtropischen Wäldern, den Bergwäldern, den bewaldeten Berghängen, Küstengebieten, in den Gebirgen bis in Höhen von 1.600m und nistet bis 2.500m, lebt aber auch bis 3.400m Höhe (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009) oder 1.600 bis 2.800m Höhe (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder bis 3.500m Höhe („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)).

Als Verbreitungsgebiet werden die Anden („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1); Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder die „Anden von Venezuela bis Argentinien“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder „Merida, Anden Venezuelas bis Bolivien“, Argentinien (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder Nordwestvenezuela bis Nordostkolumbien, Ecuador, Peru, Mittelbolivien, Nordwestargentinien („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder Westvenezuela bis Nordwestargentinien (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) angegeben.

Bedroht werden die Glanzhaubenadler durch Abholzungen (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“).

Die Oberseite ist braunschwarz (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)) oder „schwarz glänzend“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) bzw. „schwarz, mit leichtem leichten Glanz“ („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder „schwarz“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)).

Der Kopf ist braunschwarz (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)) oder „schwarz glänzend“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder der Kopf ist „schwarz, mit leichtem leichten Glanz“, die Kehle ist „schwarz“ („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder der Kopf und die Haube sind „schwarz“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder der Kopf, die 8 bis 10cm lange Haube und der Hals sind schwarz glänzend („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)).

Die Unterseite ist kastanienbraun (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)); Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder dunkelkastanienbraun („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder „rötlich-braun“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder „braunrötlich“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) und die Unterseite ist „mit vereinzelten schwarzen Schaftstreifen“ versehen („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder „fein schwarz gestrichelt, die Hosen sind schwarz“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) bzw. die Schenkel sind „schwarz“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)). 

Auf dem hellgrauen (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder grauen (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder blassgrau weisslich gesprenkelten („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) Schwanz befindet sich eine breite schwarze Endbinde (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder eine „breite Subterminalbinde“ oder „das endständige Drittel“ ist schwarz („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)).

Zum Weibchen findet man, dass der Kopf schwarz und der Körper „kastanienbraun“ ist (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Grösse beträgt 63,5 bis 73,5cm („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 63 bis 74cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel; „Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 70cm bei den Männchen und 85cm bei den Weibchen (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)).

Zur Nahrung zählen Säugetiere (Affen (z.B. Wollaffen), Eichhörnchen, Faultiere), Reptilien (Leguane) und grosse Vögel (Hokkohühner, Guanhühner).

Das Nest, das jedes Jahr wieder verwendet wird, befindet sich in 20 – 30 m Höhe und ist „mehr als 1m hoch und 2m breit(Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“). Das Weibchen legt ein Ei (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder ein weisses und braun geflecktes Ei („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) im April („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) und brütet es in 36 Tagen aus. Flügge sind die Jungvögel in 4 Monaten.

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Mit freundlicher Genehmigung konnte das Foto von Nick Athanas, www.antpitta.com , verwendet werden. Das Foto des Jungvogels wurde in Ecuador aufgenommen.

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