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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Ordnung Habichtartige Greifvögel (kurz Habichtartige), lat. Accipitriformes
Familie: Eigentliche Habichtartige, lat. Accipitridae
Unterfamilie: Echte Adler, lat. Aquilinae
Gattungen Stephanoaetus (Kronenadler), Polemaetus (Kampfadler)

15. Kronenadler, lat. Stephanoaetus coronatus (früher: Spizaetus coronatus)
16. Kampfadler, lat. Polemaetus bellicosus (früher: Hieraaetus bellicosus)

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”. Es sei darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht, dass im Lauf der Zeit aufgrund von Veränderungen im Bestand der in den Falknereien und/oder (zoologischen) Einrichtungen gehaltenen Arten, die fotografierten Arten nicht mehr gezeigt werden oder nun andere Arten zu sehen sind.

15. Kronenadler
lat. Stephanoaetus coronatus (früher: Spizaetus coronatus)

Die Kronenadler leben im tropischen Afrika in den dichten Wäldern, Akazien nahe Flüsse, Regenwäldern, in den baumreichen Gebieten, bewaldetem felsigen Hügelland, in den Waldsavannen, in offenen Gebieten und an den Flüssen, im Kongogebiet, dem Waldgürtel Westafrikas in Höhen bis zu 3000m.

Als Verbreitungsgebiet wird Afrika (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978); Gefiederte Welt 05/2001) oder Afrika, südlich der Sahara (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Dierschke: „1000 Vögel“; Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991); „Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder Zentral- bis Südostafrika (Schodde: „Die Enzyklopädie der Vögel“ (2005); „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006)) oder Zentral- und Südafrika („Vögel in Wald und Flur, die Welt der Wilden Tiere" (1980)) oder West- und Zentralafrika “(Ghana bis Uganda) bis Angola”, bis Kapland (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder Südsenegal bis Westäthiopien bis Nordangola, „Sambia, Simbabwe, Mosambik“ bis nach Ost- und Süd-Südafrika (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Reviergrösse beträgt 10 bis 25km² („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder das Waldrevier ist 25km² gross (Kothe: „Afrikas Tierwelt“).

Der Kopf ist brauner und mit einer doppelten Haube versehen (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder der „Kopf und“ der „Hals sind bräunlich“, die Federn der Haube sind hell gesäumt (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder die Gefiederhaube kann bei Erregung aufgestellt werden (Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder die Haube wird auch als gross beschrieben („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) oder der Nacken ist schopfverziert (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)).

Die Augen sind gelb („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)).

Die Oberseite ist schwarz („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder „schwarzgrau“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder die Oberseite ist „grauschwarz“ (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)).

Die Unterseite ist hell und „schuppig schwarz und bräunlich-weiss gezeichnet“ (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder „beige“ bei den Männchen bis „rötlich“ bei den Weibchen und schwarz gefleckt und gebändert (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder gesperbert („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder schwarz gefleckt (Dierschke: „1000 Vögel“).

Das Weibchen ist auf der Unterseite „mehr“ gefleckt und gebändert (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder kräftiger gebändert und die Haube ist kürzer (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder das Weibchen hat eine „dunklere Brust“ und eine „kürzere Haube“ (Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)).

Die Grösse beträgt 60 bis 75cm ("Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 1 (1981)) oder 69 bis 87,5cm („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 70 bis 80cm („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993); Diesselhorst, Fechter: „Lexikon der Tiere in zwei Bänden“, 1. Band, 1970) oder 81 bis 99cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 80 bis 95cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 80 bis 99cm (Dierschke: „1000 Vögel“; „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2008)) oder 85 bis 90cm („aussereuropäische Vögel“ (1973)) oder 90cm („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995); Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965); Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder 90cm (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder 100cm (Schodde: „Die Enzyklopädie der Vögel“ (2005); „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006)).

Auf der Suche nach Nahrung zieht es den Kronenadler auch in die offenen Gebiete. Kronenadler stürzen sich blitzartig auf die Beute („Grosser Atlas des Tierlebens“ (1993)). Mitunter jagen Kronenadlerpaare „gemeinsam und teilen sich dann die Beute(Schodde: „Die Enzyklopädie der Vögel“ (2005); „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006)) oder die „Männchen jagen oft gemeinsam” mit unterschiedlichen Jagdstrategien („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)).

Zur Nahrung zählen „hauptsächlich” „Meerkatzen und andere kleine Urwaldaffen” ("Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 1 (1981)) oder zur Hauptbeute zählen Sunis, Baumschliefer, Meerkatzen oder die Beutetiere, die in der örtlichen Gegebenheit auf häufigsten Vorkommen (Gefiederte Welt 05/2001). Auch zählen zum Beutespektrum Kälber grosser Antilopen, Zwergantilopen, Dik diks, Baumschliefer, Klippschliefer, Affen (Meerkatzen), Mungos, Ratten, Schleichkatzen, Bodenvögel und Eidechsen. Giftschlangen gehören ebenso zum Beutespektrum (Schodde: „Die Enzyklopädie der Vögel“ (2005); „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006)).

Die Meerkatzen werden „nur aus dem Ansitz heraus in einem blitzartigen Überfall auf ein etwas abseits der Horde agierendes Äffchen“ erbeutet (Gefiederte Welt 05/2001). Der Kronenadler setzt das Opfer gleich beim ersten Zugriff ausser Gefecht in dem er „einen seiner Fänge in den Rücken des Opfers“ schlägt und mit dem anderen „umgreift er gezielt dessen Kopf und tötet das Beutetier damit blitzartig, da die langen und starken Krallen durch den gewaltigen Druck, den die Zehen ausüben, die Schädeldecke durchbohren und ins Gehirn eindringen“ (Gefiederte Welt 05/2001). Anschliessend bringt der Kronenadler seine Beute „stets so schnell wie möglich“ von „der aufgebrachten Horde“ Meerkatzen, die hysterisch schreit und droht, in Sicherheit (Gefiederte Welt 05/2001).

Zum Beute zählen ebenso „bis zu 20 Kilogramm schwere Gazellen und junge Antilopen“ (Deutscher Bund für Vogelschutz e.V.: „Zum Fliegen geboren; Das Weltreich der Vögel“ (1988)). Die Kronenadler schaffen es, die „Beute im Gewicht von 10kg“ („Grosser Atlas des Tierlebens“ (1993)) zu greifen „und im senkrechten Flug durch die Bäume nach oben“ zu heben („Grosser Atlas des Tierlebens“ (1993)). Es ist beobachtet worden, dass Kronenadler „Säugetiere von einem Gewicht bis zu 15kg“ getötet haben („Grosses Lexikon der Tiere“, Band 1, (1989)) oder dass eine junge Schirrantilope (Traelaphus scriptus) mit einem Gewicht von 18kg, vielleicht sogar 25kg erbeutet wurde (Gefiederte Welt 05/2001).

Aufgrund des Gewichts mancher Beutetiere, die schwerer sind als der Kronenadler selbst, die nicht im Ganzen zum Horst zu transportiert werden können, werden „sorgfältig die Gliedmassen“ abgetrennt und dann zum Horst transportiert oder „als Vorrat für schlechte Zeiten in hohen Bäumen“ deponiert, da alles auf dem Boden liegende ansonsten von anderen aufgefressen wird (Gefiederte Welt 05/2001).

Der Horstbau „dauert manchmal vier bis fünf Monate“ (Kothe: „Afrikas Tierwelt“). Der Horst ist riesig (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) und befindet sich auf einem Baum in 12 bis 45m Höhe (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder in einem Horst in 50m Höhe (Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder auf „einem hohen Baum“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)). Die Kronenadler benutzen das gebaute Nest „viele Jahre“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“, Dierschke: „1000 Vögel“) oder setzen das alte Nest instand oder bauen ein neues Nest („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) und legen es mit grünen Zweigen aus (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“).

Die Kronenadler geben während der Balzflüge „lärmende Laute“ von sich (Schodde: „Die Enzyklopädie der Vögel“ (2005); „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006)) bzw. sind während der Balz „ruffreudig” (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) und führen akrobatische Balzrituale durch („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)). Die Paarung wird im Nest durchgeführt und die Eier werden „bis zu einem Jahr später” gelegt („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)).

Die Weibchen legen „1 oder 2 Eier(„Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder 1 bis 2 Eier (Schodde: „Die Enzyklopädie der Vögel“ (2005); „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006); Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder meist 2 Eier (Gefiederte Welt 05/2001) oder 2 Eier ("Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 1 (1981); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 2 „fast rein weisse Eier” („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder 2 kaum gefleckte Eier (Diesselhorst, Fechter: „Lexikon der Tiere in zwei Bänden“, 1. Band, 1970).

Das Weibchen brütet die Eier (Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder das Weibchen brütet die Eier „fast allein(„Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder die Eier brüten beide Altvögel (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel) in „6 bis 7 Wochen“ ("Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 1 (1981)) oder in 7 Wochen („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993); „Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder in um die 50 Tagen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1); Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder in 51 Tagen („ORDEN DEUTSCHER FALKONIERE“ (2014-2015)) oder in 49 bis 51 Tagen (Gefiederte Welt 05/2001) aus.

Das Weibchen bleibt in der Regel beim Jungvogel, während das Männchen die Beute für den Jungvogel und das Weibchen beschafft („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder das Männchen beschafft die Beute (Kothe: „Afrikas Tierwelt“).

Als Brutzeitraum wird „Oktober bis Juli“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder die meisten Weibchen legen im Zeitraum „Juli bis Oktober“ oder in Ostafrika von „Dezember oder Januar(„Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) angegeben.

Es wird angegeben, dass mitunter der erstgeschlüpfte Jungvogel den zweitgeschlüpften Jungvogel tötet (Gefiederte Welt 05/2001) oder der grössere Jungvogel den kleineren Jungvogel tötet („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder „das schwächere Küken“ wird „in vielen Fällen vom stärkeren Jungvogel getötet und aus dem Nest geworfen“ (Kothe: „Afrikas Tierwelt“). Andererseits findet man auch, dass beide Jungvögel von den Altvögeln aufgezogen werden (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel).

Der oder die Jungvogel sind in 4 Monaten („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993); "Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 1 (1981)) oder mit 90 bis 115 Tagen (Gefiederte Welt 05/2001) oder nach 95 Tagen sind die Männchen und nach 115 Tagen sind die Weibchen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder mit 2 Monaten (Kothe: „Afrikas Tierwelt“) flügge.

Der Jungvogel wird dann noch weitere 8 bis 9 Monate von den Altvögeln betreut (Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder ist mit 9 bis 11 Monaten selbständig (Gefiederte Welt 05/2001) oder bleibt noch „9 bis 11“ Monate („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder „fast ein ganzes Jahr” (Burton: „Das Leben der Vögel“ (1985)) oder „ein Jahr“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) bei den Altvögeln. "Entbunden" sind die Altvögel von den Jungvögeln, sobald sie auf ihre Futterrufe keine Antwort mehr bekommen.

Aufgrund dieser langen Betreuungszeit der Jungvögel von einem Jahr („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) brüten die Kronenadler nur alle 2 Jahre („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2008); „Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993); Kothe: „Afrikas Tierwelt“; Gefiederte Welt 05/2001).

Geschlechtsreif sind die Jungvögel mit 4 Jahren („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)).

Ein Höchstalter von 14 Jahren („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) konnte festgestellt werden.

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Mit freundlicher Genehmigung von Dr. Sabine Gebele, www.fly-away.org wurde das linke Foto von einem Kronenadler verwendet. Die Fotos (mitte, rechts) wurden im Forschungsmuseum Alexander König gemacht.

Mit freundlicher Genehmigung von Falknerin Julia Kramer konnten die Fotos verwendet werden.

Aufgenommen in Thailand bei einem Falkner.
Männchen: links oben
Weibchen: links unten und oben rechts

Die nachfolgenden Fotos (Jungvogel) wurden im Greifvogelpark Grafenwiesen aufgenommen.

16. Kampfadler
lat. Polemaetus bellicosus (früher: Hieraaetus bellicosus)

Die Kampfadler sind in den offenen Savannen, Steppen, in den Halbwüsten, in den Buschsteppen, in den Baumsteppen, in den Waldlandschaften, im Süden der Sahara und in den Wäldern (ausser den Regenwäldern) in Höhen bis zu 3000m verbreitet.

Als Verbreitungsgebiet wird Afrika (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978); Blaszkiewitz: „Tierpark Berlin; Wegweiser durch den Tierpark“, (2012 (48. Aufl.); 2013 (49.Aufl.); “Der Falkner” (2016)) oder Afrika, südlich der Sahara, von „Senegal bis Somalia“ und im Süden bis Kapland (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder „vom Südrand der Sahara bis zum Kap“, mit Ausnahme der Regenwälder (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)) oder Afrika, südlich der Sahara (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder „südlich der Sahara von Senegal bis Somalia und Kapland“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder von Südmauretanien bis nach Äthiopien, Nordwestsomalia, Uganda, Kenia, Angola bis nach Südafrika (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Im 125km² grossen Revier (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997); "Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 1 (1981)) oder „125 bis 300km²“ grossen Revier (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) dulden Kampfadler keine anderen Greifvögel in der Nähe (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“). Bedroht werden die Kampfadler durch „menschliche Verfolgung“ („Enzyklopädie Tiere” (2003)) oder “Verfolgung durch Farmer” (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“).

Die Oberseite ist „dunkel(„Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) oder braungrau (Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006)) oder „braungrau; Kopf/Brust brauner“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder „dunkelbraun“ und „dunkelbraun an Kopf und Brust“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder „aschgraubraun, in das sich auf dem Kopf das Schwarzbraun der Schaftzeichnung einzelner Federn mischt“ und auf „dem Mantel zeigen fast alle Federn lichtere Ränder“ (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder „dunkelgrau, mit hellgrauen Binden auf Flügeln und Schwanz“ (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)) bzw. „das Gefieder der Oberseite, der Kehle und der Vorderhalsbrust ist graubraun“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)). Des Weiteren findet man, dass beim Männchen die Oberseite graubraun und der Kopf „brauner“ ist (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Die Gefiederhaube ist klein (Dierschke: „1000 Vögel“) bzw. klein und aufrichtbar („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)).

Die Unterseite ist „bläulich, fast fleckenlos weiss“ (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder „hell, grau oder schwarz gepunktet“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) oder „weiss, wenig auffällig braun getüpfelt“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder hell, schwarz gefleckt (Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder die Vorderbrust ist schwärzlich, unten ansonsten weiss, dunkel gefleckt (Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006)) oder die Unterseite und die Hosen „sind weiss, mit schwarzen Binden und Tupfern“ (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)). Des Weiteren findet man, dass die „Unterseite weiss, beim Männchen schwach, beim Weibchen stärker dunkel gefleckt“ gefiedert ist („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)), und dass beim Männchen die Brust „brauner“ ist, dass die Unterseite weiss beim Männchen „spärlich gefleckt“ ist und beim Weibchen „kräftiger, stärker gefleckt“ ist (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Ebenso findet man zur Unterseite, dass die Weibchen mit einer stärkeren „Brust- und Bauchfleckung“ versehen sind (Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder die Weibchen „meist kräftiger gefleckt“ sind (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder die Weibchen „am Bauch mehr gefleckt“ sind (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder die Weibchen „stärker gefleckt sind“ (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)).

Die Grösse beträgt 72 bis 90cm („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 90cm (Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder 75 bis 90cm (Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006)) oder 72 bis 96cm (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) 76 bis 83cm (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder 78 bis 96cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 70 bis 80cm (Diesselhorst, Fechter: „Lexikon der Tiere in zwei Bänden“, 1. Band, 1970) oder 78 bis 86cm („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) oder 80 bis 86cm (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder 81 bis 96cm (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978); Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Dierschke: „1000 Vögel“; Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)).

Als Gewichtsangabe findet man allgemein zwischen 3 bis 6kg („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) oder bis 6kg (“Der Falkner” (2016)). Das Männchen wiegt ca. 3,5kg (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder 3,55kg Männchen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder ca. 3,8kg (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) und das Weibchen wiegt ca. 5,9 bis 6,2kg (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder 4,74kg Weibchen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)).

Zur Nahrung zählen Vögel (Perlhühner, Trappen und andere Bodenvögel), Säugetiere (Antilopen, Impalakitze, junge Schafslämmer, Klippschliefer, Paviane und Schakale), Schlangen, Echsen und auch selten Aas. Das Gewicht der Beute liegt einerseits „zwischen 1 und 5 Kilogramm(„Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)). Andererseits können Kampfadler „selten Beutetiere von mehr als“ 3,5kg forttragen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)). Um an die Beute zu kommen, segeln Kampfadler mitunter stundenlang (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“; Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997); "Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 1 (1981)) oder suchen im Segelflug, manchmal im Rüttelflug oder im niedrigen Suchflug („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)). Ein Kampfadler erkennt seine Beute, ein Perlhuhn, bereits in einer Entfernung von 6km laut Leslie Brown (Nicolai: „Vogelleben“ (1973)), in über 6km (Bright: „Tiere auf Jagd; Fressen und gefressen werden“ (1993)) oder auch von 6,5km („Abenteuer Erde: Unbekannte Tierwelt“, 1977). Die Beute wird „fast ausschliesslich“ im Sturzflug („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) erbeutet.

Der riesige Horst mit einem Durchmesser von 1,5 bis 2m (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder von über 4m Durchmesser (Kothe: „Afrikas Tierwelt“)oder das 1,2m hoch und 1,2m breit sein kann (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)) oder das 1,3m hoch und 2m breit sein kann (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“), bauen die Kampfadler in einigen Wochen (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder in mehreren Wochen („Königreich der Tiere von A-Z“, Bd. 1 (1981)) auf einen Baum in eine Höhe von bis zu 70m (Dierschke: „1000 Vögel“) oder auf „hohen Bäumen“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder auf „höchsten“ Bäumen oder auf einem Felsvorsprung (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder auf einen flachkronigen Bäumen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder auf einen Mast von Versorgungsleitungen („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)). Dieses Nest wird jährlich (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) ausgebessert, wobei das Männchen das Nistmaterial sammelt und das Weibchen das Nistmaterial verbaut („Königreich der Tiere von A-Z“, Bd. 1 (1981); Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)). Es sind auch schon Paare beobachtet worden, die zwei Nester haben und diese abwechselnd benutzen (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“; Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)).

Das Weibchen legt ein Ei (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008); „Königreich der Tiere von A-Z“, Bd. 1 (1981); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1); Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder ein weisses, kaum gefleckes Ei (Diesselhorst, Fechter: „Lexikon der Tiere in zwei Bänden“, 1. Band, 1970) oder ein, „selten zwei“ Eier („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder „meist zwei weisse, rot gefleckte Eier“ (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder ein „beigefarbene, braungesprenkeltes Ei“ (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder ein weisse oder hellgrünlichblaue mit „brauner Zeichnung“ versehene Ei (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997) „in den nördlichen Regionen im November und im Süden im Juli“ (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) bzw. „zwischen November im Sudan und Juli in Südafrika“ (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997).

Das Weibchen brütet das oder die Eier allein (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“; Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)) oder „wohl allein“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) aus. Die jungen Kampfadler schlüpfen in 45 Tagen („Königreich der Tiere von A-Z“, Bd. 1 (1981); Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1); Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder 45 bis 48 Tagen („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder „sechs bis sieben Wochen“ oder(!) „45 bis 50 Tagen“ (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“). In den ersten Tagen beschafft das Männchen die Beute für die Jungvögel und das Weibchen und erst später beteiligt sich das Weibchen an der Nahrungssuche bzw. Futterjagd (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“; Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)).

Flügge sind die Jungvögel nach etwa 80 Tagen („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder nach „frühestens 90 Tagen(„Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) oder mit etwa oder um die 100 Tagen („Königreich der Tiere von A-Z“, Bd. 1 (1981); Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder „nach 100 Tagen“ (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder mit 2 bis 3 Monaten (Kothe: „Afrikas Tierwelt“).

Danach werden die Jungvögel noch „weiter“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) „bis zu 1 Jahr lang” („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) oder „bis zu einem Jahr“ (Kothe: „Afrikas Tierwelt“) von den Altvögeln betreut.

Einige Kampfadler-Paare ziehen „nur ein Junges in drei Jahren“ auf (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder pflanzen sich „nur alle 2 Jahre fort“ ("Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 1 (1981)).

Die Jungvögel „sind häufig braun“ (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) bzw. „normalerweise heller“ als die Altvögel („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)). Oder genau genommen ist beim Jungvogel die Oberseite „heller“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder „hellbraungrau, weisslich gesäumt“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder „grau“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“) und die Unterseite „weiss“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder „rein weiss“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) gefiedert. Das Alterskleid bekommt der Jungvogel in etwa 5 Jahren (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder mit 6 bis 7 Jahren (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Kampfadlerpaare bleiben „jahrelang“ zusammen („Königreich der Tiere von A-Z“, Bd. 1 (1981)).

Die Welterstzucht gelang bei den Kampfadlern dem Tierpark Berlin (Friedrichsfelde) im Jahre 2003 (Blaszkiewitz: „Tierpark Berlin; Wegweiser durch den Tierpark“, (2012 (48. Aufl.); 2013 (49.Aufl.)).

Mit freundlicher Genehmigung von Uwe Walz, www.walz-naturfoto.de wurde das Foto von einem Kampfadler, der sich im Kampf mit einem Warzenschwein befindet, verwendet.

Aus dem Leben der Kampfadler (Eine Beobachtungsstudie in Bildern) aus dem Zoo Schmiding

Beobachtend ...

greifadlerA74NEU2KampfadlerWels

Das Gefieder aufschüttelnd ...

Als Paar ...

Die Flugmuskulatur trainierend ...

Fliegend ...

Gelandet ...

Auf dem Boden ... fressend ...

Den Schnabel putzend ...

Den Kot herausspritzend ...

Die nachfolgenden Fotos wurden im Tierpark Berlin Friedrichsfelde gemacht.

Aus dem Leben eines Jungvogels (Eine Beobachtungsstudie in Bildern) aus der Falknerei Bergisch Land in Remscheid   .
... beobachtend

... den Kopf zur besseren Fixierung gedreht

... ein Insekt verfolgend

... sich putzend

... das Gefieder aufschüttelnd

... rufend

greifgreifH78KampfadlerBergischLand

... von hinten

... die Nickhaut über dem einen Auge

... im Wasser stehend und trinkend

... die Krallen

nach oben

.                                                                                                                 .

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