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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Familie 2: Eulen, lat. Strigidae
Unterfamilie, lat. Striginae
Tribus Megascopini:

Gattung: Megascops (Neuwelt-Kreischeulen), Psilocops (Ponderosa-Zwergohreulen)

01. Ostkreischeule oder Kreischeule oder Schreieule oder Pfeifeule, lat. Megascops asio (früher Otus asio)
02. Westkreischeule oder Kennicotti-Kreischeule, lat. Megascops kennicottii (früher Otus kennicottii)
03. Cholibaeule oder Tropen-Kreischeule oder Choliben-Zwergohreule oder Sperberkreischeule oder Tropenschreieule, lat. Megascops choliba (früher Otus choliba)
04. Unterart: ?, lat. Megascops choliba luctisomus
05. Unterart: ?, lat. Megascops choliba crucigerus
06. Schwarzkappen-Kreischeule oder Kappeneule oder Mönchskreischeule oder Düstere Kreischeule, lat. Megascops atricapillus (früher: Otus atricapillus oder Megascops atricapilla)
07. Salvins Schreieule oder Salvineule oder Savin-Kreischeule, lat. Megascops ingens (früher: Otus ingens)

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”

01. Ostkreischeule oder Kreischeule oder Schreieule oder Pfeifeule
lat. Megascops asio (früher Otus asio)

Die Ostkreischeulen, Amerikas bekannteste Eulen, leben als Standvögel in den Wäldern, Kaktuswüsten in der Unterart Megascops asio naevius in Südostkanada bis in den Nordosten der USA, in der Unterart Megascops asio maxwelliae westlich der Grossen Seen im Norden der USA, in der Unterart Megascops asio asio in Südcarolina, Georgia, Virginia, Oklahoma, in der Unterart Megascops asio floridanus in Florida, Louisiana (Golfküste), in der Unterart Megascops asio hasbroucki in Oklahoma bis Texas und in der Unterart Megascops asio mccalli in Südtexas bis Nordostmexiko.

Die Ostkreischeule ist je Region verschieden gefiedert. Es gibt einerseits rötliche und graue Varianten. Andererseits gibt es auch helle (, die die in trockenen Gebieten leben) und dunkle Varianten (,die die in den feuchten Gebieten leben). So sind beispielsweise die Oberseite und die Flügel bei der rötlichen Variante rotbraun grundgefärbt und mit hellen Bändern gemustert. Die Iris ist gelb. Der Schnabel ist hell. Die Ohrbüschel sind aufstellbar. Die Unterseite ist heller (hellrotbraun) und schwarz gefleckt. Die Grösse beträgt 16 bis 25,5 cm. Die Beine sind befiedert.

Zur Nahrung zählen Fische, kleine Säugetiere und kleine Vögel, die selbst ihre Grösse übertreffen können, Heuschrecken, Amphibien und Insekten.

Die Ostkreischeule legt ihre weissen 3 – 8 Eier im Abstand von 2 Tagen im Zeitraum Februar bis Juli in Baumhöhlen, Spechthöhlen oder Gebäude und brütet sie in ca. 26 tagen hauptsächlich allein aus. Das Männchen versorgt das Weibchen mit Futter während des Ausbrütens der Eier. Sind die jungen Eulen geschlüpft, jagt das Weibchen mit.

Das linke Foto (Otus asio) wurde im Hessischen Landesmuseum Darmstadt aufgenommen.

 

Das rechte Foto (Amerikanische Zwergohreule, lat. Asio asio) wurde im Naturkundemuseum Bamberg aufgenommen. Unklare ältere Bezeichnungen in Deutsch und Latein. Möglicherweise auch Megascops asio

02. Westkreischeule oder Kennicotti-Kreischeule
lat. Megascops kennicottii (früher Otus kennicottii)

Die Westkreischeulen leben in den Wäldern westlich der Rocky Mountains von Alaska bis nach Zentralmexiko in der Unterart Megascops kennicottii kennicottii in Südalaska, Nordwestkanada, Nordkalifornien, in der Unterart Megascops kennicottii bendirei in Idaho, Montana, Washington, Oregon, in der Unterart Megascops kennicottii aikeni im Südwesten der USA bis Nordmexiko, in der Unterart Megascops kennicottii yumanensis in Kalifornien, Zentralmexiko, in der Unterart Megascops kennicottii cardonensis und Megascops kennicottii xanthusi in Kalifornien, in der Unterart Megascops kennicottii suttoni in Texas bis zum mexikanischen Plateau und in der Unterart Megascops kennicottii vinaceus in Mexiko. Die Westkreischeulen sind des Weiteren in der Nähe von Flüssen in bewaldeten Gebieten und auch in den Parks anzutreffen.

Die 19 – 24 cm grosse Eule hat ein insgesamt graues Gefieder. Die Unterseite ist hellgrau bis weiss grundgefiedert und enthält ein feines schwarzes Muster. Das Gesicht ist grau. Die Oberseite und der Kopf sind grau bis dunkelgrau und mit einer feinen schwarzen Musterung versehen. Der Schnabel ist dunkel. Die Augen sind zitronengelb. Die Westkreischeule besitzt Federohren.

Zur Nahrung zählen Insekten, kleine Säugetiere, Frösche, kleine Vögel, Würmer, Frösche und Insekten.

Das Weibchen legt die weissen 2 bis 7 Eier im Abstand von 2 Tagen im Zeitraum März bis April in eine Baumhöhle und brütet sie dort in 26 bis 33 Tagen aus. Flügge sind die jungen Westkreischeulen in 32 Tagen.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoo Magdeburg (links, mitte) und im Tierpark Berlin (Friedrichsfelde; rechts) gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden auf der Vogelausstellung Ornithea gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Greifvogelpark Buchs (links) und in der Quarantänestation Eulenhof-Zoo (mitte) gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Vogelpark Niendorf (Timmendorfer Strand) gemacht.                        .

03. Cholibaeule oder Tropen-Kreischeule oder Choliben-Zwergohreule oder Sperberkreischeule oder Tropenschreieule
lat. Megascops choliba (früher Otus choliba)

Die nachtaktiven Cholibaeulen sind in dem Wäldern, Waldrändern, trockenen Savannen, Buschsavannen von Mittelamerika bis Südamerika, von Costa Rica, Panama, Ecuador, Paraguay, Bolivien, Peru, Brasilien, Guyana, Surinam, Trinidad, Venezuela, Kolumbien bis Uruguay und Argentinien in 9 Unterarten verbreitet. Eine Unterart ist Megascops choliba luctisomus (siehe dort).

Das Gefieder ist graubraun, tarnfarben oder rindenfarben, wobei die Unterseite heller (weisser) ist. Auf der weissen bis fast weissen Grundfiederung der Unterseite befindet sich eine schwarze Zeichnung bzw. schwarze Streifen. Die Oberseite ist dunkelbrauner und sichelförmig gezeichnet. Im Nacken und im Hinterhals befinden sich helle Flecke. Die Federohren sind klein. Das Gesicht ist grauweiss bis weisslich und schwarz bis braunschwarz umrahmt. Die Augenfarbe ist gelb, lichtgelb und schwarz. Die Cholibaeulen sind 19 bis 25 cm gross.

Zur Nahrung zählen Insekten (Käfer, Falter), Spinnen und kleine Wirbeltiere.

Das Weibchen legt ihre 1-5 weissen Eier in eine Höhle oder in ein verlassenes Nest und brütet sie dann allein in 24 bis 28 Tagen aus. Das Männchen jagt und versorgt in der Zwischenzeit das Weibchen mit Nahrung. Die jungen Cholibaeulen klettern bereits mit 4 Wochen in der Nestumgebung umher. Flügge sind sie in 2 weiteren Wochen. Nach dem Schlüpfen der jungen Cholibaeulen versorgen beide Elternteile die Jungvögel mit Nahrung. Das Elternpaar lebt nur während der Aufzucht der Jungvögel als Paar zusammen.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Greifvogelpark Buchs gemacht.                                             .

04. Unterart: ?
lat. Megascops choliba luctisomus

Diese blasse Unterart von Megascops choliba (siehe dort) kommt in Costa Rica bis Panama (Gebiet um den Panama-Kanal) vor und ist auch auf den Perl-Islands verbreitet.

Mit freundlicher Genehmigung von Dieter Kloessing, www.dieter-kloessing.de , wurde das Foto verwendet. Das Foto wurde in Jacó in Costa Rica aufgenommen.

Vielen Dank auch an Prof. Claus König für die Hilfe bei der Bestimmung (unter Vorbehalt, weil eine Überprüfung mangels DNA- bzw. Lautäusserungsanalyse nicht möglich war/ist.)

05. Unterart: ?
lat. Megascops choliba crucigerus

Diese Unterart von Megascops choliba (siehe dort) kommt in einer bräunlichen und einer rötlichen Farbvariante in Ostkolumbien, Venezuela, Ostecuador, Guyana, Suriname, Ostperu, Nordostbrasilien und Trinidad vor.

Mit freundlicher Genehmigung von Norbert Flauger, www.bugparadise.com konnte dieses Foto verwendet werden.

06. Schwarzkappen-Kreischeule oder Kappeneule oder Mönchskreischeule oder Düstere Kreischeule
lat. Megascops atricapillus (früher: Otus atricapillus oder Megascops atricapilla)

Die Kreischeule ist in den subtropischen Wäldern in Ost- bis Südostbrasilien, Nordostargentinien, Ostparaguay bis Uruguay in Höhen bis zu 600 m verbreitet.

Das Gefieder ist am Kopf und auf der Oberseite sehr dunkelrotbraunrindenfarben gemustert. Die Iris ist dunkelbraun. Die Unterseite ist bis zur Brust rotbraunrindenfarben gefiedert und ab der Brust hellbraunrindenfarben gemustert. Die Grösse beträgt 19 bis 23 cm.

Zur Nahrung zählen Insekten und kleine Wirbeltiere.

Das Weibchen legt 2 bis 3 weisse Eier.

Mit freundlicher Genehmigung konnte das Foto von Nick Athanas, www.antpitta.com , verwendet werden. Foto wurde in Brasilien aufgenommen.

07. Salvins Schreieule oder Salvineule oder Salvin-Kreischeule
lat. Megascops ingens (früher: Otus ingens)

Salvins Schreieule lebt am Osthang der Anden, an den Berghängen, in Höhen von 1200m bis 2500m, in der Unterart Megascops ingens ingens in Ostecuador bis Nordbolivien und in der Unterart Megascops ingens venezuelanus in Venezuela bis Ostkolumbien

Der Oberseite ist dunkelbraun gefiedert. Die Flügel sind hellgraubraun gebändert. Die Iris ist gelb. Der Schnabel ist gelblich. Die Unterseite ist weiss grundgefiedert und enthält ein braune bis dunkelbraune Musterung. Die Federschaftstriche, auch einzelnde Federäste(?) sind braun bis dunkelbraun auf der Unterseite. Der braune Hinterkopf ist hellbraun gebändert. Die Grösse beträgt 25 bis 28 cm.

Zur Nahrung zählen Insekten und kleine Wirbeltiere.

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