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Block 1: Ein zusammenfassender Überblick über die Welt der Greifvögel und Eulen
06.01. Die Greifvögel und Eulen, die „Sinnesorgane“: Augen
06.01.01. aus der Evolution
06.01.02. Bestandteile
06.01.03. Fixieren
06.01.04. Kopfdrehungen

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”. Es sei darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht, dass im Lauf der Zeit aufgrund von Veränderungen im Bestand der in den Falknereien und/oder (zoologischen) Einrichtungen gehaltenen Arten, die fotografierten Arten nicht mehr gezeigt werden oder nun andere Arten zu sehen sind.

06.01. Die Greifvögel und Eulen, die „Sinnesorgane“: Augen
06.01.01. aus der Evolution
In der Dokumentation „Wunder der Evolution: Augen“ auf N24 wird die grösste Waffe, die grösste Errungenschaft der Evolution, eine Mutation, eine einzigartige Fähigkeit, die das Verhältnis zwischen dem Jäger und Gejagtem für immer veränderte, behandelt.

Vor 600 Millionen von Jahren gab es keine gefährlichen Individuen und die Anfänge gehen auf weiche und langsame Tiere (Quallen) zurück, die Augenflecken am Rand hatten und so je nach Licht ausruhen oder fliehen konnten. Vor 544 Millionen von Jahren fand eine „Explosion des Lebens“ statt. Es entstanden auf einmal tausende von Arten, die alle Augen, Kiefern, Krallen und Panzer entwickelten. Die ersten Fassettenaugen waren aus dem selben Mineral aus dem auch der Panzer gebildet wurde.

Von den lichtempfindlichen Zellen auf der Hautoberfläche entwickelten sich die Grubenaugen, welche durch eine Vertiefung geschützt wurden und richtungsgebunden arbeiten konnten. Das Auge wurde verbessert, angepasst und verfeinert. Vor 230 Millionen von Jahren entwickelte sich bei den Dinosauriern das räumliche sehen, was zur verbesserten Einschätzung des Raumes notwendig war.

Die Augen der Reptilien, der Säugetiere und der Vögel gehen auf den gleichen Vorfahren zurück. Im Laufe der Zeit sind 99% aller Gattungen der Tierwelt ausgestorben. Die Millionen der verschiedenen Augentypen haben sich alle getrennt entwickelt. 95% aller Tiere haben Augen. Die Augen unterscheiden sich aufgrund der unterschiedlichen Lebensweise hinsichtlich der Grösse und der Anordnung.

Die Vögel haben sich im Rahmen der Evolution „alle 4 Zapfensysteme bewahrt“ (Spektrum der Wissenschaft (01/2007)) bzw. Vögel haben „Rezeptoren für vier „Farben“ in der Netzhaut“ (FALKE 03/2008) bzw. die Vögel besitzen 4 Zapfensysteme, Menschen haben im Vergleich dazu 3 Zapfensysteme, „die jeweils für blaues, grünes und rotes Licht sensibel sind“, mit denen sie auch kurzwelliges ultraviolettes Licht wahrnehmen (VÖGEL 03/2016) bzw. den vierten Zapfentyp „(tetrachromatisches Sehen)“ haben Forscher „bei über 35 Vogelarten aus neun Ordnungen“ gefunden, auch bei den Falken nachgewiesen und es heisst, „dass wohl alle Vögel ultraviolettes Licht wahrnehmen, ausgenommen nachtaktive Arten wie Eulen“ (FALKE 05/2009) bzw. die Augen der Greifvögel haben 4 bis 5 Rezeptortypen, um Farben besser sehen zu können (Glaeser, Paulus, Nachtigall: „Die Evolution des Fliegens“ (2017)). Man findet auch, dass Vögel „noch über einen Rezeptor für violett, dessen Empfindlichkeit bis in den UV-Bereich hineinreicht“ verfügen und auch einen fünften Rezeptor, einen Doppelrezeptor, der „bei der Wahrnehmung von Bewegungen hilft“, besitzen (FALKE 05/2010). Des Weiteren sind „die Rezeptoren zudem mit einem Öltröpfchen ausgestattet, das als Farbfilter bestimmte Wellenlängenbereiche des Lichtes aussondert“ (FALKE 05/2010). Andererseits findet man auch, dass Vögel „Farben und Details bis zu drei Mal deutlicher sehen als Säugetiere“, „sechs Typen von Zapfen (Farbrezeptoren)“ besitzen, wobei „der fünfte und sechste Rezeptor“ zur „Wahrnehmung von ultraviolettem Licht (UV-Licht)“ dient und Nachtvögel „weitgehend farbenblind“ sind (Wink: „Ornithologie für Einsteiger“ (2014)) oder bei den Eulen ist die „Netzhaut dicht mit Stäbchenzellen besetzt“, also Photorezeptoren, die für das >Hellsehen< zuständig sind und für das >Farbsehen< haben die Eulen nur wenige Zapfenzellen, genaugenommen ist das Stäbchen/Zapfenverhältnis 89:11 (FALKE 01/2017).

In einer Untersuchung von „960 Arten aus allen Ordnungen“, ob die „Federn Ultraviolett reflektieren“ stellte man fest, dass „für nachtaktive Gruppen, wie Eulen und Nachtschwalben“ „UV-Wahrnehmung keine Rolle spielen“ dürfte, „denn die Menge an UV-Licht bei Nacht ist viel geringer als am Tag“ und „für Nachtvögel geht es auch mehr um die Wahrnehmung von Kontrasten als von Farben“ (FALKE 03/2008). Des Weiteren ergaben sich „bei allen untersuchten Arten“ „keine kryptischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern, die nur im UV-Bereich erkennbar wären“ (FALKE 03/2008).

Untersuchungen der Universität von Minnesota ergaben, dass bei „139 Vogelarten, deren Männchen und Weibchen für uns völlig gleich aussehen“, aufgrund von Gefiederreflexionen „über neun Zehntel der geprüften Arten“ das andere Geschlecht „schon allein an der Farbe erkennen können, ob sie ein Weibchen vor sich haben oder ein Männchen“ (Spektrum der Wissenschaft (01/2007)). Eine Studie der australischen Universität Brisbane an 108 australischen Vogelarten ergab, dass „jene Federn , die ein Vogelmännchen beim Balzen besonders vorzeigt, reflektieren UV-Licht tatsächlich öfter als Federn anderer Körperpartien“ (Spektrum der Wissenschaft (01/2007)). Vogelweibchen können aufgrund der UV-Reflexion den Gesundheitszustand des Männchens erkennen, weil dieses „von der mikroskopischen Feinstruktur der Federn“ abhängt (Spektrum der Wissenschaft (01/2007)).

In einer Studie des Farbensehens (FALKE 07/2008) von 67 Vogelarten stellte man in 26 Fällen bezüglich der Farbenpracht und der Kontrastwirkung deutliche Unterschiede in einer Nachahmung des Sehvorgangs in der Netzhaut im Vergleich zum Menschen fest. Die Sehzellen sind bei Greifvögeln „in der oberen Hälfte der Netzhaut konzentriert, dem Teil, auf den beim Fliegen Bilder vom Boden fallen“ was die Ursache dafür ist, dass Greifvögel beim Sitzen „oft den Kopf nach oben“ drehen, „um über ihnen fliegende Vögel zu beobachten“ oder beispielsweise Rotrückbussarde beim fliegen „den Kopf auf die Seite“ legen, so dass sie „den Erdboden besser nach Nahrung absuchen“ können (Burton: "Das Leben der Vögel" (1985)). Man stellte fest, dass Turmfalken rund 1.000 Sehzellen je mm² (der Mensch hat 160 Sehzellen je mm²) hat ("Zum Fliegen geboren; Das Weltreich der Vögel" (1988)).

Die Augen werden in drei Augenformen (Wink: „Ornithologie für Einsteiger“) unterschieden, die abgeflachten Augen mit normaler Sehschärfe, die globulären Augen mit guter Sehschärfe (bei den Greifvögeln) und die tubulären Augen mit exzellenter Sehschärfe bei nachtaktiven Arten (, wie beispielsweise der Eulen oder der Schwalmvögel).

Viele Vogelarten, so beispielsweise die Greifvögel, haben „noch eine bis zwei seitliche Sehgruben, die“ „zum erjagen ihrer Beute gute Sicht nach vorn ermöglichen“ (Burton: "Das Leben der Vögel" (1985)). Der Mäusebussard besitzt „auf der Sehgrube zur Netzhaut (Fovea)“ eine Million „Zellen der Netzhaut“, die „aus Stäbchen (mit grosser Lichtaufnahmefähigkeit) und Zapfen (zum scharfen Sehen und zur Wahrnehmung der Farben)“ pro mm² („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)).

Die Greifvögel besitzen kugelförmige runde Augen, die das Bild, welches auf die Netzhaut fällt, vergrössern, so dass am Endeffekt mehr lichtempfindliche Zellen angesprochen werden, was dazu führt, dass der Greifvogel die Beute in grosser Entfernung erkennen kann („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)). Des Weiteren können Greifvögel „noch 150 aufeinander folgende Bilder in einer Sekunde einzeln wahrnehmen, also die Bildfolge in Einzeleindrücke“ auflösen („Geheimnis Tier – Die Bildbände über das Wissen und die Welt“ (1978)). Der Mensch kann schon bei „24 Einzelbildern pro Sekunde nicht mehr differenzieren“ („Geheimnis Tier – Die Bildbände über das Wissen und die Welt“ (1978)).

Die Sehzellen sind bei Greifvögeln „in der oberen Hälfte der Netzhaut konzentriert, dem Teil, auf den beim Fliegen Bilder vom Boden fallen“ was die Ursache dafür ist, dass Greifvögel beim Sitzen „oft den Kopf nach oben“ drehen, „um über ihnen fliegende Vögel zu beobachten“ oder beispielsweise Rotrückbussarde beim fliegen „den Kopf auf die Seite“ legen, so dass sie „den Erdboden besser nach Nahrung absuchen“ können (Burton: "Das Leben der Vögel" (1985)). Aufgrund von Netzhautuntersuchungen, „die unter anderem bei Bussarden“ durchgeführt wurden, wurde festgestellt, „dass die Retina des Greifvogelauges achtmal mehr Sehzellen je Flächeneinheit enthält als das Menschenauge“ („Geheimnis Tier – Die Bildbände über das Wissen und die Welt“ (1978)).

Greifvögel haben eine Überschneidungszone von 30 bis 50° (Burton: "Das Leben der Vögel" (1985)). Die „Adlernetzhaut ist bis zu 4-mal grösser als“ beim Menschen (Glaeser, Paulus, Nachtigall: „Die Evolution des Fliegens“ (2017)).

Habichte (Bright: „Tiere auf Jagd, Fressen und gefressen werden“), Bussarde („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“, 1973; Campbell, Reece: „Biologie“) und auch andere Greifvögel (Campbell, Reece: „Biologie“) haben mit einer Millionen lichtempfindliche Zellen pro mm² auf der Augenrückseite eine 5x grössere Bildauflösung als der Mensch (mit 200.000 lichtempfindlicher Zellen pro mm²).

Die Turmfalken können so erleichtert den Aufenthalt von Wühlmäusen, Mäusen oder Nagetieren erkennen, die gerade uriniert haben, weil der Urin das ultraviolette Licht reflektiert („Vögel - Die grosse Bild-Enzyklopädie“, 2007; „Abenteuer Erde: Unbekannte Tierwelt“, 1977; FALKE 05/2009; Wink: „Ornithologie für Einsteiger“ (2014)). Des Weiteren findet man zum Nutzen der Wahrnehmung von ultraviolettem Licht, dass „einige geschlechtsspezifische Federfarben“ nur so erkennbar sind und dass Früchte, Blüten „häufig Saftmale“ haben, „die nur im UV zu sehen sind“ (Wink: „Ornithologie für Einsteiger“ (2014)).

Gerfalken fliegen dann jagend in den Polarnächten bis zu 160 km/h (Dröscher: „Sonderberichte aus der Tierwelt“, 1992) schnell.

Der Schwarzachselaar jagt ebenso nachts nach Ratten.

Bei Messungen oder Untersuchungen bezüglich des Wanderfalken wurde festgestellt, dass dieser eine sitzende Taube auf 1000 m und eine fliegende Taube auf 1600 m erkennen kann. Laut einer anderen Untersuchung kam man beim Wanderfalken auf 8 km, wo er noch die Taube (Carwardine: „Guinessbuch der Tierrekorde“, 2000) erkennt. Andererseits, so ein anderes Resultat, soll der Wanderfalke aus 3000 m Entfernung noch Kaninchen- und Taubenfleisch unterscheiden können. Wanderfalken (FALKE 11/2006) führen um das Empire State Building in New York Nachtjagden durch. In einer Beobachtungsstudie vom 4. August bis zum 13. November wurden in 41 von 77 Nächten (FALKE 11/2006) Wanderfalken gesehen, die in 111 Jagdflügen 37 Vögel (Erfolgsrate: 33%) erbeuteten.

Aus ca. 1.500 m Höhe erkennt ein Turmfalke eine Maus („Abenteuer Erde: Unbekannte Tierwelt“, 1977).

Mäusebussarde können in „etwa achtmal besser“ sehen als der Mensch („Faszination Tier & Natur“ (Loseblatt-Sammelwerk)). Ein Bussard erkennt in 80 bis 100m eine Feldmaus („Geheimnis Tier – Die Bildbände über das Wissen und die Welt“ (1978)).

Ein Habichtsadler erkennt eine Beute auf eine Entfernung von 1.100m (VÖGEL 01/2018).

Ein Steinadler kann auf 2 km (Carwardine: „Guinessbuch der Tierrekorde“, 2000) ein bewegtes Kaninchen, in 1,6 km (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt", 1991) ein Kaninchen und auf 1 km einen sitzenden Hasen ("Lebendige Wildnis, Tiere der Taiga", 1993) erkennen.

Steppenadler erkennen ein Kaninchen auf 1.000m und ein Insekt auf 100m (Varnhorn: "Altantica: Erlebnis Erde: Tierparadiese unserer Erde: Savannen" (2008)). Das Sehvermögen des Steppenadlers ist im Vergleich zum Menschen „bis zu achtmal stärker“ (Varnhorn: "Altantica: Erlebnis Erde: Tierparadiese unserer Erde: Savannen" (2008)).

Ein Keilschwanzadler erkennt auf 1500 m ein Kaninchen (National Geographic Deutschland: „Die grosse Enzyklopädie der Tiere“, 2006).

Ein Kampfadler erkennt seine Beute (ein Perlhuhn) bereits in einer Entfernung von 6,5 km („Abenteuer Erde: Unbekannte Tierwelt“, 1977).

Der Weisskopfseeadler erkennt aus 800 m einen Fisch im Wasser.

In einer Höhe von 3000 bis 4000 m können Geier tote Tiere oder Aas entdecken. Die Augen einiger Geierarten erkennen aus 3.650m Höhe ein 23,5 bis 30,4cm langes Objekt („Geheimnis Tier – Die Bildbände über das Wissen und die Welt“ (1978)). Schmutzgeier erkennen aus einem Kilometer einen Gegenstand mit einer Grösse von 4 mm ("Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne", Verlag Das Beste Stuttgart (1995)).

Die Augen der Eulen sind „extrem lichtempfindlich und gross“ bzw. „nehmen rund ein Drittel des Eulenkopfes ein“ (Glaeser, Paulus, Nachtigall: „Die Evolution des Fliegens“ (2017)). „Die meisten Eulen“ können in den dunkelsten Nächten „im tiefsten Wald genügend sehen, um ungehindert zwischen Zweigen hin und her fliegen zu können“ („Grosses Lexikon der Tiere“, Band 1, (1989)).

Man findet, dass Eulen „weitsichtig“ sind und „in unmittelbarer Nähe“ dann „ unscharf“ sehen, so dass sie „beim Füttern der Jungen“ die Augen „schließen“ und „ihre Kinder und die Nahrung mit den Borsten, die rings um den Schnabel stehen“, erfühlen (DIE ZEIT: „Nachts sind auch Eulen blind“, 16.11.1977).

Das Gesichtsfeld der Eulen beträgt 110° („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973); FALKE 01/2017) oder das Sehfeld beträgt 110° (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013)) oder die Sehfähigkeit im Vergleich zum Menschen ist 35 bis 100 mal grösser („Grosses Lexikon der Tiere“, Band 1, (1989)).

Eulen „haben ein binokulares Gesichtsfeld von 60-70°“ (Burton: "Das Leben der Vögel" (1985)) oder haben ein binokulares Sehfeld von 60-70°; beim Waldkauz nur 48° (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013)) oder haben eine von beiden Augen erreichte Überschneidungszone von 70° („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder können binokalar „durch Überlappung der beiden Sehfelder um bis zu 60°“ sehen (Mebs/Scherzinger „Die Eulen Europas“ (2000)) oder haben „eine sehr gute räumliche Auflösung“ mit einer bis zu 70%igen Überschneidung der beiden Sehfelder (Glaeser, Paulus, Nachtigall: „Die Evolution des Fliegens“ (2017)) oder der Waldkauz hat einen Blinkwinkel von 60° (Carwardine: „Guinessbuch der Tierrekorde“ (2000)).

In einer Beobachtung (Eulenrundblick 61) stellte sich heraus, dass Waldkäuze und Steinkäuze auf infrarotes Licht (Zuschaltung von IR-Leuchtdioden am Nachtsichtgerät) reagieren.

Andererseits bezüglich der „nächtlich lebenden Eulenarten“ findet man, dass diese „viel mehr lichtempfindliche Zellen (Stäbchen) auf dem Augenhintergrund als andere Vögel” haben, „, dafür sind sie fast farbenblind.“ (DIE ZEIT: „Nachts sind auch Eulen blind“, 16.11.1977).

Eulen sehen jedoch „bei völliger Dunkelheit“ nichts (Glaeser, Paulus, Nachtigall: „Die Evolution des Fliegens“ (2017)) oder „bei völliger Dunkelheit sind Eulen ebenso blind wie Menschen“ (DIE ZEIT: „Nachts sind auch Eulen blind“, 16.11.1977) oder „bei völliger Dunkelheit können auch Eulen nichts sehen – sie benötigen immer ein wenig Restlicht in ihrer Umgebung“ („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 37. Auflage).

 

 

06.01.02. Bestandteile
Man findet zwar in der Literatur irrtümlich, dass Eulen „hinter der Retina meist eine lichtreflektierende Schicht, die ihre Augen in der Nacht aufleuchten lässt, wenn man sie beleuchtet“, haben sollen (Glaeser, Paulus, Nachtigall: „Die Evolution des Fliegens“ (2017)), eine reflektierende Schicht (Tapetum lucidum), die hinter der Netzhaut im Auge eine bessere Sicht in der Dämmerung ermöglichen soll, wobei das eintreffende Licht zurückspiegelt wird, so dass es erneut auf die Netzhaut trifft. Aber andererseits haben Eulen keine reflektierende Schicht Tapetum lucidum (Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Scherzinger: „Faszination aktueller Fragen und Befunde aus der Eulenforschung“ auf der 32. Jahrestagung der AG Eulen; FALKE 01/2017). Die nachtaktiven Ziegenmelker jedoch wiederum haben ein Tapetum lucidum (FALKE 01/2017) oder die Nachtschwalben jedoch besitzen die reflektierende Schicht Tapetum lucidum, die „aus mikroskopischen Öltröpfchen besteht, die die Lichtempfindlichkeit der Netzhaut verstärken“ (Perrins: "Die BLV Enzyklopädie, Vögel der Welt" (2004)).

Ein Blick in die Augen des Sunda-Fischuhus oder Roten Fischuhus oder Malaien-Fischuhus oder Malayischen Fischeule oder Malayienfischeule, lat. Bubo ketupu (aufgenommen im Vogelpark Niendorf (Timmendorfer Strand), zum Teil vergrössert).   

Beobachtet man die Greifvögel und Eulen zur „richtigen Sonneneinstrahlung”, dann ist die Farbe der Augen je nachdem ob der Greifvogel oder die Eule direkt in die Sonne schaut oder nicht, unterschiedlich.

Beispiel: Die Farbe der Augen der Harpyie ist weissgraubraun, wenn die Harpyie direkt in die Sonne schaut oder die Sonne direkt in die Augen scheint. (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)

greifgreifJ01HarpyieNbg1

Beispiel: Die Farbe der Augen der Harpyie ist blauschwarz bis schwarz, wenn die Harpyie nicht direkt in die Sonne schaut. (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)

Beispiel: Die Farbe der Augen des Riesenseeadlers ist braun (links) oder weissbraun, wenn die Sonne direkt in die Augen scheint (rechts). (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)

Beispiel: Die Farbe der Augen des Habichtskauzes ist dunkelrot bis rotbraun, wenn der Habichtskauz direkt in die Sonne schaut oder die Sonne direkt in die Augen scheint. (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)

Beispiel: Die Farbe der Augen des Habichtskauzes ist sehr dunkelbraun bis schwarzbraun, wenn der Habichtskauz nicht direkt in die Sonne schaut. (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)

In Massachusetts, auf Amherst Island können einerseits in den Wintermonaten bis zu 11 Eulenarten beobachtet werden, andererseits ist dort „das Blitzen verboten“ (FALKE 02/2017). Andererseits lassen sich „strikt nachtaktive Arten“ „nur mithilfe künstlicher Lichtquellen fotografieren“ (FALKE 02/2017). Dr. Luther gibt an, dass man auf Fotos, die mit Blitzlicht fotografiert wurden, „keine Pupillenverengung“ sehen kann, weil „der Reflex der Pupillenkonstuktion erst 0,1 bis 0,2 Sekunden nach dem Blitz einsetzt“, dass „Unfälle bei der Vogelfotografie mit Einfachblitzen“ nun „sehr selten“ sind, wobei die konkreten sehr seltenen Beispiele nicht aufgeführt werden, jedoch angegeben wird, dass „auch“ einige Vogelberinger Schreckreaktionen durch Blitze „nachts zum Treiben von Vögeln in Fangnetze“ auslösen (FALKE 02/2017).

Der Sachverhalt der „roten Augen“ ist in Fachliteratur nicht(?) zu finden.

Beispiel: Ausschnitt des Zooschildes im Zoo Dortmund zur Schleiereule (aufgenommen im Zoo Dortmund)

Die Erklärung oder der Hintergrund, warum roten Augen aufgrund von Blitzlichtfotos bei Eulen entstehen, ist der Sachverhalt, dass man dann „den stark durchbluteten Augenhintergrund“ „durch den Glaskörper des Auges hindurch den roten Blutfarbstoff an der Augenrückwand in den feinsten Gefässen“ (Kartheuser, per Mail am 03.06.2014) sieht.

Auf WIKIPEDIA findet man dazu, dass die „roten Augen“ auftreten, wenn „das Blitzgerät fast achsengleich mit dem Objektiv montiert ist, sich also in Nähe der optischen Achse befindet“. Der Effekt der „roten Augen“ wird durch moderne Kameras aufgrund von Vorblitzen versucht zu verringern, was auch laut WIKIPEDEA nur funktioniert, „wenn die Person nicht direkt in das Objektiv oder auf den Blitz blickt“. Laut WIKIPEDEA tritt bei „einer Reihe von Tierarten … ein ähnlicher Effekt“, besonders bei Katzen, auf.

Beispiele bezüglich der Greifvögel bezüglich der “leuchtenden” / reflektierenden Augen:                             .

Riesenseeadler bei einbrechender Dunkelheit.
(aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)

 

 

 

 

 

 

 

Weisskopfseeadlers bei einbrechender Dunkelheit.
(aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Harpyie (Blitzlichtfoto??)
(aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)

 

 

 

 

Gaukler
(aufgenommen im Vogelpark Walsrode (heute: Weltvogelpark)

Beispiele bezüglich der Eulen bezüglich der “leuchtenden” / reflektierenden Augen:                               .

Schleiereule
(aufgenommen im Zoo Gotha)

 

 

 

 

 

Uhu
(aufgenommen im Zoo Halle)

 

 

 

Milchuhu (links)
(aufgenommen im Zoo Heidelberg)
Westkreischeule (rechts)
(aufgenommen
auf der Vogelausstellung Ornithea)

 

 

 

Bartkauz bei einbrechender Dunkelheit.
(aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)

 

 

 

 

 

Brillenkauz
(aufgenommen im Zoo Dortmund)

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Waldkauz (links)
(aufgenommen im Zoo Gotha)
Habichtskauz (rechts) bei einbrechender Dunkelheit.
(aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)

 

 

 

 

 Sprenkelkauz oder Gebänderter Tropenwaldkauz oder Südamerika-Sprenkelkauz
(aufgenommen auf der Vogelausstellung Ornithea)

 

 

 

Brasilkauz oder Brasilianischer Waldkauz oder Rostkauz
(aufgenommen
auf der Vogelausstellung Ornithea)

Bei manchen Arten haben Männchen und Weibchen eine andere Farbe der Iris (VÖGEL 04/2017).

Die nachfolgenden Fotos zeigen die Augen eines männlichen Andenkondors (links) und eines weiblichen Andenkondors (mitte). Aufgenommen im Tiergarten Nürnberg        .

Bei manchen Arten verändert sich die Farbe der Iris mit dem Alter (VÖGEL 04/2017).

Die Iris oder die Augen der Sperber sind gelb (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983); Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000; de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971); Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder gelb bis dunkelorange (VÖGEL 04/2013) oder gelb-orange (VÖGEL 03/2014) oder hellgelb bis orange (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder „gelb bis orangerot (beim alten Männchen)“ (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder „beim Weibchen dunkelgelb bis orangegelb, beim Männchen orangegelb bis orangerot“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder gelb, „oft auch“ orangefarben bei Männchen und älteren Weibchen (FALKE 04/2014) oder „bei alten Sperbermännchen dunkelrot“, bei Weibchen „im allgemeinen“ „stechend“ gelb, wobei die Rotfärbung „nicht so ausgeprägt“ ist und bei Jungvögeln noch „matt blaugrau“ (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)) oder beim Sperber wird die Iris „mit dem Alter farbintensiver“ (VÖGEL 04/2017).

Die Iris oder die Augen der Habichte sind gelb (Hume: „Vögel beobachten und bestimmen“ (2014)) oder „chromgelb bis rotorange“ (Gefiederte Welt 02/2015) oder „gelb bis orange“ (FALKE 01/2015; Vogelschutz 04/2014) oder hellgelb (VÖGEL 02/2010) oder gelb bis rötlich (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder hellrot (VÖGEL 02/2010) oder gelb- bis orangerot (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder „orangerot bis leuchtend gelb“ (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder „gelb bis orange“, bei Jungvögeln noch blass graublau, bei alten Männchen bis dunkelrot (Artmann, Kenntner, Neumann, Schlegl: „Der Habicht“, 2015) oder „mit zunehmenden Alter orangerot“, „beim Nestling blaugrau, beim Jungvogel gelb“ (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder bei den Jungvögeln graublau, dann hellgrün, gelb werdend, bei die Altvögel orangefarben oder feuergelb (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)).

Die nachfolgenden Fotos zeigen die Augen eines jungen Bartgeiers (links, mitte) und eines adulten Bartgeiers (Altvogel: rechts). Aufgenommen im Tiergarten Nürnberg 

Die nachfolgenden Fotos zeigen die Augen eines jungen Weisskopfseeadlers und eines adulten Weisskopfseeadlers (Altvogel). Aufgenommen im Tiergarten Nürnberg 

Das nachfolgende Foto zeigt 3 verschiedene Augenfarben von 3 verschiedenen Mäusebussarden. Aufgenommen in der LBV Vogelauffang- und Pflegestation Regenstauf (Pflegefälle in einer geschlossenen Voliere mit „Sichtlöchern“).

Man findet, dass die Vögel in der Lage sind, die Pupillen „unabhängig voneinander“ zu regulieren bzw. anzupassen, „so dass sich das im Schatten befindende Auge eine weite Pupille zeigt und das der Sonne zugewandte eine Engstellung aufweist“ (VÖGEL 04/2017).

Der Prospekt des Bayerwald Tierparks Lohberg dokumentiert diesen Sachverhalt (links). Das mittlere und rechte Foto zeigt die Augen des Bartkauzes mit zusammengezogenen Pupillen (mitte: Blick in Richtung Sonne) und weit geöffneten Pupillen (rechts). Aufgenommen im Tierpark Nürnberg.

Zum Schutze des Auges dienen die äusseren Augenlider, „die dem Schutz des Augapfels, der Hornhaut und der Nickhaut dienen“ (VÖGEL 04/2017). Es gibt ein oberes Lid, ein unteres Lid und die Nickhaut („Wunder der Tierwelt“ 01/2017), wobei einige Vogelarten farbige Augenlider haben (VÖGEL 04/2017) oder auch die Augen der Eulen haben ein oberes Augenlid, ein unteres Augenlid und die Nickhaut (Mebs/Scherzinger „Die Eulen Europas“ (2000)). Das obere Augenlid der Eulen ist grösser (VÖGEL 04/2017).

Die meisten Vögel heben das untere Augenlid nach oben, andere senken das obere Augenlid, um das Auge zu schliessen, um zu schlafen oder zu dösen (VÖGEL 04/2017). Die Eulen, Nachtschwalben und Ziegenmelker schliessen die Augen, in dem beide Augenlider von oben und von unten sich mittig treffen und damit das Auge schliessen (VÖGEL 04/2017). Bei Eulen können vor allem „auch nur einseitige Reaktionen“, das schliessen von nur einem Auge, vorkommen (VÖGEL 04/2017).

Des Weiteren wurde „dokumentiert, dass bei Gefahr von oben oder vorn sich bei“ Eulen das obere Augenlid „schliesst, bei Spritzwasserkontakt auch das Unterlid“ (VÖGEL 04/2017).

Ein Schneegeier, der sein unteres Augenlied nach oben zieht (aufgenommen im Bayerischen Jagdfalkenhof Schloss Tambach)

 

 

 

 

Ein Riesenseeadler, der sein unteres Augenlied nach oben zieht (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)

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Eine Harpyie, die die Augenlieder hochgezogen hat.
aufgenommen im Weltvogelpark (früher: Vogelpark Walsrode)

 

 

 

 

aufgenommen im Tiergarten Nürnberg

 

 

 

 

Sekretär, der das befiederte Augenlied hochgezogen hat (linkes Bild; im Tiergarten Berlin Friedrichsfelde aufgenommen)

Uhu, der die befiederten Augenlieder hochgezogen hat (rechts Bild; im Tierpark Riesa aufgenommen)

 

 

Rauhfusskauz, der die befiederten Augenlieder hochgezogen hat (Harzfalkenhof Bad Sachsa)

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Die nachfolgenden Fotos zeigen das Schliessen des Augenliedes eines Bartgeiers (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)

Steinkäuze schliessen beim putzen „die Augen durch Hochziehen des Unterliedes weitgehend oder ganz(Schön, Scherzinger, Exo, Ille: „Der Steinkauz“, NBB 606).

Die Fotos zeigen eine Harpyie (links, aufgenommen im Tiergarten Nürnberg), einen Sekretär (mitte; aufgenommen im Tiergarten Berlin Friedrichsfelde) und einen Aguja (rechts; aufgenommen im Tierpark Hofgeismar-Sababurg).

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Andererseits zeigen die nachfolgenden Fotos eines jungen Bartgeiers, dass dieser die Augenlieder beim putzen offen hat. (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)

Auch der Königsgeier (aufgenommen Tierpark Cottbus) putzt das Gefieder mit offenen Augen.

Des Weiteren kann die Eule auch ein Auge geöffnet und das zweite geschlossen haben. Oder je nach Situation werden die Augen der Eulen ganz aufgemacht oder die Eule schaut nur “durch einen Schlitz”.

Die nachfolgende linke Aufnahme eines Rauhfusskauzes und das mittlere und rechte Foto der Sunda-Zwergohreulen wurden auf der Vogelausstellung Ornika gemacht.

Dieser junge Habichtskauz hat die Augen “zusammengekniffen” (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)

Die Nickhaut oder das dritte Augenlied, „die horizontal über die Hornhaut gezogen werden kann“, verteilt „vor allem Tränenflüssigkeit“ („Wunder der Tierwelt“ 01/2017) oder „die Hornhaut besonders während des Fluges vor Austrocknung schützt und für die Regulierung des Tränenfilms zuständig ist“, verteilt die Tränenflüssigkeit „in unregelmässigen Abständen“ auf dem Auge und reinigt damit das Auge von Staub und Pollen und schützt das Auge vor Gefahren, so dass beispielsweise der Fischadler „spätestens 15 Zentimenter vor dem Eintauchen“ in das Wasser die Nickhaut geschlossen wird, oder so dass beispielsweise „bei Regen mit emporgestrecktem Schnabel“ die Nickhaut geschlossen wird oder so dass beispielsweise „beim Einführen des mit Futter gefüllten Schnabels in den Rachen des Jungen“ die Nickhaut geschlossen wird oder so dass beispielsweise „beim Putzen des Gefieders und beim Säubern des Schnabels an einem Ast“ die Nickhaut geschlossen wird (VÖGEL 04/2017).

Beispiele zur Nickhaut:

Mit freundlicher Genehmigung von Herbert Henderkes, www.taxidermy-natureart.de , wurde das Fotos der Nickhaut eines Riesenseeadlers (vergrösserter Ausschnitt) verwendet.

 

 

 

Nickhaut eines Bartgeiers (linkes Bild)

... nur im Vergleich dazu einmal das Auge eines jungen Bartgeiers (rechtes Bild; bei de Bilder im Tiergarten Nürnberg aufgenommen)

HenderkesNickhaut16616787AUSSCHNITT

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Nickhaut der Harpyie im Tiergarten Nürnberg,

 

 

 

 

Nickhaut der Harpyie im Tiergarten Berlin Friedrichsfelde (links)

Nickhaut des Wespenbussards in der Falknerei im Wisentgehege Springe (rechts)

 

 

 

Nickhaut eines Raubadler (in der Adlerwarte Kreuzenstein)

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Nickhaut eines jungen Kaiseradlers (im Bayerischen Jagdfalkenhof Schloss Tambach)

 

 

 

 

Nickhaut eines Keilschwanzadlers (in der Adlerwarte Berlebeck)

 

 

 

 

 

Nickhaut eines Kampfadlers (in der Falknerei Bergisch Land in Remscheid)

 

 

 

Nickhaut eines Eurasischen Seeadlers (im Falkenhof Schloss Rosenburg (Riedenburg)

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Nickhäute eines Schwarzen Kanadauhus (aufgenommen in der Greifvogelwarte Feldatal) (auch bezeichnet als: Dunkler Kanada-Uhu, lat. Bubo virginiauns saturatus)

Eine Vielzahl von Eulen (z.B: Malaienkauz, Woodfordkauz) haben hellblaue bis blaue Nickhäute. Die anderen Eulen haben transparente trübe Nickhäute. Die Augenlieder der Michuhus oder Blassuhus sind rosa.

Zu den nachfolgenden Fotos:

Milchuhu oder Blassuhu (aufgenommen im Zoo Heidelberg)

 

 

 

Bartkauz (aufgenommen in der Greifvogelwarte Feldatal)

 

 

 

 

 

Malaienkauz (aufgenommen im Zoo Neunkirchen)

 

 

 

 

 

 

Ceylon-Malaienkauz (aufgenommen im Zoo Berlin (Tiergarten))

06.01.03. Fixieren
Um die Beute besser fixieren zu können, wird der Kopf gedreht, gewippt, verrenkt oder gewendet. Beim Blick auf die Beute geht der Kopf dann nach unten und oben, nach links und rechts oder wird zum Teil völlig zur Seite verdreht oder gedreht.

Fischadler wippen waagerecht hin und her mit dem Kopf und Turmfalken wippen senkrecht hoch und runter mit dem Kopf (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)).

Nachfolgend am Beispiel einer Harpyie (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg).

Das Beispiel eines jungen Kaiseradlers, der seinen Kopf nach oben streckt (aufgenommen im Bayerischen Jagdfalkenhof Schloss Tambach).

Das Beispiel eines Kaiseradlers, der seinen Kopf nach oben streckt (aufgenommen in der Greifvogelstation Hellenthal)

Das Beispiel eines Steppenadlers, der seinen Kopf nach oben streckt (aufgenommen im Wildgehege Hundshaupten in der Falknerei Kolitsch)

Das Beispiel eines Weisskopfseeadlers, der seinen Kopf nach oben streckt (aufgenommen im Bayerischen Jagdfalkenhof Schloss Tambach).

Das Beispiel eines Weisskopfseeadlers, der seinen Kopf nach unten und oben bewegt (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg).

Das Beispiel eines Rotschwanzbussards (aufgenommen im Greifvogelpark / Falknerei Katharinenberg).

Das Beispiel eines Steinadlers, der seinen Kopf zur besseren Fixierung dreht (aufgenommen in der Falknerei Rabenstein (Fläming).

Das Beispiel eines Steppenadlers, der seinen Kopf zur besseren Fixierung dreht (aufgenommen im Wildgehege Hundshaupten in der Falknerei Kolitsch).

Das Beispiel eines Kampfadlers, der seinen Kopf zur besseren Fixierung dreht (aufgenommen in der Falknerei Bergisch Land in Remscheid).

Das Beispiel eines Turmfalken, der den Kopf zur besseren Fixierung dreht (aufgenommen im Wildpark Eekholt)

Das Beispiel einer Waldohreule, die den Kopf zur besseren Fixierung verdreht.

Mit freundlicher Genehmigung von Hugo Grossenbacher, www.natur-foto.ch, konnte dieses Foto verwendet werden.

Die nachfolgende Fotos zeigen einen jungen Habichtskauz (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg), der nachdem er gelandet ist, zuerst einmal “alles” neugierig anschaut oder sich entsprechend umschaut.

Die nachfolgende Fotos zeigen einen Bartkauz (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg), der den Kopf zur besseren Fixierung dreht.

Die Steinkäuze knicksen und pendeln bei Erregung (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder knicksen bei Erregung (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006); Blase: „Die Jägerprüfung“ (2007)) oder knicksen „bei Erregung jeglicher Art“ (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder knicksen „mit dem ganzen Körper“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder „knickst bei Erregung, wiegt mit dem Kopf und schlägt den Schwanz seitlich hin und her“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder knicksen, wenn sie entdeckt werden („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder führen rasche Verbeugungen und schnelle Kopfdrehungen durch (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder wippen „bei Aufregung heftig auf und ab“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder knicksen, wackeln mit dem Schwanz bei Annäherung („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder fixieren bedrohliche Objekte „mit kurzen ruckartigen Bewegungen“, „auch mit Kopfverdrehungen und Kopfkreisen, in tief geduckter oder gestreckter Haltung“ oder mittels Vertikalknicksen bei potentiellen Feinden in dem sich die Steinkäuze „abwechselnd in eine fast waagerechte Körperhaltung“ ducken und „dann bei durchgestreckten Fersen maximal“ aufrichten oder auch hochspringen (Schön, Scherzinger, Exo, Ille: „Der Steinkauz“, NBB 606). (aufgenommen im Greifvogelpark / Falknerei Konzenberg)

Auch das drehen des Kopfes nach hinten ist wichtig, zum einen zum Beobachten oder zum putzen. Der Habichtsadler kann seinen Kopf zum Beispiel auch um 180 Grad drehen (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994); Burton: „Das Leben der Vögel“ (1985)).

Weitere Beispiele in Bildern:
Links: Harpyie (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)
Mitte: Weisskopfseeadler (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)
Rechts Rotschwanzbussard (aufgenommen in der Falknerei Bergisch Land im Remscheid).

Die nachfolgenden Fotos (aufgenommen im Greifvogelpark Grafenwiesen) zeigen einen Kronenadler, der Kopf nach hinten und nach oben dreht.

06.01.04. Kopfdrehungen
Man findet, dass Eulen ihren Kopf bis zu 270° drehen können („Nachts sind auch Eulen blind“, 16.11.1977; Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965); Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000); Allert, Göring: "Eulen und Landkreis Gotha" (2001); Kugi, Kassin: „Das grosse Vogelbuch...“ (1991); „Geheimnis Tier – Die Bildbände über das Wissen und die Welt“ (1978); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004); „1000 Fragen, 1000 Antworten: Wunderbare Tierwelt“, Readers Digest Wissenswelt; 2006); Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977); Mebs/Scherzinger „Die Eulen Europas“ (2000); „Wunder der Tierwelt“ 01/2017; VÖGEL 01/2013 ; VÖGEL 04/2017; „Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 37. Auflage; FALKE 01/2017) oder „um 180-270° drehen“ können (Veselovsky: „Illustriertes Lexikon der Vögel“ (1998)) oder um über 180° drehen können („Vögel in Wald und Flur, die Welt der Wilden Tiere" (1980)).

Einzeln findet man auch, dass Schleiereulen den Kopf um 270° drehen können („Bunte Wissenswelt für Kinder: Greifvögel“), dass Waldkäuze den Kopf bis zu 270° drehen können (Landlust: Januar/Februar 2017), dass Sibirische Uhus den Kopf um bis zu 270° drehen können (Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)), dass Streifenohreulen oder Streifen-Waldohreulen oder Schreieulen den Kopf um 270° drehen können („De Agostini: Falcons & Co. Maxxi Edition“: Schreieule), dass Sumpfohreulen den Kopf um 180° drehen können („Faszination Tier & Natur“ (Loseblatt-Sammelwerk)), dass Sperbereulen den Kopf um 180° drehen können (Thiede: „Greifvögel und Eulen“, 3.Aufl. (2005)).

Aber man findet auch, dass Bartkäuze den Kopf bis zu 270° (Tiergarten Nürnberg: Zooschild; „Tierparadiese unserer Erde: Polargebiete“ (2008)) oder „um mehr als 180°“ drehen ("Lebendige Wildnis, Tiere der Nadelwälder" (1994)) oder um 180° (Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)) drehen.

Des weiteren findet man auch, dass Waldohreulen „um 270 Grad drehen” können (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder „manchmal um mehr als 180°“ drehen können („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)).

In einer Untersuchung von „verendeten Eulen, darunter Streifenkäuzen und Virginia-Uhus“ haben Biomediziner „das Adernetzwerk, das den Kopf versorgt, mit Kontrastmittel deutlich sichtbar gemacht und geröntgt“, um herauszubekommen, warum Eulen ihren Kopf um bis zu 270° drehen können und im Ergebnis kam heraus, dass die Arterien sich am Kopfansatz vergrössern, „je mehr sie sich verästeln“, eine Hauptschlagader „durch einen Knochenkanal in den Halswirbeln“ geht, die „erst an höherer Stelle in das Knochengerüst“ eintritt und dass sich zwischen der Halsschlagader und der Wirbelarterie „zahlreiche Kanälchen“ befinden, „die einen Blutaustausch selbst dann noch ermöglichen, wenn eine der Arterien blockiert“ werden würde (FALKE 05/2013) oder man findet auch, dass „14 Halswirbel“ dieses ermöglichen und dass „beim Drehen nicht die Blutzufuhr zum Kopf abgeschnürt wird, liegt daran, dass die Halsschlagadlern, die zum Kopf führen, deutlich mehr Raum haben als zum Beispiel beim Menschen“ und dass „zusätzliche Arterien im Hals sowie Ausbuchtungen, die als Blutreservoir dienen, die Notversorgung sichern („Wunder der Tierwelt“ 01/2017). In einer Untersuchungsstudie von „Fabian de Kok-Mercado vom Johns Hopkins Hospital in Balitimore“ an natürlich gestorbenen Virginia-Uhus, Schnee-Eulen und Streifenkäuzen, denen man Färbemittel injizierte und sie danach in ein Röntgengerät legte, kam heraus, dass sich bei den Eulen am Kopfansatz die Arterien vergrössern „je mehr sie sich verzweigen“, dass „eine der Hauptschlagadern“ „durch einen Knochenkanal in den Halswirbeln“ geht, der einen 10x grösseren Durchmesser wie die Arterie hat, dass sich zwischen Halsschlagadler und Wirbelarterie „zahlreiche Kanälchen, die einen Blutaustausch selbst dann ermöglichen, wenn eine der Arterien blockiert wurde“ (VÖGEL 03/2013). Des Weiteren findet man, dass durch die Untersuchung an den 12 toten Eulen herauskam, dass die Blutgefässe „an manchen Stellen Reservoirs bilden“, die sicher stellen, „dass das Gehirn auch während einer extremen Kopfdrehung durchblutet wird“ (www.sueddeutsche.de: 01.02.2013: „Wie die Eule ihren Kopf verdreht“).

Auf dem Foto hat eine Schnee-Eule den Kopf “nur” nach hinten gedreht. (aufgenommen im Tierpark Gotha)

Auf den Fotos verdreht ein Sumatra-Uhu den Kopf (aufgenommen im Zoo Berlin Tiergarten).

Auf den Fotos verdreht ein Jakutischer Uhu den Kopf (aufgenommen auf der Vogelausstellung Ornika).

nach oben

Auf den nachfolgenden Fotos schauen ein Rauhfusskauz (links, mitte; aufgenommen im Harzfalkenhof Bad Sachsa) und ein Bartkauz (rechts; aufgenommen im Tiergarten Nürnberg) senkrecht nach oben.

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