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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Familie 4: Falken, lat. Falconidae
Unterfamilie Falken, lat. Falconinae

zu dieser Unterfamilie gehören die Gattungen: Polihierax (Halsband-Zwergfalken), Microhierax (eigentliche Zwergfalken oder Echtzwergfalken), Falco (Falken)

40. Graufalke oder Grauturmfalke, lat. Falco ardosiaceus
41. Fuchsfalke oder Fuchsturmfalke, lat. Falco alopex
42. Rotkopfmerlin oder Rothalsfalke, lat. Falco chicquera
43. Rotnackenfalke, lat. Falco horsbrughi (früher: Falco chicquera horsbrughi)
44. Unterart: Rothalsfalke, lat. Falco horsbrughi ruficollis (früher: Falco chicquera ruficollis)
45. Steppenfalke oder Afrikanischer Turmfalke oder Weissaugenfalke, lat. Falco rupicoloides (früher: Falco tinnunculus rupicoloides)
46. Madagaskarfalke oder Malegassen-Turmfalke oder Madagaskar-Turmfalke, lat. Falco newtoni
47. Mauritiusfalke oder Mauritius-Turmfalke, lat. Falco punctatus

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”. Es sei darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht, dass im Lauf der Zeit aufgrund von Veränderungen im Bestand der in den Falknereien und/oder (zoologischen) Einrichtungen gehaltenen Arten, die fotografierten Arten nicht mehr gezeigt werden oder nun andere Arten zu sehen sind.

40. Graufalke oder Grauturmfalke
lat. Falco ardosiaceus

Die Graufalken leben in den Savannen, Palmsavannen, lichten Wäldern, an flussnahen Bäumen, in den Rändern des tropischen Regenwaldes.

Als Verbreitungsgebiet wird allgemein Afrika (Tennesen; „Falken“) oder Zentralafrika („aussereuropäische Vögel“ (1973); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder von Senegal bis Äthiopien bis Nordnamibia („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder von Senegal bis Äthiopien bis Südtansania (Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder von Westafrika bis Westäthiopien, Westkenia, Westtansania, Angola, Süd-DR Kongo bis Nordnamibia (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) angegeben.

Das Gefieder ist schiefergrau (Tennesen; „Falken“; „aussereuropäische Vögel“ (1973)) oder schiefergrau und mit dunklen Schaftstricheln (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) oder schiefergrau, „mit schwarzen Schaftstrichen“ (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965))oder die Oberseite, die Flügel und die Unterseite sind grau und mit schwarzen Schaftstrichen versehen („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)). Die Handschwingen sind schwärzlich („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993); Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) oder dunkler (Tennesen; „Falken“).

Der Kopf ist grau („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder der Kopf und der Hals sind schiefergrau mit dunklen Schaftstricheln (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)). Nur die Kehle ist heller („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993); Tennesen; „Falken“).

Der Schwanz ist schwarz („aussereuropäische Vögel“ (1973); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder grau und schwach dunkelgrau gebändert („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)).

Die Grösse beträgt 28 bis 33cm (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) oder 33 bis 35cm (Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder 37cm (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)).

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere (auch Fledermäuse), Reptilien (Eidechsen) und Insekten.

Die Graufalken haben das Nest auf hohen Bäumen oder in Baumhöhlen („aussereuropäische Vögel“ (1973)) oder bauen „das Nest selbst auf hohen Bäumen“, „nistet im Hohlraum dicker Räume“, verwendet die „verlassenen kugelförmigen Nester des Schattenvogels“ (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)).

Mit freundlicher Genehmigung von Elvira Wolfer, www.bushtrucker.ch konnte das Foto eines Graufalken (aufgenommen in der Masai Mara) verwendet werden.

41. Fuchsfalke oder Fuchsturmfalke
lat. Falco alopex

Die Fuchsfalken leben in den trockenen Savannen, trockenen Berglandschaften, Halbwüsten, Felswänden, in Höhen bis 2.200m.

Als Verbreitungsgebiet wird Afrika (Tennesen; „Falken“) oder „Ghana bis Sudan“, Äthiopien (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder „vom Senegal in einem schmalen Band quer durch Afrika nach Osten bis Äthiopien“ („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder „Ghana bis Sudan“, Südäthiopien, Kenia (Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder Südmali, Elfenbeinküste, bis Eritrea, Westäthiopien, Nordostuganda, Nordkenia (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) angegeben.

Das Gefieder ist im allgemeinen „fuchsrot(Tennesen; „Falken“; Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder braunrot (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)).

Der Kopf ist braunrötlich, wobei die Stirn, der Scheitel, der Nacken und die Ohrdecken „mit schwarzen Schaftstrichen“ gekennzeichnet sind („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder der Scheitel ist fuchsbraun und dünn gestrichelt (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Die Oberseite, die oberen Flügeldecken, die Schulterfedern und die Armschwingen sind „bräunlichrot mit schwarzen Schaftstrichen(„Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder die Oberseite ist fuchsbraun und der Rücken und die Flügel sind breiter gestrichelt, der Schwanz ist rostbraun und gebändert (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)). Ansonsten sind nur die Handschwingen schwarz (Tennesen; „Falken“; Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) oder die äussere Fahne der Handschwingen ist schwarz („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993))

Die Unterseite ist hell braunrot , wobei die Brust, der obere Bauch und die Flanken sind „mit schwarzen Schaftstrichen“ gekennzeichnet ist („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder die Unterseite ist „blasser“ (Tennesen; „Falken“) oder die Unterseite ist rostbraun, die „Brust dünn gestrichelt“ (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, Eidechsen und Insekten (Heuschrecken).

Die Grösse beträgt 32 bis 38cm (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) oder 36 bis 38cm (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)).

Das Weibchen brütet die Eier in einer Felsspalte aus (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)).

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42. Rotkopfmerlin oder Rothalsfalke
lat. Falco chicquera

Die Rotkopfmerline sind im offenen Gebieten, trockenen Tieflandgebieten, Kulturlandschaften, Vorgebirgen, in Höhen bis 1000m, Siedlungen verbreitet.

Genaugenommen ist die Unterart Falco chicquera chicquera in Indien, südlich des Himalayas verbreitet („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)).

Die Unterart Falco chicquera horsbrughi ist genaugenommen in Afrika („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder in „Afrika, südlich des Siambesi“ (Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder in Afrika, südlich des Siambesi, bis Nord-Südafrika (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)). Andererseits wurde Falco chicquera horsbrughi zur eigenständigen Art des Rotnackenfalken, lat. Falco horsbrughi erklärt.

Die Unterart Falco chicquera ruficollis ist genaugenommen in Afrika („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder nördlich des Simabesi und südlich der Sahara (Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder im tropischen Afrika, nördlich des Siambesi (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) verbreitet. Andererseits wurde die Unterart Falco chicquera ruficollis nun als Unterart Falco horsbrughi ruficollis des Rotnackenfalken, lat. Falco horsbrughi definiert (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Als Verbreitungsgebiet findet man daher noch in der älteren Literatur allgemein Afrika und Indien (Tennesen; „Falken“; „Grosses Lexikon der Tiere“ (1989)) oder Südafrika und Indien (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder Indien, Teile Südafrikas (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder Indien, in der Region Nordostsudan, Äthiopien, Somalia bis Tansania und in der Region Südnamiba, Botswana, Südafrika (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder Indien, Nordafrika und Mittelamerika (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“).

Der Kopf ist rot (Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder der Kopf und der Nacken sind rostrot (Tennesen; „Falken“) oder der Scheitel, der Nacken, die Halsseiten und der hintere Teil der Ohrdecken ist rötlichbraun („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder der „Kopf und der Nacken sind rostrot“ mit mit dunklen Schaftstrichen versehen (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder der Scheitel und der Hinterhals sind orangebraun (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder der Scheitel und der Nacken sind beim Männchen rötlich (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)). Die Wangen und die Kehle sind weiss (Tennesen; „Falken“) oder die Wangen, die Stirn und der vordere Teil der Ohrdecken sind weisslich („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder die Wangen und die Kehle des Männchens sind „weiss“, der Bartstreif des Männchens ist dunkel (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Die Oberseite, die oberen Flügeldecken, die Schulterfedern, die Armschwingen sind blaugrau („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder die Oberseite ist blaugrau (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder der Rücken ist aschgrau und die Schultern rostrot (Tennesen; „Falken“) oder der „Rücken, die Oberflügel, die Flügeldeckfedern und die Oberarmschwingen“ sind dunkel aschgrau und schwarz quergebändert (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder die Oberseite des Männchens ist blaugrau und auf den „Flügeln fein gebändert“ (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Der Schwanz ist blaugrau, hat eine breite schwarze Querbinde und eine weissliche Schwanzspitze („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder der Schwanz hat 8 bis 10 Querbinden und eine breite weissgesäumte Endbinde (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder der Schwanz des Männchens hat eine weisse Schwanzbinde (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Die Unterseite ist hell gestreift (Tennesen; „Falken“) oder die Unterseite ist weisslich und auf der oberen Brust mit schwarzen Längsstreifen versehen und darunter mit schwarzen Querstreifen versehen („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder die Unterseite ist auf der Brust rahmweiss mit „warm isabellfarbenem Anflug” und ansonsten weiss und fein dunkel gebändert (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder die Unterseite ist ab der Kehle weiss, der Kropf und die Oberbrust sind hellrostrot, die Unterbrust, der Bauch und die Schenkel sind rötlichgelb und dicht aschgrau gebändert (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder die Unterseite des Männchens ist „weiss bis grauweiss, auf der Brust gestrichelt“ und darunter gebändert (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Die Grösse beträgt 28 bis 33cm (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 28 bis 35cm (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) oder 28 bis 36cm (Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder 29 bis 34cm (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder 30 bis 36cm (Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Zur Nahrung zählen Vögel (Tauben, Webervögel und Wachteln). Männchen und Weibchen jagen gemeinsam wobei der eine dem anderen die Beute zutreibt (Tennesen; „Falken“).

Das Nest befindet sich auf einem Baum (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)). Das Weibchen legt 2 bis 4 Eier (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 3 bis 4 „gelbrötliche, braun gefleckte Eier“ (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“).

Die Eier werden vom Weibchen „allein“ ausgebrütet (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“). Als Brutzeitraum wird „Anfang April oder Mai“, manchmal auch bis Juni (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) angegeben.

43. Rotnackenfalke
lat. Falco horsbrughi (früher: Falco chicquera horsbrughi)

Die Rotnackenfalken leben in den feuchten hochgrasigen Savannen.

Als Verbreitungsgebiet findet man Afrika („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder in „Afrika, südlich des Siambesi“ (Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder in Afrika, südlich des Siambesi, bis Nord-Südafrika (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Beim Männchen ist die Oberseite blaugrau und auf den Flügel stark gebändert und die Unterseite ist auf der Brust rötlich und „mehr gebändert“ (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)). Beim Weibchen ist die Unterseite rötlich und stark gebändert (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009))

Die Grösse beträgt 30 bis 36cm (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

44. Unterart: Rothalsfalke
lat. Falco horsbrughi ruficollis (früher: Falco chicquera ruficollis)

Der Rothalsfalke, lat. Falco horsbrughi ruficollis ist eine Unterart des Rotnackenfalken, lat. Falco horsbrughi. Die Unterart des Rothalsfalken, lat. Falco horsbrughi ruficollis ist kleiner als die Unterart Falco horsbrughi horsbrughi (Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)).

Die Rothalsfalken leben in den feuchten hochgrasigen Savannen.

Als Verbreitungsgebiet findet man Afrika („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder nördlich des Simabesi und südlich der Sahara (Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder im tropischen Afrika, nördlich des Siambesi (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Die Oberseite und der Schwanz sind gezeichnet (Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)).

Dieses Foto wurde im Hessischen Landesmuseum Darmstadt aufgenommen.

Diese Fotos wurden Forschungsmuseum Alexander König (dort als “Rotnackenfalke” bezeichnet) aufgenommen.

45. Steppenfalke oder Afrikanischer Turmfalke oder Weissaugenfalke
lat. Falco rupicoloides

Die Mauritius-Turmfalken sind in den Schluchten, offenem Waldland, zerklüftetem Felsgelände, in Wäldern, in Höhen bis 800m verbreitet.

Das Verbreitungsgebiet ist die Insel Mauritius (Altenborough: „Unsere einzigartige Erde“, 1990; Tennesen; „Falken“; „Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993); Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009); „Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003); Walters: „Die Signale der Vögel“ (2011)) oder ist der Südwesten der Insel Mauritius (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“).

Der Bestand wird im Jahr 1973 mit 8 oder 9 Individuen (Andera, Zadrazil: „Bedrohte Tiere“ (1998)), mit „weniger als 10“ Vögeln (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)), mit „weniger als zehn freilebende Exemplare“ zum „Ende der 70er Jahre“ (Deutscher Falkenorden (1987)), mit dem Tiefststand im Jahr 1974 mit 6 Individuen (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“), mit der Angabe von „nicht einmal mehr zehn Exemplare“ im Jahr 1974 oder „1974 lebten nur mehr zehn Exemplare“ (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978), Seiten 40, 103), mit dem Tiefststand von 4 Individuen („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003); Carwardine: „Guinness Buch der Tierrekorde“ (2000); Walters: „Die Signale der Vögel“ (2011)) angegeben.

Die Ursachen für den Bestandsrückgang sind die Zerstörung der Wälder, eingeschleppte und dann verwilderte Katzen und Makaken (Altenborough: „Unsere einzigartige Erde“, 1990) oder eingeschleppte Hausratten, kleine Mungos, Hauskatzen und Japanmakaken, die die Eier oder Mauritius-Turmfalken und deren Jungvögel erbeuteten und frassen (Walters: „Die Signale der Vögel“ (2011)).

Auf Mauritius begann man mit einer Handaufzucht in einem Aufzuchtsprogramm den Bestand am Tiefststand wieder aufzubauen (FALKE 03/2007). Es wurden „Eier aus den Gelegen von Wildfalken, um sie künstlich zu erbrüten und aus den geschlüpften Jungen eine Gefangenschaftspopulation aufzubauen“, entnommen (Deutscher Falkenorden (1987)). Es entwickelte sich ein Bestand „in den Volieren durch künstliche Besamung und Nachgelege“ von „etwa“ 10 Paaren und einigen Einzelvögeln (Deutscher Falkenorden (1987)). In den Volieren wurden 14 Jungvögel „erbrütet und grossgezogen“, 1985 wurden 4 Mauritiusfalken ausgewildert, 1996 wurden 9 Mauritiusfalken ausgewildert und für den Aufbau einer weiteren neuen Gefangenschaftspopulation wurden einige gezüchtete Falken „in das World-Raptor-Center nach Boise im US-Staat Idaho gebracht“ (Deutscher Falkenorden (1987)), im Jahre 1991 wurden in der Zuchtstation auf Mauritius 53 Jungvögel grossgezogen und im World Raptor Center wurden 11 Jungvögel grossgezogen, die ausgewildert wurden („Greifvögel und Falknerei“ (1991)).

Der Bestand wird des weiteren dann mit 6 Paaren in der Freiheit und 10 Gefangenschafts-Paaren im Jahr 1983 (Andera, Zadrazil: „Bedrohte Tiere“ (1998)), mit „sieben bis acht“ besetzten Brutrevieren im Jahr 1985 (Deutscher Falkenorden (1987)), mit 15 Brutpaaren im Jahr 1985 („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 19 (1988)), mit „etwa 20 bis 25 Individuen“ „vor der Brutperiode“ (Deutscher Falkenorden (1987)), mit „gerade 50“ Individuen (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“), mit „unter 100“ Individuen („Atlas der Vogelwelt (1994)), mit 150 Individuen in freier Natur („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)), mit „175 Individuen” als Weltpopulation („Greifvögel und Falknerei“ (1991)), mit 170 Individuen („Greifvögel und Falknerei“ (1992)), mit „etwa 200“ Individuen , inkl. 42 Paaren (Andera, Zadrazil: „Bedrohte Tiere“ (1998)) angegeben.

Die aufgezogenen Mauritiusfalken wurden ausgewildert und das Aufzuchtsprogramm wurde mit der Auswilderung des 300. Mauritiusfalken beendet (FALKE 03/2007). Zum Bestand findet man aufgrund des Zuchtprogramms „mehr als 300“ Individuen, „darunter mindestens 60 Brutpaare“ (Carwardine: „Guinness Buch der Tierrekorde (2000)), dann „500-800“ Vögel (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)), dann „etwa 900“ Individuen im Jahre 2006 (FALKE 03/2007), dann 800 bis 1.000 Individuen, wobei Mauritius vermutlich nicht mehr als 1.000 Individuen ernähren kann und „in der Nähe des Ferney-Tals“ die „Hälfte der Weltpopulation“ „in einem einzigen Wald im Südosten der Insel“ lebt (Walters: „Die Signale der Vögel“ (2011)).

Der Scheitel und der Nacken sind „rötlichbraun“ und schwarz längsgestreift („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder der Scheitel ist „rotbraun mit dunklen Streifen und Bändern“ (Tennesen; „Falken“) oder der Kopf ist rostbraun und schwarz gestrichelt (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)). Ansonsten ist der Kopf „viel heller, leicht schwarz gestreift“ („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)).

Die Oberseite ist „rötlichbraun, schwarz gebändert“ („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder „rotbraun mit schwarzen Streifen“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder rotbraun und „auf dem Rücken schwarz gestreift oder gebändert“ (Walters: „Die Signale der Vögel“ (2011)) oder der Rücken ist „rotbraun mit dunklen Streifen und Bändern“ (Tennesen; „Falken“) oder die Oberseite ist rostbraun und gebändertem Rücken und Flügeln (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Die Schwanzoberseite ist „rötlichbraun“ und hat 6 oder 7 schwarze Querbinden und eine schwarze Endbinde („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)).

Die Unterseite ist „weisslich“ und mit auf der Brust kleinen, ansonsten „grossen, deutlichen Flecken“ versehen („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder „weisslich“ und „mit grossen schwarzen Flecken“ versehen (Tennesen; „Falken“) oder „weisslich mit dunklen Flecken“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder weiss und „schwarz oder rotbraun gesprenkelt“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder weisslich und schwarz gefleckt (Walters: „Die Signale der Vögel“ (2011)) oder weisslich und mit kräftigen Flecken versehen, wobei die Brust gestrichelt ist (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Die Grösse beträgt 20 bis 26cm (Walters: „Die Signale der Vögel“ (2011)) oder 25 bis 29cm (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) oder 28 bis 33cm (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“).

Zur Nahrung zählen Grossinsekten, kleine Vögel und Reptilien (Echsen, Baumgeckos, Taggeckos).

Das Nest befindet sich in einer Baumhöhle oder in Felsnischen („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)). Das Weibchen legt 3 bis 4 bräunlich gefleckte Eier („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)). Das Weibchen brütet die Eier in 30 Tagen („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) aus.

Mit freundlicher Genehmigung von Jürgen Sohns, www.sohns-wildlife.de , wurde das linke Foto verwendet.

Mit freundlicher Genehmigung von Sylvia Urbaniak, www.greifvogelhilfe-mg.de, wurde das obere Foto (Ausschnitt) verwendet.

zur Unterart Falco rupicoloides arthuri

Mit freundlicher Genehmigung von Elvira Wolfer, www.bushtrucker.ch konnten die Fotos der Unterart arthuri des Steppenfalken (links: aufgenommen: im Lewa Conservancy und rechtes aufgenommen: in der Serengeti) verwendet werden.

46. Madagaskarfalke oder Malegassen-Turmfalke oder Madagaskar-Turmfalke
lat. Falco newtoni

Die Madagaskarfalken sind an den Waldrändern, bewaldeten Savannen, offenen Gebieten, Siedlungen, Kulturlandschaften, in Höhen bis zu 2300m, verbreitet.

Als Verbreitungsgebiet findet man allgemein Madagaskar und Aldabra (Tennesen; „Falken“) oder Madagaskar, die Komoren, Aldabras (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder Madagaskar und die umliegenden Inseln („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)).

Genaugenommen ist die Unterart Falco newtoni newtoni auf Madagaskar (Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) verbreitet.

Genaugenommen ist die Unterart Falco newtoni aldabranus auf Aldabra bis zu den Komoren verbreitet („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder auf Aldabra und als Irrgast auf den Komoren (Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder auf Aldabra (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) verbreitet.

Das Gefieder ist im allgemeinen auf der Oberseite hellrotbraun und schwarz gestreift und auf der Unterseite weiss (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)).

Der Kopf des Männchens ist „bräunlichrot mit schwarzen Streifen“ („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder der Kopf ist „rötlich grau“ (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) oder einen „grauen und rostroten Scheitel“ (Tennesen; „Falken“).

Die Oberseite des Männchens ist auf dem Rücken und den oberen Flügeldecken „rötlichbraun mit schwarzen Flecken“ („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder der Rücken ist rostrot und schwarz gefleckt (Tennesen; „Falken“) oder der Rücken und die Flügel sind „kräftig kastanienbraun“ und „spärlich gefleckt“ (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)). Die Handschwingen des Männchens sind „schwärzlich“ („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993); Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) oder schwarz (Tennesen; „Falken“). Der Schwanz des Männchens ist grau, hat 6 oder 7 Querbinden und eine weisse Schwanzspitze („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)).

Die Unterseite des Männchens ist ab der Kehle weisslich und auf dem Brust und auf dem Bauch mit schwarzen Flecken versehen („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder weisslich (Tennesen; „Falken“) oder weisslich mit gestrichelter Brust und geflecktem Bauch (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Der Scheitel des Weibchen ist rötlichbraun, schwarzgestreift („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder enthält „mehr rostrot“ (Tennesen; „Falken“).

Des Weiteren wird angegeben, dass 2 Farbvarianten auftreten (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder dass noch eine dunkle Farbvariante (Tennesen; „Falken“) oder dass noch eine rote Farbvariante („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) existiert. Oder man findet auch, dass von der Unterart Falco newtoni newtoni 2 Farbvarianten bekannt sind (Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder dass es eine helle und eine dunkle Farbvariante gibt (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Bei der roten Farbvariante hat das Männchen eine dunkel rötlichbraune Oberseite, einen fast schwarzen Scheitel und Nacken und eine dunkel rötlichbraune und schwarz gefleckte und gestreifte Unterseite („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)).

Bei der dunklen Farbvariante sind der Scheitel und der Nacken schwärzlich (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) oder „fast schwarz“ (Tennesen; „Falken“). Der „Rücken und die Oberflügel“ sind „dunkel rostrot“ und die Unterseite ist „dunkler und schwarz gefleckt“ (Tennesen; „Falken“).

Oder die andere Farbvariante wird als „ganz dunkelrotbraun“ und kräftig schwarz gestreift beschrieben (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)).

Des Weiteren wird angegeben, dass die Weibchen der Unterart Falco newtoni aldabranus eine weisse Unterseite haben (Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)).

Die Grösse beträgt 25 bis 28cm (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder 25 bis 29cm (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, Insekten, Reptilien und Vögel.

Mit freundlicher Genehmigung von Jürgen Sohns, www.sohns-wildlife.de , wurde dieses Foto verwendet.

47. Mauritiusfalke oder Mauritius-Turmfalke
lat. Falco punctatus

Die Mauritius-Turmfalken sind in den Schluchten, offenem Waldland, zerklüftetem Felsgelände, in Wäldern, in Höhen bis 800m verbreitet.

Das Verbreitungsgebiet ist die Insel Mauritius (Altenborough: „Unsere einzigartige Erde“, 1990; Tennesen; „Falken“; „Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993); Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009); „Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003); Walters: „Die Signale der Vögel“ (2011)) oder ist der Südwesten der Insel Mauritius (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“).

Der Bestand wird im Jahr 1973 mit 8 oder 9 Individuen (Andera, Zadrazil: „Bedrohte Tiere“ (1998)), mit „weniger als 10“ Vögeln (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)), mit „weniger als zehn freilebende Exemplare“ zum „Ende der 70er Jahre“ (Deutscher Falkenorden (1987)), mit dem Tiefststand im Jahr 1974 mit 6 Individuen (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“), mit der Angabe von „nicht einmal mehr zehn Exemplare“ im Jahr 1974 oder „1974 lebten nur mehr zehn Exemplare“ (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978), Seiten 40, 103), mit dem Tiefststand von 4 Individuen („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003); Carwardine: „Guinness Buch der Tierrekorde“ (2000); Walters: „Die Signale der Vögel“ (2011)) angegeben.

Die Ursachen für den Bestandsrückgang sind die Zerstörung der Wälder, eingeschleppte und dann verwilderte Katzen und Makaken (Altenborough: „Unsere einzigartige Erde“, 1990) oder eingeschleppte Hausratten, kleine Mungos, Hauskatzen und Japanmakaken, die die Eier oder Mauritius-Turmfalken und deren Jungvögel erbeuteten und frassen (Walters: „Die Signale der Vögel“ (2011)).

Auf Mauritius begann man mit einer Handaufzucht in einem Aufzuchtsprogramm den Bestand am Tiefststand wieder aufzubauen (FALKE 03/2007). Es wurden „Eier aus den Gelegen von Wildfalken, um sie künstlich zu erbrüten und aus den geschlüpften Jungen eine Gefangenschaftspopulation aufzubauen“, entnommen (Deutscher Falkenorden (1987)). Es entwickelte sich ein Bestand „in den Volieren durch künstliche Besamung und Nachgelege“ von „etwa“ 10 Paaren und einigen Einzelvögeln (Deutscher Falkenorden (1987)). In den Volieren wurden 14 Jungvögel „erbrütet und grossgezogen“, 1985 wurden 4 Mauritiusfalken ausgewildert, 1996 wurden 9 Mauritiusfalken ausgewildert und für den Aufbau einer weiteren neuen Gefangenschaftspopulation wurden einige gezüchtete Falken „in das World-Raptor-Center nach Boise im US-Staat Idaho gebracht“ (Deutscher Falkenorden (1987)), im Jahre 1991 wurden in der Zuchtstation auf Mauritius 53 Jungvögel grossgezogen und im World Raptor Center wurden 11 Jungvögel grossgezogen, die ausgewildert wurden („Greifvögel und Falknerei“ (1991)).

Der Bestand wird des weiteren dann mit 6 Paaren in der Freiheit und 10 Gefangenschafts-Paaren im Jahr 1983 (Andera, Zadrazil: „Bedrohte Tiere“ (1998)), mit „sieben bis acht“ besetzten Brutrevieren im Jahr 1985 (Deutscher Falkenorden (1987)), mit 15 Brutpaaren im Jahr 1985 („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 19 (1988)), mit „etwa 20 bis 25 Individuen“ „vor der Brutperiode“ (Deutscher Falkenorden (1987)), mit „gerade 50“ Individuen (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“), mit „unter 100“ Individuen („Atlas der Vogelwelt (1994)), mit 150 Individuen in freier Natur („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)), mit „175 Individuen” als Weltpopulation („Greifvögel und Falknerei“ (1991)), mit 170 Individuen („Greifvögel und Falknerei“ (1992)), mit „etwa 200“ Individuen , inkl. 42 Paaren (Andera, Zadrazil: „Bedrohte Tiere“ (1998)) angegeben.

Die aufgezogenen Mauritiusfalken wurden ausgewildert und das Aufzuchtsprogramm wurde mit der Auswilderung des 300. Mauritiusfalken beendet (FALKE 03/2007). Zum Bestand findet man aufgrund des Zuchtprogramms „mehr als 300“ Individuen, „darunter mindestens 60 Brutpaare“ (Carwardine: „Guinness Buch der Tierrekorde (2000)), dann „500-800“ Vögel (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)), dann „etwa 900“ Individuen im Jahre 2006 (FALKE 03/2007), dann 800 bis 1.000 Individuen, wobei Mauritius vermutlich nicht mehr als 1.000 Individuen ernähren kann und „in der Nähe des Ferney-Tals“ die „Hälfte der Weltpopulation“ „in einem einzigen Wald im Südosten der Insel“ lebt (Walters: „Die Signale der Vögel“ (2011)).

Der Scheitel und der Nacken sind „rötlichbraun“ und schwarz längsgestreift („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder der Scheitel ist „rotbraun mit dunklen Streifen und Bändern“ (Tennesen; „Falken“) oder der Kopf ist rostbraun und schwarz gestrichelt (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)). Ansonsten ist der Kopf „viel heller, leicht schwarz gestreift“ („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)).

Die Oberseite ist „rötlichbraun, schwarz gebändert“ („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder „rotbraun mit schwarzen Streifen“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder rotbraun und „auf dem Rücken schwarz gestreift oder gebändert“ (Walters: „Die Signale der Vögel“ (2011)) oder der Rücken ist „rotbraun mit dunklen Streifen und Bändern“ (Tennesen; „Falken“) oder die Oberseite ist rostbraun und gebändertem Rücken und Flügeln (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Die Schwanzoberseite ist „rötlichbraun“ und hat 6 oder 7 schwarze Querbinden und eine schwarze Endbinde („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)).

Die Unterseite ist „weisslich“ und mit auf der Brust kleinen, ansonsten „grossen, deutlichen Flecken“ versehen („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder „weisslich“ und „mit grossen schwarzen Flecken“ versehen (Tennesen; „Falken“) oder „weisslich mit dunklen Flecken“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder weiss und „schwarz oder rotbraun gesprenkelt“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder weisslich und schwarz gefleckt (Walters: „Die Signale der Vögel“ (2011)) oder weisslich und mit kräftigen Flecken versehen, wobei die Brust gestrichelt ist (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Die Grösse beträgt 20 bis 26cm (Walters: „Die Signale der Vögel“ (2011)) oder 25 bis 29cm (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) oder 28 bis 33cm (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“).

Zur Nahrung zählen Grossinsekten, kleine Vögel und Reptilien (Echsen, Baumgeckos, Taggeckos).

Das Nest befindet sich in einer Baumhöhle oder in Felsnischen („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)). Das Weibchen legt 3 bis 4 bräunlich gefleckte Eier („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)). Das Weibchen brütet die Eier in 30 Tagen („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) aus.

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Die nachfolgenden Fotos wurden im Vogelkundemuseum Heineanum (links, mitte) und im Museum für Naturkunde Berlin (rechts) aufgenommen.

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