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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Familie 2: Eulen, lat. Strigidae
Unterfamilie Falkenkäuze, lat. Surniinae
Tribus
Aegolini:
Gattung: Aegolius (Rauhfusskäuze)

01. Rauhfusskauz, lat. Aegolius funereus
02. Sägekauz, lat. Aegolius acadicus
03. Unterart: Queen Charlotte Sägekauz oder „Haida Gwaii“-Sägekauz, lat. Aegolius acadicus brooksi

04. Gelbstirnkauz oder Südamerikanischer Sägekauz oder Blassstirnkauz, lat. Aegolius harrisii

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”. Es sei darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht, dass im Lauf der Zeit aufgrund von Veränderungen im Bestand der in den Falknereien und/oder (zoologischen) Einrichtungen gehaltenen Arten, die fotografierten Arten nicht mehr gezeigt werden oder nun andere Arten zu sehen sind.

01. Rauhfusskauz
lat. Aegolius funereus

Die Rauhfusskäuze leben in den Fichtenwäldern, Nadelwälder mit alten Bäumen, Nadelwäldern mit hohen Fichtenanteilen, Kiefernwäldern, Wälder mit Tannen, Fichten und Buchen, Wälder mit Lärchen und Birken, Bergwäldern, Laubwäldern, Mischwäldern, den Mittelgebirgen, den Alpen, der Taiga, aber auch in reinen Birkenwäldern im hohen Norden. Rauhfusskäuze nehmen gerne Sonnen-, Wasser, Regen- und Schneebäder (Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)).

Als Verbreitungsgebiet wird allgemein, ohne die Aufgliederung in Unterarten, „Nordost- und Mitteleuropa“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder West- und Mitteleuropa, Asien, Nordamerika (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder „Nord- und Mitteleuropa, Nordasien und Nordamerika“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder Eurasien („Von Alpen bis Zoo; Faszination Alpenzoo“) oder „Skandinavien, Finnland, Baltikum, Mitteleuropa, Nordrussland, Frankreich, Pyrenäen“ (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder Nord-, West- und Mitteleuropa, Asien, Nordamerika (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder Europa, Asien, Afrika („Welt der Vögel in Farbe“ (1976)) oder Nord- und Osteuropa, Zentralasien, Alaska, teilweise Kanada (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder Nordeurasien, Nord-Nordamerika (Dierschke: „1000 Vögel“) oder nördliches Nordamerika, Nordeurasien, „Mitteleuropa, südwärts bis zu den Alpen, Karpaten“, Balkan, Westkaukasus, nördlicher Tienschan („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder Nord- und Mitteleuropa, Nordwestasien (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder „Nord- und Mitteleuropa, Westsibirien und im Nordkaukasus“ („Lebendiges Tierreich, Die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 20 (1988)) oder Europa, „Asien bis Kamtschatka, Sachalin, Krim, Kaukasus, Tarbagatai, Tienschan, Nordwestkansu“, Zentralalaska, „durch Kanada zwischen der Hudson Bay und den grossen Seen hindurch bis Neuschottland und Neufundland“ (Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977)) oder Nord-, Ost- und Mitteleuropa, „Taiga Asiens, Nordamerika“ ("Lebendige Wildnis, Tiere der Nadelwälder" (1994)) oder Norwegen, Belgien, bis Nordostchina (Thiede: „Greifvögel und Eulen“, 3.Aufl. (2005)) oder nordisches Europa, Asien, Nordamerika (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder Europa, Asien, Alaska, Kanada (Aebischer: „Eulen und Käuze“ (2008)) oder die Nordhalbkugel („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder Europa, „Kaukasus, Himalaja, Süd- und Zentralsibirien, Westchina, Nordamerika, Japan“ (Landlust: Januar/Februar 2017) oder „Nordamerika und Eurasien“ (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)) angegeben.

Es werden allgemein 8 Unterarten (Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977)) oder 6 Unterarten (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)) oder 5 anerkannte Unterarten (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000); Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012); König/Weick: „Owls of the World“ (2008)) angegeben.

Die Unterart Aegolius funereus funereus ist genaugenommen in „Europa ostwärts bis zum Ural“ (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) oder Europa „westlich bis zu den Ardennen“ (Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977)) oder „fast ganz Europa“ (Aebischer: „Eulen und Käuze“ (2008)) oder „Skandinavien bis zu den Pyrenäen“, Griechenland, bis „Russland nördlich des Kaspischen Meeres“ (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012); König/Weick: „Owls of the World“ (2008)) verbreitet.

Die Unterart Aegolius funereus pallens ist genaugenommen in Nordasien (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) oder „Kaschka-su, Tjan-Schan – Tjan-Schan, Tarbagatai, Nordmongolei“ (Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977)) oder West- und Südsibirien, Tienschan, bis Sachalin, bis Nordostchina (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012); König/Weick: „Owls of the World“ (2008)) verbreitet.

Die Unterart Aegolius funereus magnus ist genaugenommen in Nordasien (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) oder in Nordostsibirien, Kamtaschatka (Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977)) oder Nordostsibirien bis Kamtschatka (König/Weick: „Owls of the World“ (2008)) oder Nordostsibirien bis Kamtschatka, als Ausnahmegäste auch in Alaska (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012)) verbreitet.

Die Unterart Aegolius funereus sibiricus ist genaugenommen am „Chanka See – Heilongjiang (Mandschurei), Südostsibirien, Westsibirien“ (Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977)) verbreitet. König/Weick („Owls of the World“ (2008)) führen diese Unterart als synonym für Aegolius funereus pallens auf.

Die Unterart Aegolius funereus caucasicus ist genaugenommen im Kaukasus (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) oder im Kaukasus und auf der Krim (Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977)) oder nördlicher Kaukasus (Aebischer: „Eulen und Käuze“ (2008)) oder im Kaukasus, bis Nordwesthimalaja, Nordwestindien, Westchina (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012)) oder im Kaukasus, bis zur Krim, bis Nordwesthimalaja, Nordwestindien, Westchina (König/Weick: „Owls of the World“ (2008)) verbreitet.

Die Unterart Aegolius funereus beickianus ist genaugenommen im „Tschau-tou in der südlichen Tetung-Kette / Nordkansu“ (Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977)) verbreitet. König/Weick („Owls of the World“ (2008)) führen diese Unterart als synonym für Aegolius funereus caucasicus auf.

Die Unterart Aegolius funereus juniperi ist genaugenommen im „Kyelang, Lahul/Himachal Pradesh - Westhimalaja“ (Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977)) verbreitet. Die Unterart Aegolius funereus juniperi ist bei Mikkola („Handbuch Eulen der Welt“ (2013); „Owls of the World“ (2012) und König/Weick („Owls of the World“ (2008)) nicht mehr aufgeführt.

Der Nordamerikanischer Rauhfusskauz, lat. Aegolius funereus richardsoni ist genaugenommen in Nordamerika (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000); Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)) oder in Kanada, Alaska (Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977)) oder dem „nordischen Waldgürtel des nordamerikanischen Kontinents von Nordalaska bis Labrador“ (Gefiederte Welt (GW109: S.44-47/1985)) oder Alaska bis New Mexiko (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012)) oder Alaska, westliche USA, bis New Mexiko, bis zu den Grossen Seen, Ostkanada, New Bruswick, Labrador (König/Weick: „Owls of the World“ (2008)) verbreitet. Im Südkanada überschneidet sich Verbreitungsgebiet mit dem Verbreitungsgebiet des Sägekauzes (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) verbreitet.

Der Nordamerikanischen Rauhfusskäuze, lat. Aegolius funereus richardsoni sind 25cm gross, haben einen schwarz eingefassten Gesichtsschleier, gelbe Augen (Gefiederte Welt (GW109: S.44-47/1985)). Das Brust- und Bauchgefieder variiert „von mattbraun bis rostbraun“ (Eulenrundblick 67). Aktiv werden die Nordamerikanischen Rauhfusskäuze, lat. Aegolius funereus richardsoni „nach Sonnenuntergang und vor Sonnenaufgang“ (Gefiederte Welt (GW109: S.44-47/1985)). Der Balzgesang dieser Unterart ist „von Ende Januar bis Anfang April“ zu hören (Gefiederte Welt (GW109: S.44-47/1985)). Das Weibchen legt die 4 bis 6 oder auch 2 bis 8 weissen Eier „ab Anfang April“ und brütet die Eier allein in 27 Tagen aus (Gefiederte Welt (GW109: S.44-47/1985)). Das Männchen versorgt das Weibchen und den Nachwuchs mit Beute (Gefiederte Welt (GW109: S.44-47/1985)).

Der Europäische Rauhfusskauz-Bestand wird mit ca. 6.000 besetzten Revieren/Bruten (Mebs:/Scherzinger „Die Eulen Europas“, 2000), mit 36.500(?) bis 70.500(?) Paaren (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) angegeben.

Der Deutsche Rauhfusskauz-Bestand wird mit 1900 bis 2700 Revieren (FALKE 09/1997), mit 1900 bis 2700 Paaren (Thiede „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005)), mit 1.800 bis 2.600 Brutpaaren (Bestand: 2005: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2009)), mit 1.900 bis 2.900 Brutpaaren (Aebischer: „Eulen und Käuze“ (2008)), mindestens 1.900 bis 2.900 besetzte Reviere/Bruten im Zeitraum 1985 bis 1993 (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)), mit 3.400 bis 6.000 Revieren (Bestand 2005-2009: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2013); Landlust: Januar/Februar 2017), mit 4.500 Brutpaaren (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013), mit 3.400-6.000 Brutpaaren (Bestand: 2005-2009: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2014); Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014); „Berichte zum Vogelschutz“ (52/2015)) angegeben.

Der Rauhfusskauz-Bestand wird in Baden-Württemberg mit 150 bis 200 Brutpaaren (FALKE 09/1997) angegeben.

Der Rauhfusskauz-Bestand wird in Hessen mit 160 bis 320 Brutpaaren (FALKE 09/1997) angegeben.

Der Rauhfusskauz-Bestand wird in Bayern mit 400 bis 500 Brutpaaren (FALKE 09/1997) angegeben.

In Sachsen-Anhalt stellte man 135 Raufußkauz-Reviere fest (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2010)).

Der Landesverband Eulen-Schutz in Schleswig-Holstein e.V. gibt („Eulenwelt“ 2001 bis 2017) für die untersuchten Gebiete im Bundesland Schleswig-Holstein im Jahre 2000 keine Raufusskauzbrut, 2001 3 Raufusskauzbruten, 2002 eine Raufusskauzbrut, 2003 4 Raufusskauzbruten (12 Jungkäuze, die flügge worden), 2004 5 Raufusskauzbruten (10 Jungkäuze, die flügge worden), 2005 6 Raufusskauzbruten (über 20 Jungkäuze, die flügge worden), 2006 8 Raufusskauzbruten (20 Jungkäuze, die flügge worden), 2007 11 Raufusskauzbruten (55 beringte Jungkäuze), 2008 7 Raufusskauzbruten (28 beringte Jungkäuze), 2009 4 Raufusskauzbruten (12 beringte Jungkäuze), 2010 11 Raufusskauzbruten (58 beringte Jungkäuze), 2011 9 Raufusskauzbruten (12 Jungkäuze, die flügge worden), 2012 7 Raufusskauzbruten (8 beringte Jungkäuze bei 6 kontrollierten Raufusskauzbruten), 2013 mangels Nahrungsvorkommen keine Raufusskauzbruten, 2014 eine erfolgreiche Raufusskauzbrut, 2015 eine erfolgreiche Raufusskauzbrut, 2016 keine erfolgreiche Raufusskauzbrut, an.

Aufgrund einer Untersuchung „in ausgewählten Forsten der Münchner Schotterebene von 2012 bis 2014“ stellte man fest, dass der Bestand der Rauhfusskäuze aufgrund fehlender Weibchen „selbst in guten Mäusejahren“ in „mehreren Teilen des Untersuchungsgebietes“ abnimmt (ORNITHOLOGISCHER ANZEIGER: Band 54, Heft 1 (2015)). Aber auch im „Schweizer Jura (Ravussin et al. 2015), dem Harz (Schwerdtfeger 2014), dem sächsischen Vogtland (Meyer K.-H., mündlich) und dem Landkreis Hof in Nordostbayern (Meyer H., unveröffentlicht)“ ist das Gleiche zu vermelden (ORNITHOLOGISCHER ANZEIGER: Band 54, Heft 1 (2015)).

Der Österreichische Rauhfusskauz-Bestand wird mit 1.100 bis 2.200 Brutpaaren (Aebischer: „Eulen und Käuze“ (2008)) angegeben.

Der Rauhfusskauz-Bestand der Schweiz wird mit 1.000 bis 1.500 besetzten Revieren / Brutpaaren im 1998 (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)), mit 2.000 bis 3.000 Brutpaaren (Aebischer: „Eulen und Käuze“ (2008)) angegeben.

Der Rauhfusskauz-Bestand wird in den Ländern „Norwegen, Schweden und Finnland in günstigen Jahren“ mit „insgesamt sicher mehr als 50.000 Bruten“ (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) angegeben.

Die Raufusskäuze brüteten zum ersten Mal 1963 in Belgien und im Jahre 1991 werden 97 Brutnachweise angegeben (FALKE 05/1996).

Der Bestand der Raufusskäuze in Tschechien wird mit 2.000 bis 2.500 Brutpaaren (Kauzbrief 26 (2014)) angegeben.

In Mitteleuropa in die Rauhfusskäuze „Standvogel oder Teilzieher“ (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)).

Für Dänemark gibt der Landesverband Eulen-Schutz in Schleswig-Holstein e.V. („Eulenwelt“ 2014) für das Jahr 2012 7 Raufusskauz-Brutpaare und für 2013 6 Raufusskauz-Brutpaare, an.

Das Gefieder wird allgemein mit „erdgrau mit weissen Flecken“ (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder dunkelbraun mit weisslichem Gesicht (Dierschke: „1000 Vögel“) oder „das Gesamtgefieder ist hellbraun und gefleckt“ (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder das Grossgefieder wird mit braun und weiss gefleckt (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) beschrieben.

Auf der Stirn befinden sich feine Flecken (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder die braune Stirn ist „fein weiss gesprenkelt“ (Lang: „Die Vögel Europas“) oder der Scheitel ist „leicht weiss gefleckt“ (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder der Scheitel ist gefleckt und zwischen den Augen befindet sich eine v-förmige weisse Zeichnung (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)).

Die Oberseite ist „tief schokoladebraun“ und mit Bändern aus „feinen weissen Tupfen“ bestehend, gemustert, auch auf den geschlossenen Flügeln befinden sich „weisse Flecken und Bänder“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder die Oberseite ist „dunkel schokoladenbraun mit weissen Flecken“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder die Oberseite ist „graubraun und mit kräftigen weissen, runden Flecken übersät“ (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder die Oberseite ist „dunkelbraun, dicht weiss gefleckt und gebändert“ (Blase: „Die Jägerprüfung“ (2007)) oder die Oberseite ist schokoladenbraun, weiss gefleckt (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder die Oberseite ist „braun (gelegentlich auch grau)“, weiss gefleckt (Thiede: „Greifvögel und Eulen“, 3.Aufl. (2005)) oder die Oberseite ist braun und weiss gefleckt (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder die Oberseite ist weiss gefleckt (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007); Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder die Oberseite befinden sich Reihen heller Flecke (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder die Oberseite ist „dunkel graubraun mit groben hellen Flecken“ (Lang: „Die Vögel Europas“) oder der Oberkörper ist mausgrau und mit grossen weissen Flecken versehen (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder die „Oberseite ist graubraun mit zahlreichen weissen Flecken“ versehen (FOGE: "Unsere heimischen Eulenarten") oder die Oberseite „ist dunkelbraun mit undeutlichen hellen Flecken“ (Aebischer: „Eulen und Käuze“ (2008)) oder die Oberseite ist braun, auf den „Schulterfedern diffus weisslich gefleckt“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder die Oberseite ist „dunkelbraun mit rundlichen weissen Flecken“ (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) oder die Oberseite ist „graubraun bis dunkel erdbraun“, wobei die Stirn und der Scheitel weiss gesprenkelt, der Rücken weiss gefleckt ist (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013)) oder die Oberseite ist gräulichbraun bis dunkel erdbraun, wobei die Stirn und der Scheitel mit kleinen weissen Punkten und der Rücken mit grossen weissen Punkten versehen ist (Mikkola: „Owls of the World“ (2012); König/Weick: „Owls of the World“ (2008)) oder die Oberseite ist graubraun mit einer „Vielzahl von weissen tupfenartigen Einschlüssen“ (Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)) oder die „Oberseite ist graubraun mit weissen Flecken“ (Allert, Göring: "Eulen und Landkreis Gotha" (2001)).

Das Gesicht hat eine feine Gesichtsbegrenzung (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder ist weiss (Thiede: „Greifvögel und Eulen“, 3.Aufl. (2005)) oder hat einen „das ganze Gesicht umfassenden Gesichtsschleier“ („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder hat einen herzförmigen Schleier (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder hat einen bräunlichweissen, schwarz eingefassten Schleier (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder hat einen dunkel umrandeten Schleier (Aebischer: „Eulen und Käuze“ (2008)) oder hat einen weissbraunen und schwarz betuschten Schleier (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder hat einen hellen, schwarz-braun umrandeten Gesichtsschleier (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) oder wird durch einen deutlich weissen Schleier eingerahmt (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) hat einen mit einem hellen „feinen dunklen Federkranz“ umrahmten Gesichtsschleier (Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)) oder ist deutlich schwarz abgegrenzt (Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988)) oder ist „hell, dunkel eingerahmt“ (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder ist hell, dunkel umrahmt (Lang: „Die Vögel Europas“) oder ist grau, schwarz umrandet (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder ist schwarz umrandet (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007); Dunn/Alderfer: „Field Guide to the Birds of North America“ (2011)) oder „der Gesichtsschleier ist kräftig und begrenzt“ (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder der Gesichtsschleier hell, dunkel umrahmt („naturgucker“: 34: Januar/Februar 2018).

Der Schwanz ist „braun mit Querbinden aus hellen Punkten“ (Lang: „Die Vögel Europas“) oder mausgrau und weissen Binden versehen (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder ist mit 5 bis 6 „weissen , feinen Querstreifen“ versehen (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)).

Die Augen sind hellgelb (Hume: „Vögel in Europa“, (2013); Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder gelb (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006); "Lebendige Wildnis, Tiere der Nadelwälder" (1994); Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986); Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983); Thiede: „Greifvögel und Eulen“, 3.Aufl. (2005); Blase: „Die Jägerprüfung“ (2007); Lang: „Die Vögel Europas“; Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002); Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Aebischer: „Eulen und Käuze“ (2008); Kraus: „Faszination Eulen“ (2012); Landlust: Januar/Februar 2017; „naturgucker“: 34: Januar/Februar 2018) oder leuchtend gelb (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) oder blass bis hellgelb (Mikkola: „Owls of the World“ (2012); König/Weick: „Owls of the World“ (2008)) oder „hell bis kräftig gelb“ (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013)) oder goldgelb („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)).

Die Unterseite ist „hell mit weicher Marmorierung“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder weiss und „schwach längs gestreift“ (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder „hell, breit dunkelbraun gestreift“ (Blase: „Die Jägerprüfung“ (2007)) oder „weisslichgrau mit groben, verwaschenen dunkelbraunen Tupfen“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder „dunkel gezeichnet“ (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder „variabel, mehr oder weniger gebändert oder mit hellem Bauch“, diffus bräunlich gefleckt (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder weisslich und braun gefleckt (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder weiss, braun gesprenkelt (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder „hell mit graubrauner Fleckung“ (Lang: „Die Vögel Europas“) oder weiss, „mit braunen Hakenflecken“ versehen (Thiede: „Greifvögel und Eulen“, 3.Aufl. (2005)) oder weiss und mit braunen unregelmässig verwaschenen Streifen versehen (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder „weiss mit erdbraunen Längs- und Querstreifen“ versehen (FOGE: "Unsere heimischen Eulenarten") oder weiss und braun gefleckt (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder „weiss mit verwaschenen mausgrauen Querflecken“ (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder „weisslich, undeutlich bräunlich gefleckt“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder mit grau-brauner Schuppenzeichnung (Aebischer: „Eulen und Käuze“ (2008)) oder „hell mit verwaschener graubrauner Fleckung oder grober Längsstreifung“ (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) oder weisslich und graubraun gefleckt und gestreift (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013)) oder weisslich und gräulichbraun gesprenkelt und gestreift (Mikkola: „Owls of the World“ (2012); König/Weick: „Owls of the World“ (2008)) oder sehr hellgrau „mit graubrauen bis braunen Einschlüssen“ (Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)) oder „hell mit verwaschener graubrauner Fleckung oder Längsstreifung“ (Allert, Göring: "Eulen und Landkreis Gotha" (2001)).

Bei den europäischen Rauhfusskäuzen variieren genaugenommen das Brust- und Bauchgefieder hinsichtlich der „Musterung als auch in der Farbintensität“ (Eulenrundblick 67). Die Variationsbreite reicht von „nur schwach erkennbare Zeichnung“ bis zur kräftig gewölkten Brust, auch können die Flecken als vertikale Tropfenreihen oder Längsstreifen vorhanden sein (Eulenrundblick 67). Genaugenommen variiert bei der Unterart Aegolius funereus funereus das Brust- und Bauchgefieder „von mattbraun bis dunkelbraun“ (Eulenrundblick 67).

Die Füsse sind sind bis zu den Zehen befiedert (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder die Zehen sind „dicht befiedert“ (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006); "Lebendige Wildnis, Tiere der Nadelwälder" (1994)) oder die Füsse und die Krallen sind dicht befiedert („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2); NABU: "Eulen im Saarland") oder die Füsse sind „pelzig befiedert“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder die Zehen sind „dicht weissgefiedert“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)).

Der Rauhfusskauz hat seinen Namen „durch die bis zu den Krallen reichende dichte, weisse Befiederung“ (Allert, Göring: "Eulen und Landkreis Gotha" (2001)) oder „wegen seiner pelzartig dicht befiederten Füsse und Zehen“ (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) oder aufgrund der fast pelzartigen Befiederung der Füsse (Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)) erhalten.

Die Grösse beträgt 22 bis 27cm (Hume: „Vögel in Europa“, (2013); Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002); Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012); Landlust: Januar/Februar 2017) oder 25cm (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965); Kugi, Kassin: „Das grosse Vogelbuch...“ (1991); Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004); Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988); „Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); „Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2); Aebischer: „Eulen und Käuze“ (2008); Dunn/Alderfer: „Field Guide to the Birds of North America“ (2011)) oder 26cm („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973); Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000); Thiede: „Greifvögel und Eulen“, 3.Aufl. (2005)) oder 21 bis 25cm (Dierschke: „1000 Vögel“) oder 19 bis 23cm (Burton: „owls of the world“ (1992)) oder 23 bis 25cm (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder 23 bis 26cm (König/Weick: „Owls of the World“ (2008)) oder 24 bis 26cm (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007); Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003); Lang: „Die Vögel Europas“; Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Allert, Göring: "Eulen und Landkreis Gotha" (2001); NABU: "Eulen im Saarland"; "LBV-Kompakt Eulen und Käuze"; Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000); Kraus: „Faszination Eulen“ (2012); „Von Alpen bis Zoo; Faszination Alpenzoo“; Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) oder 24 bis 27cm ("Lebendige Wildnis, Tiere der Nadelwälder" (1994)) oder 19 bis 31cm (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)).

Der Rauhfusskauz startet „mit kräftigen Flügelschlägen“, gleitet dann „geradlinig vorwärts, das Gesicht stets in Stossrichtung orientiert; die Fänge werden erst in letzter Sekunde vorgestreckt und fassen mit dem Aufprall blitzschnell zu“ (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)). Die Beute wird „mit Einkrallen und Bissen in den Kopf“ getötet (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)).

Rauhfusskäuze hören Mäuse auf eine Entfernung von 50m („Geheimnisvolle Welt der Vögel“; Tomus-Verlag) oder orten eine Maus auf 20 bis 60m (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) oder können ihre Beute von einer Sitzwarte durch den Schnee orten (Gefiederte Welt 11/1992). Der Flug der Rauhfusskäuze ist geräuschlos (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)). Die Rauhfusskäuze erkennen den „im UV-Licht reflektierenden“ Urin und Kot der Mäuse (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)).

Die Nahrung besteht zu 90% aus kleinen Säugern („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder „hauptsächlich“ aus Kleinsäugern („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder „fast ausschliesslich Wirbeltiere“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder „hauptsächlich“ aus Mäusen (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder „überwiegend aus Mäusen“ (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder hauptsächlich Wühl- und Langschwanzmäuse (Allert, Göring: "Eulen und Landkreis Gotha" (2001)) oder hauptsächlich „Langschwanz- und Wühlmäuse“ FOGE: "Unsere heimischen Eulenarten") oder „hauptsächlich Wühl- und Spitzmäuse“ (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013)) oder „vor allem von Mäusen und Spitzmäusen“ (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)). Zur Nahrung findet man noch Frösche und Insekten.

Im Ergebnis einer anderen Analyse an 21.000 Beutetieren während der Brutzeit stand fest, dass die Hauptbeute „zu 94% aus Kleinsäugern“; genaugenommen aus 55% Wühlmäusen, hauptsächlich Erd- und Rötelmäusen, zu 20% Spitzmäusen, hauptsächlich Waldspitzmäusen, zu 16% Echten Mäusen, genaugenommen Wald- und Gelbhalsmäusen, besteht (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)).

Rauhfusskäuze legen mitunter Beutedepots in der Bruthöhle an ("Charadrius" (1-2/2010)) oder legen Beutedepots „in Höhlen, an Bruchstellen oder Rissen von Baumstämmen, auch in Astgabeln oder Astverzweigungen“ an (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)).

Im Ergebnis einer Beutedepot-Untersuchung der Jahre 1983 bis 2007 kam heraus, dass der Anteil der Waldmäuse bei 60,8%, Rötelmäuse bei 15,1%, der Haselmäuse, der Waldspitzmäuse, der Schabrackenspitzmäuse bei jeweils 5%, der Erdmäuse, der Gelbhalsmäuse bei 4,8% und der Feldmäuse bei 0,6% liegt ("Charadrius" (1-2/2010)). Des Weiteren konnte man die Vogelarten „Zilpzalp, Sommergoldhähnchen, Rotkehlchen, unbestimmter Baumläufer, Kohlmeise, Amsel, Singdrossel, Wacholderdrossel“ dokumentieren ("Charadrius" (1-2/2010)).

Erbeutete Vögel werden vor dem verschlingen gerupft und erbeutete Mäuse werden in „grobe Stücke“ zerteilt und verschlungen (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)).

Die Rauhfusskäuze sind nachtaktiv (Hume: „Vögel in Europa“, (2013); Lang: „Die Vögel Europas“; Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder „strikt nachtaktiv“ (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder „ganz nachtaktiv“ (Deutscher Bund für Vogelschutz e.V.: „Zum Fliegen geboren; Das Weltreich der Vögel“ (1988)) oder „nur nachts aktiv“ (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder „ausschliesslich nachtaktiv“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002); Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder „rein nachtaktiv“ (Allert, Göring: "Eulen und Landkreis Gotha" (2001)) oder „überwiegend nachtaktiv“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder dämmerungs- und nachtaktiv (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006); Zoo Schmiding: Zooschild) oder „ausschliesslich nachts rege“ (Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988)) oder jagen „gewöhnlich nachts“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder jagen nur in der Abenddämmerung (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder jagen „nur in der Nacht“ („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder jagen in der Dämmerung und in der Nacht („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder sind vorwiegend dunkelaktiv, obwohl sich gerne gesonnt wird (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)).

Die Balzzeit „beginnt bereits im Winter“ (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)). Die Balzrufe des Rauhfusskauz-Männchens sind „schon im Spätwinter, meist nur bei vollständiger Dunkelheit“ zu hören (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder sind ansteigende kurze „u-artige Töne von einer Klangfarbe“ und sind in der ganzen Nacht von Februar bis März zu hören („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder werden mit einer „lauten, häufig, wiederholten u-u-u-u Strophe“ beschrieben (Blase: „Die Jägerprüfung“ (2007)) oder beginnen „40 Minuten nach Sonnenuntergang“ („Geheimnisvolle Welt der Vögel“; Tomus-Verlag) und sind in 3km noch zu hören (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder „über mehrere Kilometer zu hören“ (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder die Rufe der Rauhfusskauz-Männchen unterscheiden sich bezüglich der „Tonhöhe, Geschwindigkeit und Länge“ (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder ab der Abenddämmerung beginnt das Rauhfusskauz-Männchen mit den Rufen und in der ersten 5 bis 15 minütigen Pause schlägt das Rauhfusskauz-Männchen manchmal Beute (Eulenrundblick 48/49). Die Balzaktivitäten des Rauhfusskauz-Männchens werden intensiver und der Balzgesang erfolgt fast ohne Unterbrechung, wenn ein Rauhfusskauz-Weibchen in der Nähe ist (Eulenrundblick 48/49). Das Rauhfusskauz-Männchen bebalzt vielfach mehrere Höhlen, wobei dann das Rauhfusskauz-Weibchen die Höhle auswählt (Eulenrundblick 48/49). Nach der Verpaarung legt das Rauhfusskauz-Weibchen die Eier und das Rauhfusskauz-Männchen reduziert „seine Gesangsaktivität auf wenige leise Rufreihen zu Beginn seiner abendlichen Aktivität“ (Eulenrundblick 48/49).

Man stellte fest, dass es Jahre gibt „in denen eine sehr hohe Gesangsaktivität zu beobachten ist, die sogar mehrere Wochen lang anhält. Im nächsten Jahr oder in einem anderen Jahr sind in demselben Gebiet nur wenige oder überhaupt keine singenden Männchen festzustellen“ (Eulenrundblick 48/49).

Aufgrund einer „langjährigen umfassenden Populationsuntersuchung im Harz“ von Rauhfusskäuzen wurden „100 Tonaufnahmen, deren Sänger teilweise gefangen wurden, anhand von graphischen Oszillogrammen und Sonagrammen miteinander verglichen“, so dass man feststellen konnte, dass beim Rauhfusskauz-Männchen „nur der persönliche Rhythmus, mit dem die einzelnen Elemente einer Strophe aufeinanderfolgen“ konstant bleiben, was auch „jeweils bei verschiedenen Aufnahmen desselben Männchens festgestellt werden“ konnte, „ja sogar in mehreren Jahren“ (Eulenrundblick 66). Damit kann einerseits ein Rauhfusskauz-Männchen am Gesang identifiziert werden und andererseits zeigen die Gesänge „eine hohe inter- und intraspezifische Variabilität in der Anzahl der Elemente einer Strophe, der Lautstärke- und Tonhöhenveränderung in den Strophen sowie der Zeitdauer der Pausen zwischen den Strophen“ (Eulenrundblick 66).

Das Nest befindet sich „oft in Bäumen“ („Welt der Vögel in Farbe“ (1976)) oder in Baumlöchern (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder in Spechthöhlen ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989)) oder in Schwarzspechthöhlen (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004); „Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2); „Vogelpark Walsrode“, 27. Auflage; Allert, Göring: "Eulen und Landkreis Gotha" (2001); "LBV-Kompakt Eulen und Käuze"; Vogelschutz 04/2016; Lang: „Die Vögel Europas“; Blase: „Die Jägerprüfung“ (2007); Stiefel: „Ruhe und Schlaf bei Vögeln“, NBB 487 (1976); NABU: "Eulen im Saarland"; „Von Alpen bis Zoo; Faszination Alpenzoo“; Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) oder Baumhöhlen, Spechthöhlen, Nistkästen („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder Baumhöhlen, Schwarzspechthöhlen, Nistkästen (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003); Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder in in Höhlen, Kunsthöhlen, verlassenen Krähennestern, verlassenen Eichhörnchennestern (Thiede: „Greifvögel und Eulen“, 3.Aufl. (2005)) oder in Schwarzspechthöhlen, in künstlichen Nisthöhlen („EGE-Artenschutz-Information Nr. 6: Wald für Eulen ...“) oder in Schwarzspechthöhlen, Nistkästen („Geheimnisvolle Welt der Vögel“; Tomus-Verlag; Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007); Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002); FALKE-Sonderheft Eulen (2014); Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Kraus: „Faszination Eulen“ (2012); FOGE: "Unsere heimischen Eulenarten"; „naturgucker“: 34: Januar/Februar 2018) oder in Baumhöhlen, verlassenen Spechthöhlen (Schwarzspechthöhlen), in Nistkästen (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)).

Das Weibchen legt im Abstand von 2 Tagen (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986); „Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2); Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) oder im Abstand von 1 bis 3 Tagen (Burton: „owls of the world“ (1992)) 3 bis 4 Eier (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder 4 bis 5 Eier (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder 3 bis 6 Eier (Hume: „Vögel in Europa“, (2013); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 3 bis 6 weise Eier (Allert, Göring: "Eulen und Landkreis Gotha" (2001); König/Weick: „Owls of the World“ (2008)) oder 3 bis 7 Eier (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder 2 bis 9 Eier (Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)) oder 9 und mehr Eier (Zoo Schmiding: Zooschild) oder „(2) 3-6“, „bis zu 8“ Eier (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) oder 2 bis 8, meist 3 bis 6 Eier (Thiede: „Greifvögel und Eulen“, 3.Aufl. (2005)) oder 5 bis 7 Eier (Kugi, Kassin: „Das grosse Vogelbuch...“ (1991)) oder 3 bis 7 weisse Eier (Lang: „Die Vögel Europas“) oder 4 bis 6 weisse Eier (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder 4 bis 6 „schwach glänzende weisse Eier“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder 4 bis 7 Eier („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder 4 bis 8 Eier (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder 3 bis 6, in Ausnahmen bis zu 10 weisse Eier (Burton: „owls of the world“ (1992)).

Das Weibchen brütet die Eier allein (Stiefel: „Ruhe und Schlaf bei Vögeln“, NBB 487 (1976); König/Weick: „Owls of the World“ (2008)) oder „nur“ das Weibchen brütet die Eier („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2); Dierschke: „1000 Vögel“) oder „ausschliesslich das Weibchen“ brütet die Eier (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) in 26 bis 28 Tagen ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989); Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000); Allert, Göring: "Eulen und Landkreis Gotha" (2001); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2); Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) oder in 26 bis 29 Tagen (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder „in 25 bis 27 Tagen“ (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder in 25 bis 31 Tagen („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder in 25 bis 32 Tagen (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder in 27 Tagen (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986); Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)) oder in 28 Tagen („Von Alpen bis Zoo; Faszination Alpenzoo“) oder in 28 bis 29 Tagen (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002); König/Weick: „Owls of the World“ (2008)) oder in 32 bis 36 Tagen (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder in 4 Wochen („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2); Burton: „owls of the world“ (1992)) aus.

Als Legebeginn wird Mitte März bis Ende April („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder „von Mitte März bis Anfang Mai“ (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) oder „spät im April“ (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) angegeben. Als Brutzeitraum wird April (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder Mitte März bis Anfang April (Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)) oder Mitte März bis April (Allert, Göring: "Eulen und Landkreis Gotha" (2001)) oder April bis Mai („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder „Ende April/Anfang Mai“ (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder April bis Juni (Kugi, Kassin: „Das grosse Vogelbuch...“ (1991)) oder „Mai bis Juni“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder „März/April“ (NABU: "Eulen im Saarland") oder Mitte März im Süden bis im Juni im Norden (Burton: „owls of the world“ (1992)) angegeben.

Das Männchen beschafft währenddessen die Nahrung für das Weibchen und später auch für die Jungvögel mit („Welt der Vögel in Farbe“ (1976); Stiefel: „Ruhe und Schlaf bei Vögeln“, NBB 487 (1976); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)).

Das Nest verlassen die Jungvögel nach „ca. einem Monat“ (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder mit 5 Wochen („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder mit 30 Tagen (Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)) oder mit 30 bis 32 Tagen (König/Weick: „Owls of the World“ (2008)) oder mit 30 bis 34 Tagen (Thiede: „Greifvögel und Eulen“, 3.Aufl. (2005)) oder mit 31 bis 36 Tagen ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder mit 29 bis 36 Tagen (Allert, Göring: "Eulen und Landkreis Gotha" (2001)) oder mit 29 bis 36 Tagen und „mit rund 35 Tagen“ flugfähig (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) oder sind flügge mit 30 Tagen („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder sind flügge mit 30 bis 36 Tagen (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder sind flügge mit 4 bis 5 Wochen (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder sind flügge in 7 Wochen (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)).

Die Jungvögel sind „erst einige Wochen später“ selbständig („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder sind 4 Wochen später selbständig (Thiede: „Greifvögel und Eulen“, 3.Aufl. (2005)) oder werden „noch einige Zeit“ von den Altvögeln betreut („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder werden „noch mindestens einem Monat“ bis zu mehreren Monaten betreut (Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)).

Es werden 3 bis 5 Jungvögel ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989)) oder 2 bis 8 Jungvögel (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) angegeben.

Die Jungvögel sind „schokoladenbraun“ (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder „schokoladenbraun mit variabelm Weissanteil im Gesicht“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder „überwiegend kaffeebraun“ (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder einfarbig dunkelkaffeebraun („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder „grösstenteils schokoladenbraun“ und vereinzelt braun gefleckt (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder „auffallend schokoladenbraun mit deutlich geringerer Fleckung“ (FOGE: "Unsere heimischen Eulenarten") oder überwiegend schokoladenbraun und weiss gefleckt auf Brauen, Wangen, Flügeln und Schwanz (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder „fast einfarbig kaffeebraun“ mit weisslichen Augenbrauen (Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988)) oder schokoladenbraun mit weissen Augenbrauen und hell gefleckten Flügeln (Lang: „Die Vögel Europas“) oder dunkelschokoladenbraun und „weissen Perlflecken auf Schulterfedern, Flügeln und Schwanz“, weissen Augenbrauen (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) oder „schokoladenbraun mit deutlich geringerer Fleckung“ (Allert, Göring: "Eulen und Landkreis Gotha" (2001)) oder dunkelbraun „mit hellen Augenbrauen und ebensolchen Kinnflecken“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder „fast gänzlich dunkelbraun mit dunklem Schleier und weissen >Augenbrauen<“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder „sind gänzlich braun“ (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)).

Nachdem die Jungvögel flügge geworden sind, werden sie „noch weitere Wochen“ durch die beiden Altvögeln betreut (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder die Jungvögel werden noch weitere 4 bis 6 Wochen betreut (König/Weick: „Owls of the World“ (2008)) oder noch weitere 3 bis 5 Wochen benötigen die Jungvögel um selbständig zu sein (Allert, Göring: "Eulen und Landkreis Gotha" (2001)) oder sind „nach weiteren 5-6 Wochen von den Altvögeln unabhängig“ (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)).

Eine Zweitbrut findet in günstigen Jahren statt („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder ein Folgegelege kann bei genügend Wühlmäusen vorkommen (Dierschke: „1000 Vögel“).

Es wird angegeben, „dass ein Rauhfusskauzweibchen in einer Brutsaison mit günstigen Nahrungsbedingungen vor dem Flüggewerden der ersten Brut sich mit einem anderen, noch balzenden Männchen neu verpaaren und eine verschachtelte Zweitbrut anschließen kann, ist in der Literatur über den Rauhfusskauz „Allgemeingut“ (z. B. Wiesner et al. 1981)“ (ORNITHOLOGISCHER ANZEIGER: Band 52, Heft½ (2013)) und so findet man, dass eine Zweitbrut in günstigen Jahren stattfindet („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder ein Folgegelege bei genügend Wühlmäusen vorkommen kann (Dierschke: „1000 Vögel“).

Man findet aber auch, dass „bereits im Handbuch der Vögel Mitteleuropas (Glutz & Bauer 1980)“ steht, „dass ein Rauhfusskauzweibchen in einer Brutsaison drei Brutversuche“ unternahm (ORNITHOLOGISCHER ANZEIGER: Band 52, Heft½ (2013)). Im Jahr 2007 legte ein Rauhfusskauzweibchen „im nördlichen Landkreis Hof, im Waldstück Leuchtholz“ 5 Eier in einen Nistkasten, wovon nur ein Jungvogel flügge wurde, in einen zweiten Nistkasten legte das Weibchen weitere 5 Eier, da „die noch unverpaarten Männchen ihre Balz im Mai noch nicht beendet“ hatten, wobei das Gelege dann „durch einen Nesträuber zerstört“ wurde und dann legte das Weibchen 6 Eier in einen dritten Nistkasten, da die Balz der Männchen „wegen der günstigen Nahrungsbedingungen immer noch“ anhielt, wobei auch diese Brut „aus unbekannten Gründen“ abgebrochen wurde (ORNITHOLOGISCHER ANZEIGER: Band 52, Heft½ (2013)). Im Zentrum des Hofoldinger Forstes hat ein Rauhfusskauzweibchen im Jahr 2012 mit 3 erfolgreichen Bruten „insgesamt 20 Eier gelegt, aus denen 14 Jungkäuze flügge geworden sind“ (ORNITHOLOGISCHER ANZEIGER: Band 52, Heft½ (2013)).

Geschlechtsreif sind die Jungvögel im ersten Lebensjahr (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)).

Sind die Männchen gut genährt und ist das Nahrungsangebot reichlich (FALKE 05/2009), verlassen die Weibchen die Männchen, um sich erneut mit einem anderen Männchen zu paaren. Die verlassenen Männchen versorgen dann allein den Nachwuchs (FALKE 05/2009). Andererseits sind die Männchen nicht gut genährt und ist das Nahrungsangebot nicht reichlich (FALKE 05/2009), verlassen die Weibchen die Männchen nicht.

Im Ergebnis einer norwegischen Untersuchung kam heraus, dass das Weibchen das Männchen und die Jungvögel „in 63 % der Bruten“ verliess und dass die Männchen „ihren Nachkommen mehr Beute“ brachten „als nicht verlassene“ Männchen oder anders formuliert, leisten Weibchen „einen geringeren Beitrag zur Versorgung des Nachwuchses als die Männchen“ (FALKE 03/2013).

Die Rauhfusskäuze führen keine Dauerehe („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder eine „monogame Saisonehe“ und in mäusereichen Jahren konnte im Harz dokumentiert werden, dass bei 10% der Fälle „ein Männchen gleichzeitig mit zwei Weibchen verpaart ist“ (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)).

Die Rauhfusskauz-Männchen sind „meist ganzjährig reviertreu“ (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)). Die Rauhfusskauz-Weibchen „ziehen mitunter weit“ (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)).

Die Jungvögel ziehen ebenso „mitunter weit“ (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)). Bis zur Hälfte aller Jungvögel werden von Baummardern gefressen.

Ein Höchstalter von 5 bis 8 Jahren („Von Alpen bis Zoo; Faszination Alpenzoo“) oder von 7 bis 8 Jahren (König/Weick: „Owls of the World“ (2008)) oder von bis zu 10 Jahren (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder von 15 Jahren (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) wird angegeben.

Die nachfolgenden Fotos wurden auf der Vogelausstellung Ornika gemacht.                                           .

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Die nachfolgenden Fotos wurden in linken Spalte im Zoo Leipzig, in der mittleren Spalte im Greifvogelgehege Bispingen und in der rechten Spalte in der Quarantänestation Eulenhof-Zoo gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Vogelpark Niendorf (Timmendorfer Strand) gemacht.                            .

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Tierpark Thale gemacht.                                              .

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Bayerwald-Tierpark Lohberg gemacht.                                   .

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Tierpark Gotha gemacht.                                           .

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Tierpark Suhl (links), im (??: auch Rauhfusskauz?) und im Greifvogelpark / Falknerei Konzenberg (rechts) gemacht.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Zoo Dortmund gemacht.

Die Fotos einer Beobachtungsstudie unterhalb dieser Zeilen wurden im Harzfalkenhof Bad Sachsa gemacht.
Beginn der Beobachtung: Rauhfusskauz schaut senkrecht nach oben ...

Rauhfusskauz beginnt mit der Gefiederpflege ...

Rauhfusskauz kratzt sich ...

Rauhfusskauz hört für einen Augenblick mit der Gefiederpflege auf und hat die Augen geschlossen ...

Rauhfusskauz setzt die Gefiederpflege und das kratzen fort und schaut zwischendurch in die eine oder andere Richtung ...

Ende der Beobachtung: Rauhfusskauz schaut (wieder) senkrecht nach oben ...

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Vogelpark Olching gemacht.                                           .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoo Schmiding gemacht.                                              .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Alpenzoo Innsbruck gemacht.                                         .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Tierpark Niederfischbach gemacht.                                         .

02. Sägekauz
lat. Aegolius acadicus

Der Sägekauz erhielt seinen Namen aufgrund „einer raspelnden Tonfolge, die an das beim Schärfen eines Sägeblattes entstehenden Geräusch erinnert“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder aufgrund der Laute, „die sich wie das Wetzen einer Säge anhören“ (Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)).

Die Sägekäuze sind in den dichten Nadel- und Mischwäldern, vor allem in Nadelwäldern, Nadel- und Zedernwäldern, den feuchten Wäldern, den bewaldeten Sümpfen verbreitet.

Als Gesamtbestand schätzt man im Jahr 1993, Tendenz fallend, in den USA 100.000 bis 300.000 Individuen (König/Weick: „Owls of the World“ (2008)).

Die Sägekäuze sind „überwiegend nachtaktiv“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder „dämmerungs- und nachtaktiv“ (Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)) oder ausschliessliche Nachvögel (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder jagen nachts (Dierschke: „1000 Vögel“).

Als Verbreitungsgebiet wird allgemein Südkanada, im Osten, der Mitte der USA, Neuschottland bis zum Nordmittelwesten, Westen der USA, Südwestalaska bis Kalifornien, Mexiko (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder weite Teile Nordamerikas („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) oder Südostalaska, „Zentrallabrador bis Mexiko“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder Südostalaska, Südkanada bis Mexiko (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder Südalaska, Mittel-Quebec bis zu den Bergen von Vera Cruz („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder Südalaska bis Mexiko (Dierschke: „1000 Vögel“) oder „vom Pazifik bis zum Atlantik“, „in der südlichen Hälfte Kanadas“ (Gefiederte Welt (GW109: S.44-47/1985)) angegeben.

Genaugenommen ist das Verbreitungsgebiet der Unterart Aegolius acadicus acadicus Kanada, südlich bis Kalifornien, New England (Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977)) oder Alaska bis Mexiko (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012)) oder British Columbia, bis zum Golf von St. Lawrence, Kalifornien, Arizona, Mexiko (König/Weick: „Owls of the World“ (2008)).

Die Unterart des Queen Charlotte Sägekauzes oder des „Haida Gwaii“-Sägekauzes, lat. Aegolius acadicus brooksi ist auf den Queen Charlotte Inseln (Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977); Eulenrundblick 46; König/Weick: „Owls of the World“ (2008); Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012)) verbreitet. Die Queen Charlotte Inseln sind „über 150 Inseln“ (Eulenrundblick 46), die in der „kürzesten Entfernung 75km“ und in der „weitesten Entfernung 145km“ vor der kanadischen Westküste vor Britisch Kolumbien liegen (Eulenrundblick 46) oder die 50 bis 130km vor der Küste von British Columbia liegen (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht“ 2008, 2015). Andererseits wurde „1914 auf einer Insel, welche zu Alaska gehört, ein auf 4 Eiern brütendes Weibchen der Queen Charlotte Eule gefunden“ (Eulenrundblick 46).

Als Verbreitungsgebiet der Unterart Aegolius acadicus brodkorbi findet man Amatepec, Oaxaca (Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977)). König/Weick („Owls of the World“ (2008) führen die Unterart Aegolius acadicus brodkorbi als Synonym von Aegolius acadicus acadicus auf.

Als Verbreitungsgebiet der Unterart Aegolius acadicus tacanensis findet man „Vulkan Tacana, Chiapas/Mexiko“ (Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977)). Die Unterart Aegolius acadicus tacanensis wird bei König/Weick („Owls of the World“ (2008)); Mikkola („Handbuch Eulen der Welt“ (2013)); Mikkola („Owls of the World“ (2012)) nicht mehr aufgeführt.

Als Verbreitungsgebiet der Unterart Aegolius acadicus rostratus findet man „Rio Negro-Tal/Guatemala“ (Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977)). Die Unterart Aegolius acadicus rostratus wird bei König/Weick („Owls of the World“ (2008)); Mikkola („Handbuch Eulen der Welt“ (2013)); Mikkola („Owls of the World“ (2012)) nicht mehr aufgeführt.

Als Verbreitungsgebiet der Unterart Aegolius acadicus ridgwayi findet man „Cerro de la Candelaria, nahe Escasu/Costa Rica“ (Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977)). Die Unterart Aegolius acadicus ridgwayi wurde zur eigenständigen Art Ridgwaykauz oder Ridgewaykauz oder Mittelamerikanischer Sägekauz oder Ungefleckter Sägekauz, lat. Aegolius ridgwayi (König/Weick: „Owls of the World“ (2008); Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012); Eulenrundblick 67) erhoben.

Als Verbreitungsgebiet der Unterart Aegolius acadicus harrisi findet man „Kolumbien, Ecuador, Venezuela“ (Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977)). Die Unterart Aegolius acadicus harrisi wurde zur eigenständigen Art Gelbstirnkauz oder Südamerikanischer Sägekauz oder Blassstirnkauz, lat. Aegolius harrisii (König/Weick: „Owls of the World“ (2008); Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012)) erhoben.

Als Verbreitungsgebiet der Unterart Aegolius acadicus iheringi findet man „Sao Paulo – Südbrasilien, Uruguay, Nordargentinien, Paraguay“ (Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977)). Die Unterart Aegolius acadicus iheringi wurde der Art Gelbstirnkauz oder Südamerikanischer Sägekauz oder Blassstirnkauz, lat. Aegolius harrisii, als Unterart Aegolius harrisii iheringi zugeordnet (König/Weick: „Owls of the World“ (2008); Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012)).

Sägekäuze sind Zugvögel („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) oder „meist Zugvögel“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“). Die Sägekäuze ziehen im „September bis November“ ins Überwinterungsgebiet und kommen „März bis Mai“ zurück (Gefiederte Welt 11/1992). Als Überwinterungsgebiet wird allgemein der Mittlere Westen der USA („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) angegeben.

Die Oberseite ist „einfarbig braun“ („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder dunkelbraun (Dierschke: „1000 Vögel“) oder kastanienbraun und hell gepunktet („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) oder dunkel, weiss gesprenkelt (Gosler: „Die Vögel der Welt“) der Mantel ist kaffeebraun und die Oberseite ist kaffeebraun und weiss gefleckt (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012)) oder der Mantel ist rostigbraun und die Oberseite ist rostigbraun und weiss gefleckt (König/Weick: „Owls of the World“ (2008)).

Der warm rost- und graubraune Oberkopf ist mit weissen Schaftstrichen versehen (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012); König/Weick: „Owls of the World“ (2008)). Das Gesicht ist braun und zwischen den Augen befindet sich ein weisser Fleck („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)). Der Gesichtsschleier ist schwarz umrandet (Gefiederte Welt (GW109: S.44-47/1985)). Die Augen sind gelb (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder „ins orange“ gehend (Gefiederte Welt (GW109: S.44-47/1985)) oder orangegelb (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012); König/Weick: „Owls of the World“ (2008)). Ein weisse Ring befindet sich um den Hals (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 2008“).

Die Unterseite ist braun gestreift und gefleckt („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) oder isabellfarben und braun gestrichelt (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder dunkelbraun und „rötlich getupft“ (Dierschke: „1000 Vögel“) oder weiss und rötlich gestreift (Dunn/Alderfer: „Field Guide to the Birds of North America“ (2011)) oder weisslich und breit rotbraun gestreift (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013)) oder weisslich und breit rötlich-lederfarben gestreift (Mikkola: „Owls of the World“ (2012); König/Weick: „Owls of the World“ (2008)).

Die Grösse beträgt 17 bis 19cm (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Burton: „owls of the world“ (1992); Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012); König/Weick: „Owls of the World“ (2008)) oder 16 bis 18cm (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder „nicht ganz 18cm“ („Vögel in Wald und Flur, die Welt der Wilden Tiere“ (1980)) oder 18 bis 20cm („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) oder 18 bis 21cm (Dierschke: „1000 Vögel“; Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)) oder 17 bis 21cm (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder 18 bis 21,5cm (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder 20cm (Gefiederte Welt (GW109: S.44-47/1985); Dunn/Alderfer: „Field Guide to the Birds of North America“ (2011)).

Zur Nahrung zählen kleine Vögel, kleine Säugetiere (Mäuse, Fledermäuse), Amphibien (Frösche) und grosse Insekten.

Es wurde dokumentiert, dass Sägekäuze ihre Beute im Winter bei -25°C warmhalten, in dem sie sich aufgeplustert auf die Maus auf dem Boden setzen (Gefiederte Welt 11/1992). Dieses Verhalten der „Thermospeicherung“ ist erst bei unter -10°C zu beobachten (Gefiederte Welt 11/1992; Gefiederte Welt 12/2010).

Als Nest wird eine verlassene Spechthöhle verwendet (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Dierschke: „1000 Vögel“; Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)).

Das Weibchen legt „ab Ende März“ (Gefiederte Welt (GW109: S.44-47/1985)) im Abstand von 2 Tagen (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986); König/Weick: „Owls of the World“ (2008)) 4 bis 6 oder auch 3 bis 7 weisse Eier (Gefiederte Welt (GW109: S.44-47/1985)) oder 3 bis 7 Eier (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder 3 bis 7 weisse Eier (König/Weick: „Owls of the World“ (2008)) oder 4 bis 7 Eier (Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)) oder 5 bis 7 Eier (Dierschke: „1000 Vögel“).

Beide Altvögel brüten die Eier aus (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder das Männchen beteiligt sich nur „in geringem Umfang“ beim Ausbrüten der Eier (Gefiederte Welt (GW109: S.44-47/1985)). Als Zeitdauer werden 27 Tage (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986); Gefiederte Welt (GW109: S.44-47/1985)) oder 28 Tage (Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)) oder 27 bis 29 Tage (König/Weick: „Owls of the World“ (2008)) angegeben.

Das Männchen beschafft das Futter für das brütende Weibchen. Den Nachwuchs füttern beide Altvögel (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)).

Die Jungvögel verlassen mit 30 Tagen die Baumhöhle (Gefiederte Welt (GW109: S.44-47/1985)).

Geschlechtsreif sind die Jungvögel mit 9 bis 10 Monaten (König/Weick: „Owls of the World“ (2008)).

In einer amerikanischen Untersuchung bezüglich der Auswirkungen auf Kompressorlärm wurden 31 Sägekäuze, lat. Aegolius acadicus, dem Lärm ausgesetzt und man bekam heraus, dass „Sägekäuze keine Beute schlagen können, weil die von der Beute verursachten Geräusche vom Hintergrundlärm überdeckt wurden“, genaugenommen „pro Dezibel Lärmzunahme sinkt der Jagderfolg um 8%, ab 61dB wurden keine Mäuse mehr erbeutet“ (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 2016“).

Ein Höchstalter von 10 Jahren (König/Weick: „Owls of the World“ (2008)) konnte dokumentiert werden.

Mit freundlicher Genehmigung von Steve Hendricks konnte das Foto verwendet werden. Danke auch für die Unterstützung an TäV Garvin von Victor Emanuel Nature Tours, www.ventbird.com.

03. Unterart: Queen Charlotte Sägekauz oder „Haida Gwaii“-Sägekauz
lat. Aegolius acadicus
brooksi

Der Queen Charlotte Sägekauz oder der „Haida Gwaii“-Sägekauz, lat. Aegolius acadicus brooksi ist eine Unterart des Sägekauzes, lat. Aegolius acadicus.

Die Unterart des Queen Charlotte Sägekauzes oder des „Haida Gwaii“-Sägekauzes, lat. Aegolius acadicus brooksi ist auf den Queen Charlotte Inseln (Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977); Eulenrundblick 46; König/Weick: „Owls of the World“ (2008); Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012)) verbreitet. Die Queen Charlotte Inseln sind „über 150 Inseln“ (Eulenrundblick 46), die in der „kürzesten Entfernung 75km“ und in der „weitesten Entfernung 145km“ vor der kanadischen Westküste vor Britisch Kolumbien liegen (Eulenrundblick 46) oder die 50 bis 130km vor der Küste von British Columbia liegen (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht“ 2008, 2015). Andererseits wurde „1914 auf einer Insel, welche zu Alaska gehört, ein auf 4 Eiern brütendes Weibchen der Queen Charlotte Eule gefunden“ (Eulenrundblick 46).

Für die Unterart der Queen Charlotte Eule oder des Queen Charlotte Sägekauzes oder des „Haida Gwaii“-Sägekauzes, lat. Aegolius acadicus brooksi wurden 50 Nistkästen von Ende Oktober bis Anfang November 1997 aufgehangen. Im Jahre 1998 stellte man fest, dass keiner der zuerst aufgehangenen Nistkästen angenommen wurde (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 1997, 2008, 2015“). Im Jahre 1998 wurden weitere 50 Nistkästen und am Ende waren es 150 Nistkästen als Ersatz für verlorengegangene Baumhöhlen abgebracht (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 1997, 2008, 2015“). Angebracht wurden die Nistkästen auf der kanadischen Insel Graham Island, die zu den Queen Charlotte Inseln gehört (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 1997, 2008, 2015“).

Im allgemeinen ist das Gefieder des Queen Charlotte Sägekauzes oder des „Haida Gwaii“-Sägekauzes, lat. Aegolius acadicus brooksi sehr dunkel (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012)).

Die Oberseite des Queen Charlotte Sägekauzes oder des „Haida Gwaii“-Sägekauzes, lat. Aegolius acadicus brooksi ist auf dem Rücken „grau bis rostbraun(S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 2008“) oder sehr dunkel (König/Weick: „Owls of the World“ (2008)) oder ist mit weniger Flecken versehen (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012)).

Der Gesichtsschleier des Queen Charlotte Sägekauzes oder des „Haida Gwaii“-Sägekauzes, lat. Aegolius acadicus brooksi ist „gelblich mit feinen weisslichen Streifen“ (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 2008“). Der Oberkopf enthält „feine gelbliche Längsstreifen“ (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 2008“). Ein gelber Ring befindet sich um den Hals, „der durch rostbraune Federn unterbrochen ist“ (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 2008“).

Die Unterseite des Queen Charlotte Sägekauzes oder des „Haida Gwaii“-Sägekauzes, lat. Aegolius acadicus brooksi ist auf der Brust „gelb mit rostbraunen Längsstreifen(S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 2008“) oder ist „kräftig orangebraun“ (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013)) oder sattorange-büffellederfarben (Mikkola: „Owls of the World“ (2012)) oder verwaschen hell orangebüffellederfarben bis ockerbüffellederfarben bekleckst und gestreift (König/Weick: „Owls of the World“ (2008)).

Der Ruf des des Queen Charlotte Sägekauzes oder des „Haida Gwaii“-Sägekauzes, lat. Aegolius acadicus brooksi ist bis zu 300m durch den Wald hörbar und bis zu 1.000m über Wasser hörbar (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 2008“).

Zur Nahrung des Queen Charlotte Sägekauzes oder des „Haida Gwaii“-Sägekauzes, lat. Aegolius acadicus brooksi gehören auch Krebse (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012)).

04. Gelbstirnkauz oder Südamerikanischer Sägekauz oder Blassstirnkauz
lat. Aegolius harrisii

Als Verbreitungsgebiet wird ohne die Aufgliederung in Unterarten allgemein Mittel- und Südamerika (Eulenrundblick 67) oder „Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Südostbrasilien und Nordargentinien(Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder nordwestliches Südamerika, Südbrasilien, Argentinien („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder die zwei getrennten Verbreitungsgebiete „Kolumbien, Ecuador, Venezuela“ einerseits und andererseits Südbrasilien, Uruguay, Nordargentinien (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) angegeben.

Genaugenommen ist das Verbreitungsgebiet der Unterart Aegolius harrisii harrisii Kolumbien, Venezuela und Ecuador (früher: Aegolius acadicus harrisi Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977); Burton: „owls of the world“ (1992)) oder Venezuela, Kolumbien, bis Ostbolivien, Paraguay(?) (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012); König/Weick: „Owls of the World“ (2008)).

Das Verbreitungsgebiet der Unterart Aegolius harrisii iheringi ist genaugenommen „Sao Paulo – Südbrasilien, Uruguay, Nordargentinien, Paraguay“ (früher: Aegolius acadicus iheringi Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977)) oder Südostbrasilien, Paraguay und Nordargentinien (Burton: „owls of the world“ (1992)) oder Südostbrasilien bis Uruguay (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012)).

Das Verbreitungsgebiet der Unterart Aegolius harrisii dabbenei ist genaugenommen in Westbolivien bis Nordwestargentinien (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012); König/Weick: „Owls of the World“ (2008)) oder Ostbrasilien, Argentinien, Paraguay (König/Weick: „Owls of the World“ (2008)).

Das Gefieder wird allgemein mit dunkelschokoladenbraun und ockerzimtfarben beschrieben (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)).

Die Oberseite ist dunkelbraun (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder dunkel kaffeebraun grundgefärbt und weiss und gelblich gefleckt (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013)) oder dunkel kaffeebraun grundgefärbt und weiss und mattgelblich gefleckt (Mikkola: „Owls of the World“ (2012)) oder dunkelschokoladenbraun grundgefärbt und weiss und büffellederfarben gefleckt (König/Weick: „Owls of the World“ (2008)).

Die Federn an Kopf und Hals sind ockerfarben („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)). Die Stirn ist ockerbraun (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013)) oder ockerbüffellederfarben (Mikkola: „Owls of the World“ (2012); König/Weick: „Owls of the World“ (2008)). Der Oberkopf ist schwarzbraun (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013)) oder schwärzlichbraun (Mikkola: „Owls of the World“ (2012); König/Weick: „Owls of the World“ (2008)).

Die Unterseite ist gelb mit braunem Brustband (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder gelbbraun bis ockerbraun (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013)) oder ockerbüffellederfarben bis gelbbraun (Mikkola: „Owls of the World“ (2012); König/Weick: „Owls of the World“ (2008)).

Die Grösse beträgt 17 bis 21cm (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder 18 bis 21cm (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 19 bis 21cm (König/Weick: „Owls of the World“ (2008)) oder 21cm (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)) oder 18 bis 23cm (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012)).

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