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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Familie 1: Habichtartige, lat. Accipitridae
Unterfamilie Altweltgeier, lat. Aegypiinae
Gattungen: Aegypius (inkl. Sarcogyps, inkl. Trigonoceps), Gyps (Gänsegeier, inkl. Pseudogyps (Truggeier)), Gypaetus, Neophron, Necrosyrtes, Gypohierax

07. Kapgeier oder Fahlgeier, lat. Gyps coprotheres
08. Himalajageier oder Schneegeier, lat. Gyps himalayensis
09. Indischer Gänsegeier oder indischer Geier oder Langschnabelgeier oder Indiengeier, lat. Gyps indicus
10. Schmalschnabelgeier oder Schlankschnabelgeier oder Dünnschnabelgeier, lat. Gyps tenuirostris (früher: Gyps indicus tenuirostris)
11. Zwerggänsegeier oder Weissrückengeier, lat. Gyps africanus (früher: Pseudogyps africanus)
12. Bengalgeier oder Begalengeier, lat. Gyps bengalensis (früher: Pseudogyps bengalensis)

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”. Es sei darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht, dass im Lauf der Zeit aufgrund von Veränderungen im Bestand der in den Falknereien und/oder (zoologischen) Einrichtungen gehaltenen Arten, die fotografierten Arten nicht mehr gezeigt werden oder nun andere Arten zu sehen sind.

07. Kapgeier oder Fahlgeier
lat. Gyps coprotheres

Die Kapgeier sind an den Küsten, Graslandschaften, felsigen Gebieten, Gebirgen, in bis 3000m Höhe verbreitet.

Als Verbreitungsgebiet wird das Kapland („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder Südafrika (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); „aussereuropäische Vögel“ (1973); „Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003); „Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder Südafrika, Damaraland bis Südwestsimbabwe (Weick: Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder in Südafrika, Damaraland bis Südwestrhodesien (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder im Süden Afrikas (Dierschke: „1000 Vögel“) oder in Namibia, bis Südwestsimbabwe, Südmosambik und noch südlicher (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) oder Südafrika, Botswana (VulPro: „VULTURES OF SOUTHERN AFRICA“).

Die Kapgeier sind in Namibia, Simbabwe und Swaziland ausgestorben (VulPro: „VULTURES OF SOUTHERN AFRICA“).

Als Bestand findet man rund 8.000 Individuen im Jahre 2000, aus denen runde 3000 Paare hervorgingen (FALKE 52/2005, Seiten 12-14), rund 10.000 Individuen (VulPro: Restaurant News: 01/2014), etwa 10.000 Individuen und 4.000 Paare angegeben (VulPro: „VULTURES OF SOUTHERN AFRICA“).; „ca. 3.000 Paare“ „in der Südafrikanischen Union“ (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)).

In einer Erfassung der Kapgeier-Brutpaare Südafrikas dokumentierte man insgesamt 2.052 Kapgeier-Brutpaare, die aufgeteilt sind in die Kolonien in Manutsa mit 644 Brutpaaren, in Kransberg mit 690 Brutpaaren, in Skeerpoort (Magaliesberg) mit 289 Brutpaaren, in Nooitgedagcht (Magaliesberg) mit 120 Brutpaaren, auf Robert's Farm (Magaliesberg) ohne einem Brutpaare, weil der Bestand erloschen ist, in Soutpansberg mit 223 Brutpaaren, in Moletji mit 5 Brutpaaren und in Mannyenalong mit 81 Brutpaaren (VulPro: „Cape, African White-backed and Hooded Vulture breeding surveys: 2017“).

In den Jahren 2009 bis 2015 konnten von "VulPro" (Vulture Conservation Programme (Südafrika)) von 304 Kapgeiern, die in Pflege genommenen wurden, 124 wieder ausgewildert werden („VulPro ANNUAL REPORT 2015“).

VulPro gibt bekannt, dass von den Kapgeier-Brutpaaren im Jahr 2016 bei VulPro 21 Eier gelegt wurden und 5 Jungvögel davon flügge wurden (VulPro: „Conservation Breeding Programme Report 2017“), im Jahr 2017 bei VulPro 24 Eier gelegt wurden und davon 8 Jungvögel flügge und ausgewildert wurden (VulPro: „Conservation Breeding Programme Report 2017“; VulPro: „The Vulpro Flyer & Restaurant Newsletter December 2017“). Zum 30.11.2017 beherbegte bzw. rehabilitierte VulPro 158 Kapgeier (VulPro: „The Vulpro Flyer & Restaurant Newsletter December 2017“).

Bedroht werden die Kapgeier „durch Vergiftungen, Hochspannungsleitungen, illegale Jagd und Nahrungsknappheit“ (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)).

Das Gefieder ist allgemein fahlgrau („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder fahl (Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006)) oder „hellgelb“ („aussereuropäische Vögel“ (1973)) oder „heller“ als beim Gänsegeier („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder hellsahnefarben (VulPro: „VULTURES OF SOUTHERN AFRICA“).

Genaugenommen ist die Oberseite „hell sandfarben“ und die Unterseite „cremeweiss“ (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) oder die Unterseite ist „fahl gelblichweiss“ (. Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)).

Der Kopf und der Hals enthalten weisse flaumige Daunen („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) bzw. die Vorderhalsseite und die Wangen sind nackt und die Haut ist blau (Weick: Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. der Hals ist nackt und bläulich (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Die Augen sind gelb (VulPro: „VULTURES OF SOUTHERN AFRICA“) oder hellgelb (Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006)).

Die Halskrause besteht aus „lanzettförmigen weissen Federn(„Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) bzw. ist hell sandfarben (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) bzw. ist „fahl gelblichweiss“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)).

Das Grossgefieder ist „schwärzlich bis graubraun“ (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) bzw. der Rücken und die Flügeldecken sind „hellfahlbraun bis steingrau-weiss“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Die Schwingen und der Schwanz sind „graubraun“ („aussereuropäische Vögel“ (1973); Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)).

Die Grösse beträgt 90cm („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)) oder 95cm („aussereuropäische Vögel“ (1973); VulPro: „VULTURES OF SOUTHERN AFRICA“) oder 99 bis 104cm (Weick: Die Greifvögel der Welt“, (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 100 bis 110cm (Baumgart: „Europas Geier“) oder 100 bis 120cm (Dierschke: „1000 Vögel“) oder 95 bis 105cm (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Zur Nahrung zählt Aas. Es werden jedoch auch „lebende Tiere“ angegriffen („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)).

Nach dem Fressen baden die Kapgeier gerne (VulPro: „VULTURES OF SOUTHERN AFRICA“).

Die Kapgeier leben in Kolonien von mehreren 100 Individuen (VulPro: „VULTURES OF SOUTHERN AFRICA“) und brüten in Kolonien („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri); Dierschke: „1000 Vögel“) oder „in grossen Kolonien an steilen Felsen“ („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)) oder das Nest befindet sich „auf Bäumen oder an Felsen“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder das Nest befindet sich an Felsklippen (Dierschke: „1000 Vögel“).

Das Weibchen legt ein Ei (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005); Dierschke: „1000 Vögel“; VulPro: „VULTURES OF SOUTHERN AFRICA“).

Beide Altvögel brüten das Ei aus (VulPro: „VULTURES OF SOUTHERN AFRICA“) oder beide Altvögel brüten das Ei im Zeitraum „April bis Juli“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder „Mai bis Juli” („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) aus.

Als Brutzeitraum werden etwa 53 Tage („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder 54 Tage (VulPro: „VULTURES OF SOUTHERN AFRICA“) oder 52 bis 53 Tage (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder 8 Wochen (Dierschke: „1000 Vögel“) angegeben.

Flügge ist der Jungvogel in 105 Tagen (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder über 4 Monaten (Dierschke: „1000 Vögel“) oder den ersten Flugversuch wird der Jungvogel in 4 Monaten durchführen (VulPro: „VULTURES OF SOUTHERN AFRICA“).

Der Jungvogel wird dann noch weitere 7 Monate von den Altvögeln gefüttert (Dierschke: „1000 Vögel“). Die Jungvögel werden mit gelbbrauner Halskrause insgesamt als hellbraun, auf der Oberseite „gelbbraun geschuppt“ und auf der Unterseite mit „weisslich gestrichelt“ beschrieben (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Mit freundlicher Genehmigung von Sascha Rösner, www.sascharoesner.de bzw. www.gyps-coprotheres.net, wurde dieses linke Foto verwendet.

 

 

Mit freundlicher Genehmigung von Mathias Schäf, www.living-nature.eu, wurde dieses linke Foto verwendet.

Das Foto zeigt einerseits mehrere fressende Kapgeier am Aas und andererseits einen Kapgeier auf dem Aas mit Imponiergehabe bzw. in einer „Herrscherpose“.

Mit freundlicher Genehmigung von Bettina Boemans, www.geierwelt.blogspot.de, wurde das obere Foto einer Ansammlung von Kapgeiern und das untere Foto (links: wilde Kapgeier und rechts: nicht-auswilderungsfähiger Kapgeier in der Brutvoliere bei "VulPro" (Vulture Conservation Programme (Südafrika)), www.vulpro.com) verwendet. 

08. Himalajageier oder Schneegeier
lat. Gyps himalayensis

Die Schneegeier sind am Himalaja und anderen Gebirgen „Mittelasiens“ („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)) bzw. in Innerasien (Blaszkiewitz: „Tierpark Berlin; Wegweiser durch den Tierpark“, (2012 (48. Aufl.); 2013 (49.Aufl.)) bzw. „im Hochgebirge bis in 6000m oder vielleicht sogar noch höher“ ("Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 5 (1981)) bzw. in „Bhutan, Afghanistan, Pamir, Tibet“, Nordindien (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) bzw. am „Himalaja bis Bhutan und Afghanistan“, Tibet, den Bergen „Zentralasiens bis zum Gobi-Altai und seinen Ausläufern“, „Pamir, Sikang bis zum Qinghai“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) bzw. in Zentralasien bis Nordindien (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) verbreitet.

Der Kopf und der Hals sind „weiss bedunt“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)). Die Halskrause ist „cremefarben bis bräunlich mit weissen Schäften“ (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) bzw. schmutzigweiss (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) und hat die „Funktion einer Art Serviette“, die Verunreinigungen des Gefieders durch das Aas verhindern soll (Veselovsky: „Illustriertes Lexikon der Vögel“ (1998)).

Allgemein ist das Gefieder ist „rahmfarben bis hellbraun“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) bzw. heller“ als beim Gänsegeier („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)). Der Schwanz ist „dunkelbraun“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)).

Genaugenommen ist die Oberseite „hell sandfarben bis gelblich weiss“ (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) bzw. “bräunlich-rahmfarben und etwas ungleichmässig dunkel gezeichnet” (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Der Unterrücken ist weiss (Weick: Die Greifvögel der Welt“, (1980)). Die Oberflügeldecken sind „weiss bis lichtbeige“ (Weick: Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. „weiss bis rahmfarben“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Die Armschwingen sind „dunkelbraun“ und die Handschwingen „schwarz“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) bzw. die Armschwingen sind „bräunlichschwarz“ und die Handschwingen „ganz schwarz“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)).

Genaugenommen ist auch die Unterseite „cremefarben bis bräunlich mit weissen Schäften“ (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) bzw. „nicht selten weiss“ („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) bzw. „hell-fahlbraun bis rahmfarben“ mit breiten weisslichen Längsstreifen (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)).

Die Grösse beträgt 90cm („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)) oder 120cm ("Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 5 (1981)) oder 103 bis 110cm (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) oder 104 bis 109cm (Weick: Die Greifvögel der Welt“, (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 110 bis 120cm (Baumgart: „Europas Geier“).

Die Augen der Schneegeier entdecken „mehrere Kilometer weit einen Kadaver“ (Veselovsky: „Illustriertes Lexikon der Vögel“ (1998)). Gefressen wird das nur Aas. Die Schneegeier können „einen toten Yakochsen in zwei Stunden bis auf das Skelett vertilgen“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)).

Die Schneegeier sind „Koloniebrüter“ „in Felswänden“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) bzw. brüten in einer Kolonie von „bis zu 6 Paaren“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Das Weibchen legt ein „weisses Ei“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) bzw. ein weisses, zum Teil „kastanienbraun“ gesprenkeltes Ei ("Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 5 (1981)) bzw. ein grünlichweisses „und (nicht immer)“ dünn rotbraun geflecktes Ei (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Als Zeitraum wird „Ende Dezember“ bis „Anfang März“ angegeben ("Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 5 (1981)) bzw. von Ende Dezember in Nordindien bis Mai in Tibet angegeben (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Das Ei wird in 54 Tagen ("Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 5 (1981)) bzw. 54 bis 56 Tagen (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986); Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) ausgebrütet. Flügge ist der Jungvogel in 6,5 bis 7 Monaten ("Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 5 (1981)).

Die Erstzucht gelang 1971 dem Tierpark Berlin (Friedrichsfelde); (Robiller: "Lexikon der Vogelhaltung", 1986).

Die nachfolgenden Fotos der Altvögel wurden im Tiergarten Nürnberg aufgenommen.                          .
...mit ausgebreiteten Flügeln

... fressend                                                                                  .

... trinkend                                                                                      .

... das Paar auf dem Nest                                                                            .

... auf dem Nest                                                                            .

... ausruhend                                                                        .

... sich putzend                                                                        .

... liegend                                                                        .

... Sonstiges                                                                                .

... im Winter                                                                              .

... die Jungvögel                                                                                   .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Bayerischen Jagdfalkenhof Schloss Tambach aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Sächsischen Jagdfalkenhof Schloss Augustusburg aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Wildpark Bad Mergentheim aufgenommen.                                    .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Vogelpark Walsrode (heute: Weltvogelpark) (links), in der Burgfalknerei Hohenbeilstein (mitte, rechts) aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Harzfalkenhof Bad Sachsa gemacht.                                        .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Tierpark Berlin (Friedrichsfelde) gemacht.                                 .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Falkenhof Schütz (Kranichfeld) aufgenommen.                                .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Vogelpark Niendorf (Timmendorfer Strand) gemacht.                           .

09. Indischer Gänsegeier oder indischer Geier oder Langschnabelgeiergeier oder Indiengeier
lat. Gyps indicus

Die Indiengeier sind in den Halbwüsten, offenen Gebieten, trockenen Vorgebirgen, in Höhen bis 1.500m Höhe verbreitet. Der Gesamtbestand der Indiengeier, lat. Gyps indicus, reduzierte sich in 10 bis 15 Jahren um 97% („Greifvögel und Falknerei“ (2016)).

Als Verbreitungsgebiet findet man „südlich des Himalaja“ in Asien („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder „Indien und Südostasien“ („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)) oder Pakistan und in Zentral- und Südindien (Ferguson-Lees/Christie (“Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Der Kopf ist „dunkel, fast nackt“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder der Kopf und der Hals sind schwärzlich, wobei der Hinterhals hell bedunt ist (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)). Die Halskrause ist beige („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)) bzw. flaumig weiss (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Von der Oberseite ist die „untere Rückenhälfte blassbeige“ („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)) bzw. „dunkel oder fahlbraun“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) bzw. “hellbeige”, wobei die grösseren Decken breit hell gesäumt sind (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)). Die Schwingen sind „schwärzlich braun” (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) bzw. die Schwungfedern sind dunkelgrau („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)).

Die Unterseite ist bräunlichbeige („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)) bzw. fahl (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) bzw. „sandbraun” (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Die Grösse beträgt 89 bis 103cm (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009); „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) oder 90cm („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)) oder 81 bis 86cm (Weick: Die Greifvögel der Welt“, (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 84 bis 100cm (Baumgart: „Europas Geier“).

Die Nahrung besteht aus Aas.

Das Nest befindet sich auf Felsen oder auf Bäumen („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri); „Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)). Die Indiengeier brüten in „Kolonien bis zu höchstens 20 Paaren“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Beide Altvögel brüten das Ei in ca. 50 Tagen aus (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)).

10. Schmalschnabelgeier oder Schlankschnabelgeier oder Dünnschnabelgeier
lat. Gyps tenuirostris (früher: Gyps indicus tenuirostris)

Die Schmalschnabelgeier leben in den feuchten und bewaldeten Gebieten in bis zu 1.000m Höhe. Der Gesamtbestand der Dünnschnabelgeier, lat. Gyps teniurostris, reduzierte sich in 10 bis 15 Jahren um 96,8% („Greifvögel und Falknerei“ (2016)). Als Bestand in Nepal gibt man „keine 1.000 Brutpaare mehr“ an („Greifvögel und Falknerei“ (2016)).

Als Verbreitungsgebiet findet man die Gangesebene bis zum Himalaja und von Kaschmir bis nach „Nepal, Begalen, Assam(Weick: Die Greifvögel der Welt“, (1980)) oder das Himalaja-Vorgebirge und die Gangesebene bis Assam (Ferguson-Lees/Christie (“Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Der Kopf und der Hals sind „schwarz glänzend“ und die Halskrause ist weisslich (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)). Das Gefieder ist dunkelbeige bis braunbeige.

Die Grösse beträgt 93 bis 100cm (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Die Schmalschnabelgeier brüten auf Bäumen (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) in Kolonien mit “nicht mehr als 4 bis 6” Paaren zusammen (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Beide Altvögel brüten das Ei in ca. 50 Tagen aus (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)).

11. Zwerggänsegeier oder Weissrückengeier
lat. Gyps africanus (früher: Pseudogyps africanus)

Die Zwerggänsegeier leben an den flussnahen Bäumen, in den Savannen, in bis 4.000m Höhe.

Als Verbreitungsgebiet wird Afrika (Blaszkiewitz: „Tierpark Berlin; Wegweiser durch den Tierpark“, (2012 (48. Aufl.); 2013 (49.Aufl.)) oder Afrika, „südlich der Sahara“ („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder weite Teile „Afrikas südlich der Sahara“ („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)) oder Ost- und Mittelafrika (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder Senegal bis Südangola und Äthiopien bis Nordnatal (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder Namibia, Botswana, Simbabwe, nördliche Kapprovinz, Nord-, Ost-Transvaal, Ostnatal (Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006)) oder Senegal bis Eritrea bis Botswana und Nordostafrika (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) oder Naher Osten, südlich der Sahara, Ostafrika, Zentralafrika bis ins nördliche Südafrika (VulPro: „VULTURES OF SOUTHERN AFRICA“) angegeben.

Der Weltbestand wird mit 270.000 Brutpaaren (Hinweisschild in der Falknerei Rabenstein (Ahorntal / Fränkische Schweiz: Burg Rabenstein) oder mit mit „ca. 250.000 Individuen“ „in den letzten Jahrzehnten“ (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016), Seite 71) oder mit ca. „270.000 Individuen“ im Jahr 1992, wobei die Bestände um 50% in Südafrika und um 97% in Westafrika einbrachen (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016), Seite 73) angegeben.

In Südafrika wird der Bestand mit rund 40.000 Individuen im Jahr 1992 (VulPro: Restaurant News: 01/2014; VulPro: „VULTURES OF SOUTHERN AFRICA“) angegeben.

VulPro gibt bekannt, dass von den Zwerggänsegeier-Brutpaaren im Jahr 2016 bei VulPro 3 Eier gelegt wurden, wovon 1 Ei befruchtet war, jedoch der Jungvogel nicht flügge wurde (VulPro: „Conservation Breeding Programme Report 2017“), im Jahr 2017 bei VulPro 6 Eier gelegt wurden und davon 2 Jungvögel flügge und ausgewildert wurden (VulPro: „Conservation Breeding Programme Report 2017“; VulPro: „The Vulpro Flyer & Restaurant Newsletter December 2017“). Zum 30.11.2017 beherbegte bzw. rehabilitierte VulPro 46 Zwerggänsegeier (VulPro: „The Vulpro Flyer & Restaurant Newsletter December 2017“).

Allgemein ist das Gefieder „überwiegend hell“ weisslich (Dierschke: „1000 Vögel“) oder graubraun („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)) oder „einfarbig braun bis beige“ bis cremefarben im Alter (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) oder blassgrau bis beigegrau (Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006)) oder „recht einheitlich” gefärbt braun (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder wird mit „heller, fahler, weisse Abzeichen” („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder braun bis cremefarben (VulPro: „VULTURES OF SOUTHERN AFRICA“) beschrieben.

Genaugenommen befindet sich auf dem Rücken ein weisser „Fleck“, der zum Namen „Weissrückengeier“ führte („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) oder der Unterrücken ist weiss („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder der Unterrücken ist weisslich bedunt (Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006)) oder ein „weisses Feld“ befindet sich auf dem Rücken („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)).

Die Schwungfedern sind schwärzlich („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)).

Die Haut am Kopf und Hals ist „schwarz, mit einem weissen bis gelblichen Flaum bedeckt“ (de la Fuent: "fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere", Band 1 Afrika (1971)) bzw. der Kopf und der Hals sind „schwärzlich, oberseits spärliche weisse Daunen(Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) bzw. der Hals ist dunkelbraun (Dierschke: „1000 Vögel“) bzw. der Hals ist schwärzlich („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)).

Die Halskrause ist weiss („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)) bzw. „weiss (oder erdfarben)“ (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) bzw. weisslich bedunt (Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006)) bzw. schmutzigweiss (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)).

Beim Männchen speziell ist das Gefieder „lichtgraubraun mit markentem weissen Unterrückenfleck“, der Unterkopf und der Vorderhals sind „grauschwarz(Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986); Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Auf dem Oberkopf, dem Hinterhals und dem Nacken befindet sich sich weisslicher Flaum (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Die Flügel und der Schwanz sind „schwarz“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) bzw. die Schwingen und der Schwanz sind „schwarz“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Die Unterseite ist lichtfahlgrau (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)).

Die Weibchen speziell sind „noch lichterer“ (Weick: Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. „lichterer und blasser“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) im Vergleich zu den Männchen.

Die Grösse beträgt 78 bis 90cm („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007); Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) oder 90 bis 98cm (Dierschke: „1000 Vögel“; Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006)) oder 90cm („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)) oder 89 bis 98cm (VulPro: „VULTURES OF SOUTHERN AFRICA“) oder 76cm (Weick: Die Greifvögel der Welt“, (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 80 bis 94cm (Baumgart: „Europas Geier“) oder 95cm („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 97cm (Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Die Zwerggänsegeier segeln oft und suchen oder warten in Gruppen auf das Aas. Auch ist beobachtet worden, dass die Zwerggänsegeier die Wänderzüge grosser Säugetiere, „besonders Weissschwanzgnus“, begleiten (Gosler: „Die Vögel der Welt“). Im Gleitflug verbraucht der Zwerggänsegeier nur ein Dreissigstel im Vergleich als wenn er im Ruderflug fliegen würde. Die Zwerggänsegeier, die sich gerade vollgefressen haben, benötigen zum Teil einen Aufwind, um in die Luft zu gelangen bzw. sich in dieser halten zu können. Andererseits sitzen voll gefressene Zwerggänsegeier „oft noch stundenlang neben dem Kadaver am Boden“ (Dierschke: „1000 Vögel“).

Die Zwerggänsegeier brüten allein oder in Kolonien (de la Fuent: "fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere", Band 1 Afrika (1971); Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder in einer Kolonie von 2 bis 13 Paaren (VulPro: „VULTURES OF SOUTHERN AFRICA“).

Das Nest befindet sich auf hohen Bäumen („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007); „Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri); Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)).

Als Brutzeitraum wird „August bis April“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder in Äthiopien „September bis März“, in Somalia „Oktober bis Dezember“, in Mittel- und Westkenia, Sambia und Malawi „April bis August“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) angegeben.

Das Weibchen legt ein Ei („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007); de la Fuent: "fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere", Band 1 Afrika (1971); VulPro: „VULTURES OF SOUTHERN AFRICA“) oder ein „weisses, rotbraun geflecktes Ei“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder „ein rotbraun und lilaflecktes Ei“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder ein weisses „mit rotbraunen Flecken und lila-Markierungen“ versehenes Ei (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)).

Das Weibchen brütet das Ei (de la Fuent: "fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere", Band 1 Afrika (1971); Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) in 45 Tagen (de la Fuent: "fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere", Band 1 Afrika (1971)) oder in 56 Tagen (VulPro: „VULTURES OF SOUTHERN AFRICA“) aus. Zuerst beschafft nur das Männchen und später auch das Weibchen die Beute (de la Fuent: "fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere", Band 1 Afrika (1971)).

Flügge ist der Jungvogel in 120 Tagen (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder selbständig mit 120 bis 130 Tagen (VulPro: „VULTURES OF SOUTHERN AFRICA“).

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden in der Adlerwarte Berlebeck gemacht.                        .

badend und dann das Gefieder in der Sonne nach dem schütteln des Gefieder trocknend

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Greifvogelzoo Bayerischer Jagdfalkenhof Schloss Schillingsfürst aufgenommen.   .

greifgeier444ZwerggänsegeierSchillingsfürst

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Bayerischen Jagdfalkenhof Schloss Tambach aufgenommen.        ..

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Adler- und Wolfspark Kasselburg aufgenommen.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Wildparadies Tripsdrill aufgenommen.                              .

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Vogelpark Abensberg aufgenommen.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Falkenhof Lenggries aufgenommen.

Die Fotos wurden unterhalb dieser Zeilen im Greifvogelpark / Falknerei Katharinenberg gemacht.                        .

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden in der Falkner Wörlitzer Park aufgenommen.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden in der La Volerie des Aigles, Château de Kintzheim (Greifvogelwarte Burg Kintzheim) gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Greifvogelstation Hellenthal gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Vogelpark Marlow gemacht.                                             .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Tierpark Berlin (Friedrichsfelde) gemacht.                            .

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Tierpark Nadermann aufgenommen.                                        .

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden in der Falknerei Dutch Hunting Falcons im Kurpfalz-Park Wachenheim aufgenommen.  .

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Greifvogelpark Saarburg aufgenommen.                                 .

12. Bengalgeier oder Begalengeier
lat. Gyps bengalensis (früher: Pseudogyps bengalensis)

Die Bengalgeier sind in den offenen Landschaften, offenen Wäldern, in Halbwüsten, in Steppen verbreitet.

Als Verbreitungsgebiet findet man „Asien südlich des Himalaja(„Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder Vorderindien, Hinterindien (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder „Indien bis Indochina“ (Dierschke: „1000 Vögel“; Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder „Indien und Südostasien“ („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)) oder „Indien, Burma und Malaysien“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder „Afghanistan, Indien bis Malaysia”, Südwestchina (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder Südosten von Iran bis Indochina (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Der Winterbestand der Bengalgeier ging von 1985/1986 von fast 2.000 Individuen „auf wenige Dutzend Individuen im Winter 1997/98“ (FALKE 06/2003) zurück. Aufgrund einer durchgeführten Untersuchung (FALKE 06/2003) stellte man fest, dass der Bestand (1991/1993) der Bengalgeier von 21.000 gezählten Individuen auf vier(!) Prozent (1.000 Individuen) zurückging. Um weitere 51% ging der Bestand der Bengalgeier zwischen 2000 bis 2002 zurück. Das Geiersterben in Indien, Pakistan und Nepal (FALKE 07/2003) deutet auf eine Infektionskrankheit aufgrund von Blut- und Gewebeanalysen von erkrankten und toten Geiern hin. Ein Forscherteam des US-Peregrine-Fund (FALKE 04/2006) fand in einer Studie heraus, dass die indischen Geier infiziertes Fleisch frassen. Aufgrund des Geiersterbens (FALKE 04/2006) stieg dann die Anzahl der verwilderten Hunde und der Ratten, was wiederum zur Risikoerhöhung bezüglich Tollwut und Beulenpest führte. Dennoch gibt die IUCN den Bestand mit „etwa 2500“ fortpflanzungsfähigen Bengalgeiern, „Tendenz fallend“ an (spiegel.de: 24.08.2015: „Indien: Geier-Restaurants sollen bedrohte Greifvögel retten“).

Zur Rettung der Geier auf dem indischen Subkontinent begann man mit der „Einrichtung von Sicherheitszonen (vulture safe zones) … mit einem Radius von mehr als 100 km“ (FALKE 10/2012), wobei Nepal 2011 einen Grossteil seiner Fläche ausgewiesen hatte und Indien im Jahre 2011 mit den Ausweisungen begann. Mit dem Aufbau von „Zuchtpopulation in Gefangenschaft“ mit dem Ziel der Auswilderung von „Nachzuchten der 2. Generation“ in „einer Zeit, in welcher die Gefährdung durch Diclofenac ausgeschlossen werden kann“ an fünf verschiedenen Orten in Indien, Nepal und Pakistan startete man mit „circa 220“ Bengalgeiern, „circa 80“ Langschnabelgeiern „und circa 50“ Dünnschnabelgeiern (FALKE 10/2012). Nach dem der Bestand der Bengalgeier „auf weniger als 0,1 % der ursprünglichen Größe zusammengebrochen“ ist, konnte man aufgrund einer komplizierten Studie eine leichte Zunahme der Lebensdauer und auch des Bruterfolgs dokumentieren (FALKE 01/2013). Trotzdem findet man dann wieder, dass der Gesamtbestand der Bengalgeier, lat. Gyps bengalensis, sich in 10 bis 15 Jahren um 99,9% reduzierte („Greifvögel und Falknerei“ (2016)). Als Bestand in Nepal gab man für die 1990er Jahre über 150.000 Bengalgeier-Brutpaare an und von denen blieben „nur wenige“ übrig oder „jetzt weniger als 1.000“ Bengalgeier-Brutpaare übrig („Greifvögel und Falknerei“ (2016); Seiten 136, 146).

Die Brutpopulation des Bengalgeiers im indischen Keoladeo Nationalpark bei Bharatpur (Mackay: „Atlas der bedrohten Arten“, (2009)) sank von 353 Nestern (1987-1988) auf 150 Nester (1996-1997) auf 25 Nester (1997-1998) auf 20 Nester (1998-1999) und dann auf 0 Nester (1999-2000).

Am Europäischen Zuchtbuchprogramm (EEP) der European Association of Zoos and Aquaria EAZA eine Institution (EAZA Jahrbuch 2007/2008) teil. Mit dem ESB-Zuchtbuch begann man 2002. Der Bestand (EAZA Jahrbuch 2007/2008) entwickelte sich von einem Bengalgeier oder Begalengeier (Indivduum) zum 01.01. aufgrund keiner Geburt zu einem Endbestand unter Einbezug aller Zugänge und Abgänge der teilnehmenden und nicht teilnehmenden EAZA-Zoos zum 31.12. unverändert ein Bengalgeier oder Begalengeier (Indivduum). Der Zoo Prag ist der Zuchtbuchinhaber.

Das Gefieder ist „düster schwärzlich graubraun mit auffallend weissem Unterrücken(„Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder graubraun „mit einem weissen Feld im unteren Rückenbereich“ („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)) oder „schwarzbraun bis schwarz“, wobei der Unterrücken schmutzigweiss ist (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder schwarzbraun bis fast schwarz, die Schwingen sind schwarz, die „Armschwingen etwas heller“, der Schwanz ist schwarz, der ist Unterrücken weiss (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder schwarz und bei den Altvögeln ist die untere Rückenseite weiss (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder „schieferschwarz mit weissem Bürzel“ (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)). Die Unterseite enthält auf der Brust und dem Bauch „feine Strichel“ (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Der Hals ist rötlichgrau („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)) bzw. der Hals ist fast nackt, schwarz und mit „helleren Borstenfedern dünn bedeckt“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) bzw. die nackte Haut auf Kopf und Hals ist schwaärzlich (Gosler: „Die Vögel der Welt“) und die Halskrause ist „weiss (oder schmutzig)“ (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) bzw. die Halskrause ist weiss (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)).

Die Grösse beträgt 76 bis 93cm (Dierschke: „1000 Vögel“) oder 76cm (Weick: Die Greifvögel der Welt“, (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 90cm („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995); Gosler: „Die Vögel der Welt“; „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 75 bis 85cm (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) oder 80 bis 93cm (Baumgart: „Europas Geier“).

Zur Nahrung zählt Aas. Die Zunge ist mit „nach hinten gerichteten Haken ausgestattet und hat eine röhrenförmige Gestalt, so dass mit ihr Fleischstücke in den Schlund gezogen werden können“ ("Grosses Lexikon der Tiere", Band 1, (1989)). In Indien wurden Bengalgeier bei hellem Mondlicht Aas fressend beobachtet ("Grosses Lexikon der Tiere", Band 1, (1989)).

Im Bombay fressen die Bengalgeier „auf den >Türmen des Schweigens< die Leichen der Parsen, die ihre Toten“ weder verbrennen noch „dem Wasser verantworten wollen(„Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)), weil es deren Religion verbietet (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) bzw. die Bengalgeier verzehren die menschlichen „Leichen auf den Türmen des Schweigens in Indien“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)).

Die Balz der Bengalgeier, die mit grunzenden und schnarrenden Tönen begleichtet wird, findet in den Monaten September und Oktober statt (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Die Bengalgeier brüten auf Bäumen („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) „in 7-10 (30)“ Höhe in einer Baumkrone (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder „auf Bäumen“ und „in Felswänden“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder „oft mitten in Dörfern oder Städten“, „hoch im Baum“ (Dierschke: „1000 Vögel“).

In der älteren Literatur findet man noch, dass die Bengalgeier „in grossen Kolonien auf Bäumen – oft direkt in menschlichen Ansiedlungen oder an Stadträndern nistet.“ (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) „oft in grossen Kolonien entlang der Strassen an Kanälen und in der Nähe von Siedlungen“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder „häufig in grossen Kolonien“ („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)) oder nun in „kleinen Brutkolonien“ (Dierschke: „1000 Vögel“).

Das Weibchen legt ein „weisses bis braun geflecktes Ei(Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder ein weisses, grünlich angehauchtes, nur selten rotbtaun geflecktes Ei (Felix, Hísek, Knotek, Knotková, Krb: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Asiens“ (1982)) oder „ein weisses eventuell braun geflecktes Ei“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder „ein braungeflecktes Ei“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)). Als Brutzeitraum wird „Oktober bis März“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder in Indien werden die Monate November bis Januar, „Oktober Februar und März“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) angegeben. Ausgebrütet wird das Ei vom Weibchen oder mit dem Männchen „abwechselnd“ (Felix, Hísek, Knotek, Knotková, Krb: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Asiens“ (1982)) in 52 Tagen (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder in 45 bis 52 Tagen (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder in 47 Tagen (Felix, Hísek, Knotek, Knotková, Krb: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Asiens“ (1982)).

Flügge ist der Jungvogel „in etwa 80 Tagen(Felix, Hísek, Knotek, Knotková, Krb: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Asiens“ (1982)) oder in 80 bis 90 Tagen (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)).

Die Fotos wurden im Vogelpark Niendorf (Timmendorfer Strand) aufgenommen.                            Nach Oben

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