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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Familie 1: Habichtartige, lat. Accipitridae
Unterfamilie Bussardartige, lat. Buteoninae

Gattungen Seeadler und Fisch-Seeadler, lat. Haliaeetus und Ichthyophaga

03. Schreiseeadler, lat. Haliaeetus vocifer

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”. Es sei darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht, dass im Lauf der Zeit aufgrund von Veränderungen im Bestand der in den Falknereien und/oder (zoologischen) Einrichtungen gehaltenen Arten, die fotografierten Arten nicht mehr gezeigt werden oder nun andere Arten zu sehen sind.

03. Schreiseeadler
lat. Haliaeetus vocifer

Die Schreiseeadler sind in der Nähe von Flüssen, Seen, Mangrovesümpfen, Küstenlagunen, Mooren, Sümpfen, rund um den Victoria-See, an den Küsten- und Binnengewässern, Mündungsgebieten, in den Baum- und Buschregionen bis in 4000m Höhe verbreitet.

Der afrikanische Bestand wird mit einer Spanne von 100.000 bis 200.000 Paaren (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984); „Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ (Band 2 (1993)) angegeben. Der Bestand ist durch die Verseuchung der Gewässer mit Pestiziden bedroht („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)).

Der Schreiseeadler ist der Wappenvogel von Sambia (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984); Wildpark & Greifvogelzoo Potzberg: Zooschild) und wird auch als „Stimme Afrikas“ bezeichnet (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991); Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984); “Der Falkner” ( 2017); Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006); Kothe: „Afrikas Tierwelt“; Wildpark & Greifvogelzoo Potzberg: Zooschild), da die Schreiseeadler häufig und laut rufen (Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder da der Ruf als „ein möwenartig jauchzender, weit tragender, wohlklingender Schrei“ beschrieben wird (Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006)).

Als Verbreitungsgebiet findet man Afrika, südlich der Sahara (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; „Lebendige Wildnis, Tiere der Meeresküsten“ (1993); „Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36. Auflage; Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009); „Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993); Dierschke: „1000 Vögel“; Greifvogelstation Hellenthal: Zooschilder) oder Afrika, südlich der Sahara und als Ausnahmegast in Ägypten (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder Zentral- und Südafrika (Wildpark & Greifvogelzoo Potzberg: Zooschild) oder Ostafrika (Coomber: „Vögel; Enzyklopädie der Familien und Unterarten“ (1992)) oder „fast überall in Südafrika“ („Vögel der Meere, Küsten und Ströme, die Welt der Wilden Tiere“ (1979)) oder allgemein Afrika („Vogelpark Walsrode“, 27. Auflage) oder „Afrika von Kapstadt bis zum Nil“ (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder „Senegal bis Äthiopien, südlich bis zum Kap“, auf den Inseln Pemba, Mafia, Sansibar („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder von Senegal, Gambia bis Äthiopien und Sudan bis zur Kap-Spitze in Südafrika (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder „von den südlichen Rändern der Sahara bis zum Kap“ (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“).

Die Reviergrösse beträgt rund 3km² (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder „3 bis 15 Hektar“ (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)). Andererseits brüteten auch „auf einer 250ha grossen Insel des Victoria-Sees … 9 Paare; der Horstabstand voneinander war nie mehr als 180-200m“ (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)). Die Paare bleiben „auch ausserhalb der Brutzeit zusammen(Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)). „Ausserhalb der Brutzeit“ sind die Schreiseeadler „in kleinen Gruppen anzutreffen“ (Greifvogelstation Hellenthal: Zooschild).

Es sind „lokale Zugbewegungen“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) festgestellt wurden. Einige Schreiseeadler „sind Standvögel, die meisten verschwinden nach der Brutzeit und gehen auch an kleine, periodisch austrocknende Gewässer“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“). Als Ausnahmegast wurden Schreiseeadler in Ägypten (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) registriert.

Der Schreiseeadler hat einen „lauten, deutlich schreienden Ruf“ (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder einen hellen mehrsilbigen Ruf (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder einen möwenähnlichen Ruf (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder einen weittragenden hellen Ruf (Faust: „Zoo Frankfurt“). Das Männchen hat einen hellen fünfsilbigen Ruf, auf den das Weibchen „in tiefer Tonlage“ eingeht (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) bzw. das Weibchen „mit tiefen Oktaven“ reagiert („Lebendige Wildnis, Tiere der Meeresküsten“ (1993)). Die Schreiseeadler rufen im Flug und im Sitzen. Ruft der Schreiseeadler beim Sitzen, legt er den Kopf nach hinten (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder der Schreiseeadler legt den Kopf zum hellen und immer wiederkehrenden Schrei zurück („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder beim Ruf werfen die Schreiseeadler den Kopf weit zurück (Faust: „Zoo Frankfurt“).

„Den grössten Teil des Tages“ ruhen sich die Schreiseeadler aus oder suchen „das Wasser nach Beute“ ab (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)). „Etwa 90 Prozent der Tagesstunden“ verbringen die Schreiseeadler mit Revierbeobachtung, Gefiederpflege oder Ausruhen nur herumsitzend „auf ihrem Jagdsitz“, so die Beobachtungsergebnisse vieler Tage von Leslie Brown (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)).

Allgemein findet man, dass das Gefieder weiss, kastanienbraun und schwarz ist (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder dass ein „grosser Teil der Flügel“ und der Bürzel sind schwarz und „der restliche Körper“ kastanienbraun ist (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder dass das Gefieder einzigartig kastanienbraun, schwarz und weiss ist (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder dass das Gefieder kastanienbraun, schiefergrau und weiss ist (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder dass das Gefieder „prächtig braun-schwarz-weiss“ ist (Dierschke: „1000 Vögel“) oder charakteristisch schwarz-braun-weiss (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“).

Der Kopf ist weiss („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; „Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993); Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006)) oder der Kopf und der Hals sind weiss (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Kothe: „Afrikas Tierwelt“; „Lebendige Wildnis, Tiere der Meeresküsten“ (1993); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder der Kopf, die Kehle, der Hals sind weiss (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) oder vom Kopf bis zum Mantel weiss (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder der Kopf und der Hals sind „blendend weiss“ (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder der Kopf ist schneeweiss (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder der Kopf und der Hals sind schneeweiss (Wildpark & Greifvogelzoo Potzberg: Zooschild) oder der Kopf und der Hals sind weiss und auch manchmal mit einer feinen schwarzen Schaftstreifung gezeichnet („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ (Band 2 (1993))).

Der Vorderrücken ist weiss, ansonsten ist die Oberseite schwarz (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder der Vorderrücken ist weiss (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder der Oberrücken ist weiss (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder der Nacken und der obere Rücken sind weiss, die Flügeldeckfedern sind „schwarzbraun“ und der übrige Körper ist „rotbraun“ („Lebendige Wildnis, Tiere der Meeresküsten“ (1993)) oder die Schultern sind kastanienbraun, die Flügel und der Hinterrücken sind schwarz (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder der Nacken ist „blendend weiss“, der Mantel und die Schwingen sind bläulich schwarz, die „Oberflügelfedern von Ellbogengelenk bis zu Handgelenk“ leuchtet rotbraun (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder die Schultern sind kastanienbraun (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder der Rücken ist weiss, die Schultern sind rötlich kastanienbraun (Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006)) oder der Rücken ist kastanienbraun, die Flügel dunkelbraun (Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder der Mantel ist weiss, die Schultern sind „tief kastanienbraun“, wobei die „Schwungfedern schwärzlich” sind (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder der Vorderrücken ist weiss, der Rücken, der „Bürzel und die oberen Schwanzdecken sind schwarz” („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ (Band 2 (1993))) oder die Flügel sind dunkelbraun („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder die Schwingen sind dunkel („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder die Flügel sind schwarz (Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006)) oder der Nacken und der Oberrücken sind weiss, die Flügeldeckfedern und die Schwingen sind tiefschwarz mit einem grünen Stahlschimmer (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)).

Der Schwanz ist weiss (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; „Lebendige Wildnis, Tiere der Meeresküsten“ (1993); Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965); Gosler: „Die Vögel der Welt“; Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder „blendend weiss“ (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder schneeweiss (Wildpark & Greifvogelzoo Potzberg: Zooschild; Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)).

Die Unterseite ist auf der Oberbrust weiss (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder auf der Brust weiss (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder auf der Brust schneeweiss (Wildpark & Greifvogelzoo Potzberg: Zooschild) oder auf der Brust weiss, dannach braun (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder die Unterseite auf der Vorderbrust weiss, ab dem Bauch und den Hosen „rotbraun“ („Lebendige Wildnis, Tiere der Meeresküsten“ (1993)) oder die Unterseite ist auf der Oberbrust „blendend weiss“, danach leuchtet rotbraun (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder die Brust ist weiss, der Bauch ist kastanienbraun („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007) oder der Bauch ist kastanienbraun (Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder die Brust ist weiss, der Bauch ist rötlich kastanienbraun (Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006)) oder das Bauchgefieder ist rotbraun („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder die Brust ist weiss, der Bauch ist „tief kastanienbraun“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder die Unterseite ist auf der Brust weiss, ab dem Bauch kastanienbraun (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder die Unterseite ist auf der Brust weiss, „manchmal mit feinen schwarzen Schaftstreifen“, danach ist die Unterseite und die Hosen „tief kastanienbraun“ („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ (Band 2 (1993))) oder der Bauch, die Hosen sind gesättigt „kastanienbraun, das stark ins rötliche spielt“ (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)).

Männchen und Weibchen unterschieden sich nur auf der Unterseite, in der Form, dass das weisse Gefieder „beim Männchen etwa 15% weiter herunter“ geht als beim Weibchen („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ (Band 2 (1993))).

Die Grösse beträgt 58 bis 74cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 74 bis 84cm (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder 61 bis 72cm („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 63 bis 70cm ("Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 1 (1981)) oder 63 bis 73cm (Dierschke: „1000 Vögel“; „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); Greifvogelstation Hellenthal: Zooschilder) oder 63 bis 75cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 65 bis 75cm (Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006)) oder 66 bis 75cm (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder 70cm (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); „Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder 75cm („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993); Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder 76cm (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder 68 bis 72cm (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“).

Die Nahrung besteht zu 90% aus Fisch (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991); „Lebendige Wildnis, Tiere der Meeresküsten“ (1993)) oder besteht aus „hauptsächlich“ Fischen („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36. Auflage; Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder die Hauptnahrung ist Fisch (Wildpark & Greifvogelzoo Potzberg: Zooschild) oder besteht „überwiegend aus lebenden und toten Fischen“ (Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006)).

Mit seinen Augen (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) erkennt der Schreiseeadler in 20m Höhe einen einige Hundert Meter entfernten an der Oberfläche schwimmenden Fisch. Sobald der Schreiseeadler die Beute entdeckt hat, stürzt er sich aus einer Höhe von 10 bis 100 m Höhe (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) oder „im Sturzflug(Faust: „Zoo Frankfurt“; Greifvogelstation Hellenthal: Zooschild) oder „mit voran gestreckten Füssen“ im Sturzflug (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder im Sturzflug, um „mit den Füssen zuerst ins Wasser“ einzutauchen („Vögel der Meere, Küsten und Ströme, die Welt der Wilden Tiere“ (1979)) oder im Sturzflug, um den Fisch von der Wasseroberfläche zu ergreifen (Greifvogelstation Hellenthal: Zooschild) oder im Sturzflug auf das bewegte Wasser am besten bis zu 30cm tief in der Wasser hinein oder am schlechtesten bis zu 100cm tief in das Wasser hinein (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)), um den bis zu 4kg schweren Fisch zu ergreifen (Dierschke: „1000 Vögel“). Es kommt auch vor, dass der Schreiseeadler über dem Wasser rüttelt und dann „senkrecht auf sein Opfer stürzt” (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“).

Schreiseeadler „können sogar Fische, die mehr wiegen als sie selbst, erbeuten und im Flug aus dem Wasser forttragen“ („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36. Auflage). Oder man findet auch, dass bei zu grossen oder schweren Fischen von über 2kg der Schreiseeadler die Beute nicht aus dem Wasser herausbekommt, sondern mit seinen Flügeln dann an das Ufer schwimmt (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“). Ein erbeuteter Fisch wiegt andererseits gewöhnlich etwa „ein halbes Kilogramm“ (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)).

Zu Nahrung zählen zu ca. 10% („Lebendige Wildnis, Tiere der Meeresküsten“ (1993)) auch Wasservögel (Kormorane, Enten, Blessralle, Flamingos), aber auch Löffler, Ibisse, Reiher und Schlangenhalsvögel, gestrandete Fische, Wasserschlangen, Wasserschildkröten, Frösche, kleine Säugetiere und Aas.

Auch plündern Schreiseeadler die Nester der umliegenden Vögel und rauben ihnen den noch flugunfähigen Nachwuchs oder jagen „anderen fischenden Vögeln die Beute ab“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984); Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder jagen „Pelikanen und Kormoranen“ „die Beute ab“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder jagen die Beute „gerne anderen fischenden Vögeln, wie Pelikanen und Kormoranen“ wieder ab („Vogelpark Walsrode“, 27. Auflage) oder jagen „Pelikanen, Kormoranen und Riesenreihern“ die Beute ab (Greifvogelstation Hellenthal: Zooschild).

Zur Nahrungssuche fliegen die Schreiseeadler manchmal „meilenweit“ „fort, um dort Aas zu verspeisen“ („Vögel der Meere, Küsten und Ströme, die Welt der Wilden Tiere“ (1979)). Schreiseeadler verbringen etwa 90% der Tagesstunden auf ihrem Jagdsitz mit der Suche nach einer Beute „oder beobachten ihr Revier” (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)).

Die Paarungsrufe hört man dazu „zwischen Februar und März“ (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“). Die Schreiseeadler greifen sich dabei an den Fängen und führen Loopings durch („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder führen Kreis- und Verfolgungsflüge durch und bei den Abstürzen, wenn sich beide an den Fängen halten, lassen sich beide von über 200m Höhe nach unten fallen und trennen sich dann wieder (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984); "Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 1 (1981)) oder beide Schreiseeadler lassen sich festverkrallt „in die Tiefe fallen“, trennen sich kurz über dem Boden wieder und steigen dann wieder auf, um sich erneut in die Tiefe fallen zu lassen (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder beide Schreiseeadler gleiten auf und ab und verhaken manchmal ihre Fänge miteinander (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“). Bis zu „7 Kopulationen“ bzw. „in der Hochbalz bis zu 12mal am Tag“ (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984), S. 157f.) konnten am Tag registriert werden. Die Schreiseeadler-Männchen füttern während der Balz die Weibchen (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)).

Schreiseeadler haben ein oder zwei Nester (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder „mehrere Horste“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder „verschiedene Nester“ (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder bis zu 3 Wechselhorste (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)). Der Horst kann sich auch auf Klippen, in Büschen oder auf dem Boden befinden (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder auf einem Baum, auf einem Felsen oder Korallenriff (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) oder auf einem hohen Baum „in der Nähe von grossen Flüssen, Seen oder an Staudämmen“ (Kothe: „Afrikas Tierwelt“). Ausgepolstert wird das Nest mit „Gras oder Blättern“ (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)).

Das Weibchen legt im Abstand von 2 bis 3 Tagen (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991); Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) „meistens 2 weisse, etwas glänzende Eier“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder 1 bis 3 weisse und „machmal mit roten Flecken versehenen“ Eier (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder 2 Eier (Wildpark & Greifvogelzoo Potzberg: Zooschild) oder 1 bis 2 Eier oder 1 bis 3 Eier (Greifvogelstation Hellenthal: Zooschilder) oder 2 bis 3 Eier ("Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 1 (1981); Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“; Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder 1 bis 3, meist 2 weisse Eier („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder 1 bis 3, meistens 2 Eier (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder 2 bis 3 weisse Eier („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 1 bis 3 weisse, „braun gesprenkelte Eier“ (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)).

Als Brutzeitraum wird das „Ende der Regenzeit“ (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder „während der Trockenzeit“ (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder „nach dem Ende der Regenzeit“ bzw. „in der Regel in der trockenen Jahreszeit“ (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder „zu Beginn der Trockenzeit“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder „nördlich des Äquators“ von Oktober bis November, in „Höhe des Äquators“ von „Juni bis September“, „südlich vom Äquator“ von Mai bis Juni und „ganz im Süden des Verbreitungsgebietes von März bis September“ („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder „je nach Breitengrad das ganze Jahr“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder auch aufgrund der verschiedenen Regionen mit Ausnahme der Monate Januar und Februar bald über das ganze Jahr verteilt (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) angegeben.

Das Weibchen brütet die Eier „hauptsächlich“ (Kothe: „Afrikas Tierwelt“) in 34 bis 38 Tagen ("Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 1 (1981)) oder in 42 Tagen (Wildpark & Greifvogelzoo Potzberg: Zooschild) oder in 38 bis 42 Tagen (Greifvogelstation Hellenthal: Zooschilder) oder in 42 bis 44 Tagen (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder in 42 bis 45 Tagen (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“; „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder in 44 bis 45 Tagen (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder in 6 bis 7 Wochen („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) in der Regel allein aus. Das Männchen beschafft inzwischen die Nahrung. Die frisch geschlüpften Jungvögel haben ein weisses Dunenkleid (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)). Häufig tötet der ältere Jungvögel den jüngeren Jungvogel (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“).

Die jungen Schreiseeadler unternehmen die ersten Flugversuche mit 65 Tagen (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991); "Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 1 (1981)) oder in 65 bis 75 Tagen (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder in 9 bis 10 Wochen („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder mit 70 Tagen (Wildpark & Greifvogelzoo Potzberg: Zooschild) oder in 70 bis 75 Tage (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“).

Nach dem die Jungvögel flügge geworden sind, erlernen sie in 2 Monaten (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder „nach weiteren 8 Wochen“ (Wildpark & Greifvogelzoo Potzberg: Zooschild) oder mehreren Monaten (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) das Jagen und werden, sobald sie es können, aus dem elterlichem Revier vertrieben (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“).

Es ist beobachtet worden, dass sich „bis zu 30 Jungadler“ zum Schlafen versammelten (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)).

Geschlechtsreif werden die jungen Schreiseeadler mit vier Jahren (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder mit 4 bis 5 Jahren (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“). Das Alterskleid erhalten die Schreiseeadler mit 4 Jahren („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993); Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder mit 4 bis 5 Jahren (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder mit dem 5. Lebensjahr (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)). Nur ein Drittel der Jungvögel überlebt bis dahin, die anderen verhungern oder sterben an Verletzungen (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)).

Ein Höchstalter von 12 bis 15 Jahren (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“; „Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) wird angegeben.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Falknerei Adlerhorst gemacht.                                       .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Falkenhof Schütz (Kranichfeld) gemacht.                                   .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoo Berlin (Tiergarten) gemacht.                                   .

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Sächsischen Jagdfalknerei Schloss Augustusburg gemacht.          .

Die nachfolgenden Fotos einer Beobachtungsstudie wurden in der Greifvogelstation Hellenthal gemacht.
... sich putzend

... ein Jungvogel

... auf einem Baum

... fliegend

... Sonstiges

Die nachfolgenden Fotos einer Beobachtungsstudie wurden im Zoo Neunkirchen gemacht.                .
... ein Jungvogel

... Training der Flugmuskulatur                                                                   .

... fliegend

... die Flügel zum Sonnen ausbreitend

... sonstiges

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Deutschen Greifenwarte Bernolph Frhr. von Gemmingen, Burg Guttenberg (früher: Deutsche Greifenwarte Claus Fentzloff, Burg Guttenberg) aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der La Volerie des Aigles, Château de Kintzheim (Greifvogelwarte Burg Kintzheim) gemacht.

Das nachfolgende Foto wurde in der Adlerwarte Niederwald gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Adlerwarte Berlebeck gemacht.                                     .

Die nachfolgenden Fotos einer Beobachtungsstudie wurden im Wildpark & Greifvogelzoo Potzberg gemacht.          .
... ein Jungvogel

... schreiend

... zum Flug startend

... fliegend

... das Gefieder aufschüttelnd

... das Gefieder aufschüttelnd

... den Kot herausspritzend

Die nachfolgenden Fotos wurden im Harzfalkenhof Bad Sachsa gemacht.                                         .

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Wildparadies Tripsdrill aufgenommen.                             .

Die nachfolgenden Fotos (links: landend; mitte: Flug mit soeben aus dem Wasser gegriffener Beute) wurden im Falkenhof Schloss Rosenburg (Riedenburg) gemacht.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden in der Falknerei Dutch Hunting Falcons im Kurpfalz-Park Wachenheim aufgenommen.  .

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