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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Ordnung Habichtartige Greifvögel (kurz Habichtartige), lat. Accipitriformes
Familie: Eigentliche Habichtartige, lat. Accipitridae
Unterfamilie Milane, lat. Milvinae
Gattung:
Milvus (Gabelschwanzmilane)

10. Schwarzmilan (oder Schwarzer Milan), lat. Milvus migrans
11. Schmarotzermilan oder Ägyptischer Schmarotzermilan oder Gelbschnabelmilan
, lat. Milvus aegyptius (früher Milvus migrans aegyptius)
12. Rotmilan (oder Roter Milan oder Gabelweihe), lat. Milvus milvus

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”. Es sei darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht, dass im Lauf der Zeit aufgrund von Veränderungen im Bestand der in den Falknereien und/oder (zoologischen) Einrichtungen gehaltenen Arten, die fotografierten Arten nicht mehr gezeigt werden oder nun andere Arten zu sehen sind.

10. Schwarzmilan (oder Schwarzer Milan)
lat. Milvus migrans

Die Schwarzmilane sind in den offenen und halboffenen Niederungen, offenen Waldlandschaften, lichten Feldern, Hangwäldern, Wäldern, Baumgruppen, Kulturflächen, Feuchtgebieten, in seenreichen Landschaften, an stehenden und fliessenden Gewässern, Seen, Flüssen, Flusstälern, in bis zu 4.700m Höhe verbreitet.

Als Verbreitungsgebiet findet man im allgemeinen oder die Untergliederung in Unterarten Südeuropa, in weiteren Regionen in Afrika, Asien und Australien (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder Europa, Asien, Afrika und Australien (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002); „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007); Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Tierpark Hofgeismar-Sababurg: Zooschild) oder „Westeuropa bis Japan, von Südskandinavien und Sibirien bis Südafrika und Australien“ („Welt der Vögel“, (1976)) oder „von Frankreich bis Japan, von Finnland und Sibirien bis Südafrika und Australien“ („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder „Europa ohne Skandinavien“ und Grossbritannien, „Asien, Afrika, Australien“ (Franz Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder „Südwesteuropa und Nordafrika bis Ostsibirien an die Pazifikküste und im Süden bis Australien und die Südspitze von Afrika“ (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") oder Europa, Asien, Australien (komitee, NABU, LBV: „Illegale Greifvogelverfolgung, Ein Leitfaden für Naturfreunde und Behörden“ (2014)) oder in Eurasien (ausser Nordeuropa, Westeuropa), „Indonesien und Australien” (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder „Europa, Asien, Afrika, Ostindonesien, Neuguinea, Australien“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder „Mittel- und Südeuropa, Nordafrika und im grössten Teil des Orients sowie in Neuguinea und Australien“ (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder „Europa bis nach Südafrika und Australien“ („Die grosse Larousse Natur Enzyklopädie“, (2002)) oder Australien, Europa, Nordafrika, Asien (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)) oder Europa (Dossenbach: „Das Lexikon der Tiere“ (1997)) oder Europa, ausgenommen Nordwesteuropa, ausgenommen Nordeuropa (Hume: „Vögel beobachten und bestimmen“ (2014)) oder Europa, ausgenommen Grossbritannien, Skandinavien, Asien (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder Europa, Afrika, Südasien, Südchina, Neuguinea, Australien (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder Europa, Ostasien, Südafrika, Australien (Wüst: "Avifauna Bavariae, Die Vogelwelt Bayerns im Wandel der Zeit", Band 1 (1979?)) oder Afrika, Europa bis Ostasien, Australien („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36.+37. Auflage) oder Südschweden, Amurland, Asien, Afrika, Malaya, Australien (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder „fast die gesamte Alte Welt“ (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)).

Im allgemeinen werden 6 Unterarten (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986); Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1"; Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder „6 Rassen“ (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) angegeben.

Auf die 6 Unterarten bezogen ist die Verbreitung bezüglich der Unterart Milvus migrans migrans Europa , von Nordfinnland und Nordrussland bis zum Ural nach Asien, Persien, Belutschistan, Mitterer Osten, Mittelmeerländer, ohne Ägypten, Nordwestafrika (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) bzw. Europa (Wüst: "Avifauna Bavariae, Die Vogelwelt Bayerns im Wandel der Zeit", Band 1 (1979?)) bzw. Zentral- und Südeuropa, Südwestafrika, Südwestasien bis Pakistan, Kapverden, Madeira (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Die Unterart Milvus migrans lineatus ist in Westsibirien „bis Japan, Taiwan, Hainan, Kaschmir“ Südostchina (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) bzw. „vom Ural ostwärts über Westsibirien bis Japan (ohne Sachalin) einschliesslich der Kurilen, Hokkaido, Shikoku, Seven, Izu und wahrscheinlich auch Kyushu“(Ortlieb: „Der Schwarzmilan“, NBB, Band 100) bzw. vom „Ural bis Japan“, bis zum Osthimalaja und Indochina (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“; als eigenständige Art Schwarzohrmilan, lat. Milvus lineatus aufgeführt, die in Südasien überwintert) verbreitet.

Die Unterart Milvus migrans govinda ist in Indien, Sri Lanka, Burma, Südindochina, Malaysia und Belutschistan (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) bzw. „Belutschistan, Indien, Sri Lanka, Burma, Thailand“, Südindochina, „teilweise Malaysia“ (Ortlieb: „Der Schwarzmilan“, NBB, Band 100) bzw. Pakistan bis Südindochina, Sri Lanka (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) verbreitet.

Die Unterart Milvus migrans affinis ist in „Lombok, Sumba, Timor, Sulawesi, Neuguinea, Australien“ (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Ortlieb: „Der Schwarzmilan“, NBB, Band 100) bzw. Sulawesi, den kleinen Sunda-Inseln, Neuguinea, dem Bismarck-Archipel, Australien (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) verbreitet. Die australischen Schwarzmilane sind gleichförmig dunkelbraun (Simpson, Day: „Birds of Australia“, (2012)) oder „schwarzbraun“ (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)) und sind in grossen „Trupps mit gemeinsamen Schlafplätzen“ nach der Brutzeit anzutreffen (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)).

Ferguson-Lees/Christie („Die Greifvögel der Welt“) listen die anderen 2 Unterarten als eigenständige Art mit einer angegliederten Unterart auf. Die Unterart Milvus migrans aegyptius wurde zur eigenständigen Art Schmarotzermilan oder Ägyptischer Schmarotzermilan, Milvus aegyptius erklärt (siehe dort). Die Unterart Milvus migrans parasitus wurde als neue Unterart Milvus aegyptius parasitus (siehe dort) neu einsortiert.

Ferguson-Lees/Christie („Die Greifvögel der Welt“) listen des Weiteren die in Taiwan und Hainan vorkommende Unterart Milvus aegyptius formosanus auf.

Die Schwarzmilane sind Standvögel in Südasien, Afrika und Australien (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)).

Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich in der Regeln aufgrund der Literaturquellen auf die Nominatform Milvus migrans migrans.

Die Schwarzmilane sind „gesellig“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)). Grosse Ansammlungen „mit mehr als hundert Vögeln“ konnten bei reichlichem Nahrungsangebot aufgrund der Austrocknung eines Gewässers beobachtet werden (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder auch „manchmal gar Hunderte“, von Schwarzmilanen findet man auf dem Flug ins bzw. vom Überwinterungsgebiet, bei der Nahrungssuche und beim Schlafen („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)). Schlafgemeinschaften „in Mitteleuropa“ von „über 500, am Unterlauf des Senegal über 600 Exemplare“ konnten dokumentiert werden (Stiefel: „Ruhe und Schlaf bei Vögeln“, NBB487, 1976).

Die Schwarzmilane fliegen „im August” (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder „Ende September“ bis „Anfang Oktober“ (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") oder „zwischen Mitte August und Mitte September“ (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder „August/September“ (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)) ins Überwinterungsgebiet.

Als Überwinterungsgebiet wird Afrika, südlich der Sahara (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993); VÖGEL 03/2018) oder „Afrika“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder das tropische und südliche Afrika (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder im Süden Afrikas (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder die „Savannen Ostafrikas” (“Der Falkner” (2016)) oder „südlich der Sahara vor allem in Ostafrika(„Ornithologische Jahresberichte des Museum Heineanum 26 (2008)“) oder bei der Unterart Milvus migrans migrans „meist in Afrika“ (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder aufgrund von Ringfunden der Mittelmeerraum (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)) angegeben. Auch in Europa in den „milden Gebieten“ überwintern Schwarzmilane (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1").

Es konnte von einem weiblichen Schwarzmilan aufgrund von Satellitentelemetrie dokumentiert werden, dass „der schnellste Zug“ ins Überwinterungsgebiet „in nur 17“ Tagen, also 332km/Tag erfolgte und im Frühjahr der Rückflug in 33 Tagen, also 207km/Tag erfolgte, wobei „die Zugrouten unterschiedlich waren“ und die Zugwege „zwischen 5642 und 6953km“ betrugen („Greifvögel und Falknerei“ (2013)). Es konnte von einem männlichen Schwarzmilan im Winter 2007/2008 aufgrund von Satellitentelemetrie dokumentiert werden, dass „mindesten 14.000km innerhalb“ des Überwinterungsgebietes zurückgelegt wurden, „also mehr als eine Herbst- oder Frühjahrszugroute“ („Greifvögel und Falknerei“ (2013)).

Zurück kommen die Schwarzmilane „ab Mitte März“ (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") oder „in der zweiten Märzhälfte” (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder „Ende März/Anfang April“ (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder „März/April“ (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)) wieder zurück. Der Abflug aus dem Mittelmeerraum erfolgt „hauptsächlich in der zweiten Märzhälfte“ und auch noch bis „Anfang Mai“ (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012).

Der Weltbestand der Schwarzmilane wird mit einem Weltbestand 1 bis 6 Millionen Individuen, das heisst: 330.000 bis 2.000.000 Brutpaaren (FALKE 10/2014) angegeben.

Der Bestand der Schwarzmilane in Europa wird mit 26.000 bis 29.000 Paaren (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)), mit etwa 40.000 Paaren (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)), mit 88.000 Paaren (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2002), mit 85.000 bis 150.000 Brutpaaren (in der Westpaläarktis: Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005), mit 72.060 bis 101.411 Paaren (in der Westpaläarktis: Mebs:/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006), mit 86.000 Brutpaaren im Jahr 2010 (FALKE 01/2009; Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012), mit 6.000 bis 9.000 Brutpaaren („Vögel in Deutschland“: 2013: Bestand 2005-2009; LBV-Broschüre „Der Habicht, Vogel des Jahres 2015“; Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)), mit „64.000 bis 100.000“ Brutpaaren (FALKE 10/2014), mit 80.000 Brutpaaren (VÖGEL 03/2018) angegeben.

In den Europäischen Vogelschutzgebieten brüten „rund 30% der Schwarzmilan-Paare in Deutschland (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2014); FALKE 04/2016). Der Bestand der Schwarzmilane in Deutschland wird mit 650 bis 1.000 Brutpaaren im Jahre 1982 (Landesamt für Umweltschutz Baden-Württemberg: „Schützen wir unsere Greifvögel“ (1991)), mit 3.800 bis 5.200 Brutpaaren (FALKE 02/2005), mit 5.000 bis 7.500 Paaren (Bestand: 2005: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2009); Zeitraum 2000-2005: FALKE 2011 Sonderheft Greifvögel; FALKE 10/2014), mit 5.600 Paaren im Jahr 2010 (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012), mit 6.000 bis 9.000 Brutpaaren (Bestand: 2005-2009: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2014); „Berichte zum Vogelschutz“ (52/2015)) angegeben.

Der Bestand der Schwarzmilane wird mit 15 bis 20 Brutpaaren im Saarland (Falke 02/2005) angegeben.

Der Bestand der Schwarzmilane im Bundesland Brandenburg wird mit 550 bis 650 Brutpaaren („Vogel und Umwelt“; Bd. 18, Heft 1-3 (2010)) angegeben.

Der Bestand der Schwarzmilane in Sachsen wird mit 600 bis 800 Brutpaaren (Bestand: 2004 bis 2007: Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V: „Grossvogelschutz im Wald“ (April 2018)) angegeben.

Der Bestand der Schwarzmilane in Polen wird mit 300 bis 400 Paaren (FALKE 04/2000) angegeben. Für Spanien wird der Bestand der Schwarzmilane mit 9.455-10.926 Brutpaaren (FALKE 06/2009) aufgeführt. Die Schweiz gibt einen Bestand von 1.200 Schwarzmilan-Brutpaaren (FALKE 02/2005) an.

Die Inselpopulationen des Schwarzmilans auf den Kapverdischen Inseln betrug 1999 nur noch ein Individuum (Falke 06/2001).

Allgemein ist das Gefieder „weitgehend einheitlich dunkelbraun“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002); FALKE 10/2014) oder „einfarbig dunkelbraun“ (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder „fast einfarbig dunkelbraun“ (Dierschke: „1000 Vögel“) oder „einfarbig dunkelbraun mit hellem Kopf“ (Trommer: „Greifvögel“) oder „dunkel graubraun mit hellen Oberflügeldecken“ (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder „überwiegend braun oder rostbraun, unterseits ein wenig rötlicher“ (Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006)) oder dunkelbraun (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005); „Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973); Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983); Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965); Blase: „Die Jägerprüfung“ (2007)) oder einheitlich dunkelbraun ("LBV-Kompakt Greifvögel") oder „überwiegend dunkelbraun“ (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder dunkelschwarzbraun (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder mittelbraun (Hume: „Vögel beobachten und bestimmen“ (2014)) oder „schwarzbraun oder dunkelbraun“ oder „dunkelbraun und dunkel gestrichelt“ (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder weitgehend braun gefärbt (VÖGEL 03/2018).

Der Kopf ist „grau, schwarz gestrichelt“ (Franz Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) bzw. ist heller als das andere Gefieder (FALKE 10/2014) bzw. ist heller (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002); "LBV-Kompakt Greifvögel") bzw. ist hell (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)) bzw. ist „heller, bei alten Vögeln zuweilen fast grauweiss“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) bzw. ist „etwas heller mit dunkler Strichelung“ (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) bzw. hellgrau, dunkel gestrichelt (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) bzw. ist graubraun (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) bzw. ist weissgrau (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) bzw. ist weisslich (bei Milvus migrans migrans: Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Die Oberseite ist dunkelbraun (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder „düsterbraun mit schwarzen Schaftstrichen, schwach rostbraun gesäumt“ (Franz Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder braun und dunkel gestreift (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“; Milvus migrans migrans). Oder auf dem Rücken befinden sich helle Flecken (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)). Die Handschwingen sind schwarzbraun (Franz Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)).

Der Schwanz ist „dunkelbraun mit 8 schmalen schwarzen Binden“ (Franz Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder brauner (Hume: „Vögel beobachten und bestimmen“ (2014)) oder leicht gebändert (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“; Milvus migrans migrans) oder „schwach“ ausgeschnitten (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder „gegabelt“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“)

Die Unterseite ist „mehr oder weniger dunkel rostbraun“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) bzw. auf der „Brust graubraun“, auf dem Bauch und den Hosen „rotbraun mit schwarzen Schaftstrichen“ (Franz Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) bzw. die Unterseite ist rötlichbraun (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“).

Die Grösse beträgt 48 bis 56cm (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder 48 bis 58cm (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002); Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Hume: „Vögel in Europa“, (2013); Hume: „Vögel beobachten und bestimmen“ (2014)) oder 48 bis 64cm (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 46 bis 60cm (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder 50 bis 57cm („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder 55 bis 60cm (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Dierschke: „1000 Vögel“; Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1"; „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007); Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Hayman, Hume: „Die Küstenvögel Europas“ (2006)) oder 56cm (Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988); Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder 57cm (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012; "LBV-Kompakt Greifvögel") oder 53 bis 58cm (Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006)) oder 55 bis 58cm (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder 56 bis 58cm (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder 50 bis 63cm (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder 61cm (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder 66cm (Kugi, Kassin: „Das grosse Vogelbuch...“ (1991)).

Führt man die Unterarten bezüglich der Grösse mit auf, findet man 45 bis 55cm (Simpson, Day: „Birds of Australia“, (2012) oder 48 bis 55cm (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)) Milvus migrans affinis), 46 bis 61cm in der Unterart Milvus migrans migrans und 61 bis 66cm in der Unterart Milvus migrans lineatus (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)), 58 bis 66cm (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“; Milvus migrans lineatus (inzwischen: Schwarzohrmilan, lat. Milvus lineatus)).

Die Schwarzmilane fliegen „im langsamen, niedrigen Suchflug“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder im Spähflug in einer Höhe von 30 bis 40m (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder jagen auch „im flachen Segelflug“ (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) auf der Suche nach einer Beute.

Die Schwarzmilane fliegen „oft in grösseren Trupps über dem Wasser“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“). Die Schwarzmilane haben als Lieblingsnahrung tote Fische (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder fressen „vor allem“ in Mitteleuropa tote und sterbende Fische, die von der Wasseroberfläche gegriffen werden oder am Ufer liegen (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") oder fressen in manchen Gegenden „fast ausschliesslich“ lebende oder tote „auf der Wasseroberfläche“ treibende Fische (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder fressen „hauptsächlich“ kranke und tote Fische (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder fressen tote an der Wasseroberfläche treibende Fische („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder fressen „gerne tote Fische“ (Blase: „Die Jägerprüfung“ (2007)) oder fressen „häufig tote und kranke Fische“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) oder fressen kranke und tote Fische, die von der Wasseroberfläche aufgenommen werden (Trommer: „Greifvögel“) oder fischen kranke und tote Fische von der Wasseroberfläche („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder sammelt häufig „tote Fische von der Wasseroberfläche“ auf (Dierschke: „1000 Vögel“) oder nehmen „tote und kranke Fische von der Wasseroberfläche auf“ (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder ergreifen „tote und sterbende Fische aus dem Wasser“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder nehmen „Fische von der Wasseroberfläche auf“ (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder nehmen die vorwiegend toten und kranken Fische „im Darüberweggleiten von der Wasseroberfläche“ auf (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder fressen bis zu 80% Fische (VÖGEL 03/2018) oder nehmen die Fische „mit den Fängen von der Wasseroberfläche“ auf (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000). Es ist in Australien beobachtet worden, dass der Schwarzmilan „Köder auf die Wasseroberfläche wirft“, um so die Fische zu fangen (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)).

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, kleine Vögel, Jungvögel, Insekten, Amphibien, Reptilien (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1"), Käfer, Schmetterlinge und Regenwürmer. Zur Beute zählen ebenso Ringelnattern und Frösche (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000).

Schwarzmilane jagen auch anderen Vögeln die Beute ab (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder jagen häufig anderen Greifvögeln, wie Rotmilanen, die Beute ab (Hayman, Hume: „Die Küstenvögel Europas“ (2006)) oder schmarotzen auch von „anderen Greifvögeln und Reihern“ oder bedrängen sie so, dass diese die „Beute fallen lassen oder gar auswürgen“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“).

Schwarzmilane fressen „häufig Aas“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder nehmen das „Aas von den Strassen“ auf („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder sind „häufig in kleinen Trupps über Müllkippen“ anzutreffen (Hayman, Hume: „Die Küstenvögel Europas“ (2006)) oder treten „oft in ganzen Trupps an Mülldeponien“ auf (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder sind auf Müllkippen anzutreffen (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder sind in Asien und Afrika „zu riesigen Scharen, die sich auf Müllplätzen oder Weideplätzen aufhalten“ anzutreffen (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)). Auf der grössten innerstädtischen Mülldeponie in New Dehli (zweitgrösste Stadt in Indien mit 16 Millionen Einwohnern) wurden „um die 30.000 Schwarzmilane“ und „auch „einige Dutzend Schmutzgeier“ (FALKE 10/2014) beobachtet. Auf diesen „Türmen des Schweigens“ in Tibet findet man neben den Bengalgeiern und Schneegeier auch die Schwarzmilane, die sich an der „Bestattung menschlicher Leichen“ beteiligen („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)).

Die Schwarzmilane führen „eindrucksvolle Balzflüge“ durch (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) bzw. fliegen im Balzflug in grossen Spiralen nach oben, wobei einer dann nach unten stürzt, sich dreht und dann wieder nach oben fliegt, um im Rüttelflug stehen zu bleiben, um dann von vorn anzufangen (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)). Als Balzflüge werden Girlandenflüge mit einem rückwärtigen Überschlag, „Sturzflüge in das Brutrevier, oftmals mit Drehungen um die Längsachse“, aber auch ein „Abdrudeln beider Vögel mit je einem verhaktem Fang“ durchgeführt (Ortlieb: „Der Schwarzmilan“, NBB, Band 100).

Zur Begattung landet das Männchen auf dem Rücken des Weibchens, welches eine waagerechte Körperhaltung eingenommen hat (Ortlieb: „Der Schwarzmilan“, NBB, Band 100). Bei der Kopulation schlägt das Männchen mit den Flügeln und ruft erregt (Ortlieb: „Der Schwarzmilan“, NBB, Band 100). Das Weibchen “wimmert” (VÖGEL 02/14; Ortlieb: „Der Schwarzmilan“, NBB, Band 100). Als Begattungsdauer werden 5 Sekunden (VÖGEL 02/14) angegeben. Während der Kopulation schreit das Männchen und das Weibchen wimmert (VÖGEL 02/2014).

Schwarzmilane brüten „einzeln“ (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") aber auch „in südlichen Ländern kolonieweise“ (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") oder brüten in Nistkolonien mit anderen Vögeln (Franz Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) bzw. brüten „nicht selten inmitten von Graureiherkolonien“ (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) bzw. brüten „gerne in Reiherkolonien” (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) bzw. brüten gerne „in der Nähe von Graureiher- oder Kormorankolonien“, weil heruntergefallene Fische der Graureiher und Kormorane eine leichte Beute sind (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder brüten „manchmal mit anderen Paare zusammen“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder „gelegentlich sogar in Kolonien“ (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder nisten oft in Kolonien (Kugi, Kassin: „Das grosse Vogelbuch...“ (1991)) oder einzeln „oder in Kolonien“ (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)).

Das Nest befindet sich „häufig in der Nähe von Gewässern“ in einer Höhe von 5 bis 20m auf „Pinien, Stein- oder Korkeichen“, selten an Felsen oder Gebäuden (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder in einer Höhe von „8 bis 25m, im Mittel 10-12m“ (Wüst: "Avifauna Bavariae, Die Vogelwelt Bayerns im Wandel der Zeit", Band 1 (1979?)) oder „meist hoch auf Bäumen“ (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") oder auf „alten, hohen Bäumen“ (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000).

Die Altvögel bauen beide das Nest (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005); „Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973); Ortlieb: „Der Schwarzmilan“, NBB, Band 100). Ein Nestneubau erfolgt in 3 bis 5 Tagen (Ortlieb: „Der Schwarzmilan“, NBB, Band 100). Es werden auch alte Greifvogelnester anderer Greifvögel angenommen und ausgebaut (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“).

Es werden auch vorhandene Graureihernester, Storchnester und Greifvogelnester (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder Nester anderer grosser Vögel (Hayman, Hume: „Die Küstenvögel Europas“ (2006)) oder alte „Nester von Reihern oder rabenartigen Vögeln“ (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) verwendet.

Schwarzmilane statten ihr Nest mit „Stoff- und Papierfetzen, Gummi- und“ Lederstücken („Welt der Vögel“, (1976)) oder mit „Papier- und Plastikfetzen, Stoffresten, Fellstücken, Haaren“ (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") oder mit „Lumpen, Papier, Fellstücken“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder mit „Papier, Stoffresten“ ausgelegt (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder „mit Lumpen, Papier, Schafswolle, Plastikfetzen und ähnlichem Material” (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) aus. In einer Untersuchung von 127 Schwarzmilan-Nestern im Südwesten Spaniens in der Coto de Doñana (FALKE 03/2011) stellte man fest, dass etwa 20 Tage vor der Eiablage Männchen und Weibchen vorzugsweisse weisse Plastikstückchen in die Nester trugen und gut sichtbar platzierten (, die älteren mehr als die jüngeren Paare). Die Schwarzmilane, die zu den 77% gehörten, die entsprechend verzierte Nester hatten, verteitigten ihr Revier erfolgreicher und hatten mehr Nachwuchs (FALKE 03/2011). In Australien wird das Nest mit mit Kuhdung ausgepolstert (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)).

Das Weibchen legt im Abstand von 2 Tagen (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder im Abstand von 2 bis 3 Tagen (FALKE 10/2014; Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012; Ortlieb: „Der Schwarzmilan“, NBB, Band 100) „2-(3) Eier“ (Trommer: „Greifvögel“) oder 2 bis 3 Eier (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993); Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder 3 Eier (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 2 bis 3 „weissliche, braun gefleckte Eier“ (Franz Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder 2 bis 3 kalkweisse „zuweilen mit grünlichem Anflug und einigen braunen Flecken“ versehene Eier (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder „2-3 kalkweisse, braun gefleckte und bekritzelte Eier“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder „2-3 braun gefleckte cremefarbene Eier“ (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder „zwei bis drei weisse, hellbraun gefleckte Eier“ (FALKE 10/2014) oder „(1) 2/3 (4) ausnahmsweise 5“ mattweise oder mit „rötlichen bis braunvioletten“ bis schwach grauvioletten Flecken versehene Eier (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") oder 2 bis 3, selten aus 4 weissliche, „nur wenig rötlichbraun gefleckten und mit Kritzeln“ versehene Eier (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder „2 oder 3, selten 4” kalkweisse Eier, die mit rotbraunen Flecken und Schnörkeln versehen sind (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder 2 bis 4 Eier, die sehr variabel in der Färbung sind „und stark gefleckt sind” (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder 2 bis 4 weissliche oder hellgelbe Eier, die braungefleckt und unregelmässig gesprenkelt sind (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder „2-3 (-4)“ Eier (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder „meist 2-3 (4) Eier“ (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder 1 bis 4 Eier (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)) oder 2 bis 4 Eier (Hume: „Vögel in Europa“, (2013); Tierpark Hofgeismar-Sababurg: Zooschild) oder 3 bis 4 bläulichweisse, rötlichbraun gefleckte Eier (Kugi, Kassin: „Das grosse Vogelbuch...“ (1991)).

Als Brutzeitraum wird „April bis Juli“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder „Anfang April bis Ende Mai“ (Wüst: "Avifauna Bavariae, Die Vogelwelt Bayerns im Wandel der Zeit", Band 1 (1979?)) oder „April bzw. Mai“ (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder „Mitte April bis Mitte Mai“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder „Ende April/Anfang Mai“ (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder „zwischen Anfang April und Ende Mai“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder „Ende April bis Mai“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder „ab Mitte April, meist Anfang Mai“ (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder ab „Ende April” (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder „März bis Juni“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder ab Anfang Mai (Kugi, Kassin: „Das grosse Vogelbuch...“ (1991)) oder ab Mitte Mai (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) angegeben.

Die Eier werden „vor allem“ vom Weibchen (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") oder „überwiegend vom Weibchen (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005); Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder „allein“ vom Weibchen in Australien (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)) oder von beiden „Gatten“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder von Männchen und Weibchen gemeinsam, wobei das Weibchen mehr beteiligt ist (Stiefel: „Ruhe und Schlaf bei Vögeln“, NBB487, 1976) oder von beiden Altvögeln (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) in 25 bis 26 Tagen (Wüst: "Avifauna Bavariae, Die Vogelwelt Bayerns im Wandel der Zeit", Band 1 (1979?)) oder in 28 Tagen (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder in ca. 30 Tagen (Trommer: „Greifvögel“; Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; „Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973); Tierpark Hofgeismar-Sababurg: Zooschild) oder in 20 bis 32 Tagen (Franz Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder in 26 bis 28 Tagen (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1"; Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder in 30 bis 32 Tagen (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000; Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder in 28 bis 32 Tagen (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder in 35 bis 38 Tagen (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder in „26 bis 38 Tagen“ (FALKE 10/2014) oder in 26 bis 38 Tagen, „im Mittel 32 Tage“ (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder in 35 Tagen in Australien (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)) ausgebrütet. Das Männchen beschafft die Beute (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1").

Die Jungvögel beginnen nach 40 Tagen die ersten Flugversuche (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder beginnen mit „ungefähr 43 Tagen“ die ersten Flugversuche (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder verlassen in „42 bis 45“ Tagen das Nest (FALKE 10/2014; Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder die Nestlingszeit beträgt 45 Tage (Trommer: „Greifvögel“) oder 42 bis 45 Tage (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder 50 Tage (Franz Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder 40 bis 45 Tage (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; „Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder „42-45 (52) Tage“ (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder „42-45 (35-52) Tage“ (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") oder die Nesthocker „fliegen nach 40-42 Tagen“ aus (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder sind mit „ca. 45 Tagen” flügge (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder sind mit 6 Wochen in Australien flügge (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)).

In einer italienischen Untersuchung (Falke 04/2004) fand man bei Schwarzmilanen raus, dass bei schönem Wetter vor der Eiablage mehr Jungvögel schlüpfen und flügge werden und die Altvögel häufiger und erfolgreicher Fische an der Wasseroberfläche erbeuten, als bei schlechten Wetter.

Weitere „30 bis 40 Tage” (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder 40 bis 50 Tage (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder „noch eine Weile“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder „noch etwa 6 Wochen“ (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) werden die Jungvögel von den Altvögeln betreut.

Selbständig sind die Jungvögel „nach 60 Tagen“ (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)).

Geschlechtsreif sind die Jungvögel mit 4 Jahren (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder mit 4 bis 5 Jahren (VÖGEL 03/2018).

Ein Höchstalter von 20 Jahren (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder 24 Jahren in freier Natur (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) und von 28 Jahren in Gefangenschaft (Trommer: „Greifvögel“).

Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoo Halle (links), in der Burgfalknerei Hohenbeilstein (mitte) und in der La Volerie des Aigles, Château de Kintzheim (Greifvogelwarte Burg Kintzheim; rechts) gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Landesfalkenhof Burg Hohenwerfen gemacht.                                   .

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Falknerei Loerke im Wild- und Freizeitpark Allensbach (links), im Bayerwald-Tierpark Lohberg (mitte) und im Greifvogelpark / Falknerei Katharinenberg (rechts) gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Falknerei Rabenstein (Fläming) gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Greifenwarte Edersee gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoo Schmiding gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Landesfalkenhof Burg Hohenwerfen (links), im Greifvogelgehege Bispingen (mitte) gemacht.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Wildparadies Tripsdrill aufgenommen.                               .

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Vogelpark Steinen aufgenommen.                               .

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Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden in der Falknerei Dutch Hunting Falcons im Kurpfalz-Park Wachenheim aufgenommen.  

Die nachfolgenden Fotos wurden im Wildpark Hundshaupten (Präsentation des Greifvogelaufangstation Mittelfranken e.V.) aufgenommen.   

Die nachfolgenden Fotos wurden im Adler- und Wolfspark Kasselburg gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoo Neunkirchen gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Greifvogelstation Hellenthal gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Tierpark Thale gemacht.                                                       .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Tierpark Hofgeismar-Sababurg aufgenommen.                             .

11. Schmarotzermilan oder Ägyptischer Schmarotzermilan oder Gelbschnabelmilan
lat. Milvus aegyptius (früher Milvus migrans aegyptius)

Die Schmarotzermilane oder Ägyptischen Schmarotzermilane sind in den Halbwüsten und offenen Landschaften, Kulturlandschaften, in Gewässernähe, in Höhen bis zu 3000m Höhe in 2 Unterarten verbreitet. Die Schmarotzermilane oder Ägyptischen Schmarotzermilane leben in grossen Gruppen und sind nur zur Brutzeit als Paare anzutreffen (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“).

Als Verbreitungsgebiet wird allgemein mit „Ägypten, Küsten des Roten Meeres“, Südarabien, Somalia und die Küste von Kenia (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder „Ägypten und Südarabien“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) angegeben.

Genaugenommen findet man die Unterart Milvus aegyptius aegyptius in Ägypten, den Küsten des Roten Meeres, den Küsten Kenias, Somalia, Arabien (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); noch als Milvus migrans aegyptius gelistet) bzw. in „Ägypten, Sinai, Arabische Halbinsel“, an den „Küsten des Roten Meeres durch Äthiopien, Somalia, bis an die Küsten von Kenia“ (Ortlieb: „Der Schwarzmilan“, NBB, Band 100; noch als Milvus migrans aegyptius gelistet) bzw. in Ägypten und dem Roten Meer (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Die Unterart Milvus aegyptius parasitus ist in Afrika südlich der „Sahara bis Kapstadt, Komoren, Madagaskar“ (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); noch als Milvus migrans parasitus gelistet) bzw. in Afrika, südlich der Sahara, Komoren, Madagaskar (Ortlieb: „Der Schwarzmilan“, NBB, Band 100; noch als Milvus migrans parasitus gelistet; ) bzw. in Afrika, südlich der Sahara, Madagaskar (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder Südafrika (Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006); noch als Milvus migrans parasitus gelistet) verbreitet.

Das Gefieder ist allgemein im Vergleich zum Schwarzmilan (siehe dort) einheitlicher und heller braun (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) bzw. der Kopf und der Nacken sind „brauner“ gefärbt (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) bzw. der Kopf und der Hals sind rötlich braun gefärbt und die einzelnen Federn selbst sind „von schmalen, schwarzbraunen Schaftstrichen“ versehen und die Oberseite, die Schultern und der Mantel sind braun und die einzelnen Federn selbst sind mit „schmalen, schwarzbraunen Schaftstrichen“ gezeichnet (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“). Die Schwanzoberseite ist braun (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) und hat „7-8 schwärzliche Binden“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“). Die Unterseite ist „mehr rötlich“ als der Schwarzmilan gefärbt (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) bzw. die Unterseite ist rötlich braun gefärbt und die einzelnen Federn selbst sind „von schmalen, schwarzbraunen Schaftstrichen“ versehen (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“). Die Hosen sind rostrot (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“).

Die Unterart Milvus aegyptius aegyptius ist im Vergleich zum Schwarzmilan (siehe dort) am Kopf und am Hals braun gefiedert und auf der Unterseite und dem Schwanz „mehr rotbraun“ gefiedert (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) bzw. am Kopf und der Unterseite „brauner“ (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Die Unterart Milvus aegyptius parasitus ist im Vergleich zum Schwarzmilan (siehe dort) brauner und nicht so weisslich am Kopf und hat schwarze Schaftstreifen am Oberkopf (Ortlieb: „Der Schwarzmilan“, NBB, Band 100) bzw. ist „heller oder gleichmässiger gefärbt“ als der Schwarzmilan, hat einen rötlichen Kopf und Nacken, eine zimtbraune Unterseite und einen deutlich gebänderten Schwanz (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) bzw. die zimtbraune Unterseite ist „stärker gestreift“ (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)).

Zur Überwinterung wurden Wanderungen in den Süden festgestellt (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) bzw. die Unterart Milvus aegyptius aegyptius überwintert in Kenia (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Der Schnabel ist horngelb (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder „komplett“ gelb (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder gelb (Wisniewski: „Tier- und Pflanzenführer, Südliches Afrika“ (2006): Ornithologische Mitteilungen 3/4/2018) oder gelb beim Altvogel und schwarz beim Jungvogel (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder „manchmal schwärzlich“ , „bei gedrehtem Kopf auffallend“ gelb bei der Unterart Milvus aegyptius aegyptius und „einfarbig gelb“ bei der Unterart Milvus aegyptius parasitus (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Die Grösse beträgt 52 bis 55cm (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder 57cm (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder 44 bis 58cm (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“).

Die Schmarotzermilane oder Ägyptischen Schmarotzermilane jagen selten, stehlen oder schmarotzen von anderen Vögeln und von anderen Tieren lieber die Beute (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“). Auch sind die Schmarotzermilane oder Ägyptischen Schmarotzermilane bei Schlachtbänken und bei Fischerbooten auf der Suche nach Abfällen zu finden (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“).

Das Weibchen legt 3 bis 4 glatte, glanzlose Eier im Zeitraum Februar bis April (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“). Beide Altvögel brüten die Eier abwechselnd (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) aus. Obwohl die Jungvögel im Mai flügge werden, werden die Jungvögel noch einige Zeit von den Altvögeln betreut (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“).

Mit freundlicher Genehmigung von Jürgen Sohns, www.sohns-wildlife.de , wurde dieses Foto verwendet.

12. Rotmilan (oder Roter Milan oder Gabelweihe)
lat. Milvus milvus

Die Rotmilane leben in den offenen Landschaften, Feldern, Weideflächen, Wäldern mit alten Laubbäumen, hügeligen Landschaften mit Waldrändern, Mischwäldern, Laubwäldern mit angrenzenden offenen Landschaften, abwechslungsreichen Landschaften, offenen Landschaften mit Wäldern, lichten Wäldern und Baumgruppen, im Flachland bis in 800m Höhe.

In einer Analyse der Landnutzung in Rheinland-Pfalz der Rotmilan-Erfassung im Jahr 2000, stellte man fest (FALKE 07/2012), dass Grünlandflächen das >Rückgrat< „im Kulturlandschaftsmosaik von Wald, Siedlung und Ackerland“ sind.

Als Verbreitungsgebiet findet man „Europa, Kleinasien bis Iran“, Nordwestafrika, „Kanaren, Kapverden(Franz Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder Europa („Bunte Wissenswelt für Kinder: Greifvögel“; Dossenbach: „Das Lexikon der Tiere“ (1997); Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V: „Verantwortungsart Rotmilan“ (2016)) oder „Europa, Westasien, Nordafrika“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder „Europa, Nordafrika und Kleinasien“ (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder Europa, Nordwestafrika, Kleinasien (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder Süd- und Westeuropa (Hayman, Hume: „Die Küstenvögel Europas“ (2006)) oder Europa, Kleinasien, Nordwestafrika (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder Spanien, Südfrankreich, Mitteleuropa, Osteuropa, Nordeuropa (Hume: „Vögel beobachten und bestimmen“ (2014)) oder Südwestafrika, Süd- und Mitteleuropa bis Südwestasien („Vogelpark Walsrode“, 13. Auflage) oder „ganz Europa bis nach Zentralskandinavien und Ostrussland“, „Palästina, Kleinasien, Nordwestafrika“ und „den Kanarischen und Kapverdischen Inseln“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder Europa, Nordafrika, bis zum Kaspisee (als Milvus milvus milvus: Wüst: "Avifauna Bavariae, Die Vogelwelt Bayerns im Wandel der Zeit", Band 1 (1979?)) oder „im wesentlichen die westlichen und mittleren Teile Europas“ (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") oder Mitteleuropa, Südeuropa, Kleinasien, Nordafrika (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder „fast ganz Europa, Nordostafrika und“ die Kapverdischen Inseln (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder Südeuropa, Nordafrika, Naher Osten (Zoo Magdeburg: Zooschild) oder „Europa, Westasien, Nordafrika, Kanaren und Kapverdische Inseln“ („Tiere -grosse Bild-"Enzyklopädie mit über 2000 Arten“ (2001)) oder Iberische Halbinsel, Südfrankreich (FALKE 04/2016) oder „Europa, Asien, Afrika“ (Tierpark Hofgeismar-Sababurg: TUKAN-Zooschild) oder „Spanien, Portugal, Frankreich“, Nordost-Mitteleuropa „bis zur Ostsee“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder „von den Kanarischen Inseln und Marokko ostwärts bis Weissrussland, die Ukraine und Armenien“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder „von den Kanarischen Inseln, Nordwestafrika und der Iberischen Halbinsel über Süd- und Mitteleuropa bis nach Südschweden“, westlichen Randgebieten der „Ukraine und Weissrusslands“, den Kanarischen Inseln (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder Südschweden, Westrussland, bis Mitteleuropa („Spanien, Italien, Sizilien, Bulgarien, Serbien“), Kleinasien, Palästina, bis Nordiran, bis in das Mittelmeergebiet, Nordwestafrika, Westkanaren (als Milvus milvus milvus: Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder Europa bis in die Türkei und den Iran, Nordwestafrika (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder Nordmarokko, Spanien, Südschweden, Georgien, Deutschland (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)) oder als Brutgebiet „von der Iberischen Halbinsel über Frankreich und Deutschland bis nach Polen“ und auch in „Schottland, Dänemark und Südschweden, im Osten bis in die Ukraine“ und in Süden „bis zur Südspitze Italiens“ (FALKE 06/2014).

In der Literatur findet man neben der Nominatform (Milvus milvus milvus) den Kapverdenmilan, lat. Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); Kapverdischen Inseln (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Wüst: "Avifauna Bavariae, Die Vogelwelt Bayerns im Wandel der Zeit", Band 1 (1979?)) oder Kapverden (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder die Inseln Sao Nicolau und Santo Antao (Ortlieb: „Der Rotmilan“, NBB, Band 532) angegeben. Ferguson-Lees/Christie („Die Greifvögel der Welt“) haben die Unterart Milvus milvus fasciicauda als eigenständige Art Kapverdenmilan, lat. Milvus fasciicauda aufgeführt. Andererseits erbrachte eine molekulargenetische Studie, „dass fünf zwischen 1897 und 1924 auf den Kapverden gesammelte Rotmilane, darunter das Typusexemplar von fasciicauda, keine monophyletische Einheit darstellen, sondern an verschiedenen Stellen in einem Phylogramm des Rotmilans verankert sind (Johnson et al. 2005“; Vogelwarte Band 45: Heft 2: Mai 2007). Im Klartext stellen die Kapverdenmilane „keine eigene Art dar, nicht einmal eine eigenständige Entwicklungslinie, der Subspeziesrang eingeräumt werden konnte“ (Vogelwarte Band 45: Heft 2: Mai 2007).

Bei grossem Beuteangebot sind Rotmilane auch Gruppen mit 10 „oder sogar 40 bis 60 Vögeln“ anzutreffen (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)). In den Kerngebieten (Westerwald, in der Rhön, Taunus, Vogelsberg) des Rotmilan-Verbreitungsgebietes werden „Siedlungsdichten von mehr als 10 Paaren (max. 20 Paare) pro 100 km²“ (FALKE 08/2011) angegeben.

In das Überwinterungsgebiet ziehen die Rotmilane „ab Ende September“ („Vögel in Deutschland“: 2012) bzw. „noch bis in den November(Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") bzw. im September (Zoo Magdeburg: Zooschild) bzw. September bis Oktober (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) bzw. „ab Mitte August mit“ dem „Höhepunkt im September/Oktober“ (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) bzw. „ab Ende August, Hauptzugzeit September/Oktober“ (Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V: „Verantwortungsart Rotmilan“ (2016)) bzw. „Anfang September bis Mitte Oktober“ (FALKE 04/2016) bzw. aufgrund von Ringfunden die meisten „im Oktober“ (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)) bzw. „ab Ende August“ bis „Oktober/November“ in Mecklenburg oder „Mitte Juli“ bis „August/September“ in Brandenburg (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005).

Als Überwinterungsgebiet wird Nordwestafrika und Nordwestindien (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder „Spanien und Portugal, seltener Nordafrika“ (LBV-Broschüre: „Vogel des Jahres 2000: Der Rotmilan“) oder das „Mittelmeergebiet einschliesslich Nordafrika und“ Vorderasien (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") oder die europäischen Mittelmeerländer, die Türkei und Nordafrika (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder der nördliche Mittelmeerraum (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder Spanien (Zoo Magdeburg: Infotafel zum Rotmilan) oder Westeuropa und Italien (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder „Südfrankreich Spanien und Portugal“ (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder überwiegend „Spanien, teilweise auch weiter nördlich und zunehmend sogar in Deutschland“ („Vögel in Deutschland“: 2012) oder für die „die meisten der Vögel“ Westeuropa und Südeuropa (Bergmann: „Vogelfedern an Flüssen und Seen“ (2012)) oder auch „in Schweden“ (Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988)) oder auch die Iberische Halbinsel (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder „hauptsächlich in Südfrankreich, Spanien und Portugal“, auch im Nordharzvorland (LK Harz, Umweltamt „Erhaltung des Rotmilans“) oder Spanien, Portugal, Südfrankreich (FALKE 04/2019)oder Spanien, Südfrankreich (Deutsche Wildtier Stiftung: „Land zum Leben für den Rotmilan“ (2014)) oder „Südwesteuropa (Frankreich bis Portugal), einige auch in Deutschland“ (Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V: „Verantwortungsart Rotmilan“ (2016)) oder der Mittelmeeraum (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder Südfrankreich, Iberische Halbinsel (VÖGEL 03/2018), aber auch in Mitteleuropa, Südschweden (VÖGEL 03/2018) angegeben. Andererseits ist inzwischen das Verbreitungsgebiet Nordwestafrika „ungewiss“ (FALKE 06/2014).

Die Rotmilane überwintern „immer mehr“ „in den letzten Jahrzehnten“ in den Brutgebieten in Mitteleuropa („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder in Mitteleuropa zunehmend (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder der Bestand der Rotmilane, die „in Südschweden, Deutschland und der Schweiz überwintern“, wird mit „jeweils etwas mehr als 1.000 Exemplare“ (Hellmann 2002; Schmid & Volet 2004; Vogelwarte Band 47: Heft 3: August 2009) angegeben.

Für eine Untersuchung „in den Jahren 2002 bis 2005 wurden in Thüringen“ 9 Rotmilane, darunter 2 Jungvögel, besendert, wobei „im Herbst acht Wegzuge nach Spanien und im Frühjahr vier Heimzuge ins Brutgebiet“ dokumentiert werden konnten und „Entfernungen zwischen 1.450 und 2.320km“ zurückgelegt wurden (Vogelwarte Band 47: Heft 3: August 2009).

Der Bestand der Rotmilane, die in Frankreich überwintern, wird mit 5.100 Individuen im Januar 2009 (Riols 2009; Vogelwarte Band 47: Heft 3: August 2009) angegeben. Um herauszubekommen, was den mit Sendern versehenen Rotmilane in Frankreich geschehen ist, startete man eine Untersuchung im Überwinterungsgebiet und fand einige besenderte Rotmilane und auch „normale“ Mäusebussarde vergiftet und tot (FALKE 02/2009). In einem anderen von 2016 bis 2019 laufenden Projekt des NABU und des Landes Hessen wurden Rotmilane besendert, um eine „Analyse möglicher Gefährdungsursachen im Zug- und Überwinterungsgebiet, Sensibilisierung für europäische Naturschutzrichtlinien (z.B. Natura 2000), Öffentlichkeitsarbeit, Sympathiewerbung für die Art, Vernetzung von Rotmilankennern zwischen Deutschland und Spanien sowie Aufklärungsarbeit im Überwinterungsgebiet“ durchzuführen (NABU: „Naturschutz-heute“ (02/2017)).

Der Bestand der Rotmilane, die in Spanien überwintern, wird mit 69.000 Individuen im Jahr 1994 (FALKE 02/2009), mit 66.200 bis 72.200 im Jahr 1994 (Cardiel 2006; Vogelwarte Band 47: Heft 3: August 2009), mit 35.000 Individuen im Jahr 2004 (FALKE 02/2009), mit 35.500 bis 36.200 Individuen im Jahr 2004 (Cardiel 2006; Vogelwarte Band 47: Heft 3: August 2009) angegeben. Im spanischen Überwinterungsgebiet „wird von mehreren hundert getöteten Rotmilanen je Jahr ausgegangen“ (Stubbe/Stubbe: Beiträge zur Jagd- und Wildforschung, Band 30: "Greifvögel zwischen Schutz, Nutzung und Verfolgung" (2005)). Von 1990 bis 2005 wurden im Überwinterungsgebiet Spanien 14.500 Rotmilane getötet, die „offenbar keine grössere Scheu“ vor dem Menschen hatten (FALKE 02/2009).

Die Rotmilane kommen ab „Ende Februar“ („Vögel in Deutschland“: 2012; Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") bzw. „ab Februar“ (Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V: „Verantwortungsart Rotmilan“ (2016)) bzw. „Ende Februar und hauptsächlich im März“ (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) bzw. aufgrund von Ringfunden „Februar bis April“ (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)) bzw. fliegen im „Ende Februar“ los und kommen „März bis Anfang April“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder kommen „Anfang März“ („Vogelpark Walsrode“, 13. Auflage) oder im März (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) zurück.

In der Schweiz überwinterten 2018/2019 laut einer Zählung an mehreren Schlafplätzen 3.457 Rotmilane (FALKE 04/2019).

Die Rotmilane überwintern „in zunehmenden Masse in Deutschland“ (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder zu einem kleinen Teil „neuerdings“ in Deutschland (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder „nur wenige überwintern bei uns“ (Zoo Magdeburg: Infotafel zum Rotmilan) oder in Deutschland von einigen Rotmilanen (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)) oder „in Niedersachsen und Bayern“ „schon in ganzen Trupps“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder im Brutgebiet (Bergmann: „Vogelfedern an Flüssen und Seen“ (2012)) oder seit 25 Jahren zunehmend im oder in der Nähe des Brutgebietes (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005).

Überwinterungen in Deutschland wurden bereits 1791 in Thüringen dokumentiert (FALKE 04/2016). In einer Zählung überwinternder Rotmilane in Sachsen-Anhalt „wurden am 6. und 7. Januar 2018 insgesamt 537 überwinternde Rotmilane an 15 Schlafplätzen gezählt“ und „am grössten Schlafplatz schliefen 196 Rotmilane“ (Poster auf dem 9. Internationalen Symposium Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten (2018)). In Deutschland überwinterten 2018/2019 laut einer Zählung an mehreren Schlafplätzen 777 Rotmilane (FALKE 04/2019).

Man findet, dass „die Anzahl der bei uns brütenden Paare“ „seit dem Beginn der 1999er Jahre um etwa ein Drittel abgenommen“ hat (Deutsche Wildtier Stiftung: „Land zum Leben für den Rotmilan“ (2014)) oder dass sich „seit Anfang der 1990er Jahre“ der Bestand bundesweit „um 30%“ reduzierte, am stärksten „im Hauptverbreitungsgebiet in Sachsen Anhalt“ (Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V: „Verantwortungsart Rotmilan“ (2016)). In der Analyse der Rückgangsursachen beim Rotmilan im Vogelschutzgebiet EU-SPA V19 wurden 1999 bis 2000 ca. 21 Revierpaare ermittelt, 2003 25 Revierpaare ermittelt, von denen 17 Paare brüteten, 2008 16 Brutpaare ermittelt, von denen nur 6 erfolgreich waren (Mammen: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 7, 2017).

In Mitteleuropa sind die Rotmilane schon im August an den Wintersammelplätzen („Vögel in Deutschland“: 2012). Ab „Mitte Juni“ bilden die Rotmilane Schlafgemeinschaften von „bis zu 180“ Vögeln und im Überwinterungsgebiet im Mittelmeerraum von „etwa 100“ Vögeln (Stiefel: „Ruhe und Schlaf bei Vögeln“, NBB487, 1976) oder „im Winter bis zu 200 Vögel“ meist in der Nähe von Mülldeponien (LBV-Broschüre: „Vogel des Jahres 2000: Der Rotmilan“). Schlafgemeinschaften von etwa 250 Rotmilanen im Harzvorland (FALKE 06/2014) und bis zu 500 Rotmilanen in Spanien (FALKE 06/2014) wurden beobachtet.

Als Standvögel werden daher die Rotmilane in Südwesteuropa (FALKE 06/2014) oder „im Süden und Westen“ (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder die südeuropäischen Populationen (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder die südeuropäischen und britischen Populationen (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) angegeben.

Bedroht werden die Rotmilane durch die Veränderungen und Intensivierungen der Landschaft, dem Fällen von Horstbäumen, durch Vergiftungen, Kollision durch Windkraftanlagen (NABU Sachsen-Anhalt: “Rotmilan”) oder durch Abschuss in Deutschland „trotz des Jagdverbots“ (jährlich werden „schätzungsweise 250 bis 500 Rotmilane illegal getötet“; Hirschfeld 2011; Vogelwarte Band 51: Heft 3: August 2013) oder durch „Nahrungsmangel in der Aufzuchtzeit, Störungen am Horst, Kollisionen mit Windkraftanlagen, Stromtod, illegale Abschüsse oder Vergiftungen“ (Zoo Magdeburg: Infotafel zum Rotmilan) oder die Rotmilane gehören „zu den häufigsten Schlagopfern“, da sie „bei den Jagdausflügen nicht“ den Windkraftanlagen ausweichen und daher „oft von den Rotorblättern erschlagen“ werden, was „während der Brutpflege“ beim „Ausfall des einzelnen Tieres oft den Ausfall des ganzen Geleges mit sich“ zieht (“Der Falkner” ( 2016)).

In 8 Bundesländern in 11 Projektgebieten startet ein Artenschutzprojekt mit Landschaftspflegemaßnahmen von DDA, dem Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) und der Deutschen Wildtier Stiftung „in Zusammenarbeit mit der Land- und Forstwirtschaft“ dessen Ziel eine Verbesserung der „Lebensbedingungen des Rotmilans in Deutschland“ ist (voegel-magazin.de vom 12.05.2014: „Bundesweites Artenschutzprojekt für den Rotmilan“). Ein für den Rotmilan in Sachsen-Anhalt aufgestelltes Artenhilfsprogramm empfiehlt „Massnahmen, die das Angebot und die Erreichbarkeit von Kleinsäugern in der Agrarlandschaft verbessern“, „die Erhaltung, Pflege und Neupflanzung von Nistbäumen im Agrarraum und die Minimierung von Verlusten durch den Waschbär“ und einen „Mindestabstand neu zu errichtender Windkraftanlagen von 1.500m zu Rotmilanhorsten“ (voegel-magazin.de vom 24.11.2014: „Artenhilfsprogramm für den Rotmilan“). Da Rotmilane „vergleichsweise häufig am Windenergieanlagen zu Tode“ kommen, „müssen bei der Ausweisung von Windenergiegebieten besondere Vorsichtsmassnahmen ergriffen werden“, was aber „besonders schwierig“ ist, „wenn die Flächen unter den Windrädern gleichzeitig attraktive Gebiete für die Nahrungssuche des Milans sind“ (NABU: „Naturschutz-heute“ (04/2011)). Die Staatliche Vogelschutzwarte Brandenburg führt seit dem Jahr 2002 „eine zentrale Verlustdatei über Vögel und Fledermäuse als Windkraftopfer in Deutschland“ (FALKE 05/2014). Mittlerweile sind 3.100 laufende Windenergieanlagen in Betrieb und man geht von etwa 308 Rotmilanen in Brandenburg aus (Grundlage ist einerseits die Methode zur Schätzung der Kollisionsraten des Bundesumweltministeriums und andererseits die Methode zur populationsbiologischen Folgenabschätzung; die „in den USA Bestandteil des Bundesrechts („Marine Mammal Protection Act“)“ ist), die jährlich durch Windenergieanlagen umkommen werden (FALKE 05/2014). Es wird angegeben, dass „von der Vogelschutzwarte Brandenburg“ bis zum Jahresende 2009 126 Rotmilane „fast nur Zufallsfunde“ als Opfer von Windkraftanlagen dokumentiert wurden und dass die Windkraftanlagen für den Rotmilan in Brandenburg „die Todesursache Nr.1 mit 36,7%“ ist ("Ornithologische Mitteilungen", Jahrgang 69: Nr. 7/8/2017). In einem fünfjährigen Rotmilan-Projekt der NABU-Stiftung Hessisches Naturerbe, ob „die örtliche Verbesserung des Nahrungsangebotes dazu beitragen kann, Konflikte mit dem Ausbau der Windkraft zu reduzieren“, kam heraus, dass die Rotmilane „ihre Raumnutzung änderten und bevorzugt die vom NABU optimierten Nahrungsbiotope abflogen“ (NABU: „Naturschutz-heute“ (01/2015)). Andererseits werden in einer anderen Untersuchung „mehr als 300“ Kollisionsopfer angegeben und dass durch den Verlust von Altvögeln „zusätzlich mit einer erheblichen Zahl von Brutverlusten zu rechnen“ ist (FALKE 07/2015). Aus einer weiteren Untersuchung geht hervor, dass „dass bei gleichbleibender Kollisionsrate pro Windenergieanlage verbunden mit einer Zunahme der Anlagen schon bald ein Grenzwert erreicht werde, ab dem die Verluste nicht mehr ausgeglichen werden könnten und es zwangsläufig zu einem Rückgang der europäischen Rotmilanpopulation kommen werde“ (FALKE 12/2015). In einer anderen von 2001 bis 2009 durchgeführten Untersuchung, bei der durch Windkraftanlagen getötete Rotmilane untersucht wurden, kam heraus, dass von 73 von 82 Rotmilane „während der Fortpflanzungsperiode getötet“ wurden und in einer Hochrechnung „für das Jahresende 2011“ „an allen in Brandenburg betriebenen“ Windenergieanlagen könnte der errechnete „Schwellenwert für eine nachhaltige Schwächung der brandenburgischen Rotmilanpopulation“ überschritten werden; „dieser entspräche 393 Individuen“ (Vogelwarte Band 51: Heft 4: Dezember 2013).

Man findet, dass „30% aller jungen Rotmilane“ „von Habichten geschlagen“ werden (Vogelwarte Band 51: Heft 4: Dezember 2013) oder man findet, dass aufgrund der Installation von 2 Kameras an 2 Nestern herauskam, dass es zur „Prädation durch Habichte“ kam, „woraufhin drei der vier Jungvögel nicht flügge wurden“ (Mammen: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 7, 2017).

Im Jahre 1989 startete ein Wiederansiedlungsprogramm (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Falke 05/2003) für Rotmilane im England und Schottland. Die ersten 10 jungen Rotmilane kamen 1989 aus Schweden („Greifvögel und Falknerei“ 1993). 1990 folgten 19 und 1991 folgten 20 weitere junge Rotmilane aus Schweden. Aus Spanien kamen 11 junge Rotmilane im Jahr 1990 und 11 weitere junge Rotmilane im Jahr 1991 („Greifvögel und Falknerei“ 1993). In England wurden zusätzlich vier Rotmilane aus Wales („Greifvögel und Falknerei“ 1993) im Jahr 1991 freigelassen. Im Jahre 1992 verzeichnete man die ersten erfolgreichen Bruten in England und Schottland. Für das Wiederansiedlungsprogramm wurden 93 Rotmilane zwischen 1989 und 1994 ausgewildert (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Falke 05/2003). Andererseits wurden seit dem „Beginn der Wiedereinbürgerung des Rotmilans“ im Jahr 1989 „20 illegal vergiftete Rotmilane gefunden“, die „vermutlich zur Fuchs- oder Krähenbekämpfung ausgelegte vergiftete Köder aufgenommen“ hatten („Vogel und Umwelt“; Bd. 18, Heft 1-3 (2010)). Der Bestand wird mit 250 bis 300 Brutpaaren (FALKE 01/2000); mit 257 Brutpaaren mit 360 ausgeflogenen Jungvögeln (Royal Society of the Protection of Birds (RSPB): Falke 01/2000); mit 30 Brutpaaren (inkl.: 259 Brutpaaren in Wales, 33 Brutpaaren in Nordschottland) im Jahr 2000 (FALKE 05/2003) angegeben. Da die Rotmilane wider Erwarten auch städtische Gebiete besiedelten, fand man aufgrund „statistisch kompliziert angelegte und ausgewertete Interviews“ „heraus, das 4,5% (entspricht 4359) der privaten Haushalte für Rotmilane Futter auslegen“ (FALKE 07/2015). Ca. 5% des Weltbestands oder über 1.000 Paare leben in England, Schottland und Irland (FALKE-Sonderheft Greifvögel 2011).

Im Jahre 2007 startete in Irland ein Wiederansiedlungsprojekt für Rotmilane.

Der Weltbestand der Rotmilane wird mit 15.000 Paaren (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)), mit 16.500 bis 22.500 Paaren (LBV-Broschüre: „Vogel des Jahres 2000: Der Rotmilan“, 1999), mit 17.400 bis 22.600 Brutpaaren (Falke 01/2000), mit 25.000 bis 30.000 Paaren (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1"), mit rund 24.000 Paaren (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012), mit 19.878 bis 22.484 Paaren (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006), mit 6.500 bis 22.500 Brutpaaren (NABU Sachsen-Anhalt: “Rotmilan”), mit 23.000 Brutpaaren (NABU: „Naturschutz-heute“ (01/2008)); mit 19.000 bis 24.000 Brutpaaren (Stubbe/Mammen: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 6, 2009); mit 12.000 Brutpaaren (NABU: „Naturschutz-heute“ (01/2008)); mit 19.500 bis 24.000 Brutpaaren (FALKE 02/2009), mit der Untergrenze von 17.000 und mit der Obergrenze von 22.000 bis 28.000 Paaren („Vogel und Umwelt“; Bd. 18, Heft 1-3 (2010); Seite 8) oder mit 31.500 bis 45.000 Vögeln („Vogel und Umwelt“; Bd. 18, Heft 1-3 (2010); Seite 67, 68), mit maximal 22.000 Paaren (Zoo Magdeburg: Zooschild); mit 18.000 bis 22.000 Brutpaaren (FALKE 08/2011), mit 23.000 Individuen (NABU: „Naturschutz-heute“ (01/2014)), mit 19.000 bis 24.000 Paaren (NABU: „Naturschutz-heute“ (02/2017)); mit ca. 20.000 Brutpaaren (VÖGEL 03/2018) angegeben.

Der europäische Bestand der Rotmilane wird mit 21.900 Paaren (Mebs: „Greifvögel Europas“, 2002), mit 17.000 bis 28.000 Rotmilan-Paaren (Brichetti, „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“; 2002), mit 25.000 bis 29.000 Paaren (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005)), mit 25.000 bis 29.000 Brutpaaren (in der Westpaläarktis: Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005), mit 25.000 Brutpaaren (Bezzel: BLV Handbuch „Vögel“ (2006)), mit 22.000 Brutpaaren (FALKE 01/2009), mit 12.000 bis 18.000 Brutpaaren (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)), mit 19.000 bis 23.000 Brutpaaren (Vogelwarte Band 51: Heft 3: August 2013), mit 24.000 bis 31.000 Brutpaaren (FALKE 06/2014), mit 25.200 bis 33.400 Brutpaaren (Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V: „Verantwortungsart Rotmilan“ (2016)) angegeben.

Der deutsche Bestand der Rotmilane wird mit 2.000 Rotmilan-Brutpaaren im Jahre 1981 (Landesamt für Umweltschutz Baden-Württemberg: „Schützen wir unsere Greifvögel“ (1991)), mit 9.000 bis 12.000 Paaren (LBV-Broschüre: „Vogel des Jahres 2000: Der Rotmilan“, 1999), mit 9.200 bis 12.100 Brutpaaren (FALKE 01/2000), mit 9.000 bis 12.700 Brutpaare in 1994 (FALKE 09/2003), mit 10.100 bis 12.300 Brutpaaren (NABU Sachsen-Anhalt: “Rotmilan”), mit 10.500 und 14.000 Brutpaaren (Falke 02/2005), mit 10.000 bis 12.500 Brutpaaren (zwei Drittel davon in ostdeutschen Bundesländern): FALKE 02/2009), mit 10.000 bis 14.000 Brutpaaren (Bestand: 2005: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2009); FALKE-Sonderheft Greifvögel 2011; OBS-Info Nr. 44 (Mai 2011); FALKE 03/2011; Zoo Magdeburg: Infotafel zum Rotmilan), mit ca. 12.000 Paaren (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012), mit ca. 10.500 bis 12.000 Brutpaaren (Vogelwarte Band 51: Heft 4: Dezember 2013), mit 12.000 bis 18.000 Brutpaaren (Bestand 2005-2009: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2013); Bestand: 2005-2009: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2014); LBV-Broschüre „Der Habicht, Vogel des Jahres 2015“; FALKE 06/2014; „Berichte zum Vogelschutz“ (52/2015)), mit 12.000 bis 15.000 Brutpaaren (Deutsche Wildtier Stiftung: „Land zum Leben für den Rotmilan“ (2014)), mit 12.000 bis 18.000 Brutpaaren (Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V: „Verantwortungsart Rotmilan“ (2016)) angegeben.

Der Bestand der Rotmilane in Spanien wird mit 3.500 Brutpaaren im Jahr 1994 („Vogel und Umwelt“; Bd. 18, Heft 1-3 (2010)); mit 3.000 bis 4.000 Brutpaaren (Falke 01/2000), mit 2.000 bis 2.200 Brutpaaren (NABU Sachsen-Anhalt: “Rotmilan”) angegeben. Der Winterbestand in Spanien wird mit 66.000 „überwinternde Rotmilane“ im Jahr 1994 (FALKE 01/2017), mit 35.523-36.233 Brutpaaren im Jahr 2004 (FALKE 06/2009), mit 53.000 bis 62.000 Vögeln im Winter 1993 bis 1994, auch wenn andere 10.700 Paare oder 12.000 bis 25.000 Paare oder 15.000 bis 17.000 Paare angeben („Vogel und Umwelt“; Bd. 18, Heft 1-3 (2010)), mit 35.000 statt 70.000 Rotmilanen, weil in den letzten 15 Jahren der Bestand um ca. 30-40% sank (VÖGEL (02/2010)), „mit mehr als 50.000 gezählten Individuen beim Zensus im Jahr 2014“ (FALKE 01/2017) angegeben.

Der Bestand der Rotmilane in Frankreich wird mit 2.500 – 3.000 Brutpaaren (Falke 01/2000), mit 3.000 bis 3.900 Brutpaaren (NABU Sachsen-Anhalt: “Rotmilan”) angegeben.

In Deutschland lebt „über 75% des Gesamtbestandes(Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder „über 60% des Gesamtbestandes“ (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder „fast 60 % des weltweiten Bestandes“ (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2007)) oder „etwa 60 Prozent der Weltpopulation“ (NABU: „Naturschutz-heute“ (02/2008)) oder „ca. 60% der Brutpopulation“ (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2012)) oder 60% des Weltbestands ("LBV-Kompakt Greifvögel"; LBV-Broschüre: „Vogel des Jahres 2000: Der Rotmilan“, 1999; NABU: „Naturschutz-heute“ (02/2011); LBV-Vogelschutz 03/2012; Mammen: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 7, 2017) oder „über 50% des Weltbestandes“ (NABU: „Naturschutz-heute“ (04/2011, 01/2014, 02/2017); FALKE 05/2014) oder „mehr als die Hälfte des Weltbestandes“ (NABU: „Naturschutz-heute“ (03/2013); FALKE 06/2014) oder „mehr als die Hälfte des weltweiten Bestandes“ (Zoo Magdeburg: Infotafel zum Rotmilan) oder „mehr als 50% der Weltpopulation“ (LK Harz, Umweltamt „Erhaltung des Rotmilans“) oder „mehr als die Hälfte des nahezu ausschließlich auf Europa beschränkten Weltbestandes“ (OBS-Info Nr. 44 (Mai 2011)) oder 50% des Weltbestands („LBV-Artenwissen: Vögel erkennen und bestimmen“) oder „rund die Hälfte des Weltbestandes“ (Hayman, Hume: „Die Küstenvögel Europas“ (2006)) oder „über 50% des Weltbestandes“ und davon „zwei Drittel in den neuen Bundesländern“ (NABU Sachsen-Anhalt: “Rotmilan”) oder „mehr als 50% des Weltbestands“ (komitee, NABU, LBV: „Illegale Greifvogelverfolgung, Ein Leitfaden für Naturfreunde und Behörden“ (2014); FALKE 07/2015) oder „über die Hälfte der Weltpopulation“ (Stubbe/Mammen: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 6, 2009) oder „über die Hälfte des Weltbestands“ (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)) oder das Nordharzvorland gilt als das Weltdichtezentrum „und eines der wichtigsten Durchzugs- und mittlerweile auch Überwinterungsgebiete“ befindet (LK Harz, Umweltamt „Erhaltung des Rotmilans“).

In den Ländern „Deutschland Frankreich und Spanien“ leben „über 80% des Weltbestandes“ (NABU Sachsen-Anhalt: “Rotmilan”).

Der Bestand der Rotmilane im Bundesland Sachsen wird mit 200 bis 350 Brutpaaren im Zeitraum 1978 bis 1982 (Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V: „Verantwortungsart Rotmilan“ (2016)), mit 800 bis 1.100 Brutpaaren im Zeitraum 1993 bis 1996 (Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V: „Verantwortungsart Rotmilan“ (2016)), mit 1.000 bis 1.400 Brutpaaren im Zeitraum 2004 bis 2007 (Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V: „Verantwortungsart Rotmilan“ (2016)), mit 900 bis 1.200 Brutpaaren im Jahr 2011 (Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V: „Verantwortungsart Rotmilan“ (2016); „Grossvogelschutz im Wald“ (April 2018)) angegeben.

Der Bestand der Rotmilane im Bundesland Saarland wird mit 40 bis 60 Paaren (Falke 02/2005) angegeben.

Der Bestand der Rotmilane im Bundesland Hessen wird im Jahre 1996 mit 1100 Paaren (FALKE 02/2009), im Jahre 2000 mit 960 Paaren (FALKE 02/2009); mit 1.000 bis 1.200 Paaren (NABU: „Naturschutz-heute“ (03/2013)); mit bis zu 1.300 Revieren (NABU: „Naturschutz-heute“ (02/2017)) angegeben. In Hessen brüten 5% des Weltbestandes (FALKE 06/2014). Der Bestand in Südhessen wird mit 35 bis 39 (45) Brutpaaren, mit 49 Revierpaaren im Jahr 2000 („Vogel und Umwelt“; Bd. 18, Heft 1-3 (2010)) angegeben.

Der Bestand der Rotmilane im Bundesland Brandenburg wird mit 1.300 Brutpaaren im Jahr 2000 („Vogel und Umwelt“; Bd. 18, Heft 1-3 (2010)) angegeben.

Der Bestand der Rotmilane in Schweiz wird mit 800 bis 1.200 Brutpaaren (FALKE 01/2000), mit 1.200 bis 1.500 Brutpaaren (NABU Sachsen-Anhalt: “Rotmilan”), mit 3-5% des europäischen Bestandes (FALKE 04/2004), mit 800 Brutpaaren (FALKE 01/2009) angegeben.

Im Überwinterungsgebiet Schweiz wird der Bestand „mit weniger als 2.000 Vögeln“ beim Zensus im Jahr 2014 (FALKE 01/2017) angegeben. Bei den allwinterlichen Schlafplatzzählungen in der Schweiz wurden 1.252 Rotmilane im Winter 2006/2007, 3.362 Rotmilane im Januar 2016 (FALKE 04/2016), „weniger als 2.000“ Vögel beim Zensus im Jahr 2014 (FALKE 01/2017) angegeben.

Der Bestand der Rotmilane in Italien wird mit 130 bis 170 Brutpaaren im Jahr 1990 („Vogel und Umwelt“; Bd. 18, Heft 1-3 (2010)), mit 315 bis 397 Brutpaaren 1999 („Vogel und Umwelt“; Bd. 18, Heft 1-3 (2010)), mit 150 Brutpaaren (Falke 01/2000) angegeben. Im Überwinterungsgebiet Italien konnten beim Zensus „rund 1.600 Rotmilane im Jahr 2014 angegeben werden (FALKE 01/2017).

Der Bestand der Rotmilane in Portugal wird mit 100 Brutpaaren (Falke 01/2000) angegeben. Im Überwinterungsgebiet Portugal: „mit rund 1.600 Rotmilanen“ beim Zensus im Jahr 2014 (FALKE 01/2017) angegeben.

Der Bestand der Rotmilane in Schweden wird mit 700 bis 800 Brutpaaren (Falke 01/2000), mit 1.800 Brutpaaren (NABU Sachsen-Anhalt: “Rotmilan”) angegeben. Überwinterungen in Südschweden wurden bereits ab dem Winter 1958/1959 dokumentiert, im Jahr 2008 wurden „1000 bis 1500 Individuen“ dokumentiert (FALKE 04/2016).

Der Bestand der Rotmilane in Polen wird mit 500 bis 600 Brutpaaren (Falke 01/2000), mit 650 bis 700 Paaren (Falke 04/2000) angegeben.

Das Gefieder ist allgemein sehr >bunt<, „teils dunkel-, teils rostbraun“ ("LBV-Kompakt Greifvögel") oder überwiegend rostfarben (FALKE 06/2014) oder „grösstenteils rotbraun” (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder rostbraun („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder „kräftig rostbraun“ (Hayman, Hume: „Die Küstenvögel Europas“ (2006)) oder rotbraun (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); „Bunte Wissenswelt für Kinder: Greifvögel“; Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983); VÖGEL 04/2016) oder rötlich braun (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971); Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder „bräunlich“ (LBV-Broschüre: „Vogel des Jahres 2000: Der Rotmilan“; NABU Sachsen-Anhalt: “Rotmilan”) oder „hell bräunlich bis rostrot“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder „rötlich“ (DJV: "Unsere Greifvögel", 1992) oder überwiegend rötlich gefärbt (VÖGEL 03/2018) oder bräunlich bis rostrot (LK Harz, Umweltamt „Erhaltung des Rotmilans“) oder rostrot (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006); Blase: „Die Jägerprüfung“ (2007)).

Der Kopf ist hell (FALKE 06/2014; Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder ist sehr hell (Hume: „Vögel beobachten und bestimmen“ (2014)) oder ist „heller“ (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder ist „weisslich“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder ist grau (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006); „LBV-Artenwissen: Vögel erkennen und bestimmen“) oder ist grau, gestrichelt (Hayman, Hume: „Die Küstenvögel Europas“ (2006)) oder hat eine „weissliche Grundfarbe“ (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder ist hell und gestreift („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder ist hell, dunkel gestrichelt (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder ist weisslich, dunkel gestreift (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder ist weiss, gestreift („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder ist weisslich, gestrichelt (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder „weisslich bis grau“ (LBV-Broschüre: „Vogel des Jahres 2000: Der Rotmilan“; LK Harz, Umweltamt „Erhaltung des Rotmilans“; "LBV-Kompakt Greifvögel") oder ist grauweiss (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder ist hellgrau (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Blase: „Die Jägerprüfung“ (2007); VÖGEL 04/2016; Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder ist hellgrau, dunkel gestreift (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder ist „rötlichweiss mit dunkler Strichelung“ (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder ist „weisslich mit dunkler Strichelung” bei Altvögeln (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012).

Die Augen sind gelb (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder hell bei den Altvögeln, dunkel bei den Jungvögeln (Hayman, Hume: „Die Küstenvögel Europas“ (2006)).

Die Oberseite ist rotbraun (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002); Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; „LBV-Artenwissen: Vögel erkennen und bestimmen“) oder „rotbraun mit hellen Federsäumen“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder „rostbraun mit hellen Federsäumen“ (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder „dunkelbraun, Federn gelbraun gesäumt“ (Franz Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder „lebhaft rostrot“ mit „helleren Federsäumen“ (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder rostbraun, wobei die Federn hell umsäumt sind (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder rotbraun, wobei die Federn hell umsäumt sind (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder „dunkel rotbraun“ (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder dunkel rötlich-braun und dunkel gefleckt (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)).

Die Schwungfedern sind grauweiss (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)), die Flügelspitzen sind „schwarzbraun“ (Franz Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)), die Handschwingen sind schwarz (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)).

Die Unterseite ist rotbraun (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004); „LBV-Artenwissen: Vögel erkennen und bestimmen“) oder die Unterseite ist rostrot (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder die Unterseite ist fuchsbraun und schwarz gestreift (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder oder die Unterseite ist hellrostrot („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder die Unterseite ist „rostbraun und dunkel gestreift“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder die Unterseite ist dunkel gestreift (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder der Bauch und die Hosen sind „rotbraun mit dunklen Schaftstrichen“ (Franz Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder die Unterseite ist „heller“ (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder die Unterseite ist „heller rostrot mit dunkler Strichelung“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder die Unterseite ist heller und dunkel gefleckt (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder die Unterseite ist „lebhaft rostrot“ und „unterseits mit dunkelbraunen bis schwarzen Schaftstrichen“ (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder die Brust und der Bauch sind „tief rotbraun, dünn schwarz gestrichelt” (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder „rostrot mit schwarzen Schaftstrichen“ (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012).

Der Schwanz ist tief gegabelt (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002); Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002); „Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995); Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006); VÖGEL 04/2016) oder lang und tief gegabelt (FALKE 06/2014; Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) und „rotbraun, am Ende gelbbraun in schwarz übergehend“ (Franz Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder fuchsrot (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder fuchsrot und tief gegabelt (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder rotbraun (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder rostfarben und tief gegabelt (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder lang, rostrot, stark gegabelt (LBV-Broschüre: „Vogel des Jahres 2000: Der Rotmilan“; NABU Sachsen-Anhalt: “Rotmilan”) oder oberseits rostrot und tief gegabelt (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder „oberseits einfarbig rostrot” (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder rostrot (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993); Hume: „Vögel beobachten und bestimmen“ (2014)) oder auf der Schwanzoberseite rostrot (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder tiefgegabelt und rostrot („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007); Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; "LBV-Kompakt Greifvögel") oder „oberseits rostfarben, unterseits heller” (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder kastanienfarben (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)).

Die Grösse beträgt 50 bis 65cm (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder 58 bis 65cm (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder 60cm („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995); „Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder 61cm (Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965); de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971); Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002); Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder 60 bis 65cm („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007); Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder 56 bis 61cm (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder 61 bis 66cm (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“; Dierschke: „1000 Vögel“; „Tiere -grosse Bild-Enzyklopädie mit über 2000 Arten“ (2001)) oder 60 bis 72cm (Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“) oder 60 bis 70cm (NABU Sachsen-Anhalt: “Rotmilan”; Zoo Magdeburg: Infotafel zum Rotmilan) oder 61 bis 72cm (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002); Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Haas, Schürenberg: „Ökologie der Vögel“, Bd. 26 (2008)) oder 60 bis 65cm (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004); Hayman, Hume: „Die Küstenvögel Europas“ (2006); Hume: „Vögel beobachten und bestimmen“ (2014)) oder 60 bis 66cm (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder 65cm (LBV-Broschüre: „Vogel des Jahres 2000: Der Rotmilan“; "LBV-Kompakt Greifvögel") oder 66cm (Kugi, Kassin: „Das grosse Vogelbuch...“ (1991)) oder 67cm (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder „60-66 (61-66)“cm (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") oder 55cm bei den Männchen und 60cm bei den Weibchen („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)).

Rotmilane suchen im „Gleit- und Segelflug(Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder im „Suchflug (6-60m)“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder im Spähflug in einer Höhe von 30 bis 60m (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder segeln „stundenlang“ über dem „offenem Gelände“ (Tierpark Hofgeismar-Sababurg: TUKAN-Zooschild) nach der Beute, den Säugetieren (Feldmäuse, Schermäuse, Feldhamster, Junghasen, Wühlmäuse, Hamster, Ratten), kleinen Vögeln (Krähen, Möwen und ergreifen auch „glitzernde Fische“ (Veselovsky: „Illustriertes Lexikon der Vögel“ (1998)) an der Oberfläche. Als Hauptnahrung werden Feldhamster (LBV-Broschüre: „Vogel des Jahres 2000: Der Rotmilan“) angegeben. Aus einer Entfernung von 800m werden Beutetiere erkannt („LBV-Artenwissen: Vögel erkennen und bestimmen“).

Auch im laufen suchen Rotmilane Beute, wie beispielsweise Reptilien (zum Beispiel Eidechsen), Käfer, Frösche, Insekten und Raupen. Im Mittelmeerraum werden auch Eidechsennnattern und Treppennattern (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) erbeutet und gefressen.

Rotmilane suchen auch auf Müllhalden nach Beute (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971); „Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder auf Mülldeponien findet man Rotmilane „truppweise“ (Dierschke: „1000 Vögel“). Rotmilane fressen auch Aas.

Rotmilane jagen mitunter Fischadlern, Habichten, Falken („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)), Mäusebussarden („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)), Wanderfalken und Seeadler (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder anderen Vögeln (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) die Beute ab.

Nach einer Beobachtung „im Nordwesten der Schweiz“ begannen sich die Rotmilane „ab Ende Dezember paarweise zu gruppieren“, „schliefen dicht nebeneinander“ und „jagten nebeneinander(Ortlieb: „Der Rotmilan“, NBB, Band 532). Die Rotmilane kommen aus dem Überwinterungsgebiet verpaart (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") oder verpaart oder einzeln (FALKE 06/2014) zurück. Häufig kommen Männchen und Weibchen im Abstand „von bis zu vier Wochen“ (FALKE 06/2014) zurück. Das Brutrevier verteidigt das Rotmilan-Männchen nicht nur gegen andere Rotmilan-Männchen, sondern auch gegenüber Wanderfalken, Turmfalken und Mäusebussarden (Ortlieb: „Der Rotmilan“, NBB, Band 532). Andererseits verjagen auch Habichte und Schwarzmilane die Rotmilane vom Nest (Ortlieb: „Der Rotmilan“, NBB, Band 532).

Die Balz beginnt im März (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)). Die Rotmilane (Ortlieb: „Der Rotmilan“, NBB, Band 532) fliegen im Balzflug in grosse Höhen und stürzen sich dann in Schleifen, in den Kurven stark zur Seite drehend, über dem Wald nach unten, um sich dann wieder nach oben zu schrauben. Eine der Variationen des Sturzflugs ist das „Abkippen über den Rücken senkrecht nach unten“, wobei sich der Rotmilan oft noch im Sturzflug „um die eigene Achse dreht, um schliesslich den Sturzflug aufsteilend abzufangen“ (Ortlieb: „Der Rotmilan“, NBB, Band 532). Die Rotmilane fliegen „in betrachtliche Höhen, um dann in einer Art Sturzflug wieder bis dicht über die Baumwipfel hinter zu stossen“ (LBV-Broschüre: „Vogel des Jahres 2000: Der Rotmilan“) oder stürzen „aus grossen Höhen gemeinsam herab und ziehen erst kurz vor den Baumwipfeln wieder hoch“ („LBV-Artenwissen: Vögel erkennen und bestimmen“) oder kreisen oder verfolgen sich oder greifen sich mit den Fängen (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005). Die Balzflüge (FALKE 06/2014) der Männchen werden auch als Schmetterlingsflüge bezeichnet und seltener werden Sturzflüge beobachtend. Die Synchronflüge der Rotmilane (FALKE 06/2014) enden mit einem Heruntertrudeln, einem Festhalten des Partners mit den Fängen bis kurz vor dem Boden. Die Balzflüge finden dann über dem Nistplatz statt (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005; de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) und enden „mit einem steilen, auf den Horst gerichteten Sturzflug, der in einer engen Kurve nach oben ausschwingt, ab“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)). Auf dem Horstbaum gelandet, findet dann die Begattung statt (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)). Es wurden auch Begattungen auf den Ästen neben dem Nest und auf Nachbarbäumen beobachtet (Ortlieb: „Der Rotmilan“, NBB, Band 532). Als Balzzeitraum findet man „Ende März/Anfang April“ (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012).

In einer Untersuchung in Korsika (Falke 11/2000), die eine dichte Rotmilan-Brutpopulation beherbergt, kam heraus, dass sich die Männchen zur Sicherung der Vaterschaft öfters im Revier aufhielten und eine häufigere Kopulationen vor und während der Eiablage stattfand. Der Nestabstand benachbarter Rotmilan-Brutpaare beträgt „im allgemeinen“ „einen bis anderthalb Kilometer“ und nur bei „grosser Beutetierdichte kommt es gelegentlich vor“, dass kleine „Brutkolonien“, häufig mit Schwarzmilanen, entstehen (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)).

In einer Analyse von 2.625 Horststandorten des Rotmilans (FALKE 05/2014) zeigt sich „eine Bevorzugung hoher Grünlandanteile mit hoher Landschaftsdiversität sowie eine offenbar sehr langsame Rekolonisation geeigneter Gebiete nach deren „Räumung““. Das Nest wird „meist um die 20m hoch“ (FALKE 06/2014) oder „oft über 20m hoch“ (LBV-Broschüre: „Vogel des Jahres 2000: Der Rotmilan“) oder in 6 bis 20m Höhe (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder in „oft über 20m“ Höhe (NABU Sachsen-Anhalt: “Rotmilan”) oder in 7 bis 30m Höhe (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder in 18 bis 28m (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) „in lichten Altholzbeständen auf hohen Bäumen meist am Waldrand, in Feldgehölzen und auf Allee- oder sogar Einzelbäumen“ (FALKE 06/2014), auf hohe Buchen-, Eichen- oder Kiefernbäume (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012; Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) angelegt. Beide Altvögel bauen das Nest (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005); „Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973); Ortlieb: „Der Rotmilan“, NBB, Band 532). Ein Nestneubau dauert „etwa 6 bis 10 Tage“ (Ortlieb: „Der Rotmilan“, NBB, Band 532). Es werden auch Krähennester (Franz Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder alte Bussardnester oder Krähennester (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006); FALKE 06/2014) oder alte Bussardhorste, Kolkrabenhorste (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder andere vorhandene Greifvogelnester, wie z.B. die Nester der Mäusebussarde (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1"; Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) benutzt. Die Nester sind zum Teil mit „Stoff- oder Papierfetzen“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder mit „Lumpen, Papier- und Plastikfetzen“ (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") oder mit „Lumpen und Papierfetzen“ (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder mit „Stöcken, Lumpen, Papier“ (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) ausgestattet.

Das Weibchen legt im Abstand 3 Tagen (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971); Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder im Abstand von 2-4 Tagen (FALKE 06/2014) 2 bis 4 „weissliche, rotbraun gefleckte Eier“ (Franz Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder „1 bis 4, meistens 2 bis 3“ Eier (Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V: „Verantwortungsart Rotmilan“ (2016)) oder „(1) 2-3 (4)“ weisse, „unterschiedlich rötlich oder braunviolett“ gemusterte Eier (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") oder „2-3 (1-4 [5])“ Eier (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder 1 bis 3 weisse mit rotbraunen Flecken versehene Eier (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder „zwei oder drei weissliche, braungrünlich gesprenkelte Eier“, gelegentlich 4 Eier (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder 3 Eier (Kugi, Kassin: „Das grosse Vogelbuch...“ (1991)) oder „etwa drei Eier“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder „gewöhnlich 3 Eier“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder meist 3 weisse, rötlich braun gefleckten und dunkelgemusterte Eier (FALKE 06/2014) oder 2 bis 3 Eier (Dierschke: „1000 Vögel“; Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983); Tierpark Hofgeismar-Sababurg: TUKAN-Zooschild) oder 2 bis 3 weisslichgrüne, braun gefleckte Eier (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder 1 bis 5 Eier (Zoo Magdeburg: Infotafel zum Rotmilan; Zoo Magdeburg: Zooschild) oder 1 bis 5, meist 3 Eier (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder „2 bis 3, manchmal 4 Eier“ (LBV-Broschüre: „Vogel des Jahres 2000: Der Rotmilan“) oder “2-3 (4) Eier” (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder 3 bis 4 Eier (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; VÖGEL 04/2016) oder „2 oder 3, seltener 4“ trübweisse Eier, die „mehr oder weniger stark rötlich braune Flecken“ und dunkle Schnörkel enthalten (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder 2 bis 4 Eier (Hume: „Vögel in Europa“, (2013); NABU Sachsen-Anhalt: “Rotmilan”; Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder 2 bis 4 trübweisse, „mit einigen rotbraunen Flecken und kritzeln versehenen Eier“(Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder „meist 2-3 weisse, rotbraun gesprenkelte Eier“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)).

Als Legebeginn oder Brutzeitraum wird „ab März(Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder ab „Mitte März“ (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder „ab Ende März“ (Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V: „Verantwortungsart Rotmilan“ (2016)) oder „ab April“ (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002); FALKE 06/2014) oder „im April“ als Legebeginn (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012; Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder „Anfang bis Mitte April, selten bereits Ende März“ (LBV-Broschüre: „Vogel des Jahres 2000: Der Rotmilan“; NABU Sachsen-Anhalt: “Rotmilan”) oder „von April bis Juni“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder „Mitte April bis Mitte Mai“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder „März/April“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder bis Ende April ist das Gelege vollständig (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder „April oder Mai“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder „März bis Juni“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder „in Südspanien Anfang bis Mitte März“, „in Mitteleuropa etwa einen Monat später“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) angegeben.

Das Weibchen brütet die Eier „in der Regel allein(Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") oder das Weibchen „übernimmt den grössten Teil“ der Brut (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder das Weibchen „brüttet allein“ und wird auch nur „für kurze Zeit beim Brüten abgelöst“ (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder Männchen und Weibchen brüten „beide“ oder „nur das Weibchen brütet“ (Stiefel: „Ruhe und Schlaf bei Vögeln“, NBB487, 1976) oder „offensichtlich beide“ Altvögel brüten (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) in 28 bis 30 Tagen (Franz Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986); Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971); Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“; Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006); VÖGEL 04/2016) oder „in etwa 30 Tagen“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder in 31 bis 36 Tagen (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder in 29 bis 32 Tagen (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder in 32 Tagen (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Zoo Magdeburg: Infotafel zum Rotmilan) oder in 30 bis 32 Tagen (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993); Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder in 31 bis 32 Tagen (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder in „durchschnittlich 33“ Tagen (LBV-Broschüre: „Vogel des Jahres 2000: Der Rotmilan“) oder in 33 Tagen (NABU Sachsen-Anhalt: “Rotmilan”) oder in 31 bis 33 Tagen (Zoo Magdeburg: Zooschild) oder in 31 bis 32 Tagen „pro Ei“ in ca. 38 Tagen bei einem Dreiergelege (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1"; Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) aus oder „mit 31 bis 32 Tagen schlüpft das erste Junge“ (FALKE 06/2014). Das Männchen beschafft die Beute während das Weibchen die Eier ausbrütet (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012).

Aufgrund einer Untersuchung kam heraus, dass Rotmilane ihr Nest „bei hoher Kleinsäugerdichte“ nur schwach verteidigten und eine geringe Kleinsäugerdichte zu einer starken Abwehrreaktion führt (Vogelwarte Band 56: Heft 4: Dezember 2018).

Flügge werden die jungen Rotmilane nach 48-50 Tagen (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") oder flügge werden die Jungvögel „mit etwa 50 Tagen“ (Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V: „Verantwortungsart Rotmilan“ (2016)) oder die Nestlingszeit beträgt 45 bis 50 Tage (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“; Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder flügge sind die Jungvögel in 6 bis 7 Wochen (VÖGEL 04/2016) oder die Nestlingszeit beträgt „ungefähr 6 bis 8 Wochen“ (LBV-Broschüre: „Vogel des Jahres 2000: Der Rotmilan“) oder die Nestlingszeit beträgt 47 bis 52 Tage (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) oder die Nestlingszeit beträgt „48-50 (60) Tage“ (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder die Nestlingsdauer beträgt ca. 50 Tage (Franz Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder die Nistlingsdauer beträgt 48 bis 54 Tage (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder die Nesthocker werden „nach 50-70 Tagen von flugfähig“ (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder in 48-50 Tagen, „in einigen Fällen erst nach 60 (70) Tagen“ sind die Jungvögel flugfähig (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder „nach 50-55 Tagen“ verlassen die Jungvögel das Nest („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder mit etwa 50 Tagen werden die ersten Flugversuche unternommen (FALKE 06/2014) oder mit „etwa 50 Tagen” sind die Jungvögel flügge (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder mit 50 bis 52 Tagensind die Jungvögel flügge (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)). In den „ersten Lebenswochen“ beschafft nur das Männchen die Beute (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)).

In einer 5 jährigen Untersuchung von 13 Bruten „in der Umgebung von Göttingen“ kam heraus, dass bei 2 Jungvögeln „zumeist ausreichende Nahrungsmengen gebracht“ werden und bei 3 Jungvögeln die Nahrungsmengen „oft schlecht“ sind, „allerdings verhungerte lediglich ein Jungvogel“ (Vogelwarte Band 51: Heft 4: Dezember 2013) oder man findet, dass bei Nahrungsmangel „das letztgeborene Junge“ oft verhungert und „nicht selten“ „den anderen Geschwistern als Nahrung“ dient (VÖGEL 04/2016).

Nachdem die Jungvögel flügge geworden sind, werden sie noch „etwa einen Monat lang von den Altvögeln ständig begleitet“ und gefüttert (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder runde 4 Wochen beträgt die weitere Führungszeit (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder etwa 4 weitere Wochen werden die Jungvögel noch betreut (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder noch weitere 20 bis 30 Tage werden die Jungvögel von den Altvögeln betreut (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder „weitere 4 Wochen“ leben Jungvögel und Altvögel im Familienverband“ (LBV-Broschüre: „Vogel des Jahres 2000: Der Rotmilan“).

Die Jungvögel werden „erst mit einigen Jahren“ oder „mit drei Jahren(Ortlieb: „Der Rotmilan“, NBB, Band 532) oder in 2 oder 3 Jahren geschlechtsreif (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005; Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder mit 2 Jahren (VÖGEL 03/2018) oder nach dem 3. Lebensjahr geschlechtsreif (Franz Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986); Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012).

Für eine Untersuchung des Alters brütender Rotmilane wurden „von 1992 bis 2008 23 verschiedene“ Rotmilane gefangen (Stubbe/Mammen: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 6, 2009). Für die Auswertung verwendete man als Basis „1.678 seit 1985 in der Umgebung von Weimar/Thüringen nestjung“ beringte Rotmilane, so dass man aufgrund der Daten und es erneuten Einfangens feststellte, dass 9% zweijährige Rotmilane waren, 66% drei- bis siebenjährige Rotmilane waren und 16% über 10jährige Rotmilane waren (Stubbe/Mammen: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 6, 2009).

Ein Höchstalter von 25 Jahren (Hume: „Vögel in Europa“, (2013); Zoo Magdeburg: Infotafel zum Rotmilan) oder 30 Jahren in der freien Natur (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) oder „etwas über 33 Jahre“ (Wüst: "Avifauna Bavariae, Die Vogelwelt Bayerns im Wandel der Zeit", Band 1 (1979?)) oder von 38 Jahren in Gefangenschaft (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) konnte festgestellt werden.

Die nachfolgenden Fotos wurden bei Riesa in freier Natur/Wildbahn aufgenommen.                             .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Tierpark Riesa gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Vogelpark Abensberg (links), in der Falknerei Burg Obernberg (mitte) und im Wildgehege Moritzburg (rechts) gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Falknerei Rabenstein (Ahorntal / Fränkische Schweiz: Burg Rabenstein; links, mitte) und im Falkenhof Schütz (Kranichfeld (wildlebender Rotmilan als “Gast”); rechts) gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Greifenwarte Edersee (links), in der Falknerei Ronneburg (mitte), im Wildpark & Greifvogelzoo Potzberg (rechts) gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Tierpark Thale gemacht.                                                    .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Greifvogelzoo Bayerischer Jagdfalkenhof Schloss Schillingsfürst gemacht.               .

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Adlerwarte Berlebeck (links, mitte), im Harzfalkenhof Bad Sachsa (rechts) gemacht.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Wildparadies Tripsdrill aufgenommen.                                  .

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Greifvogelstation Hellenthal gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Tierpark Bochum aufgenommen.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Tierpark Meissen gemacht.

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Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Vogelpark Steinen gemacht.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Tiergarten Suhl gemacht.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Tierpark Chemnitz gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Adler- und Wolfspark Kasselburg gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Falknerei Bergisch Land in Remscheid gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoo Neunkirchen gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Bayerischen Jagdfalkenhof Schloss Tambach aufgenommen.                        .

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Falknerei im Wildpark Daun (links, mitte) und im Greifvogelpark Grafenwiesen (rechts) gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Vogelpark Marlow gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Tierpark Hofgeismar-Sababurg aufgenommen.                                  .

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Falknerei im Wisentgehege Springe aufgenommen.                     nach oben

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Wildpark Hundshaupten (Präsentation des Greifvogelaufangstation Mittelfranken e.V.) aufgenommen.   

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Deutschen Greifenwarte Bernolph Frhr. von Gemmingen, Burg Guttenberg (früher: Deutsche Greifenwarte Claus Fentzloff, Burg Guttenberg) gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoo Madeburg aufgenommen.                                               .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Greifvogel- und Eulenpark Triberg aufgenommen.                               .

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