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Block 1: Ein zusammenfassender Überblick über die Welt der Greifvögel und Eulen
04.02. Die Greifvögel und Eulen, vom Fressen

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”. Es sei darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht, dass im Lauf der Zeit aufgrund von Veränderungen im Bestand der in den Falknereien und/oder (zoologischen) Einrichtungen gehaltenen Arten, die fotografierten Arten nicht mehr gezeigt werden oder nun andere Arten zu sehen sind..

04.02. Die Greifvögel und Eulen, vom Fressen
Die Gruppe der Raubvögel unterscheidet sich in Tagraubvögel (Greifvögel) und Nachtraubvögel (Eulen). Die Bezeichnung „Raubvögel“ ist nicht ganz korrekt (oder veraltet), da man früher alle räuberischen Vögel, die sich nicht von Pflanzen ernähren, als oder mit "Raubvögel" bezeichnet hat.

Beispiele hierfür sind, dass die Möwen auch Jungvögel und die Inhalte gelegter Eier fressen, die Nashornvögel auch Kriechtiere und Skorpione fressen, der Jägerlist auch Schlangen frisst, die Marabus auch Fleisch fressen, die Kohlraben, Aaskrähen und Elstern auch kleine Wirbeltiere und Insekten fressen.

Aus der Familie der Würger, lat. Laniidae (Ordnung: Sperlingsvögel, lat. Passeriformes) frisst der Schachwürger, lat. Lanius schach, Insekten, der Raubwürger, lat. Lanius excubitor, frisst Mäuse, Frösche, Käfer, kleine Vögel, der Rotkopfwürger, lat. Lanius senator, frisst Mäuse, Käfer, kleine Vögel, der Schwarzstirnwürger, lat. Lanius minor, frisst Frösche, Insekten, kleine Säugetiere, Eidechsen und der Neuntöter oder Rotrückenwürger, lat. Lanius collurio frisst Mäuse und Insekten.

Zu den nachfolgenden Fotos (auf der Vogelausstellung Ornika aufgenommen)
linke Spalte: Schachwürger, lat. Lanius schach
mittlere Spalte: Raubwürger, lat. Lanius excubitor excubitor, Rotkopfwürger, lat. Lanius senator
rechte Spalte: Schwarzstirnwürger, lat. Lanius minor, Neuntöter oder Rotrückenwürger, lat. Lanius collurio (Weibchen)

Die nachfolgenden Fotos des Neuntöters oder Rotrückenwürgers, lat. Lanius collurio, (Männchen) wurden in freier Natur/Wildbahn in Nürnberg (Föhrenbuck) aufgenommen.

Das Foto des Neuntöters oder Rotrückenwürgers, lat. Lanius collurio, (Männchen) wurde in freier Natur/Wildbahn im Lorenzer Reichswald (Nürnberg: Main-Donau-Kanal) aufgenommen.

Aus der Familie der Eisvögel, lat. Alcedinidae (Ordnung: Rackenvögel, lat. Coraciformes) frisst der Eisvögel, lat. Alcedo atthis, Fische und der Braunliest, lat. Halcyon smyrnensis, frisst Fische, Insekten, Frösche, Nagetiere, erschöpfte Singvögel (nachfolgende Fotos wurden im Weltvogelpark (früher Vogelpark Walsrode) aufgenommen).

Die nachfolgenden Fotos der Eisvögel, lat. Alcedo atthis, wurden in freier Natur/Wildbahn in Erlangen (Dechsendorfer Weiher) aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos der Eisvögel, lat. Alcedo atthis, wurden in freier Natur/Wildbahn in Nürnberg aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos der Eisvögel, lat. Alcedo atthis, wurden im Vogelpark Marlow gemacht.

Ein weiteres Beispiel ist der Braunpelikan, lat. Pelecanus occidentalis (Ordnung Ruderfüsser, lat. Pelecaniformes), der Fische frisst (aufgenommen im Vogelpark Marlow) genannt.

Als weitere Beispiele seien hier noch der Sonnenvogel, lat. Leiothrix lutea (Ordnung: Sperlingsvögel, lat. Passeriformes), der auch Insekten frisst (linkes nachfolgendes Fotos; aufgenommen auf der Vogelausstellung Ornika) und aus der Ordnung der Kranichvögel, lat. Gruiformes (aufgenommen im Vogelpark Metelen) der Kanadische Kranich, lat. Grus canadensis, (mittleres nachfolgendes Bild oben) und der Saruskranichs, lat. Grus antigone (mittleres nachfolgendes Bild unten), die beide kleine Säugetiere, Reptilien und Insekten fressen, genannt.

Die Seriemas (Ordnung, lat. Cariamiformes), die eine ähnliche Entwicklung bezüglich der Evolution / Entwicklung wie die Sekretäre nahmen, fressen neben Pflanzen auch Reptilien, grosse Insekten und kleine Säugetiere. Das nachfolgende rechte Bild zeigt einen Rotfussseriema, lat. Cariama cristata (?). Als „Haubenseriema“ im Zoo Berlin (Tiergarten) bezeichnet und aufgenommen.

Zusammenfassend kann man die Vögel in „Pflanzenfresser, Samenfresser, Fruchtfresser, Nektarsauger, Insektenfresser, Fleischfresser, Aasfresser, Beute jagende Fleischfresser und Aasfresser“ unterschieden (Burton: "Das Leben der Vögel" (1985)).

Die Greifvögel und Eulen zählen zu den Beute jagenden Fleischfressern und die Geier, auch die Milane, zählen zu den Aasfressern (Burton: "Das Leben der Vögel" (1985)).

Greifvögel erbeuten mitunter Insekten, die „Zwergfalken Afrikas und Asiens verzehren kaum etwas anderes“ als Insekten (Burton: "Das Leben der Vögel" (1985)). Die Wespenbussarde fressen „fast auschliesslich“ ausgewachsene Wespen und Larven, Nachtschwalben und Eulen „gewöhnlich grosse Insekten wie Nachtfalter, Käfer, Schnacken, fangen aber auch kleine Insekten, vor allem für ihre Jungen“ (Burton: "Das Leben der Vögel" (1985)). Zum Erbeuten von Insekten in der Nacht haben die Nachtschwalben, die Eulenschwälme, die „Höhlenschwälme und die Tagschläfer“ einem weiten Rachen (Burton: "Das Leben der Vögel" (1985)).

Greifvögel werden aufgrund des Schnabels in „Grifftöter (mit Reisshaken-Schneideschabel)“ und „Bisstöter (mit Reisshaken-Beissschnabel)“ unterschieden (Landesamt für Umweltschutz Baden-Württemberg: „Schützen wir unsere Greifvögel“ (1991)) oder in Grifftöter und Bisstöter (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“).

Zu den Grifftötern „gehören die Bussarde, Adler, Milane, Weihen, Sperber und Habichte“, deren „Beine mit kräftigen, kurzen Fängen“ ausgestattet sind und dessen Schnabel „besonders zum Zerreisen der Nahrung in kleine Stücke gebraucht“ wird (Landesamt für Umweltschutz Baden-Württemberg: „Schützen wir unsere Greifvögel“ (1991)) oder die Greifvögel, Falken und Eulen werden des Weiteren in Greifvögel, „, die ihr Opfer mit den Fängen töten“ in dem „die dolchartigen Krallen von Hinter- und Innenzehe tief in den Körper des Beutetieres“ eindringen „und bringen ihm an Herz, Lunge und anderen inneren Organen tödliche Verletzungen“, beibringen ("Zum Fliegen geboren; Das Weltreich der Vögel" (1988)).

Zu den Bisstötern oder Griffhaltern gehören die echten Falken, deren „Beine mit langen Fängen und spitzen Krallen“ ausgestattet sind und dessen Innenzehen die Beute festhalten, um die Beute durch „ein kraftvolles Schliessen der beiden Schnabelhälften“ zu töten (Landesamt für Umweltschutz Baden-Württemberg: „Schützen wir unsere Greifvögel“ (1991)) oder die Falken, „die ihre Beutetiere mit dem Schnabel töten“ in dem die Fänge „einen möglichst grossen Teil des Körpers der Beute umspannen und so das Opfer sicher festhalten“, um dann „mit dem Schnabel die Wirbelsäule unmittelbar hinter der Kopfkapsel“ zerbeissen ("Zum Fliegen geboren; Das Weltreich der Vögel" (1988)) oder man findet auch, dass die Falken die „Beute meist im Fluge“ schlagen und der Beute „den Gnadenstoss durch einen Biss an der Schädelbasis“ versetzen („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)).

Die Eulen halten die Beute „mit ihren dolchartigen Fängen“ fest und töten sie mit einem Schnabelbiss (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder töten sie mit dem Schnabel ("Zum Fliegen geboren; Das Weltreich der Vögel" (1988)) oder man findet auch, dass Eulen die „Beute meist im Fluge“ schlagen und sie „mit den Füssen“ packen („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)).

Andererseits fand man in einer Untersuchung (Falke 06/1998) heraus, dass Turmfalken mit den fest zupackenden Füssen das Zentralnervensystem verletzen, die Schnabelhiebe keine tödliche Auswirkung haben und am Ende die Beute erstickt. Die Eulen töten ihre Beute mit dem Schnabel, entweder mit einem Hieb oder Biss. Die Schwalbenweihen, lat. Elanoides forficatus fressen in der Regel die erbeutete Nahrung in der Luft beim Fliegen.

Zum Aas zählten auch im Altertum die gefallenen toten Soldaten (Leichen) nach den Kriegen. Seit 8.000 Jahren gibt es laut verschiedenen Ausgrabungen in Persien, Indien und Tibet Bestattungen unter Mithilfe von Geiern. Ein alter persischer Brauch, eine „Bestattung in den Lüften – ohne Feuer“ (Lieckfeld, Straass: „Mythos Vogel“ (2002)) bei dem die Geier die „aufgebahrten Toten Stück für Stück davontragen“. Nach der „alten persisch-indischen Religion“ helfen die Geier somit den Toten sich aufzuschwingen (Lieckfeld, Straass: „Mythos Vogel“ (2002)). Man findet auch, dass die „Lamas (Mönche) tibetanischer Klöster“ die Leichen Verstorbener zerstückelten und den Geiern zum fressen vorlegten („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)). Die Knochenreste werden dann von den Bartgeiern geholt, denn „der Sage nach unterhält” der Bartgeier, „der als >Gourral< den tibetanischen Buddhisten heilig ist”, „in den Nächten das ewig brennende Licht an der steilen Felswand und weist so den Pilgern den rechten Pfad” („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)). Im Bombay fressen somit dann die Bengalgeier „auf den >Türmen des Schweigens< die Leichen der Parsen, die ihre Toten“ weder verbrennen noch „dem Wasser verantworten wollen“ („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)), weil es deren Religion verbietet (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) bzw. die Bengalgeier verzehren die menschlichen „Leichen auf den Türmen des Schweigens in Indien“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)). „In Tibet“ galten Bartgeier „vielerorts als heilig, da“ die Bartgeier zusammen mit den Schneegeiern „die Bestattung von Menschenleichen“ erledigten („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)). Zu den „verschiedensten Arten von Aas“ zählt daher „auch menschliches“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“). Die Schwarzmilane beteiligen sich ebenso bei der Vertilgung. Da die Parsen aber nun aufgrund der zusammengebrochenen Geierpopulationen keinen Himmelsbestattungen mehr durchführen können, werden nun die Verstorbenen mittels „Solarbestattungen, bei denen die Leichen im Fokus von Brennspiegeln verascht werden“, bestattet („Greifvögel und Falknerei“ (2016)).

Die Erfolgsquote, die ein Fischadler bei der Jagd hat wird mit 60 bis 70 % (Perrins: "Die BLV Enzyklopädie, Vögel der Welt", 2004) bzw. mit 90% ("Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 1 (Aal-Bär), 1981) angegeben. Zu den Erfolgsquoten findet man auch 20% beim Fischadler, 11% beim Sperber, 5,3% beim Habicht und bei den Falken 13% beim Turmfalken, 17% beim Merlin, 10% beim Baumfalken und 10,8% beim Wanderfalken (Lieckfeld, Straass: „Mythos Vogel“ (2002)). Zum Wanderfalken findet man des Weiteren, dass aufgrund der hohen Geschwindigkeit und aufgrund der Fehlgriffe nur durchschnittlich jeder 7. Angriff (Mebs: „Greifvögel Europas“, 2012) oder nur 8% der Angriffe ("Das Leben im Gebirge", 2006) oder nur einer von 10 Angriffen (Bright: „Tiere auf Jagd; Fressen und gefressen werden“, 1993) oder auch 33% (FALKE 11/2006: US-Untersuchung von Nachtjagden um das Empire State Building) erfolgreich ist. Gensböl/Thiede („Greifvögel“, 2005) geben aufgrund einer schwedischen Untersuchung einen Wanderfalken-Jagderfolg von nur 7,5% an, da den Wanderfalken ein üben unterstellt wird, denn in weiteren Untersuchungen von „hungrigen“ Wanderfalken kam eine Erfolgsrate von 60% raus.

Aufgrund der Jagdtechnik werden die Greifvögel in Gleitstossgreifer, Pirsch- und Startfluggreifer und Späh- und Stossfluggreifer unterschieden (Landesamt für Umweltschutz Baden-Württemberg: „Schützen wir unsere Greifvögel“ (1991)) oder man findet die „Pirsch- und Gleitfluggreifer mit betont akustischer Orientierung“, die „Pirschflug-, Spähflug- und Gleitstossgreifer mit akustischer und optischer Orientierung“, die „Pirsch- und Startfluggreifer mit akustischer und optischer Orientierung“ und die „Späh- und Stossfluggreifer mit betont optischer Orientierung“ ("Greifvögel" (4. Aufl., Seite 84 ff)).

Zu den Gleitstossgreifern zählen „Mäusebussarde, Weihen, Steinadler, Milane und Turmfalken“, die „im Gleitflug von einem niedrigen, aber auch von einem hohen Ansitz aus“ jagen, die im Späh- oder Suchflug in Bodennähe jagen, die in mittlerer Höhe jagen, die „im vorwärts gerichteten Aktivflug“ jagen, die im Rüttelflug jagen (Landesamt für Umweltschutz Baden-Württemberg: „Schützen wir unsere Greifvögel“ (1991)).

Zu den Pirschflug-, Spähflug- und Gleitstossgreifern „mit akustischer und optischer Orientierung“ zählen „die Feldweihen, die Milane, der Bussard, der Seeadler und der Steinadler“ ("Greifvögel" (4. Aufl., Seite 84 ff)).

Zu den Pirsch- und Startfluggreifern zählen die Habichte und Sperber, „die im schnellen Flug auf kurzen Strecken ihre Beute greifen“ (Landesamt für Umweltschutz Baden-Württemberg: „Schützen wir unsere Greifvögel“ (1991)) oder zählen die Habichte und Sperber, die sich akustisch und optisch orientieren ("Greifvögel" (4. Aufl., Seite 84 ff)).

Zu den Späh- und Stossfluggreifern zählen Fischadler und echte Falken, die von einer hohen Warte oder einem hohen Spähflug „hauptsächlich optisch orientiert” plötzlich „meist sogar mit angelegten Schwingen“ auf die Beute stürzen (Landesamt für Umweltschutz Baden-Württemberg: „Schützen wir unsere Greifvögel“ (1991)) oder zählen die Fischadler und die Falken ("Greifvögel" (4. Aufl., Seite 84 ff)).

Zu den Pirsch- und Gleitfluggreifern „mit betont akustischer Orientierung“ zählen die Eulen ("Greifvögel" (4. Aufl., Seite 84 ff)).

Die Greifvögel suchen die Beute im Suchflug einerseits „in grosser Höhe“, wie die Gänsegeier, in mittlerer Höhe, wie die Steinadler und über der Erde, wie die Weihen (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)). Andererseits kreisen Adlerbussarde dabei, Milane fliegen „vorwärts“ und Rauhfussbussarde, Turmfalken rütteln (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)).

Mit der anderen Jagdweise, der Ansitzjagd wird auf einem Pfosten, Ast oder Mast sitzend nach Beute Ausschau gehalten (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)).

Andererseits unterteilt man die Greifvögel auch in Gleiter und Segler (, wie beispielsweise Adler, Bussarde, Milane und Weihen), Kurzstreckenjäger (wie beispielsweise Habichte und Sperber), Sturzflugjäger (, wie beispielsweise die einen, die die Beute am Boden ergreifen wie Turmfalken, Rotfussfalken und Graufalken und die anderen die die Beute in der Luft ergreifen, wie die Gerfalken, Wanderfalken, Merline und Eleonorenfalken), Suchsegler (die Geier) und die Schreitjäger (die Sekretäre).

In Gruppen von bis zu 50 Vögeln gehen die Schwalbenschwanzaare oder Schwalbengleitaare oder afrikanischen Schwalbenschwanzaare, lat. Chelictinia riocourii auf die Jagd nach kleinen Wirbeltieren. Auch die Wüstenbussarde oder Harris-Bussarde, lat. Parabuteo unicinctus jagen in kleinen Gruppen.

Der Sekretär wird auch als Pirschjäger bezeichnet.

Das Fischadler-Weibchen füttert den oder die Jungvögel mit Fischstück(ch)en. Der Jungvogel nimmt dem Weibchen dabei die Fischstücke vom Schnabel ab. Die jungen Sekretäre werden die erste Zeit mit hoch gewürgter Flüssigkeit bzw. vorverdauter Nahrung gefüttert. Die jungen Riesenseeadler werden am Tage 5 bis 6 Mal gefüttert. Das Männchen des Schreiseeadlers kröpft mitunter für die Jungvögel die Beute, in dem es Kopf und innere Organe entfernt. In der ersten Zeit zerteilt das Weibchen des Australischen Gleitaars die Beute für die Jungvögel und nach 25 Tagen schaffen das Zerteilen der Beute die kleinen australischen Gleitaare selbst. Die Schlangenadler füttern den Jungvogel zuerst nur mit Schlangen-Stückchen. Das zum Knochenbau wichtige Kalzium bekommen die jungen Gaukler und die jungen Keilschwanzadler durch die erbeuteten kleine Wirbeltiere (Burton: "Das Leben der Vögel" (1985)).

Die nachfolgenden Fotos zeigen einen Weisskopfseeadler, der seine Beute aus dem Wasser ”greift” (aufgenommen im Sächsischen Jagdfalknerei Schloss Augustusburg).

Die nachfolgenden Fotos zeigen Weisskopfseeadler, die die Beute aus dem Wasser ”greifen” (aufgenommen in der Adlerwarte Berlebeck; links und in der Greifvogelwarte Landskron; mitte, rechts).

Die nachfolgenden Fotos zeigen einen Weisskopfseeadler, der seine Beute aus dem Wasser ”greift” (aufgenommen im Wildparadies Tripsdrill).

Die nachfolgenden Fotos zeigen einen Schreiseeadler, der seine Beute aus dem Wasser ”greift” (aufgenommen im Zoo Neunkirchen).

Die nachfolgenden Fotos zeigen Schreiseeadler, die die Beute aus dem Wasser ”greifen” (aufgenommen im Falkenhof Schloss Rosenburg (Riedenburg); links und im Wildparadies Tripsdrill; rechts).

Die nachfolgen Fotos zeigen eine fressende Harpyie (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg).

Man findet, dass „ein paar Stunden nach Sonnenaufgang … der afrikanische Himmel mit Geiern übersät” ist, „die mehrere hundert Meter voneinander entfernt dahinsegeln und sich gegenseitig im Auge behalten, während sie gleichzeitig darüber wachen, was in der Ebene vor sich geht” und sobald ein Geier einen Kadaver entdeckt hat und absteigt, sehen dieses die anderen und folgen diesem (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 1 Afrika (1971)) oder die Altweltgeier verteilen sich bei der Kadaversuche über „einen weiten Raum“ so, dass jeder den anderen noch in Sichtweite hat (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder die Altweltgeier erkennen die Kadaver „noch aus einigen tausend Metern Höhe“ („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) und beobachten sich gegenseitig und geht dann einer der Geier in die Tiefe, folgen ihm die anderen Geier sofort bzw. werden dadurch angelockt („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri); Burton: „Das Leben der Vögel“ (1985)).

Am Kadaver finden sich zuerst die Sperbergeier und Weissrückengeier ein und die dann dazukommenden Ohrengeier reissen die Haut des verendeten Tieres auf (Attenborough: „Das geheime Leben der Vögel“) oder sofern der Kadaver „noch nicht aufgerissen ist“, wird der Kadaver vom Ohrengeier geöffnet (Richard, Coomber: „Vögel; Enzyklopädie der Familien und Unterarten“, 1992) oder die Ohrengeier schaffen es mit ihrem kräftigen Schnabel das Fell des Kadavers aufzureisen (Burton: "Das Königreich der Tiere", 1977) oder am Aas öffnen die Ohrengeier die Beute („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) oder die Ohrengeier reisen mit dem „gewaltigen Schnabel zähe Tierhäute und Muskeln“ auf (Dosselbach/Dosselbach: “Das wundervolle Leben der Vögel”) oder am Kadaver erscheinen in Afrika zuerst die niedrig fliegenden Ohrengeier und Wollkopfgeier, wobei die Ohrengeier mit dem „starken Schnabel den Kadaver öffnen“ (Burton: "Das Leben der Vögel" (1985)). Die Ohrengeier bevorzugen dann am Aas „die Haut und die Sehnen“ (Attenborough: „Das geheime Leben der Vögel“) oder fressen neben dem Fleisch, das Fell, die Haut, kleine Knochen und Gedärme (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder die Ohrengeier und Wollkopfgeier reisen „mit ihren starken Schnabel Fleisch von den Knochen ab“ (Burton: "Das Leben der Vögel" (1985)) die Ohrengeier und Wollkopfgeier zerreisen und fressen die „Häute und Muskeln“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 1 Afrika (1971)).

Man findet, dass „der Hunger, der sich in einer Reihe von Veränderungen des Stoffwechsels äussert, die sich auf das Nervensystem der Geier auswirken, erzeugt bei diesen Vögeln eine starke Angriffslust”, weshalb „die hungrigsten Geier” einen am Kadaver erobern und ihre Aggressivität mit dem satt werden nachlässt und sich der Stoffwechsel wieder normalisiert (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 1 Afrika (1971)).

Die Ohrengeier und Wollkopfgeier halten die später hinzukommenden hoch oben kreisenden Zwerggänsegeier und Sperbergeier „zunächst vom Futter fern“ (Burton: "Das Leben der Vögel" (1985)) oder die Ohrengeier vertreiben die Zwerggänsegeier von Aas (Schmitz: „Tiere in freier Natur“ (1984)) oder nach den Ohrengeiern kommen die Sperbergeier und Zwerggänsegeier und zum Schluss die Kappengeier und Schmutzgeier an die Reihe (Richard, Coomber: „Vögel; Enzyklopädie der Familien und Unterarten“ (1992)).

Man findet, dass die Mönchsgeier sich zuerst am Kadaver bedienen, da die aufgrund des kräftigen Schnabels die Haut aufreissen und die Sehnen zerreissen (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)) oder dass die Mönchsgeier den Kadaver öffnen können (WWF-Österreich: „Artenreiches Österreich: Buch der Arten“) oder dass die Mönchsgeier oder Gänsegeier die Kadaver öffnen (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder dass die Mönchsgeier mit dem „gewaltigen Schnabel zähe Tierhäute und Muskeln“ aufreisen und durchtrennen (Dosselbach/Dosselbach: “Das wundervolle Leben der Vögel”) oder dass die Mönchsgeier „als erster der Aas“ zerreisst (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder dass die Mönchsgeier den Kadaver mit dem kräftigen Schnabel aufreissen und die zähen „Teile wie Sehnen, Haut oder Knochen“ fressen („Von Alpen bis Zoo; Faszination Alpenzoo“) oder dass die Mönchsgeier vom Kadavern die Fleischteile bevorzugen (Dr. Schürer: „Zoo Wuppertal“ (2006)) oder dass die Mönchsgeier vom Kadavern das zähe Muskelfleisch und die Sehnen fressen (VÖGEL 01/2017) oder dass die Mönchsgeier das Muskelfleisch und die Sehnen fressen (WWF-Österreich: „Artenreiches Österreich: Buch der Arten“).

Andererseits findet man auch, dass bei der Aassuche sich auch die Gänsegeier untereinander im Auge behalten, denn sobald einer der Gänsegeier „mit angewinkelten Flügeln im steilen Gleit- oder Spiralenflug zum entdeckten Kadaver” hinunterstürzt, kommen die anderen Gänsegeier dazu (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)). Für die Suche nach den verendeten Tieren sind die Gänsegeier in über 1.000m Höhe 7 bis 9 Stunden bei „günstigen Wetter- und Sichtverhältnissen“ unterwegs (VÖGEL 01/2017) oder verbringen die Gänsegeier „viel Zeit in der Luft“ („De Agostini: Falcons & Co. Maxxi Edition“: Gänsegeier (2017)). Sobald ein Gänsegeier ein totes Tier entdeckt hat, gleitet der Gänsegeier mit bis zu 160km/h dem Aas entgegen (VÖGEL 01/2017). Gänsegeier landen in einer Entfernung „von bis zu mehreren hundert Metern“ von Aas, „um die Situation vor Ort zu prüfen“ (VÖGEL 01/2017). Der „ranghöchste“ Gänsegeier läuft „in aufrechter Drohhaltung mit einem ausgeprägten Stechschritt und gespreizten Zehen zum Kadaver“, hält die anderen Gänsegeier auf Distanz, weitet oder ritzt die weichen Hautstellen vom Aas, „vor allen die Anal- und Maulöffnung“ auf und beginnt zu fressen (VÖGEL 01/2017). Sobald die Bauchdecke geöffnet ist, stützen alle in der Luft noch befindlichen Gänsegeier zum Aas hinab (VÖGEL 01/2017). Die Gänsegeier fauchen, schlagen mit den Flügeln, drohen Schnabelhiebe an, „zeigen den drohenden Stechschritt mit gehobenen Krallen“, sitzen übereinander, liefern tumultartige Szenen „beim Kampf um die Innereien“ (VÖGEL 01/2017).

Im „Kampf um die Beute“ halten auch die Schabrackenschakale nach kreisenden Geier Ausschau, deren Kreisen verrät, „dass in der Nähe Aas liegen muss“ und andererseits verfolgen auch die Geier Schabrackenschakale, die „sie direkt zu verborgenen Kadavern führen“ können ("Lebendige Wildnis, Tiere der afrikanischen Savanne" (1992)) oder auch Hyänen und Löwen beobachten die Geier, „um zu dem Punkt zu laufen, den die geflügelten Aasfresser anstrebten” (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 1 Afrika (1971)). Sollten sich an dem Kadaver noch Löwen befinden, „müssen die Geier oft tagelang warten“ bis sie an den Kadaver kommen (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Einerseits werden „Kämpfe mit Schakalen, Hyänen und Wölfen (in Zentralasien)“ beschrieben, andererseits verlassen die Geier schon den Kadaver, „wenn die Tiere nur angetrabt kommen“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Man findet auch, dass es den „Wölfen und Hyänen gelingt“, die „Geier vom Aas zu verjagen“ (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder die dazukommenden Hyänen jagen dann, wenn kein Fleisch mehr vorhanden ist, die vollgefressenen Geier, die dann „einen Teil des Fleisches aus ihrem Kropf“ wieder auswürgen, um „in die Luft zu kommen“ (Attenborough: „Das geheime Leben der Vögel“). Die Hyänen zerbrechen „mit ihren schweren Backenzähnen“ die Knochen, „um an das saftige Mark zu gelangen“ (Attenborough: „Das geheime Leben der Vögel“).

Ein dominierender Gänsegeier wird als erstes den Kadaver in Besitz nehmen und sich als erstes oben positionieren (Baumgart: „Europas Geier“). In diesem Zusammenhang kann es vorkommen, dass der dominierender Geier in einer „Herrscherpose“ (Siehe entsprechendes Foto im Kapitel: Altweltgeier: Kapgeier oder Fahlgeier) mit ausgebreiteten Flügeln und vorgestrecktem Kopf imponierend auf dem Aas steht. Zur Rangordnung unter der Gänsegeiern beim fressen findet man, dass sich kurzzeitig bei der Nahrungsaufnahme Hierarchien entwickeln, „der hungrigste und aggressivste“ Gänsegeier „stürzt sich als Erster auf das Aas“ und verjagt „mit ausgespreizten Flügeln und Krallen“ alle anderen Gänsegeier und „sobald er seinen Hunger gestillt hat, lässt die Aggressivität nach und er macht bereitwillig Platz“ (Cerfolli, Ferrari: „Tessloffs grosses Tierbuch“ (1999)) oder dass „innerhalb der Gruppe der anwesenden Gänsegeier“ „das ranghöchste Tier den Vortritt“, wobei dieser den „Kadaver mit seinem kräftigen Schnabel aufreisst“ (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)). Andererseits findet man auch, dass „die Hierarchie am Aas … bei Gänsegeiern durch den jeweiligen Hunger der anwesenden Vögel bestimmt“ wird und die Hierarchie wird bei jedem Aas aufgrund der Hungers neu geregelt (VÖGEL 01/2017). Selbst Imponiertänze („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) bei Mönchsgeiern sind beobachtet worden. „Durch drohendes Imponierverhalten“ vom dominierenden Geier werden die „wartenden Artgenossen“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) zurückgehalten bzw. der dominierende Gänsegeier kann die „im näheren Umkreis (3-10m)” befindlichen drohenden bzw. ebenfalls imponierenden Gänsegeier so lange in Schach halten, bis er selbst vor Hunger den Kadaver zu kröpfen beginnt (Baumgart: „Europas Geier“). Weiter entfernt „ca. 25m” befinden sich die “Interessenten” (Baumgart: „Europas Geier“). Die Geier versammeln sich somit um den Kadaver in kleinen Gruppen, von denen nur eine Gruppe am Aas frisst und die anderen Geier warten („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) in der Nähe des Kadavers. Sobald der Hunger bei einem der wartenden Geier zu gross wird, stürzt der Geier sich mit Drohgesten bzw. einem Imponiergehabe zu den fressenden Geiern, um einen anderen zu vertreiben („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)).

 

Mit freundlicher Genehmigung von Bettina Boemans, www.geierwelt.blogspot.de, wurden die nachfolgenden Fotos der Kapgeier mit Imponiergehabe bei "VulPro" (Vulture Conservation Programme (Südafrika)), www.vulpro.com, aufgenommen.

Sind am Kadaver verschiedene Geierarten vorhanden „wird die Rangfolge durch die Körpergrösse“, dem „Grad des Hungers“, der die aggressiven Handlungen festlegt und den Ausdrucksbewegungen bestimmt („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)). Die Mönchsgeier verschaffen sich Platz am Kadaver „indem sie einfach auf die Rücken der fressenden Geier“ drauffliegen (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Auch bei Vertretern der selben Art kommt es auf den „Grad des Hungers“ an, da mit zunehmender Sättigung die Aggression abnimmt („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)). Die Sozialhierarchie wird durch „Hunger bzw. Fresstrieb“ mit „aggressiven und drohenden Ausdrucksbewegungen und Lautäusserungen“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) bzw. die Rangverhältnisse werden allein vom „Grad des Hungers“ (Baumgart: „Europas Geier“) bestimmt. Die Gänsegeier kommen zum Teil „im Aggressionsflug gegen Artgenossen mit vorangestreckten Fängen“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) angeflogen. Es wird auch ein „„Drängeleffekt“ (die Vögel fressen teils in „zwei Etagen“)“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) beschrieben. Das Werk „Grosses Lexikon der Tiere“ (von 1989) bezeichnet das Verhalten der Gänsegeier am Kadaver als „Dominanz-Hierachie“, wobei die hungrigsten Gänsegeier mit „hüpfenden, flügelschlagenden und tretenden Drohgesten“ sich den Weg zum Aas erkämpfen („Grosses Lexikon der Tiere“, 1989). Eine Dominanz, die nur eine „kurze Zeit“ anhält, bis andere Gänsegeier die Gelegenheit nutzen, um die aktuell noch dominierenden Gänsegeier abzulösen („Grosses Lexikon der Tiere“, 1989).

Man findet zu verschiedenen Geierarten am Kadaver auch, dass die Mönchsgeier den Gänsegeiern überlegen sind und diese mit „weit aufgerissenen Flügeln, vorangestrecktem Kopf und Fuss“ vertreiben (VÖGEL 01/2017). Andererseits überlassen die Mönchsgeier „ihre dominate Stellung am Aas“ „bei einer zunehmenden Anzahl von Gänsegeiern“ (VÖGEL 01/2017).

Bei Streitereien („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) kommt es meist nur maximal zum Verlust einiger Federn, jedoch weniger zu ernsthaften Verletzungen.

Mit freundlicher Genehmigung von Kerry Wolter von der "VulPro" (Vulture Conservation Programme (Südafrika)), www.vulpro.com, konnte das linke Foto der Kapgeier verwendet werden. Das Foto zeigt unter anderem 2 kämpfende Kapgeier auf dem Aas und links hinten 2 wartende Kapgeier.

Das nachfolgende Bild zeigt zwei junge Schneegeier beim streiten (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)

Die nachfolgenden Bilder zeigen zwei Sperbergeier beim streiten (aufgenommen im im Wildparadies Tripsdrill)

Mit freundlicher Genehmigung von Bettina Boemans, www.geierwelt.blogspot.de, wurden die nachfolgenden Fotos der streitenden Kapgeier bei "VulPro" (Vulture Conservation Programme (Südafrika)), www.vulpro.com, aufgenommen.

Die Ohrengeier und Möchsgeier fressen und reissen Hautfetzen ab („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder die Mönchsgeier bedienen sich zuerst am Kadaver und zerreissen mit dem kräftigen Schnabel die Haut und die Sehnen (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)) oder die Möchsgeier bevorzugen „die Fleischteile“ (Dr. Schürer: „Zoo Wuppertal“ (2006)). Die Ohrengeier fressen „Haut, Sehnen und andere zähe Teile der Beute“ (Bright: „Tiere auf Jagd; Fressen und gefressen werden“, (1993)).

Gänsegeier fressen die „Eingeweide direkt aus der Bauchhöhle“ („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)) oder nur Fleisch und Eingeweide (Jauch: „Wilhelma, der zoologisch-botanische Garten in Stuttgart“ (2013/2014); „Vogelpark Walsrode“, 27.+31.+33. Auflage) oder fressen die Innereien (WWF-Österreich: „Artenreiches Österreich: Buch der Arten“) oder fressen meist das weiche Fleisch (Bright: „Tiere auf Jagd, Fressen und gefressen werden“) oder das innere Fleisch und die Eingeweide („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder das „weiche Fleischstücke und Eingeweide“ („Grosses Lexikon der Tiere“, 1989) oder fressen bevorzugt „die inneren Organe und das Muskelfleisch“ (FALKE Sonderhefte: „Geier“ (2016)) oder fressen „zuerst Weichteile und Innereien“ (Dr. Schürer: „Zoo Wuppertal“ (2006)) oder „ernähren sich vorwiegend von den inneren Organgen“ (Dosselbach/Dosselbach: “Das wundervolle Leben der Vögel”) oder haben eine „Vorliebe für die Eingeweide der toten Tiere und ihre anderen weichen Teile“ (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)). Die Zunge ist mit „nach hinten gerichteten Haken ausgestattet und hat eine röhrenförmige Gestalt, so dass mit ihr Fleischstücke in den Schlund gezogen werden können“ ("Grosses Lexikon der Tiere", Band 1, (1989)).

Die Sperbergeier und die Zwerggänsegeier fressen das weiche Fleisch im Inneren (Burton: „Das Leben der Vögel“, 1985) oder die Sperbergeier fressen die „Weichteile, Fell, Knochen und andere Reste vom Aas“ (Greifvogelstation Hellenthal: Zooschilder) oder „ernähren sich vorwiegend von den inneren Organen“ (Dosselbach/Dosselbach: “Das wundervolle Leben der Vögel”) oder die Sperbergeier und die Zwerggänsegeier fressen mit Vorliebe Eingeweide (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 1 Afrika (1971)).

Die Bengal-Geier fressen „weiche Fleischstücke und Eingeweide“ („Grosses Lexikon der Tiere“, 1989).

Die ebenso auftretenden Marabus in Afrika und Adjutanten in Asien „fressen gleichzeitig mit” (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)).

Das linke Foto zeigt 2 Marabus und einen Gänsegeier (aufgenommen im Zoo Duisburg)

Die nachfolgenden Fotos (eine Beobachtungsstudie in Bildern) zeigen die Verhaltensweisen bei gefundenem Aas im Wildparadies Tripsdrill. Die Fotos dokumentieren die Verhaltensweisen der Geier der gleichen Geierart untereinander sowie auch die Verhaltensweisen der Geier unterschiedlicher Geierarten. Die abgebildeten Gänsegeier, Sperbergeier und der Möchsgeier sind im Imponiergehabe, in der „Herrscherpose“ in der Aasnähe auf einem Stein, als dominierende Geier und wartende Geier zu sehen.

In den Kropf eines Gänsegeiers passt „ein Viertel“ des Eigengewichtes (Bright: „Tiere auf Jagd, Fressen und gefressen werden“).

Sind die Kröpfe reichlich gefüllt, können sich die Geier bei Gefahr nur schwer in die Luft wieder erheben (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Dieses gelingt erst dann, wenn die Geier „einen Teil der Nahrung wieder hervorgewürgen“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Nach dem Fressen sitzen die Geier „in Gruppen“ in der Kadavernähe „auf Felsenhügeln und Bäumen“ und legen sich zur besseren Verdauuung auf den Boden und breiten die Schwingen aus (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Altweltgeier, wie Schmutzgeier, Mönchsgeier, Schneegeier, Gänsegeier, werden die frisch geschlüpften Jungvögel mit vorverdauter hochgewürgter Nahrung aus dem Kropf gefüttert.

Mit freundlicher Genehmigung von Bettina Boemans, www.geierwelt.blogspot.de, wurde das linke Foto des Kapgeiers mit vollem Kropf bei "VulPro" (Vulture Conservation Programme (Südafrika)), www.vulpro.com, aufgenommen.

Die Schmutzgeier und die Kappengeier fressen die verstreuten Fleischstücke und „picken die Reste vom Knochen ab“ (Burton: "Das Leben der Vögel" (1985)) oder die Schutzgeier und Kappengeier fressen die umliegenden Fleischstücke auf und fressen die Knochen ab (Baumgart: „Europas Geier“) oder die Schmutzgeier und die Kappengeier fressen dann noch die „letzten Brocken“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 1 Afrika (1971)).

Erst „wenn die grösseren Geier“ mit dem Fressen „fertig sind, benagt“ der Schmutzgeier „die Knochen und frisst die blutgetränkte Erde“ („Geheimnisvolle Welt der Vögel“; Tomus-Verlag) oder die Schmutzgeier kommen aufgrund des spitzen Schnabels bei grossen Kadavern in die Knochenzwischenräume, in die die grossen Ohren-, Sperber- und Weissrückengeier nicht gelangten („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)) oder die Schmutzgeier können „auch die feinsten Fasern von den Knochen lösen“ (Dosselbach/Dosselbach: “Das wundervolle Leben der Vögel”) oder die Schmutzgeier picken die Reste auf (Bright: „Tiere auf Jagd, Fressen und gefressen werden“) oder die Schmutzgeier fressen dann vom Aas „in der Regel Reste wie Blut, Mageninhalt und Knorpelreste“ (VÖGEL 01/2017).

Die Bartgeier nehmen eine „Warteposition“ ein (Baumgart: „Europas Geier“). Die am Ende übrig gebliebenen Knochen werden vom Bartgeier genommen, mehrfach in die Luft hochgetragen und auf den Felswänden fallen gelassen, um an das Knochenmark zu kommen (Burton: "Das Leben der Vögel" (1985)) oder die Bartgeier greifen sich die Knochen und fliegen mit ihnen über einen Stein oder Felsen und lassen sie dort fallen, bis die Knochen zerbrechen „und sei es nach dem fünfzigsten Mal“ (Attenborough: „Das geheime Leben der Vögel“) oder die Bartgeier fressen am Ende die Knochen (WWF-Österreich: „Artenreiches Österreich: Buch der Arten“; Dr. Schürer: „Zoo Wuppertal“ (2006)) oder auch die Bartgeier fressen „tatsächlich lieber Knochen als Fleisch, vor allem die langen Röhrenknochen, die das sehr nährstoffreiche Mark enthalten“ (Attenborough: „Das geheime Leben der Vögel“). Die Bartgeier können mit ihrem Schnabel „Federn und Haare von der Haut“ abtrennen, „Gewebe und Sehnen vom Knochen“ ablösen, das „Skelett punktgenau in den Gelenken“ zerlegen, schmale Knochen durchbeissen (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)).

Die nachfolgenden Fotos zeigen einen fressenden Bartgeier (links; aufgenommen im Tiergarten Nürnberg), die mittleren Fotos zeigen fressende Zwerggänsegeier und Sperbergeier (mitte; in der Adlerwarte Berlebek aufgenommen).

In der ersten Lebenswoche benötigen die frisch geschlüpften Steinadler 3 bis 3,5 kg Futter. Zuerst gibt es vom Weibchen vorgekautes Fleisch, kleinste Happen aus Leber oder Herz und später kleine weitere Fleischstücke. In den ersten vier Wochen füttert so das Weibchen die jungen Steinadler mit Fleischbrocken. Selbständig das Futter aufnehmen, können die jungen Östlichen und Spanischen Kaiseradler ab dem 40. Tag (oder nach ca. 6 Wochen), so dass dann das Weibchen sich bei der Beschaffung der Beute beteiligen kann. Das zum Knochenbau wichtige Kalzium bekommen die jungen Keilschwanzadler durch die erbeuteten Wirbeltiere.

Bei den Galapagos-Bussarden paart sich das Weibchen mit „zwei oder drei Männchen(Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) bzw. mit bis zu 4 Männchen („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) bzw. mit mehreren Männchen (Dierschke: „1000 Vögel“). Jeder Galapagos-Bussard hat sich auf eine andere Beute (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) spezialisiert. Diese Tatsache führt bei der Aufzucht der Jungvögel oder Fütterung des Weibchens zu einer abwechslungsreichen Ernährung (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)).

Kämpfe unter Mäusebussarden können in kalten Wintern, auch wenn es nur „um eine Larve” geht, tödlich enden („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993); Seite 253). Ein aufplustern und ein Aufstellen der Kopf- und Nackenfedern dienen der Drohung und der Angriff erfolgt mit „gespreizten Flügel- und Schwanzfedern“ („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993); Seite 253). Ein im Streit unterlegener Mäusebussard legt sich reglos „zum Zeichen der Unterwerfung” auf die „Seite und hebt einen Flügel an” („Faszination Tier & Natur“ (Loseblatt-Sammelwerk)) bzw. ein im Streit unterlegener Mäusebussard legt sich mit dem Rücken auf den Boden und breitet die Flügel aus (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000; Foto: Seite 143). Auch im Sommer konnte ein Streit zweier Mäusebussarde, die sich um ein Ei streiteten (FALKE 08/2015), dokumentiert werden. Beide Mäusebussarde haben sich zuerst „mit gesträubten Nackengefieder und ausgebreiteten Flügeln“ gegenseitig bedroht (FALKE 08/2015). Nachdem einer der Mäusebussarde den anderen Mäusebussard mit einer Schwinge niederschlug, streckte der unterlegene auf dem Rücken liegende Mäusebussard die Fänge zur Abwehr entgegen, hob den linken Flügel und kapitulierte durch Bewegungslosigkeit (FALKE 08/2015). Andererseits ist auch bei der Beuteübergabe einmal beobachtet worden, dass sich das Männchen „mit gespreizten Flügeln” auf den Rücken legt, „um zu zeigen, dass es sein Futter dem überlegenen Weibchen abtritt” („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993); Seite 253).

Die Schwarzmilane fliegen dazu „im langsamen, niedrigen Suchflug“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012), „oft in grösseren Trupps über dem Wasser“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) und nehmen „Fische von der Wasseroberfläche auf“ (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) bzw. nehmen die vorwiegend toten und kranken Fische „im Darüberweggleiten von der Wasseroberfläche“ auf (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) bzw. nehmen die Fische „mit den Fängen von der Wasseroberfläche“ auf (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000). Die Schwarzmilane fressen „vor allem“ in Mitteleuropa tote und sterbende Fische, die von der Wasseroberfläche gegriffen werden oder am Ufer liegen (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") bzw. fressen in manchen Gegenden „fast ausschliesslich“ lebende oder tote „auf der Wasseroberfläche“ treibende Fische (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) bzw. fressen „hauptsächlich“ kranke und tote Fische (Haseder, Stinglwagner: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“, 2000) bzw. fressen tote an der Wasseroberfläche treibende Fische („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) bzw. fressen „häufig tote und kranke Fische“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) bzw. fressen kranke und tote Fische, die von der Wasseroberfläche aufgenommen werden (Trommer: „Greifvögel“) bzw. fischen kranke und tote Fische von der Wasseroberfläche („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) bzw. sammelt häufig „tote Fische von der Wasseroberfläche“ auf (Dierschke: „1000 Vögel“) bzw. nehmen „tote und kranke Fische von der Wasseroberfläche auf“ (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012).

Mit freundlicher Genehmigung von Andeas Volz, www.volz-naturfoto.de, wurde das linke Foto (Fotoausschnitt) des Schwarzmilans, der einen toten Fisch in Mecklenburg-Vorpommern greift, aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos zeigen einen jungen Falklandkarakara (aufgenommen im Tierpark Cottbus), der sich voll gefressen hat (zu erkennen am vollem Kropf).

Der Turmfalke fressen auch in strengen Wintern Äpfel (Burton: "Das Leben der Vögel" (1985)).

 

Die Neuweltgeier können mit dem „extrem dehnbaren Kropf“ „grosse Memgen an Nahrung auf einmal aufnehmen – beim Andenkondor bis zu 2kg Fleisch“, wobei sie allerdings bei Störungen „einen Teil der Nahrung wieder erbrechen“ müssen, „um überhaupt Abfliegen und Flüchten zu können(„Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 37. Auflage).

Truthahngeier und Rabengeier plündern auch Nester und erbeuten so die Eier und Jungvögel. Truthahngeier selbst werden von Weisskopfseeadler bedrängt, so dass diese in ihrer Not die Fleischbrocken wieder hervorwürgen. Bei den Neuweltgeiern (Andenkondore, Rabengeier, Truthahngeier) werden die frisch geschlüpften Jungvögel mit vorverdauter hochgewürgter Nahrung aus dem Kropf gefüttert. Bei den Rabengeiern sind dieses die ersten 40 Tage.

Nachdem das Andenkondor-Weibchen ein Stück Fleisch im Schnabel hatte, dass Andenkondor-Männchen dies sah, jagte das Andenkondor-Männchen das Andenkondor-Weibchen eine grosse Runde durch die Voliere (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)

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Der hungrige Jungvogel der Andenkondore bettelt zuerst nach Futter und bekommt dann gerade gefressenes Fleisch vom Weibchen hervorgewürgt direkt in den Schnabel (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)

Die Greifvögel beginnen bereits als Jungvogel das mitgebrachte Futter vor den Geschwistern mit ausgebreiteten Flügel und ausgebreiteten Schwanz abzuschirmen (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)). Auch als Altvogel wird die Beute vor Konkurrenten auf gleiche weise abgeschirmt, das Nackengefieder wird zusätzlich gesträubt, der Kopf zusätzlich geneigt (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)). Dieses "tarnen" oder "verstecken" oder "abschirmen" der Beute vor anderen wird auch als Manteln bezeichnet.

Die Eulen spreizen „kurz vor dem Zupacken“ die „Flügel und Schwanzfedern“ und sitzen dann „tief geduckt auf der Beute“ (Gefiederte Welt 06/1970). Die Flügel und der Schwanz dienen zuerst als Bremse, stützen dann das Gewicht und dienen dem „Beuteabdecken“ (Gefiederte Welt 06/1970). Das Beuteabdecken konnte so bei Streifenohreulen („Gefiederte Welt“ 06/1970) beobachtet werden.

Eine Harpyie beim Manteln im Tiergarten Nürnberg                                                        .

Ein Steppenadler beim Manteln im Wildpark Hundshaupten in der Falknerei Kolitsch

 

 

 

Ein Wüstenbussard beim Manteln in der Falknerei im Erlebnis-Wildpark Klein-Auhein

 

 

Zur Wirkung des Mantelns am Beispiel von Wüstenbussarden im Zoo Neunkirchen. Der eine Wüstenbussard verdeckt das, was der andere Wüstenbussard nicht sehen soll.

Beim Manteln wird nach jedem Bissen (aufgenommen am Beispiel des Sakerfalken im Tierpark München (Hellabrunn)) nach oben geschaut, um die Beute gut vor weiteren “Fressfeinden” abzudecken.

Zur Nahrung der Palmgeier zählen als „Hauptnahrungsmittel“ die Früchte der Ölpalmen („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder als Hauptnahrung „die Früchte der Ölpalme (Elaeis guinensis) und der Raphiapalme (Raphia fuffia)” („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder „überwiegend” die Palmfrüchte „der Gattung Raphia oder Elaeis (Weltvogelpark: Zooschild; „Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36. Auflage) oder „bevorzugt die Schale der Ölpalmenfrucht“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder „in der Hauptsache“ Palmfrüchte („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder in der Hauptsache die Früchte „der Ölpalme“ (Dossenbach: „Das Lexikon der Tiere“ (1997)) oder als bevorzugte Nahrung gelten „die Hülsen der Palmfrüchte“ oder besteht „in der Hauptsache aus den Hülsen der Öl- oder Raphia-Palmfrüchte“ (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder als „Hauptbestandteil“ die Früchte der Öl- und Raphia-Palmen (Veselovsky: „Illustriertes Lexikon der Vögel“ (1998)) oder als „Hauptnahrung“ „die Früchte der Ölpalme“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder als „Hauptnahrung“ Palmfrüchte (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder „hauptsächlich“ Palmfrüchte („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 18 (1988)) oder im Vorzug die Früchte der Ölpalme (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder „fast ausschliesslich von den Früchten der Ölpalme (Elaeis guineensis)“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder „überwiegend“ die Früchte „der Ölpalme“ („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)) oder die „Früchte der Öl- und Bambuspalme“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007) oder die Früchte der Ölpalme („aussereuropäische Vögel“ (1973); Dierschke: „1000 Vögel“) oder Früchte, „unter anderem auch von Früchten der Ölpalme“ (Blaszkiewitz: „Zoo Berlin; Wegweiser durch den Zoologischen Garten“, 53. Aufl. (2011)) oder „mehr als die Hälfte“ sind Früchte (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder „bis zu 65%”, „vor allem die Früchte verschiedener Palmenarten” (“Der Falkner” (2016)).

In einer schweizer Untersuchung (FALKE 02/2006) kam heraus, das Ausgleichsflächen für höhere Wühlmauspopulationen sorgten, die wiederum als Beute für Waldohreulen und Turmfalken in Frage kamen und die die Beute jeweils an den zu den Ausgleichsflächen angrenzenden Flächen jagten.

Die meisten Eulen haben sich auf eine Nahrung spezialisiert, wie z.B. auf kleine Säugetiere, kleine Vögel, Aas, Krebse, Fische und Insekten. Die meisten jedoch auf Mäuse. Eulen können nur so viel fressen, wie in ihren Magen passt, da sie im Gegensatz zu den Greifvögeln keinen Kropf haben (Allert, Göring: "Eulen und Landkreis Gotha" (2001)). Aus diesem Grund legen die Eulen Nahrungsvorräte (ausser in den Tropen) in Höhlen oder in der Nestnähe an. Grössere Vorräte werden zur Brutzeit angelegt. So kann es vorkommen, dass in mäusereichen Jahren doppelt so viele Eier gelegt werden, wie in mäusearmen Jahren. Einige Arten brüten bei entsprechendem Nahrungsangebot sogar zweimal, wie z.B. Schnee-Eule, Steinkauz oder Waldohreule. Schleier-Eulen und Sumpfohreulen suchen ihre Beute im Tiefflug. Es festgestellt worden, dass ein Streifenkauz eine Schlange erbeutet hat.

Die Beutetiere werden durch den Aufprall der Eulen in der Regel sofort getötet. Die Eule selbst breitet kurz vor dem Ergreifen der Beute die Flügel und den Schwanz aus, um einen sicheren Stand zu haben, falls die (grosse) Beute sich noch lebend wehren sollte. Die Eulen benötigen im Winter bei Kälte mehr Nahrung als im Sommer bei Wärme.

Das Schleiereulen-Weibchen jagt, sobald die jungen nach dem 20. Tage allein gelassen werden können, mit. Sind mehrere Schleiereulen geschlüpft, wurde auch schon beobachtet, daß der älteste Jungvogel den Eltern die Beute abnimmt und sie selbständig an die jüngsten Geschwister weitergibt oder in Stücke reisst und anschliessend verteilt.

Der Bartkauz erbeutet Mäuse unter einer 45 bis 50 cm dicken Schneeschicht, in dem er die Beute erst ortet, sich dann auf sie in den Schnee hineinstürzt und ergreift. Die (amerikanischen) Rauhfusskäuze, Sperbereulen und Sumpfohreulen benutzen diese Methode bei einer kleineren Schneedecke ebenso. Schnee-Eulen breiten, um nicht bei hohem Schnee einzusinken, beim fressen die Flügel und den Schwanz aus. Im Winter halten die Rauhfusskäuze, die Sägekäuze und die Gnomenkäuze unter -10°C ihre Beute durch die Thermospeicherung („brütend“) warm, um sie so ungefroren fressen zu können.

Die nachfolgenden Fotos (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg) zeigen einen Bartkauz, der die Beute (links) im Schnabel hält und mit einen Fuss (mitte) hält.

Unterhalb dieser Zeilen sieht man einen fressenden Milchuhu (aufgenommen im Zoo Heidelberg).

Bei den Uhus wird in Ausnahmen bei Nahrungsmangel, so Beobachtungen, der jüngste und schwächste Jungvogel von den Elterntieren getötet, um ihn als Futter dem stärkeren Jungvogel anzubieten bzw. ihn zu verfüttern. Bei Nahrungsmangel werden nur die ältesten Sperbereulen-Jungvögel gefüttert, so dass die jüngsten Jungvögel verhungern müssen. Bei den Schnee-Eulen kommt es vor, dass der ältere Jungvogel den jüngsten Jungvogel bei Nahrungsmangel auffrisst.

Südnorwegische Sperlingskäuze (Falke 09/1999) legten sich nach einer Beobachtung für den Winter Vorräte (Wühlmäuse, Spitzmäuse) an, die dann durch „bebrüten“ im Winter aufgetaut und selbst wenn die Beute mumifiziert oder verwest war, gefressen wurde.

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Die Fotos der Futterübergabe an einen Jungvogel wurden im Tiergarten Nürnberg (Habichtskäuze: oberhalb dieser Zeilen und Schnee-Eule: unterhalb dieser Zeilen) aufgenommen.

Das rechte Foto der Futterübergabe an einen Jungvogel wurde im Zoo Heidelberg (Milchuhu) aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos zeigen einer fressende Schnee-Eule (aufgenommen im Zoo Halle).

Die nachfolgenden Fotos wurden im Vogelpark Viernheim gemacht und zeigen eine fressende Kannicheneule, die beim zerteilen / zerreisen der Beute die Flügel benutzen muss.

Die Zwergohreulen können andererseits „nur kleine Bissen verschlingen, weshalb Wirbeltiere gerupft, zerteilt und stückchenweise verzehrt werden“ (Mebs/Scherzinger „Die Eulen Europas“ (2000)). Die „Mäuseschwänze, Vogelfüsse und -flügel“ werden „meist verschmäht“ und auch von den Insekten werden die harten Chitinflügel, die sparrigen Beine und Köpfe abgerissen (Mebs/Scherzinger „Die Eulen Europas“ (2000)).

Die jungen Fettschwälme, die 3 bis 6 mal am Tag gefüttert werden, haben am 40. Tag das Gewicht der Eltern erreicht und am 70. Tag sind sie bereits 50 % schwere als die Altvögel. Dieses Gewicht reduziert sich dann mit dem Gefiederwachstum in den kommenden Tagen wieder. Die Fettschwälme „sind die einzigen Nachtschwalben, die keine Insekten fangen, sondern im Flug Früchte von den Bäumen pflücken“ (Dossenbach: „Das Lexikon der Tiere“ (1997)) oder die „ausschliesslich vegetarisch von ölhaltigen Palmfrüchten” leben, die „im Flug mit dem Schnabel” abgerissen werden (Kugi, Kassin: „Das grosse Vogelbuch...“ (1991)) oder die „ausschliesslich Früchte z.B. von der Ölpalme“ fressen („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 37. Auflage) oder Palmfrüchte fressen („Die grosse Larousse Natur Enzyklopädie“, (2002)) oder die „ganz überwiegend“ „die Früchte der Ölpalme“ fressen (Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994)). Zur Nahrung zählen „die Früchte von Palmen, Lorbeersträuchern, Balsambäumen und Efeugewächsen“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder „die öligen Früchte von Lorbeeren, Palmen und Weihrauchbäumen“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder die Baumfrüchte der „Arecaceae (Palmen), Lauraceae (Lorbeergewächse) und Burseraceae“ (Perrins: "Die BLV Enzyklopädie, Vögel der Welt" (2004)) oder Früchte (Burton: "Das Leben der Vögel" (1985)).

Nach dem Fressen säubern, reinigen oder putzen sich die Greifvögel und Eulen mitunter den Schnabel an Ästen, Steinen oder Gegenständen. Die Fotos zeigen wie die Harpyien sich nach dem fressen den Schnabel säubern oder putzen. Auf der einen Schnabelseite reibt die Harpyie am Ast und auf der anderen Seite hängt die Zunge aus dem Schnabel (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg).

Normalerweise ist die Zunge beim Reinigen oder Säubern oder Putzen des Schnabels im Schnabel.

Die unteren Fotos zeigen einen Weisskopfseeadler (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg) beim Schnabel putzen.

Die unteren Fotos zeigen einen Schmutzgeier (aufgenommen im Alpenzoo Innsbruck) und einen Kampfadler (aufgenommen im Zoo Schmiding) beim Schnabel putzen.

Die unteren Fotos zeigen eine Schnee-Eule (aufgenommen im Zoo Halle) beim Schnabel putzen am Boden.

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