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Block 1: Ein zusammenfassender Überblick über die Welt der Greifvögel und Eulen
09.03. Die Greifvögel und Eulen, von Vereinen, Universitäten, Unternehmen
09.03.01. Vereine
09.03.02. Universitäten, Unternehmen

09.04. Die Greifvögel und Eulen, vom Vogelring bis zur Videoüberwachung
09.04.01. Beringung
09.04.02. Besenderungen
09.04.03. Vogelzählungen
09.04.04. Feststellungen mittels Klangatrappen
09.04.05. Beobachtungen mittels WebCam, Kopter
09.04.06. im Fernsehen, auf Video, auf DVD ansehen
09.04.07. Nistkästen

09.05. Die Greifvögel und Eulen, von gefundenen Wildvögeln
09.06. Die Greifvögel und Eulen, Exemplare für die Ewigkeit
09.07. Die Greifvögel und Eulen, die Evolution, vom Ende der Letzten
09.08. Die Greifvögel und Eulen, von Eulen, die Schmetterlinge sind
09.09. Die Greifvögel und Eulen, die Pilze sind

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”. Es sei darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht, dass im Lauf der Zeit aufgrund von Veränderungen im Bestand der in den Falknereien und/oder (zoologischen) Einrichtungen gehaltenen Arten, die fotografierten Arten nicht mehr gezeigt werden oder nun andere Arten zu sehen sind.

09.03. Die Greifvögel und Eulen, von Vereinen, Universitäten, Unternehmen
09.03.01. Vereine
Die „Deutsche Ornithologen-Gesellschaft e.V.“ (kurz: DO-G) reicht in der Geschichte zurück bis zum 18. September 1822, dem „Beginn der Vorgeschichte der Versammlungen deutscher Ornithologen (Thomsen & Stresemann 1957; Bezzel 1988)“, dem Tag, an dem „die erste Jahresversammlung der Gesellschaft deutscher Naturforscher und Ärzte in Leipzig“ stattfand (Vogelwarte Band 56: Heft 1: Februar 2018). Im Jahr 1850 wird aufgrund eines Antrags „die Versammlung deutscher Ornithologen“ zur „Gesellschaft deutscher Ornithologen“ „als >provisorisch constituirt< erklärt (Baldamus 1850)“ (Vogelwarte Band 56: Heft 1: Februar 2018) und daher findet man auch als Gründungsjahr 1850 auf der Webseite www.do-g.de. Die DO-G „steht für Kontinuität und Beständigkeit“ und „hat sich der Förderung der Ornithologie in alle Richtungen verschrieben“ (Quelle: www.do-g.de). www.do-g.de 

Die von Prof. Bernhard Grzimek „als Förderverein für den Frankfurter Zoo wieder neu“ gegründete „Zoologische Gesellschaft Frankfurt von 1858 e.V.“ (kurz: ZGF) „unterstützt weltweit 30 unterschiedliche Programme und Projekte in 18 Ländern“ (Quelle www.zgf.de). Die Ursprünge gehen zurück bis ins Jahr 1858 als damals die Zoologische Gesellschaft „von Frankfurter Bürgern zur Einrichtung eines Zoos gegründet“ wurde (Quelle www.zgf.de). www.zgf.de; https://fzs.org/de/

Der „NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.“ geht auf den „am 01. Februar 1899“ (NABU: „Naturschutz-heute“ (01/2010)) „in Stuttgart“ (Quelle: www.nabu.de) von Lina Hähnle gegründeten „Bund für Vogelschutz“ (NABU: „Naturschutz-heute“ (01/2010; 4/2017); www.nabu.de; Vogelwarte Band 57: Heft 1: Februar 2019) zurück. www.nabu.de (www.schreiadlerschutz.de; www.rotmilan.de; www.ag-wanderfalken.de; www.wanderfalkenschutz-rlp.de; www.agw-bw.de; www.vogel-des-jahres.de; www.stunde-der-gartenvoegel.de)

Der „LBV - Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V.“ geht zurück auf die im Jahre 1909 durch den Freiherrn Hermann von Gebsattel gegründete „Staatlich autorisierte Vogelschutzkommission für Bayern“, eine Veranlassung des Königlich Bayrischen Innenministers (LBV-Vogelschutz 04/2014, 03/2018; LBV-magazin 04/2022). www.lbv.de (www.steinadlerschutz.de; www.stunde-der-wintervoegel.de; www.vogel-des-jahres.de)

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LBV Werbeplakate in Nürnberg (oben) und LBV-Prospekte (unten)

Die 1961 gegründete „Umweltstiftung WWF Deutschland ist eine rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts“ und „führt den Namen "WWF Deutschland"“ (kurz: WWF; „WWF steht für "World Wide Fund For Nature", auf Deutsch "Welt-Naturstiftung"“ (Quelle: www.wwf.de). Mit dem „Startkapital von 85.000DM“ wurde sich unter anderem „für die Rettung nordeuropäischer Greifvögel“ eingesetzt und heute hat der WWF weltweit „mehr als 13.000 Schutzprojekte in über 150 Ländern mit rund 7,3 Milliarden Euro finanziert“ (Quelle: www.wwf.de). www.wwf.de, www.wwf.at, www.wwf.ch

WWF Werbeplakate in Nürnberg                                                                      .

Die „Deutsche Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Eulen e.V.“ (kurz: „AG Eulen“), ein „Zusammenschluss deutschsprachiger Eulenfachleute“ „betreibt Naturschutz- und Artenschutz, indem sie Wissen und Erfahrung zur Biologie und zum Schutz der Eulen sammelt, bewertet und weitergibt“ (Eulenrundblick 63, 64, 65, 66, 67, 68). Offiziell trägt der Verein den Namen „seit dem 5. Februar 2009, dem Tag der Eintragung in das Vereinsregister“, die Anfänge reichen jedoch zurück bis in die „1950er und 1960er“ Jahre, denn aufgrund der drastischen Rückgänge „der Steinkauz- und Schleiereulen-Brutbestände“ schlossen sich damals Eulenschützer zusammen (FALKE-Sonderheft „Eulen in Deutschland“ (2014)) www.ageulen.de.

„Die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.“ (kurz: EGE) „ist ein Zusammenschluss engagierter Praktiker und Wissenschaftler im Naturschutz“ (Prospekt: „Eulen brauchen mehr als den Schutz der Dunkelheit – Die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.“). Die Anfänge reichen zurück bis zur 1973 „gegründeten AzWU“ (FALKE-Sonderheft „Eulen in Deutschland“ (2014)), „der Aktion zur Wiedereinbürgerung des Uhus (AzWU)“, aus der die EGE 1990 hervorgegangen ist (Prospekt: „Eulen brauchen mehr als den Schutz der Dunkelheit – Die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.“) www.egeeulen.de.

Der „Landesverband Eulen-Schutz in Schleswig-Holstein e.V.“ (kurz: LVE) hatte seit seiner Gründung 1981 vorrangig „zwei Ziele: die Wiedereinbürgerung des Uhus nach 150 Jahren Abwesenheit und die Rettung der letzten Schleiereulen und Steinkäuze nach dem Kältewinter 1978/79“ (Eulenrundblick 62). Des Weiteren wurden parallel Artenhilfsprogramme für die Schleiereulen und die Steinkäuze gestartet (Eulenrundblick 62; 68), so dass für die Schleiereulen und die Steinkäuze „seit 1981 in vielen Regionen Schleswig-Holsteins Tausende von Nisthilfen ausgebracht“ wurden („Eulenwelt“ 2012). www.eulen.de

Im seit 1988 laufenden Forschungsprojekt „Monitoring Greifvögel und Eulen Europas“ der Martin-Luther Universität Halle, seit 2002 des „Fördervereins für Ökologie und Monitoring von Greifvogel- und Eulenarten e.V.“ (Mammen: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 7, 2017; "Ornithologische Mitteilungen", Jahrgang 69: Nr. 7/8/2017) werden von Kontrollflächen „jährlich Daten zur Reproduktion und zum Bestand der Greifvögel und Eulen zusammengetragen“ (Mammen: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 7, 2017), so dass auf Grundlage der „Monitoring-Datenbank eine Berechnung der Bestandsentwicklung in Deutschland möglich“ ist (Stubbe/Mammen: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 6, 2009). www.greifvogelmonitoring.de (MEROS)

Die seit 2001 existierende Stiftung Artenschutz setzt für den Erhalt hochbedrohter Tierarten (auf der philippinischen Insel Negros: Welt-Erstzuchterfolg des Streifenuhus (oder Philippinen-Uhus), lat. Bubo philippensis; in Kambodscha als Partner des „Cambodia Vulture Conservation Project“: Wiederansiedlung der Geierpopulationen durch Futterstellen („Geier-Restaurants“), in der Provinz Preah Vihea speziell für Bengalgeier; etc.) ein. www.stiftung-artenschutz.de / www.zgap.de (ACCB-Projekt: www.accb-cambodia.org (ENGLISCH)); www.save-vultures.org (ENGLISCH)).

Aus der „Kampagne „Tatort Tier“- gemeinsam gegen den illegalen Wildtierhandel“ der Stiftung Artenschutz in Zusammenarbeit mit der TRAFFIC, dem deutschen Zoll und dem WWF. Eine Ausstellung in 19 internationalen Partnerinstitutionen der Stiftung Artenschutz. (Aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)

Infotafel der Stiftung Artenschutz (aufgenommen im Tierpark Straubing)

Webseiten der und auch anderer/weiterer Vereine/Organisationen: "Webseiten bezüglich der Greifvögel und Eulen …"

 

09.03.02. Universitäten, Unternehmen
Im von der Ruhr-Universität Bochum initiierten Panay Eco-Social Conservation Project (PanayCon) wird versucht, „die bedrohte Artenvielfalt“ auf den philippischen Inseln Panay und Negros „vor der Ausrottung“ durch 2 Ausrichtungen „>Schutz mit und durch den Menschen<“ und „>Forschung für den Schutz<“ zu bewahren (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 2015“). Im Rahmen einer Exkursion „konnten v.a. Rufe des Philippinenkauzes (Ninox philippensis) und des Philippinen-Froschmauls (Batrachostomus septimus menagei) identifiziert und aufgezeichnet werden“, wobei beide Arten öfters gehört wurden und die Zeit und der Ort des Auftretens sehr variabel war (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 2017“). Des Weiteren konnte man zu einer „Exkursion zum trockenen Bett des Balunao-Flusses“ eine Philippinen-Ohreule (Otus nigrorum) identifizieren (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 2017“). Auch an einem weiteren Tag konnten „Rufe des Philippinenkauzes (Ninox philippensis) und der Philippinen-Ohreule (Otus nigrorum)“ vernommen werden (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 2017“). Im Rahmen einer weiteren Exkursion im April 2018 „waren der Philippinenkauz (Ninox philippensis) und das Philippinen-Froschmaul (Batrachostomus septimus menagei) die am häufigsten identifizierten Vögel“ (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 2018“).

Herr Fischer kaufte 1905 die kleine Chemische Fabrik Ludwig Hoerth, entwickelte 1932 den „ersten gebrauchsfertigen, glasklaren Kunstharz-Klebstoffes der Welt“ und gab dem „Produkt den Namen eines Vogels: "UHU Der Alleskleber"“ (Quelle: www.uhu.de: Firmenhistorie der UHU GmbH & Co. KG). Die UHU GmbH & Co. KG unterstützte über „viele Jahre” „in Verbindung mit der Aktionsgemeinschaft zur Wiedereinbürgerung des Uhus (AZWU)” die Wiedereinbürgerung bis „der Uhu in Deutschland als wiedereingebürgert” galt und beendete „das Engagement 1996” (H. Horn: E-Mail (Antwort) vom 24.10.2002). Es wurde „die Auswilderung von Uhus einschliesslich der Aufzucht von Jungvögel“ gefördert. Ebenso wurde „durch UHU-Sponsorship“ der „Bau der Uhu-Burg im Vogelpark von Walsrode“ gefördert (D. Rudolph: E-Mail (Antwort) vom 11.06.2019).

Herr Adler gründete im Jahre 1948 sein gleichnamiges Unternehmen Adler, ein Mode- und Bekleidungsunternehmen (www.adler.de). Seit dem Jahre 1989 investierten das Unternehmen Adler und deren Kunden „weit über“ eine halbe Million Mark und unterstützten das Singer Forschungsteam vom Institut für Landwirtschaftsökologie und Naturschutz (Adler Modemärkte GmbH: „10 Jahre Projekt Fischadler“). Die Forscher statteten die „Fischadler mit Farbringen und Miniatursendern“ aus und entnahmen unbefruchtete Eier den Nestern und den Fischadlern Blutproben (Adler Modemärkte GmbH: „10 Jahre Projekt Fischadler“). Es wurden Resteier, „die im Fischadlernest bei der Beringung von Nestlingen gefunden“ wurden, vermessen, dann wurde „der Ei-Inhalt aus der Schale gelöst, damit die Analyse im Hinblick auf Rückstände von Umweltgiften möglich“ war und dann wurde die Eischale rasterelektronenmikroskopisch untersucht (Adler Modemärkte GmbH: „10 Jahre Projekt Fischadler“). Im Zeitraum „von 1995 bis 1999 wurden knapp 2.000 Fischadlernestlinge mit Farbkennringen beringt“ (Adler Modemärkte GmbH: „10 Jahre Projekt Fischadler“). Die Adler Modemärkte GmbH finanzierte 12 Jahre ein Ökosponsoring und eine Doktorarbeit mit (P. Kanz: E-Mail (Antwort) vom 31.01.2002).

Die Allianz (www.allianz-umwelt.de) führt aktuell bei Ihren Kunden die Aktion „E-Mail statt Brief“ durch und engagiert sich bei einer Umstellung des Kommunikationswegs zur E-Mail mit einem Engagement in verschiedene Umweltprojekte. Dazu zählen als Wunschprojekte „Die Jagdgründe des Rotmilans erhalten“ in der Uckermark/Brandenburg, einem aus „über 590 Seen“, naturnahen Wäldern „und landwirtschaftlich genutzte Flächen“ bestehenden Gebiet, welches zu über 60% unter Natur- oder Landschaftsschutz steht, in dem „Blühstreifen und Brachflächen“ zugelassen werden sollen, um den Lebensraum vor allem der Kleinsäuger zu verbessern, die wiederum die Beute der Greifvögel bzw. der Rotmilane sind (www.allianz-umwelt.de)) und „Nistmöglichkeiten für den Steinkauz bereitstellen“ in der Rhön, weil in der Rhön werden oft ältere Bäume oder Totholz entfernt werden, so dass die Gefahr besteht, „dass sich einzelne Populationen des Steinkauzes isolieren“, was man mit zusätzlichen Brutalternativen oder Nistkästen verhindert möchte und eine Erschliessung neuer Steinkauz-Lebensräume ermöglichen möchte (www.allianz-umwelt.de).

09.04. Die Greifvögel und Eulen, vom Vogelring bis zur Videoüberwachung
09.04.01. Beringung
Der dänische Lehrer Mortensen begann 1899 „mit der systematischen Markierung von Vögeln, um auf diesem Weg ihren Verbleib im Winter zu ergründen“ und „er versah Fussringe mit seiner Adresse und hoffte, der Finder eines solchen Ringes würde ihm per Post antworten“ und das Experiment gelang (Pro Ring e.V.: „Vogelberingung gestern und heute“). Man findet auch, dass der dänische Lehrer Hans Cornelius Mortensen im Herbst 1899 165 Stare und 2 Haussperlinge beringte, was als „Geburtsstunde der heutigen wissenschaftlichen Vogelberingung“ galt „und damit einer Forschungsmethode, die auf individueller Markierung beruht“ (FALKE 09/1999). Aufgrund der Beringung können Rückschlüsse zum Vogelzug, zur Altersstruktur einer Population, zur Bestandsveränderung aufgrund „von standardisierten Methoden“, ermittelt werden (Pro Ring e.V.: „Vogelberingung gestern und heute“). Auch kann die Populationsgrösse „genauer abgeschätzt werden und die Effektivität von Schutzmassnahmen für bestimmte Arten und/oder Gebiete“ besser festgestellt werden (Pro Ring e.V.: „Mitgliedsantrag“).

Jedes Jahr werden so beispielsweise in Deutschland ca. 250.000 Vögel von ca. 1000 ehrenamtlichen Vogelberingern und in Grossbritannien ca. 750.000 Vögel von 2000 Personen beringt (FALKE 10/2003). Die Anzahl der ehrenamtlichen Vogelberinger wird 10 Jahre später mit etwa 800 Vogelberingern in Deutschland und 8600 Vogelberingern in Europa angegeben (FALKE Sonderheft „Vogelzug“ (2013)).

Es wurden „weltweit 200 Millionen“ Vögel beringt (Sonntagsblitz vom 15.01.2006: "Einmal Afrika und zurück"). Des Weiteren findet man, dass 15 Millionen Vögel von deutschen Beringungszentralen beringt wurden (Pro Ring e.V.: „Vogelberingung gestern und heute“), dass das Institut für Vogelforschung „Vogelwarte Helgoland“ angab, dass mit einem Rotkehlchen der 10 Millionste Vogel beringt wurde (Vogelwarte Band 57: Heft 4: Dezember 2019), dass bereits 10 Millionen Vögel bringt sind (FALKE 02/2020).

Die Vogelringe oder Metallringe enthalten Zahlen und Buchstaben mit der eine individuelle Identifizierung möglich wird (FALKE-Sonderheft „Vogelzug“ (2013)) oder in „den 1930er Jahren“ begann man „Vögel zusätzlich zu dem Metallring“ „mit Farbmarkierungen aus leichten Kunststoffen auszustatten, die auf grössere Entfernungen mit einem Fernglas oder Spektiv erkannt werden können“ (FALKE 02/2017). Zur besseren Erkennbarkeit aus der Ferne wurden zusätzlich Buntringe eingeführt (FALKE Sonderheft „Vogelzug“ (2013)).

Im Zeitraum von 1995 bis 2004 wurden aufgrund des Farbberingungsprogramms 2.040 junge Fischadler farbberingt, so dass man von den „nestjung barbberingten Fischadlern der Jahrgänge 1995-1999“ „in den Jahren 1998-2001 insgesamt 99 Individuen (=4,8%) während der Brutzeit und zumindest an Horsten als Altvögel identifiziert“ wurden, „davon 93 innerhalb des deutschen Brutgebiets und weitere sechs in Frankreich, Polen und Wales“ (Stubbe/Stubbe: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 5, 2006).

Mit einem Farbmarkierungsprogramm begann man 1976 in Schweden und Finnland mit farbigen Fussringen Seeadler zu markieren, die dann Auskunft zum Geburtsjahr und zum Geburtsgebiet verschlüsselt angaben (Stubbe/Stubbe: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 5, 2006).

Ein eingravierter individueller Buchstaben-Zahlencode folgte in der Mitte der 1990er Jahre, so dass eine individuelle Identifizierung der Seeadler möglich wurde (Stubbe/Stubbe: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 5, 2006).

Bis einschliesslich 2002 wurden in Estland 408 junge Seeadler und bis einschliesslich 2003 wurden in Schweden 2.451 junge Seeadler, in Finnland 1.728 junge Seeadler, in Deutschland (Ost) 1.181 junge Seeadler, in Deutschland (West) 247 junge Seeadler, in Polen 615 junge Seeadler, in Russland 230 junge Seeadler, in Litauen 133 junge Seeadler, in Lettland 100 junge Seeadler, in Belarus 51 junge Seeadler mit Farbringen markiert (Stubbe/Stubbe: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 5, 2006).

Das Problem ist, „dass nicht individuell markierte Seeadler vom demselben oder verschiedenen Beobachtern auch mehrfach gesehen und gemeldet worden sein können“, denn es wurden z.B. 196 gemeldete Farbringablesungen „über farbberingte Seeadler in Ostdeutschland“ gemeldet, die sich „auf etwa 180 verschiedene Individuen beziehen“ (Stubbe/Stubbe: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 5, 2006).

Zum „Wiederaufbau der Wanderfalkenpopulation im Osten Deutschlands“ findet, dass seit 1982 „alle in Wildbruten erbrüteten und alle ausgewilderten Jungfalken mit Farb- und Kennringen versehen“ werden, um das „Habitat (Felsgebiete, Gebäudebrutplätze, Baumbrutreviere) sowie die Herkunft (Wildbrut, Auswilderung) und seit 1990 die individuelle Identität“ aus der Ferne erkennen zu können (Stubbe/Stubbe: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 5, 2006). Es wird angegeben, dass „die Quote der wieder beobachteten Vögel“ „bei 36%“ liegt und davon waren 660 Jungfalken „nestjung in den Wildhorsten und 332“ Jungfalken „im Rahmen der Auswilderungsprojekte beringt worden“ (Stubbe/Stubbe: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 5, 2006).

In Berlin wurden 5.386 Turmfalken von 1956 bis 2002, „jährlich zwischen 400-450 Turmfalken, meist in Nistkästen, beringt“ (Stubbe/Stubbe: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 5, 2006).

In den Jahren 1998 bis 2005 wurden in einigen Untersuchungsgebieten in Sachsen-Anhalt 789 Rotmilane, 278 Schwarzmilane und 1.409 Mäusebussarde mit Flügelmarkierungen versehen (Stubbe/Mammen: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 6, 2009). Im Ergebnis der 8 Untersuchungsjahre führten die Flügelmarkierungen zu einer „Erhöhung der Individualerkennung und generellen Rückmeldequote aus dem In- und Ausland“ und man dokumentierte „3.419 Beobachtungen von 789 lebenden Individuen und 139 Todfunde“ (Stubbe/Mammen: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 6, 2009).

Es gibt im deutschsprachigen Raum die vier Vogelwarten „Helgoland“ (zweitälteste Vogelwarte der Welt: www.vogelwarte-helgoland.de oder www.ifv-vogelwarte.de) in Wilhelmshaven, „Hiddensee“ (www.beringungszentrale-hiddensee.de; www.lung.mv-regierung.de/beringung) in Stralsund, „Radolfzell“ (www.orn.mpg.de; auch für Österreich zuständig) in Radolfzell und „Sempach“ (www.vogelwarte.ch) in der bzw. für die Schweiz zuständig in Sempach (FALKE 09/1999). Bei den Beringern der Vogelwarte Helgoland zählt zu den 5 häufigsten beringten Nichtsingvögeln die Schleiereule und die Schleiereule zählt auch zu den 5 häufigsten Nichtsingvögeln, die gefunden wird (FALKE 09/1999). Bei den Beringern der Vogelwarte Hiddensee zählt zu den 5 häufigsten beringten Nichtsingvögeln der Turmfalke und die Schleiereule zählt zu den 5 häufigsten Nichtsingvögeln, die gefunden wird (FALKE 09/1999). Bei den Beringern der Vogelwarte Radolfzell zählen zu den 5 häufigsten beringten Nichtsingvögeln die Schleiereule und der Turmfalke, gefunden jedoch werden die Schleiereule, der Mäusebussard und der Turmfalke am meisten (3 von 5, der am häufigsten gefundenen Nichtsingvögeln (FALKE 09/1999). Runde 17 Millionen Vögel wurden seit dem Beginn des Jahrhunderts durch die Beringer der Vogelwarten Helgoland, Hiddensee und Radolfzell beringt (FALKE 09/1999). Jedes Jahr werden in Europa 3,8 Millionen Vögel (FALKE 09/1999) beringt. Zur heutigen Grössenordnung bezüglich der Beringung mit „Helgoland Ringen“ findet man: „Seit 1909 wurden 8.958.725 Vögel aus insgesamt 585 Arten (oder unterscheidbaren Unterarten) mit Helgoland-Ringen markiert (Stand 31.12.2008), von denen etwa 250.000 wiedergefunden worden sind. Dabei machen nur 50 Arten allein über 81 % aller Wiederfunde aus“ (FALKE 04/2010). In Deutschland wurden bis 1960 „über 4 Millionen Vögel beringt“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)). Mittlerweile sind über 120 Millionen Vögel in Europa und mehr als 20 Millionen Vögel in Deutschland („Vögel in Deutschland“: 2012; FALKE Sonderheft „Vogelzug“ (2013)) beringt. Im Jahr 1939 wurde die EURING Europäische Union für Vogelbringung, ein „Zusammenschluss aller 39 europäischen Beringungszentralen und einiger, weiterer, aussereuropäischer Zentralen“ gegründet (FALKE Sonderheft „Vogelzug“ (2013)).

European Colour-Ring Birding (ENGLISCH): www.cr-birding.org

Im Zeitraum 1909 bis 1998 (FALKE 02/2011) wurden in zehn europäischen Ländern 5720 Baumfalken (allein schon über 1000 in Berlin und Brandenburg) beringt. Von weltweit 20.000 bis zum Jahre 2000 beringten Wanderfalken wurden allein in Deutschland 6.500 Wanderfalken beringt. In Baden Württemberg wurden 4250 Wanderfalken beringt. Nur so konnten und können auch heute noch wertvolle Erkenntnisse bezüglich der Bestandsentwicklung herauskommen, zusammengefasst und dokumentiert werden. Schliesslich bekommt man die Erkenntnisse erst, wenn man die Vögel auch wieder einfängt oder findet. So findet man beispielsweise nur jeden 2000-sten Teichrohrsänger und jede 5-te Schleiereule wieder (FALKE 10/2003). Die ersten Fischadler wurden in Deutschland 1928 beringt (naturgucker: 25: Juli/August 2016).

In Finnland wurden 3.865 Steinadler von 1913 bis 2018 beringt (www.voegel-magazin.de: 28.02.2019 („ältester Steinadler“)).

Im Zeitraum von 1964 bis 2015 wurden laut der Vogelwarte Hiddensee 17.940 Waldkäuze beringt und von diesen wurden 2.241 Waldkäuze wiedergefunden (Gefiederte Welt 03/2017).

In den Jahren 1955 bis 1996 wurden in Schweden 1715 Bartkäuze beringt und von diesen wurden 217 Bartkäuze „entweder tot wiedergefunden oder lebend, meist als Brutvogel zum Teil mehrmals kontrolliert“ (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)).

Nach dem Jahre 1945 wurden eine Vielzahl von Greifvögeln und Eulen einerseits beringt und andererseits gab es auch entsprechende Wiederfunde, „Fernfunde nach 1945” (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)).
000.155 beringte Merline und die Wiederfundquote lag bei 4,5%
000.378 beringte Rauhfussbussarde und die Wiederfundquote lag bei 2,9%
000.544 beringte Kornweihe und die Wiederfundquote lag bei 5,0%
000.633 beringte Schreiadler und die Wiederfundquote lag bei 2,5%
002.196 beringte Wespenbussarde und die Wiederfundquote lag bei 3,3%
003.368 beringte Seeadler und die Wiederfundquote lag bei 17,3%
004.543 beringte Baumfalken und die Wiederfundquote lag bei 2,3%
006.579 beringte Wiesenweihen und die Wiederfundquote lag bei 1,6%
011.337 beringte Fischadler und die Wiederfundquote lag bei 10,4%.
011.363 beringte Schwarzmilane und die Wiederfundquote lag bei 2,9%
014.372 beringte Wanderfalken und die Wiederfundquote lag bei 5,4%
030.696 beringte Habichte und die Wiederfundquote lag bei 4,6%
031.124 beringte Rotmilane und die Wiederfundquote lag bei 4,9%
038.390 beringte Rohrweihen und die Wiederfundquote lag bei 1,9%
052.269 beringte Sperber und die Wiederfundquote lag bei 3,6%
071.749 beringte Mäusebussarde und die Wiederfundquote lag bei 5,9%
174.240 beringte Turmfalken und die Wiederfundquote lag bei 2,4%

001.444 beringte Sumpfohreulen und die Wiederfundquote lag bei 3,4%
300.126 beringte Sperlingskäuze und die Wiederfundquote lag bei 1,6%
015.889 beringte Uhus und die Wiederfundquote lag bei 3,4%
019.480 beringte Waldohreulen und die Wiederfundquote lag bei 2,8%
029.276 beringte Rauhfusskäuze und die Wiederfundquote lag bei 1,2%
032.466 beringte Waldkäuze und die Wiederfundquote lag bei 1,2%
114.938 beringte Steinkäuze und die Wiederfundquote lag bei 1,2%
184.603 beringte Schleiereulen und die Wiederfundquote lag bei 6,6%

794 beringte Nachtschwalben und die Wiederfundquote lag bei 1,9%

Zusätzlich dokumentierte man die Ringfunde (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)).
1 Ringfund zum Steinadler
1 Ringfund zum Würgfalken
1 Ringfund zum Rötelfalken
2 Ringfunde zum Gänsegeier

Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten (LAG VSW): www.vogelschutzwarten.de
Datenbank / Studien (i.d.R. ENGLISCH): www.movebank.org
Europäische Union für Vogelberingung EURING (ENGLISCH): www.euring.org
Pro Ring e.V.: www.proring.de

Laut Naturschutzgesetz darf nur der Ring (den man wie abbekommt, um den Fund zu melden?) mitgenommen werden, der tote Vogel muss liegen bleiben. Selbst bei einem Jäger, der einen toten Mäusebussard findet, ist die rechtliche Situation umstritten. In der Zeitschrift JÄGER 04/2014 heisst es dazu: „Während das nach §1 Bundesjagdgesetz gewährte ausschliessliche Aneignungsrecht des Jagdausübungsberechtigten den Inbesitznahmeverboten des Naturschutzrechts grundsätzlich als spezielle Regelung vorgeht, so dass ein tot im Revier gefundener Mäusebussard mitgenommen werden darf, wird dies teilweise (wenn auch mit wenig überzeugenden Argumenten) bei EU-rechtlich streng geschützten Wildarten anders gesehen.
Meldung von „gefundenen Ringen“: www.ring.ac

In den späten 60er und den frühen 70er Jahren wurden die ersten Geier in Namibia beringt, so dass inzwischen Ohrengeier, lat. Torgos tracheliotos, Kapgeier (oder Fahlgeier), lat. Gyps coprotheres, Weissrückengeier (oder Zwerggänsegeier), lat. Gyps africanus und Wollkopfgeier, lat. Aegypius occipitalis beringt wurden (E-Mail (Antwort) vom 23.11.2015 von H. Kolberg). Im Durchschnitt werden in Namibia ca. 8000 Vögel, hauptsächlich Sperlingsvögel, beringt (E-Mail (Antwort) vom 23.11.2015 von H. Kolberg).
THE SOUTH AFRICAN BIRD RINGING UNIT: SAFRING, Animal Demography Unit (ENGLISCH): http://safring.adu.org.za

Durch eine Auswertungen von „Langzeitberingungsprogrammen von zwei Gebieten“ der Zeiträume von 1971 bis 2010 und von 1983 bis 2009 aufgrund von „Daten von 14.735 bzw. 18.052 Vögeln aus der Coyote Creek Field Station“ kam heraus, dass in Zentralkalifornien „die Vögel größer und kräftiger“ werden (FALKE 06/2012).

Nach einer US-Studie (FALKE 10/2011) kommt es beim wissenschaftlichen Vogelfang mittels Japannetzen bei 620.997 Fängen durch erfahrene Beringer, das „Datenmaterial stammte von 22 Vogelberingungsorganisationen quer über die USA und Kanada aus über zwanzig Jahren von 188 Vogelarten“, kaum (0,59 % Verletzungen; 0,23 % Todesfolge) für die Vögel zu Verletzungen.

 

09.04.02. Besenderungen
Am 21.07.1984 wurde „der erste Vogel, ein subaldulter männlicher Weisskopf-Seeadler“ „im nordöstlichen Maryland in den USA mit einem 170g schweren Sender versehen, der bis zum 19. März 1985 Daten übermittelte“ (Stubbe/Stubbe: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 5, 2006). In den Jahren 1984 und 1995 (Falke 05+06/1997) begann man in den USA in Pionierversuchen mittels Satelliten-Telemetrie Untersuchungen zum Vogelzug beim Weisskopf-Seeadler (am 19.03.1985 angebracht), beim Riesensturmvogel, beim Trompeterschwan und beim Pfeifschwan durchzuführen. Drei Streckenmessungen von Schleiereulen haben ergeben, dass Schleiereulen weite Strecken fliegen können, denn Messungen ergaben Strecken von 1650 km, von 1832 km und 1778 km (Falke 02/1995). In einer spanischen Untersuchung (Falke 08/1995) wurde festgestellt, dass sich junge Schleiereulen im ersten Jahr nur bis zu 50 km vom Nest entfernen. Aufgrund einer Besenderung eines Schreiadlers (Falke 09/1995) stellte man fest, dass ein Schreiadler (neben dem genauem Flugweg) von seinem Brutrevier in Mecklenburg-Vorpommern bis zum Winterquartier im südlichen Sambia und wieder zurück 17.880 km flog. Aufgrund einer Analyse des kompletten Herbstzugs wurde ein Schlangenadler (Falke 06/1999) am 29. Juli 1996 eingefangen und mit einem Satelliten-Sender mit Solarbetrieb „ausgerüstet“. Der Sender des Schlangenadlers wurde 78 Tage lang bis zu 10 mal täglich (zusammen insgesamt 506 mal) geortet, so dass man zum ersten Mal alle Übernachtungsplätze geortet hat und die Tagesleistungen, die zwischen 17 und 467km (im Mittel 234km) lagen, dokumentieren konnte. Im Vergleich dazu (Falke 06/1999) legen Fischadler und Schreiadler Tagesleistungen von über 500km zurück. 16 Steppenadler (Falke 01/2005) wurden in den Durchzugs- und Überwinterungsgebieten mit Satelittensendern im Zeitraum November 1992 bis November 1997 versehen und wurden bis zu 13,5 Monaten und bis zu 17.100 km weit mit über 3700 Ortungen beobachtet, um die Zugrouten aufzeichnen zu können. Des Weiteren gab man an, dass die Satelittensender keine Haut- oder Gefiederschäden verursachten (Falke 01/2005).

Bei der Satellitentelemetrie / Sattelitenortung (FALKE 07/2006; 07/2009) wird der Sender am Vogel befestigt und die Signale werden dann über den Satelliten zur Bodenstation gesendet. Als einen der ersten Vögel erforschte man den Storch, genau genommen wurden über 120 Störche mit entsprechenden Sendern ausgestattet.

Im Jahre 2004 (FALKE 07/2009) wurde eine Vielzahl an Fischadlern, Schreiadlern und Schelladlern mit Satellitensendern ausgestattet. Inzwischen gibt es auch entsprechende Projekte mit Steppenadlern, Westlichen Kaiseradlern, Seeadlern, Weisskopf-Seeadlern, Harpyien, Schwarzmilanen, Rotmilanen, Schlangenadler, Wespenbussarde, Baumfalken, Bartgeiern (zum Beispiel: www.bartgeier.ch oder www.wild.uzh.ch/bg/index.htm), Wiesenweihen (zum Beispiel: www.grauwekiekendief.nl) und Uhus.

In den Jahren von 2005 bis 2008 wurden 20 nordwesteuropäische Wiesenweihen („aus den Niederlanden, Deutschland und Dänemark“) und 10 nordosteuropäische Wiesenweihen („aus Polen und Weißrussland“) mit Satelitensendern ausgestattet (FALKE 07/2009), um die Zugrouten zu analysieren. Im Ergebnis stellte man fest, dass etwa ¾ der nordwesteuropäische Wiesenweihen (FALKE 07/2009) über Frankreich und Spanien und das andere ¼ zog über Italien und Sardinien in ihr Überwinterungsgebiet (südliches Mauritanien, Senegal und Mali: Binnendelta des Niger) hin- und wieder zurückzog. Die nordosteuropäische Wiesenweihen (FALKE 07/2009) fliegen im Herbst zum Überwinterungsgebiet (westlicher „Niger und NW-Nigeria, westlich bis Burkina Faso“) über Griechenland und Kreta und kommen im Frühjahr über Italien und Sardinien zurück.

14 Wiesenweihen wurden zwischen 2006 und 2008 in den „Brutgebieten in Nordostspanien mit Satellitensendern versehen“ und man stellte aufgrund der Aufzeichnungen fest, dass die Zugwege im Frühjahr und im Herbst „zwischen Europa und Westafrika in einem relativ engen Korridor zwischen der Küste Marokkos und der westlichen Sahara und der Westgrenze von Algerien“ stattfanden und der Zugweg im Herbst westlicher stattfand (FALKE 11/2012).

Die Weltarbeitsgruppe Greifvögel stattete seit 1992 im „Rahmen eines internationalen Langzeitprojekts“ fast 200 Greifvögel (2001-2011: 12 Wespenbussarde, seit 1992 über 100 Schreiadler und des Weiteren Fischadler, Rotmilane, Schwarzmilane und Baumfalken) mit Satellitensendern („Vögel in Deutschland“: 2012) aus. Die mit Satellitensendern ausgestatteten Greifvögel können „nahezu punktgenau“ geortet werden und die Jahresrouten werden mittlerweile vollständig und „sogar in mehreren aufeinanderfolgenden Jahren“ dokumentiert („Vögel in Deutschland“: 2012).

Von 2008 bis 2010 wurden 13 Baumfalken mit Sendern versehen, und im Ergebnis konnten „14 vollständige Herbstzugrouten und“ „fünf Frühjahrszugrouten“ dokumentiert werden (Vogelwarte Band 49: Heft 4: Dezember 2011).

Durch die Satelliten-Telemetrie (FALKE 07/2006) lassen sich die Abflugdaten vom Geburtsort und auch Ankunftsdaten bei Rastplätzen und Winterquartieren überwachen. Des Weiteren (FALKE 07/2006) werden Kenntnisse über die genaue Flugroute, die Geschwindigkeit und die Verweildauer gewonnen. Oder aufgrund der Satellitentelemetrie ist es bei einzelnen Individuen möglich, die genauen Zugrouten, die Rastgebiete, die Überwinterungsgebiete festzustellen („Greifvögel und Falknerei“ (2013)). Gemessen wird ebenso die Zugdauer, die Zuggeschwindigkeit, die Flughöhe, die genaue Entfernung zum und vom Überwinterungsgebiet („Greifvögel und Falknerei“ (2013)). Des Weiteren können eventuell Unterschiede, je nachdem ob ein Jungvogel oder ein Altvogel mit einem Sender ausgestattet wurde, je nachdem ob ein Weibchen oder ein Männchen mit einem Sender ausgestattet wurde, je nachdem ob der Vogel ins Überwinterungsgebiet fliegt oder zurückkommt, ermittelt werden („Greifvögel und Falknerei“ (2013)). Auch können die Ergebnisse tagesgenau und über mehrere Jahre hinweg analysiert werden („Greifvögel und Falknerei“ (2013)). Analysiert kann dann auch werden, ob alle Individuen zum gleichen Zeitpunkt ziehen, ob es Veränderungen im Brutgebiet bzw. im Überwinterungsgebiet gibt, ob es Umverpaarungen gibt („Greifvögel und Falknerei“ (2013)).

In einer Untersuchung der „Auswirkungen durch die Sender“ bei „110 besenderten Schwarzmilanen“ „zeigten sich keine Unterschiede hinsichtlich Überlebenswahrscheinlichkeit, Alter, Partnerwahl oder Brutzeitparametern“ (Vogelwarte Band 54: Heft 1: Februar 2016).

Wildtierbeobachtung aus dem All (Icarus Initiative: International Cooperation for Animal Research Using Space): www.icarusinitiative.org (ENGLISCH)

Aus den neusten Forschungserkenntnisse über Harpyien wurden am 14.11.2011 auf dem „IX CONGRESO DE ORNITOLOGIA NEOTROPICAL“ und gleichzeitig dem „VIII CONGRESO PERUANO DE ORNITOLOGÍA“ wurde bekanntgegeben: In den Jahren 2006 bis 2009 wurden (Ruth Muñiz López u.a.) im nordöstlichen Ecuador 2 wilde Harpyien (Jungvögel unter 3 Jahren) mit GPS-Sendern versehen, um zu analysieren, welche Wanderungen durch die Jungvögel unternommen werden. Man stellte fest, dass sich die Jungvögel in den ersten 2 Lebensjahren nur ca. 3 km vom elterlichen Nest entfernten, da sie erst nach über 2 Jahren selbständig werden. Im Nationalpark PARQUE NACIONAL SOBERANÍA in Panama wurden 24 junge Harpyien mit Sendern (Edwin, Campbell-Thompson u.a.) ausgestattet, um die Wanderungen und Verbreitungen unter Beachtung des Geschlechts zu analysieren. Im Resultat gab es keine grossen Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Speziell entwickelte reiskorngrosse Mikrochips (Transponder), die in das Bindegewebe der Vögel eingebracht wurden, brachten auch gute Ergebnisse. Nur wer wusste schon beim wiederfinden (oder erneutem Einfangen) welcher Vogel bereits einen Mikrochip unter der Haut hat?

Aus einer Studie über „im Bauch implantierte Satellitensender“ geht hervor, dass die Satellitensender einerseits keinen Einfluss auf den Vogelzug haben und andererseits „bei großen Watvögeln ... die Überlebensraten um 16 % niedriger lagen und die Nistbereitschaft deutlich reduziert war sowie missgebildete Eier zu beobachten waren“ (voegel-magazin.de vom 02.05.2014: „Satellitensender im Bauch von Vögeln“).

 

Mit freundlicher Genehmigung von Bettina Boemans, www.geierwelt.blogspot.de, wurden die nachfolgenden Fotos der Kapgeier mit Flügelmarkierungen und ggf. mit Sendern bei "VulPro" (VulPro NPC - Vulture programme for the conservation of vulture species in southern Africa (Südafrika)), www.vulpro.com, verwendet.

Harpyie mit 2 Vogelringen
(aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)

Weisskopf-Seeadler mit Vogelring
(aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)

Falklandkarakara mit Vogelring
(aufgenommen in der Adlerwarte Berlebeck)

Sperbergeier mit Vogelring
(aufgenommen im Wildparadies Tripsdrill)

Sekretär mit Vogelring
(aufgenommen im Zoo Magdeburg)

Keilschwanzadler mit einer Kennung an einer Kralle
(aufgenommen in der Adlerwarte Berlebeck)

09.04.03. Vogelzählungen
Eine weitere Option ist die Erfassung sind die Greifvogelzählungen beim Flug ins oder vom Überwinterungsgebiet an den Vogelzugstrassen.

Die Vogelstrasse von Gibraltar nutzen (VÖGEL 04/2018) Wespenbussarde (im Jahr 1998 88.506 Wespenbussarde), Schwarzmilane (im Jahr 1998 371.818 Schwarzmilane), Zwergadler (im Jahr 1979 20.835 Zwergadler), Schlangenadler (im Jahr 1997 18.949 Schlangenadler) und Gänsegeier (im Jahr 1998 28.312 Gänsegeier) oder laut FALKE (05/2019) 65.000 bis 220.000 Schwarzmilane, 59.000 bis 76.000 Wespenbussarde, 21.500 bis 34.000 Zwergadler, 19.600 bis 20.500 Schlangenadler, 6.500 bis 9.300 Gänsegeier und 1.300 bis 2.500 Schmutzgeier aufgrund des Monitorings der Fundacion Migres.

In der Frühjahrszugerfassung am Bosporus im Jahre 2006 (FALKE 08/2010) zählte der Istanbul Birdwatching Club 100.052 Greifvögel beim Überfliegen. Dieses waren 16.185 Falkenbussarde, 15.232 Schreiadler, 9.144 Wespenbussarde, 1.701 Sperber, 473 Schlangenadler, 223 Schwarzmilane, 161 Zwergadler, 138 Rohrweihen, 92 Kornweihen, 64 Baumfalken, 55 Turmfalken, 50 Rotfussfalken, 32 Kaiseradler, 28 Adlerbussarde, 28 Kurzfangsperber, 12 Wiesenweihen, 11 Schmutzgeier, 10 Steppenweihen und einzelne Individuen anderer Greifvogelarten und eine Vielzahl unbestimmter Greifvogelarten (FALKE 08/2010). In der Frühjahrszugerfassung am Bosporus im Jahre 2010 (FALKE 08/2010) zählte der Istanbul Birdwatching Club 188.396 Greifvögel beim Überfliegen. Dieses waren 41.564 Falkenbussarde, 18.988 Schreiadler, 11.170 Wespenbussarde, 3.477 Sperber, 651 Schlangenadler, 378 Schwarzmilane, 333 Zwergadler, 186 Rohrweihen, 119 Kornweihen, 43 Adlerbussarde, 27 Kaiseradler, 56 Turmfalken, 45 Baumfalken, 44 Rotfussfalken, 19 Kurzfangsperber, 18 Habichte, 14 Fischadler, 10 Wanderfalken und einzelne Individuen anderer Greifvogelarten und eine Vielzahl unbestimmter Greifvogelarten (FALKE 08/2010).

Einer der bedeutendsten Knotenpunkte geht über Israel über das Hula-Tal (FALKE 07/2011). Nach einigen Schätzungen (FALKE 07/2011) nutzen zweimal jährlich rund 500 Millionen Zugvögel in 530 Arten diese Vogelzuglinie. Im Zeitraum zwischen August und Oktober 2010 (FALKE 07/2011) überflog der halbe Wespenbussard-Weltbestand (412.000 Individuen), 68.000 Kurzfangsperber, 124.000 Schreiadler (allein am 6. Oktober 2010 waren es 25.460 Schreiadler; jeweils 15.000 Schreiadler zwischen dem 28. und 30.09.2010) das Hula-Tal. Im Hula-Tal (in Israel) selbst überwintern von November bis März jährlich rund 40 Schelladler, im Januar 2011 waren es 46 Schelladler und beim Einbezug der benachbarten Region waren es weitere 126 Schelladler (FALKE 07/2011). Im gleichen Zeitraum (November bis März) überwintern jährlich 10 bis 15 Kaiseradler (oder östliche Kaiseradler), im Januar 2011 waren es 12 Kaiseradler (oder östliche Kaiseradler) und beim Einbezug der benachbarten Region waren es weitere 19 Kaiseradler (oder östliche Kaiseradler) laut FALKE (07/2011)

In der Region um Eilat werden „zwischen Ende Februar und Mai mehr als 1,1 Millionen“ Greifvögel, am konzentriertesten in Frühjahr und am häufigsten Wespenbussarde, dann Falkenbussarde, Steppenadler, Kurzfangsperber und von kleiner Anzahl Schreiadler, Kaiseradler, Schelladler, Fischadler, Zwergadler, Wiesenweihen, Kornweihen, Rohrweihen und Steppenweihen (FALKE 05/2012) gezählt. Die Erforschung des Vogelzugs über Israel (FALKE 05/2012), der zum Großteil „nachts und in großer Höhe“ in einer „Größenordnung von 500 Millionen Zugvögeln“ in 280 Arten, „darunter 35 Greifvogelarten“, der an der „Schnittstelle zwischen Europa, Asien und Afrika“ stattfindet, erfolgt mit militärischen Drohnen, „Langzeitbeobachtungen, Radar- und Infraroterfassung und Ergebnisse von Beringung“. In der seit 31 Jahren laufenden Langzeitstudie des Großvogelzugs im Herbst überfliegt „annähernd der gesamte Weltbestand“ der Schreiadler und der Kurzfangsperber Israel (FALKE 12/2013). Im „Erfassungszeitraums vom 24. August bis einschließlich 15. Oktober“ 2013 „wurden 100.746 Schreiadler“ (2012: 100.517 Schreiadler; 2011: 71.500 Schreiadler; 2010: 124.000 Schreiadler; 2009: 103.994 Schreiadler) und 47.549 Kurzfangsperber (2003: 78.934 Kurzfangsperber; 2002: 35.496 Kurzfangsperber; 1982: 46.392 Kurzfangsperber) gezählt (FALKE 12/2013). Im Jahr 2014 zählte die Israelische Ornithologenvereinigung in der „Zugsaison zwischen Anfang September und Mitte Oktober“ 109.200 Schreiadler im Jahr 2014 (FALKE 11/2014). In der Frühjahrszählung 2015 wurden in Eilat 32 Greifvogelarten gezählt, darunter 13.908 Steppenadler, 498.000 Wespenbussarde, 335.000 Falkenbussarde (Mäusebussard der Unterart vulpinus), „knapp 22.000 Kurzfangsperber, 16.000 Schwarzmilane“ (FALKE 11/2015). Des Weiteren findet man, dass die Zugstrasse über Eilat Wespenbussarde (im Jahr 1985 6.851.598 Wespenbussarde), Falkenbussarde (im Jahr 1986 465.827 Falkenbussarde), Schwarzmilane (im Jahr 1987 31.363 Schwarzmilane) und Schlangenadler (im Jahr 1985 345 Schlangenadler) nutzen (VÖGEL 04/2018). Es wird angegeben, dass die Kurzfangsperber „etwa eine bis zwei Wochen“ später im Frühjahr über Eilat am Roten Meer laut der Zählungen des „International Bird and Research Center Eilat (IBRCE)“ in die Brutgebiete zurückflogen (FALKE 06/2015).

Eine der Zugstrassen der Greifvögel führt in Südgeorgien an der Ostküste des Schwarzen Meeres bei Batumi vorbei (FALKE 10/2011; LBV-Vogelschutz 02/2013). Die Zugstrasse nutzen russische Greifvögel, wie Wespenbussarde, Falkenbussarde, Steppenadler, Schreiadler, Schelladler, Rohrweihen, Wiesenweihen, Steppenweihen, „um ins Überwinterungsgebiet nach Afrika zu gelangen“ (LBV-Vogelschutz 02/2013) oder 34 Greifvogelarten nutzen die Zugstrasse über Batumi „darunter Schrei-, Schell-, Steppen-, Kaiser-, Schlangen- und Zwergadler“, auch Turm-, Rötel-, Wander-, Baum-, Rotfuss- und Würgfalken (FALKE 07/2015). Man begann mit „sporadischen Zugvogelzählungen“ in den 1970ern und setzte die Zugvogelzählungen jährlich und standardisiert 2008 mit der Gründung des Batumi Raptor Count fort (FALKE 03/2016). Im Rahmen der Greifvogelzählung „zwischen dem 21. August und dem 14. Oktober“ 2008 in Südwestgeorgien in Batumi kam man auf „mehr als 810.000 Greifvogel von 32 Arten“, darunter „Wespenbussarde Pernis apivorus (> 390.000 Individuen), Mäusebussarde Buteo buteo vulpinus (> 275.000) und Schwarzmilane Milvus migrans (> 58.000)“, die gezählt wurden (Vogelwarte Band 47: Heft 4: Dezember 2009). Es wird angegeben, dass „in den ersten Septembertagen 300.000 Wespenbussarde erfasst“ wurden, „maximal waren es an einem Tag allein etwa 90.000“ Wespenbussarde und „am 7. September zogen zudem 1.200 Wiesenweihen“ durch (FALKE 10/2011) oder dass es eine „Tagessumme mit über 175.000 Wespenbussarden“ „am 3. September 2012“ gegeben hat (FALKE 07/2015) oder dass andererseits auch jährlich „7.800 bis 10.300 Greifvögel illegal im Zugtrichter von Batumi erlegt“ werden, wie Wespenbussarde, Falkenbussarde, Zwergadler, Schreiadler, Schelladler, Schelladler (FALKE 07/2015) oder dass in einer Saison bei intensiveren Zählungen bis zu 1.350.000 Greifvögel und „Rekorde für Tageshöchstwerte“ von 176.000 Wespenbussarden, 250.000 Falkenbussarden angegeben werden (FALKE 03/2016) oder dass über Batumi Wespenbussarde (im Jahr 2014 666.172 Wespenbussarde), Falkenbussarde (im Jahr 2013 539.424 Falkenbussarde), Rohrweihen (im Jahr 2014 8.909 Rohrweihen), Wiesenweihen (im Jahr 2012 10.669 Wiesenweihen), Steppenweihen (im Jahr 2014 2.217 Steppenweihen) und Schwarzmilane (im Jahr 2016 183.883 Schwarzmilane) zogen (VÖGEL 04/2018).

Eine andere (kleine) Flugstrasse geht über die westliche Schweiz über Défilé de l'Ecluse (VÖGEL 02/2010). Es „wurden in den letzten 16 Jahren knapp 430.000 Greifvögel gezählt“, „allein über 40.000 im Jahre 2008“, allein 117 Fischadler im Jahr 1995, allein 1.700 Sperber im Jahr 1996, allein 1.028 Rohrweihen im Jahr 2001, allein 19.418 Mäusebussarde im Jahr 2003, allein 5.580 Rotmilane in Jahr 2008, allein 7.066 Schwarzmilane im Jahr 2008, „bis zu 3.000 Wespenbussarde am Tag“ gezählt (VÖGEL 02/2010). Es wurden bisher 24 Greifvogelarten am Fort l'Ecluse beobachtet, wobei „die drei häufigsten Arten, Mäusebussard, Wespenbussard und Schwarzmilan“ sind (VÖGEL 02/2010).

Der Ostatlantische Zugweg wird als „extrem individuen- und artenreicher Zugweg“ beschrieben (FALKE 02/2021). Genaugenommen haben „mehr als 12.000 Zähler in insgesamt 37“ Ländern „von Island bis Südafrika “ „allein von den 95 Schwerpunktarten“ „insgesamt mehr als 14 Millionen Individuen gezählt“, darunter 1.600 Fischadler (FALKE 02/2021).

Vogelzugforschung an der Strasse von Gibraltar: www.fundacionmigres.org

Batumi Birding Ltd. (ENGLISCH): www.batumibirding.com
Batumi Raptor Count BRC (ENGLISCH; Greifvogelzählung): www.batumiraptorcount.org

Online-Erfassung der Vogelwelt:
Dachverband Deutscher Avifaunisten: www.ornitho.de; www.ornitho.ch

Online-Einblick in das Zuggeschehen der Vogelwelt:
Europaen Bird Census Council (EBCC): www.eurobirdportal.org/ger/de/

Im Statusreport des Bündnisses >Partners in Flight< kommt man zum „Ergebnis, dass in Nordamerika heute mehr als eine Milliarde Vögel weniger leben als noch vor vierzig Jahren (FALKE 11/2016).

Partners in Flight: www.partnersinflight.org (ENGLISCH)

 

09.04.04. Feststellungen mittels Klangatrappen
In den Jahren 1989 bis 2010 wurden in der Zentralschweiz „auf über 25km² intensiv genutzter Kulturlandschaft Reviere von Waldohreulen“ mit und ohne Klangattrappen ermittelt (FALKE 02/2015). Im Ergebnis stellte man fest, dass es ohne Klangattrappen eine Beobachtungswahrscheinlichkeit von 28,2% und mit Klangattrappen eine Beobachtungswahrscheinlichkeit von 52,4% gibt (FALKE 02/2015). Des Weiteren werden mindestens 2 Kontrollgänge zur Balz und am Besten 3 Kontrollgänge zur „Feststellung von Ästlingen“ empfohlen (FALKE 02/2015).

Forscher der Universität Newcastle (FALKE 12/2014) stellten fest, dass durch eine „automatische Erfassung mithilfe bioakustischer Methoden … eine um mehr als das Doppelte höhere Erfassungsrate … im Vergleich zum Monitoring durch Ornithologen ohne besondere elektronische Hilfsmittel“ beim Ziegenmelker, lat. Caprimulgus europaea, ermöglicht wird.

 

09.04.05. Beobachtungen mittels WebCam, Kopter
WebCams (Kameras), die Live alles ins Internet übertragen
WebCam: Fischadler: www.friendsofblackwater.org/camhtm.html
WebCam: Weisskopf-Seeadler: www.friendsofblackwater.org/camhtm2.html

In einer finnischen Videoüberwachung (Falke 09/2007) von Mäusebussarden, Rauhfussbussarden und Habichten konnte man trotz Video aufgrund der schwierigen Gattungs-Bestimmung nur eine grobe Bestimmung der Beute vornehmen.

Aufgrund einer WebCam konnte live dokumentiert werden, dass eine Schleiereulenbrut, dessen Weibchen „von der nächtlichen Jagd nicht mehr zurückgekommen“ war, nun mittels Zufütterung „von Hand “ erfolgreich grossgezogen wurde (LBV-Projekt-Report (2016)).

Aufgrund einer Webcam konnte an einem Brutplatz eines Uhus dokumentiert werden, dass ein Waschbär bei Abwesendheit der Altvögel „in die Brutnische der Uhus“ kletterte und „zunächst den grösseren und dann den kleineren der beiden 36 und 34 Tage alten Jungen“ tötete, teilweise verzehrte, „in der darauffolgenden Nacht“ „erneut an den getöteten Tieren“ frass, wobei im Sachverhalt dann auch die beiden Altvögel „den Waschbären nicht“ bemerkten und auch die beiden Altvögel „in den Überresten nicht ihren Nachwuchs“ erkannten „als sie selbst daran frassen“ (Kauzbrief 34).

Als weitere Option zur Nestkontrolle von Wiesenweihen werden mitunter bereits ferngesteuerte Fluggeräte „Kopter“ (FALKE 05/2014) verwendet.

 

09.04.06. im Fernsehen, auf Video, auf DVD ansehen
Und dann gibt es noch Filme über die Lebensgewohnheiten der Vögel, die man dann im Fernsehen, auf Video und auf DVD ansehen kann. Die entsprechenden Fachbücher, DVDs, Videos, Video-Clips lassen sich einfach im Internet über entsprechende Suchmaschinen finden.

 

09.04.07. Nistkästen
Mit dem Anbringen von Nisthilfen bietet man den Greifvögel und Eulen zusätzliche Nistgelegenheiten. Andererseits hängte man bereits im Mittelalter Nistkästen auf, „um die Jungvögel darin zu mästen und dann zu verspeisen“ (LBV-Vogelschutz 03/2018).

Im Positionspapier der AG Eulen zur Nisthilfen für Eulen „Eulen und Nisthilfen“ findet man, dass Sperlingskäuze nur „ausnahmsweise“ Nistkästen nutzen, dass Nistkästen für Zwergohreulen einen Ersatz bei einem Fehlen von Baumhöhlen und Hohlräumen bieten, dass zur vorübergehenden regionalen Bestandsstabilisierung der Rauhfusskäuze das Anbringen von Nistkasten helfen kann, dass bei Steinkäuzen bei fehlenden Brutmöglichkeiten ein Nistkastenangebot angebracht ist, dass bei Waldohreulen eine Förderung durch Kunstnester im Einzellfall zielführend ist, dass bei Sumpfohreulen „Artsicherungsmassnahmen über künstliche Nisthilfen nicht möglich“ sind, dass Schleiereulen als Kulturfolger auf grosse Scheunen, Kirchtürme und auch auf Nistkästen angewiesen sind, dass bei Waldkäuzen nur „in Einzellfällen“ „ein Nistkastenangebot sinnvoll“ ist, dass aufgrund der Wiederansiedlungsprojekte der Habichtskäuze auch Nisthilfen angebracht werden und dass bei den Uhus einerseits eine intensive Förderung „nicht mehr erforderlich“ ist und andererseits in Einzellfällen Optimierungsmassnahmen zweckmässig sind (Eulenrundblick 67).

Nistkästenbeispiele für Greifvögel
Turmfalken (aufgenommen im Bayerwald-Tierpark Lohberg (links), im Erlebnis-Wildpark Hanau „Alte Fasanerie“ (mitte), im Wildgehege Moritzburg (rechts)).

Nistkästenbeispiele für Eulen
Eulenhöhle (aufgenommen im Zoo Karlsruhe)

Nistkästenbeispiele für Eulen
Schleiereulen (aufgenommen im Bayerwald-Tierpark Lohberg (links), auf der Vogelausstellung Ornika (mitte))

Schleiereulen (aufgenommen im Wildparadies Tripsdrill)

Nistkästenbeispiele für Eulen
Waldkäuze (aufgenommen im Erlebnis-Wildpark Hanau „Alte Fasanerie“ (links), im Naturkundemuseum Coburg (mitte; rechter Kasten)) und im Zoo Stuttgart (Wilhelma); (rechts))

Nistkästenbeispiele für Eulen
Waldkäuze (aufgenommen in Nürnberg im Sebalder Reichswald (Erlenstegen: Tiefgraben))

Nistkästenbeispiele für Eulen
Waldkäuze (aufgenommen in Nürnberg (Föhrenbuck))

Nistkästenbeispiele für Eulen
Rauhfusskäuze (aufgenommen im Naturkundemuseum Coburg (links; linker Kasten), im Erlebnis-Wildpark Hanau „Alte Fasanerie“ (mitte; Kästen mit und ohne Marderschutz) und im Naturkundemuseum Gotha (rechts))

Rauhfusskäuze (aufgenommen im Bayerwald-Tierpark Lohberg (links), im Vogelpark Viernheim (mitte))

Nistkästenbeispiele für Eulen
Steinkäuze (aufgenommen im Erlebnis-Wildpark Hanau „Alte Fasanerie“ (links), im Naturkundemuseum Gotha (mitte) und auf der Vogelausstellung Ornika (rechts))

Steinkäuze (aufgenommen im Zoo Karlsruhe (links))

Nistkästenbeispiele für Eulen
Sperlingskäuze (aufgenommen im Bayerwald-Tierpark Lohberg (links))

09.05. Die Greifvögel und Eulen, von gefundenen Wildvögeln
Im "Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz – BNatSchG)" heisst es unter anderem:
„§ 44 Vorschriften für besonders geschützte und bestimmte andere Tier- und Pflanzenarten
(1) Es ist verboten,
1.wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören,
2.wild lebende Tiere der streng geschützten Arten und der europäischen Vogelarten während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich zu stören; eine erhebliche Störung liegt vor, wenn sich durch die Störung der Erhaltungszustand der lokalen Population einer Art verschlechtert,
3.Fortpflanzungs- oder Ruhestätten der wild lebenden Tiere der besonders geschützten Arten aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören ... (Zugriffsverbote)
(2) Es ist ferner verboten,
1.Tiere und Pflanzen der besonders geschützten Arten in Besitz oder Gewahrsam zu nehmen, in Besitz oder Gewahrsam zu haben oder zu be- oder verarbeiten (Besitzverbote)"
(BNatSchG: www.gesetze-im-internet.de; StMUV: „Naturschutzrecht in Bayern“ (08/2018)).

Noch flugunfähige junge Waldkäuze (Ästlinge), die auf dem Waldboden sitzen, die auch auf die Bäume wieder hochkletten können, werden unsinnigerweise „besonders gerne mit nach Hause genommen“ (Polaschek: „Elternlose Jungvögel“), wobei es hilfreicher wäre „so wenig wie möglich in das Naturgeschehen“ einzugreifen und erst nächsten Tag wieder zukommen, um „nachzuschauen, ob die junge Eule noch da sitzt“ (Eulenrundblick 62). Trotzdem wird angegeben, dass ein junger am Boden sitzender Waldkauz einfach „von Spaziergängern im Jenischpark in Hamburg“ dreist oder „leider mitgenommen“ wurde, der dann wieder „zurück in den Jenischpark gebracht“ werden musste (voegel-magazin.de vom 20.03.2017: „Hände weg von Eulenkindern!“). Man konnte dann den „Rufkontakt mit den Elterntieren“ wieder beobachten und des Weiteren wird angegeben, dass man „diese kleinen Kerle auch aufheben und auf einen erhöhten Punkt setzen“ kann, „um sie vor freilaufenden Hunden zu schützen“ (voegel-magazin.de vom 20.03.2017: „Hände weg von Eulenkindern!“) oder um sie so der Erreichbarkeit von Katze und Hund zu entziehen (Eulenrundblick 62).

Junge Greifvögel werden nur in grösseren Abständen gefüttert und junge Eulen oft nur nachts gefüttert (Polaschek: „Elternlose Jungvögel“). Auch zum Verdauen braucht der Jungvogel Zeit. In der freien Natur wurde beobachtet, dass junge Harpyien zum Teil tagelang keine Nahrung (Diesselhorst, Fechter: „Lexikon der Tiere in zwei Bänden“, 1. Band, 1970) bekommen.

Wie auch immer oder trotz alldem heisst es im § 45 im Punkt (5) des "Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz - BNatSchG)":
"(5) Abweichend von den Verboten des § 44 Absatz 1 Nummer 1 sowie den Besitzverboten ist es vorbehaltlich jagdrechtlicher Vorschriften ferner zulässig, verletzte, hilflose oder kranke Tiere aufzunehmen, um sie gesund zu pflegen. Die Tiere sind unverzüglich freizulassen, sobald sie sich selbständig erhalten können. Im Übrigen sind sie an die von der für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Behörde bestimmte Stelle abzugeben. Handelt es sich um Tiere der streng geschützten Arten, so hat der Besitzer die Aufnahme des Tieres der für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Behörde zu melden. Diese kann die Herausgabe des aufgenommenen Tieres verlangen“ (BNatSchG: www.gesetze-im-internet.de; StMUV: „Naturschutzrecht in Bayern“ (08/2018)).

Es dürfen nur kranke, verletzte oder tatsächlich verlassene Jungvögel oder Vögel aufgenommen werden (LBV-Info: „Hilfe für Jungvögel“; LBV-Vogelschutz 02/2015) oder „gemäss Bundesnaturschutzgesetz dürfen Jungvögel übrigens nur vorübergehend und nur dann audgenommen werden, wenn sie verletzt oder krank, und somit hilflos sind” (Zoo Neuwied: „Tiergeflüster“: Ausgabe 17). Bei verletzten oder bedrohten Greifvögeln und Wasservögeln ist „umgehend die Untere Naturschutzbehörde am Landesamt zu informieren“ (LBV-Info: „Hilfe für Jungvögel“; LBV-Vogelschutz 02/2015) und man findet auch, dass „in Not geratene junge Eulen und Greifvögel … in fachkundige Hände“ gehören (Polaschek: „Elternlose Jungvögel“)!

Die Jungvögel der Greifvögel, die Nesthocker oder Nestlinge sind, benötigen, wenn Sie aus dem Nest gefallen sind, „tatsächlich“ Hilfe, da wenn man weiss, „wo sich das Nest befindet“, „das Kleine unbedingt wieder“ zurückgesetzt werden sollte (VÖGEL 02/2014). Andererseits werfen „Altvögel kranke Junge aus dem Nest“ (VÖGEL 02/2014); aber welcher Laie weiss dann auch, ob das Junge wirklich krank ist oder welcher Laie klettert dann mal schnell in die Baumkrone des Baumes, um das Junge zurückzubringen? Andererseits heisst es auch direkt: „Erst wenn Sie sicher sind, dass ein Jungvogel verletzt ist, beide Eltern getötet wurden oder das Nest zerstört wurde, dürfen Sie eingreifen. Am besten holen Sie Hilfe von erfahrenen Mitarbeitern einer Aufzuchtstation“ (VÖGEL 02/2014). Oder man findet auch, dass „in den allermeisten Fällen“ die Jungtiere nur auf die Eltern warten oder „dass die Elterntiere durch die Anwesenheit des Beobachters erst vom Jungtier vertrieben worden sind oder daran gehindert werden, es wieder aufzusuchen“ (Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg Vorpommern: „Hände weg von Wildtieren! (2016)).

Eine Eule fängt oder fässt man mit den Händen von oben nachdem sie z.B. mit einer Jacke zugedeckt wurde oder zum Schutz der Hände vor den Krallen mit einem Tuch (Eulenrundblick 62). Zum Transport des verletzten, verunglückten oder erkrankten Wildvogels verwendet man einen mit Löchern versehenen Pappkarton, auch wenn die Vögel in der Regel dann aufgrund der Gefangennahme und des Transports in Stress geraten und als Folge einen Flüssigkeitsverlust erleiden und einen entsprechendem Handschutz zum Schutz vor infizierten kranken Wildvögeln ((Eulenrundblick 62); Aber welcher Finder oder Laie hat einen Handschutz immer dabei?). Eulen können in einem Leinensack transportiert werden oder mit den verletzten angelegten Flügeln vorsichtig mit einem Tuch eingewickelt werden (Eulenrundblick 62).

Am Ende folgt die Klärung des Verbleibs des Wildvogels mit dem Ziel der Auswilderung, vor allem da der Finder oder Laie weder in der Regel eine artgerechte Unterkunft noch in der Regel eine artgerechte Nahrung anbieten kann, ohne dass der Wildvogel Schaden nimmt und so mit falschen Futter, wie „Hackfleisch“, „gewürztem“ Futter („Hilflose Vögel“ (2000); Polaschek: „Elternlose Jungvögel“) "zu Tode gefüttert" wird. Zum richtigen Futter gehören täglich „frischtote Mäuse, Ratten, Spatzen, Tauben und Eintagskücken“ (Plass: „Tierfindlinge: Aufzucht, Pflege, Auswilderung“ (2001)); was aber kaum ein Finder oder Laie stets zu Hause hat...). Junge Wespenbussarde „gehören unbedingt in Spezialistenhände“ (Plass: „Tierfindlinge: Aufzucht, Pflege, Auswilderung“ (2001)) und die Zwangsfütterung der Jungvögel setzt zudem Fachkenntnis voraus (Plass: „Tierfindlinge: Aufzucht, Pflege, Auswilderung“ (2001)). Eine einseitige Ernährung führt oft zu starken Verhaltensstörungen, die an den Federn nicht zu erkennen sind (Plass: „Tierfindlinge: Aufzucht, Pflege, Auswilderung“ (2001)). Auch ist die Handaufzucht von Jungvögeln „sehr zeitintensiv und erfordert gewisse Grundkenntnisse im Umgang mit diesen Tieren“ (LBV-Vogelschutz 02/2015) oder anders formuliert muss am Ende der Wildvogel wieder ausgewildert werden und darf nicht zum Haustier umgewandelt werden (Polaschek: „Elternlose Jungvögel“) oder die Aufzucht muss tiergerecht sein und darf nicht zur „Fehlprägung auf den Menschen“ führen (Zoo Neuwied: „Tiergeflüster“: Ausgabe 17) oder genaugenommen: „Greifvögel und Eulen müssen lernen, lebende Beute zu schlagen. Dies ist sehr aufwändig, so dass man sich am besten um die Aufnahme in professionelle Pflegestationen bemüht.“ (LBV-Info: „Hilfe für Jungvögel“). Vergessen sollte man dann auch nicht den Aufwand und die (Tierarzt-)Kosten (, die wer bezahlt?)!

Neben den Auffangstationen nehmen sich u.a. auch die Falknereien, Vogelparks, Zoos etc. pflegebedürftiger Greifvögel und Eulen an.

Der Tiergarten Nürnberg nimmt in der Findlingsstation verletzte Greifvögel, Eulen und andere Vögel zur Erstbehandlung auf, wobei dann die Vögel, die in 4 Wochen nicht fliegen, in die Aussenstelle nach Mittelbüg im Nürnberger Land weitergereicht werden (Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V.: „Tiergartenzeitung“ 3 (10/2011)). Im Tiergarten Nürnberg wurden im Jahr 2010 56 Vögel, darunter 13 Weissstörche, 12 Wanderfalken, 12 Mäusebussarde und „19 weitere heimische Vögel“ als Findlinge betreut, wobei 6 Vögel starben, 20 Vögel euthanasiert wurden, 24 Vögel ausgewildert wurden, ein Wanderfalke abgegeben wurde und 5 Vögel „weiterhin im Tiergarten“ sind („Tiergarten Nürnberg“ Jahresbericht: 2010), wurden im Jahr 2011 40 Vögel, darunter 11 Weissstörche, 7 Wanderfalken, 7 Mäusebussarde, 5 Sperber, 5 Waldkäuze und 5 „weitere heimische Vögel“ als Findlinge betreut, wobei 7 Vögel starben, 10 Vögel euthanasiert wurden, 19 Vögel ausgewildert wurden, 2 Sperber abgegeben wurden, 2 Turmfalken abgegeben wurden („Tiergarten Nürnberg“ Jahresbericht: 2011), wurden im Jahr 2012 „57 Vögel aufgenommen, darunter 15 Eulen, 35 Greifvögel und sieben Störche“ („Tiergarten Nürnberg“ Jahresbericht: 2012), wurden im Jahr 2013 „33 Vögel aufgenommen, darunter zehn Eulen, 13 Greifvögel und 20 Störche“ („Tiergarten Nürnberg“ Jahresbericht: 2013) oder genaugenommen wurden im Jahr 2013 5 Waldkäuze aufgenommen, wovon einer starb, einer euthanasiert, 3 wieder ausgewildert wurden, 4 Waldohreulen aufgenommen, wovon 3 wieder ausgewildert, eine abgegeben wurde, 3 Mäusebussarde aufgenommen, wovon einer starb, 2 wieder ausgewildert wurden, 2 Sperber aufgenommen, die beide jedoch verstarben, 7 Turmfalken aufgenommen, wovon einer starb, einer euthanasiert, 5 wieder ausgewildert wurden, ein Wanderfalke aufgenommen, der jedoch wieder abgegeben wurde, eine Schleiereule aufgenommen, die euthanasiert wurde, 20 Weissstörche aufgenommen, wovon 3 starben, 6 euthanasiert, 8 wieder ausgewildert, 3 abgegeben wurden, 2 Schwarzstörche aufgenommen, die auch beide wieder ausgewildert wurden („Tiergarten Nürnberg“ Jahresbericht: 2019, 2020), wurden im Jahr 2014 „45 verletzte oder geschwächte Wildvögel in der Findlingsstation versorgt: sieben Eulen, 29 Greifvögel, neun Störche“ („Tiergarten Nürnberg“ Jahresbericht: 2014) oder genaugenommen wurden im Jahr 2014 6 Waldkäuze aufgenommen, wovon einer starb, 2 euthanasiert, 3 wieder ausgewildert wurden, 3 Habichte aufgenommen, wovon einer starb, 2 euthanasiert wurden, 3 Mäusebussarde aufgenommen, wovon 2 euthanasiert, einer wieder ausgewildert wurde, 5 Sperber aufgenommen, wovon 2 starben, 2 euthanasiert, einer wieder ausgewildert wurde, 16 Turmfalken aufgenommen, wovon 3 starben, 4 euthanasiert, 9 wieder ausgewildert wurden, ein Wanderfalke aufgenommen , der auch wieder ausgewildert wurde, ein Merlin aufgenommen, der euthanasiert wurde, 9 Weissstörche aufgenommen, wovon 2 starben, einer euthanasiert, 2 wieder ausgewildert, 3 abgegeben wurden; einer „noch im Tiergarten“ ist („Tiergarten Nürnberg“ Jahresbericht: 2019, 2020), wurden genaugenommen im Jahr 2015 4 Waldkäuze aufgenommen, die auch alle 4 wieder ausgewildert wurden, 2 Waldohreulen aufgenommen, wovon eine euthanasiert, eine wieder ausgewildert wurde, 7 Mäusebussarde aufgenommen, wovon 5 euthanasiert, 2 wieder ausgewildert wurden, 4 Sperber aufgenommen, wovon einer starb, 3 wieder ausgewildert wurden, 8 Turmfalken aufgenommen, wovon einer euthanasiert, 7 wieder ausgewildert wurden, 2 Wanderfalken aufgenommen, die auch beide wieder ausgewildert wurden, eine Schleiereule aufgenommen, die euthanasiert wurde, 5 Uhus aufgenommen, wovon einer euthanasiert, 4 wieder ausgewildert wurden, 9 Weissstörche aufgenommen, wovon 5 euthanasiert, 2 wieder ausgewildert, 2 abgegeben wurden („Tiergarten Nürnberg“ Jahresbericht: 2019, 2020), wurden im 2016 2 Wanderfalken in der Auffangstation des Tiergartens aufgenommen und wieder ausgewildert („Tiergarten Nürnberg“ Jahresbericht: 2016) oder wurden genaugenommen 2016 eine Waldohreule aufgenommen, die euthanasiert wurde, 2 Habichte aufgenommen, die auch alle beide wieder ausgewildert wurden, 13 Mäusebussarde aufgenommen, wovon 8 euthanasiert, 5 wieder ausgewildert wurden, ein Sperber aufgenommen, der auch wieder ausgewildert wurde, 9 Turmfalken aufgenommen, wovon 2 starben, 2 euthanasiert, 5 wieder ausgewildert wurden, 3 Wanderfalken aufgenommen, die auch wieder ausgewildert wurden, ein Uhu aufgenommen, der auch wieder abgegeben wurde, ein Wespenbussard aufgenommen, der auch wieder ausgewildert wurde, 18 Weissstörche aufgenommen, wovon 2 verstarben, 3 euthanasiert, 8 wieder ausgewildert, 5 abgegeben wurden („Tiergarten Nürnberg“ Jahresbericht: 2019, 2020), wurden im Jahr 2017 7 Waldkäuze aufgenommen, die auch alle 7 wieder ausgewildert wurden, eine Waldohreule aufgenommen, die euthanasiert wurde, ein Habicht aufgenommen, der auch wieder ausgewildert wurde, 3 Mäusebussarde aufgenommen, wovon 2 euthanasiert, einer wieder ausgewildert wurde, ein Sperber aufgenommen, der auch wieder ausgewildert wurde, 13 Turmfalken aufgenommen, wovon 5 euthanasiert, 8 wieder ausgewildert wurden, ein Wanderfalke aufgenommen, der auch wieder ausgewildert wurde, ein Rotmilan aufgenommen, der auch wieder ausgewildert wurde, 7 Weissstörche aufgenommen, wovon einer starb, 2 euthanasiert, 2 wieder ausgewildert, 2 abgegeben wurden („Tiergarten Nürnberg“ Jahresbericht: 2019, 2020), wurden 2018 „8 Eulen, 21 Greifvögel“ versorgt („Tiergarten Nürnberg“: Geschäftsbericht: 2018) oder wurden genaugenommen im Jahr 2018 4 Waldkäuze aufgenommen, die auch alle 4 wieder ausgewildert wurden, 4 Waldohreulen aufgenommen, wovon eine euthanasiert, 3 wieder ausgewildert wurden, 6 Mäusebussarde aufgenommen, wovon 3 euthanasiert, 3 wieder ausgewildert wurden, 3 Sperber aufgenommen, wovon 2 euthanasiert, einer wieder ausgewildert wurde, 10 Turmfalken aufgenommen, wovon 7 euthanasiert, 3 wieder ausgewildert wurden, 2 Wanderfalken aufgenommen, wovon einer euthanasiert, einer wieder ausgewildert wurde, 18 Weissstörche aufgenommen, wovon 3 euthanasiert, 10 wieder ausgewildert, 4 abgegeben wurden, einer „noch im Tiergarten“ ist („Tiergarten Nürnberg“ Jahresbericht: 2019, 2020), wurden im Jahr 2019 5 Waldkäuze aufgenommen, wovon einer euthanasiert, 4 wieder ausgewildert wurden, 2 Waldohreulen aufgenommen, die euthanasiert wurden, ein Habicht aufgenommen, der euthanasiert wurde, 2 Mäusebussarde aufgenommen, wovon einer euthanasiert, einer wieder ausgewildert wurde, ein Sperber aufgenommen, der jedoch starb, 10 Turmfalken aufgenommen, wovon 2 starben, 3 euthanasiert, 5 wieder ausgewildert wurden, ein Wanderfalke aufgenommen, der jedoch abgegeben wurde, 9 Weissstörche aufgenommen, wovon 5 starben, 3 euthanasiert, einer abgegeben wurde („Tiergarten Nürnberg“ Jahresbericht: 2019, 2020), wurden genaugenommen im Jahr 2020 2 Waldkäuze aufgenommen, wovon einer euthanasiert, einer wieder ausgewildert wurde, 3 Mäusebussarde aufgenommen, wovon einer starb, einer euthanasiert, einer wieder ausgewildert wurde, 5 Sperber aufgenommen, wovon einer starb, 3 euthanasiert, einer wieder ausgewildert wurde, 12 Turmfalken aufgenommen, wovon einer starb, 3 euthanasiert, 8 wieder ausgewildert wurden, 4 Wanderfalken aufgenommen, wovon 2 ausgewildert wurden, 2 zur Auswilderung abgegeben wurden, eine Schleiereule aufgenommen, die jeoch starb, einen Uhu aufgenommen, der auch wieder ausgewildert wurde, 18 Weissstörche aufgenommen, wovon einer starb, 3 euthanasiert, 9 wieder ausgewildert wurden, 5 „noch im Tiergarten“ sind („Tiergarten Nürnberg“ Jahresbericht: 2020), wurden „von 1981 bis 2020“ „insgesamt 373 Weissstörche zur Pflege eingeliefert“, von denen 244 Weissstörche „wieder in die Natur entlassen werden“ konnten, 30 Weissstörche als Dauerpfleglinge blieben und 99 Weissstörche starben oder euthanasiert werden mussten (manati 02/2020).

In der Auffangstation des Zoo Neuwied wurden von 2009 bis 2019 56 Mäusebussarde, 37 Turmfalken, 10 Waldohreulen und im Jahr 2020 wurden bis zum Juni „ein Mäusebussard, ein Waldkauz und zwei Sperber“ aufgenommen und behandelt (Gefiederte Welt 07/2021).

Tierärzte oder Tierkliniken findet man am einfachsten über die Internet-Suchmaschinen, in dem man zum Beispiel das Recherche-Wort "Tierklinik" eingibt oder über die Datenbanken www.tieraerzteverband.de für Deutschland, www.tierarzt.org für Deutschland, Österreich und Schweiz und www.vet-look.ch für die Schweiz. (Oder siehe auch in Abu Dhabi: www.falconhospital.com).

Im Eulen-Rettungszentrum Brinzal bei Madrid (The Brinzal Recovery Centre for nocturnal birds of prey: http://brinzal.org) werden seit 1989 Eulen mit Akkupunktur behandelt. "70 Prozent der etwa 1.200 Tiere, die jedes Jahr in das Zentrum gebracht werden, erholten sich wieder" (Sonntagsblitz vom 04.01.2015: „Nadelstiche ...“; stern.de: 11.04.2015: „Eule kann dank Akupunktur wieder fliegen“).

Deutschland:
34431 Marsberg-Essentho:
www.essenthoer-muehle.de
36166 Haunetal OT Kruspis: Verein für Umweltbildung und Greifvogelhilfe e.V.: www.greifvogel-hilfe.de
41379 Brüggen: www.greifvogelhilfe.de (www.greifvogelhilfe-mg.de)
51503 Rösrath: www.bergischegreifvogelhilfe.de
56729 Kirchwald: Wildvogel-Pflegestation Kirchwald eV: www.wildvogel-pflegestation-kirchwald.org
76131 Karlsruhe:
www.falknerei-karlsruhe.de
90768 Fürth-Oberfürberg: https://greifvogel-auffangstation.de
91583 Diebach/Unterostheim: Greifvogel Auffangstation Mittelfranken e.V.: www.gam-ev.de
93128 Regenstauf: LBV Vogelauffang- und Pflegestation Regenstauf: www.oberpfalz.lbv.de
97080 Würzburg: Greifvogel- und Eulenhilfe Würzburg e.V www.greifvogel-hilfe.de

Auffangstationsliste: http://wp.wildvogelhilfe.org/de/auffangstationen

Bund für Falknerei, Greifvogelschutz und Greifvogelkunde e.V.:
Empfehlungen in der Tierärztlichen Praxis Kleintiere (5/2010):

http://d-f-o.de/tl_files/downloads/Bestandsbetreuung_Greifvoegel.pdf

Schweiz:
Infos / Auffangstationen: www.praeparator-falkner.ch
Infos / Auffangstationen: www.vogelpflegestation.ch
Infos / Auffangstationen: https://greifvogelstation.ch

Österreich:
Infos / Auffangstationen:
www.egsoesterreich.org

Grossbritannien
Auffangstation Raptor Rescue:
www.raptorrescue.org.uk (ENGLISCH)

Spanien:
The Brinzal Recovery Centre for nocturnal birds of prey:
http://brinzal.org (ENGLISCH)
Acción por el Mundo Salvaje: www.amus.org.es (SPANISCH)

Vereinigte Arabische Emirate:
Abu Dhabi: www.falconhospital.com (ENGLISCH)

Südafrika:
VulPro NPC - Vulture programme for the conservation of vulture species in southern Africa ("VulPro"): www.vulpro.com (ENGLISCH)

Von "VulPro" ( VulPro NPC - Vulture programme for the conservation of vulture species in southern Africa (Südafrika)) wurden im Jahr 2009 von 40 Kapgeiern, die in Pflege genommenen wurden („VulPro ANNUAL REPORT“: 2015, 2017, 2018), 12 wieder ausgewildert („VulPro ANNUAL REPORT“: 2015, 2017, 2018), im Jahr 2010 von 25 Kapgeiern, die in Pflege genommenen wurden („VulPro ANNUAL REPORT“: 2015, 2017, 2018), 13 wieder ausgewildert werden („VulPro ANNUAL REPORT“: 2015, 2017, 2018), im Jahr 2011 von 38 Kapgeiern, die in Pflege genommenen wurden („VulPro ANNUAL REPORT“: 2015, 2017, 2018), 15 wieder ausgewildert („VulPro ANNUAL REPORT“: 2015, 2017, 2018), im Jahr 2012 von 53 Kapgeiern, die in Pflege genommenen wurden („VulPro ANNUAL REPORT“: 2015, 2017, 2018), 31 wieder ausgewildert („VulPro ANNUAL REPORT“: 2015, 2017, 2018), im Jahr 2013 von 42 Kapgeiern, die in Pflege genommenen wurden („VulPro ANNUAL REPORT“: 2015, 2017, 2018), 24 wieder ausgewildert („VulPro ANNUAL REPORT“: 2015, 2017, 2018), im Jahr 2014 von 54 Kapgeiern, die in Pflege genommenen wurden („VulPro ANNUAL REPORT“: 2015, 2017, 2018), 12 wieder ausgewildert („VulPro ANNUAL REPORT“: 2015, 2017, 2018), im Jahr 2015 von 52 Kapgeiern, die in Pflege genommenen wurden („VulPro ANNUAL REPORT“: 2015, 2017, 2018), 17 wieder ausgewildert („VulPro ANNUAL REPORT“: 2015, 2017, 2018), im Jahr 2016 von 52 Kapgeiern, die in Pflege genommenen wurden („VulPro ANNUAL REPORT“: 2017, 2018), 8 wieder ausgewildert („VulPro ANNUAL REPORT: 2017, 2018), im Jahr 2017 von 88 Kapgeiern, die in Pflege genommenen wurden („VulPro ANNUAL REPORT: 2017, 2018), 64 wieder ausgewildert („VulPro ANNUAL REPORT“: 2017, 2018), im Jahr 2018 von 104 Kapgeiern, die in Pflege genommenen wurden, 46 wieder ausgewildert („VulPro ANNUAL REPORT“ 2018), im Jahr 2019 von 73 Kapgeiern, die in Pflege genommenen wurden, 33 wieder ausgewildert („VulPro ANNUAL REPORT“ 2019). Zusammengefasst konnten von "VulPro" (Vulture Conservation Programme (Südafrika)) in den Jahren 2009 bis 2015 von 304 Kapgeiern, die in Pflege genommenen wurden („VulPro ANNUAL REPORT“: 2015, 2017, 2018), 124 wieder ausgewildert werden („VulPro ANNUAL REPORT“: 2015, 2017, 2018), von 2009 bis 2016 von 356 Kapgeiern, die in Pflege genommenen wurden, 132 wieder ausgewildert werden („VulPro ANNUAL REPORT“: 2017, 2018), von 2009 bis 2017 von 444 Kapgeiern, die in Pflege genommenen wurden („VulPro ANNUAL REPORT“: 2017, 2018), 196 wieder ausgewildert werden („VulPro ANNUAL REPORT“: 2017, 2018), von 2009 bis 2018 von 548 Kapgeiern, die in Pflege genommenen wurden („VulPro ANNUAL REPORT“ 2018), 242 wieder ausgewildert werden („VulPro ANNUAL REPORT“ 2018).

"VulPro" ( VulPro NPC - Vulture programme for the conservation of vulture species in southern Africa (Südafrika)) gibt bekannt, dass vom 31.12.2018 bis zum 15.06.2019 weitere 40 Kapgeier in Pflege genommenen wurden, 44 Kapgeier wieder ausgewildert wurden, 6 Kapgeier verstarben, 3 Kapgeier eingeschläfert werden mussten (VulPro: „The Vulpro Flyer & Restaurant Newsletter June 2019“), dass vom 15.06.2019 bis zum 10.12.2019 weitere 32 Kapgeier in Pflege genommenen wurden, 9 Kapgeier wieder ausgewildert wurden, ein Kapgeier verstarb, 3 Kapgeier eingeschläfert werden mussten (VulPro: „The Vulpro Flyer & Restaurant Newsletter December 2019“), dass vom 10.12.2019 bis zum 31.05.2020 weitere 35 Kapgeier in Pflege genommenen wurden, 13 Kapgeier wieder ausgewildert wurden, 8 Kapgeier verstarben, 1 Kapgeier eingeschläfert werden musste (VulPro: „The Vulpro Flyer & Restaurant Newsletter June 2020“), dass vom 31.05.2020 bis zum 30.11.2020 weitere 32 Kapgeier in Pflege genommenen wurden, 12 Kapgeier wieder ausgewildert wurden, 8 Kapgeier verstarben (VulPro: „The Vulpro Flyer & Restaurant Newsletter December 2020“), dass vom 30.11.2020 bis zum 31.05.2021 weitere 49 Kapgeier in Pflege genommenen wurden, 46 Kapgeier wieder ausgewildert wurden, 4 Kapgeier verstarben (VulPro: „The Vulpro Flyer & Restaurant Newsletter July 2021“), dass vom 31.05.2021 bis zum 30.11.2021 weitere 24 Kapgeier in Pflege genommenen wurden, 2 Kapgeier wieder ausgewildert wurden, 3 Kapgeier verstarben, 1 Kapgeier eingeschläfert werden musste (VulPro: „The Vulpro Flyer & Restaurant Newsletter December 2021“), dass im Zeitraum Januar bis März 2022 26 Kapgeier in Pflege genommenen wurden, 17 Kapgeier wieder ausgewildert wurden (VulPro: „The Vulpro Flyer“ (January to March 2022)), dass im Zeitraum April bis Juni 2022 11 Kapgeier in Pflege genommenen wurden (VulPro: „The Vulpro Flyer“ (April to June 2022)), dass im Zeitraum Juli bis September 2022 8 Kapgeier in Pflege genommenen wurden (VulPro: „The Vulpro Flyer“ (July to September 2022)), dass im Zeitraum Oktober bis Dezember 2022 29 Kapgeier in Pflege genommenen wurden, 17 Kapgeier wieder ausgewildert wurden (VulPro: „The Vulpro Flyer“ (October to December 2022)), dass im Zeitraum Januar bis März 2023 22 Kapgeier in Pflege genommenen wurden, 3 Kapgeier wieder ausgewildert wurden (VulPro: „The Vulpro Flyer“ (January to March 2023)), dass im Zeitraum April bis Juni 2023 9 Kapgeier wieder ausgewildert wurden (VulPro: „Vulpro Flyer“ (April to June 2023)).

"VulPro" ( VulPro NPC - Vulture programme for the conservation of vulture species in southern Africa (Südafrika)) gibt bekannt, dass vom 31.12.2018 bis zum 15.06.2019 weitere 9 Weissrückengeier in Pflege genommenen wurden, 5 Weissrückengeier wieder ausgewildert wurden, 2 Weissrückengeier verstarben, ein Weissrückengeier eingeschläfert werden musste (VulPro: „The Vulpro Flyer & Restaurant Newsletter June 2019“), dass vom 15.06.2019 bis zum 10.12.2019 weitere 9 Weissrückengeier in Pflege genommenen wurden, 3 Weissrückengeier wieder ausgewildert wurden, ein Weissrückengeier eingeschläfert werden musste (VulPro: „The Vulpro Flyer & Restaurant Newsletter December 2019“), dass vom 10.12.2019 bis zum 31.05.2020 weitere 5 Weissrückengeier in Pflege genommenen wurden, ein Weissrückengeier verstarb, 1 Weissrückengeier eingeschläfert werden musste (VulPro: „The Vulpro Flyer & Restaurant Newsletter June 2020“), dass vom 31.05.2020 bis zum 30.11.2020 weitere 7 Weissrückengeier in Pflege genommenen wurden, ein Weissrückengeier wieder ausgewildert wurde, 2 Weissrückengeier verstarben (VulPro: „The Vulpro Flyer & Restaurant Newsletter December 2020“), dass vom 30.11.2020 bis zum 31.05.2021 weitere 10 Weissrückengeier in Pflege genommenen wurden, 11 Weissrückengeier wieder ausgewildert wurden, ein Weissrückengeier verstarb, ein Weissrückengeier eingeschläfert werden musste (VulPro: „The Vulpro Flyer & Restaurant Newsletter July 2021“), dass vom 31.05.2021 bis zum 30.11.2021 weitere 4 Weissrückengeier in Pflege genommenen wurden, ein Weissrückengeier wieder ausgewildert wurde, 4 Weissrückengeier verstarben, ein Weissrückengeier eingeschläfert werden musste (VulPro: „The Vulpro Flyer & Restaurant Newsletter December 2021“), dass im Zeitraum Januar bis März 2022 einen Weissrückengeier in Pflege genommenen wurde (VulPro: „The Vulpro Flyer“ (January to March 2022)), dass im Zeitraum April bis Juni 2022 6 Weissrückengeier in Pflege genommenen wurden (VulPro: „The Vulpro Flyer“ (April to June 2022)), dass im Zeitraum Juli bis September 2022 4 Weissrückengeier in Pflege genommenen wurden, ein Weissrückengeier wieder ausgewildert wurde (VulPro: „The Vulpro Flyer“ (July to September 2022)), dass im Zeitraum Oktober bis Dezember 2022 2 Weissrückengeier in Pflege genommenen wurden, 2 Weissrückengeier wieder ausgewildert wurden (VulPro: „The Vulpro Flyer“ (October to December 2022)), dass im Zeitraum Januar bis März 2023 4 Weissrückengeier in Pflege genommenen wurden, einen Weissrückengeier wieder ausgewildert wurden (VulPro: „The Vulpro Flyer“ (January to March 2023)), dass im Zeitraum April bis Juni 2023 ein Weissrückengeier wieder ausgewildert wurde (VulPro: „Vulpro Flyer“ (April to June 2023)).

Mit freundlicher Genehmigung von Kerry Wolter von der "VulPro" (VulPro NPC - Vulture programme for the conservation of vulture species in southern Africa (Südafrika)), www.vulpro.com, konnte das linke Foto des Flecken-Uhus, lat. Bubo africanus (aus dem Nest gefallenes Kücken) verwendet werden.

 

Mit freundlicher Genehmigung von Kerry Wolter von der "VulPro" (VulPro NPC - Vulture programme for the conservation of vulture species in southern Africa (Südafrika)), www.vulpro.com, konnte das linke Foto des verletzten und in Behandlung befindenden Kaffernadlers oder Verreaux-Adlers, lat. Aquila verreauxii verwendet werden.

 

Mit freundlicher Genehmigung von Kerry Wolter von der "VulPro" (VulPro NPC - Vulture programme for the conservation of vulture species in southern Africa (Südafrika)), www.vulpro.com, konnten das linke Foto des verletzten und in Behandlung befindenden Sekretärs, lat. Sagittarius Serpentarius und das rechte Foto des wieder frei gelassenen Sekretärs, lat. Sagittarius Serpentarius verwendet werden.

Mittlerweile können voll funktionsfähige Prothesen des Oberschnabels („Ein Herz für Tiere“ 11/2012) mit 3D-Druckertechnologie hergestellt werden (bebildert dokumentiert am Beispiel eines Weisskopf-Seeadlers in den USA (Idado)).

 

Die nachfolgenden Fotos eines Sekretärs mit Beinprothese wurden im Weltvogelpark (früher: Vogelpark Walsrode) aufgenommen.

Um herauszubekommen, ob verletzte, orthopädisch versorgte Mäusebussarde nach der Pflege wieder in der freien Wildnis zurechtkommen, wurden 10 Mäusebussarde besendert, 2 bis 92 Tage verfolgt (Vogelwarte Band 49: Heft 4: Dezember 2011). Man stellte fest, dass die Mäusebussarde „nach medizinischer Wiederherstellung gute Chancen hatten in freier Wildbahn zu überleben“ (Vogelwarte Band 49: Heft 4: Dezember 2011).

09.06. Die Greifvögel und Eulen, Exemplare für die Ewigkeit
Bis zu 4.500 Jahre alte Tiermumien fand man in Ägypten als Grabbeigaben. Auch Tierfriedhöfe wurden gefunden.

Viele Forscher sammelten im letzten Jahrhundert Tiere und präparierten sie. Einen besonderen Wert haben die Präparate, die als "Holotypus" gelten, die als Grundlage, Definition, Beweis oder Urmeter für eine neu beschriebene Art gelten.

Auch heute werden Präparate hergestellt. Für die Museumsbesucher oder die Öffentlichkeit sind die ausgestellten Schau-Präparate am interessantesten.

In der Regel ist jedoch der grösste Teil der Sammlungen für die Wissenschaft und daher der Öffentlichkeit verschlossen. Die beste Platz sparende Aufbewahrung für die Wissenschaft geschieht in Form von Bälgen.

Aus den Arbeitsschritten der Präparation: Entfernung von Fleisch und Fett (links), waschen und die Füllung mit Kunststoff und Glasauge (rechts). Anschliessend werden die Beine und die Flügel mit Drähten fixiert und mehrere Wochen getrocknet.

Aufgenommen im Naturkundlichen Museum Mauritianum in Altenburg.

Das Foto der Kanincheneule wurde im Industriemuseum Lauf (Sonderausstellung „Aug in Aug mit 1000 Tieren“) aufgenommen.

Einen „Holotypus“ durch Fotos oder Filmaufnahmen zuersetzen ist eigentlich nicht zulässig (Schilling, per Mail am 19.06.2014), genaugenommen ist der „Holotypus“ seit 1999 für neue Erstbeschreibungen auch dann noch notwendig, wenn genügend andere Individuen vorhanden sind und die neu zu beschreibende Art nicht hoch gefährdet ist (Schilling, per Mail am 19.06.2014 mit Verweis auf die FAQ der Webseite der ICZN). Andererseits entdeckte man im Jahre 2013 im Al Hajdar Gebirge in Oman die als Omanfahlkauz, lat. Strix omanensis, beschriebene neue Eulenart (FALKE-Sonderheft Eulen (2014)). Die Beschreibung erfolgte mit Hilfe von Tonaufnahmen der Rufe und von Fotos schnell, um die omanischen Behörden beim Schutz der Art zu unterstützen (FALKE-Sonderheft Eulen (2014)). Bezüglich eines Holotypus heisst es im FALKE-Sonderheft Eulen (2014): „Von einer Sammlung eines Eulenexemplars wurde -trotz der Restzweifel an der Existenz eines bislang nicht entdeckten Taxons, bei dem die Einstufung als eigene Art gerechtfertigt ist- abgesehen, da derzeit immer noch keine Informationen über die Populationsgrösse der Eulenart vorliegen und man den womöglich kleinen Bestand nicht gefährden wollte.

09.07. Die Greifvögel und Eulen, die Evolution, vom Ende der Letzten
In einer TV-Miniserie über das Leben in Millionen von Jahren wurde das Leben wissenschaftlich untersucht (gesendet im ZDF; Begleitbuch: Emmert: "Wilde Welt der Zukunft, Das Leben in Millionen Jahren“ (2003)). Eine Eiszeit wird „in fünf Millionen Jahren“ kommen und viele Tiere und die Menschen werden „ausgestorben“ sein (Emmert: "Wilde Welt der Zukunft, Das Leben in Millionen Jahren“ (2003)). In fünf Millionen Jahren wird „der schnellste und gefährlichste Raubvogel der Savanne Amazoniens“ der flugunfähige Renngreif sein, der rot-schwarze „Federn am Hinterkopf“ haben wird, einen kahlen Kopf und Hals haben wird und „im Rudel“ jagen wird (Emmert: "Wilde Welt der Zukunft, Das Leben in Millionen Jahren“ (2003)). Weiter in der Zukunft werden „in 200 Millionen Jahren“ auch „die Vögel ausgestorben“ sein (Emmert: "Wilde Welt der Zukunft, Das Leben in Millionen Jahren“ (2003)).

09.08. Die Greifvögel und Eulen, von Eulen, die Schmetterlinge sind
Ordnung Schmetterlinge, lat. Lepidoptera
Familie Eulen, lat. Noctuidae

Die Familie, der Eulen, lat. Noctuidae, besteht aus 25.000 Arten („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 3 (Els-Gaz); Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder rund 30.000 Arten („Lebendige Wildnis, Tiere der Taiga“ (1993)).

In Europa werden „rund 950“ Arten („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 3 (Els-Gaz)) angegeben.

In Mitteleuropa werden „über 450“ Arten („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 3 (Els-Gaz)) angegeben.

Die Familie, der Eulen, lat. Noctuidae, hat „kleine Ohren an den Seiten ihrer Körpermitte, durch die sie Ultraschall hören können und sich dann einfach aus dem Flug heraus fallen lassen“ können (LBV-Vogelschutz 02/2015).

Dieser Rieseseulenfalter, lat. Thysania agrippina wurde im Tiergarten Nürnberg (Sonderausstellung) aufgenommen.

Das rechte Foto wurde im Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg (Frankfurt) aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos der Messingeule, lat. Diachrysia chrysitis (links) und der Aprileule oder Grünen Eicheneule, lat. Griposia aprilina (mitte) wurden im Bayerischen Jagdfalkenhof Schloss Tambach gemacht.

Die nachfolgenden Fotos der ?(Gammaeule, lat. Autographa gamma) wurden in Nürnberg (Lorenzer Reichswald (Valzner Weiher)) aufgenommen.  

Familie Sichelflügler, lat. Drepanidae
Das nachfolgende Foto der Roseneule, lat. Thyatira batis wurde im Bayerischen Jagdfalkenhof Schloss Tambach gemacht.

09.09. Die Greifvögel und Eulen, die Pilze sind
Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie e.V. (www.dgfm-ev.de) ernennt unter den heimischen Pilzen seit dem Jahre 1994 den „Pilz des Jahres“. Die Gesellschaft macht so auf die Gefährdung aufmerksam.

Jahr 1996: Habichtspilz oder Habichts-Stacheling oder Rehpilz, lat. Sarcodon imbricatus, (L.) P. Karst
Der Habichtspilz ist ein „schwach angenehm würzig“ riechender und „mild bis bitterlich“ schmeckender Speisepilz, der jedoch aufgrund seiner Seltenheit „in neueren Pilzkochbüchern kaum noch“ aufgeführt ist und „deshalb von den Pilzsammlern geschont“ werden sollte (www.dgfm-ev.de).

Jahr 2010: Schleiereule oder Eulenauge oder Blaugestiefelter Schleimkopf, lat. Cortinarius praestans (Cord.) Gill
Die Schleiereule, „die größte Art der Gattung“ der Schleierlinge, ist „mit weit über 700  Arten“ in Mitteleuropa vertretenen (www.dgfm-ev.de). Aufgrund der „Möglichkeit der Verwechslung mit anderen hochgiftigen Schleierlingsarten“, ist vom Sammeln der sehr wohlschmeckenden Schleiereule „dringend abzuraten“ (www.dgfm-ev.de).

Mit freundlicher Genehmigung von Edmund Garnweidner konnte das Foto einer Schleiereule verwendet werden.

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