meine rein persönlich private Internetseite

Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text

Vorbemerkung: Die Gemeinsamkeiten, die die Ursache für die damalige Eingliederung der Neuweltgeier in die Ordnung der Stelzvögel oder Schreitvögel, lat. Ciconiiformes waren, sind das Spritzen von Kot zur Kühlung auf die Füsse (Forshaw: "Enzyklopädie der Tierwelt", Band Vögel (1991); Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991); Dr. Schürer: „Zoo Wuppertal“ (2006)) oder das Spritzen von Kot „auf die Beine“, wobei die Verdunstungskälte „bei Hitze zur Thermoregulierung nützlich“ ist (König: "Auf Darwins Spuren" (1983)) oder das Verwenden „vor allem“ des Schnabels „als Aggressionswerkzeug“ wie die Störche (König: "Auf Darwins Spuren" (1983)) und das durchgehende Nasenloch (Fischer: „Die Geier“, NBB311 (2005); Forshaw: "Enzyklopädie der Tierwelt", Band Vögel (1991); Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991); Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)). So hielten einige Wissenschaftler die Neuweltgeier „für Verwandte der Störche“ („Greifvögel und Falknerei“ (1989)) oder gaben an, dass die Neuweltgeier stammesgeschichtlich „einer Gruppe storchenartiger Vögel“ zuzuordnen wären (Fischer: „Die Geier“, NBB311 (2005)) oder gaben an, dass sich die „Geier der Neuen Welt von den Störchen ableiten“ lassen (Altenborough: „Unsere einzigartige Erde“ (1990)) oder dass „als nächste Verwandte“ die Störche gelten (Dr. Schürer: „Zoo Wuppertal“ (2006)) oder dass die Andenkondore „doch genetisch eher mit den Störchen verwandt“ sind („Erlebnis-Zoo Hannover“ (2012)) oder dass die Kondore „nunmehr in die Storchenverwandtschaft“ einzugliedern ist ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989)) oder dass der Kondor „eigentlich kein Geier, sondern ein Verwandter der Störche“ ist ("Wegweiser durch den Tiergarten Nürnberg" (2007; 2011; 2012/2013)). Oder man findet, dass die „Familie der Störche aufgrund molekularbiologischer Kennzeichen und genetischer Untersuchungen ausserdem die Neuweltgeier als Unterfamilie Cathartinae zugeordnet“ bekommen hat (Schulz: „Der Weissstorch“ (1993)) oder „obwohl Störche traditionell der Verwandtschaft anderer grosser Schreitvögel (Ciconiiformes) zugeordnet werden, sind viele Taxonomen heute der Auffassung, dass die Neuweltgeier (Catharidae) zur engsten Verwandtschaft der Störche gehören. Fossile Funde von wahrscheinlich langbeinigen Geiervorfahren unterstützen diese Theorien“ (Janssen/Hormann/Rohde: „Der Schwarzstorch“, NBB: Bd.: 468 (2004)).

Aufgrund von Sequenziergeräten, die komplette Genome sequenzieren können, statt nur einzelnen Gene, können „ganze Genome, Transcriptome (also alle exprimierten Gene) und Epigenome (Modifikation, z. B. Methylierung des aktiven oder nicht aktiven Genoms)“ analysiert werden (Prof. Wink: „Der erste phylogenomische Stammbaum der Vögel“; Vogelwarte 53, 2015). Prof. Wink („Der erste phylogenomische Stammbaum der Vögel“; Vogelwarte 53, 2015) unterteilt die Vögel in die Palaeognathae und die Neognathae und die Neognathae werden wiederum in die Galloanserae und in die Neoaves untergliedert. Danach wird Neoaves aufgesplittet. Ein Ast (Prof. Wink: „Der erste phylogenomische Stammbaum der Vögel“; Vogelwarte 53, 2015) führt unter anderem zu den Eulen (Strigiformes), den Greifvögeln, lat. Accipitriformes (Habichtartige, lat. Accipitridae und den Neuweltgeier, lat. Cathartidae). Somit haben die Greifvögel, inkl. der Neuweltgeier, einen gemeinsamen Vorfahren (Prof. Wink: „Der erste phylogenomische Stammbaum der Vögel“; Vogelwarte 53, 2015). Im „Eulenrundblick 66“ steht, dass die Neuweltgeier, lat. Cathartidae „wieder zu den Greifvögeln im engeren Sinne, also als Schwestergruppe zu den Adlern, Bussarden, Milanen und Altweltgeiern (Accipitriformes)“ zugeordnet werden.

Familie 7: Neuweltgeier, lat. Cathartidae
Gattungen: Vultur, Cathartes, Gymnogyps, Coragyps, Sarcorhamphus

01. Andenkondor, lat. Vultur gryphus

Kapitel 1: Artenbeschreibung
Kapitel 2: Beobachtungsstudien in Bildern verschiedener Einrichtungen
Klick hier zum Kapitel 3: Beobachtungsstudie in Bildern aus dem Tiergarten Nürnberg

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”

01. Andenkondor
lat. Vultur gryphus

Kapitel 1: Artenbeschreibung
Die Andenkondore sind an den Küsten, Küstengebirgen, dem Andengebirge, Hochgebirgen, Gebirgsbiotope in bis zu 5.200m Höhe anzutreffen.

Als Verbreitungsgebiet werden die Anden („Bunte Wissenswelt für Kinder: Greifvögel“; Veselovsky: „Illustriertes Lexikon der Vögel“ (1998); Walters: „Die Signale der Vögel“ (2011); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder die „südamerikanischen Anden“ (Windecker: „Zoo Köln, Wegweiser durch den Kölner Zoo“) oder in den gesamten Anden Südamerikas (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder die Hochgebirgsbiotope und das Tiefland westlich der Anden („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) oder die „Hochgebirge Südamerikas“ („Welt der Vögel in Farbe“ (1976)) oder die „Hochanden von Venezuela bis Patagonien“ („Urania Tierreich: die grosse farbige Enzyklopädie, Band Vögel“, 1995) oder in den Anden, im „Hochgebirge an der Südspitze Südamerikas“ (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder „die Anden von Kolumbien bis Feuerland“ („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder die „Anden und vorgelagerte Küstenbereiche bis Amerika“ ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989)) oder Südamerika („Vögel in Wald und Flur, die Welt der Wilden Tiere“ (1980); Dossenbach: „Das Lexikon der Tiere“ (1997); „1000 Fragen, 1000 Antworten: Wunderbare Tierwelt“, Readers Digest Wissenswelt; 2006); Blaszkiewitz: „Zoo Berlin; Wegweiser durch den Zoologischen Garten“, 53. Aufl. (2011); "Wegweiser durch den Tiergarten Nürnberg" (2007; 2011; 2012/2013); Tiergarten Nürnberg: Zooschild) oder die Hochgebirge in Peru bis Südchile, bis zur Küste (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder Venezuela, Kolumbien bis Feuerland (Greifvogelstation Hellenthal: Zooschilder) oder Südchile über die Anden bis nach Ecuador (Wildpark / Falknerei Potzberg: Zooschild) oder „Kolumbien bis Chile“ („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36. Auflage) oder Kolumbien bis Feuerland (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder die „Anden Südamerikas“ (Bechtel: "Bunte Welt im Zoo", (1970)) oder die „Anden von Venezuela bis Feuerland“ („Die grosse Larousse Natur Enzyklopädie“, (2002); Dierschke: „1000 Vögel“) oder die „Anden Südamerikas, bis Feuerland und an der Pazifikküste“ („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder die „Kordilleren und Pazifikküste Südamerikas; im Süden Argentinien auch in Patagonien und an der Magellanstrasse“ ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)) oder die „Kordilleren von Westvenezuela bis Feuerland“ (Fischer: „Die Geier“, NBB311, 2005) oder die „Anden von Ecuador, Peru, Bolivien, Chile und Patagonien” („aussereuropäische Vögel“ (1973)) oder das westliche Südamerika, „von Venezuela und Kolumbien bis nach Patagonien und Feuerland” („Lebendiges Tierreich, Die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 18 (1988)) oder die südamerikanischen Anden, die Küsten Perus, die Küsten Argentiniens, von Venezuela, Kolumbien bis zur Magellanstrasse, bis Feuerland (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder „von Venezuela bis Feuerland entlang der Anden“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder die Seeküste der Anden (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)) oder in den Anden in Nordwest- und West-Südamerika, Feuerland (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) angegeben.

Der Andenkondor ist im Wappen von Bolivien seit 1963, im Wappen von Chile seit dem 24.06.1934, im Wappen von Ecuador („1000 Fragen, 1000 Antworten: Wunderbare Tierwelt“, Readers Digest Wissenswelt; 2006)) seit dem 31.10.1900 und der Andenkondor ist das Nationalsymbol von Peru (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)).

Seinen Namen bekam der Andenkondor aufgrund des Verbreitungsgebietes der Anden (Wildpark / Falknerei Potzberg: Zooschild).

Bedroht werden die Andenkondore durch „Abschuss, Vergiftung und Fang“ und auch durch Störungen am Brutplatz (FALKE 03/2017). Weitere Andenkondore kommen auf den an mehr als 50 Orten Perus um, die das Yawar-Fest praktizieren, „das an die Befreiung von der spanischen Besatzung im 16. Jahrhundert erinnern soll“, in dem ein zuvor eingefangener Andenkondor mit seinen Füssen auf einen Bullen gebunden wird, wobei im „blutigen Zweikampf“ es der Bulle einerseits versucht sich vom Andenkondor zu lösen und der Andenkondor auf den Rücken des Bullen einhackt, um sich ebenso zu befreien (FALKE 03/2017).

„Die Hauptaktivitätsphase fällt in die Vormittags- und frühen Nachmittagsstunden“ und den „Rest des Tages“, was „durchschnittlich 15 Stunden“ sind, ruhen die Andenkondore aus und „sitzen oft stundenlang reglos auf einem Felssprung“ ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)). Oder „mindestens 15 Stunden pro Tag“ verbringt der Andenkondor „in der Nähe seines Ruheplatzes“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“ (1988)). Es wird angegeben, dass der Andenkondor „in der Ruhestellung“ „die Flügel halbgeöffnet nach unten hängen“ lässt (Bechtel: "Bunte Welt im Zoo", (1970)). Ausserhalb der Brutzeit wurden auch Gruppen von 15 bis 24 Vögeln ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)) beobachtet.

Die Andenkondore sind „Meister in der Nutzung von Wind und Strömung“, denn sie reduzieren die „Flügelschläge auf ein Minimum“ (Borghesio: „Naturparadiese unserer Erde“, (2001)) und fliegen mit fast 50km/h „über die umliegenden Berge“ („Vögel in Wald und Flur, die Welt der Wilden Tiere“ (1980)). Andenkondore können auf der Suche nach dem Aas „ohne grossen Energieaufwand“, „die aufsteigende Warmluft“ ausnutzend, „stundenlang fast ohne einen Flügelschlag“ segeln ("Wegweiser durch den Tiergarten Nürnberg" (2007; 2011; 2012/2013)) oder segeln stundenlang und brauchen nur gelegentlich mit den Flügeln zu schlagen (Zooschild Tiergarten Nürnberg) oder kreisen „stundenlang“ „hoch in der Luft und suchen nach einer Beute (Greifvogelstation Hellenthal: Zooschilder). Andenkondore können in einer Höhe von bis zu 8.000m fliegen („Erlebnis-Zoo Hannover“ (2012)) und „aus 3.000m“ „noch ein 30cm grosses Nahrungsstück erkennen“ („Wildparkführer: Wildpark Lüneburger Heide“).

Andenkondore sieht man „allein, paarweise oder in Gruppen von bis zu 60 Vögeln“ (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) in der Luft.

Als Bestand findet man „einige tausend Anden-Kondore … doch ihre Zahl geht offenbar zurück“ (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder „mehrere tausend Tiere, genaue Zahlen sind nicht bekannt; abnehmende Tendenz“ ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)). Man findet auch 40 bis 50 Andenkondore in Ecuador („Vögel 01/2011“), „600 bis 1.000 Individuen“ in Peru (FALKE 03/2017), insgesamt „ca. 10.000 Individuen“ (FALKE 03/2017). Die Andenkondore sind „in den nördlichen Anden bis auf kleine Restbestände verschwunden“ (FALKE 03/2017)

Am Europäischen Zuchtbuchprogramm (EEP) der European Association of Zoos and Aquaria EAZA nahmen 38 beteiligte Institutionen laut dem “EAZA Jahrbuch 2007/2008” teil und aktuell 47 beteiligte Zoos (Dr. Mägdefrau per Mail am 11.03.2014). Mit dem EEP-Zuchtbuch begann man 1993. Der Bestand (EAZA Jahrbuch 2007/2008) entwickelte sich von 89 Andenkondoren (Individuen) zum 01.01. aufgrund von 2 Geburten zu einem Endbestand unter Einbezug aller Zugänge und Abgänge/Todesfälle der teilnehmenden und nicht teilnehmenden EAZA-Zoos zum 31.12. zu 88 Andenkondoren (Individuen). Aktuell wird der Bestand (Dr. Mägdefrau per Mail am 11.03.2014) zum Ende 2013 mit 92 Andenkondoren, wovon 61 Andenkondore im zuchtfähigen Alter sind, angegeben. Es werden 3 bis 5 Jungvögel innerhalb des EEP-Zuchtbuch-Projektes im Jahr gross (Dr. Mägdefrau per Mail am 11.03.2014). Der Bioparc de Doué la Fontaine ist der Zuchtbuchinhaber. In den USA gibt es des Weiteren ein TAG-Programm vom Binder Park Zoo und von Disney’s Animal Kingdom park.

Im Jahr 1967 schlüpfte der erste Andenkondor im Zoo Berlin (Blaszkiewitz: „Zoo Berlin; Wegweiser durch den Zoologischen Garten“, 53. Aufl. (2011)).

Im Jahr 1984 schlüpfte der erste Andenkondor nach einer 61 tägigen Brutzeit ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989)). 14 Andenkondore (Pressemitteilung vom 14.10.2014 auf der Webseite des Tiergartens Nürnberg) wurden von einem per Hand aufgezogenen Andenkondorpaar im Tiergarten Nürnberg im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms grossgezogen.

Im Jahr 1989 schlüpfte der erste Andenkondor im Weltvogelpark („Vogelpark Walsrode“ (als „Parkguide“ ab Auflage 36 bezeichnet), 27.+31.+33.+36. Auflage).

Im Jahr 2006 schlüpfte der erste Andenkondor im Wildpark Lüneburger Heide („Wildparkführer: Wildpark Lüneburger Heide“).

In Kolumbien soll es ein Auswilderungsprojekt geben (FALKE 03/2017).

Das Gefieder ist „mattschwarz, schwach dunkelstahlblau glänzend("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)) oder „schwarz mit schwachem, dunkelstahlblauem Glanz, die Handschwingen sind mattschwarz“ (Fischer: „Die Geier“, NBB311 (2005)) oder schwarz (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965); Blaszkiewitz: „Zoo Berlin; Wegweiser durch den Zoologischen Garten“, 53. Aufl. (2011)) oder „dunkel mit weissen Federn“, weissen Arnschwingen (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder „schwarz mit weisser Halskrause und silbergrauem und weissem Flügelfeld“ (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder „schwarz, grösster Teil der Flügeloberseite hellweiss“, „weisse Halskrause“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder „schwarz mit silbrig weissen Armschwingen und Grossen/Mittleren Armdecken“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder „schwarz“ mit einem weisslichen „Feld auf den mächtigen Schwingen“ („Urania Tierreich: die grosse farbige Enzyklopädie, Band Vögel“) oder „überwiegend schwarz mit weisslicher Oberseite der Armschwingen“ („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder mit „viel weiss am Flügel“ (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)).

Die Halskrause ist „weiss(Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009); Fischer: „Die Geier“, NBB311 (2005); Blaszkiewitz: „Zoo Berlin; Wegweiser durch den Zoologischen Garten“, 53. Aufl. (2011); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965); Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder „schneeweiss“ („Urania Tierreich: die grosse farbige Enzyklopädie, Band Vögel“) oder weiss und dunig („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)).

Der Kopf ist „dunkel rötlich“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder rötlich (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder „düster fleischrötlich“ („Urania Tierreich: die grosse farbige Enzyklopädie, Band Vögel“) oder der Kopf und der Hals sind nackt, fleischfarben (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder der Kopf und der Hals sind nackt und „grauschwarz“, der Hals „zum Teil fleischfarben“ (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder „am Kopf und Hals rötlich bis schwärzlich, Männchen brauner“ („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder „Gesicht, Kehle und Hals fleischrötlich, die Kropfgegend blassrot“ und der Hinterkopf sowie der Kamm des Männchens auf dem Schnabel „schwärzlichgrau“ (Fischer: „Die Geier“, NBB311 (2005)).

Das Männchen hat „einen fleischigen Kamm“ (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Wildpark / Falknerei Potzberg: Zooschild) oder einen fleischigen Kamm am Schnabelansatz (Dr. Schürer: „Zoo Wuppertal“ (2006)) oder einen fleischigen „Kamm auf dem Oberschnabel“ (Faust: „Zoo Frankfurt“) oder einen „Fleischkamm“ (Blaszkiewitz: „Zoo Berlin; Wegweiser durch den Zoologischen Garten“, 53. Aufl. (2011)) oder einen „hohen Kamm“ ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989)) oder einen fleischigen Aufsatz (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) bzw. der Kamm ist bis zu 4,5 cm hoch und bis zu 10 cm lang (Fischer: „Die Geier“, NBB311 (2005)).

Die Augen der Männchen sind blau (Wildpark / Falknerei Potzberg: Zooschild) und die Augen der Weibchen sind rot (Wildpark / Falknerei Potzberg: Zooschild).

Die Grösse beträgt 1,2m („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); „Urania Tierreich: die grosse farbige Enzyklopädie, Band Vögel“; Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)) oder 115cm (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder 100 bis 120cm (Baumgart: „Europas Geier“; Greifvogelstation Hellenthal: Zooschilder) oder 100 bis 122cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 1m („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder 110cm („aussereuropäische Vögel“ (1973); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Wildpark / Falknerei Potzberg: Zooschild) oder 130cm (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder 102 bis 130cm (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder das „Männchen wird bis zu 102cm … das Weibchen ist ein wenig kleiner“ (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder das Männchen wird mit „96 bis 116“cm und das Weibchen wird mit „94 bis 102?“cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder das Männchen wird mit bis 125cm und das Weibchen bis 100cm (Tiergarten Nürnberg: Zooschild).

Das Gewicht beträgt 8 bis 12kg („Urania Tierreich: die grosse farbige Enzyklopädie, Band Vögel“; Bechtel: "Bunte Welt im Zoo", (1970); Greifvogelstation Hellenthal: Zooschilder) oder 11 bis 15kg („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); „Bunte Wissenswelt für Kinder: Greifvögel“) oder 9 bis über 11kg („Vögel in Wald und Flur, die Welt der Wilden Tiere“ (1980)) oder 10kg (Dr. Schürer: „Zoo Wuppertal“ (2006)) oder 11kg („Welt der Vögel in Farbe“ (1976); Veselovsky: „Illustriertes Lexikon der Vögel“ (1998) Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder 12kg („Enzyklopädie Tiere” (2003); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; "Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994); Wildpark / Falknerei Potzberg: Zooschild; FALKE 03/2017) oder 14kg („Die grosse Larousse Natur Enzyklopädie“, (2002)) oder 11 bis 12kg beim Männchen, 7,5 bis 10kg beim Weibchen ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994); Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder 11 bis 12kg bei den Männchen und 9,21kg bei den Weibchen (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder „14kg bei den Männchen; Weibchen etwas weniger” („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder bis 12kg bei den Männchen und bis 9kg bei den Weibchen (Tiergarten Nürnberg: Zooschild).

Andenkondore geben zischende, knappende und fauchende Laute von sich. Bei Kälte ziehen die Andenkondore den Kopf ein, um den nackten Hals vor der Kälte zu schützen.

Zur Nahrung besteht zum Grossteil aus Aas (toten Meerestieren, Seelöwen, Walen, Robben, Fischen, aber auch aus Lamas und Haustiere (Schafe, Pferde, Rinder)). An grossen toten Tierkadavern können sich dann grössere Gruppen bilden bzw. können sich bis zu 60 Andenkondore versammeln ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994); Fischer: „Die Geier“, NBB311 (2005); Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Andenkondore erbeuten Andenhirsche, Lämmer und Kälber, die bis zum ermatten gejagt werden oder es wird sich auf die Beute gestürzt, um sie mit den Flügeln einen Felsen hinunterzustossen (Fischer: „Die Geier“ (NBB311 (2005)) oder greifen und erbeuten „auch lebende Hirsche oder Kälber“ (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) erledigen „zuweilen auch kranke oder verendete Tiere“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder greifen gelegentlich „auch lebende Säugetiere an“ ("Wegweiser durch den Tiergarten Nürnberg" (2007; 2011; 2012/2013)) oder jagen selten „lebende Beute“ („Welt der Vögel in Farbe“ (1976)) oder stürzen an Berghängen stehende Bergziegen oder Schafe durch Flügelschläge in den Abgrund (Wildpark / Falknerei Potzberg: Zooschild) oder erlegen „aber auch kranke Tiere“ (Greifvogelstation Hellenthal: Zooschilder).

Jungvögel und Eier werden ebenso aus den Nestern geraubt („Welt der Vögel in Farbe“ (1976); Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder ergreifen auch „Seevögel an ihren Bruthöhlen“ und stehlen auch Eier (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)).

Die männlichen Andenkondore spreizen bei der Balz („Lebendige Wildnis: Tiere der Gebirge“, 1994; König: “Auf Darwins Spuren”, 1983; Fischer: „Die Geier“, NBB311, 2005) die Flügel, die dann abwechselnd gespreizt und wieder angelegt werden. Durch das Aufblähen oder Aufblasen des Halses, verfärbt dieser sich leuchtender beim Männchen. Der Kopf wird dann zum Boden gesenkt und mit der Zunge erzeugt das Männchen ein Schnarren oder tuckern. Anschliessend wendet es dem Weibchen den Rücken zu und springt mit Flügelschlägen. Das Männchen faucht, schüttelt das Gefieder und schlägt die Flügel wieder zusammen. Das Weibchen folgt und berührt mit ihrem Schnabel den Schnabel und den Kopf des Männchens. Männchen und Weibchen beknabbern sich vor bzw. Schnäbeln bei der Begattung an Kopf und Hals.

Das Weibchen legt ein Ei (Greifvogelstation Hellenthal: Zooschilder; FALKE 03/2017) oder „ein schneeweisses Ei (selten zwei)“ ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)) oder „1 bis 2 Eier“ (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder 1 bis 2 weisse Eier („aussereuropäische Vögel“ (1973)) oder ein weisses Ei (Blaszkiewitz: „Zoo Berlin; Wegweiser durch den Zoologischen Garten“, 53. Aufl. (2011)) oder 2 Eier (Bechtel: "Bunte Welt im Zoo", (1970)).

Die Eier werden auf einem unzugänglichen Felsen (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder an „unzugänglichen Stellen“ (Bechtel: "Bunte Welt im Zoo", (1970)) oder in ein „kunstloses Nest“ oder „auch direkt auf Stein“ („aussereuropäische Vögel“ (1973)) oder in eine Felsnische (Greifvogelstation Hellenthal: Zooschilder) oder „in Höhlen in Feldwänden“ (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder auf den nackten Felsen in eine Nische oder Mulde (FALKE 03/2017) gelegt.

Die Eiablage erfolgt im Zeitraum „September/Oktober, auf der Nordhalbkugel im Frühjahr“ ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989)) oder „zwischen Februar und Juni“ (FALKE 03/2017). Als Brutzeitraum wird in Peru „Dezember bis Februar“, in Kolumbien „Juli“ und in Chile „September bis Oktober“ („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) angegeben.

Während der eine Partner „mehrere Tage durch die Anden“ fliegt, um genügend zu fressen, brütet der andere Andenkondor auf dem Nest und sobald der eine Partner gesättigt von der Beutesuche zurückgekommen ist, werden die Rollen getauscht („Tiergartenzeitung“ des Vereins der Tiergartenfreunde Nürnberg und dem Tiergarten Nürnberg, Ausgabe 10 (03/2015)).

Ausgebrütet sind die Eier in 54 Tagen (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder in 55 Tagen (Blaszkiewitz: „Zoo Berlin; Wegweiser durch den Zoologischen Garten“, 53. Aufl. (2011)) oder in 56 bis 57 Tagen ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989)) in 55 bis 60 Tagen (Greifvogelstation Hellenthal: Zooschilder) oder in 60 Tagen (Zooschild zum Andenkondor des Tiergartens Nürnberg; Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder in 65 Tagen (Wildpark / Falknerei Potzberg: Zooschild) oder in 2 Monaten („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder in 54 bis 58 Tagen ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994); Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)).

Die nackten Jungvögel werden in den ersten 3 Wochen Tag und Nacht gewärmt und mit vorverdauter Nahrung aus dem Kropf gefüttert ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)). Nach 3 Wochen ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)) benötigen die Jungvögel nur noch nachts die elterliche Wärme.

Die Jungvögel unternehmen die ersten Versuche zum Fliegen ab 5 Monaten ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)), sind flügge in 6 Monaten (Wildpark / Falknerei Potzberg: Zooschild), können nach insgesamt 10 bis 12 Monaten richtig fliegen ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)).

Die Jungvögel werden bis zu einem Jahr von den Altvögeln betreut ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)) und sind in bis zu 3 Jahren selbständig (FALKE 03/2017).

Andenkondore brüten alle 2 Jahre („Bunte Wissenswelt für Kinder: Greifvögel“; „Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993); "Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989); Wildpark / Falknerei Potzberg: Zooschild) oder brüten „nur alle zwei bis drei Jahre“ (FALKE 03/2017). Nur in den peruanischen Anden brüten die Andenkondore meist nur nach den grossen Unwettern bzw. El Nino-Stürmen alle 5 Jahre („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)).

Die Geschlechtsreife wird mit 5 bis 7 Jahren („Lebendige Wildnis: Tiere der Gebirge“, 1994) oder mit 6 Jahren (FALKE 03/2017) oder 8 Jahren beim Weibchen und 6 Jahren beim Männchen („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) angegeben.

Die weisse Halskrause erhalten die Jungvögel „erst vom 4. Lebensjahr“ („aussereuropäische Vögel“ (1973)). Die Jungvögel bekommen mit 7 bis 8 Jahren ihr Altgefieder ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989); "Wegweiser durch den Tiergarten Nürnberg" (2007)).

Die Andenkondore leben in einer „Dauerehe“ („Tiergartenzeitung“ des Vereins der Tiergartenfreunde Nürnberg und dem Tiergarten Nürnberg, Ausgabe 10 (03/2015)).

Ein Höchstalter von bis zu 40 Jahre (FALKE 03/2017) oder 72 Jahren ("Faszination Tier" (1994)) oder von 77 Jahren („Lebendiges Tierreich, Die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 18; 1988) oder „in Gefangenschaft über 50 Jahren“ („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder „in Gefangenschaft über 60 Jahren“ ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)) oder bis ca. 60 Jahre (Tiergarten Nürnberg: Zooschild) oder von 70 Jahren (Wildpark / Falknerei Potzberg: Zooschild) oder von 70 Jahren in einem Zoo (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) wird angegeben.

Kapitel 2: Beobachtungsstudien in Bildern verschiedener Einrichtungen
Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoo Wuppertal aufgenommen.                                           .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoo Hannover gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoo Berlin (Tiergarten) gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Wildpark Lüneburger Heide Nindorf-Hanstedt gemacht.                    .

... den Schnabel und den Kopf nach dem Fressen reinigend

Jungvogel

eine Kopulation ...                                                                                .

eine weitere Kopulation ...                                                                               .

Nach der Kopulation gemeinsam den Kopf zusammen im Sand reibend...                                       .

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Falknerei / Wildpark Potzberg gemacht.                                      .

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Falknerei Adlerhorst gemacht.                                            .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Vogelpark Irgenöd (links), in der Adlerwarte Berlebeck (mitte) gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Vogelpark Walsrode (heute: Weltvogelpark: links), im Weltvogelpark (früher Vogelpark Walsrode) gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Falkenhof Schütz (Kranichfeld) aufgenommen.                         .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoo Dortmund gemacht.                                                    .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Tierpark Berlin (Friedrichsfelde; links), in der Adlerwarte Kreuzenstein (mitte) und im Wildparadies Tripsdrill (rechts) gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Vogelpark Olching gemacht.                                           .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Vogelpark Niendorf (Timmendorfer Strand) gemacht.                         .

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Greifvogelstation Hellenthal gemacht.

nach oben

.                                                                                                                                                                                                                                  .

zum externen Fotoalbum Klick ...
zum Archiv der Leser-E-Mails