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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text

Vorbemerkung: Die Gemeinsamkeiten, die die Ursache für die damalige Eingliederung der Neuweltgeier in die Ordnung der Stelzvögel oder Schreitvögel, lat. Ciconiiformes waren, sind das Spritzen von Kot zur Kühlung auf die Füsse (Forshaw: "Enzyklopädie der Tierwelt", Band Vögel (1991); Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991); Dr. Schürer: „Zoo Wuppertal“ (2006)) oder genaugenommen das Spritzen von Kot „auf die Beine“, wobei die Verdunstungskälte „bei Hitze zur Thermoregulierung nützlich“ ist (König: "Auf Darwins Spuren" (1983)) oder das Verwenden „vor allem“ des Schnabels „als Aggressionswerkzeug“ wie die Störche (König: "Auf Darwins Spuren" (1983)) und das durchgehende Nasenloch (Fischer: „Die Geier“, NBB311 (2005); Forshaw: "Enzyklopädie der Tierwelt", Band Vögel (1991); Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991); Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)). So hielten einige Wissenschaftler die Neuweltgeier „für Verwandte der Störche“ („Greifvögel und Falknerei“ (1989)) oder gaben an, dass die Neuweltgeier stammesgeschichtlich „einer Gruppe storchenartiger Vögel“ zuzuordnen wären (Fischer: „Die Geier“, NBB311 (2005)) oder gaben an, dass sich die „Geier der Neuen Welt von den Störchen ableiten“ lassen (Altenborough: „Unsere einzigartige Erde“ (1990)) oder dass „als nächste Verwandte“ die Störche gelten (Dr. Schürer: „Zoo Wuppertal“ (2006)) oder dass die Andenkondore „doch genetisch eher mit den Störchen verwandt“ sind („Erlebnis-Zoo Hannover“ (2012)) oder dass die Kondore „nunmehr in die Storchenverwandtschaft“ einzugliedern sind ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989)) oder dass der Kondor „eigentlich kein Geier, sondern ein Verwandter der Störche“ ist ("Wegweiser durch den Tiergarten Nürnberg" (2007; 2011; 2012/2013)). Oder man findet, dass die „Familie der Störche aufgrund molekularbiologischer Kennzeichen und genetischer Untersuchungen ausserdem die Neuweltgeier als Unterfamilie Cathartinae zugeordnet“ bekommen hat (Schulz: „Der Weissstorch“ (1993)) oder „obwohl Störche traditionell der Verwandtschaft anderer grosser Schreitvögel (Ciconiiformes) zugeordnet werden, sind viele Taxonomen heute der Auffassung, dass die Neuweltgeier (Catharidae) zur engsten Verwandtschaft der Störche gehören. Fossile Funde von wahrscheinlich langbeinigen Geiervorfahren unterstützen diese Theorien“ (Janssen/Hormann/Rohde: „Der Schwarzstorch“, NBB: Bd.: 468 (2004)).

Aufgrund von Sequenziergeräten, die komplette Genome sequenzieren können, statt nur einzelnen Gene, können „ganze Genome, Transcriptome (also alle exprimierten Gene) und Epigenome (Modifikation, z. B. Methylierung des aktiven oder nicht aktiven Genoms)“ analysiert werden (Prof. Wink: „Der erste phylogenomische Stammbaum der Vögel“; Vogelwarte 53, 2015). Prof. Wink („Der erste phylogenomische Stammbaum der Vögel“; Vogelwarte 53, 2015) unterteilt die Vögel in die Palaeognathae und die Neognathae und die Neognathae werden wiederum in die Galloanserae und in die Neoaves untergliedert. Danach wird Neoaves aufgesplittet. Ein Ast (Prof. Wink: „Der erste phylogenomische Stammbaum der Vögel“; Vogelwarte 53, 2015) führt unter anderem zu den Eulen (Strigiformes), den Greifvögeln, lat. Accipitriformes (Habichtartige, lat. Accipitridae und den Neuweltgeier, lat. Cathartidae). Somit haben die Greifvögel, inkl. der Neuweltgeier, einen gemeinsamen Vorfahren (Prof. Wink: „Der erste phylogenomische Stammbaum der Vögel“; Vogelwarte 53, 2015). Im „Eulenrundblick 66“ steht, dass die Neuweltgeier, lat. Cathartidae „wieder zu den Greifvögeln im engeren Sinne, also als Schwestergruppe zu den Adlern, Bussarden, Milanen und Altweltgeiern (Accipitriformes)“ zugeordnet werden.

Familie 7: Neuweltgeier, lat. Cathartidae
Gattungen: Vultur, Cathartes, Gymnogyps, Coragyps, Sarcorhamphus

04. Rabengeier oder Schwarzgeier, lat. Coragyps atratus
05. Truthahngeier, lat. Cathartes aura
06. Kleiner Gelbkopfgeier oder Gelbkopfgeier oder Kleiner Gelbschnabelgeier, lat. Cathartes burrovianus
07. Grosser Gelbkopfgeier oder Grösserer Gelbkopfgeier oder Grosser Gelbschnabelgeier, lat. Cathartes melambrotus

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”. Es sei darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht, dass im Lauf der Zeit aufgrund von Veränderungen im Bestand der in den Falknereien und/oder (zoologischen) Einrichtungen gehaltenen Arten, die fotografierten Arten nicht mehr gezeigt werden oder nun andere Arten zu sehen sind.

04. Rabengeier oder Schwarzgeier
lat. Coragyps atratus

Die Rabengeier leben in offenen Landschaften, bewaldeten Landschaften, Höhen bis 2700m, in der Nähe von Menschen in Gebirgen. Die nördlichsten verbreiteten Rabengeier (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) „unternehmen jahreszeitliche Wanderungen“.

Die Rabengeier bilden mitunter Schwärme“, die mehrere Tausend Exemplare umfassen können("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)). „In Schlafwäldern nächtigen oft Tausende zusammen“ („aussereuropäische Vögel“ (1973)).

Als Verbreitungsgebiet wird allgemein „Süd- und Mittelamerika bis zum Süden der USA“ (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder der Süden der USA bis Süd-Südamerika (Dierschke: „1000 Vögel“) oder vom Süden der USA bis nach Südamerika (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965); Dossenbach: „Das Lexikon der Tiere“ (1997)) oder die USA bis Patagonien (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder der Süden der „USA bis ins mittlere Argentinien“ („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder die USA, Mittel- und Südamerika („Welt der Vögel in Farbe“ (1976)) oder das südliche Nordamerika, Mittelamerika, Südamerika („aussereuropäische Vögel“ (1973)) oder „Süden Nordamerikas, Mexiko, Mittelamerika und in fast ganz Südamerika bis nach Argentinien und Chile“ (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder in den USA, in New Jersey, Pennsylvania, Oklahoma, Texas bis Südarizona (Wheeler, Clark: „A Photographic Guide to North American Raptors“ (1995)) oder „Südkarolina, Südindiana, Illinois, Kansas, Westtexas, Südarizona und Ostmexiko“ bis Nordchile, bis Uruguay, bis Nordargentinien (Fischer: „Die Geier“, NBB311, 2005) oder „vom Süden der USA bis nach Argentinien” („Lebendiges Tierreich, Die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 18 (1988)) oder von der südlichen USA, Mittelamerika, bis zum tropischen Südamerika („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder „Mittel- und Südamerika”, „bis Chile und Argentinien” ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)) oder Nord- und Südamerika („Urania Tierreich: die grosse farbige Enzyklopädie, Band Vögel“, 1995) oder „Nord-, Mittel- und Südamerika“ (VÖGEL 04/2012) oder der Süden und Osten der USA bis nach Chile (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) angegeben.

Genau genommen findet man in der älteren Literatur noch die Unterart Coragyps atratus atratus mit dem Verbreitungsgebiet USA bis Nordmexiko (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)), die Unterart Coragyps atratus brasiliensis von Zentralmexiko, bis Peru bis Brasilien (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) und die Unterart Coragyps atratus foetens in Paraguay, Argentinien, Ecuador, bis Chile (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)).

Das Gefieder ist gänzlich schwarz“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder vollständig schwarz („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder „völlig schwarz“ („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder „überwiegend schwarz, wirkt aber aufgrund der leicht schillernden Rückfedern in hellem Licht oft grünlich“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007) oder „mattschwarz(Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder schwarz mit grauen Flügelspitzen ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)) oder schwarz („Urania Tierreich: die grosse farbige Enzyklopädie, Band Vögel“; Dossenbach: „Das Lexikon der Tiere“ (1997); Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder “schwarz” und der Rücken und die Schultern haben einen „grünlichen Glanz“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Der Kopf ist „grau“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder „dunkelgrau“ ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)) oder „grauschwarz“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder “dunkelbleigrau, ins mattschwarze” übergehend (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder der Kopf ist schwarz (Dossenbach: „Das Lexikon der Tiere“ (1997)) oder der Kopf ist nackt und schwarz (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder die Kopfhaut ist bleigrau (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder Kopf und der Hals sind „schwarz“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder der Kopf und der Hals sind schieferfarbig („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)).

Die Grösse beträgt 60cm („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); „aussereuropäische Vögel“ (1973); Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)) oder 58 bis 68cm (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder 56 bis 66cm (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder 56 bis 68cm (Baumgart: „Europas Geier“) oder 56 bis 74cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 80cm („Urania Tierreich: die grosse farbige Enzyklopädie, Band Vögel“) oder 59 bis 74cm (Wheeler, Clark: „A Photographic Guide to North American Raptors“ (1995)) oder 64cm (Dunn, Alderfer: „Field Guide to the Birds of North America“ (2011); Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)).

Das Gewicht beträgt 2-2,7kg („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder 1¾kg (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder 1,18 bis 1,94kg (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder 1,7 bis 2,3kg (Wheeler, Clark: „A Photographic Guide to North American Raptors“ (1995)).

Zu Nahrung zählen Obst, Früchte, Fischabfälle und Aas. An „grossen Nahrungsobjekten“ findet man „bis zu 300“ Rabengeier (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder „hunderte“ Rabengeier („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)). Die Rabengeier sind in den Städten „vor allem an Mülldeponien, Märkten, in Häfen und auch an Strassen“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder bei „Schlachthäusern und Müllplätzen(„Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder an den Müllplätzen (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) anzutreffen. Andererseits erbeuten Rabengeier auch „kleine Tiere” („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder „auch unbewachte Jungvögel“, kleine Säugetiere (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder Ferkel und Lämmer und holen sich aus den Nestern anderer Vögel die Eier und Jungvögel (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)).

Die Rabengeier führen eine 2 bis 3 minütige Bodenbalz (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) mehrere Tage durch. Das Männchen umkreist (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) das Weibchen mit vorgestrecktem Hals und das Weibchen dreht sich schnell im Kreis. Die Bodenbalz (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) beendet die Paarbildung.

Das Nest befindet sich in Felsspalten, Baumstümpfen, hohen Bäumen („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder auf dem Boden („Welt der Vögel in Farbe“ (1976)) oder auf Felsbändern, in Felshöhlen, auf dem Boden (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)). „Nicht selten“ brüten Rabengeier in „lockeren Kolonien“ („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)).

Das Weibchen legt 2 Eier („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007); „Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder „zwei weissliche bis hellgrünblau, rot gezeichnete Eier (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder 2 schmutzigweisse, „bräunlich“ gefleckte Eier („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder „1 bis 3 bläuliche, dicht braun gefleckte Eier“ (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)).

Als Brutzeitraum wird in Texas, Florida und Nordkarolina von Januar bis April, in Ecuador von „Februar bis Juni, auf Trinidad Januar/Februar“ und in „Argentinien um Oktober/November(Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder in Mittelamerika wird „Januar bis Mai“ (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) angegeben.

Beide Altvögel brüten die Eier in 38 bis 45 Tagen („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003); „Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder in um die 40 Tagen (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) aus. Flügge werden die jungen Rabengeier in 9 bis 10 Wochen (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder in „etwa 3 Monaten“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003); „Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)).

Mit freundlicher Genehmigung von Knut Eisermann, www.cayaya-birding.com, wurde das Foto der 2 Rabengeier verwendet.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoo Dortmund gemacht.                                                     .

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Adlerwarte Berlebeck (links), in der Falknerei Adlerhorst (mitte) und im Vogelpark Metelen (rechts) gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Greifvogelpark Buchs gemacht.                                              .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Greifvogelpark Grafenwiesen (links), im Zoologischen und Botanischen Garten der Stadt Pilsen (mitte) gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Falknerei Wörlitzer Park aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Vogelpark Abenberg aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Vogelpark Marlow (links, mitte) und im Tierpark Berlin (Friedrichsfelde; rechts) gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoo Neunkirchen aufgenommen.                                           .

05. Truthahngeier
lat. Cathartes aura

Die geselligen Truthahngeier sind in den kalten Wüsten, offenen, trockenen Landschaften, Wüsten, Wälder bewaldeten Landschaften, tropischen Wäldern, in Höhen bis 3000m, Wiesen, Meeresstränden, Kulturlandschaften und Städten anzutreffen.

In den Jahren 1918 bis 1919 wurden in einer Ranch 3500 Truthahngeier „aufgrund der Gefahr der Seuchenübertragung“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) abgeschlachtet. Die Truthahngeier sitzen oft auf Säulenkakteen („Lebendiges Tierreich, Die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 54; 1988). In kleinen Gruppen von bis zu 30 Vögeln verbringen die Truthahngeier an den Schlafplätzen ihre Nächte (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994); Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“ (1988); Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) zusammen.

Als Verbreitungsgebiet findet man allgemein Südkanada bis Feuerland (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Dierschke: „1000 Vögel“; Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder Südkanada und die ganze USA (Wheeler, Clark: „A Photographic Guide to North American Raptors“ (1995)) oder Mittelamerika („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36. Auflage) oder Südkanada bis Südamerika (Dossenbach: „Das Lexikon der Tiere“ (1997)) oder „Kanada bis Feuerland“ („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder „Südamerika bis Kanada“ (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder „vom Norden Kanadas bis zur Südspitze Südamerikas“ („aussereuropäische Vögel“ (1973)) oder den „gesamten Süden der USA, im Sommer auch weiter nördlich, auch in Mittel- und Südamerika“ (Baehr: „Tier- und Pflanzenführer Westliche USA“, (2006)) oder Südkanada bis zu den Falkland-Inseln, sowie Kuba („Urania Tierreich: die grosse farbige Enzyklopädie, Band Vögel“, 1995) oder Nord- und Südamerika (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“ (1988); „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) oder in Nord-, Mittel- und Südamerika („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003); Greifvogelstation Hellenthal: Zooschilder) oder Südkanada, USA, Mexiko, Mittelamerika bis Feuerland ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)) oder „Südkanada bis nach Feuerland und den Falkland-Inseln“ („Lebendiges Tierreich, Die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 18 (1988)) oder Südkanda bis Feuerland, Falklandinseln (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder oder Südkanada bis Feuerland, in der Karibik, auf den Falkland-Inseln (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder Südkanada bis Feuerland, Westindische Inseln (Infotafel im Zoo Rostock: Artenschutz: Teil: Truthahngeier).

Genau genommen findet man 4 Unterarten (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) und 5 Unterarten (Fischer: „Die Geier“, NBB311, 2005) und 6 Unterarten (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Unterart Cathartes aura meridionalis ist in Süd-Kanada, im Norden und im Zentrum der USA (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) verbreitet.

Die Unterart Cathartes aura teter ist im westlichen Nordamerika, in Britisch Columbia, Nordwestmichigan, Niederkalifornien, Nordmexiko, Osttexas (Fischer: „Die Geier“, NBB311, 2005) verbreitet.

Die Unterart Cathartes aura septentrionalis ist im östlichen Nordamerika nördlich des 39. Breitengrades (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder „im östlichen Nordamerika von Südontario und Manitoba bis nach Florida und Louisiana“ (Fischer: „Die Geier“, NBB311, 2005) oder im Osten und Südosten der USA, ausser Florida (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) verbreitet.

Die Unterart Cathartes aura aura ist im Westlichen Nordamerika bis Costa Rica, Panama und auf den Inseln Kuba, den Bahamas, Puerto Rico und der Insel de Pinos (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder von Zentralmexiko, bis Nordwestkolumbien, den Bahamas, den Grossen Antillen (Fischer: „Die Geier“, NBB311, 2005) oder dem Südwesten der USA bis Costa Rica, bis zu den Grossen Antillen (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) verbreitet.

Die Unterart Cathartes aura ruficollis ist von Panama bis nach Nordargentinien, Trinidad (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder in „Trinidad, Venezuela, Guayana, Brasilien, Ostbolivien, Paraguay, Uruguay und Nordargentinien“ (Fischer: „Die Geier“, NBB311, 2005) oder von Panama, Nordkolumbien, östlich der Anden bis Nordargentinien, Uruguay (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) verbreitet.

Die Unterart Cathartes aura jota ist in der Andenregion von Kolumbien, an den Küsten Südwestecuadors und Perus, in Patagonien, auf den Falkand-Inseln (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder vom Clausa-Valley bis an „die Küste Kolumbiens, Ecuadors, Boliviens, Perus, Chiles und Argentiniens bis zum Feuerland“ und den Falkland-Inseln (Fischer: „Die Geier“, NBB311, 2005) oder in den Andentälern von Kolumbien bis nach Patagonien (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) verbreitet.

Die Unterart Cathartes aura falklandicus ist an der Pazifikküste von Ecuador bis nach Feuerland und auf den Falkland-Inseln (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) verbreitet.

Ferguson-Lees, Christie („Die Greifvögel der Welt“ (2009)) haben einerseits die Unterart Cathartes aura teter nicht mehr aufgeführt, andererseits die Unterarten Cathartes aura meridionalis und Cathartes aura falklandicus neu hinzugefügt.

Die Truthahngeier aus den „nordwestlichen“ Gebieten des „nordamerikanischen Brutareals“ sind Zugvögel (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder die „nördlichen Formen“ sind Zugvögel („aussereuropäische Vögel“ (1973)). Vogelbeobachter zählten einmal „in einem Jahr mehr als 307.000 Truthahngeier, die über Panama nach Süden flogen“ (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder die „nordamerikanischen Truthahngeier“ ziehen zu „Millionen nach Südamerika“ (Dierschke: „1000 Vögel“). Perrins („Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) gibt einerseits an, „die im Westen der USA beheimateten Vögel in Südamerika“ überwintern und andererseits „die meisten Populationen den Winter über im selben Gebiet bleiben“. Als Überwinterungsgebiet findet man Südamerika ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)) oder den „subtropischen Teil“ des „Verbreitungsgebietes“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“). Auf dem Rückflug vom Überwinterungsgebiet „in die nördlichen USA“ fliegen die Truthahngeier durch Mittelamerika „Ende Februar bis Anfang März“ und kommen im Brutgebiet „Mitte bis Ende März“ an (Elphick: „Atlas des Vogelzugs, Die Wanderungen der Vögel auf unserer Erde“ (2008)).

Des Weiteren findet man, dass die Vertreter der Unterart Cathartes aura teter „an der Westküste südlich des 46. Breitengrades“ Standvögel sind (Fischer: „Die Geier“, NBB311, 2005) und die anderen Vertreter des Unterart Cathartes aura teter in Nebraska, Kalifornien, Panama und in Südamerika überwintern (Fischer: „Die Geier“, NBB311, 2005). Die Vertreter der Unterart Cathartes aura meridionalis überwintern im Norden Südamerikas (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) und die Vertreter der Unterart Cathartes aura septentrionalis überwintern in New Jersey, die über dem 39. Breitengrad verbreiteten Vertreter ziehen „bis zur Südküste von Florida und Louisiana“ (Fischer: „Die Geier“, NBB311, 2005) oder überwintern in Florida und Louisiana (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Das Gefieder ist schwarzbraun (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009); „Urania Tierreich: die grosse farbige Enzyklopädie, Band Vögel“, 1995) oder braunschwarz („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder schwarzgrau (Baehr: „Tier- und Pflanzenführer Westliche USA“, (2006)) oder „schwärzlich braun“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder graubraun („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007) oder „fast vollständig schwarz“ (VÖGEL 01/2013) oder schwarz (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965); Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder „schwarz und zeigt einen grünlichen Metallschimmer“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder „schwärzlich-braun, hintere Flügelpartie und Schwanz dunkel-silbergrau“ ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)) oder der “Oberrücken und” die “Unterseite sind bräunlich-schwarz bis schwarz, sie glänzen metallisch violettblau” (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)).

Die „nördlichen Formen“ haben mehr „braun“ im Gefieder, die „südlicheren Formen“ sind „einfarbiger grau-schwarz“ („aussereuropäische Vögel“ (1973)). Die Unterart Cathartes aura ruficollis (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) ist „schwärzer“ und glänzt „blau und purpur“ im Vergleich zur Unterart Cathartes aura aura. Die Unterart Cathartes aura aura (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) ist „etwas brauner im Gefieder“ im Vergleich zur Unterart Cathartes aura ruficollis. Die Unterart Cathartes aura septentrionalis (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) ist „brauner“ im Vergleich zur Unterart Cathartes aura aura. Die Unterart Cathartes aura jota (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) ist „dunkler“ und die „nackte Kopfhaut ist tiefer rot“ im Vergleich zur Unterart Cathartes aura aura.

Im Allgemeinen ist der Kopf rot (Dossenbach: „Das Lexikon der Tiere“ (1997); Greifvogelstation Hellenthal: Zooschilder) oder nackt und rot (Dierschke: „1000 Vögel“; Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991); Gosler: „Die Vögel der Welt“; Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder rot und unbefiedert (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002); VÖGEL 01/2013) oder nackt und rosarot ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)) oder nackt und puterrot („Urania Tierreich: die grosse farbige Enzyklopädie, Band Vögel“, 1995) oder rot, mit Warzen besetzt (Baehr: „Tier- und Pflanzenführer Westliche USA“, (2006)) oder der Gesichtsteil ist „karminrot“ und der Nacken ist “bläulich und um die Augen blassrot” (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder „vor nackt und karminrot, hinten wulstig und blaurot, um die Augen hellrot“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)).

Der Kopf ist „dunkelrot“ bei den Unterarten Cathartes aura septentrionalis und Cathartes aura aura, „leuchtend rot“ bei der Unterart Cathartes aura jota und mit gelblichen Scheitelfleck bei der Unterart Cathartes aura ruficollis (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) bzw. mit einem auffällig hellen gerippelten Nackenbereich bei der Unterart Cathartes aura ruficollis („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36. Auflage).

Die Grösse beträgt 76 cm („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder 78cm (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder 80cm („aussereuropäische Vögel“ (1973)) oder 62 bis 80cm (Greifvogelstation Hellenthal: Zooschild) oder 66 bis 81cm (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder 66 bis 76cm (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder 66 bis 132cm (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“ (1988)) oder 64 bis 81 cm (Dierschke: „1000 Vögel“; Baumgart: „Europas Geier“) oder 65 bis 80cm (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder 62 bis 72cm (Wheeler, Clark: „A Photographic Guide to North American Raptors“ (1995)) 62 bis 76cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 62cm (Baehr: „Tier- und Pflanzenführer Westliche USA“, (2006)) oder 70cm (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)) oder 69cm (Dunn, Alderfer: „Field Guide to the Birds of North America“ (2011); Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)).

Die Truthahngeier haben einen guten oder ausgeprägten Geruchssinn („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); Schöber/Harland: „1000 Tierbabys“; Bechtel: "Bunte Welt im Zoo", (1970); „Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge“ (1994); Dierschke: „1000 Vögel“), mit dem sie das Aas „über weite Strecken orten können“ (Dierschke: „1000 Vögel“) oder mit dem sie „frisch verendete Tiere“ ausfindig machen (Greifvogelstation Hellenthal: Zooschilder) oder mit dem sie „offensichtlich in der Lage“ sind, „das Aas zu riechen“ (Baehr: „Tier- und Pflanzenführer Westliche USA“, (2006)). Die Truthahngeier findet man daher auch in Strassennähe, da sie sich von überfahrenen Tieren ernähren (Schöber/Harland: „1000 Tierbabys“) oder die Truthahngeier suchen suchen mitunter die Strassen nach überfahrenen Tieren ab (Baehr: „Tier- und Pflanzenführer Westliche USA“, (2006)).

Zur Hauptnahrung zählt Aas (Greifvogelstation Hellenthal: Zooschilder) oder zur Nahrung zählt „Aas, Abfälle, Schnecken, Früchte“ (Infotafel im Zoo Rostock: Artenschutz: Teil: Truthahngeier) oder ganz selten greifen Truthahngeier auch nur verletzte Beutetiere, Jungtiere oder Reptilien an („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36. Auflage). Man findet auch als Beute kleine Säugetiere, Schlangen, Frösche, Vogeleier und kleine Vögel aus den Nestern, verfaultes Obst.

Zur Balzzeit versammeln sich mitunter 30 bis 40 Truthahngeier, die Synchronflüge und Flugspiele durchführen und am Boden Balztänze machen (Fischer: „Die Geier“, NBB 311, 2005).

Das Nest befindet sich auf dem Boden (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“ (1988)) oder in Felsnischen, in Sümpfen oder Baumstämmen (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder in Felsnischen, Felsspalten, zwischen Feldblöcken (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)). Das Nest liegt entweder allein oder befindet sich in einer Kolonie.

Das Weibchen legt ein Ei („aussereuropäische Vögel“ (1973)) oder 1 bis 2 Eier (Greifvogelstation Hellenthal: Zooschilder) oder „in der Regel zwei weissliche Eier, die dunkelbraun markiert sind“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder „2 cremefarbene, kräftig braun gefleckte Eier“ (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)).

Als Brutzeitraum wird für die nördlichen Populationen in Nordamerika Februar bis Juni, für die tropischen Populationen im November bis März und für die südlichen Populationen in Südamerika August bis September (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder im Zeitraum März bis Juni in Nordamerika (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) angegeben.

Beide Elternteile brüten die Eier in „etwa 40“ Tagen (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder in 38 bis 41 Tagen (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005); Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002); Greifvogelstation Hellenthal: Zooschilder) aus. „Die Jungen schlüpfen mit offenen Augen“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Das Futter besteht „bis zu etwa 12 Tagen“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) aus vorverdauter Nahrung aus dem Kropf der Altvögel.

Flügge sind die jungen Truthahngeier in „etwa zehn Wochen“ (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder in 70 bis 80 Tagen (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005); Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)).

Ein 47 jähriges Truthahngeier-Paar sorgte im Jahr 2005 im Tierpark Berlin für Nachwuchs („Gefiederte Welt“ 12/2006). Die 2 geschlüpften Truthahngeier wurden über eine Handaufzucht grossgezogen („Gefiederte Welt“ 12/2006).

Ein Höchstalter von 15 Jahren (Schöber/Harland: „1000 Tierbabys“) wird angegeben.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoo Berlin (Tiergarten) aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Tierpark Berlin (Friedrichsfelde) gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Vogelpark Abenberg aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Deutschen Greifenwarte Claus Fentzloff, Burg Guttenberg, heute: Deutsche Greifenwarte Bernolph Frhr. von Gemmingen, Burg Guttenberg (links), in der Deutschen Greifenwarte Bernolph Frhr. von Gemmingen, Burg Guttenberg, früher: Deutsche Greifenwarte Claus Fentzloff, Burg Guttenberg (mitte) und in der Falknerei Herrmann (rechts) aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Greifvogelwarte Riegersburg aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoo Dortmund aufgenommen.                                                .

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Adlerwarte Kreuzenstein aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Falkenhof Ravenberge gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Greifvogelwarte Feldatal gemacht.

durchgehendes Nasenloch

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Greifvogelstation Hellenthal gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Wildgehege Hundshaupten in der Falknerei Kolitsch gemacht.                      .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Vogelpark Marlow gemacht.

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Wildparadies Tripsdrill aufgenommen.                                .

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Greifvogelpark Saarburg aufgenommen.                                  .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoologischen und Botanischen Garten der Stadt Pilsen aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Greifvogelpark / Falknerei Katharinenberg aufgenommen.

06. Kleiner Gelbkopfgeier oder Gelbkopfgeier oder Kleiner Gelbschnabelgeier
lat. Cathartes burrovianus

Die Kleinen Gelbkopfgeier sind in den offenen, aufgelockerten, wasserreichen Gebieten, Feuchtsavannen, Feuchtgebieten, Savannen, lichten Wäldern, Auwäldern, in Höhen bis 1000m.

Fischer („Die Geier“, NBB311, 2005) gibt noch die Unterarten Cathartes burrovianus burrovianus mit dem Verbreitungsgebiet Südostmexiko, Westpanama, Nordkolumbien, Nordwestvenezuela und Cathartes burrovianus urubitinga mit dem Verbreitungsgebiet „Ost- und Südvenezuela, Guayana, Brasilien, Uruquay, Paraguay, Nordargentinien”, Ostecuador, Ostperu an.

Als Verbreitungsgebiet findet man des Weiteren die Küsten von Guayana und Surinam, Nordwest-Venezuela, Nord- und Westkolumbien, Brasilien, Paraguay, Nordargentinien (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder Ostmexiko bis Nordargentinien, östlich der Anden („Lebendiges Tierreich, Die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 18 (1988)) oder Südmexiko „bis Uruguay und Nordargentinien” ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)) oder Süd- und Zentralamerika (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder Mexiko bis Argentinien („aussereuropäische Vögel“ (1973)) oder von „Mexiko bis Nordargentinien” (Gosler: „Die Vögel der Welt“; „Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder Ostmexiko bis Nordargentinien, Uruguay (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder Mexiko bis ins mittlere Südamerika („Urania Tierreich: die grosse farbige Enzyklopädie, Band Vögel“, 1995) oder Südamerika (Blaszkiewitz: „Tierpark Berlin; Wegweiser durch den Tierpark“, (2012 (48. Aufl.); 2013 (49.Aufl.)).

Das Gefieder ist „schwarz“ ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)) oder schwarz, die “Schwungfedern blasser als der Rest des Flügels” (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder auf der Oberseite „schwarz“ mit leichtem „Glanz“ und auf der Unterseite „brauner(Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder schwarz “mit häufig grünlichem Schimmer” („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)). Es ist ein „grüner Gefiederschimmer“ (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) bzw. ein grünlicher Schimmer (Fischer: „Die Geier“, NBB311, 2005; „Urania Tierreich: die grosse farbige Enzyklopädie, Band Vögel“, 1995) zu verzeichnen.

Der Kopf ist bunt (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder gelb (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder „gelblich“ ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)) oder gelb mit “bläulichen Scheitelfleck” („Urania Tierreich: die grosse farbige Enzyklopädie, Band Vögel“, 1995) oder “gelb bis orange, an Stirn und Nacken sogar rot”; blaugrauer Oberkopfmitte und manchmal auch blaugrauer Kehle (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder nackt “orangegelb mit blaugrünlichem Scheitel und Hinterkopf” („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder am Nacken und Hals “lichtorange”, am Oberkopf “dunkelblaugrau, Scheitelpartie und Kehle sind lichtblau mit grünlichem Schimmer” (Fischer: „Die Geier“, NBB311, 2005).

Die Grösse beträgt 53 bis 65cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 56 bis 66 cm (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Baumgart: „Europas Geier“) oder 58 bis 66cm (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder 64cm (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)).

Das Gewicht liegt zwischen 0,95 und 1,55kg (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)).

Zu Nahrung zählt Aas.

Das Nest befindet sich in grossen Baumhöhlen oder auf dem Erdboden.

Der Tierpark Berlin Friedrichsfelde konnte im Jahr 2004 das erste geschlüpfte Küken des Kleinen Gelbkopfgeiers und im Jahre 2006 die erste geglückte Aufzucht vermelden (Blaszkiewitz: „Tierpark Berlin; Wegweiser durch den Tierpark“, (2012 (48. Aufl.); 2013 (49.Aufl.)). Damit gelang dem Tiergarten Berlin Friedrichsfelde im Jahre 2006 die Europäische Erstzucht(?) (Gefiederte Welt 07/2016).

Die nachfolgenden Fotos wurden im Greifvogelpark Buchs gemacht                                               .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Tierpark Berlin Friedrichsfelde gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Vogelpark Olching gemacht.

07. Grosser Gelbkopfgeier oder Grösserer Gelbkopfgeier oder Grosser Gelbschnabelgeier
lat. Cathartes melambrotus

Die Grossen Gelbkopfgeier sind in den (ausgedehnten) Urwäldern, Wäldern und Waldrändern, in Höhen bis 700m verbreitet.

Als Verbreitungsgebiet wird Südamerika (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder Südostkolumbien, Orinoko-Region Venezuelas, Guyana, Surinam, Ostperu, Nordostbolivien, Nordbrasilien (Fischer: „Die Geier“, NBB311, 2005) oder das Amazonas-Gebiet („Lebendiges Tierreich, Die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 18 (1988)) oder die „Urwälder des Amazonasgebietes” („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder Süd- und Ostkolumbien, die Orinoco-Region Venezuelas, Guayana, Surinam, bis Peru, Nord- und Ostbolivien, bis Nordbrasilien (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder Mittel- und Südamerika, bis „Peru und Bolivien“ ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)) oder Ostkolumbien, bis Guayana, das Amazonas-Gebiet, Ostbolivien, bis Nordargentinien (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) angegeben.

Das Gefieder ist „schwarz“ ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)) oder “viel glänzender samtschwarz” (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder “tiefschwarz mit grünlichem oder pupurnem Glanz, ohne >Mixtur< von Braun auf den Flügeldecken oder am Körper” (Fischer: „Die Geier“, NBB311, 2005).

Der Kopf ist „gelblich“ ("Lebendige Wildnis, Tiere der Gebirge" (1994)) oder “kräftig, aber Blau auf dem Scheitel” (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) und die Kehle ist “gelb bis orange” (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)). Fischer („Die Geier“, NBB311, 2005) gibt ein “tiefgelb bis lichtorange” für die Kopfseiten und die Kehle an und ein “tiefblau” für den Oberkopf und den Seitenfleck an.

Die Grösse beträgt 64 bis 76cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 71 bis 81cm (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder 78cm (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)).

Zur Nahrung zählen Aas und Abfälle.

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