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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Ordnung Habichtartige Greifvögel (kurz Habichtartige), lat. Accipitriformes
Familie: Eigentliche Habichtartige, lat. Accipitridae
Unterfamilie Habichtartige im engeren Sinne, lat. Accipitrinae
Gattung: Accipiter (Echthabichte)

20. Rundschwanzsperber oder Coopershabicht, lat. Accipiter cooperii
21. Eckschwanzsperber, lat. Accipiter striatus
22. Däumlingshabicht oder Zwergsperber oder Augenstreifsperber oder Amerika-Zwergsperber oder Däumlingssperber, lat. Accipiter superciliosus
23. Zweifarbensperber, lat. Accipiter bicolor

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”. Es sei darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht, dass im Lauf der Zeit aufgrund von Veränderungen im Bestand der in den Falknereien und/oder (zoologischen) Einrichtungen gehaltenen Arten, die fotografierten Arten nicht mehr gezeigt werden oder nun andere Arten zu sehen sind.

20. Rundschwanzsperber oder Coopershabicht
lat. Accipiter cooperii

Die Rundschwanzsperber leben in den Nadelwäldern, in den Laubwäldern, dichten Wäldern, Mischwäldern, in bewaldeten Gebieten, Feldlandschaften, an bewaldeten Flussufern und in bis zu 3.000m Höhe.

Als Verbreitungsgebiet wird Südkanada und die USA (Dierschke: „1000 Vögel“) bzw. „Südkanada, USA, Nordmexiko“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) bzw. „Südkanada über die USA bis Nordwestmexiko“ (Dr. Felix: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Amerikas“ (1981)) bzw. Nordamerika („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995); Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) bzw. Südkanada bis Nordwestmexiko (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) bzw. Südkanada bis Mexiko (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) bzw. Südkanada, USA (bis Florida, Texas), Nordwestmexiko (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. Südkanada, „grösster Teil der USA“, Nordmexiko, vielleicht Südmexiko (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder Kanada, USA, Mexiko (“Der Falkner” ( 2016)) angegeben.

Die nördlichen Populationen (Dr. Felix: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Amerikas“ (1981); Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) ziehen „im Oktober“ (Dr. Felix: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Amerikas“ (1981)) ins Überwinterungsgebiet in den Süden (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) bzw. bis nach Costa Rica, auch bis Kolumbien (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980); Dr. Felix: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Amerikas“ (1981)) bis nach Belize, selten bis nach Costa Rica (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) bzw. bis nach Mittelamerika („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) bzw. in die südlichen Teile „bis nach Mittelamerika” (Gosler: „Die Vögel der Welt“) bzw. in die offenen Landschaften und Städte „bis Mittelamerika“ (Dierschke: „1000 Vögel“).

Allgemein wird die Oberseite mit „blaugrau“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“; Wheeler, Clark: „A Photographic Guide to North American Raptors“, 1995) und die Unterseite mit „weiss mit rötlichbrauner Bänderung“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“) bzw. weiss mit rotbrauner Bänderung (Wheeler, Clark: „A Photographic Guide to North American Raptors“, 1995) beschrieben.

Beim Männchen ist die Oberseite blaugrau (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971); Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Der Oberkopf ist schiefergrau, das Nackenband ist heller, die Wangen sind grau (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Die weisse Kehle ist „dunkel“ gestrichelt (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) und die Unterseite ist „weiss, rötlich gebändert“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) bzw. auf „der Brust rötlich getönt mit braunen Streifen“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)). Der gleichmässig hell dunkel gestreifte Schwanz hat eine weisse Spitze (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Augen sind orange (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)).

Beim Weibchen ist die Oberseite „dunkler als beim Männchen“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) bzw. „mehr braungrau“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) und der Nacken grau gefiedert (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Die Unterseite ist „heller“ als beim Männchen (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)).

Der Schwanz ist rund endend (Dierschke: „1000 Vögel“).

Die Grösse beträgt 35 bis 50cm (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder 36 bis 51cm (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“; Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder 37 bis 47cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 37 bis 49cm (Dierschke: „1000 Vögel“; „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) oder 39 bis 46cm (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) oder 40cm (Dr. Felix: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Amerikas“ (1981)) bzw. 38 bis 44cm bei den Männchen und 43 bis 49cm bei den Weibchen (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder 36 bis 51cm (Dunn, Aldendorfer, „Field Guide to the Birds of North America“, 2011) oder 37 bis 41cm beim Männchen und 42 bis 47cm beim Weibchen (Wheeler, Clark: „A Photographic Guide to North American Raptors“, 1995).

Zur Nahrung zählen Vögel (Amseln, Virginiawachten, Stare, kleine Spechte), Reptilien (Echsen, Schlangen), Säugetiere (Eich-, Streifen- und Grauhörnchen, Fledermäuse) und Insekten.

Das Nest wird in Gewässernähe „in mindestens 8m“ Höhe (Dierschke: „1000 Vögel“) bzw. „meist in 10m Höhe vom Männchen auf einem Nadelbaum (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) gebaut. Das Nest wird mit frischer Rinde ausgepolstert (Dr. Felix: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Amerikas“ (1981)).

Das Weibchen legt 3 bis 6 Eier (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971); „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) bzw. 4 bis 5, manchmal auch 6 Eier (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) bzw. 4 bis 5 „hellblaue bis grauweisse, gelegentlich mit rostbraunen Flecken“ versehene Eier (Dr. Felix: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Amerikas“ (1981)).

Die Eier brütet das Weibchen „die meiste Zeit“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) in 34 bis 36 Tagen (Dr. Felix: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Amerikas“ (1981)) bzw. in 36 Tagen (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) aus. Das Weibchen hilft beim Schlüpfen den Jungvögeln aus den Eiern heraus (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“). Das Männchen beschafft die ersten 3 Wochen lang allein die Nahrung (Dr. Felix: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Amerikas“ (1981)). Flügge werden die Jungvögel mit 27 bis 30 Tagen („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)). Geschlechtsreif sind die Weibchen im ersten Lebensjahr („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)).

Ein Höchstalter von 8 Jahren („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) wird angegeben.

Dieses Foto wurde im Naturkundemuseum Bamberg gemacht.

Mit freundlicher Genehmigung von Dan Paradis, www.quebecfalconry.com, www.centredefauconnerie.com , konnte das Foto verwendet werden.

21. Eckschwanzsperber
lat. Accipiter striatus

Die Eckschwanzsperber sind in den (dichten) Wäldern, Waldrändern, in den Bergen, bis in 3.700m Höhe verbreitet.

Als Verbreitungsgebiet wird allgemein „Nord-. Mittelamerika und Teile Südamerikas“ (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)) bzw. Nordamerika (Dierschke: „1000 Vögel“; Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) bzw. „Nord-, Mittel- und Südamerika, Karibik“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) angegeben.

Es werden 10 Unterarten (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523); Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. 7 Unterarten (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) angegeben.

Die Nominatform Accipiter striatus striatus ist auf Haiti (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)) bzw. Hispaniola (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980); Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) verbreitet. Die Unterart Accipiter striatus fringilloides ist auf Kuba (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523); Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980); Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) und die Unterart Accipiter striatus venator lebt in Puerto Rico (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523); Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980); Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) verbreitet.

Die Unterart Accipiter striatus velox hat das Verbreitungsgebiet Nordamerika, südlich bis Südarizona und Südneumexiko (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523); Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. „grosser Teile Nordamerikas“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Unterart Accipiter striatus perobscurus hat das Verbreitungsgebiet Queen-Charlotte-Insel und die Küste gegen über (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)) bzw. Queen-Charlotte-Insel, Britisch Kolumbien und ggf. die benachbarte Küste (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. Südwestkanada „(Queen-Charlotte-Island, vielleicht auch benachbarte Küste von British Columbia)“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Unterart Accipiter striatus suttoni hat das Verbreitungsgebiet Südarizona, Neumexiko bis Vera Cruz (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)) bzw. Südarizona, Neumexiko bis Vera Cruz, Michoacan (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. Nordmexiko, vielleicht auch der Südwesten der USA „(südlichstes New Mexiko)“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Unterart Accipiter striatus madrensis hat das Verbreitungsgebiet „Sierra Madre del Sur bis zum westlichen Oaxaca“ (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523); Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. Südmexiko „(Guerrero, Westzentral-Oaxaca)“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Unterart Accipiter striatus chionogaster hat das Verbreitungsgebiet „Nordwestliche Chiapus, Guatemala, Honduras, El Salvador, Nikaragua“ (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523); Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)). Ferguson-Lees/Christie („Die Greifvögel der Welt“ (2009)) geben die Unterart als eigenständigen Art Weissbrustsperber, lat. Accipiter chionogaster an.

Die Unterart Accipiter striatus ventralis hat das Verbreitungsgebiet Westvenezuela, Anden, Kolumbien bis Westbolivien, Costa Rica, Panama (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)) bzw. Westvenezuela, Anden, Kolumbien bis Westbolivien (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)). Ferguson-Lees/Christie („Die Greifvögel der Welt“ (2009)) geben die Unterart als eigenständigen Art Andensperber, lat. Accipiter ventralis an.
 

Die Unterart Accipiter striatus erythronemius hat das Verbreitungsgebiet Ostbolivien bis Südbrasilien, Paraguay, Uruguay, Nordargentinien (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523); Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)). Ferguson-Lees/Christie („Die Greifvögel der Welt“ (2009)) geben die Unterart als eigenständigen Art Rotschenkelsperber, lat. Accipiter erythronemius an.

Die Eckschwanzsperber im nördlichen Verbreitungsgebiet (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)) bzw. die Nordamerikanischen Populationen (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) sind Zugvögel. Als Zugvögel beginnen die jungen Eckschwanzsperber mit Zug ins Überwinterungsgebiet „gegen Ende August“ und die Altvögel beginnen mit dem Zug ins Überwinterungsgebiet „Mitte Oktober“, wo bei die Weibchen in der Regel höher fliegen als die Männchen (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)). Als Überwinterungsgebiet wird das Zentrum der USA und „südlich bis Costa Rica“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) bzw. die offenen Landschaften Mittelamerikas (Dierschke: „1000 Vögel“) bzw. für die Unterart Accipiter striatus perobscurus der Nordwesten der USA und für die Unterart Accipiter striatus velox südlich „bis Panama und Bahamas“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Allgemein wird die Oberseite mit „blaugrau(Gosler: „Die Vögel der Welt“; Wheeler, Clark: „A Photographic Guide to North American Raptors“, 1995)) und die Unterseite wird mit „weiss mit rötlicher Bänderung“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“) bzw. weiss mit rotbrauner Bänderung (Wheeler, Clark: „A Photographic Guide to North American Raptors“, 1995) beschrieben. Der Schwanz ist „etwas eckig“ (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)) bzw. gekerbt oder rechteckig (Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Zur Nominatform Accipiter striatus striatus: Die Kopfseiten sind braunrot und der Schwanz ist undeutlich gebändert (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)).

Zur Unterart: Accipiter striatus velox: Das Männchen ist auf der Oberseite blaugrau, rötlich auf den Wangen und auf der Unterseite „weiss, rötlich gebändert(Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Das Weibchen ist auf der Oberseite „braun-grau” (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Grösse beträgt 25 bis 33cm (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) bzw. 25 bis 34cm (Dierschke: „1000 Vögel“) bzw. 25 bis 35cm (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. 26 bis 35cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) bzw. 38 bis 44cm bei den Männchen und 43 bis 49cm bei den Weibchen (Gosler: „Die Vögel der Welt“) bzw. 25 bis 36cm (Dunn, Aldendorfer, „Field Guide to the Birds of North America“, 2011) bzw. 24 bis 27cm beim Männchen und 29 bis 34cm beim Weibchen (Wheeler, Clark: „A Photographic Guide to North American Raptors“, 1995). Die auf den Westindischen Inseln lebenden Unterarten sind „recht klein“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“).

Zur Nahrung zählen bis „zu über 90%“ kleine Vögel (Dierschke: „1000 Vögel“), kleine Säugetiere, Insekten und Eidechsen.

Das Weibchen legt 4 bis 5 Eier (Dierschke: „1000 Vögel“) bzw. 4 bis 5 bläulichweisse oder weisse und mit braunen oder purpurnen Flecken versehenen Eier (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)). Beide Altvögel brüten die Eier in 34 bis 35 Tagen aus (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)).

Mit freundlicher Genehmigung konnte das Fotos eines Eckschwanzsperbers von Bernhard Walker (www.bwalker.de) verwendet werden. Das Foto wurde im Caspersen Beach Park, Venice, Florida aufgenommen.

22. Däumlingshabicht oder Zwergsperber oder Augenstreifsperber oder Amerika-Zwergsperber oder Däumlingssperber
lat. Accipiter superciliosus

Die Däumlingshabichte leben in den unterholzreichen Waldrändern, den offenen Wäldern, in bis zu 1800m Höhe.

Als Verbreitungsgebiet wird allgemein das tropische Südamerika (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) angegeben. Genaugenommen ist die Unterart Accipiter superciliosus fontanieri „von Nikaragua bis Westkolumbien und Ecuador(Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523); Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. Nicaragua, „westlich der Anden“ bis Westecuador (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) und die Unterart Accipiter superciliosus superciliosus im südöstlichen „Nikaragua nach Ecuador und Ostperu; östlich bis Guayana, Brasilien; südlich bis Paraguay und Nordargentinien(Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)) bzw. vom tropischen Süden Amerika bis Nordpanama (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. „östlich der Anden“, bis Nordostperu, Ostparaguay, Nordostargentinien, Südostbrasilien (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) verbreitet.

Allgemein wird die Oberseite mit dunkelgrau und die Unterseite weiss, dunkelgrau gestreift beschrieben („Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)).

Accipiter superciliosus superciliosus: Das Männchen ist auf der Oberseite „schwärzlich“, der Mantel ist „grau getönt(Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Der Scheitel ist „dunkler“, die Wangen sind grau, die Kehle ist weiss (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Die weisse Unterseite ist fein grau gebändert (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Grösse beträgt 20 bis 26cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 23 bis 30cm (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 22cm bei dem Männchen und 27cm bei den Weibchen („Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)).

Das Weibchen legt 3 bläulichweisse, lichtbraun überwaschene und gesprenkelte, manchmal auch ungezeichnete Eier (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)).

 

 

Diese Fotos wurden im Vogelkundemuseum Heineanum aufgenommen.

Mit freundlicher Genehmigung von Berndt Fischer, www.berndtfischer.de bzw. www.focusnatur.de wurde das Foto verwendet.

Das Foto wurde im Pantanal (eines der der grössten Binnenland-Feuchtgebiete der Erde), Brasilien, aufgenommen.

Brasilien liegt in Verbreitungsgebiet der Unterart Accipiter superciliosus superciliosus.

23. Zweifarbensperber
lat. Accipiter bicolor

Die Zweifarbensperber sind in den Waldrändern, Plantagen und Waldlichtungen in bis zu 2.700m Höhe verbreitet. Als Verbreitungsgebiet allgemein wird „von Mexiko an südwärts“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) angegeben.

Genaugenommen ist die Unterart Accipiter bicolor bicolor von Yucatan bis zum Amazonas und bis nach Ostbolivien (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. in Südmexiko, östlich von Tehuantepec, bis Peru, Amazonien, Nordwestbolivien (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). verbreitet.

Die Unterart Accipiter bicolor fidens ist in Südmexiko, nördlich der Landenge von Tehuantepec (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. in Südmexiko, westlich von Tehuantepec (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) verbreitet.

Die Unterart Accipiter bicolor guttifer lebt in Nordargentinien, Chaco v. Paraguay und Südbolivien (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. in Südostbolivien, Südwestbrasilien, Westparaguay und Nordargentinien (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Unterart Accipiter bicolor pileatus ist in Brasilien, im Süden von Amazonien (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. in Ostbrasilien, Ostparaguay und Nordostargentinien (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) verbreitet.

Die Unterart Accipiter bicolor chilensis ist in den Anden Chiles und Argentiniens bis Feuerland (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. Südzentralchile, Argentinien (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) verbreitet. Ferguson-Lees/Christie (Die Greifvögel der Welt“ (2009)) haben diese Unterart als eigenständige Art Chilesperber, lat. Accipiter chilensis anerkannt.

Allgemein ist die Gefiederfärbung auf der Oberseite dunkelgrau auf der Unterseite grau, wobei die Hosen rotbraun sind („Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)).

Accipiter bicolor bicolor: Die Oberseite ist schiefergrau (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Der Scheitel ist schwarz (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) und die Kehle ist weissgrau (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)). Die Unterseite ist „sehr variabel hellgrau bis dunkel bleigrau“, (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. „weisslich grau mit feinen Schaftstrichen“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Die Hosen sind „prächtig rostbraun“ (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. „rötlich“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Accipiter bicolor bicolor: Es gibt auch eine dunkle Morphe, die auf der Oberseite schwarzgrau, auf der Unterseite dunkelgrau gefiedert ist und rötliche Hosen hat (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Grösse beträgt 33 bis 38cm (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 33 bis 40cm (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) oder 34 bis 43cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 35cm beim Männchen und 43cm beim Weibchen („Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)).

 Mit freundlicher Genehmigung konnte das Foto der Unterart Accipiter bicolor bicolor von Nick Athanas, www.antpitta.com , verwendet werden. Das Foto wurde in Ecuador aufgenommen.

 

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