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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Familie 1: Habichtartige, lat. Accipitridae
Unterfamilie Habichte, lat. Accipitrinae

Gattungen: Accipiter (Echthabichte),
Melierax (Singhabichte), Micronisus (Gabar-Habicht)

20. Rundschwanzsperber oder Coopershabicht, lat. Accipiter cooperii
21. Eckschwanzsperber, lat. Accipiter striatus
22. Däumlingshabicht oder Zwergsperber oder Augenstreifsperber oder Amerika-Zwergsperber oder Däumlingssperber, lat. Accipiter superciliosus
23. Zweifarbensperber, lat. Accipiter bicolor

24. Grosser Singhabicht oder Heller Singhabicht oder Heller Grauflügel-Singhabicht, lat. Melierax canorus (irrtümlich Canorus musicus)
25. Weissbürzel-Singhabicht, lat. Melierax poliopterus (früher: Melierax canorus poliopterus)
26. Graubürzel-Singhabicht oder Kleiner Singhabicht oder Dunkler Singhabicht oder Dunkler Grauflügel-Singhabicht oder Heuschreckenhabicht, lat. Melierax metabates
27. Gabar-Habicht, lat. Micronisus gabar (früher: Melierax gabar)

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”

20. Rundschwanzsperber oder Coopershabicht
lat. Accipiter cooperii

Die Rundschwanzsperber leben in den Nadelwäldern, in den Laubwäldern, dichten Wäldern, Mischwäldern, in bewaldeten Gebieten, Feldlandschaften, an bewaldeten Flussufern und in bis zu 3.000m Höhe.

Als Verbreitungsgebiet wird Südkanada und die USA (Dierschke: „1000 Vögel“) bzw. „Südkanada, USA, Nordmexiko“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) bzw. „Südkanada über die USA bis Nordwestmexiko“ (Dr. Felix: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Amerikas“ (1981)) bzw. Nordamerika („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) bzw. Südkanada bis Nordwestmexiko (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) bzw. Südkanada bis Mexiko (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) bzw. Südkanada, USA (bis Florida, Texas), Nordwestmexiko (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. Südkanada, „grösster Teil der USA“, Nordmexiko, vielleicht Südmexiko (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder Kanada, USA, Mexiko (“Der Falkner” ( 2016)) angegeben.

Die nördlichen Populationen (Dr. Felix: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Amerikas“ (1981); Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) ziehen „im Oktober“ (Dr. Felix: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Amerikas“ (1981)) ins Überwinterungsgebiet in den Süden (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) bzw. bis nach Costa Rica, auch bis Kolumbien (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980); Dr. Felix: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Amerikas“ (1981)) bis nach Belize, selten bis nach Costa Rica (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) bzw. bis nach Mittelamerika („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) bzw. in die südlichen Teile „bis nach Mittelamerika” (Gosler: „Die Vögel der Welt“) bzw. in die offenen Landschaften und Städte „bis Mittelamerika“ (Dierschke: „1000 Vögel“).

Allgemein wird die Oberseite mit „blaugrau“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“; Wheeler, Clark: „A Photographic Guide to North American Raptors“, 1995) und die Unterseite mit „weiss mit rötlichbrauner Bänderung“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“) bzw. weiss mit rotbrauner Bänderung (Wheeler, Clark: „A Photographic Guide to North American Raptors“, 1995) beschrieben.

Beim Männchen ist die Oberseite blaugrau (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971); Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Der Oberkopf ist schiefergrau, das Nackenband ist heller, die Wangen sind grau (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Die weisse Kehle ist „dunkel“ gestrichelt (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) und die Unterseite ist „weiss, rötlich gebändert“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) bzw. auf „der Brust rötlich getönt mit braunen Streifen“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)). Der gleichmässig hell dunkel gestreifte Schwanz hat eine weisse Spitze (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Augen sind orange (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)).

Beim Weibchen ist die Oberseite „dunkler als beim Männchen“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) bzw. „mehr braungrau“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) und der Nacken grau gefiedert (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Die Unterseite ist „heller“ als beim Männchen (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)).

Der Schwanz ist rund endend (Dierschke: „1000 Vögel“).

Die Grösse beträgt 35 bis 50cm (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder 36 bis 51cm (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“; Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder 37 bis 47cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 37 bis 49cm (Dierschke: „1000 Vögel“; „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) oder 39 bis 46cm (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) oder 40cm (Dr. Felix: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Amerikas“ (1981)) bzw. 38 bis 44cm bei den Männchen und 43 bis 49cm bei den Weibchen (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder 36 bis 51cm (Dunn, Aldendorfer, „Field Guide to the Birds of North America“, 2011) oder 37 bis 41cm beim Männchen und 42 bis 47cm beim Weibchen (Wheeler, Clark: „A Photographic Guide to North American Raptors“, 1995).

Zur Nahrung zählen Vögel (Amseln, Virginiawachten, Stare, kleine Spechte), Reptilien (Echsen, Schlangen), Säugetiere (Eich-, Streifen- und Grauhörnchen, Fledermäuse) und Insekten.

Das Nest wird in Gewässernähe „in mindestens 8m“ Höhe (Dierschke: „1000 Vögel“) bzw. „meist in 10m Höhe vom Männchen auf einem Nadelbaum (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) gebaut. Das Nest wird mit frischer Rinde ausgepolstert (Dr. Felix: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Amerikas“ (1981)).

Das Weibchen legt 3 bis 6 Eier (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971); „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) bzw. 4 bis 5, manchmal auch 6 Eier (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) bzw. 4 bis 5 „hellblaue bis grauweisse, gelegentlich mit rostbraunen Flecken“ versehene Eier (Dr. Felix: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Amerikas“ (1981)).

Die Eier brütet das Weibchen „die meiste Zeit“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) in 34 bis 36 Tagen (Dr. Felix: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Amerikas“ (1981)) bzw. in 36 Tagen (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) aus. Das Weibchen hilft beim Schlüpfen den Jungvögeln aus den Eiern heraus (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“). Das Männchen beschafft die ersten 3 Wochen lang allein die Nahrung (Dr. Felix: „Kosmos-Tierwelt, Tiere Amerikas“ (1981)). Flügge werden die Jungvögel mit 27 bis 30 Tagen („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)). Geschlechtsreif sind die Weibchen im ersten Lebensjahr („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)).

Ein Höchstalter von 8 Jahren („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) wird angegeben.

Dieses Foto wurde im Naturkundemuseum Bamberg gemacht.

Mit freundlicher Genehmigung von Dan Paradis, www.quebecfalconry.com, www.centredefauconnerie.com , konnte das Foto verwendet werden.

21. Eckschwanzsperber
lat. Accipiter striatus

Die Eckschwanzsperber sind in den (dichten) Wäldern, Waldrändern, in den Bergen, bis in 3.700m Höhe verbreitet.

Als Verbreitungsgebiet wird allgemein „Nord-. Mittelamerika und Teile Südamerikas“ (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)) bzw. Nordamerika (Dierschke: „1000 Vögel“; Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) bzw. „Nord-, Mittel- und Südamerika, Karibik“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) angegeben.

Es werden 10 Unterarten (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523); Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. 7 Unterarten (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) angegeben.

Die Nominatform Accipiter striatus striatus ist auf Haiti (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)) bzw. Hispaniola (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980); Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) verbreitet. Die Unterart Accipiter striatus fringilloides ist auf Kuba (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523); Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980); Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) und die Unterart Accipiter striatus venator lebt in Puerto Rico (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523); Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980); Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) verbreitet.

Die Unterart Accipiter striatus velox hat das Verbreitungsgebiet Nordamerika, südlich bis Südarizona und Südneumexiko (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523); Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. „grosser Teile Nordamerikas“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Unterart Accipiter striatus perobscurus hat das Verbreitungsgebiet Queen-Charlotte-Insel und die Küste gegen über (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)) bzw. Queen-Charlotte-Insel, Britisch Kolumbien und ggf. die benachbarte Küste (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. Südwestkanada „(Queen-Charlotte-Island, vielleicht auch benachbarte Küste von British Columbia)“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Unterart Accipiter striatus suttoni hat das Verbreitungsgebiet Südarizona, Neumexiko bis Vera Cruz (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)) bzw. Südarizona, Neumexiko bis Vera Cruz, Michoacan (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. Nordmexiko, vielleicht auch der Südwesten der USA „(südlichstes New Mexiko)“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Unterart Accipiter striatus madrensis hat das Verbreitungsgebiet „Sierra Madre del Sur bis zum westlichen Oaxaca“ (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523); Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. Südmexiko „(Guerrero, Westzentral-Oaxaca)“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Unterart Accipiter striatus chionogaster hat das Verbreitungsgebiet „Nordwestliche Chiapus, Guatemala, Honduras, El Salvador, Nikaragua“ (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523); Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)). Ferguson-Lees/Christie („Die Greifvögel der Welt“ (2009)) geben die Unterart als eigenständigen Art Weissbrustsperber, lat. Accipiter chionogaster an.

Die Unterart Accipiter striatus ventralis hat das Verbreitungsgebiet Westvenezuela, Anden, Kolumbien bis Westbolivien, Costa Rica, Panama (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)) bzw. Westvenezuela, Anden, Kolumbien bis Westbolivien (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)). Ferguson-Lees/Christie („Die Greifvögel der Welt“ (2009)) geben die Unterart als eigenständigen Art Andensperber, lat. Accipiter ventralis an.
 

Die Unterart Accipiter striatus erythronemius hat das Verbreitungsgebiet Ostbolivien bis Südbrasilien, Paraguay, Uruguay, Nordargentinien (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523); Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)). Ferguson-Lees/Christie („Die Greifvögel der Welt“ (2009)) geben die Unterart als eigenständigen Art Rotschenkelsperber, lat. Accipiter erythronemius an.

Die Eckschwanzsperber im nördlichen Verbreitungsgebiet (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)) bzw. die Nordamerikanischen Populationen (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) sind Zugvögel. Als Zugvögel beginnen die jungen Eckschwanzsperber mit Zug ins Überwinterungsgebiet „gegen Ende August“ und die Altvögel beginnen mit dem Zug ins Überwinterungsgebiet „Mitte Oktober“, wo bei die Weibchen in der Regel höher fliegen als die Männchen (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)). Als Überwinterungsgebiet wird das Zentrum der USA und „südlich bis Costa Rica“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) bzw. die offenen Landschaften Mittelamerikas (Dierschke: „1000 Vögel“) bzw. für die Unterart Accipiter striatus perobscurus der Nordwesten der USA und für die Unterart Accipiter striatus velox südlich „bis Panama und Bahamas“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Allgemein wird die Oberseite mit „blaugrau(Gosler: „Die Vögel der Welt“; Wheeler, Clark: „A Photographic Guide to North American Raptors“, 1995)) und die Unterseite wird mit „weiss mit rötlicher Bänderung“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“) bzw. weiss mit rotbrauner Bänderung (Wheeler, Clark: „A Photographic Guide to North American Raptors“, 1995) beschrieben. Der Schwanz ist „etwas eckig“ (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)) bzw. gekerbt oder rechteckig (Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Zur Nominatform Accipiter striatus striatus: Die Kopfseiten sind braunrot und der Schwanz ist undeutlich gebändert (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)).

Zur Unterart: Accipiter striatus velox: Das Männchen ist auf der Oberseite blaugrau, rötlich auf den Wangen und auf der Unterseite „weiss, rötlich gebändert(Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Das Weibchen ist auf der Oberseite „braun-grau” (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Grösse beträgt 25 bis 33cm (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) bzw. 25 bis 34cm (Dierschke: „1000 Vögel“) bzw. 25 bis 35cm (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. 26 bis 35cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) bzw. 38 bis 44cm bei den Männchen und 43 bis 49cm bei den Weibchen (Gosler: „Die Vögel der Welt“) bzw. 25 bis 36cm (Dunn, Aldendorfer, „Field Guide to the Birds of North America“, 2011) bzw. 24 bis 27cm beim Männchen und 29 bis 34cm beim Weibchen (Wheeler, Clark: „A Photographic Guide to North American Raptors“, 1995). Die auf den Westindischen Inseln lebenden Unterarten sind „recht klein“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“).

Zur Nahrung zählen bis „zu über 90%“ kleine Vögel (Dierschke: „1000 Vögel“), kleine Säugetiere, Insekten und Eidechsen.

Das Weibchen legt 4 bis 5 Eier (Dierschke: „1000 Vögel“) bzw. 4 bis 5 bläulichweisse oder weisse und mit braunen oder purpurnen Flecken versehenen Eier (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)). Beide Altvögel brüten die Eier in 34 bis 35 Tagen aus (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)).

Mit freundlicher Genehmigung konnte das Fotos eines Eckschwanzsperbers von Bernhard Walker (www.bwalker.de) verwendet werden. Das Foto wurde im Caspersen Beach Park, Venice, Florida aufgenommen.

22. Däumlingshabicht oder Zwergsperber oder Augenstreifsperber oder Amerika-Zwergsperber oder Däumlingssperber
lat. Accipiter superciliosus

Die Däumlingshabichte leben in den unterholzreichen Waldrändern, den offenen Wäldern, in bis zu 1800m Höhe.

Als Verbreitungsgebiet wird allgemein das tropische Südamerika (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) angegeben. Genaugenommen ist die Unterart Accipiter superciliosus fontanieri „von Nikaragua bis Westkolumbien und Ecuador(Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523); Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. Nicaragua, „westlich der Anden“ bis Westecuador (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) und die Unterart Accipiter superciliosus superciliosus im südöstlichen „Nikaragua nach Ecuador und Ostperu; östlich bis Guayana, Brasilien; südlich bis Paraguay und Nordargentinien(Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)) bzw. vom tropischen Süden Amerika bis Nordpanama (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. „östlich der Anden“, bis Nordostperu, Ostparaguay, Nordostargentinien, Südostbrasilien (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) verbreitet.

Allgemein wird die Oberseite mit dunkelgrau und die Unterseite weiss, dunkelgrau gestreift beschrieben („Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)).

Accipiter superciliosus superciliosus: Das Männchen ist auf der Oberseite „schwärzlich“, der Mantel ist „grau getönt(Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Der Scheitel ist „dunkler“, die Wangen sind grau, die Kehle ist weiss (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Die weisse Unterseite ist fein grau gebändert (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Grösse beträgt 20 bis 26cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 23 bis 30cm (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 22cm bei dem Männchen und 27cm bei den Weibchen („Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)).

Das Weibchen legt 3 bläulichweisse, lichtbraun überwaschene und gesprenkelte, manchmal auch ungezeichnete Eier (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)).

 

 

Diese Fotos wurden im Vogelkundemuseum Heineanum aufgenommen.

Mit freundlicher Genehmigung von Berndt Fischer, www.berndtfischer.de bzw. www.focusnatur.de wurde das Foto verwendet.

Das Foto wurde im Pantanal (eines der der grössten Binnenland-Feuchtgebiete der Erde), Brasilien, aufgenommen.

Brasilien liegt in Verbreitungsgebiet der Unterart Accipiter superciliosus superciliosus.

23. Zweifarbensperber
lat. Accipiter bicolor

Die Zweifarbensperber sind in den Waldrändern, Plantagen und Waldlichtungen in bis zu 2.700m Höhe verbreitet. Als Verbreitungsgebiet allgemein wird „von Mexiko an südwärts“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) angegeben.

Genaugenommen ist die Unterart Accipiter bicolor bicolor von Yucatan bis zum Amazonas und bis nach Ostbolivien (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. in Südmexiko, östlich von Tehuantepec, bis Peru, Amazonien, Nordwestbolivien (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). verbreitet.

Die Unterart Accipiter bicolor fidens ist in Südmexiko, nördlich der Landenge von Tehuantepec (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. in Südmexiko, westlich von Tehuantepec (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) verbreitet.

Die Unterart Accipiter bicolor guttifer lebt in Nordargentinien, Chaco v. Paraguay und Südbolivien (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. in Südostbolivien, Südwestbrasilien, Westparaguay und Nordargentinien (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Unterart Accipiter bicolor pileatus ist in Brasilien, im Süden von Amazonien (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. in Ostbrasilien, Ostparaguay und Nordostargentinien (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) verbreitet.

Die Unterart Accipiter bicolor chilensis ist in den Anden Chiles und Argentiniens bis Feuerland (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. Südzentralchile, Argentinien (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) verbreitet. Ferguson-Lees/Christie (Die Greifvögel der Welt“ (2009)) haben diese Unterart als eigenständige Art Chilesperber, lat. Accipiter chilensis anerkannt.

Allgemein ist die Gefiederfärbung auf der Oberseite dunkelgrau auf der Unterseite grau, wobei die Hosen rotbraun sind („Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)).

Accipiter bicolor bicolor: Die Oberseite ist schiefergrau (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Der Scheitel ist schwarz (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) und die Kehle ist weissgrau (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)). Die Unterseite ist „sehr variabel hellgrau bis dunkel bleigrau“, (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. „weisslich grau mit feinen Schaftstrichen“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Die Hosen sind „prächtig rostbraun“ (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. „rötlich“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Accipiter bicolor bicolor: Es gibt auch eine dunkle Morphe, die auf der Oberseite schwarzgrau, auf der Unterseite dunkelgrau gefiedert ist und rötliche Hosen hat (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Grösse beträgt 33 bis 38cm (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 33 bis 40cm (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) oder 34 bis 43cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 35cm beim Männchen und 43cm beim Weibchen („Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)).

 Mit freundlicher Genehmigung konnte das Foto der Unterart Accipiter bicolor bicolor von Nick Athanas, www.antpitta.com , verwendet werden. Das Foto wurde in Ecuador aufgenommen.

 

24. Grosser Singhabicht oder Heller Singhabicht oder Heller Grauflügel-Singhabicht
lat. Melierax canorus (irrtümlich Canorus musicus)

Gilliard/Steinbacher ("Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) geben als deutschen Namen „Südafrikanischer Heuschreckenhabicht“ und als lateinischen Namen Canorus musicus an.

Die Grossen Singhabichte sind in den offenen wüstenähnlichen Gebieten, trockene Buschlandschaften, in bis zu 2.000 Höhe verbreitet.

Als Verbreitungsgebiet wird Ost- und Südafrika (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; „Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) bzw. „Südafrika (Matebele- u. Damaraland bis Kapland)“ (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. Südwestangola, Namibia, bis Südwestsimbabwe, bis Südafrika (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) angegeben.

„Kopf, Hals und Oberseite“ sind grau (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder die Oberseite ist hellgrau („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder „hell blaugrau“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder hellgrau, „der untere Rücken dunkler“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“). Der Bürzel ist weiss (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Die Flügelspitzen sind schwarz („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) bzw. die Handschwingen sind schwarz (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“). Der Schwanz ist „schwarz und weiss gebändert mit grauen mittleren Schwanzfedern“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“), die Schwanzseiten sind sind weiss (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Unterseite ist hellgrau („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder „hell blaugrau“ auf der Brust (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder ist „eng grauweiss gebändert“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder weiss gebändert („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder „feiner gezeichnet“ (Weick: Die Greifvögel der Welt“, (1980)) oder „Brust und Bauch sind auf weisslichem Grund schwarz gebändert“ (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)). Die Beine sind rot (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; „Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)).

Die Grösse beträgt 46 bis 54cm (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) bzw. 48cm (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) bzw. 50cm („aussereuropäische Vögel“ (1973)) bzw. 58m („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) bzw. 50 bis 60cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Zur Nahrung zählen kleine Vögel (wie Wachteln), Insekten, kleine Säugetiere (wie Hasen) und Reptilien (wie Eidechsen).

Die Männchen lassen zum Beginn der Brutzeit ihren „wohltönenden >Gesang< erschallen(Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“). Das Nest besteht aus Zweigen und Schlamm und befindet sich in einem Baum (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) bzw. befindet sich in eine Akazie oder Euphorbie in 3 bis 10m Höhe (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“). Das Weibchen legt 1 bis 2 Eier (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“; Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) bzw. 1 bis 2 „bläulich- oder grünweissliche Eier“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“).

Mit freundlicher Genehmigung von Dieter Höll, www.watzmann-pictures.de wurde das Foto des Hellen Singhabichts verwendet.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Forschungsinstitut und Naturkundemuseum Senckenberg (Frankfurt; links) und im Zoologischen Museum Göttingen (mitte, rechts) gemacht.

Dieses Foto wurde im Naturkundemuseum Bamberg (bezeichnet als Heuschreckenhabicht, lat. Melierax canorus) gemacht.

Melierax canorus hat die deutschen Namen Grosser Singhabicht oder Heller Singhabicht oder Heller Grauflügel-Singhabicht. Der irrtümliche deutsche Name Heuschreckenhabicht (oder auch Graubürzel-Singhabicht oder Kleiner Singhabicht oder Dunkler Singhabicht oder Dunkler Grauflügel-Singhabicht hat den lateinischen Namen Melierax metabates.

25. Weissbürzel-Singhabicht
lat. Melierax poliopterus (früher: Melierax canorus poliopterus)

Die Weissbürzel-Singhabichte sind in den offenen Wald- und Buschlandschaften, bewaldeten Graslandschaften, Halbwüsten, in bis zu 2.000m Höhe, verbreitet.

Als Verbreitungsgebiet wird „Ostafrika, Äthiopien und Somalia(Gosler: „Die Vögel der Welt“) bzw. Ost- und Nordostafrika “(Somalia bis Iringa, Tanganjika, Uganda)” (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. Äthiopien, Somalia, bis Nordost-Tansania (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) angegeben.

Die Oberseite ist blassgrau (Gosler: „Die Vögel der Welt“). Der Bürzel ist weiss (Gosler: „Die Vögel der Welt“; Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Die Flügelspitzen sind schwarz (Gosler: „Die Vögel der Welt“). Die Unterseite ist auf der Brust blassgrau und dem Bauch weiss und „fein grau gebändert” (Gosler: „Die Vögel der Welt“). Die Beine sind orangefarben oder rot (Gosler: „Die Vögel der Welt“) bzw. die Füsse sind orange (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Grösse beträgt 48cm (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) bzw. 50 bis 60cm (Gosler: „Die Vögel der Welt“) bzw. 59 bis 55cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Zur Nahrung zählen kleine Schlangen, Echsen, Frösche und Insekten.

Das Nest befindet sich in eine Akazie oder Euphorbie in 3 bis 10m Höhe (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“). Das Weibchen legt 1 bis 2 „bläulich- oder grünweissliche Eier(Campbell: „Das grosse Vogelbuch“).

Mit freundlicher Genehmigung von Sylvia Urbaniak, www.greifvogelhilfe-mg.de , wurde das linke Foto des Melierax poliopterus (Altvogel) verwendet.
Mit freundlicher Genehmigung von Elvira Wolfer, www.bushtrucker.ch konnte das rechte Foto (aufgenommen im Samburu-Buffalo Springs Nationalreservaten) verwendet werden.

26. Graubürzel-Singhabicht oder Kleiner Singhabicht oder Dunkler Singhabicht oder Dunkler Grauflügel-Singhabicht oder Heuschreckenhabicht
lat. Melierax metabates

Die Graubürzel-Singhabichte leben in den Buschlandschaften, den offenen Halbwüsten, Buschvegetationen, in den tropischen und subtropischen Savannen, baumbestandenes Gelände, im buschigen Gelände, in den Savannen, im offenen Waldland, Feuchtgebietswäldern, Dornbuschsavannen, Baumsavannen, Kulturlandschaften, in bis zu 3.000m Höhe.

Als Verbreitungsgebiet wird allgemein das westliche Zentralafrika und der Mittlere Osten (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) bzw. das tropische Afrika, Marokko, der Südwesten der Arabischen Halbinsel (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) bzw. West- und Zentralafrika, Südwestarabien (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) bzw. „Afrika, südlich der Sahara“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) bzw. Afrika, südlich der Sahara, Südwestmarokko, Südwestarabien (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) bzw. Afrika, Arabien (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) bzw. „fast ganz Afrika und Südarabien“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) angegeben. Gensböl/Thiede („Greifvögel“ (2005)) führen 3 Unterarten auf und geben als Verbreitungsgebiet Afrika „südlich 20°N“, die „Küstengebiete Südwestarabiens“ und Marokko (für die Unterart Melierax metabates theresae) an. Inzwischen werden 5 Unterarten angegeben (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006; Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980); Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Als Verbreitungsgebiet für die Unterart Melierax metabates theresae gilt Marokko (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006; Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) bzw. Südwestmarokko (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980); Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Die Unterart Melierax metabates theresae gilt als Standvogel (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)). Der Bestand in Marokko wird mit „ganz wenigen Paaren“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) bzw. mit wenigen Dutzend Paaren (Mebs: "Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens", 2006) angegeben.

Als Verbreitungsgebiet für die Unterart Melierax metabates ignoscens gilt die Arabischen Halbinsel (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) bzw. Südwestarabien (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. Jemen (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Als Verbreitungsgebiet für die Unterart Melierax metabates mechowi gilt Angola, Maputo bis Tanganjika (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. Angola, Nordnamibia, bis Südtansania, bis Nordost-Südafrika (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Als Verbreitungsgebiet für die Unterart Melierax metabates neumanni gilt Sudan, „vom Tschad-See bis zum Blauen Nil u. Roten Meer“ (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. Mali bis in den Nordsudan (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Als Verbreitungsgebiet für die Unterart Melierax metabates metabates gilt Senegal, Nigeria, bis Äthiopien, bis Kenia und bis Tanganjika (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. Senegal, bis Südsudan und Eritrea, bis Nordtansania (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Im allgemeinen ist der Kopf dunkelgrau (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) bzw. der Kopf und der Hals sind „hell aschgrau“ (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) bzw. der Kopf ist grau (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)).

Die Oberseite ist im allgemeinen „bleigrau“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder grau (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder hellgrau (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder „hell aschgrau“ auf dem Rücken, der Mantel und die Kleinen Armdecken sind „viel dunkler“ (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006). Die Flügelspitzen sind schwarz (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)). Der Bürzel ist hellgrau gestreift (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) bzw. ist gebändert (Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988)). Am Schwanz haben die äusseren Steuerfedern „3-4 breite helle Binden“ (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006). Die Schwanzspitze ist weiss (Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988)).

Die Unterseite ist im allgemeinen auf der Brust einfarbig dunkelgrau (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) und unterhalb der Brust ist das Gefieder hell, quergestreift (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) bzw. der Bauch ist „fein grau und weiss meliert“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) bzw. „der helle Bauch ist fein quergestreift“ (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) bzw. von der „Hinterbrust bis zu den Unterschwanzdecken“ ist die Unterseite durch eine „feine dunkle Querbänderung“ gekennzeichnet (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) bzw. die Unterseite ist „sehr dicht gebändert“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“). Die langen Beine sind rot bzw. tief rot (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011), Seiten 114f) bzw. rot (Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988)) bzw. orangerot (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) bzw. lackrot (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) bzw. „dunkler rot“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“).

Genaugenommen ist bei der Nominatform Melierax metabates metabates die Oberseite schiefergrau, der schwarze Schwanz hat weisse „Flecken an der Spitze“ und seitlich weisse Binden und die Unterseite ist auf der „Brust grau“, der Bauch und der Unterschwanz sind dicht gebändert (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Grösse beträgt 38 bis 48cm (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“; Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007); Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988)) oder 39 bis 47cm (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder 43 bis 51cm (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 43 bis 56cm (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder 45cm („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) oder 41 bis 48cm (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder 48cm (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder ca. 50cm (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) oder 42 bis 50cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, kleine Vögel, Eidechsen, Echsen, Insekten, kleine Schlangen, Frösche und Aas.

Die Männchen lassen zum Beginn der Brutzeit ihren „wohltönenden >Gesang< erschallen“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) bzw. lassen ihren „melodischen” Pfeifton erschallen (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) bzw. lassen zur Brutzeit ihre melodischen Rufe ertönen („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) bzw. die Graubürzel-Singhabichte geben zur Balz- und Brutzeit „laute, pfeifende“, melodische Rufreihen von sich (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) bzw. die Graubürzel-Singhabichte geben zur Brutzeit „laute, melodisch, pfeifende Rufreihen“ von sich (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)).

„Beide“ Altvögel (Harrison: "Jungvögel, Eier und Nester", 1975) bauen das Nest auf einem Baum (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) bzw. auf einem dornigen Baum in 3 bis 10m Höhe (Harrison: "Jungvögel, Eier und Nester", 1975). Das Nest besteht aus Zweigen und Schlamm (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) bzw. aus Reisig, Zweigen, Lehm und ist mit „Lumpen, Gras, Mist und Steinen“ ausgepolstert (Harrison: "Jungvögel, Eier und Nester", 1975).

Das Weibchen legt 1 bis 2 Eier (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“; Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) bzw. 1 bis 2 weisslichbläuliche Eier (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) bzw. 1 bis 2 bläulichweisse Eier (Harrison: "Jungvögel, Eier und Nester", 1975) im Zeitraum „Januar/Februar“ in Marokko (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) bzw. im Zeitraum von März bis Anfang April in Marokko (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) bzw. im Zeitraum „März bis Mai“ (Harrison: "Jungvögel, Eier und Nester", 1975).

Das Weibchen brütet die Eier allein (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006; Harrison: "Jungvögel, Eier und Nester", 1975) in 36 bis 38 Tagen (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) aus. Die Nestlingsdauer beträgt 45 bis 50 Tage (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) und weitere 5 Monate werden die Jungvögel noch betreut (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006).

Geschlechtsreif sind die Jungvögel mit 1 bis 2 Jahren (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006).

 

Die nachfolgenden Fotos wurden im Hessischen Landesmuseum Darmstadt (links) und im Naturkundlichen Museum Mauritianum Altenburg (bezeichnet als Singhabicht, lat. M. Polyzonus; (veralteter lateinischer Name); hier korrekt eingegliedert?) gemacht.

27. Gabarhabicht
lat. Micronisus gabar (früher: Melierax gabar)

Die Gabarhabichte sind in den Akaziensavannen, in den Waldlandschaften, in den offenen Waldbereichen, in den Halbwüsten mit Gestrüpp, in bis zu 2.000m Höhe verbreitet.

Als Verbreitungsgebiet wird allgemein Afrika, südlich der Sahara, (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) bzw. Afrika, südlich der Sahara, ausser Kongo und Südjemen (Schodde: „Die Enzyklopädie der Vögel“ (2005); „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006)) bzw. Afrika, südlich der Sahara, Südwestarabien (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) bzw. Senegal bis Äthiopien bis Südwestafrika, Oranje-Freistaat bis Kapland, Südostarabien (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)) angegeben. Genaugenommen ist die Unterart Micronisus gabar gabar in Angola, Malawi bis nach Südafrika, die Unterart Micronisus gabar niger in Westafrika bis nach Westafrika und die Unterart Micronisus gabar aequatorius in Zentralafrika (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) verbreitet. Die Gabarhabichte gelten als Ausnahmegäste in Ägypten (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)).

Das Gefieder ist „grau“, der Bürzel ist „weiss“, der Schwanz ist gebändert (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Die Kehle ist grau (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)). Die Unterseite ist auf der „Brust heller“, der Bauch ist „gebändert“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) bzw. die Unterseite ist auf der Brust grau und danach weiss graugebändert (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)).

Des Weiteren gibt es eine völlig schwarze Morphe (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) bzw. eine fast schwarze Morphe (Schodde: „Die Enzyklopädie der Vögel“ (2005); „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006)) bzw. eine schwarze Morphe (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) bzw. eine dunkle Morphe (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007); Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Diese Morphe hat ein fast völlig schwarzes Gefieder, weiss gebänderte Schwungfedern und einen grau gebänderten Oberschwanz und einen weiss gebänderten Unterschwanz (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) bzw. diese schwarze Morphe hat weisse schwarzgebänderte Schwingen und hat weisse Schwanzbinden (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Bei dieser Morphe fehlt der weisse Bürzelfleck (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)).

Aber es sind auch Variationen zwischen den hellen und der dunklen Morphe „ebenfalls bekannt“ (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980)).

Die Grösse beträgt 28 bis 36cm (Weick: „Die Greifvögel der Welt“, (1980); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) bzw. 29 bis 36cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) bzw. 30 bis 36cm (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder bis 36cm (Schodde: „Die Enzyklopädie der Vögel“ (2005); „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006)).

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, Echsen (Eidechsen), und Vögel.

Das Weibchen legt 2 bis Eier (Schodde: „Die Enzyklopädie der Vögel“ (2005); „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006)).

 

 

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