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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Familie 1: Habichtartige, lat. Accipitridae
Unterfamilie Weihen, lat. Circinae

Gattungen: Circus (Weihen), Polyboroides (Höhlenweihen)

01. Afrikahöhlenweihe oder Höhlenweihe oder Äthiopische Höhlenweihe oder Schlangensperber, lat. Polyboroides typus
02. Madagaskarhöhlenweihe oder Höhlenweihe oder Schlangensperber, lat. Polyboroides radiatus (früher Polyboroides radiatur)

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”. Es sei darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht, dass im Lauf der Zeit aufgrund von Veränderungen im Bestand der in den Falknereien und/oder (zoologischen) Einrichtungen gehaltenen Arten, die fotografierten Arten nicht mehr gezeigt werden oder nun andere Arten zu sehen sind.

01. Afrikahöhlenweihe oder Höhlenweihe oder Äthiopische Höhlenweihe oder Schlangensperber
lat. Polyboroides typus

Die Afrikahöhlenweihen leben in Wäldern, Auwäldern, feuchten Savannen, Trockensteppen, Eukalyptus-Anpflanzungen in bis 3000m Höhe.

Als allgemeines Verbreitungsgebiet findet man Afrika, südlich der Sahara (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; „Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 18 (1988); Dierschke: „1000 Vögel“).

Die Unterart Polyboroides typus typus ist in Äthiopien, Zentralsudan, bis Sambesi, Gambia (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980) oder Sudan, bis Eritrea, bis Angola, bis Südafrika („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ (Band 2 (1993)) oder in Sudan, Äthiopien, DR Kongo, bis Südafrika (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) verbreitet.

Als Verbreitungsgebiet wird für die Unterart Polyboroides typus pectoralis Westafrika, Gabun und Gambia (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980) oder Senegambia, bis Sudan, bis zum Air-Gebirge, bis Zaire („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ (Band 2 (1993)) oder Gambia, bis Westsudan, bis Angola, DR Kongo (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) angegeben.

Die Unterart Polyboroides typus graueri ist in Zentral-Äquatorial-Afrika, Zaire, Uganda (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980) verbreitet. Diese Unterart ist bei Ferguson-Lees/Christie („Die Greifvögel der Welt“ (2009)) und auch im „Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ (Band 2 (1993)) nicht mehr aufgeführt.

Im allgemeinen findet man, dass die Gesichtshaut nackt und gelb (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder „gelb bis rötlich“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) oder „gelb, errötet bei Erregung“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) ist.

Das Gefieder wird allgemein mit blaugrau beschrieben und die Unterseite mit fein gebändert (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder „überwiegend grau mit schwarzen und weissen Querbinden auf dem Bauch und Schwanz“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) bzw. der schwarze Schwanz hat eine „weisse Subterminalbinde“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Speziell zu Polyboroides typus typus: Die Oberseite ist „grau“ und auf den „Schulterfedern/Decken“ befinden sich „schwarze Tropfen“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder der Kopf, der Rücken und die obere Brust sind „grau“, die „Schulterfedern und Oberflügeldecken“ sind „grau, mit einigen schwarzen Flecken“ und die Handschwingen und die äusseren Armschwingen sind „schwarz“ („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ (Band 2 (1993)). Die verlängerten Nackenfedern „bilden eine Haube“ („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ (Band 2 (1993)). Der schwarze Schwanz hat eine „weisse Binde“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder der schwarze Schwanz hat eine weisse Spitze und ein breites weisses und ein undeutliches zweites „Band an der Basis“ („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ (Band 2 (1993)). Die Unterseite ist „schwarz-weiss“ gebändert (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder die Unterseite ist unterhalb der oberen Brust dann „üppig schwarz und weiss quergestreift“ („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ (Band 2 (1993)).

Speziell zu Polyboroides typus pectoralis: Die Unterart ist „dichter gebändert“ und „auf der Unterseite“ ist „dunkle Sperberung, etwa so breit wie die weissen Zwischenräume“ (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) bzw. die Unterart ist „kleiner; dunkler; breiter gebändert“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) bzw. „kleiner und dunkler, mit dichteren Querstreifen an den Unterseiten“ („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ (Band 2 (1993)).

Eine dritte Unterart Polyboroides typus grauerikleiner und dunkler als typus, dunkle Sperberung der Unterseite, breiter als die weissen Zwischenräume“) geben zwar einerseits Weick, Brown („Die Greifvögel der Welt“ (1980)) noch an, wird aber im „Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ (Band 2 (1993)) und bei Ferguson-Lees/Christie („Die Greifvögel der Welt“ (2009)) nicht mehr aufgeführt.

Die Grösse beträgt 51 bis 68cm (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009); „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) oder 61 bis 66cm (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder 63cm (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder 61 bis 68cm (Dierschke: „1000 Vögel“; Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder 65cm („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ (Band 2 (1993)).

Die Afrikahöhlenweihen hängen so unter anderem „kopfüber mit den Füssen an einem Ast, halten mit den Füssen das Gleichgewicht und erreichen so auch schwer zugängliche Beute“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) oder hängen „manchmal sogar flügelschlagend mit dem Kopf nach unten, um die hängenden Nester der Webervögel anzugreifen“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder plündern die Nester der Webervögel (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder hängen mitunter „selbst an den Fängen kopfüber, damit” die Beute erwischt werden kann oder um so „die Nester kleiner, höhlenbrütender Vögel auszunehmen“ (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)). Die Beine sind gelenkig (Dierschke: „1000 Vögel“) oder doppelgelenkig (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Ferguson-Lees/Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder „flexibel“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) oder die „ausserordentlich biegsamen Beine” der Afrikahöhlenweihen „lassen sich um bis zu 70 Grad nach hinten und 30 Grad zu Seite biegen” (Forshaw: „Enzyklopädie der Tierwelt, Band Vögel“ (1991)).

Zur Nahrung zählen kleine Vögel, Jungvögel, kleine Säugetiere, Eidechsen, Eier, Insekten, Aas und auch Früchte, auch die Früchte der Ölpalme.

Das Nest befindet sich in Felsen oder auf Bäumen (Dierschke: „1000 Vögel“) oder auf Bäumen (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder auf Bäumen oder in einer Felsspalte (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) von bis zu 50m Höhe. Das Weibchen legt 1 bis 2 Eier (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder 1 bis 5 Eier (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“). Beide Altvögel brüten die Eier (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder überwiegend brütet das Weibchen (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) die Eier in 5 Wochen aus. Beide Elternteile füttern die Jungvögel, die in 60 Tagen flügge sind.

Dieses Foto wurde im Forschungsinstitut und Naturkundemuseum Senckenberg (Frankfurt) aufgenommen.

Mit freundlicher Genehmigung von Eckhard Lietzow, www.lietzow-naturfotografie.de , wurde dieses Foto verwendet.

02. Madagaskarhöhlenweihe oder Höhlenweihe oder Schlangensperber
lat. Polyboroides radiatus (früher Polyboroides radiatur)

Die Madagaskarhöhlenweihen leben in bewaldeten Gebieten in bis 2.000m Höhe.

Als Verbreitungsgebiet wird Madagaskar (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); „Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ (Band 2 (1993); Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder Madagaskar, ausser dem Zentralplateau (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) angegeben.

Das Gefieder ist allgemein auf der „Oberseite heller silbergrau(Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder am Kopf und der Brust „hellgrau“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder „heller grau“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) im Vergleich als Unterscheidungsmerkmal zu Polyboroides typus typus (siehe dort).

Das „Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ (Band 2 (1993)) geht mehr ins Detail, denn der Kopf, der Rücken und die obere Brust sind „blassgrau“, die Handschwingen sind „schwarz mit weissen, grünlich glänzenden Spitzen“ und die Armschwingen sind „grau mit schwarzen, blassgrau geränderten Spitzen“. Der schwarze Schwanz hat eine weisse Spitze und ein breites weisses Band und die Unterseite ist unterhalb der oberen Brust dann „eng schwarz und weiss quergestreift“ („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ (Band 2 (1993)).

Die Grösse beträgt 57 bis 61cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 58 bis 61cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 68cm („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ (Band 2 (1993)). Das Weibchen ist grösser als das Männchen.

Zur Nahrung zählen kleine Säugetiere, Eidechsen und Palmnüsse.

Die Madagaskarhöhlenweihen hängen „manchmal sogar flügelschlagend mit dem Kopf nach unten, um die hängenden Nester der Webervögel anzugreifen(Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“).

Das Nest befindet sich auf einem Baum oder auf dem Boden (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)). Das Weibchen legt 1 bis 2 Eier (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 1 bis 5 Eier (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“). Die jungen Madagaskarhöhlenweihen schlüpfen nach ca. 40 Tagen.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Hessischen Landesmuseum Darmstadt aufgenommen.

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