meine rein persönlich private Internetseite

Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Familie 1: Habichtartige, lat. Accipitridae
Unterfamilie Bussardartige, lat. Buteoninae

Gattungen Seeadler und Fisch-Seeadler, lat. Haliaeetus und Ichthyophaga

04. Seeadler, lat. Haliaeetus allicilla

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”. Es sei darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht, dass im Lauf der Zeit aufgrund von Veränderungen im Bestand der in den Falknereien und/oder (zoologischen) Einrichtungen gehaltenen Arten, die fotografierten Arten nicht mehr gezeigt werden oder nun andere Arten zu sehen sind.

04. Seeadler
lat. Haliaeetus albicilla

Die Seeadler sind an den Flüssen, Seen, Meeresküsten, Feuchtgebieten, wasserreichen Niederungen, Flusstälern, Aulandschaften, Flusslandschaften, küstennahe Wälder, ausgedehnten Sumpfgebieten, in der Waldtundra, in Höhen bis zu 2.300m. Die Seeadler werden auch als „träger Adler, der Stunden bewegungslos auf seiner Sitzwarte verbringt“, beschrieben.

Karl der Grosse verwendete den Seeadler im 12. Jahrhundert für das deutsche Reichswappen. Im Jahre 1871 wurde der Seeadler zum „preussischen Adler“ und somit zum Wappenvogel des Deutschen Reiches. In Deutschland wurde der Seeadler 1934 (FALKE 10/1996) durch das Reichsjagdgesetz unter vollständigen Schutz gestellt. Im Jahre 1950 wurde der Seeadler der Wappenvogel der BRD („Das Leben an Bächen und Seen“, (2006); Hansen, Hauff, Spillner: „Seeadler, gestern und heute“; Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit: „Natur ohne Grenzen, 25 Jahre Bonner Konvention“ (April 2004); Lieckfeld, Straass: „Mythos Vogel“ (2002); VÖGEL 04/2012; VÖGEL 04/2014). Österreich verwendet als Staatsvogel ebenso den Seeadler (WWF-Österreich: Prospekt: „Wir holen den Seeadler wieder heim“; WWF-Österreich: Prospekt: „Vorsicht Gift!“; WWF-Österreich: „Lass sie leben“) oder? den Steinadler (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984); VÖGEL 04/2014).

Als Verbreitungsgebiet wird allgemein Europa und Asien („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 18 (1988); Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991); Blaszkiewitz: „Tierpark Berlin; Wegweiser durch den Tierpark“, (2012 (48. Aufl.); 2013 (49.Aufl.); Greifvogelstation Hellenthal: Zooschild; Zoo Rostock: Zooschild) oder „in den nördlichen” Teilen der „Alten Welt” (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder „Eurasien, von Grönland bis zu Pazifik“ (Weltvogelpark: Zooschild) oder „Südwest-Grönland ostwärts über Eurasien bis zum Pazifik“ (Wüst: "Avifauna Bavariae, Die Vogelwelt Bayerns im Wandel der Zeit", Band 1 (1979?)) oder „Nordhalbkugel von Südgrönland über Europa und Asien bis an die Pazifikküste“ (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder „in der nördlichen Alten Welt und in Westgrönland“ (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder auf dem „ganzen Eurasischen Kontinent” (Yoo Bum-joo: „Vögel Koreas“ (2007)) oder Nordeuropa, Südosteuropa, Grönland, Nordasien (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder Grönland, Nordnorwegen, bis zum Mittelmeergebiet, Irak, Iran bis Anadyrland, Mandschurei, Hokkaido, die Kurillen (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder Eurasien, Island, Südgrönland („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder „Mittel- und Nordeuropa und Asien” („Bunte Wissenswelt für Kinder: Greifvögel“) oder „Nord-, Mittel-, Ost- und Südeuropa, Asien“ (WWF-Deutschland: Prospekt: „Seeadler-Paradies Donau-Delta“) oder „Nord-, Mittel- und Südosteuropa bis zu den Küsten Ostasiens“ (Deutsche Wildtierstiftung: „Der letzte Schrei! Schutzprogramm für den Schreiadler in Deutschland“) oder „Mitteleuropa, Osteuropa, Schottland, Island, häufiger in Skandinavien“ (Hume: „Vögel beobachten und bestimmen“ (2014)) oder „Grönland, Island”, grösster Teil Europas, „Nord- und Zentralasien” (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder Grönland, Nord- und Osteuropa, Kleinasien, Mittelasien, Turkistan bis Sachalin (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder Westgrönland, Südosteuropa, Norddeutschland, Skandinavien, Island, Nordasien (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder „Grönland und von Island bis Asien“ („Die grosse Larousse Natur Enzyklopädie“, (2002)) oder Westgrönland, Island, Nord-, Mittel- und Südosteuropa, Nordasien (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder „Skandinavien, Mittel-und Südosteuropa“, von der Türkei bis nach Ostasien, „von der Anadyrbucht bis nach Nordost-China“ (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder Südosteuropa, „Nordwesteuropa über Russland bis nach Japan“ (Glässgen: “Expeditionen ins Tierreich, Begleitbuch zur Fernsehsendung im Ersten” (1998)) oder „von Norwegen und dem Mittelmeerraum bis Sibirien, Japan, den Kurilen, Grönland und Island“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder Grönland, bis Sibirien, „in Europa vom Nordkap bis Griechenland“ (Thiede „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005)) oder Grönland, Island, „Eurasien bis zur Beringstrasse“ (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder Deutschland, Polen, Nordgriechenland bis Sibirien, Nordchina („Lebendige Wildnis, Tiere der Meeresküsten“ (1993)) oder Skandinavien, Mittel- und Osteuropa, Balkan, Island, Schottland (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder Ostasien, Eurasien, Britische Inseln, Island, Südostgrönland (“Der Falkner” (2017)) oder „nahezu die gesamte“ Nordhälfte „Eurasiens sowie Island und“ Südwestgrönland (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)) oder „Europa bis Ost-Asien”, Sahalin-Inseln, Kamtschatka (Krone: „Bleivergiftungen bei Greifvögeln” (2011)) oder Skandinavien, Mitteleuropa, Südosteuropa bis Griechenland, Türkei, „über Russland bis an die Ostküsten Nordasiens“, Schwarzes Meer, Kaspisches Meer, Nordostchina bis Gelbes Meer, bis Nordkorea, als Südgrenze in Asien gilt der 50. Breitengrad, isoliert in Südwestgrönland, Island, Westschottland, Israel (VÖGEL 04/2012) angegeben.

Seeadler sind auch in Westschottland aufgrund der Wiedereinbürgerung (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder in Schottland aufgrund der Wiederansiedlung (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder auch auf den Britischen Inseln aufgrund der Wiederansiedlung („Lebendige Wildnis, Tiere der Meeresküsten“ (1993)) verbreitet.

Seeadler sind Ausnahmeerscheinungen in Nordamerika, in Alaska, der Kodiak Insel, Attu, Unalaska, den Aleuten, Pribilofs, Midway Insel, Hawaii (Wheeler, Clark: „A Photographic Guide to North American Raptors“ (1995)) oder den westlichen Aleuten, Attu, Kiska, St. Lawrence (Dunn, Alderfer: „Field Guide to the Birds of North America“ (2011)).

Robiller gibt im „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986) nur allgemein an, dass 2 Unterarten existieren. Gensböl/Thiede („Greifvögel“ (2005)) geben an, dass „einige Forscher“ die in Grönland lebenden Seeadler für eine „eigene Rasse (H. a. Groenlandicus)“ halten. Fischer („Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) gibt beide Unterarten an, gibt aber auch an, dass Haliaeetus albicilla groenlandicus den „Status einer Unterart verloren (Glutz v. Blotzheim et al. 1971)“ hat. Ferguson-Lees, Christie („Die Greifvögel der Welt“ (2009)) haben andererseits die auf Grönland vorkommenden Seeadler wieder zur Unterart Haliaeetus albicilla groenlandicus erklärt. Die anderen in Eurasien bis Japan und bis Indien und China verbreiteten Seeadler (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) wurden zur Unterart der Eurasischen Seeadler, lat. Haliaeetus albicilla albicilla erklärt. Mebs/Schmitt („Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) geben an, dass die in Westgrönland isoliert lebende Population (Haliaeetus albicilla groenlandicus) „manchmal als Unterart“ angesehen wird.

Die Seeadler sind standorttreu (Deutsche Wildtierstiftung: „Der letzte Schrei! Schutzprogramm für den Schreiadler in Deutschland“; Zoo Rostock: Zooschild) oder die erwachsenen Seeadler in Europa sind standorttreu (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder Mitteleuropa „in der Regel Standvögel“ (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder „die Populationen auf Grönland, Island und Norwegen” gelten als Standvögel („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder die „mitteleuropäischen Populationen“ verbringen in der Regel „den Winter in der erweiterten Umgebung des Brutreviers“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder die Altvögel überwintern „meist in der Nähe des Brutplatzes“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994)) oder „manche Populationen“ überwintern „in die Orientalische Region, gelegentlich bis Afrika“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“).

Die Eurasischen Seeadler im „Norden und Osten ihres Verbreitungsgebietes” sind Standvögel („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)), eine kleine Population in Nordjapan sind Standvögel (Krone: „Bleivergiftungen bei Greifvögeln” (2011)), die Eurasischen Seeadler in Europa sind aufgrund von Ringfundauswertungen „meist ganzjährig anwesend“ bzw. die „Altvögel halten sich meist ganzjährig in ihrem Brutrevier auf“ (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)).

Die Eurasischen Seeadler in Nordrussland und Lappland haben als Überwinterungsgebiet ganz Europa, wie Frankreich, Spanien und Italien (Gensböl/Thiede („Greifvögel“ (2005)). Als weitere Überwinterungsgebiete findet man Südwestchina, Indien, „Taiwan, Korea, Japan, seltener Afrika“ (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder „die Orientalische Region, gelegentlich bis Afrika“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder „Südliche Gebiete und auch nach Japan”, Hokkaido (Krone: „Bleivergiftungen bei Greifvögeln” (2011)) oder das Gebiet um die „grossen Seen des Alpenvorlands“ (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)). Aufgrund von Ringfundauswertungen konnte man feststellen, dass die asiatischen Vertreter an den Küsten des Indischen und pazifischen Ozeans und an einigen Binnengewässern überwintern (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)). Als Ausnahmegäste oder seltene Besucher zur Überwinterung findet man kleine Gruppen in Korea (Yoo Bum-joo: „Vögel Koreas“ (2007)) oder auf den westlichen Inseln der Aleuten; eine aus 162 Inseln bestehende Inselgruppe von der Alaska-Halbinsel Nordamerikas angehend bis nach Asien reichend (Dunn, Alderfer: „Field Guide to the Birds of North America“ (2011)).

Beim Seeadler wird aufgrund von Satellitentelemetrie eine „maximal gemessenen Geschwindigkeit von 80km/h“ angegeben („Greifvögel und Falknerei“ (2013)).

Eine Gesamtpopulation von ca. 1.400 Paaren (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) wird angegeben. Andererseits wird auch der Weltbestand der Seeadler mit 12.000 Seeadler-Brutpaaren (Artenlexikon auf wwf.at; WWF-Hintergrundinformation „Seeadler“ vom November 2008), mit ca. 10.500 Brutpaaren (VÖGEL 04/12) angegeben.

Die Europäische Population wird mit 600 bis 700 Paaren (wobei „die Hälfte“ in Norwegen lebt: Cramp: „Schicksal und Zukunft der Vögel Europas“, 1978), mit 2.400 Seeadler-Paaren (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)), mit fast 5.000 Paaren (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2002)), mit 5.000 bis 5.500 Brutpaaren (in der Westpaläarktis: Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)), mit rund 6.000 Paaren (in der Westpaläarktis: Mebs:/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)), im Jahr 2010 mit rund 10.600 Paaren (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)), mit 5.000-6.600 Seeadler-Brutpaaren (Artenlexikon auf wwf.at; FALKE 12/2014)), mit etwa 10.000 Brutpaaren (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) angegeben.

Der Bestand der Seeadler in Deutschland wird mit etwa 60 Brutpaaren in der Mitte der 1930er Jahre angegeben (Falke 10/1996). Ein Tiefststand im Jahre 1982 mit 4 Seeadler-Brutpaaren (Landesamt für Umweltschutz Baden-Württemberg: „Schützen wir unsere Greifvögel“ (1991)) oder 4 Brutpaaren (Stern, Thielcke, Vester, Schreiber: „Rettet die Vögel, wir brauchen sie“; Herbig-Verlag (1978)) oder auch nur 4 Brutpaaren in Schleswig-Holstein (Hansen, Hauff, Spillner im Buch „Seeadler, gestern und heute“) wird dokumentiert. Der Bestand der Seeadler in der damaligen DDR wurde im Jahre 1973 mit 99 Brutpaaren, im Jahre 1989 mit 140 Brutpaaren („Greifvögel und Falknerei“ (1989)) angegeben. Im Jahre 1989 wurden 120 Jungvögel in der damaligen DDR beringt („Greifvögel und Falknerei“ (1989)). Im Zeitraum von 1950 bis 1980 werden 100 bis 120 Brutpaare, im Jahr 1991 werden 176 Brutpaare, im Jahr 1995 werden 267 Brutpaare (Falke 10/1996; „Greifvögel und Falknerei“ 1993) angegeben. Der Bestand wird im Jahr 1990 mit 165 Brutpaaren (FALKE 06/2011), mit 336 Brutpaaren (WWF-Österreich: „Lass sie leben“), mit 360 Brutpaaren (WWF-Österreich: Prospekt: „Vorsicht Gift!“), mit 400 Paaren (Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit: „Natur ohne Grenzen, 25 Jahre Bonner Konvention“ (April 2004); Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit: „Sie kommen wieder: Arten im Aufwind“ (September 2004)), im Jahr 2002 mit über 400 Brutpaaren (Falke 10/2002), im Jahr 2003 mit 430 Seeadler-Paaren (Hansen, Hauff, Spillner: „Seeadler gestern und heute“), mit 470 Seeadlerpaaren Ende 2004 („Das Leben an Bächen und Seen“, (2006)), mit ca./mindestens 470 Brutpaaren (Gefiederte Welt 03/2005; Deutsche Wildtierstiftung: „Der letzte Schrei! Schutzprogramm für den Schreiadler in Deutschland“), mit ca. 500 Paaren (Sächsischer Zeitung vom 17./18.05.2008), mit 465-467 Brutpaaren (Bestand: 2005: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2007)), mit 494-500 Brutpaaren (Bestand: 2005: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2009)), im Jahr 2010 mit etwa 600 Brutpaaren (FALKE 06/2011), mit 628 bis 643 Paaren („Vögel in Deutschland“: 2013 (Bestand 2005-2009); LBV-Broschüre „Der Habicht, Vogel des Jahres 2015“), im Jahr 2011 mit ca. 700 Paaren (FALKE 2011 Sonderheft Greifvögel; VÖGEL 04/12; Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)), im Jahr 2012 mit 730 Brutpaaren (“unsere Jagd” 01/2013), mit 580 Seeadler-Brutpaaren (WWF-Hintergrundinformation „Seeadler“ vom November 2008), mit 700 Seeadler-Brutpaaren (WWF-Projekt: „Der Seeadler“; November 2011), mit 730 Seeadler-Brutpaaren (auf wwf.de „Hilfe für Seeadler und Kraniche“), mit 628 bis 643 Brutpaaren (LBV-Broschüre „Der Habicht, Vogel des Jahres 2015“; Bestand: 2005-2009: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2014); Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)), mit 500 Seeadler-Paaren (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013); FALKE 12/2014), mit 628 bis 643 Brutpaaren („Berichte zum Vogelschutz“ (52/2015)), mit „gut 700“ Paaren (VÖGEL 04/2012), mit „mehr als 700“ Seeadlerpaaren (naturgucker: 28: Januar/Februar 2017) angegeben.

In Sachsen-Anhalt konnten 2001 14 Seeadler-Revierpaare (FALKE 04/2003), 2003 20 Revierpaare, davon 11 Brutpaare mit 14 Jungvögeln, 2004 22 Revierpaare, davon 11 Brutpaare mit 17 Jungvögeln und 2005 22 Revierpaare, davon 18 Brutpaare mit 14 Jungvögeln (AQUILA: „Seeadler: Bericht 2005 und 2006 für Brandenburg und Berlin“ 2006)) angegeben werden.

In Sachsen konnten 2001 47 Seeadler-Revierpaare (FALKE 04/2003), 2004 63 Seeadler-Revierpaare, davon 36 Brutpaare mit 56 Jungvögeln und 2005 63 Revierpaare, davon 40 Brutpaare mit 53 Jungvögeln angegeben werden (AQUILA: „Seeadler: Bericht 2005 und 2006 für Brandenburg und Berlin“ 2006)), der Bestand mit nun 85 bis 95 Brutpaaren (JÄGER 11/2014) angegeben.

In Mecklenburg-Vorpommern konnten 2001 174 Seeadler-Revierpaare (FALKE 04/2003), 2004 209 Brutpaare („Das Leben an Bächen und Seen“, (2006)), 2005 106 Brutpaare mit 154 Jungvögeln (AQUILA: „Seeadler: Bericht 2005 und 2006 für Brandenburg und Berlin“ 2006)), 209 Brutpaare (Gefiederte Welt 03/2005) angegeben werden.

In Brandenburg konnten 2001 103 Seeadler-Revierpaare (FALKE 04/2003), 155 bis 159 Seeadler-Brutpaare nach der ADEBAR-Kartierung 2005-2009 (FALKE 10/2011) angegeben werden.

In Niedersachsen konnten 2001 10 Seeadler-Revierpaare (FALKE 04/2003), 25 Seeadler-Revierpaare (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2009)), 42 Seeadler-Paare (Bestand: 2005-2009: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2014)) angegeben werden.

In Schlesswig-Holstein konnten 2001 32 Seeadler-Revierpaare (FALKE 04/2003) angegeben werden.

In den Jahren von 1900 bis 1966 wurden in Norwegen für 22.137 Seeadler Erlegungsprämien gezahlt (Glässgen: “Expeditionen ins Tierreich, Begleitbuch zur Fernsehsendung im Ersten” (1998); VÖGEL 04/2012). Der Bestand der Seeadler in Norwegen wird mit „weniger als 800 Paaren“ im Jahr 1968 (“Der Falkner” (2017)), mit 350 Paaren (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)), mit 2.000 Paaren (Thiede „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005); Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)), mit „ungefähr 3.500” Paaren (“Der Falkner” (2017)) angegeben. Als Todesursachen stehen in Norwegen Bleivergiftungen, Stromleitungen, Windenergieanlagen im Vordergrund (“Der Falkner” (2017)).

Der Bestand der Seeadler in Finnland wird mit 105 Paaren im Jahr 1994, bei denen 373 Jungvögel schlüpften (FALKE 07/1995) angegeben.

In Grossbritannien wurde der letzte Seeadler 1918 abgeschossen und damit wurden die Seeadler in Grossbritannien ausgerottet (Deutscher Falkenorden (1987)). Zur Wiedereinbürgerung wurden 7 Seeadler zwischen 1959 bis 1968 in Schottland, 3 norwegische Seeadler 1975 auf der Insel Rhum, zwischen 4 bis 10 norwegische Seeadler seitdem jährlich (Deutscher Falkenorden (1987)) ausgewildert. Insgesamt wurden „bis einschliesslich 1985“ 82 norwegische Seeadler „in Schottland freigelassen“ (Deutscher Falkenorden (1987); „Greifvögel und Falknerei“ (1991)). Im Jahr 1985 wurden 4 Gelege entdeckt, bei 3 Gelegen schlüpften Jungvögel, wobei aufgrund schlechten Wetters nur ein Jungvogel überlebte, jedoch damit „die erste erfolgreiche Brut des Wiedereinbürgerungsprojektes“ dokumentiert werden konnte (Deutscher Falkenorden (1987)). Seit dem Projektstart gab es 1985 einen ausgeflogenen Jungvogel, 1986 zwei ausgeflogene Jungvögel, 1987 von 2 Seeadler-Paaren drei ausgeflogene Jungvögel, 1988 von 11 Seeadler-Paaren, mindestens 6 Gelege, zwei ausgeflogene Jungvögel („Greifvögel und Falknerei“ (1991)), 2003 gab es 31 Brutpaare (FALKE 03/2007).

Der Bestand der Seeadler auf Island wird einerseits mit 66 Paaren angegeben und andererseits werden 19 Seeadlerpaare, die 29 Jungvögel grosszogen, angegeben (FALKE 06/2012).

In den Niederlanden werden 4 Seeadler-Brutpaare im Jahr 2011 (WWF-Projekt: „Der Seeadler“; November 2011) angegeben. Im Jahr 2006 brütete zum ersten Mal ein Seeadlerpaar in den Niederlanden (FALKE 03/2007).

Der Bestand in Polen wird mit 15 bis 17 Paaren in den 80er Jahren in Schlesien (FALKE 08/2004), mit 67 bis 70 Paaren im Jahr 2002 in Schlesien (FALKE 08/2004), mit 430 bis 500 Paaren (FALKE 04/2000) angegeben.

Der Bestand in Ungarn wird mit 80 Brutpaaren (WWF-Österreich: „Lass sie leben“) angegeben.

Der Bestand in Tschechien wird mit ca. 20 Brutpaaren (WWF-Österreich: „Lass sie leben“) angegeben.

Der Bestand der Seeadler im nördlichen Weissrussland wird mit 20 bis 25 Paaren im Jahr 1991 (Ornithologische Mitteilungen: Jahrgang 53, Nr.: 10/2001), mit 28 bis 30 Paaren im Jahr 1999 (Ornithologische Mitteilungen: Jahrgang 53, Nr.: 10/2001) angegeben.

Der Bestand der Seeadler wird im europäischen Russland mit über 1.000 Brutpaaren (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) angegeben.

Im Jahr 1997 wurden 3 vergiftete Seeadler in Österreich gefunden (WWF-Österreich: Prospekt: „Vorsicht Gift!“). Für das österreichische Artenschutzprogramm wurde daher eine Gift‐Hotline (Meldung von Seeadler-Vergiftungsfällen, Seeadler-Verletzungsfällen) einerseits eingerichtet und andererseits arbeitet man mit verschiedenen Organisationen und Behörden zusammen und betreibt Öffentlichkeitsarbeit (Dvorak, Probst: „Aktionsplan zum Schutz der Greifvögel in Österreich“, 2010). Zum österreichischen Artenschutzprogramm zählt ebenso die Seeadler-Bestandserfassung und die Beringung der Jungvögel (Dvorak, Probst: „Aktionsplan zum Schutz der Greifvögel in Österreich“, 2010).

In Österreich werden im Jahr 2005 6 Brutpaare mit 7 Jungvögeln und im Jahr 2006 5 Brutpaare, davon aber nur 2 Brutpaare mit 4 Jungvögeln (AQUILA: „Seeadler: Bericht 2005 und 2006 für Brandenburg und Berlin“ 2006)), derzeit 14-15 Seeadler-Brutpaare (Artenlexikon auf wwf.at) angegeben. Für den Zeitraum von 2001-2011 werden für Österreich 88 Seeadler-Jungvögel angegeben, die flügge wurden (Artenlexikon auf wwf.at).

Im Donau-March-Thaya-Raum in Österreich überwinterten 2005 etwa 200 Seeadler und 2006 überwinterten 116 Seeadler (AQUILA: „Seeadler: Bericht 2005 und 2006 für Brandenburg und Berlin“ 2006)). Der WWF gibt in Wien nach einer „europaweiten Winterzählung in neun Ländern“ in Wien bekannt, dass die Donau „derzeit Lebensraum für 750 Seeadler“ ist, wobei die „meisten Exemplare wurden im bulgarischrumänischen Grenzraum gezählt“ wurde (www.sueddeutsche.de: 13.01.2014: „WWF: Donau ist Heimat für 750 Seeadler“).

Am Europäischen Zuchtbuchprogramm (EEP) der European Association of Zoos and Aquaria EAZA nehmen 56 beteiligte Institutionen (EAZA Jahrbuch 2007/2008) teil. Mit dem ESB-Zuchtbuch begann man 1995. Der Bestand (EAZA Jahrbuch 2007/2008) entwickelte sich von 173 Seeadlern (Individuen) zum 01.01. aufgrund von 23 Geburten zu einem Endbestand unter Einbezug aller Zugänge und Abgänge/Todesfälle der teilnehmenden und nicht teilnehmenden EAZA-Zoos zum 31.12. zu 176 Seeadlern (Individuen). Der Belfast Zoological Garden ist der Zuchtbuchinhaber.

Im Tiergarten Nürnberg wurde 1984 ein Jungvogel grossgezogen ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989)). Im Zoo Stuttgart (Wilhelma) wurde im Jahre 1989 der erste Seeadler-Jungvogel, weitere folgten, grossgezogen (Prof. Jauch: „Wilhelma, der zoologisch-botanische Garten in Stuttgart“, 2013/2014). Die Jungvögel der Seeadler wurden alle ausgewildert (Prof. Jauch: „Wilhelma, der zoologisch-botanische Garten in Stuttgart“, 2013/2014).

Im Jahre 1916 (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt", 1991) hatte man alle Seeadler in England und Schottland gefangengenommen, die Eier eingesammelt, vergiftet, abgeschossen und somit ausgerottet. Bedroht werden die Seeadler nur durch den Menschen, „gewissenlosen Horstplündern, die die weissen, gänseeigrossen Eier der Seeadler für horrende Summen verkaufen können“ (Glässgen: „Expeditionen ins Tierreich, Begleitbuch zur Fernsehsendung im Ersten” (1998)) oder „durch direkte Verfolgung, Holzeinschlag in Brutrevieren, Störung durch Erholungssuchende, Eierdiebstahl, Pestizide, Schwermetalle” (WWF-Deutschland: Prospekt: „Seeadler-Paradies Donau-Delta“). Auch die Pestizide oder Insektenvernichtungsmittel DDT und DDE in der Landwirtschaft, dass die Seeadler mit der Nahrung (Fische, Vögel, Aas) aufnahmen, so dass die Eier dünnschalig wurden (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) und zum Problem führten, dass die Eier „unter dem Gewicht der brütenden Eltern oder durch die Vibrationen tieffliegender Hubschrauber und Starfighter zerbrachen“ (Glässgen: „Expeditionen ins Tierreich, Begleitbuch zur Fernsehsendung im Ersten” (1998)). Eine der weiteren Ursachen waren die quecksilberhaltigen Saatgutbeizmittel (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder giftiges Quecksilber als „Beizmittel im Getreideanbau” (Glässgen: „Expeditionen ins Tierreich, Begleitbuch zur Fernsehsendung im Ersten” (1998)) in der Landwirtschaft, was in Untersuchungen in den Federn der Seeadler nachgewiesen wurde, weil auch dieses Gift mit der Nahrung (Enten oder Möwen) aufgenommen wurde. Das Pestizid oder Insektenvernichtungsmittel DDT wurde „Anfang der 70er Jahre“ verboten (Rölle: „Abenteuer Wildnis; Die schönsten Tierreportagen aus aller Welt“) bzw. 1972 verboten (Perrins: "Die BLV Enzyklopädie, Vögel der Welt" (2004)) und das „Verbot der Anwendung quecksilberhaltiger Saatgutbeizmittel” kam 1990 (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)).

Bei einer Untersuchung an 61 deutschen und österreichischen sterbenden und toten Seeadlern bezüglich der Bleivergiftung (Falke 12/2001) stellte man fest, dass bei 28% der Seeadler der Bleigehalt in der Leber so hoch war, dass diese sterben mussten (Ursache sind mit Bleimunition geschossene Tiere, die gefressen wurden). Im Zeitraum 1979 bis 2003 wurden 215 Seeadler mit Bleivergiftungen ((FALKE 07/2006) in Deutschland gezählt. In einer Untersuchung „mittels Atomabsorptionsspektroskopie (AAS) auf ihre Belastung mit den potenziell giftigen Schwermetallen” Blei, Quecksilber und Cadmium wurden die Leber und die Niere, sofern beide Organe verfügbar waren, von 279 Seeadlern, die zwischen 1979 bis 2005 starben, analysiert (AQUILA: „Seeadler: Bericht 2005 und 2006 für Brandenburg und Berlin“ 2006)). Die Gefahr einer Bleivergiftungen liegt bei „annähernd 25%” (AQUILA: „Seeadler: Bericht 2005 und 2006 für Brandenburg und Berlin“ 2006)). Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung untersuchte die Bleivergiftung an 218 Seeadlern und stellte nach einem Röntgen bei 23 Seeadlern Metallsplitter aus Teilmantelgeschossen und bei 4 Seeadlern typische Schrotkugeln fest (Faltblatt Bleivergiftungen des Leibniz-Instituts, 2007). In „über 70%“ der Todesursachen beim Seeadler (Bleivergiftungen, Unfälle an Stromleitungen, illegale Verfolgung, Störungen) ist der Mensch das Problem oder die Ursache (FALKE 12/2014). In einer Untersuchung stabiler „Kohlen- und Stickstoffisotope in Leber- und Muskelproben von Seeadlern aus Deutschland, Finnland und Grönland sowie in 16 möglichen Nahrungsquellen in Deutschland wurden verglichen“, stellte man fest, dass Seeadler bezüglich der Beute „unterschiedliche individuelle Positionen auf der Achse zwischen Spezialist und Generalist einnehmen können“(FALKE 03/2016). So kam heraus, dass sich Seeadler in Deutschland von 30% Aas im Winterhalbjahr ernährten, welches „in Übereinstimmung mit den Schusszeiten“ gefunden wurde, was wiederum die Ursache der „Bleivergiftung durch Jagdmunition“ war (FALKE 03/2016). In Deutschland ist „die wichtigste nicht natürliche Todesursache von Seeadlern“ die Bleikontamination, weil sie das Schwermetall über das Aas aufnehmen (VÖGEL 02/2016).

Mit der „Aufnahme von bleihaltigen Geschossresten mit der Nahrung (angeschossenes Wild, Aas, Aufbruch)” kommt es „zu oftmals tödlichen Bleivergiftungen bei Seeadlern und anderen Greifvögeln” (Krone: „Bleivergiftungen bei Greifvögeln” (2011)). Des Weiteren belegen zahlreiche Studien, „dass die Hauptbleiquellen erlegte Wildtiere sind, deren Gewebe mit Bleischroten oder Partikeln von bleihaltigen Jagdgeschossen durchsetzt ist” und es heisst, dass „Röntgenmikroanalytische Untersuchungen der Metallpartikel, die in den Mägen bleivergifteter Seeadler gefunden wurden, ergaben, dass hauptsächlich Bleifragmente von Teilmantelgeschossen die Vergiftungen verursachen” (Krone: „Bleivergiftungen bei Greifvögeln” (2011)). Die Analyse der Mageninhalte „von 126 tot aufgefundenen Seeadlern aus ganz Deutschland” zeigt, „dass diese fast ausschliesslich zuletzt Paarhufer frassen” und da die Seeadler „an einer akuten Bleivergiftung” starben, „ist es sehr wahrscheinlich, dass die Nahrungsresteaus ihren Mägen die Quellen der Bleiartikel darstellten” (Krone: „Bleivergiftungen bei Greifvögeln” (2011)).

Im Müritz-Nationalpark wurden von 1996 bis 2009 35 tot oder stark geschwächten Seeadler gefunden und davon wurden 18 tote Seeadler durch das Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung untersucht (Krone: „Bleivergiftungen bei Greifvögeln” (2011)). Im Untersuchungsergebnis fand man heraus, dass von den 18 toten Seeadlern 10 Seeadler an Bleivergiftung starben (Krone: „Bleivergiftungen bei Greifvögeln” (2011)).

Das Gefieder ist „allgemein dunkelbraun; Flügelspitzen grauCampbell („Das grosse Vogelbuch“) oder das Gefieder ist „mittel- bis dunkelbraun“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder das Gefieder ist dunkelbraun bis fahlbraun (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder das Gefieder ist dunkelbraun bis schwachbraun (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder das Gefieder ist dunkelbraun (Thiede „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005); Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983); „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder das Gefieder ist dunkelbraun, auf dem Rücken heller (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder das Gefieder ist „einfarbig braun“ (Dierschke: „1000 Vögel“) oder das Gefieder ist braun (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006): Krone: „Bleivergiftungen bei Greifvögeln” (2011); Deutsche Wildtierstiftung: „Der letzte Schrei! Schutzprogramm für den Schreiadler in Deutschland“; Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965); Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988); "LBV-Kompakt Greifvögel"; Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002); FALKE 12/2014) oder das Gefieder ist „einheitlich braun“ (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder das Gefieder ist „graubraun“ (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder das Gefieder ist Gefieder hellbraun (Hayman, Hume: „Die Küstenvögel Europas“ (2006); Hume: „Vögel beobachten und bestimmen“ (2014)) oder das Gefieder ist mittelbraun, „je nach Mauserzustand, aufgrund älterer und jüngerer Federn mit unterschiedlichen Brauntönen schuppig“ wirkend (VÖGEL 04/2012).

Der Kopf und der Hals sind hell („Das Leben an Bächen und Seen“, (2006)) oder der Kopf ist weissgelb (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder der Kopf und der Hals sind gelblichweiss (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder der Kopf ist hell oder heller (Hume: „Vögel in Europa“, (2013); Hume: „Vögel beobachten und bestimmen“ (2014); „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); "LBV-Kompakt Greifvögel"; VÖGEL 04/2014; Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder der Kopf und der Hals sind heller (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002); FALKE 12/2014) oder der Kopf ist weisslich (Hayman, Hume: „Die Küstenvögel Europas“ (2006)) oder der Kopf und Hals sind „weisslich aufgehellt“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder Kopf und Hals sind hellbraun (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder „Kopf hellbraun mit gelblichen Überflug“ (Yoo Bum-joo: „Vögel Koreas“ (2007)) oder der Kopf ist „im Alter oft hell, manchmal fast weiss“ (Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988)) oder der Kopf und der Hals sind „weissgelblich bis rahmfarben“ (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder der Kopf und der Hals haben einen helleren Braunton, „der blond erscheinen kann“ (VÖGEL 04/2012).

Die Augen sind „gelblich/bernsteinfarben“, bei den Jungvögeln zuerst braun (VÖGEL 04/2012) oder die Augen sind braun bei den Jungvögeln und dann „von Jahr zu Jahr heller” (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)).

Der Schnabel ist „blassgelb“ Campbell („Das grosse Vogelbuch“; Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder „blassgelb, zur Balz und zu Anfang der Brutzeit (Eiablage) leuchtend gelb“ (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) oder „blass bis zitronengelb“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder „gelblich“ (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder „leuchtend gelb“ („Lebendige Wildnis, Tiere der Meeresküsten“ (1993); Hume: „Vögel in Europa“, (2013); Krone: „Bleivergiftungen bei Greifvögeln” (2011)) oder hell (VÖGEL 04/2014) oder hellgelb (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder gelb (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007); WWF-Österreich: Prospekt: „Wir holen den Seeadler wieder heim“; WWF-Österreich: „Lass sie leben“; „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1); Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978); Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983); Hayman, Hume: „Die Küstenvögel Europas“ (2006); Hume: „Vögel beobachten und bestimmen“ (2014); Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); "Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989); Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004); Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000); Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009); Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004); Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988); Yoo Bum-joo: „Vögel Koreas“ (2007); Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); "LBV-Kompakt Greifvögel"; Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006); Deutsche Wildtierstiftung: „Der letzte Schrei! Schutzprogramm für den Schreiadler in Deutschland“; VÖGEL 04/2012) oder gelb, im Alter elfenbeinfarbig (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)).

Die Brust ist hellbraun (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder „weissgelblich bis rahmfarben“ (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder hellerer Braunton, „der blond erscheinen kann“ (VÖGEL 04/2012).

Die Beine sind gelb (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“).

Der Schwanz besteht aus 12 Schwanzfedern (Bergmann: „Vogelfedern an Flüssen und Seen“ (2012)) und ist weiss (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988); Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986); Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978); Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002); WWF-Österreich: Prospekt: „Wir holen den Seeadler wieder heim“; Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Greifvogelstation Hellenthal: Zooschild; „Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994); Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004); Thiede „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005); Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); Yoo Bum-joo: „Vögel Koreas“ (2007); Dierschke: „1000 Vögel“; „Lebendige Wildnis, Tiere der Meeresküsten“ (1993); Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009); „Das Leben an Bächen und Seen“, (2006); Hume: „Vögel in Europa“, (2013); Hume: „Vögel beobachten und bestimmen“ (2014); "LBV-Kompakt Greifvögel"; Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965); Blase: „Die Jägerprüfung“ (2007); Krone: „Bleivergiftungen bei Greifvögeln” (2011); Deutsche Wildtierstiftung: „Der letzte Schrei! Schutzprogramm für den Schreiadler in Deutschland“; „Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36. Auflage; Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013); DJV: "Unsere Greifvögel" (1992); VÖGEL 04/2012; VÖGEL 01/2018) oder reinweiss (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007); "Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989); VÖGEL 04/2014; Hayman, Hume: „Die Küstenvögel Europas“ (2006)) oder schneeweiss (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983); Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) „bis auf die Basis schneeweiss“ (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder weiss, mit dunkler Schwanzwurzel und „dunkelgewölkten Flecken“ (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) oder „rein weiss oder weiss mit brauner Fleckung“ an der Basis und an der Spitze“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)).

Zum Gefieder findet man auch genaugenommen, dass der Kopf, der Hals und die Brust hellbraun sind, das übrige Gefieder dunkelbraun ist, wobei die Federn „dunkle Schaftstriche“ haben („Lebendige Wildnis, Tiere der Meeresküsten“ (1993)) oder das Gefieder ist „überwiegend braun, heller gesäumt“, einem „gestricheltem bräunlichem“ Kopf und Hals, „brauner Brust“, „dunklem Bauch“ und Hosen (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder das Gefieder ist „braun mit hellem gelblichbraunen Kopf und Hals, durch einige unregelmässig hell gelblich gespitzte Oberflügeldecken, Mantel- und Schulterfedern etwas >unsauber< geschuppt wirkend“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder der Vorderkörper und der Kopf sind „hell gelb- oder graubraun“, die übrige Unterseite ist „recht einfarbig dunkel“ und auf der Oberseite haben die „dunklen Schwungfedern helle Flügeldeckfedern“ (Gensböl/Thiede: Greifvögel“ (2005)) oder der Kopf und der Hals sind hellbraun bis weisslich, ansonsten ist das Gefieder „dunkelbraun bis fahlbraun“, wobei der Rücken und die Flügeldecken „oft stark ausgebleicht“ sind (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006))

Die Grösse beträgt 61 bis 91cm („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994); Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder 77 bis 95cm (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004); Mebs: „Greifvögel Europas“, 2012; Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006; König: "Rendezvouz mit Tier und Mensch" (1974); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1); Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder 78 bis 102cm (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); Deutsche Wildtierstiftung: „Der letzte Schrei! Schutzprogramm für den Schreiadler in Deutschland“) oder 100cm (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder 74 bis 92cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009); Greifvogelstation Hellenthal: Zooschild) oder 62 bis 97cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 70 bis 90cm (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007); Lang: „Die Vögel Europas“; Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder 70 bis 92cm (Hayman, Hume: „Die Küstenvögel Europas“ (2006); Hume: „Vögel in Europa“, (2013); Hume: „Vögel beobachten und bestimmen“ (2014)) oder 69 bis 91cm (Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988); Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder 69 bis 92cm (Bezzel: „Deutschlands Vögel“ (2011); Dierschke: „1000 Vögel“) oder 80 bis 95cm (Thiede „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005)) oder 76 bis 92cm (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder 78 bis 95cm (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder 96 bis 92cm (Dierschke: „1000 Vögel“) oder bis zu 80cm (WWF-Österreich: Prospekt: „Wir holen den Seeadler wieder heim“) oder ca. 90cm (WWF-Deutschland: Prospekt: „Seeadler-Paradies Donau-Delta“; Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder 84cm bei den Männchen und 94cm bei den Weibchen (Yoo Bum-joo: „Vögel Koreas“ (2007)). In der amerikanischen Literatur findet man für diese Gäste oder Ausnahmeerscheinungen die Grössenangaben von 77 bis 92cm (Wheeler, Clark: „A Photographic Guide to North American Raptors“ (1995)) und von 66 bis 89cm (Dunn, Alderfer: „Field Guide to the Birds of North America“, 2011).

Die Fische ergreifen die Seeadler (wie beispielsweise Hechte, Karpfen, Dorsche, Aale, Barsche, Bleie) mit den Zehen im Tiefflug (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) oder sie stützen aus einer Höhe von etwa 15m (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) oder stützen aus einer Höhe von 10 bis 20m (Mebs: „Greifvögel Europas“, 2012); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder stürzen „vom erhöhten Ansitz aus oder im Suchflug“ (Greifvogelstation Hellenthal: Zooschild) dem Fisch entgegen, um ihn zu ergreifen und es wird somit nach der Beute getaucht (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“). Andererseits findet man auch, dass Seeadler im Tiefflug mit vorangeschnellten Fängen der erspähten Beute entgegen fliegen, um die Beute, nur selten untertauchend, zu erfassen (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)).

Es werden Fische bis zu 8kg erbeutet (Stern, Thielcke, Vester, Schreiber: „Rettet die Vögel, wir brauchen sie“; Herbig-Verlag (1978)). Fische, „die über 8 bis 9kg“ schwer sind, können von Seeadlern nicht aus dem Wasser gehoben werden, so dass die Seeadler mit der Beute ans Ufer mit den Flügeln rudern (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) müssen.

Die Beute besteht zu 84,6% aus Fischen, zu 11,5% aus Vögeln und zu 3,8% aus Säugetieren im nördlichen Weissrussland in den Jahren 1992-1999 (Ornithologische Mitteilungen: Jahrgang 53, Nr.: 10/2001). Der Anteil der Fische beträgt während der Brutzeit 91% in Grönland, 37% in Schleswig-Holstein, 56% in Mecklenburg laut einer Untersuchung (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)).

Zur Nahrung zählen auch Vögel (Schneehühner, Enten, Gänse, Taucher, Blessrallen, Säger, Kormorane, Möwen, kranke Kraniche und geschwächte Graureiher) und die Säugetiere (Schneehasen, junge Seehunde, Hamster, Hasen, Kaninchen, Füchse, Rehe und junge Wildschweine (Frischlinge), Mäuse, Maulwürfe) und Aas.

Es ist beobachtet worden, dass ein Seeadler ein Blesshuhn mittels ermatten in 35 bis 45 Minuten zur Strecke brachte, in dem der Seeadler immer wieder angriff bis das Blesshuhn am Ende der Kräfte war (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); Stern, Thielcke, Vester, Schreiber: „Rettet die Vögel, wir brauchen sie“; Herbig-Verlag (1978))). Oder bei einem anderen Seeadler wurden 40 Angriffe gezählt, bis die Beute, eine Blässralle, erbeutet wurde (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)). Es wird auch angegeben, dass Seeadler-Paare auch gemeinsam jagen, wobei der eine Seeadler die Beute antreibt und der andere Seeadler die Beute erfasst oder abwechselnd solage die Beute angreifen bis einer der Seeadler die Beute ergreifen kann (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)).

Des Weiteren findet man, dass auch den Fischadlern die Beute abgejagt wird (VÖGEL 04/2012) oder auch anderen Greifvögel die Beute abgejagt wird („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994)) oder „anderen Greifvögeln, Kolkraben oder Krähen die Beute abgejagt wird (Hayman, Hume: „Die Küstenvögel Europas“ (2006)).

Die Seeadler benötigen „ca. 700g Beutegewicht“ am Tag (WWF-Deutschland: Prospekt: „Seeadler-Paradies Donau-Delta“) oder „etwa 500g reines Fleisch jeden Tag“ (FALKE 12/2014).

Man stellte aufgrund einer Untersuchung bezüglich des Verhaltens von Seevögeln fest, dass Seeadler einen „lokalen Rückgang von bodenbrütenden Seevögeln im Nordostpazifik, im Nordwestatlantik und in Nordeuropa“ verursachen, da sie direkt Altvögel und Jungvögel der Seevögel erbeuten und indirekt durch ihr Aufscheuchen auch „Rabenvögeln und Möwen ermöglichen, Eier oder Küken“ der Seevögel zu erbeuten (FALKE 11/2013). Des Weiteren wird angegeben, dass „schon mehrfach Seevogelkolonien aufgegeben und an anderer Stelle neu gegründet“ wurden (FALKE 11/2013).

Die Balzflüge der Seeadler beginnen Mitte November bei den Standvögeln (FALKE 12/2014, Seite 11) bzw. im Dezember (FALKE 12/2014, Seite 10). Ansonsten findet man für die Seeadler den Zeitraum „Dezember oder Januar“ mit dem „Höhepunkt im Februar“ (Mebs: „Greifvögel Europas“, 2012)) bzw. „Dezember und Jänner“ (WWF-Österreich: „Lass sie leben“) bzw. „Oktober/November“ als Herbstbalz und die „eigentliche Balz im Dezember oder Januar“ mit dem „Höhepunkt im Februar“ (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) bzw. „Oktober/November“ mit dem „Höhepunkt vor allem im Februar“ (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) bzw. bis April (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)). Beide Seeadler rufen während dieser Zeit oft im Duett (Mebs: „Greifvögel Europas“, 2012)) oder rufen während der Balz „sehr häufig“ („Greifvögel und Falknerei“ (1989)). Während des Balzfluges stürzt das Männchen auf das Weibchen, das Weibchen dreht sich auf den Rücken und beide Seeadler berühren oder greifen sich mit den Fängen, die Seeadler überschlagen sich beide und fallen nun hinunter bis sie die Fänge wieder loslassen oder das Seeadler-Weibchen macht allein einen Salto oder eine Luftrolle, weil sich die Fänge nur berührten (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) oder beide Altvögel führen „atemberaubende Sturzflüge“ durch und berühren „sich dabei mit den Flügelspitzen“ (WWF-Österreich: „Lass sie leben“) oder beide Altvögel fliegen „dicht neben- oder übereinander“, „wobei sie sich häufig zueinander drehen, so dass der untere Partner kurzzeitig auf dem Rücken fliegt“, wobei sich dann beide gelegentlich mit den Füssen greifen und ein Rad schlagen (VÖGEL 04/2012). Das Seeadlerpaar kreist „mehr oder weniger über- bzw. hintereinander, unterbrochen von Flugmanövern wie Stössen des oberen auf den unteren Vogel, Seitwärtsrollen und Trudeln“ (FALKE 12/2014), wobei sich dann auch gelegentlich die Fänge „berühren oder verhaken“ (FALKE 12/2014). Bei der Begattung (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) fliegt das Männchen auf das Weibchen und schlägt mit den Flügeln. Die Begattungen, die auch am Folgetag nach Balzflügen durchgeführt werden, dauern ca. 10 bis 12 Sekunden (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)). Die Kopulationen sind zum Beginn der Balz „weniger und zum Termin der Eiablage hin immer häufiger“ („Greifvögel und Falknerei“ (1989)).

Das Nest ist bis zu 1,4 km in Deutschland in Schleswig-Holstein vom Wasser (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) und ca. 3 km in Deutschland vom Hauptnahrungsgebiet (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) entfernt. Der Abstand wird andererseits auch mit 10km (WWF-Deutschland: Prospekt: „Seeadler-Paradies Donau-Delta“) angegeben.

Das Nest befindet sich zum Teil in 30m Höhe („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994)) oder in hohen einzelnen Bäumen, in Felswänden oder auf dem Erdboden (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder „in Altholzbeständen von Kiefern oder Rotbuchen“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder „auf alten hohen Bäumen, meist in Altbeständen von Kiefern und Buchen“ (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) in über 100 jährigen Bäumen, in der Regel in Kiefern und Buchen (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder in Brandenburg und Berlin zu rund 80% auf Kiefern und zu rund 12% auf Buchen (AQUILA: „Seeadler: Bericht 2005 und 2006 für Brandenburg und Berlin“ 2006)) oder auf grossen Bäumen, Felsklippen oder auf dem Boden (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder „meist in den Kronen von Eichen oder Kiefern in lichten Wäldern“ (König: "Rendezvouz mit Tier und Mensch" (1974)) oder „am Waldrand, im Wald oder Gehölzen 20 bis 30m Hoch auf Bäumen mit freiem Anflug“ (FALKE 12/2014) oder „kaum unter 10, meist um und über 20 (bis 30)m“ (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) oder hohen Bäumen oder Felsen (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) oder einem Felsband oder auf einer flachen Baumkrone (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder auf dem Boden (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)).

Die Seeadlerpaare benutzen das Nest viele Jahre (Dierschke: „1000 Vögel“) oder mehrere Jahre und bauen es dabei aus oder verbessern es (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)). Oder man findet auch, dass das Nest, wie „ein grosser Haufen von Ästen“ aussieht (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)). So kann das Nest einen Durchmesser von über 1m und einer Höhe von bis zu 2m (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder einen Durchmesser von bis zu 2m und einer Höhe von bis zu 1m (König: "Rendezvouz mit Tier und Mensch" (1974)) oder einen Durchmesser „von bis zu zwei Metern“ (FALKE 12/2014) oder 2m breit und 3 bis 5m hoch (Stern, Thielcke, Vester, Schreiber: „Rettet die Vögel, wir brauchen sie“; Herbig-Verlag (1978)) oder einen Durchmesser vom 3m (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder einen Durchmesser von bis zu 2m und eine Höhe von bis über 1m (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) haben.

Das Seeadler-Paar bessert entweder den alten Horst aus oder baut sich einen neuen Horst (VÖGEL 04/2012) oder die Seeadler besitzen mehrere Nester und benutzen die Nester abwechselnd (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)). Das Nest wird mit Gras, Flechten, Heu und Moos ausgepolstert (Stern, Thielcke, Vester, Schreiber: „Rettet die Vögel“ (1978); Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder „mit kleineren Ästen sowie Zweigen von Laub- und Nadelbäumen und Gras“ ausgepolstert (VÖGEL 04/2012). Auch während der Brut und der Aufzucht der Jungvögel „wird der Horst regelmässig mit frischen Zweigen, die Nadel oder Blätter aufweisen, begrünt“ (VÖGEL 04/2012).

Das Weibchen legt 1 bis 3, meist 2 Eier (Deutsche Wildtierstiftung: „Der letzte Schrei! Schutzprogramm für den Schreiadler in Deutschland“) oder 1 bis 3, „gewöhnlich 2, mattweisse Eier(Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder „1-3, meist 2“ kalkweisse, meist ungefleckte Eier (Mebs: „Greifvögel Europas“, 2012); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006)) oder „zwei bis drei“ kalkweisse, rauhschalige Eier (FALKE 12/2014) oder 1 bis 2 Eier (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder 1 bis 2 „graue, etwa gänseeigrosse Eier“, wobei „höchstens drei Jungvögel“ im „Jahr grossgezogen werden“ können (Glässgen: “Expeditionen ins Tierreich, Begleitbuch zur Fernsehsendung im Ersten” (1998)) oder 1 bis 2 Eier oder 2 bis 3 Eier (Greifvogelstation Hellenthal: Zooschilder) oder 1 bis 3 „matt kalkweisse, schwach glänzende oder grünlich bis rahmfarben überhauchte Eier“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994)) oder 2 Eier (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder 2 weisse Eier (Bezzel: „Deutschlands Vögel“ (2011)) oder „meist 2 Eier“ (Weltvogelpark: Zooschild) oder 2, selten 3 kalkweissen Eier (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder 2 bis 3 kalkweissen Eier (König: "Rendezvouz mit Tier und Mensch" (1974)) oder 2 bis 3 weisse Eier (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1); VÖGEL 04/2012) oder normalerweise 1 bis 3 Eier (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder 1 bis 3 Eier (Thiede „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005); WWF-Deutschland: Prospekt: „Seeadler-Paradies Donau-Delta“; Hansen, Hauff, Spillner: „Seeadler, gestern und heute“; „Das Leben an Bächen und Seen“, (2006); Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006); “Der Falkner” (2017)) oder 1 bis 3 kalkweisse Eier (WWF-Österreich: Prospekt: „Wir holen den Seeadler wieder heim“) oder 1 bis 4 Eier (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder 2 bis 4 Eier (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder in der Regel 2 bzw. 1 bis 4 grünliche oder rahmfarbene, einzeln hellbraun gefleckte Eier (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) oder 1 bis 2 Eier im nördlichen Weissrussland (Ornithologische Mitteilungen: Jahrgang 53, Nr.: 10/2001).

Als Legeabstand findet man 2 Tage (FALKE 12/2014) oder 1 bis 3 Tage (VÖGEL 04/2012) oder 2 bis 3 Tage (Mebs: „Greifvögel Europas“, 2012)) oder 2 bis 4 Tage (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) oder 2 bis 5 Tage (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder 48 bis 60 Stunden (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)).

Als Legebeginn wird der Januar im Irak bis zum Mai in Grönland, abhängig von der geographischen Lage (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) oder Ende Februar in Griechenland (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983)) oder „Mitte Februar und Mitte März“ (WWF-Österreich: „Lass sie leben“) oder ab Februar im Süden und im April oder Mai im Norden (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder „je nach geographischer Breite“ „zwischen Februar und Mai“ (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) angegeben. Des weiteren findet man als Brutzeitraum „Ende Februar und Anfang April“ (König: "Rendezvouz mit Tier und Mensch" (1974)) oder „Ende Februar“ bis „Anfang März“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder „Februar/März“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1); Greifvogelstation Hellenthal: Zooschild) oder „Ende Februar bis Mitte März“ (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000); VÖGEL 04/2012) oder „Ende Februar-Ende März“ (Deutsche Wildtierstiftung: „Der letzte Schrei! Schutzprogramm für den Schreiadler in Deutschland“) oder März (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder „Februar bis Juli“ (Bezzel: „Deutschlands Vögel“ (2011)) oder Mitte Februar bis Anfang April (Hansen, Hauff, Spillner im Buch „Seeadler, gestern und heute“; „Das Leben an Bächen und Seen“, (2006)) oder „Mitte Februar bis April” (“Der Falkner” (2017)) oder „Anfang bis Ende März“, „in zwei Fällen auch noch in der ersten Aprilwoche“ („Greifvögel und Falknerei“ (1989)) oder „März bis Juli“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) angegeben.

Die Eier werden von beiden Altvögeln (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); VÖGEL 04/2012 ; FALKE 12/2014) oder von beiden Altvögeln, wobei sich das Männchen nur „in den frühen Morgenstunden für kurze Zeit“ beteiligt (Stiefel: „Ruhe und Schlaf bei Vögeln“, NBB 487 (1976)) oder von beiden Altvögeln, jedoch am meisten vom Weibchen (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) oder von beiden Altvögeln, wobei das Männchen das Weibchen „täglich für längere Zeit“ ablöst (Thiede „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005)) oder von beiden Altvögeln oder nur vom Weibchen (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder hauptsächlich vom Weibchen, wobei das Männchen das Weibchen zwischendurch ablöst (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder „hauptsächlich vom Weibchen“ (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) ausgebrütet. Oder man findet auch, dass das Weibchen grundsätzlich nachts brütet und nur am Tage vom Männchen abgelöst wird oder das Weibchen brütet „viermal so lange wie das Männchen“ („Greifvögel und Falknerei“ (1989)).

Die Jungen schlüpfen nach 34 bis 42 Tagen (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); Thiede „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005)) oder in ca. 38 Tagen (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013); Glässgen: “Expeditionen ins Tierreich, Begleitbuch zur Fernsehsendung im Ersten” (1998); Deutsche Wildtierstiftung: „Der letzte Schrei! Schutzprogramm für den Schreiadler in Deutschland“; VÖGEL 04/2012; “Der Falkner” (2017)) oder in etwa 40 Tagen („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994); Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder in 35 bis 40 Tagen (König: "Rendezvouz mit Tier und Mensch" (1974); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder in 35 bis 42 Tagen (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder in 5 bis 6 Wochen (Stern, Thielcke, Vester, Schreiber: „Rettet die Vögel“ (1978)) oder in 6 Wochen (Handrinos/Demetropoulos: „Raubvögel in Griechenland“ (1983); WWF-Österreich: „Lass sie leben“) oder in 40 bis 45 Tagen (Greifvogelstation Hellenthal: Zooschild) oder in 38 bis 40 Tagen (Groth: „Das grosse Buch des WWF, 40 Jahre Naturschutz für und mit dem Menschen“; WWF-Österreich: Prospekt: „Wir holen den Seeadler wieder heim“; Hansen, Hauff, Spillner im Buch „Seeadler, gestern und heute“; „Das Leben an Bächen und Seen“, (2006)) oder in 38 bis 42 Tagen (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986); Zimmer/Eisenbach: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“ (2006); FALKE 12/2014) oder 38 (36) bis 42 Tagen (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) aus ihren Eiern.

In den ersten zwei Wochen werden die Jungvögel „ständig bewacht(Thiede „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005)) und vom Weibchen „intensiv gehudert und versorgt“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder „vom Weibchen gehudert und bewacht“ (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder meist vom Weibchen, nur manchmal vom Männchen, gehudert (Stiefel: „Ruhe und Schlaf bei Vögeln“, NBB 487 (1976)). Das Männchen schläft nachts auf einem Schlafbaum in der Horstnähe (Stiefel: „Ruhe und Schlaf bei Vögeln“, NBB 487 (1976)). Nur in Grönland bleiben beide Altvögel nachts im Horst bei den Jungvögeln (Stiefel: „Ruhe und Schlaf bei Vögeln“, NBB 487 (1976)). König ("Rendezvouz mit Tier und Mensch" (1974)) gibt an, dass in den ersten Tagen nach dem Schlupf der Jungvögel Kämpfe unter den Jungvögeln auftreten, wobei der jüngste Jungvogel stirbt, wenn nicht genügend Futter durch die Altvögel herbeigeschafft werden kann. Oder man findet auch, dass bei Nahrungsmangel ein Junges umkommt und „verzehrt“ wird („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)). In 50 von 100 Bruten werden 2 oder noch seltener 3 Jungvögel gross („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)).

Flügge sind die Jungvögel mit 56 Tagen (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder 7 bis 8 Wochen (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) klettern die jungen Seeadler bereits in den Ästen herum. Die ersten Flugversuche beginnen mit 8 Wochen (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder mit 70 Tagen (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder mit 10 Wochen (König: "Rendezvouz mit Tier und Mensch" (1974)) oder mit rund 80 Tagen (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); Glässgen: “Expeditionen ins Tierreich, Begleitbuch zur Fernsehsendung im Ersten” (1998)) oder mit 70 bis 75 Tagen (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder mit 70 bis 90 Tagen (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) oder mit 80 bis 90 Tagen (Groth: „Das grosse Buch des WWF, 40 Jahre Naturschutz für und mit dem Menschen“; WWF-Österreich: Prospekt: „Wir holen den Seeadler wieder heim“; Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000); „Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994); Thiede „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005); Zimmer/Eisenbach: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“ (2006); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); „Das Leben an Bächen und Seen“, (2006); Hansen, Hauff, Spillner im Buch „Seeadler, gestern und heute“; Deutsche Wildtierstiftung: „Der letzte Schrei! Schutzprogramm für den Schreiadler in Deutschland“; Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder mit 90 Tagen (“Der Falkner” (2017)) oder mit etwa 12 Wochen (WWF-Österreich: Broschüre: „Lass' sie leben“) oder mit 12 bis 13 Wochen (Stern, Thielcke, Vester, Schreiber: „Rettet die Vögel“ (1978)) oder mit „12 bis 14 Wochen“ (FALKE 12/2014).

Nach dem verlassen des Nestes werden die Jungvögel noch 35 bis 40 Tage (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder 1 bis 2 Monate (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); Thiede „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005)) oder 2 bis 3 Monate (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) betreut und gefüttert.

Die Seeadler mausern sich von März bis Oktober (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005) oder von Februar bis November (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)).

Seit 1975 konnten in Deutschland 17 Fälle von Federmissbildungen bei Seeadlern im Nestlings- und Ästlingszeitalter dokumentiert werden, bei denen „die betroffenen Jungadler ihr Grossgefieder bereits teilweise oder vollständig verloren” haben, dadurch nicht flugfähig sind und „das noch vorhandene oder bereits neu geschobene Grossgefieder” deutlich verändert ist (AQUILA: „Seeadler: Bericht 2005 und 2006 für Brandenburg und Berlin“ 2006)).

Geschlechtsreif sind die Jungvögel mit 3 bis 4 Jahren (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); König: "Rendezvouz mit Tier und Mensch" (1974)) oder mit 3 bis 4 Jahren geschlechtsreif, „haben aber meist erst ein bis zwei Jahre später das erste Mal Junge“ (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder erst mit 4 Jahren (Glässgen: “Expeditionen ins Tierreich, Begleitbuch zur Fernsehsendung im Ersten” (1998)) oder mit frühestens 4 Jahren (Hansen, Hauff, Spillner im Buch „Seeadler, gestern und heute“) oder meistens im 4. Jahr („Das Leben an Bächen und Seen“, (2006)) oder mit 5 Jahren (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); „Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994); FALKE 12/2014; „ORDEN DEUTSCHER FALKONIERE“ (2013); “Der Falkner” (2017); Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) oder mit 5 bis 6 Jahren (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)).

Andererseits findet man, dass „über den Eintritt der Geschlechtsreife … noch manches im unklaren“ liegt, da sie „normalerweise“ mit dem Alterskleid im „5. bis 6. Lebensjahr“ eintritt (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)). Andererseits findet man auch, dass die Seeadler das Altgefieder mit 5 Jahren bekommen (VÖGEL 04/2012) oder „mit etwa fünf Jahren“ wird der Schwanz weiss (Bergmann: „Vogelfedern an Flüssen und Seen“ (2012)) oder mit 5 Jahren einen weisen Schwanz und einen gelben Schnabel bekommen (“Der Falkner” (2017)) oder erst mit 6 bis 7 Jahren „voll ausgefärbt“ sind (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)).

Die Jungvögel streifen umher („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973 und 1994); Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)) oder ziehen zwischen September und Oktober „aus dem elterlichen Revier“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)).

Die Seeadler erneuern das Grossgefieder „überwiegend im Sommer“, „aber im Allgemeinen über mehr als ein Jahr hin“ vollständig, wobei im Winter „eine Mauserpause eingehalten“ wird (Bergmann: „Vogelfedern an Flüssen und Seen“ (2012)).

Die Seeadlerpaare bleiben in der Regel „ein Leben lang zusammen(Bezzel: „Deutschlands Vögel“ (2011); „Das Leben an Bächen und Seen“, (2006)) oder bleiben „lebenslang zusammen(Zoo Rostock: Zooschild) oder führen eine Dauerehe (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Stern, Thielcke, Vester, Schreiber: „Rettet die Vögel, wir brauchen sie“; Herbig-Verlag (1978); Dierschke: „1000 Vögel“; “Der Falkner” (2017)).

Ein Höchstalter von 20 Jahren (Hume: „Vögel in Europa“, (2013); VÖGEL 04/2012) oder von 15 bis 40 Jahre (“Der Falkner” (2017)) oder von 40 Jahren (Bezzel: „Deutschlands Vögel“ (2011)) oder von 36 Jahren (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder bis zu 50 Jahren (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) wird angegeben.

Ein Höchstalter in der freien Natur von bis über 30 Jahren (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder von 31 Jahren (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) wird angegeben.

Ein Höchstalter in Gefangenschaft mit 40 Jahren (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder von bis zu 42 Jahren (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) wird angegeben.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Falknerei Adlerhorst gemacht.                                           .

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Deutschen Greifenwarte Bernolph Frhr. von Gemmingen, Burg Guttenberg (früher: Deutsche Greifenwarte Claus Fentzloff, Burg Guttenberg) gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Wildpark Lüneburger Heide Nindorf-Hanstedt gemacht.                              .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Wildpark & Greifvogelzoo Potzberg gemacht.                        .

greifseeadlerG18SeeadlerPotzberg

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Adlerwarte Berlebeck gemacht.                                      .

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Sächsischen Jagdfalknerei Schloss Augustusburg gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Burgfalknerei Hohenbeilstein (links), im Tierpark Hofgeismar-Sababurg (mitte) und im Adler- und Falkenhof Burg Maus (rechts) gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Tierpark Berlin (Friedrichsfelde) gemacht.

sfelde

Die nachfolgenden Fotos wurden im Weltvogelpark (früher: Vogelpark Walsrode) gemacht.                          .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Wildpark Eekholt gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Greifvogelstation Hellenthal gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Falknerei Bergisch Land in Remscheid gemacht.                          .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Tierpark Thale gemacht.                                              .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoo Schmiding gemacht.

Die nachfolgenden Fotos (Eine Beobachtungsstudie in Bildern) unterhalb dieser Zeilen wurden im Zoo Stuttgart (Wilhelma) aufgenommen.

... links Männchen; rechts Weibchen: rufend

... Rabenkrähe und Seeadler

greifseeadlerL67SeeadlerStuttgart

... das Paar

... sich putzend

... schlafend/ruhend

... fressend

... trinkend

... fliegend

... im Gras

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Falknerei im Wildpark Daun gemacht.

Die nachfolgenden Fotos eines Jungvogels wurden im Greifvogelpark Grafenwiesen aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Vogelpark Marlow gemacht.

Die nachfolgenden Fotos (rechts Nickhaut) wurden im Falkenhof Schloss Rosenburg (Riedenburg) gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Falknerei Herrmann (Plauen) aufgenommen.                               .

nach oben

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Greifvogelzentrum/Falknerei Damm im Erlebnis-Wald Trappenkamp aufgenommen. .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Vogelpark Niendorf (Timmendorfer Strand) gemacht.                             .

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden im Zoo Rostock aufgenommen.                                           .

Die Fotos unterhalb dieser Zeilen wurden in der Falknerei Burg Greifenstein (Sandra Jung & Benedikt Nyssen GbR) aufgenommen

.                                                                                                                 .

Klick zum externen Fotoalbum
Klick ...
Klick zum Leser-E-Mail-Archiv