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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Familie 1: Habichtartige, lat. Accipitridae
Unterfamilie Bussardartige, lat. Buteoninae
Gattung: Adler, lat. Aquila

02. Spanischer Kaiseradler oder Westlicher Kaiseradler oder Prinzenadler, lat. Aquila adalberti (früher Aquila heliaca adalberti)

Der Forscher / Entdecker Savigny beschrieb im Jahr 1809 zuerst den östlichen Kaiseradler, soll heissen die Art Aquila heliaca. Der Spanische Kaiseradler oder Westliche Kaiseradler, lat. Aquila adalberti, wurde von Christian Ludwig Brehm im Jahre 1861 erstmalig beschrieben. Auf Deutsch übersetzt steht die lateinische Bezeichnung "Aquila heliaca" für Adler ("Aquila": aus dem lateinischen stammend) und für "zur Sonne gehörig" ("Heliaca": aus dem griechischen stammend). Die Bezeichnung "Adalberti" bezieht sich auf den Vornamen Albert, des damaligen Prinzen Albert von Preussen (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)); daher auch Prinzenadler. In der Vergangenheit wurde der Kaiseradler, lat. Aquila heliaca, engl. Imperial Eagle, in die zwei Unterarten Aquila heliaca heliaca und Aquila heliaca adalberti untergliedert. Die Forscher Dr. Ingrid Seibold, Dr. Andreas J. Helbig, Dr. Bernd-Ulrich Meyburg, Dr. Juan José J. Negro und Prof. Michael Wink haben daraus aufgrund durchgeführter molekularbiologischer Untersuchungen (PCR und DNA: „Genetic Differentiation and Molecular Phylogeny of European Aguila Eagles according to Cytochrome b Nucleotide Sequences“, I. Seibold, A.J. Helbig, B.-U. Meyburg, J.J. Negro, M. Wink, 1996) zwei eigenständige Arten wieder gemacht.

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”. Es sei darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht, dass im Lauf der Zeit aufgrund von Veränderungen im Bestand der in den Falknereien und/oder (zoologischen) Einrichtungen gehaltenen Arten, die fotografierten Arten nicht mehr gezeigt werden oder nun andere Arten zu sehen sind.

02. Spanischer Kaiseradler oder Westlicher Kaiseradler oder Prinzenadler
lat. Aquila adalberti (früher Aquila heliaca adalberti)

Die Spanischen Kaiseradler oder Westlichen Kaiseradler sind in den gebirgigen Gegenden, den Gebirgswäldern, in den Tälern, den Wäldern (insbesondere Eichenwäldern), den offenen, flachen und hügeligen Landschaften, den bewaldeten Schwemmlandebenen, den Rändern der Flussmündungsgebiete, den offenen Wäldern und Feldern, im leicht bewaldeten Tiefland und in den „bewaldeten Hochebenen, wo parkähnlich aufgelockerte Korkeichen- und Pinienwälder mit Zistrosen- und Heideflächen abwechseln(de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) in bis zu 1500m Höhe.

Die Reviergrösse oder der Aktionsrahmen beträgt mindestens 50 km² (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) bzw. „etwas mehr als 2000ha“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)). Im Jahre 1975 stellte man fest, dass auf einer Fläche von 100 km² mindestens 4 Paare in Spanien brüteten. Andererseits ist auch beobachtet worden, dass in Gebieten mit grossem Nahrungsangebot mehrere Paare zusammen leben, so dass man keine eindeutigen Reviergrenzen mehr ziehen konnte.

Die Spanischen Kaiseradler oder Westlichen Kaiseradler sind Standvögel (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); VÖGEL 04/2009; Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)). Dennoch konnte man Wegstrecken bei Altvögeln von ca. 160 km feststellen. Nur die Jungvögel verlassen die elterlichen Reviere, in dem sie Wegstrecken von „bis zu 350km“ fliegen, um sich in einem neuen Revier niederzulassen (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) bzw. „streifen in gewissen Umfang umher“ (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005)).

Als Verbreitungsgebiet findet man Spanien und in Nordmarokko „erloschen“ (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) bzw. Spanien („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1) bzw. „das Gebiet um die Coto Donana im Süden Spaniens“ als „Hauptverbreitungsgebiet“ (Lang: „Die Vögel Europas“) bzw. „Zentral- und Südwestspanien“ (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“(2003)) bzw. Spanien und Portugal (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) bzw. die Pyrenäenhalbinsel („Welt der Vögel“ (1976)) bzw. „den Süden der Pyrenäenhalbinsel und den Norden Marokkos“ (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) bzw. Spanien, Marokko (Wüst: "Avifauna Bavariae, Die Vogelwelt Bayerns im Wandel der Zeit", Band 1 (1979?)) bzw. in Mordmarokko, Süd- und Mittelspanien (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) bzw. die Iberische Halbinsel (Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)) bzw. „in Iberien“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) bzw. der Iberischen Halbinsel und Nordwestafrika (Dr. Makatsch: „Die Eier der Vögel Europas“ (Band 1), 1974) bzw. „Südwesten der Iberischen Halbinsel“ (Bergmann, Helb, Baumann: "Die Stimmen der Vögel Europas" (2008)) bzw. „Süd-, West- und Mittelspanien, Portugal“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) bzw. „Zentral-, West- und Südspanien“, Portugal (Altenborough: „Unsere einzigartige Erde“ (1990)) bzw. Spanien, „früher auch Brutvogel Portugals und Nordafrikas“ (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005)) bzw. Zentral- und Südspanien (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) bzw. Spanien und Portugal (Walters: „Die Signale der Vögel“ (2011)) bzw. Südwestspanien und Südportugal (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) bzw. Südwestspanien, seit 2003 wieder Portugal, seit 1995 wieder Marokko (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)).

Zum Bestand der Spanischen Kaiseradler oder Westlichen Kaiseradler findet man „nur noch wenige Paare” (Pforr und Limbrunner: „Ornithologischer Bildatlas der Brutvögel Europas, Band 1 (1991)), „weniger als 30 Paare“ 1960 (VÖGEL 04/2009), 30 brütende Paare in den 60er Jahren (Walters: „Die Signale der Vögel“ (2011); Viering, Knauer: „Die letzten Tierparadiese“ (2011); Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1), 38 Paare im Jahre 1974 (FALKE 10/2009), einige Dutzend Exemplare („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 18 (1988)), „weniger als 40 Paare“ „in den 1970er-Jahren“ (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)), 40 Paare (Pielowski: „Die Greifvögel“ (1993)), „weniger als 60 Brutpaare“ (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)), „weniger als 100“ Brutpaaren (Altenborough: „Unsere einzigartige Erde“ (1990)), „über 100“ Brutpaare in Spanien und einige wenige in Portugal (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“), „kaum 150“ Brutpaare (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“(2003)), 150 Paare (Mebs „Greifvögel Europas“ (2002); Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1), 175 Paare im Jahre 2002 (Gensböl/Thiede „Greifvögel“ (2005)), „nicht einmal mehr 200“ Paare (Falke 06/2005), 182 Paare in Spanien und 1 bis 2 Paare in Portugal (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)), etwa 180 Paare in Spanien und Portugal (Heintzenberg: „Greifvögel und Eulen“ (2007)), „nähert sich inzwischen 200“ Paare (Walters: „Die Signale der Vögel“ (2011)), über 200 Paare (VÖGEL 04/2009), 232 Brutpaare im Jahr 2007 in Spanien (FALKE 06/2009), 253 Brutpaare im Jahr 2008 (FALKE 10/2009), 279 Paare in Spanien und 3 Paare in Portugal (Mebs: “Greifvögel Europas” (2012)), 282 Paare im Jahr 2010 (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)).

Die Spanischen Kaiseradler oder Westlichen Kaiseradler sind durch „Entwaldung und übermässige Beweidung durch Rinder“, Pestizide, Abschuss, Kollisionen mit Überlandleitungen (Altenborough: „Unsere einzigartige Erde“ (1990)) bzw. „Habitatsumwandlung, Vergiftung, Hochspannungsleitungen“ (Walters: „Die Signale der Vögel“ (2011)) bzw. durch „Stromleitungen, Vergiftungen“, „direkte menschliche Verfolgung, speziell durch Balg- und Eiersammler“ (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) bzw. durch Stromschläge an Strommasten (VÖGEL 04/2009) bedroht. An Stromleitungen verunglückten mindestens 30% (Falke 06/2005) der jungen Spanischen Kaiseradler. Von 17,6 auf 80% (Falke 06/2005) in den ersten 6 Monaten verbesserten sich die Überlebenschancen der markierten Spanischen Kaiseradler, nachdem die Stromkabel unter die Erde gelegt wurden. Auch FALKE (10/2009) steht weiter, das das Problem die Sterblichkeit der Jungvögel, die verursacht wird „durch „Exekution“ an Stromleitungstrassen und die Aufnahme von Giften, die zur Bekämpfung von Beutegreifern ausgelegt wurden“ (FALKE 10/2009), ist.

Im Zeitraum von 1990 bis 1999 wurden 57 Spanische Kaiseradler vergiftet, weil sich spanische Bauern einbildeten, die Spanischen Kaiseradler würden ihre Lämmer wegfressen (VÖGEL 04/2009). Zur Jahrtausendwende setzte man 19 in Gefangenschaft aufgezogene Spanische Kaiseradler in einer Gegend aus, in der Männer mit Auffassung leben, „dass jeder Mann in seinem Leben einen Adler töten müsse“, was dazuführte, dass in den kommenden 3 Jahren „mehr als die Hälfte der ausgesetzten Tiere“ vergiftete wurden (VÖGEL 04/2009). Der Grund warum dennoch die Bestandszahlen steigen, sind die erfolgreichen Bemühungen der Zentralregierung und mehrerer Provinzen seit 1987 in den Projekten „in der Extremadura und den >Montes de Toledo< südwestlich von Madrid“ und seit 1996 mit einem „Rettungsplan auf europäischer Ebene“ in dem 14.000 Hoch- und Mittelspannungsmasten umgebaut, der Sperrung und Bewachung der Brutreviere und der Aufklärungsarbeit der spanischen Ornithologen und Förster (VÖGEL 04/2009).

Zur Stimme (in Buchstaben formuliert) des Spanischen Kaiseradlers oder Westlichen Kaiseradlers heisst es in der Literatur, dass diese wie „krau, krau, kroch, kroch, kroch“ (Pforr, Limbrunner: „Ornithologischer Bildatlas“, Band 1 (1991) oder „rau bellend >auk-auk-auk<“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder dunkel bellend, an Kolkraben erinnernd (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“(2003)) oder „scheltend“, an Kolkraben erinnernd (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder „rauh >krock-krock-krock<“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder „bellend“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder tief bellend (Lang: „Die Vögel Europas“) oder „hundeähnlich bellend >auk<“ (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder „tief bellend >auk< >auk<“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) klingt. Des Weiteren findet man zur Stimme, dass der Spanische Kaiseradler oder Westliche Kaiseradler „schrille auf- und absteigende "Triller" bei Erregung“ (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1), oder „tiefes bellen“ (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder „bellende und rauhe Balzrufe“ (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1) oder bellende Rufe zur Balz von sich gibt, <ko-gok>-Warnrufe (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) von sich gibt. „Der Warnruf am Brutplatz ist ein gedämpftes >ko gok<“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2006)). Die Stimme ist „viel höher und melodischer als“ beim östlichen Kaiseradler (Bergmann, Helb, Baumann: "Die Stimmen der Vögel Europas" (2008)).

Das Gefieder der Spanischen Kaiseradler oder Westlichen Kaiseradler wird mit sehr dunkel (Gensbol, Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder dunkelbraun (Gooders: „Vögel Europas“ (1999); Lang: „Die Vögel Europas“) oder mit sehr dunkel braun-schwarz (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder schwarzbraun (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005); „Lebendige Wildnis, Tiere der Taiga“ (1993); Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004); Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder „dunkelbraun bis schwarzbraun“, der Rücken und die Oberseite der Flügel ist „mit weissen Federn durchsetzt (kleine Flecke)“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder einfarbig schwarzbraun (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder „braun und schwarz“ (Walters: „Die Signale der Vögel“ (2011)) oder überwiegend schwarzbraun (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) angegeben, wobei Männchen und Weibchen gleich gefiedert sind.

Zum Oberkopf, dem Scheitel, dem Hinterkopf, dem Hinterhals und dem Nacken der Spanischen Kaiseradler oder Westlichen Kaiseradler findet man in der Literatur, dass der Hinterkopf und der Nacken gelblich (Pforr, Limbrunner: „Ornithologischer Bildatlas“, Band 1 (1991) oder dass der Oberkopf hell (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder dass der Hinterkopf und Nacken gelb (Heintzenberg: „Greifvögel und Eulen, Alle Arten Europas“ (2007)) oder dass der Scheitel und Nacken hellgelb (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder dass der Scheitel und der Nacken hellgelblich (Lang: „Die Vögel Europas“) oder dass der Scheitel und Nacken gelblichweiss (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder dass der Kopf weniger beige (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder dass der „Kopf weniger rostisabellfarben und um den Flügelbug und auf den Kleinen Armdecken des Oberflügels eher weiss“ (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder dass der Kopf und der Nacken hell und cremefarben (Gensbol, Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder dass der Hinterkopf und der Nacken goldgelb (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder dass der Hinterkopf und der Nacken hellgelblichbraun (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder dass der Nacken blassgelbblich (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder dass der Oberkopf und der Nacken fahl- bis rostgelb (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder dass der Nacken hell goldgelb (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder dass der Scheitel und Nacken blassgelb („Lebendige Wildnis, Tiere der Taiga“ (1993)) oder dass der Nacken und die Halsoberseite aufgehellt sind (Bergmann, Helb, Baumann: "Die Stimmen der Vögel Europas" (2008)) ist.

Der Spanische Kaiseradler oder Westliche Kaiseradler hat breite weisse Schulterflecken oder Schulterfedern. Des Weiteren hat der Spanische Kaiseradler oder Westliche Kaiseradler als Unterscheidungsmerkmal zum Östlichen Kaiseradler eine weisse Flügelvorderkante. Möchte man es genau wissen, dann findet man in der Literatur „helle Flügelvorderkanten“ bzw. „helle Flügeldecken“ (Heintzenberg: „Greifvögel und Eulen, Alle Arten Europas“ (2007)) oder einen „hellen Vorderrand der Armflügel“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder weisse Flügelbugecken (VÖGEL 04/2009) oder einen weissen „Vorderrand des Armflügels“ und weisse Schultern (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder „einen auffälligen, oft etwas unterbrochenen weissen Vorderrand des Flügels“ (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1) oder auffällig weisse „>Schultern< (oberer Armschwingen-Vorderrand) zusammen mit den weissen Abzeichen auf den Schulterfedern“ (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder „auffällig weisse Schulterflecken“ (Pforr, Limbrunner: „Ornithologischer Bildatlas“, Band 1 (1991) oder eine weisse „Flügelvorderkante“ und einen weissen „Schulterfleck“ (Lang: „Die Vögel Europas“) oder „weisse Flecken an Schultern und am Flügelbug“ (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder eine weisse „Vorderkante des Armflügels“ und weisse Schulterfedern (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder „ober- und unterseits rein weisse Flügelvorderkante, und grösserer, wie dessen Verlängerung wirkender weisser Schulterfleck“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder „hellen Flügelrand und ein helles Rückenband“ (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder „ausgedehntes weiss am Flügelvorderrand“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder mehr Weiss im Vorderflügel (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“(2003)) oder „mehr oder weniger weisse Vorderflügel“ (Gensbol, Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder auffällige weisse „Flecken auf den Schultern sowie am Flügelbug“ (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder weiss gefleckte „Schultern und Flügelbug“ (Walters: „Die Signale der Vögel“ (2011)) oder „weisse Schultern (im Flug Flügelvorderrand), deutlichere Hosenträger“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Bei Robiller („Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) findet man jedoch nur „mit charakteristisch weissen Schulterflecken“ und im Buch „Lebendige Wildnis, Tiere der Taiga“ (1993) findet man ebenso nur „mit weissen Schulterflecken“.

Der Schwanz ist hell und hat eine breite schwarze Endbinde (Heintzenberg: „Greifvögel und Eulen, Alle Arten Europas“ (2007) oder ist hell, mit „silbergrauer Basis und breiter, dunkler Endbinde(Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder ist hellgrau und eng gebändert an der Basis mit einer breiten dunklen Endbinde (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder ist „hellgraubraun mit schmalen dunklen Binden“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder ist hellgrau mit einer sehr breiten dunklen Endbinde (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)). Der Schwanz hat eine helle grau ungebändert wirkende Schwanzbasis (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)).

Die Grösse des Spanischen Kaiseradlers oder Westlichen Kaiseradlers beträgt 68 bis 71cm (Gensbol, Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder 71 bis 84cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 72 bis 85cm (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder 72 bis 83cm (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder 72 bis 84cm (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder 74 bis 84cm (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“(2003)) oder 74 bis 85cm (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1) oder 75 bis 84cm (Walters: „Die Signale der Vögel“ (2011)) oder 75 bis 85cm (Lang: „Die Vögel Europas“) oder 79 bis 84cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000); de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder 80cm (Pforr, Limbrunner: „Ornithologischer Bildatlas“, Band 1 (1991)) oder 70 bis 83cm (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder 70 bis 85cm (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder 78 bis 82cm (Heintzenberg: „Greifvögel und Eulen, Alle Arten Europas“ (2007); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) bzw. 78 bis 83cm (Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988); Nicolai: „Greifvögel und Eulen“).

Die Schnabellänge wird mit 4 bis 5cm (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) angegeben.

Die Flügelspannweite beträgt 175 bis 205cm (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“(2003)) oder 175 bis 210cm (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder 177 bis 220cm (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1) oder 183 bis 216cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 180 bis 215cm (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007); Lang: „Die Vögel Europas“) oder 190 bis 215cm (Gensbol, Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder 180 bis 210cm (Heintzenberg: „Greifvögel und Eulen, Alle Arten Europas“ (2007); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder 185 bis 215cm (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000).

Zum Gewicht findet man allgemein 2,5 bis 3,5kg (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971); Lang: „Die Vögel Europas“; Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder 3kg (Pforr, Limbrunner: „Ornithologischer Bildatlas“, Band 1 (1991)).

Zum Gewicht des Männchens findet man um 2,6kg (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000) oder durchschnittlich 2,7kg (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) und zum Gewichts des Weibchens findet man um 3,9kg (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder durchschnittlich 3,5kg (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)).

Die Spanischen Kaiseradler oder Westlichen Kaiseradler lauern morgens auf einem erhöhten Ansitz auf die Beute und überraschen sie aus dem Hinterhalt bzw. erbeuten sie dann im Stossflug bzw. „flachen Sturzflug(de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)). Andererseits wurde auch beobachtet, dass bei einer gemeinsamen Gänsejagd, der eine Partner die Gänse ablenkte und der andere Partner eine Gans in der Luft schlug bzw. ergriff (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)).

Das Kaninchen ist „die wichtigste Beute(Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005); „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) bzw. bildet mit „über 50%“ den grössten Beuteanteil (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); VÖGEL 04/2009).

Andererseits ist die Beutetierliste „sehr breit“ und es werden „vor allem Kaninchen, Sumpfläufer, Blesshühner, Enten, Löffler, Gänse, Flamingos und andere Lagunenvögel“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) erbeutet. Die „meisten Vögel“ werden aufgrund des Sturzfluges am Erdboden ergriffen bzw. erbeutet, mitunter wird auch die Beute anderer Greifvögel erbeutet und es wird auch Aas gefressen (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)).

Zum Beutespektrum zählen auch junge Bodenvögel und junge Wasservögel (Gänse, Stockenten, Elstern, Fasane, Kraniche, Sumpfohreulen, Trappen), aber auch Tauben, Rohrweihen. Die Beute wird gekröpft, wenn sie mehr als 2 bis 3 kg wiegt, um zum Nest getragen zu werden (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)). Im Schreiten fängt er notfalls „zu Fuss” Reptilien, Frösche und Insekten. Auch Fische werden aus dem Wasser erbeutet und Aas gefressen.

Aufgrund von Untersuchungen bezüglich des zusätzlichen Anbietens von Futter (Aas: oft zuvor mit Medikamenten behandelte Stallkaninchen) stellte sich heraus, dass Spanische Kaiseradler oder Westliche Kaiseradler aufgrund der Antibiotika-Rückstände im Aas anfälliger für Krankheiten sind („Sonderheft-Greifvögel“ 2011).

Die Balzflüge des Spanischen Kaiseradlers oder Westlichen Kaiseradlers werden als eindrucksvoll beschrieben (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) bzw. mit stundenlanges kreisen und lautes rufen beschrieben (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“(2003)) bzw. beide Partner lassen sich einerseits „in immer kleiner werdenden Spiralen“ in die Höhe tragen und führen dann Sturzflüge durch, andererseits ist auch beobachtet worden, dass der tieferfliegende Partner sich auf die Rückseite dreht und der darüberfliegende Partner die Fänge fässt und „seinen Gefährten kreischend“ herumwirbelt, was alles „stundenlang“ und mit durchdringenden Schreien durchgeführt wird (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)).

Die Balz und die Balzflüge beginnen im Januar (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); VÖGEL 04/2009) bzw. „im Frühling“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) bzw. „von Februar bis April“ (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)). Die Begattungen der Spanischen Kaiseradler erfolgen „auf einem Baum“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)).

Das Nest wird in der Regel mehrere Jahre benutzt und daher auch jedes Jahr erweitert, verbessert und ausgebaut. Das Nest befindet sich in der Regel auf einer Korkeiche oder einer Steinkiefer (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) bzw. auf einer „Kork- oder Steineiche“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) bzw. „nur auf Bäumen“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) „in 5-30m Höhe“ (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) und ist mit frischem Gras, Moos und Zweigen ausgestattet. Der Durchmesser des Nestes beträgt 47-130cm oder 130cm (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)).

Das Weibchen legt im Abstand von mindestens 2 Tagen, „wahrscheinlich aber mehr Tagen(Dr. Makatsch: „Die Eier der Vögel Europas“ (Band 1), 1974) oder 2 Tagen „oder länger“ (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) oder 4 Tagen (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder 1 bis 3 Eier (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder 1 bis 4 Eier (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder „(1) 2-3(4)“ weiss bis rotbräunliche, „mit vereinzelten braunen, grauen und violetten Abzeichen“ versehene Eier (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1; Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) oder „gewöhnlich 2 Eier“ (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder „2 braun gefleckte, weisse Eier“ (Gooders: „Vögel Europas“ (1999)) oder 2 bis 3 weisse Eier, die bräunlich markiert sind (Lang: „Die Vögel Europas“) oder 2 bis 3 Eier (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder 2 bis 3 „weisse, matt braun gefleckte Eier“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder „(1) 2-4 Eier“ (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder „2-3(1)“ weissliche, wenig grau oder bräunlich gefleckte Eier (Pforr, Limbrunner: „Ornithologischer Bildatlas“, Band 1 (1991)) oder 2 bis 3 Eier (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“(2003)) oder 1 bis 4 mattweisse, schwach gefleckte, aber auch „öfters“ ungefleckte Eier (Dr. Makatsch: „Die Eier der Vögel Europas“ (Band 1), 1974) oder 1 bis 4, meist 3 Eier (VÖGEL 04/2009) oder 1 bis 4 „meist 3“ weisse spärlich blassviolett und braun gefleckte Eier (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)).

Als Brutzeitraum wird von „Mitte Februar bis Ende März“ (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder „Mitte Februar“ (VÖGEL 04/2009) oder „Mitte Februar, meist Anfang März“ (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder „März bis April“ (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) oder „ab Mitte Februar, in der Regel Anfang März“ (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder „Mitte März/April“ in Spanien (Dr. Makatsch: „Die Eier der Vögel Europas“ (Band 1), 1974) angegeben.

Die Grösse der Eier wird mit 73,3 x 56,5 mm (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: “Enzyklopädie der Brutvögel Europas“ (Band 1); Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) oder 73,12 x 57,00 mm (Dr. Makatsch: „Die Eier der Vögel Europas“ (Band 1), 1974) oder 72 x 56mm (Pforr, Limbrunner: „Ornithologischer Bildatlas“, Band 1 (1991)) oder 69 x 56mm (Mebs/Schmitt: "Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens" (2006)) angegeben. Das Gewicht beträgt 105g (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)).

Das Weibchen brütet die Eier in 43 Tagen (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971); Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975); Dr. Makatsch: „Die Eier der Vögel Europas“ (Band 1), 1974; Pforr, Limbrunner: „Ornithologischer Bildatlas“, Band 1 (1991); Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“(2003); Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986); Gooders: „Vögel Europas“ (1999); Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) oder in 44 Tagen (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1; VÖGEL 04/2009; Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) aus. Mitunter beteiligt sich das Männchen beim Ausbrüten der Eier (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)).

Die jungen Spanischen Kaiseradler oder Westlichen Kaiseradler besitzen nach dem Schlüpfen ein flauschig weisses Dunenkleid. Das Männchen bewacht, wenn es nicht jagt, das brütende bzw. den Jungvogel beschützende Weibchen. Erkennt das Männchen eine Gefahr ruft es das Weibchen herbei, um gemeinsam den Feind oder Eindringling zu verjagen und die Jungvögel zu beschützen. Mitunter schützt das Weibchen auch die Jungvögel mit ausgebreiteten Flügeln vor der Sonne (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)). Gefüttert werden die jungen Adler von beiden Elternteilen. Das Weibchen beteiligt sich an der Beutesuche, sobald die Jungvögel „40 Tage“ sind (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)). Die Jungvögel bekommen „nach 55 Tagen“ ein „fast vollständiges Federkleid“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) und mit 60 Tagen werden ersten Flugversuche unternommen (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971); Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975); Dr. Makatsch: „Die Eier der Vögel Europas“ (Band 1), 1974). Die Nestlingsdauer wird mit 60 Tagen (Gooders: „Vögel Europas“ (1999); Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975); Dr. Makatsch: „Die Eier der Vögel Europas“ (Band 1), 1974) bzw. 75 Tagen (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1; VÖGEL 04/2009; Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) bzw. mit 60 bis 70 Tagen (Pforr, Limbrunner: „Ornithologischer Bildatlas“, Band 1 (1991)) bzw. mit „durchschnittlich 77“ Tagen (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) bzw. mit 65 bis 77 Tagen (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) angegeben. Anschliessend werden sie in der Umgebung weiter gefüttert. Die Jungvögel schlafen jedoch vorerst weiter im Nest.

Es werden „oft“ 2 oder 3 Jungvögel flügge (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“(2003)) oder auch 4 Jungvögel flügge (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder „drei und sogar vier“ Jungvögel flügge (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)). Andererseits fällt „häufig“ der jüngste Jungvogel den grösseren Geschwistern zum Opfer (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)).

Die Jungvögel sind dunkelrötlichbraun (Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) oder dunkelrötlichbraun, „später sandfarben“, jedoch ohne Längsstreifen (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder ungestrichelt rötlichbraun, manchmal jedoch mit dünner Bruststrichelung (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder „einfarbig und ungestrichelt rostrot gefärbt“ (Heintzenberg: „Greifvögel und Eulen, Alle Arten Europas“ (2007)) oder „einfarbig rötlichbraun“ (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“(2003)) oder „eher rötlich“ und ohne Bruststreifung (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder „rötlichbraun ohne Strichelung mit dunklen Schwungfedern und dunklem Schwanz“ (Lang: „Die Vögel Europas“) oder „rotbraun und normalerweise keine Streifen auf dem Körper“ (Gensbol, Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder „insgesamt mehr rotbraun und weniger deutlich gestrichelt“ (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder „stark rostfarben getönt, deutlich weniger gestreift“, wobei der Kopf und die Unterseite „oft einfarbig mit rötlicher Brustzeichnung“ versehen sind (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder „viel heller und rötlichbraun“ oder „rotbraun und oberseits ungefleckt“ (VÖGEL 04/2009).

Es wird angegeben, dass mit ausreichend Beute auch alle Jungvögel flügge werden (VÖGEL 04/2009) Kainismus (VÖGEL 04/2009) und die Jungvögel oft Aas im ersten Winter fressen (VÖGEL 04/2009).

Geschlechtsreif werden die Jungvögel mit 4 bis 5 Jahren (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)).

Ein Höchstalter von „über 40“ Jahren in Gefangenschaft (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Nill, Pröhl, Bezzel: „Adler“ (2013)) bzw. „40 Jahre und älter“ (Gensbol, Thiede: „Greifvögel“ (2005)) wird angegeben.

Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Pröhl und www.fokus-natur.de konnte dieses Foto verwendet werden.

Mit freundlicher Genehmigung von Thorsten Stegmann, www.naturfotogalerie.de konnte dieses Foto einen jungen Spanischen Kaiseradlers verwendet werden.

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