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Block 3 Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Die Ordnung Eulen, lat. Strigiformes hatte früher auch die Unterordnungen Aegotheli und Caprimulgi. Die Unterordnungen Aegotheli und Caprimulgi wurden zur eigenständigen Ordnung der Schwalmvögel oder Nachtschwalben oder Schwalmartigen, lat. Caprimulgiformes zusammengefasst. Nur zur Vervollständigung bleiben daher die nachfolgenden Familien hier aufgeführt.

Die Ursachen für die damalige Eingliederung waren Veröffentlichungen der Ergebnisse der DNA-Untersuchungen der Wissenschaftler Sibley, Ahlquist und Monroe im Jahre 1988, die die Schwalmvögel oder Nachtschwalben oder Schwalmartigen in Form der 2 Unterordnungen Aegotheli und Caprimulgi in die Ordnung Strigiformes einsortierten (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)). Auch in der Buchbesprechung des Werks von Weick: „Owls (Strigiformes)“ von 2006 im „Eulenrundblick 57“ wird auf die Wissenschaftler Sibley und Ahlquist und deren Veröffentlichungen von 1990 kurz eingegangen, so dass es auch hier heisst: „In die Ordnung der Strigiformes werden neuerdings auch die Eulenschalme und Nachtschwalben im Rang von Unterordnungen eingereiht“ (Eulenrundblick 57) bzw. die Wissenschaftler Sibley und Ahlquist „gingen von einer nahen Verwandtschaft zwischen Strigiformes und Caprimulgiformes aus“ (Eulenrundblick 66). Aufgrund neuer Erkenntnisse hat Cleere („Nightjars of the World“ (2010)) bereits die Ordnung Caprimulgiformes eingesetzt. Für die Strigiformes und Caprimulgiformes „führten konvergente Anpassungen an die nächtliche Lebensweise zu ähnlichen Merkmalen“ (Eulenrundblick 66).

 

Ordnung: Schwalmvögel oder Nachtschwalben oder Schwalmartige, lat. Caprimulgiformes

Familie 10: Ziegenmelker oder Nachtschwalben und Falkennachtschwalben, lat. Caprimulgidae
Gattungen: Semeiophorus (Ruderflügel-Ziegenmelker), Chordeiles (Falkennachtschwalben), Hydropsalis (Gabelnachtschwalben), Uropsalis (Leiernachtschwalben), Lurocalis (Bändernachtschwalben), Nyctiprogne (Kleinschnabelnachtschwalben), Podager (Weissbauchnachtschwalben), Eurostopodus (Papuanachtschwalben), Otophanes (Ohrennachtschwalben), Phalaenoptilus (Poor-Will oder Winternachtschwalbe), Nyctidromus (Pauraque oder Pauraque-Nachtschwalbe oder Pauraquenachtschwalbe), Siphonorhis (Jamaikanachtschwalbe), Scotornis (?), Eleothreptus (Schwarzweisse Nachtschwalbe oder Sichelschwingen-Nachtschwalbe), Nyctiphrynus (Augennachtschwalbe) und Veles (Bootschwanz-Nachtschwalbe), Antrostomus, Lyncornis, Rigidipenna
21. Falkennachtschwalbe oder Nachtfalke, lat. Chordeiles minor
22. Weissbauch-Nachtschwalbe, lat. Podager nacunda
23. Argusnachtschwalbe, lat. Eurostopodus argus
24. Poor-Will oder Winternachtschwalbe, lat. Phalaenoptilus nuttallii
25. Pauraque oder Pauraque-Nachtschwalbe oder Pauraquenachtschwalbe, lat. Nyctidromus albicollis

26. Carolinanachtschwalbe, lat. Antrostomus carolinensis (früher Caprimulgus carolinensis)

Familie 11: Tagschläfer, lat. Nyctibiidae
Gattung Tagschläfer, lat. Nyctibius
27. Urutau oder Urutau-Tagschläfer, lat. Nyctibius griseus
28. Riesen-Urutau oder Riesenschwalk oder Riesentagschläfer, lat. Nyctibius grandis

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”. Es sei darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht, dass im Lauf der Zeit aufgrund von Veränderungen im Bestand der in den Falknereien und/oder (zoologischen) Einrichtungen gehaltenen Arten, die fotografierten Arten nicht mehr gezeigt werden oder nun andere Arten zu sehen sind.

21. Falkennachtschwalbe oder Nachtfalke
lat. Chordeiles minor

Die Falkennachtschwalben sind in den offenen und trockenen Landschaften, Savannen, Kulturlandschaften, offenen Wäldern, lichten Nadelwaldgebieten, Graslandschaften verbreitet.

Als Zugvögel ziehen die Falkennachtschwalben „im August(Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) nach in „Zentral- und Südamerika“ (Elphick: „Atlas des Vogelzugs, Die Wanderungen der Vögel auf unserer Erde“ (2008)) oder nach Südamerika (Dierschke: „1000 Vögel“; „Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988); Curry-Lindahl: „Das grosse Buch vom Vogelzug“ (1982)) oder in die Tropen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder in die „amerikanischen Tropen“ („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder nach Südamerika bis nach Argentinien (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder nach „Kolumbien bis nach Argentinien“ (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder nach Südamerika, östlich der Anden (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)).

Falkennachtschwalben gelten als seltene Ausnahmeerscheinungen in Europa (Lang: „Die Vögel Europas“) oder als Irrgäste in Europa („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder sehr seltene Gäste in Europa, „überwiegend in Grossbritannien“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder sind Ausnahmegäste in „Island, den Faröern, in Grossbritannien und auf den Azoren“ (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“).

 Das Verbreitungsgebiet der Unterart Chordeiles minor minor ist genaugenommen Kanada, Nord- und Nordost-USA (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)).

Die Unterart Chordeiles minor sennetti ist genaugenommen in Zentralsüd-Kanada, Nordzentral-USA (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) oder in den „nördlichen Great Plains“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) verbreitet.

Die Unterart Chordeiles minor hesperis ist genaugenommen in Südwestkanada, West-USA (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Unterart Chordeiles minor henry ist genaugenommen in Südwest-USA, Zentralnord-Mexiko (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Unterart Chordeiles minor howelli ist genaugenommen in Westzentral- und Südzentral-USA (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Unterart Chordeiles minor chapmani ist genaugenommen in Südost-USA (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Unterart Chordeiles minor neotropicalis ist genaugenommen in Ost- und Südmexiko (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Unterart Chordeiles minor aserriensis ist genaugenommen in Südzentral-USA, Nordostmexiko (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Unterart Chordeiles minor panamensis ist genaugenommen in Süd-Zentralamerika (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Als Zugvögel ziehen die Falkennachtschwalben „im August“ (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) nach Südamerika (Dierschke: „1000 Vögel“; „Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988); Curry-Lindahl: „Das grosse Buch vom Vogelzug“ (1982)) oder in die Tropen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder „in den amerikanischen Tropen“ („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder in Südamerika bis nach Argentinien (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder nach „Kolumbien bis nach Argentinien“ (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder nach Südamerika, östlich der Anden (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)).

Andererseits findet man auch, dass nur die nördlichen Population in den Süden ziehen (Coomber: "Vögel" oder "Vögel; Enzyklopädie der Familien und Arten" (1992)). Es wurden Wegstrecken von 4.000 bis 11.000km gemessen.

Die Falkennachtschwalben sind im allgemeinen gut getarnt (Dierschke: „1000 Vögel“). Das Gefieder ist „braun, schwarz und weiss“ gesprenkelt („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder rindenartig gemustert oder „dunkelbraun oder -grau, mit brauner Musterung“, wobei die Unterseite weisslich ist und „dunkel quergebändert“ ist (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“).

Beim Männchen ist das Gefieder im allgemeinen „grau und schwarz“, die Oberseite verwaschen und die Unterseite gestreift (Gosler: „Die Vögel der Welt“). Der Kehlfleck ist beim Männchen weiss (Lang: „Die Vögel Europas“; Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder die „Kehle weiss“ (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“). Das „Subterminalband auf dem Schwanz“ des Männchens ist weiss (Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Beim Weibchen ist das Gefieder im allgemeinen „bräunlich“, die Oberseite verwaschen und die Unterseite gestreift (Gosler: „Die Vögel der Welt“). Der Kehlfleck ist beim Weibchen cremefarben (Lang: „Die Vögel Europas“) oder die Kehle gelblichbraun (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder das Kehlabzeichen ist isabellweiss (Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Chordeiles minor minor: Das Gefieder ist bei dieser Unterart dunkelbraun (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“).

Die Grösse beträgt 22 bis 25cm (Dierschke: „1000 Vögel“; „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) oder 21,5 bis 25,5cm (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder 23cm („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988); „Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995); Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)) oder 23 bis 25cm (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder 23 bis 25,5cm (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder 24cm (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Dunn, Alderfer: „Field Guide to the Birds of North America“ (2011)) oder 24 bis 25cm (Lang: „Die Vögel Europas“) oder 25cm („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)).

Zur Nahrung zählen Insekten, wie beispielsweise „Nachtfalter, Heuschrecken, Käfer, Mücken, Fliegen und Ameisen“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“). Die Insekten werden im Flug oder auch im kurzen Sturzflug gefangen (Lang: „Die Vögel Europas“). Die Falkennachtschwalben sind „überwiegend nachtaktiv“ („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)). Die Nahrung wird „am frühen Abend“ (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder „in der Dämmerung“ erbeutet (Dierschke: „1000 Vögel“; Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder „nicht nur in der Dämmerung“ erbeutet („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)). Dennoch fliegen die Falkennachtschwalben auch „bei hellem Tageslicht, auch während der Mittagsstunden“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder „auch am hellen Tag und sogar in den Mittagsstunden“ („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder „bereits am späten Nachmittag“ beginnen die nicht nur nachtaktiven Falkennachtschwalben mit der Nahrungssuche (Lang: „Die Vögel Europas“).

Zum trinken fliegen die Falkennachtschwalben „über eine Wasserfläche“ und tauchen mit dem „Schnabel kurz zum trinken“ in das Wasser ein (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“).

Die männlichen Falkennachtschwalben führen im Frühjahr ihre Balzflüge durch („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)) zu denen Sturzflüge zählen („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder die „mit einem atemberaubenden Sturzflug“ enden („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)). Beim Sturzflug wird mit den Flügeln ein „dröhnendes Brummen“ („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2); „Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder ein „wummerndes Geräusch“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) beim landen vor einem Weibchen (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder bevor er sich „dicht über der Erde wieder abfängt“ („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) erzeugt. Die Balzflüge werden auch als gaukelnd beschrieben („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)).

Das Nest ist am Boden oder auf Ästen (Dierschke: „1000 Vögel“) oder auf Flachdächern in den Städten („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder auf dem direkten steinigen Boden oder Sand („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)) oder auf dem blanken Boden in eine kleine Mulde (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“).

Das Weibchen legt 1 bis 3 Eier (Dierschke: „1000 Vögel“) oder 2 Eier („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)) oder „2 gräulichweisse, kräftig braun und lila gesprenkelte Eier“ (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder 1 bis 2, gewöhnlich 2, selten 3 Eier, die bezüglich der Farbe äusserst variabel sind (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder 1 bis 2 weisse, cremefarben oder olivfarben gemusterte Eier (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)).

Als Brutzeitraum wird „Mitte Mai bis Mitte Juli“ angegeben (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder im Norden der USA im Zeitraum April bis August, in Kanada im Zeitraum von Mai bis Juli, im Süden der USA im Zeitraum von März bis August und in Zentralamerika im Zeitraum von Mai bis August (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)). Die jungen Falkennachtschwalben schlüpfen in 14 bis 16 Tagen („Faszination Tier & Natur“, Loseblatt-Sammelwerk) oder in 17 bis 20 Tagen (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)).

Die Nestlingszeit beträgt 18 bis 22 Tage (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“).

Die Jungvögel werden „mit Drohgebärden“ vor den Feinden verteidigt (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder das Männchen plustert sich auf, „schlägt mit den Flügeln auf den Boden und stösst einen drohenden Zischlaut aus“ (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder das Weibchen täuscht eine Verletzung vor, um Feinde von den Jungvögeln abzulenken (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“).

Geschlechtsreif sind die Jungvögel in einem Jahr (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“).

Ein Höchstalter von 6 Jahren wird angegeben (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“).

 

Das nachfolgende linke Fotos wurde im Hessischen Landesmuseum Darmstadt aufgenommen. Mit freundlicher Genehmigung von Alan Murphy, www.alanmurphyphotography.com, wurde das nachfolgende rechte Foto verwendet.

22. Weissbauch-Nachtschwalbe
lat. Podager nacunda

Das Verbreitungsgebiet der Unterart Podager nacunda nacunda ist Ostperu, Brasilien, „Bolivien, Paraguay, Uruguay”, Nord- und Zentralargentinien (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder Ostperu bis Ostbrasilien, Zentralargentinien (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)).

Die Unterart Podager nacunda minor ist in Nord- und Zentralkolumbien, „Venezuela, Trinidad, Tobago, Guyana, Surinam”, Nordbrasilien (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder in Zentralkolumbien bis Guyana, Nordbrasilien (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Grösse beträgt 23 bis 32cm (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)).

Mit freundlicher Genehmigung von Berndt Fischer, www.berndtfischer.de bzw. www.focusnatur.de wurde das Foto verwendet. Das Foto wurde im Pantanal, Brasilien, aufgenommen.

Das Pantanal (eines der der grössten Binnenland-Feuchtgebiete der Erde) liegt im Verbreitungsgebiet der Unterart Podager nacunda nacunda.

23. Argusnachtschwalbe
lat. Eurostopodus argus

Die Argusnachtschwalben sind in den lichten Wälder, Trockenlandschaften verbreitet.

Das Verbreitungsgebiet ist Australien (Gosler: „Die Vögel der Welt“; Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)). Es werden zum Teil „Nord-Süd-Wanderungen“ durchgeführt (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003); Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Die Argusnachtschwalben schlafen „meist am Boden“ (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)) oder „auf dem Boden (Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Das Gefieder ist rindenartig (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)) oder „isabellfarben, grau und schwarz gemustert und gefleckt(Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Die Flügel und der Schwanz sind „sehr lang mit im Fluge sichtbaren weissen Flecken“ (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)) oder der Schwanz ist kräftig gebändert (Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Die Kehle ist weiss (Gosler: „Die Vögel der Welt“). Die Augen sind gross und schwarz (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)).

Die Grösse beträgt 30cm (Gosler: „Die Vögel der Welt“; Simpson, Day: „Birds of Australia“, (2012)) oder 27 bis 35cm (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)).

Zur Nahrung zählen Insekten. Die Argusnachtschwalben sind „dämmerungs- und nachtaktiv“ (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)) oder suchen die Beute „nachts im Flug(Gosler: „Die Vögel der Welt“). Bei Nahrungsmangel können die Argusnachtschwalben die Körpertemperatur senken (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)) und können so „zeitweise eine Art Hungerschlaf“ halten (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)).

Das Weibchen legt ein Ei (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003); Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)).

Beide Altvögel brüten das Ei (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)) in 20 Tagen (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)) aus.

Der Jungvogel macht die ersten Flugversuche mit 18 bis 20 Tagen (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder ist mit 4 Wochen flügge (Fehling: „Australien; Natur-Reiseführer“, (2003)).

Mit freundlicher Genehmigung konnte das Fotos der Eurostopodus argus von Vik Dunis, www.bushpea.com verwendet werden.

24. Poor-Will oder Winternachtschwalbe
lat. Phalaenoptilus nuttallii

Die Poor-Wills sind in den Prärien, den Wüstencanyons, heisse trockene Gegenden, trockene Buschvegetationen auf Bergen und Hügeln verbreitet. Poor-Wills sind Standvögel („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)).

Der Ruf wird mit „>pur-will<“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); „Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993); „Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder „>puuuuur-will!<“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder klagend (Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994)) beschrieben.

Als Verbreitungsgebiet wird allgemein Südwestkanada bis Mexiko (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; „Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder Kanada bis Mexiko („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder „im Westen der Staaten und im Inneren Mexiko“ („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)) oder die „Westhälfte der USA“ („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) das das westliche Nordamerika („Vögel in Wald und Flur, die Welt der Wilden Tiere“ (1980)) oder Südwestkanada und westliche USA (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder der „Südosten der USA und“ Mexiko („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder der Süden der USA (Wilhelma-Magazin 03/2017) angegeben.

Bei einer Nahrungsknappheit ziehen „die nördlichen Populationen“ bis zu 4.000 km „nach Südkalifornien, New Mexiko, Arizona und Mexiko(Elphick: „Atlas des Vogelzugs, Die Wanderungen der Vögel auf unserer Erde“ (2008)) oder als Überwinterungsgebiet findet man den Süden der USA und Mexiko (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“).

Genaugenommen ist die Unterart Phalaenoptilus nuttallii nuttallii in Zentralsüd-British Columbia, Südost-Alberta, Südwest-Saskatchewan bis Nordmexiko (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder in Zentralsüd-Kanada bis Zentralmexiko (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Unterart Phalaenoptilus nuttallii californicus ist in Westkalifornien, Nordwest-Baja Californica (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Unterart Phalaenoptilus nuttallii hueyi ist in Südost-Kalifornien, Südwest-Arizona, Nord-Baja Californica (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder in Südost-Kalifornien, Nord-Baja Californica (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Unterart Phalaenoptilus nuttallii dickeyi ist Baja Californica (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Unterart Phalaenoptilus nuttallii adustus ist in Südarizona bis Zentral-Sonora (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Poor-Wills sind allgemein graubraun und „mit kleinen weissen Flecken auf den Flügeln“ versehen („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)) oder „braunweiss und rötlich“ gesprenkelt („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder „überwiegend grau“ mit einer dunkel gefleckten Oberseite („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)).

Die Oberseite ist genaugenommen „silbergrau und schwarz untermischt“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“). Das Gesicht ist schwarz (Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Die Unterseite ist genaugenommen auf der Brust schwarz und ansonsten „schwarz und grau mit angedeuteter Bänderung“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Die Kehle ist weiss („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2); „Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2); Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Männchen und Weibchen sind „gleich(Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder das Männchen hat „eine ausgedehntere weisse Schwanzspitze“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“)

Die Grösse beträgt 20cm (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; „Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2); Dunn, Alderfer: „Field Guide to the Birds of North America“ (2011)) oder 18 bis 20cm („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder 18 bis 21cm (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“; Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) oder 18 bis 21,5cm („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993); Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Im Winter halten die Poor-Wills einen Winterschlaf („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); Coomber: "Vögel" oder "Vögel; Enzyklopädie der Familien und Arten" (1992); Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014); „Vögel in Wald und Flur, die Welt der Wilden Tiere“ (1980)) oder verfallen in eine Kältestarre („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder halten einen bis zu 85 tägigen Winterschlaf („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988); Eisentraut: „Überwinterung im Tierreich“ (1955)) oder verfallen in einen winterschlafähnlichen Zustand (Torpor) bei dem sie die Körpertemperatur auf ca. 15,6°C von ursprünglich 37,8°C („Grosser Atlas des Tierlebens“, 1993) oder auf ca. 13,3°C von ursprünglich 42°C (Fisher, Peterson: "Das Bunte Buch der Vögel", 1979) oder auf 18°C von ursprünglich rund 38°C („Vögel in Wald und Flur, die Welt der Wilden Tiere“ (1980)) oder auf ca. 18 bis 19°C von ursprünglich 41 bis 42°C (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder auf „nur noch“ 10°C von ursprünglich 40°C (Wilhelma-Magazin 03/2017) oder auf ca. 18 bis 19°C von ursprünglich 42°C („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988); David Burnie: „Tiere – Die grosse Bild-Enzyklopädie mit über 2000 Arten“, 2001) oder auf 22°C von ursprünglich 42°C („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder auf 18° (Perrins: "Die BLV Enzyklopädie, Vögel der Welt" (2004)) oder auf 19° („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder auf 20° („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) reduzieren. Neben der Reduzierung der Körpertemperatur, wird auch der Herzschlag und die Atmung reduziert (Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994); Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“; Eisentraut: „Überwinterung im Tierreich“ (1955)) oder der Herzschlag, die „Atmung und alle anderen Lebensfunktionen auf ein äusserstes Minimum“ reduziert („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder der „Herzschlag ist nicht mehr wahrnehmbar“ und der „Stoffwechsel erlahmt fast ganz“ („Vögel in Wald und Flur, die Welt der Wilden Tiere“ (1980)). In einem Versuchskäfig sank die Körpertemperatur sogar auf 5°C („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) ab.

Der Winterschlaf wird mit einer Hunger- und Kältestarre („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) abgehalten, so dass während dieser Zeit die Fettreserven verbraucht werden (Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994); „Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)). In diesem Zustand ist „das Durchhalten einer dreimonatigen Fastenzeit“ möglich („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder können 4 bis 100 Tage in einer Höhle oder Felsnische verharrt werden („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder können „bis zu zwei“ Monate Winterschlaf gehalten werden (Wilhelma-Magazin 03/2017). Andererseits hat man auch in Arizona in den Monaten November bis März Poor-Wills fliegend gesehen, da auch zur dieser Zeit genügend Nachtinsekten vorhanden waren bzw. festgestellt wurden („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder man findet auch, dass bei Futterknappheit die Poor-Wills sich eine Feldsspalte suchen und die „Hungersnot“ verschlafen (Wilhelma-Magazin 03/2017). Die Poor-Wills, die im Südwesten der USA verbreitet sind, können „mit einer Fettreserve von zehn Gramm“ 100 Tage überleben und aus der die Hunger- oder Kältestarre in 7 oder mehr Stunden aufwachen (Elphick: „Atlas des Vogelzugs, Die Wanderungen der Vögel auf unserer Erde“ (2008)).

Das erste mal fand man einen Poor-Will am 29.12.1946 „in einer kleinen Felsspalte der südamerikanischen Coloradowüste“ („Abenteuer Erde: Unbekannte Tierwelt“, 1977) bzw. „in einer kleinen Nische einer Canyonwand in Südkalifornien“ (Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994)) bzw. „in der Talschlucht des Chuckawalla-Gebirges in der Coloradowüste in Kalifornien“ (Eisentraut: „Überwinterung im Tierreich“ (1955)). Der Poor-Will „war völlig kalt und lethargisch, und sein Herz schien nicht mehr zu schlagen („Abenteuer Erde: Unbekannte Tierwelt“, 1977). Nachdem der Poor-Will in einen warmen Raum gebracht wurde, „erwachte er ganz langsam wieder zum leben“ („Abenteuer Erde: Unbekannte Tierwelt“, 1977) oder der Vogelkundler E.C.Jaeger entdeckte so den „Poor-Will in einer kleinen geschützten Felsnische in lethargischen Zustande“, der im warmen Zimmer dann nach einiger Zeit die Augen öffnete und sich völlig erholte („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder der Poor-Will „erwachte aus seinem Starrezustand“ „nach längerer Zeit“ (Eisentraut: „Überwinterung im Tierreich“ (1955)). Des Weiteren findet man, dass „1946 mehrere Poor-Will mitten im Winter in flachen Felsspalten völlig erstarrt“ vorgefunden wurden, bei denen keine Atmung, kein Puls, auch keine Pupillenreaktion feststellbar war („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder man findet auch, dass man „1947 in eine Felsspalte in Südkalifornien einen überwinternden Vogel entdeckte“ (Perrins: "Die BLV Enzyklopädie, Vögel der Welt" (2004)).

Nach einer Beobachtung ab dem Jahre 1946 kehrte ein Poor-Will 4 Jahre an die gleiche Überwinterungsstelle in eine Nische der Canyonwand in Südkalifornien zurück (Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder man findet auch, dass der erste Poor-Will, der in seinem „Winterquartier im Winterschlaf von Wissenschaftlern gegriffen und beringt wurde“, in den folgenden Wintern in das selbe Winterquartier in Colorado zurückkehrte (Coomber: "Vögel" oder "Vögel; Enzyklopädie der Familien und Arten" (1992)) oder dass man „drei Jahre hintereinander in ein und derselben Felsnische während der Wintermonate einen Vertreter“ fand (Eisentraut: „Überwinterung im Tierreich“ (1955)). Des Weiteren findet man auch, dass die Poor-Wills jahrelang „immer wieder die gleiche Stelle“ zum überwintern aufsuchen (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder dass aufgrund von Beringungen dokumentiert werden konnte, dass „die Tiere über mehrere Jahre den Winter in der gleichen Spalte verbringen“ („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)). Man findet auch allgemein , dass der Winterschlaf „in Spalten und Höhlen von Canonwänden“ abgehalten wird („Vögel in Wald und Flur, die Welt der Wilden Tiere“ (1980)).

Zur Nahrung zählen Insekten (Nachtfalter, Heuschrecken, Käfer). Die Insekten werden nachts im Flug gefangen (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder „in der Morgendämmerung“ oder in „mondhellen Nächten“ von „einem niedrigen Ansitz“ aus erbeutet („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)). Die Poor-Wills fliegen „geräuschlos“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder „lautlos“ („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)).

Als Nest wird „eine flache Mulde“ („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder der nackte Boden oder Kies (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) verwendet.

Das Weibchen legt 2 Eier (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder 2 weissliche Eier („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder 1 bis 2 Eier cremefarbene Eier (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) oder 2 cremefarbene, schwach rötlich gefärbte Eier (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)).

Beide Altvögel brüten die Eier aus („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); „Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993); Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“). Tritt eine Gefahr am Nest auf, werden alle Federn abgespreizt, der Schnabel weit geöffnet, geschnurrt, gezischt oder es wird ein verletzter Vogel imitiert, mit einem Flügel auf den Boden geschlagen, auf den Bauch gerutscht, um den „Räuber vom Nest fortzulocken“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)).

Die Jungvögel sind in 20 bis 21 Tagen (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) ausgebrütet. Flügge sind die Jungvögel mit 20 bis 23 Tagen (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)).

Ein Höchstalter von 5 Jahren wird angegeben („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)).

Mit freundlicher Genehmigung von Brian Young, www.birds-of-north-america.net (Classic Collection of North American Birds Ltd. (CCNAB)), wurde dieses Foto verwendet.

25. Pauraque oder Pauraque-Nachtschwalbe oder Pauraquenachtschwalbe
lat. Nyctidromus albicollis

Die Pauraque sind in den Mangroven, Wäldern, Waldrändern, Plantagen, halboffenen Buschlandschaften, offenen Landschaften und Waldlichtungen verbreitet. Die Pauraque ruhen und schlafen tagsüber auf dem Waldboden.

Als Verbreitungsgebiet wird allgemein ohne die Angabe von Unterarten die „Südgrenze der Vereinigten Staaten im Norden bis zum nördlichen Argentinien im Süden“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder von Texas bis Argentinien („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder „im Süden der USA“, Mittel- und Südamerika („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)) oder „Südwesten der USA; Mexiko; Mittel- und Südamerika bis Nordostargentinien“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder der Süden der USA bis Nordargentinien (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder das nördliche „Südamerika bis nach Zentralamerika und Texas“ (Elphick: „Atlas des Vogelzugs, Die Wanderungen der Vögel auf unserer Erde“ (2008)) angegeben.

Allgemein findet man, dass „die in den wärmeren Gegenden nistenden Unterarten“ Standvögel sind und die in den nördlicheren Gegenden brütenden Unterarten Zugvögel sind und zur Überwinterung „in die Gebiete zu beiden Seiten des Äquators“ ziehen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)).

Die Unterart Nyctidromus albicollis merrilli ist genaugenommen im Süden der USA bis nach Nordostmexiko (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Unterart Nyctidromus albicollis insularis ist genaugenommen auf der Insel Tres Marias, Westmexiko (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Unterart Nyctidromus albicollis yucatanensis ist genaugenommen in West-, Ostmexiko, Belize, Zentralguatemala (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder Mexiko bis Zentralguatemala (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Unterart Nyctidromus albicollis intercedens ist genaugenommen in Südguatemala, „Honduras, El Salvatore, Nikaragua, Costa Rica”, Westpanama (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder in Südguatemala bis Westpanama (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Unterart Nyctidromus albicollis gilvus ist genaugenommen in Panama bis Nordkolumbien, Venezuela? (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder in Panama bis Nordkolumbien (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Unterart Nyctidromus albicollis albicollis ist genaugenommen in Ost- und Südvenezuela, Trinidad, Guyana, Surinam, Französisch Guiana, Nordostbrasilien, Ost- und Südkolumbien, Ecuador, Nordwest- und Ostperu (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder in Südvenezuela bis Ostperu, Ostbrasilien (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Unterart Nyctidromus albicollis derbyanus ist genaugenommen in Zentral- und Südbrasilien, Nord- und Ostbolivien, Paraguay, Nordostargentnien (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder Zentralbrasilien bis nach Nordostargentinien (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Das Gefieder ist im Allgemeinen grau- bis rötlichbraun („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder tarnfarben mit einer feinen strichförmigen, braunen, gelbbraunen und schwarzen Zeichnung (Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Das Gesicht ist rötlich und gestreift, die Augen sind hellbraun („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)). Das Kehlband ist weiss (Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Beim Männchen sind genaugenommen die äusseren Flügel und der Schwanz braun grundgefärbt, weiss gestreift (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder die Hanfschwingen besitzen ein weisses Band, „die äusseren beiden Schwanzfedern sind schwarz, die nächsten beiden vorwiegend weiss“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Beim Weibchen sind genaugenommen die äusseren Flügel und der Schwanz schwarz grundgefärbt, rotbraun gestreift (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder die Flügelzeichnung ist gelbbraun und die „äusseren drei Schwanzfedern besitzen blasse Spitzen“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Die Grösse beträgt 22 bis 28cm („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) oder 28cm (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“; Gosler: „Die Vögel der Welt“; Dunn, Alderfer: „Field Guide to the Birds of North America“ (2011); Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)).

Zur Nahrung zählen Insekten (Wespen, Bienen, Käfer, Nachtfalter). Die Pauraque sind nachtaktiv (Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Das Nest befindet sich am Boden („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“).

Das Weibchen legt 2 Eier (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder 1 bis 2 blasslachsfarben gefärbte Eier (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder 1 bis 2 rötliche Eier (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)), die von beiden Elternvögeln ausgebrütet werden (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“). Als Brutdauer werden 19 bis 20 Tage (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) angegeben.

Bereits mit 2 bis 3 Tagen hüpfen die Jungvögel im Nest umher (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“).

Mit freundlicher Genehmigung von Dr. Peter Reichart wurde das Foto (Fotoausschnitt) verwendet. Das Foto wurde im Pantanal, Brasilien, aufgenommen.

Das Pantanal (eines der der größten Binnenland-Feuchtgebiete der Erde) liegt im Verbreitungsgebiet der Unterart Nyctidromus albicollis derbyanus.

Mit freundlicher Genehmigung von Werner Bartsch, http://home.fotocommunity.de/lindenbaum, wurde das Foto verwendet. Das Foto wurde in Costa Rica auf dem Waldboden aufgenommen.

Costa Rica liegt im Verbreitungsgebiet der Unterart Nyctidromus albicollis intercedens.

26. Carolinanachtschwalbe
lat. Antrostomus carolinensis (früher Caprimulgus carolinensis)

Die Carolinanachtschwalben sind in den Mischwäldern, offenen Landschaften verbreitet.

Als Verbreitungsgebiet werden die „Südstaaten der USA(Perrins: "Die BLV Enzyklopädie, Vögel der Welt" (2004)) oder das Zentrum, der Osten und der Südosten der USA (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) angegeben.

Als Zugvögel ziehen die Carolinanachtschwalben über den Winter nach Südamerika (Curry-Lindahl: „Das grosse Buch vom Vogelzug“ (1982)) oder in die südliche USA (Elphick: „Atlas des Vogelzugs, Die Wanderungen der Vögel auf unserer Erde“ (2008)) oder in den Südosten der USA bis in den Norden von Südamerika (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)).

Das Gefieder ist grau-tarnfarben. Die Oberseite der Flügelspitzen ist dunkelbraunschwarz. Die Unterseite ist heller. Die Kehle ist braun („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)).

Es wird eine rotbraune und eine graue Farbvariante (Dunn, Alderfer: „Field Guide to the Birds of North America“ (2011)) angegeben.

Die Grösse beträgt 27 bis 34cm („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) oder 29cm (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)) oder 31cm (Dunn, Alderfer: „Field Guide to the Birds of North America“ (2011)).

Zur Nahrung zählen kleine Vögel, Laubfrösche und Insekten.

Das Weibchen legt 1 bis 2 cremefarbene bis rötlichcremefarbene Eier (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder 1 bis 2 cremefarbene Eier (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)), die in ca. 20 Tagen (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) ausgebrütet werden. Flügge sind die Jungvögel in 16 Tagen (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)).

Mit freundlicher Genehmigung von Brian Young, www.birds-of-north-america.net (Classic Collection of North American Birds Ltd. (CCNAB)), wurde dieses Foto verwendet.

27. Urutau oder Urutau-Tagschläfer
lat. Nyctibius griseus

Die Urutaus sind in den Savannen, offenen Biotopen, offenen Waldgebieten, Waldrändern, im Flachland, Plantagen, tropischen Wäldern, Mangroven verbreitet.

Die Urutaus sind Standvögel („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)), Einzelvögel, die nur während der Brutzeit als Paare anzutreffen sind.

Als Verbreitungsgebiet wird allgemein ohne die Aufgliederung in Unterarten Nikaragua bis Nordargentinien (Dierschke: „1000 Vögel“) oder Westmexiko bis Norduruguay und den Westindischen Inseln (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder „Mittelamerika bis nach Paraguay und Nordargentinien“ („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)) oder „Jamaika, Haiti, Trinidad und Tobago; Mexiko, Mittelamerika, tropisches Südamerika“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder Mexiko, Westindische Inseln bis Argentinien (Coomber: "Vögel" oder "Vögel; Enzyklopädie der Familien und Arten" (1992)) oder Mexiko bis Nordargentinien (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder Westindien, Mexiko, Mittel- und Südamerika („Vögel in Wald und Flur, die Welt der Wilden Tiere“ (1980)) angegeben.

Cleere/Nurney („Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) geben die 3 Unterarten an. Als Verbreitungsgebiet für die Unterart Nyctibius griseus griseus wird Panama, Kolumbien, Venezuela, Trinidad, Tobago, Guyana, Surinam, Französisch Guiana, Nordbrasilien, Ecuador, Nordperu (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)), für die Unterart Nyctibius griseus costaricensis wird Ostnikaragua, Costa Rica, Westpanama (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) und für die Unterart Nyctibius griseus cornutus wird Südostperu, Brasilien, Nord- und Ostbolivien, Paraguay, Nordargentinien, Norduruguay (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) angegeben.

Die Unterarten Nyctibius griseus costaricensis und Nyctibius griseus cornutus (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) sind im Buch von Cleere („Nightjars of the World“ (2010)) nicht mehr aufgeführt. Cleere („Nightjars of the World“ (2010)) führt die Unterart Nyctibius griseus panamensis mit dem Verbreitungsgebiet Ostnikaragua, Südwest-Costa Rica bis östlich der Anden bis Westecuador auf. Auch gibt Cleere („Nightjars of the World“ (2010)) die Unterart Nyctibius griseus griseus mit dem Verbreitungsgebiet Trinidad , Tobago bis östlich der Anden bis Nordargentinien, Südbrasilien (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) an.

Die Urutaus sehen aus, wie ein „abgebrochener Ast(Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Dierschke: „1000 Vögel“) oder „wie ein Stück Holz“ oder wie „die Verlängerung eines Astes“ (Coomber: "Vögel" oder "Vögel; Enzyklopädie der Familien und Arten" (1992)), wenn sie tagsüber regungslos „mit geschlossenen Augen auf dicken Ästen“ sitzen (Dierschke: „1000 Vögel“) oder verschmelzen mit dem Ast und schliessen die Augen bei Annäherung eines Feindes (Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994)).

Das Gefieder ist gräulich oder braun (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder graubraun, „lederfarben und schwarz“ gemustert („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder graubraun, „stark gestreift und gefleckt“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder bräunlichgrau bis zimtbraun und schwarz, kastanienbraun, lederfarben und weiss gestreift und gefleckt (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)).

Die Oberseite ist genaugenommen „graubraun mit dichter schwarz-gelbrauner Strichelzeichnung, der Schwanz ist gebändert und die Unterseite ist auf der Brust dunkel gefleckt, ansonsten „blasser und grauer mit feiner Strichelung“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Die Augen sind gelb (Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994); Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)).

Die Grösse beträgt 33 bis 38cm (Dierschke: „1000 Vögel“; „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder 35cm (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)) oder 38cm (Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994)) oder 41cm (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder 31 bis 41cm (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) oder 36 bis 41cm (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Coomber: "Vögel" oder "Vögel; Enzyklopädie der Familien und Arten" (1992); Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder 31 bis 45cm (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)). Der Schwanz macht oft die halbe Körperlänge aus (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“).

Zu Nahrung zählen grosse Insekten (Käfer, Nachtfalter). Zum Jagdflug starten die Urutaus von einer Sitzwarte aus (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“). Die Beute wird im Flug geschlagen (Dierschke: „1000 Vögel“) oder „in der Luft gefangen“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)). Die Urutau sind nachtaktiv (Dierschke: „1000 Vögel“; Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder jagen nachts (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“).

Das Nest befindet sich in einer Astmulde (Dierschke: „1000 Vögel“) oder „in einer kleinen Vertiefung auf einem Ast“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder „in einem Astloch oder einer ähnlichen Vertiefung“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder „auf einem Baumstumpf“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder „in ein Astloch“ oder in eine „flache Mulde oben auf einem Baumstumpf“ (Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994)).

Das Weibchen legt ein Ei (Dierschke: „1000 Vögel“; Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994); Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“; Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) oder ein weiss und braungemustertes Ei (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)).

Beide Altvögel brüten das Ei abwechselnd (Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994); Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder beide Altvögel brüten das Ei, tagsüber das Männchen und nachts das Weibchen (Perrins: "Die BLV Enzyklopädie, Vögel der Welt" (2004)) aus. Das Ei wird von beiden Altvögeln „für etwa eine Stunde in der Nacht unbewacht“ verlassen, da beide dann auf Nahrungssuche sind (Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994)). Ausgebrütet ist das Ei in „mindestens 30“ Tagen (Perrins: "Die BLV Enzyklopädie, Vögel der Welt" (2004)) oder 30 bis 33 Tagen (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)).

Der junge Urutau ist nach 44 Tagen (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder in 50 Tagen (Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994)) oder in 47 bis 41 Tagen (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) flügge.

Mit freundlicher Genehmigung von Dieter Kloessing, www.dieter-kloessing.de , wurde dieses Foto verwendet. Aufgenommen in Costa Rica in freier Wildbahn.

28. Riesen-Urutau oder Riesenschwalk oder Riesentagschläfer
lat. Nyctibius grandis

Die Riesen-Urutau sind in den Wäldern, Galleriewäldern verbreitet.

Als Verbreitungsgebiet wird „Guatemala bis Brasilien(„Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)) oder „Panama bis Peru und Südbrasilien“ („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2); „Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder Südostmexiko bis Südbrasilien (Coomber: "Vögel" oder "Vögel; Enzyklopädie der Familien und Arten" (1992)) oder Südmexiko, Ostguatemala, Nikaragua, Costa Rica, Panama, Kolumbien, Venezuela, Guyana, Surinam, Französisch Guiana, Brasilien, Ostecuador, Ostperu, Nord- und Südbolivien (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder Südmexiko bis Südbrasilien (Gosler: „Die Vögel der Welt“; Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) angegeben.

Das Gefieder ist „etwas variabel“ („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder „ziemlich hell“ („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder „wirkt im ganzen ziemlich hell“ und „ist auf weissem Grunde fein graubraun, am Vorderrücken mehr rotbraun gewellt“ („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder aschgrau grundgefiedert und schwarz, weisslich und braun gemustert (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)).

Die Oberseite ist genaugenommen blass, graugetönt gelbbraun „mit feiner schwarzer, strichförmiger Zeichnung“, wobei die „Schulterfedern kräftiger gefleckt“ sind, der Schwanz ist gebändert und die Unterseite ist „weisser mit feinen schwarzen, strichförmigen Verzierungen“, auf der Brust ist die Zeichnung durchbrochen (Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Das Gefieder ist fast flaumweich („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)).

Die Grösse beträgt 51cm (Coomber: "Vögel" oder "Vögel; Enzyklopädie der Familien und Arten" (1992); Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder 52cm (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)) oder 55cm („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder 45 bis 54cm (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)).

Zur Nahrung zählen Insekten (Nachtfalter) und Fledermäuse. Die Riesen-Urutau sind nachtaktiv (Gosler: „Die Vögel der Welt“), die „Äste als Warte“ nutzen, um auf die Beute stürzen zu können (Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Das Weibchen legt ein weiss, braun und lilagrau geflecktes Ei (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder 1 weiss, geflecktes Ei (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)). Beide Altvögel brüten das Ei, tagsüber das Männchen und nachts das Weibchen (Perrins: "Die BLV Enzyklopädie, Vögel der Welt" (2004)) aus. Der Jungvogel ist mit ca. 55 Tagen flügge (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)).

Mit freundlicher Genehmigung von Norbert Flauger, www.bugparadise.com konnte dieses Foto verwendet werden.

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