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Block 3 Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Die Ordnung Eulen, lat. Strigiformes hatte früher auch die Unterordnungen Aegotheli und Caprimulgi. Die Unterordnungen Aegotheli und Caprimulgi wurden zur eigenständigen Ordnung der Schwalmvögel oder Nachtschwalben oder Schwalmartigen, lat. Caprimulgiformes zusammengefasst. Nur zur Vervollständigung bleiben daher die nachfolgenden Familien hier aufgeführt.

Die Ursachen für die damalige Eingliederung waren Veröffentlichungen der Ergebnisse der DNA-Untersuchungen der Wissenschaftler Sibley, Ahlquist und Monroe im Jahre 1988, die die Schwalmvögel oder Nachtschwalben oder Schwalmartigen in Form der 2 Unterordnungen Aegotheli und Caprimulgi in die Ordnung Strigiformes einsortierten (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)). Auch in der Buchbesprechung des Werks von Weick: „Owls (Strigiformes)“ von 2006 im „Eulenrundblick 57“ wird auf die Wissenschaftler Sibley und Ahlquist und deren Veröffentlichungen von 1990 kurz eingegangen, so dass es auch hier heisst: „In die Ordnung der Strigiformes werden neuerdings auch die Eulenschalme und Nachtschwalben im Rang von Unterordnungen eingereiht“ (Eulenrundblick 57) bzw. die Wissenschaftler Sibley und Ahlquist „gingen von einer nahen Verwandtschaft zwischen Strigiformes und Caprimulgiformes aus“ (Eulenrundblick 66). Aufgrund neuer Erkenntnisse hat Cleere („Nightjars of the World“ (2010)) bereits die Ordnung Caprimulgiformes eingesetzt. Für die Strigiformes und Caprimulgiformes „führten konvergente Anpassungen an die nächtliche Lebensweise zu ähnlichen Merkmalen“ (Eulenrundblick 66).

 

Ordnung: Schwalmvögel oder Nachtschwalben oder Schwalmartige, lat. Caprimulgiformes

Familie 10: Ziegenmelker oder Nachtschwalben und Falkennachtschwalben, lat. Caprimulgidae
Gattungen: Caprimulgus (Ziegenmelker), Macrodipteryx (Flaggenflüggel), Macropsalis (Scherennachtschwalben)
10. Europäischer Ziegenmelker oder Ziegenmelker, lat.
Caprimulgus europaeus
11. Sternnachtschwalbe, lat. Caprimulgus stellatus
12. Welwitschnachtschwalbe, lat. Caprimulgus fossii (früher Scotornis fossii)
13. Pharaonenziegenmelker oder Pharaonennachtschwalbe, lat.
Caprimulgus aegyptius
14. Rothalsziegenmelker, lat. Caprimulgus ruficollis
15. Kurzschleppen-Nachtschwalbe, lat. Caprimulgus clarus, (früher: Scotornis clarus)
16. Langschwanz-Nachtschwalbe, lat. Caprimulgus macrurus
17. Indische Nachtschwalbe oder Dschungelnachtschwalbe, lat. Caprimulgus indicus
18. Flaggenflügel oder Fahnennachtschwalbe, lat. Macrodipteryx longipennis
19. Leier-Nachtschwalbe oder Leierschwanz-Nachtschwalbe, lat. Macropsalis lyra (früher Uropsalis lyra)

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”. Es sei darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht, dass im Lauf der Zeit aufgrund von Veränderungen im Bestand der in den Falknereien und/oder (zoologischen) Einrichtungen gehaltenen Arten, die fotografierten Arten nicht mehr gezeigt werden oder nun andere Arten zu sehen sind.

10. Europäischer Ziegenmelker oder Ziegenmelker
lat. Caprimulgus europaeus

Aufgrund der Tatsache, dass die Ziegenmelker in der Nacht früher im Altertum Viehherden umflogen (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)) oder Weidetiere umschwirrten, „weil diese Nachtfalter und andere grössere Insekten vom Boden aufscheuchen“ („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)) oder „das weidende Vieh“ umschwirrten, „um die dort zahlreichen Insekten zu fangen“ („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder dass Vieh umschwirrten, um die Insekten zu jagen („Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006)) oder „zwischen Schafe und Ziegen“ umherflogen und Insekten jagten (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“), glaubte man, dass die Ziegenmelker „mit ihrem grossen Schnabel tatsächlich Ziegen“ mölken („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder dass die Ziegenmelker nachts den Ziegen „mit ihrem gewaltigen Schnabel die Milch“ aussaugten („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)) oder dass die Ziegenmelker „nachts den Ziegen die Milch“ absaugten („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder dass die Ziegenmelker sich von Milch ernährten (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)) oder dass die Ziegenmelker „es auf die Milch dieser Tiere abgesehen“ hätten (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder dass die Ziegenmelker den „Ziegen die Milch stehlen würden“ („Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006)). Durch diesen Sachverhalt kam der Ziegenmelker zu seinem Namen (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)).

Die Ziegenmelker leben in den lichten Wäldern, trockenen Nadelwäldern, trockenen Mischwäldern, trockenen und offenen Landschaften mit offenen Baumbestand, Halbwüsten, offenen, trockenen und sandigen Kiefernwäldern, Waldrändern, Heiden, Mooren, Kahlschlägen, offene Sandkieferböden, wärmebegünstigte Böden, Schneissen, Lichtungen verbreitet bzw. „ist grundsätzlich an offene, trockene, vorwiegend mit Kiefern bestockte Wälder gebunden“ (Eulenrundblick 60).

Bedroht sind die Ziegenmelker durch die Zerstörung des Lebensraums und durch die Rückgang der Insekten aufgrund von Pestziden („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)). Ansonsten sind die Fressfeinde Sperber, Wanderfalken, Habichte, Mäusebussarde, Kornweihen, Waldkäuze (Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)) und am Nistplatz am Boden besteht die Gefahr, dass Füchse und Marder das Gelege fressen (Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)).

Die Ziegenmelker haben sich tagsüber „in Längsrichtung an einen Ast angepresst“ oder „in einem Unterschlupf am Erdboden“ versteckt (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder sitzen auf den Ästen „immer längs, ganz flach angepresst“ (Eulenrundblick 60) oder sitzen „in Längsrichtung auf einem Ast“ oder auf dem Waldboden (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder sitzen „in Längsrichtung flach auf einem Ast“ oder „auf dem Boden“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder „sitzen tagsüber bewegungslos auf Ästen oder am Boden“ (Dierschke: „1000 Vögel“) oder sitzen „längs auf ungedeckten abgestorbenen Ästen“ (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)).

Als Verbreitungsgebiet wird Europa, Asien (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder Europa (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder „Europa, ausser Island“ (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder Europa bis Zentralasien; Nordafrika (Dierschke: „1000 Vögel“) oder „Europa, West- und Mittelasien sowie in Nordwestafrika“ (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder von April bis Oktober in Mitteleuropa, auch in Südeuropa, bis Asien, Teile Nordafrikas (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder Europa, Nordafrika, West- und Mittelasien (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; „Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)) oder „Europa, Nordafrika, West- und Zentralasien“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder Europa bis ins zentrale Asien zum Baikalsee und Indus, Atlasgebirge in Nordafrika („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder „Nordafrika, Europa und Asien“ (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)) oder „fast ganz Europa“, Nordwestafrika, Westasien (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)) oder Mitteleuropa („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36.+37. Auflage) oder Europa (Hume: „Vögel beobachten und bestimmen“ (2014)).

Die Ziegenmelker ziehen „August/September(„Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder „Ende August bis Ende September“ (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)) ins Überwinterungsgebiet. Als Überwinterungsgebiet wird „Afrika“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997); Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994); Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder das tropische Afrika (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965); Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder Afrika, südlich der Sahara (Dierschke: „1000 Vögel“; „Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988); Lang: „Die Vögel Europas“; Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder „Afrika südlich der Sahara bis Südafrika“ (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder „Ost- und Südafrika“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder „Ost- und Südafrika“, aber auch Westafrika (Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)) oder Afrika, südlich der Sahara und dieses in West-, Ost- und Südafrika (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)) oder „Zentral- oder Südafrika“ (naturgucker: 25: Juli/August 2016) angegeben. Zurückkommen die Ziegenmelker „Mitte April/Anfang Mai“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder im April bis Mai (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)).

Der Europäische Bestand an Ziegenmelkern wird mit 224.000 bis 264.500 Paaren (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) angegeben.

Der Deutsche Bestand an Ziegenmelkern wird mit 5.600 bis 6.400 Paaren (Bestand: 2005: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2009); Eulenrundblick 60), mit 6.500-8.500 Paaren (Bestand: 2005-2009: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2013); Bestand: 2005-2009: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2014); Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014); „Berichte zum Vogelschutz“ (52/2015)) angegeben.

Der Bestand in Hessen wird mit 80 Paaren (Eulenrundblick 60) angegeben.

Der Dänische Bestand der Ziegenmelker wird mit 500 bis 600 Paaren nach einer von 1992 bis 1995 durchgeführten Zählung (FALKE 10/1996) angegeben.

Es werden 6 Unterarten (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) oder 5 Unterarten (Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)) angegeben.

Die Unterart Caprimulgus europaeus europaeus ist genaugenommen in „Mittel- und Nordeuropa bis weit über den Ural nach Osten“ (Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)) oder in Nord- und Zentraleuropa bis Nordasien bis zum Baikalsee und bis ins Mittelmeergebiet, bis nach Nordafrika, bis Ostafrika (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder Nord- und Zentraleuropa (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet. Als Überwinterungsgebiet wird West-, Süd- und Ostafrika (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) angegeben.

Die Unterart Caprimulgus europaeus meridionalis ist genaugenommen von „Spanien über die Türkei bis zum Kaukasus und Kaspischen Meer“ (Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)) oder in Nordwestafrika, Iberischer Halbinsel, Südeuropa, Mittelmeergebiet, Krim, Kaukasus, Nordwestiran (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder Südeuropa, Nordwestafrika bis zum Kaspischen Meer (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet. Als Überwinterungsgebiet wird Zentralafrika, Westafrika, Südafrika (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) angegeben.

Die Unterart Caprimulgus europaeus sarudnyi ist genaugenommen in der nördlichen „Taiga bis zum Baikalsee“ und der Kirgisensteppe (Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)) oder vom Kaspischen Meer bis Kirgistan, Tabagatay und zum Altai (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet. Als Überwinterungsgebiet wird Ost- und Südostafrika (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) angegeben.

Die Unterart Caprimulgus europaeus unwini ist genaugenommen im „Ost-Iran bis zum Himalaja und Pamir sowie östlich des Kaspischen Meeres“ (Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)) oder in Südwestasien (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet. Als Überwinterungsgebiet wird Ost- und Südostafrika (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) angegeben.

Die Unterart Caprimulgus europaeus plumipes ist genaugenommen in Zentralasien (Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)) oder in Nordchina, in der Nordwestmongolei, in der Südmongolei (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Unterart Caprimulgus europaeus dementievi ist genaugenommen in der Nordostmongolei und Südtransbaikalien (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Das Gefieder ist allgemein ein „Rindenmuster“ (Nicolai: „Vogelleben“ (1973)) oder „unauffällig graubraun“ (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder rindenartig gemustert (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)) oder ist rindenfarben (Busching: „Einführung in die Gefieder- und Rupfungskunde“ (2005)) oder das „Tarngefieder“ ist rindenfarbig (Eulenrundblick 60) oder „wie ein Stück Rinde gefärbt“ (Stern, Thielcke, Vester, Schreiber: "Rettet die Vögel", 1978) oder ist borkenähnlich getarnt (Dierschke: „1000 Vögel“) oder ist „kompliziert grau und hellbraun gemustert“ (Hume: „Vögel beobachten und bestimmen“ (2014)) oder „braun, grau, bräunlichweiss und schwarz gemustert“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder braun, schwarz und grau gesprenkelt, der Rücken ist jedoch „eine komplizierte Mischung aus braunen, grauen, leder- und zimtfarbenen Tönen mit schwarzen Streifen“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder graubraun, „gebändert, marmoriert und gefleckt“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder „grau, mit rötlichen, kastanienbraunen und schwarzen Balken und Streifen“ bzw. braun und rötlichgelb gesprenkelt getarnt (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)) oder rindenartig getarnt und „auf graubraunem Grund dunkel gestrichelt, gefleckt und marmoriert“ (Lang: „Die Vögel Europas“) oder „braun, bleiweiss, grau und schwarz“ gemustertes Tarngefieder (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder das Gefieder hat eine Tarnfärbung (Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994)) oder das Gefieder „trägt eine unauffällige Schutzfärbung“ (Veselovsky: „Illustriertes Lexikon der Vögel“ (1998)) oder das Gefieder hat eine graubraune Tarnfarbe („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder das Gefieder „bietet am Boden eine wunderbare Tarnung“ („Die grosse Larousse Natur Enzyklopädie“, (2002)) oder das Gefieder hebt „sich farblich kaum“ von einem Ast ab (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder die Oberseite ist „bräunlich, rindenfarbig“ und die Unterseite ist „bräunlich, eng gebändert“ (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)).

Die Augen sind gross (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)).

Das Männchen hat als Unterscheidungsmerkmal zum Weibchen im Flug auf der Schwanzoberseite „weisse Schwanzecken“ und in der Nähe der Flügelspitze einen auffallenden weissen Fleck (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder weisse Schwanzecken, weisse Flecken auf den Aussenflügeln (Hume: „Vögel beobachten und bestimmen“ (2014)) oder weisse Schwanzabzeichen und weisse Flügelabzeichen (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder „3 grosse weisse Flecken auf den Flügelspitzen und 2 weisse Flecken auf dem Schwanz“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder „zwei leuchtend weisse Abzeichen am Schwanzende und ein ebensolches Mal vor jeder Flügelspitze“ (Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)) oder „weisse Flecken auf den Handschwingen und an der Schwanzspitze“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder weisse Flecke „auf den äusseren Handschwingen, den seitlichen Schwanzecken“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder „weisse Flecken auf Flügel und Schwanz“ (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder weisse Flecke an den Flügelenden und am Schwanz (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder kreideweisse Flecke auf den „Flügeln und Schwanzecken“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder deutlich hellere „Flecken auf den Flügeln und Schwanzenden“ (Lang: „Die Vögel Europas“). Des Weiteren findet man, dass die Wange eine „weisse Marke“ enthält (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder die Kehlseiten einen weissen Flecken jeweils hat (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)).

Die Grösse beträgt oder 24 bis 28cm (Dierschke: „1000 Vögel“; Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder 24,5 bis 28cm (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder 25 bis 28cm (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) oder 26 bis 28cm (Hume: „Vögel in Europa“, (2013); Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003); Hume: „Vögel beobachten und bestimmen“ (2014); „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); Lang: „Die Vögel Europas“; Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder 26cm (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997); Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder 27cm (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965); „Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973); Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994)) oder 28cm (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006)).

Zur Nahrung zählen Insekten (Käfer, Mücken, Nachtfalter, Schmetterlinge, Nachtschmetterlinge, Libellen, Grashüpfer). Die Ziegenmelker jagen „von einem Ansitz aus oder am Boden“ oft Vögel („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)).

Die Ziegenmelker werden erst „in der Dämmerung“ aktiv (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965); „Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder „bei Dämmerung aktiv“ (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder sind dämmerungs- und nachtaktiv („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2); Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014); Eulenrundblick 60) oder jagen „mit der Abenddämmerung“ (naturgucker: 25: Juli/August 2016) oder jagen „in der Dämmerung“ (Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994)) oder jagen „hauptsächlich in der Dämmerung oder nachts“ (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder jagen „in der Dämmerung und nachts“ (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder jagen „hauptsächlich nachts“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder sind nachtaktiv (Lang: „Die Vögel Europas“) oder sind „aussschliesslich nachtaktiv“ („Vogelpark Walsrode“ (als „Parkguide“ ab Auflage 36 bezeichnet), 31.+33.+36.+37. Auflage).

Die Insekten werden „im Fluge“ (Veselovsky: „Illustriertes Lexikon der Vögel“ (1998)) oder „im Flug“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder „im Flug mit weit geöffneten Schlund“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder mit einem „weit geöffneten breiten Rachen“ (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder mit einem weit aufgerissenen Rachen (Dierschke: „1000 Vögel“; Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) eingefangen, wobei der Schnabel „erst kurz vor Erreichen des Beutetieres“ geöffnet wird (naturgucker: 25: Juli/August 2016) oder im Fangflug ist der Schnabel geschlossen, wird die Beute angesteuert und „erst im letzten Moment“ wird nach der Beute geschnappt („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)). Bei Dunkelheit wird die Beute von unten her angesteuert, da sie der Ziegenmelker „gegen den helleren Himmel“ ortet („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)). Der Flug ist „lautlos“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)).

Die am Schnabelwinkel vorhandenen Borsten sind beim Einfangen der Beute hilfreich (naturgucker: 25: Juli/August 2016) oder wirken wie ein Käscher beim Einfangen der Insekten (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder wirken „wie eine Reuse, in die die Beute getrieben wird“ (Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994)) oder wirken „wie ein Schmetterlingsnetz“ (Veselovsky: „Illustriertes Lexikon der Vögel“ (1998)). Die Jagdflüge werden auch als gaukelnd beschrieben (naturgucker: 25: Juli/August 2016). Die erbeuteten Insekten werden ganz verschluckt oder im „Kehlsack aufgefangen und gesammelt, falls es Jungvögel zum füttern gibt“ („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)).

Die Ziegenmelker würgen das Unverdauliche als Gewölle heraus („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2); Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)).

Der Ruf wird als „grillenartiges Zirpen“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder der Gesang der Männchen wird als „leises Gurren“ („Die grosse Larousse Natur Enzyklopädie“, (2002)) oder als „Schnurren“ (naturgucker: 25: Juli/August 2016) oder als „merkwürdiges etwa 600 Meter weit gut hörbares Schnurren“ (Eulenrundblick 60) oder als minutenlanges, „monotones, hölzernes Schnurren“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder als „langes, monotones Schnurren“ (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder als „langes, ratterndes Schnurren“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder als lang anhaltende, schnurrende und mit gelegentlichem Tonwechsel verbundene Strophen (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder ein 5-minütiges pausenloses Schnurren („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder als hartes schnurren (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder mit „schnell aufeinanderfolgenden dumpfen Tönen, die ständig wiederholt werden und ein monotones, leicht vibrierendes Schnurren ergeben“ („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)) oder schnurrendender an- und abschwellender Reviergesang (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder wie das „Schnurren eines Spinnrades“, „in unterschiedlicher Höhe und Klangfarbe“ (Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)) beschrieben. Am Ende des Rufes wird die Tonfolge langsam abfallend, das Männchen erhebt sich in die Höhe und schlägt mit den Flügeln über dem Rücken zusammen („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)) oder man findet, dass sich die Ziegenmelker „flügelklatschend in die Luft“ werfen (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“). Das Rufen oder der Gesang beginnt nach dem Sonnenuntergang und dauert „manchmal nur eine Stunde“ oder „bis tief in die Nacht“ („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)). Der Ruf ist bis zu einem km zu hören (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)).

Die Männchen führen zur Balz einen langsamen Flatterflug durch, „bei dem sie mit den Flügeln klatschen“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder machen beim Balzflug „knallende oder knatternde Fluggeräusche“ (Lang: „Die Vögel Europas“) oder klatschen beim Balzflug die den Flügeln zusammen (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“; „Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder begleiten den Balzflug mit einem mehrfachen Flügelklatschen (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)).

Das Nest befindet sich in einer einfachen Bodenmulde (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965); Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder „auf Heideflächen und Böden mit niedriger Vegetation oder auf Waldlichtungen“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder „ohne Nest auf dem Boden“ (Dierschke: „1000 Vögel“) oder direkt auf dem Boden (Veselovsky: „Illustriertes Lexikon der Vögel“ (1998); Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder auf den blanken Boden (Eulenrundblick 60) oder direkt auf dem Waldboden (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder in einer flachen Mulde ohne Nistmaterial (Lang: „Die Vögel Europas“). Das Nest wird wird „Jahr um Jahr wieder“ verwendet („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)). Genaugenommen ist es eher eine Niststätte, da Ziegenmelker kein Nest bauen (Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)).

Das Weibchen legt cremefarbene bis weissliche „und gelbbraun, dunkelbraun oder grau“ gefleckte Eier („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)) oder 1 bis 2 Eier (Dierschke: „1000 Vögel“; „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006)) oder 1 bis 2 weise Eier (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) oder 1 bis 2 weissliche oder grauweissliche oder cremefarbene und gelblichbraun, dunkelbraun, braun und grau gemusterte Eier (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder 1 bis 2 weisse bis zart grau getönte und braun, olivbraun, blaugrau gefleckte Eier (Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)) oder 2 Eier (Hume: „Vögel in Europa“, (2013); Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“; Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003); Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994)) oder 2 graugefleckte Eier (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965) oder 2 „weissliche, braun gefleckte Eier“ (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder 2 „weisse, braun oder grau marmorierte Eier“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder 2 tarnfarbene Eier (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder 2 glänzend cremefarbene „mit gelben und dunkelbraunen Flecken“ versehene Eier (Lang: „Die Vögel Europas“) oder 2 weisse, bläulich, bräunlich gefleckte Eier (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder 2 grau- und braungefleckte Eier (Eulenrundblick 60).

Als Datum der Eiablage wird „ab Mai“ (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) angegeben. Als Brutzeitraum wird „Mai bis Juli“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder ab „Mitte Mai“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder „Ende Mai bis Juli“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder „Anfang bis Mitte Juni“ (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) angegeben.

Das Weibchen brütet (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder das Weibchen brütet meist selber („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder beide Altvögel brüten (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002); „Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder das Weibchen brütet nachts, das Männchen brütet tagsüber (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder im Prinzip brütet das Weibchen die Eier aus, wobei das Männchen „kurz nach Sonnenuntergang“ und frühs das Weibchen ablöst (Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)). Aufgrund von Beobachtungen kann man von keiner echten „Brutablösung zum Warmhalten der Eier“ sprechen, weil die Männchen die Eier schon vor dem Kommen des Weibchens verlassen , so dass „die Eier bis zu 50 Minuten unbedeckt“ blieben (Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)).

Als Brutdauer werden 17 bis 18 Tage (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003); Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder 16 bis 21 Tage, in 3 dokumentierten Fällen 17 Tage (Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)) oder etwa oder nach 18 Tage („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973); Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder „knapp 3 Wochen“ (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder 3 Wochen („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)).

Die Jungvögel können „schon am ersten Tag gut laufen“ (Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)) oder laufen „schon bald nach dem Schlüpfen“ in der Nestumgebung umher („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder verlassen nach einer Woche das Nest und bleiben jedoch in der Nestumgebung („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)).

Flügge sind die Jungvögel in 16 bis 17Tagen (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder in 17 Tagen („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder in 18 Tagen (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“). In 19 Tagen folgen die Jungvögel den Altvögeln (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)). Zur Verteidigung oder zur Ablenkung von Feinden von den Jungvögeln stellen die Altvögel sich flügellahm, zischen „mit weit aufgerissenem Rachen“ und stellen mitunter den Schwanz nach oben (Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)).

Es gibt ein oder 2 Jahresbruten (Hume: „Vögel in Europa“, (2013); Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)) oder oft oder oftmals 2 Bruten (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965); „Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder 2 Bruten (Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994); „Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988); Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“). Das Männchen versorgt dann die erste Brut allein mit Futter (Dierschke: „1000 Vögel“; Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)). Das Weibchen ist dann nur noch mit der Zweitbrut beschäftigt, wobei es „wie bei der Erstbrut – abends und morgens für wenige Minuten beim Brüten abgelöst“ wird (Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)).

Ein Höchstalter von bis 10 Jahren (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) wird angegeben.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Walderlebniszentrum Erlangen (links), im Zoologischen Museum Hamburg (mitte) und im Naturhistorischen Museum Nürnberg in der Sonderausstellung “Seltene Nürnberger” (rechts) aufgenommen.

Mit freundlicher Genehmigung von Jiri Bohdal, www.naturephoto-cz.com, konnte dieses Foto (Altvogel mit Jungvogel) verwendet werden.

11. Sternnachtschwalbe
lat. Caprimulgus stellatus

Als Verbreitungsgebiet wird Äthiopien, Nordkenia, Nordwestkenia, Nordwestsomalia, Südostsudan (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder Südwestsomalia und Nordwestkenia (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) angegeben.

Die Grösse beträgt 21 bis 23 cm (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder 23cm (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)).

Dieses Foto wurde im Naturkundlichen Museum Mauritianum Altenburg (dort nur als “Nachtschwalbe” bezeichnet) aufgenommen.

12. Welwitschnachtschwalbe
lat. Caprimulgus fossii (früher Scotornis fossii)

Die Welwitschnachtschwalben sind in offenen Landschaften verbreitet.

Als Verbreitungsgebiet wird für die Unterart Caprimulgus fossii fossii Nord- und Südwestgabon, Südwestkongo (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) angegeben.

Für die Unterart Caprimulgus fossii welwitschii wird Südzaire, Südburundi, Südtansania, Zanzibar, Pemba, Angola, Sambia, Mali, Mosambik, Zimbabwe, Nordbotswana, Nordnamibia, Ost-Südafrika (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder Angola bis Südtansania, bis Ost-Südafrika (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) angegeben.

Für die Unterart Caprimulgus fossii griseoplurus wird Westbotswana, Nord-Südafrika (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) angegeben.

Die Grösse beträgt 23 bis 24cm (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder 23 bis 26cm (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)).

Mit freundlicher Genehmigung von Alex Auer, www.naturephoto-cz.com, wurde das Foto einer Welwitschnachtschwalbe (aufgenommen in Botswana: Okavango Delta) verwendet.

13. Pharaonenziegenmelker oder Pharaonennachtschwalbe
lat. Caprimulgus aegyptius

Die Pharaonenziegenmelker sind in den trockenen sandigen Gebieten, in den Wüsten und Halbwüsten verbreitet.

Als Verbreitungsgebiet, ohne die Aufgliederung in Unterarten, werden allgemein die „Sandwüste mit Tamarix, Haloxylon und Artemisia“ (Elkharassi: „Sahara: Tiere-Pflanzen-Spuren“, (2006)) oder Nordafrika und Südwestasien (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)) oder Nordafrika („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)) oder Algerien bis Afghanistan („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder Nordafrika, mittlerer Osten, westliches Asien (Coomber: "Vögel" oder "Vögel; Enzyklopädie der Familien und Arten" (1992)) angegeben. Die Pharaonenziegenmelker ziehen als Zugvögel innerhalb der Sahara vom Norden in den Süden und als Überwinterungsgebiet wird des Weiteren Sahel angegeben (Elkharassi: „Sahara: Tiere-Pflanzen-Spuren“, (2006)).

Genaugenommen wird als Verbreitungsgebiet für die Unterart Caprimulgus aegyptius aegyptius Nordostägypten, Israel?, Jordan, Nord-Saudi Arabien?, Kuweit?, Irak, Iran, Westafghanistan, Turkmenistan, Usbekistan bis nach Tadschikistan und Kasachstan (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder Nordostägypten bis nach Kasachstan (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) angegeben. Als Überwinterungsgebiet wird die arabische Halbinsel, Tschad, Sudan, Ägypten, Nigeria (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)).

Das Verbreitungsgebiet für die Unterart Caprimulgus aegyptius saharae ist Zentral- und Ostzentralmarokko, Nordalgerien, Südalgerien, Zentraltunesien, Nordwestlibyen, Nordägypten (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder Zentralmarokko bis Nordwestlibyen (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)). Als Überwinterungsgebiet wird Südmauretanien, Nordsenegal, Mali, Nordburkina, Nordostniger und Nordostnigera Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) angegeben.

Die Pharaonenziegenmelker verharren „manchmal wochenlang sehr lethargisch“ im Sommer in einem „Trockenzeitschlaf“ in einer Felsspalte (Elkharassi: „Sahara: Tiere-Pflanzen-Spuren“, (2006)). Während dieser Zeit verlangsamen sich die Körperfunktionen, die Körpertemperatur fällt ab und gefressen wird auch nicht (Elkharassi: „Sahara: Tiere-Pflanzen-Spuren“, (2006)).

Das Gefieder ist „sandfarben(Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997); Coomber: "Vögel" oder "Vögel; Enzyklopädie der Familien und Arten" (1992)) oder „sandfarben“ und auf der Oberseite mit einer feinen dunklen Musterung versehen (Elkharassi: „Sahara: Tiere-Pflanzen-Spuren“, (2006)) oder „heller und sandfarbener“ und „sehr fein gezeichnet“ („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder „heller und eher sandfarben“, auf der „Oberseite zart gemustert“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder blassbraun mit einer kaum sichtbaren weisslichen bis cremefarbenen Zeichnung („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)).

Der Schwanz ist hell und lang (Elkharassi: „Sahara: Tiere-Pflanzen-Spuren“, (2006)) oder recht lang (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)).

Die Grösse beträgt 24 bis 26cm (Elkharassi: „Sahara: Tiere-Pflanzen-Spuren“, (2006); Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) oder 24 bis 27cm (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)).

Zur Nahrung zählen Insekten. Die Jagd erfolgt in der Dämmerung und bei Mondschein (Elkharassi: „Sahara: Tiere-Pflanzen-Spuren“, (2006)). Das Wasser wird entweder über wasserreiche Beutetiere aufgenommen oder nach Möglichkeit getrunken (Elkharassi: „Sahara: Tiere-Pflanzen-Spuren“, (2006)).

Das Weibchen legt 1 bis 2 weisse oder cremefarbene und blass olivenfarben oder grau markierte Eier (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder 1 bis 2 weisse oder cremefarbene Eier (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)). Die Eier sind in 17 Tagen („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder in 17 bis 18 Tagen (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) ausgebrütet. Flügge sind die Jungvögel in ca. 4 Wochen (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)).

Mit freundlicher Genehmigung von Stefan Pfützke, www.green-lens.de, wurde dieses Foto (aufgenommen in Kuwait) verwendet.

14. Rothalsziegenmelker
lat. Caprimulgus ruficollis

Die Rothalsziegenmelker sind in den trockenen warmen Gebieten, buschigen Halbwüsten, in den offenen Landschaften, Heiden, trockenen sandigen Pinienwälder, Kiefernwälder verbreitet.

Als Verbreitungsgebiet wird die Iberische Halbinsel und Nordafrika (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003); Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder die Iberische Halbinsel und Nordwestafrika („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988); Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder der „Süden der Iberischen Halbinsel“, Nordwestafrika, Sizilien („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder das westliche Nordafrika und Südeuropa (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)) oder Südwesteuropa (Lang: „Die Vögel Europas“) oder „Südspanien, Portugal, Sizilien und Marokko“ (Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)) angegeben. Die Rothalsziegenmelker sind Zugvögel. Als Überwinterungsgebiet wird Afrika (Lang: „Die Vögel Europas“; Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder „Westafrika, meist in Mali“ oder das tropische Westafrika („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) angegeben.

Genaugenommen ist die Unterart Caprimulgus ruficollis ruficollis ist in Spanien Portugal, Nordmarokko (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder auf der Iberischen Halbinsel und Nordmarokko (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) oder in Nordafrika (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) verbreitet.

Die Unterart Caprimulgus ruficollis dersetorum ist in Nordostmarokko, Nordalgerien, Nordtunesien (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder Nordostafrika (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet. Als Überwinterungsgebiet wird Westafrika (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) angegeben.

Der Gesamtbestand wird Mitte der 1990er mit zwischen 103.000 bis 136.000 Individuen angegeben (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)).

Das Gefieder ist „überwiegend rötlichbraun getönt(Lang: „Die Vögel Europas“) oder „mehr gelbrot getönt“ („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder „tarnfarben“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)).

Die Kehle, die Vorderbrust und das Halsband ist rostbraun (Lang: „Die Vögel Europas“) oder das Halsband und die Kehle sind hell rostbraun (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder der Kragen ist rostfarben (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder der Kragen ist rötlich (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)) oder das Halsband ist rötlich (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder die Kehle, die Vorderbrust und das Halsband sind gelblich rostrot, die Kehle hat einen weissen Fleck (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder Kinn und Nacken haben „rostrote Marken“, die Kehle einen weissen Fleck (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder die Kehle ist weiss und das Nackenband ist rotbraun (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder der Kehlfleck ist weiss und das Nackenband ist gelblichbraun („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder der Kehlfleck ist weiss und das Nackenband ist rötlich (Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)). Auf den Halsseiten befindet sich ein heller Fleck (Lang: „Die Vögel Europas“).

Männchen und Weibchen besitzen „weisse Abzeichen“ auf „den Handschwingen und äusseren Steuerfedern(„Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)).

Die Unterart Caprimulgus ruficollis desertorum ist heller und eher rostfarben (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)).

Die Grösse beträgt 30 bis 32cm (Lang: „Die Vögel Europas“; Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003); Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) oder 30 bis 34cm (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder rund 30cm (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder 31cm („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)).

Zur Nahrung zählen Insekten (Käfer, Nachtfalter, Nachtschmetterlinge).

Als Nest dient eine flache Bodenmulde (Lang: „Die Vögel Europas“). Das Weibchen legt 2 Eier (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder 2 glänzend, grauweisse gelblich braun marmorierte und gefleckte Eier (Lang: „Die Vögel Europas“) oder 1 bis 2 weisse oder cremeweisse , grau und braun marmorierte und bekleckste Eier (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder 1 bis 2 weisse , bräunlich-büffellederartig gemusterte Eier (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)).

Die Eier sind in 14 bis 19 Tagen (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) ausgebrütet.

15. Kurzschleppen-Nachtschwalbe
lat. Caprimulgus clarus (früher: Scotornis clarus)

Die Kurzschleppen-Nachtschwalben sind in den Busch- und Grasslandschaften verbreitet.

DasVerbreitungsgebiet ist Djibouti, Äthiopien, Südostsudan, Uganda, Nordostzaire, Kenia, Somalia, Tansania (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder Djibouti bis Nordtansania (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)).

Die Grösse beträgt 28cm (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder 26cm (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)).

Mit freundlicher Genehmigung von Jörg Reinecke, www.safari-wangu.de, konnte das Foto verwendet werden.

16. Langschwanz-Nachtschwalbe
lat. Caprimulgus macrurus

Die Langschwanz-Nachtschwalben sind in den Wäldern, tropischen Waldrändern, den offenen Landschaften, den Küstengebieten und den bewohnten Gebieten verbreitet.

Als Verbreitungsgebiet wird allgemein Indien und Nordaustralien (Dierschke: „1000 Vögel“) angegeben.

Genaugenommen ist die Unterart Caprimulgus macrurus macrurus auf Java und Bali (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Unterart Caprimulgus macrurus andamanicus ist genaugenommen auf den Andaman Islands (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) verbreitet. Diese Unterart wurde zur eigenständigen Art Caprimulgus andamanicus (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) erhoben.

Die Unterart Caprimulgus macrurus albonotatus ist genaugenommen in Nordostpakistan, Nordindien, Südnepal, Bhutan, Bangladesh (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder Nordostpakistan bis Bangladesh und Westindien (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Unterart Caprimulgus macrurus bimaculatus ist genaugenommen in Nordwestindien, Burma, Südchina, Vietnam, Laos, Thailand, Kambodscha, Malaiischer Halbinsel und einigen umliegenden Inseln (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder in Nordwestindien, Indochina, thailändisch-maiischer Halbinsel (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Unterart Caprimulgus macrurus salvadorii ist genaugenommen in West-, Nord- und Südostborneo, „Labuan, Balambangan, Banguey“ bis zu den Sula-Inseln (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder in Borneo bis zu den Sula-Inseln (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Unterart Caprimulgus macrurus johnsoni ist genaugenommen auf Palawan und der Calamien-Gruppe (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Unterart Caprimulgus macrurus schlegelii ist genaugenommen auf Wallacea, Neu-Guinea und den Inseln vor Australien, Nordaustralien (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder auf Wallacea, Neu-Guinea und den Inseln vor Australien (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Das Gefieder ist allgemein grau (Simpson, Day: „Birds of Australia“, (2012)).

Die Männchen haben „nachts einen monotonen, klopfenden Gesang(Dierschke: „1000 Vögel“).

Die Grösse beträgt 25 bis 29cm (Dierschke: „1000 Vögel“; Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) oder 27cm (Simpson, Day: „Birds of Australia“, (2012)).

Zur Nahrung zählen Insekten.

Das Weibchen legt 1 bis 2 Eier (Dierschke: „1000 Vögel“) oder 1 bis 2 weissliche oder cremefarbene oder lachsfarben-büffellederfarbene oder blassrötlichcremefarbe und grau, braun und lavendelfarben bekleckste Eier (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder 1 bis 2 weisse Eier (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) auf den Boden (Dierschke: „1000 Vögel“). Die Eier werden in 16 bis 22 Tagen (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) ausgebrütet.

Mit freundlicher Genehmigung von Berndt Fischer, www.berndtfischer.de bzw. www.focusnatur.de wurde das Foto verwendet. Das Foto wurde in Indien aufgenommen.

Indien liegt im Verbreitungsgebiet der 2 Unterarten Caprimulgus macrurus albonotatus und Caprimulgus macrurus bimaculatus (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)).

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Mit freundlicher Genehmigung konnte das Fotos der Caprimulgus macrurus von Vik Dunis, www.bushpea.com verwendet werden.

Die Unterart Caprimulgus macrurus schlegelii ist auf Wallacea, Neu-Guinea und den Inseln vor Australien, Nordaustralien (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder auf Wallacea, Neu-Guinea und den Inseln vor Australien (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

17. Indische Nachtschwalbe oder Dschungelnachtschwalbe
lat. Caprimulgus indicus

Das Verbreitungsgebiet der Unterart Caprimulgus indicus indicus ist Indien (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)).

Die Unterart Caprimulgus indicus kelaarti ist auf Sri Lanka (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) verbreitet.

Die Unterarten Caprimulgus indicus jotaka und Caprimulgus indicus phalaena (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) wurden zu eigenständigen Arten erhoben (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)). Die Unterart Caprimulgus indicus hazarae (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) wurde der Art Caprimulgus jotaka als Unterart Caprimulgus jotaka hazarae definiert (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)).

Die Indische Nachschwalbe ist „grösser und dunkler gefärbt“ als der Europäische Ziegenmelker oder Ziegenmelker, lat. Caprimulgus europaeus (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)). Am Schwanz befindet sich ein „weisser Abschlussstreifen“ (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)).

Die Grösse beträgt 28 bis 32cm (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder 25 bis 28cm (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)).

18. Flaggenflügel oder Fahnennachtschwalbe
lat. Macrodipteryx longipennis

Die Flaggenflügel sind in den offenen Wäldern, Baum- und Dornbuschsavannen, Graslandschaften, leicht bewaldeten Savannen, Ackerlandschaften verbreitet.

Die Flaggenflügel sind paarweise oder in Gruppen anzutreffen.

Als Verbreitungsgebiet wird West- bis Zentralafrika (Dierschke: „1000 Vögel“) oder „nördlich des Äquators in Afrika“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder Äquatorial- und Zentralafrika (Coomber: "Vögel" oder "Vögel; Enzyklopädie der Familien und Arten" (1992)) oder im tropischen Afrika (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder Mittelafrika („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder „Senegal bis nach Äthiopien“ („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)) oder „Tschad, Sudan, Äthiopien, Norduganda, Kenia“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder „Senegal bis Uganda“ („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder Senegambien bis Nordwestkenia (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) angegeben.

Zur Überwinterung ziehen die Flaggenflügel in die Sahelzone (Dierschke: „1000 Vögel“) oder in den Sudan, in den Norden („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder nach Nordkenia bis Nordsomalia (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)).

Die Männchen bekommen zur Balzzeit zwei „extrem bis auf 50cm verlängerte Handschwingen(Dierschke: „1000 Vögel“) oder zwei „verlängerte Schwungfedern, die 23cm lang werden können“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder zwei „bis zu 47cm“ lange Wimpel („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)) oder 45cm lange Schwungfedern, die jeweils einen dünnen Schaft haben und „kurz vor der Spitze“ eine 15cm lange Fahne haben („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder „knapp 50cm“ lange Federn, die einen „etwa 30cm langen dünnen Schaft, der sich erst am Ende in einer rund 15cm lange Fahne verbreitert“ („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder im Prachtkleid wird dann die zweite Handschwinge um 45 bis 53cm „verlängert und trägt eine Fahne“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder die inneren Armschwingen werden bis zu 54cm lang, „wobei der Schaft bis auf die zur Fahne verbreitete Spitze unbefiedert ist“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder die „neunte Schwinge wird über 50cm lang“, wobei am „Ende nur eine 15cm lange und fast 5cm breite, schwarze Flagge sitzt“ („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder die neunte Handschwinge ist „bis knapp 50cm lang“ und „auf den letzten 15cm“ mit einer Fahne versehen (Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994)) oder die Handschwinge ist „bis 73cm lang“ (Coomber: "Vögel" oder "Vögel; Enzyklopädie der Familien und Arten" (1992)).

Die Grösse beträgt 20cm („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder 21 bis 22cm (Dierschke: „1000 Vögel“; Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder „nur etwas mehr als zwanzig Zentimeter“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder 22cm („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) oder 23cm (Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994); „Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988); Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder 28cm (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“).

Zur Nahrung zählen Insekten (Nachtfalter, Käfer). Die Flaggenflügel jagen in der Abenddämmerung („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)) und sind nachtaktiv (Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994)). Die Insekten werden „in der Luft“ gefangen (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“).

Im Balzflug stehen die Fahnen „senkrecht nach oben(Dierschke: „1000 Vögel“) oder „fast senkrecht hoch“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“). Beim Balzflug flattern die Männchen langsam (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder die Männchen fliegen „langsam nahe dem Boden, wobei die Flügel steif gebogen sind“, „die Flaggen nach oben gerichtet“ sind und zusammen mit den Flügeln vibrieren (Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994)) oder das Männchen umfliegt das Weibchen, richtet „die verlängerten Federn auf, krümmt die Flügel und lässt sie zittern“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“). Nach der Balz fallen die Fahnen wieder aus („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder brechen die Fahnen dann ab (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Coomber: "Vögel" oder "Vögel; Enzyklopädie der Familien und Arten" (1992)) oder werden gemausert (Rheinwald: "Atlas der Vogelwelt" (1994); Perrins: "Die BLV Enzyklopädie, Vögel der Welt" (2004)).

Das Männchen verpaart sich „offenbar“ mit mehreren Weibchen Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“).

Das Weibchen legt 1 bis 2 Eier (Dierschke: „1000 Vögel“) oder 1 bis 2 rötlich büffellederfarbene oder lachsfarbene oder rötlich-kastanienbraune Eier (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder 1 bis 2 rötlich gekennzeichnete Eier (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) oder 2 Eier (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“).

Das Weibchen brütet die Eier aus (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“). Das Weibchen zieht die Jungvögel auf (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“).

 

Die nachfolgenden Fotos wurden im Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg (Frankfurt; links, mitte) und im Hessischen Landesmuseum Darmstadt (rechts) aufgenommen.

19. Leier-Nachtschwalbe oder Leierschwanz-Nachtschwalbe
lat. Macropsalis lyra (früher Uropsalis lyra)

Die Leier-Nachtschwalben sind in den offenen Waldgebieten, in den Regenwäldern, offenen Landschaften, in Wassernähe, den Bergwäldern verbreitet.

Als Verbreitungsgebiet, ohne die Aufgliederung in Unterarten findet man die „Anden in Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru(Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder das nordwestliche Südamerika (Coomber: "Vögel" oder "Vögel; Enzyklopädie der Familien und Arten" (1992)).

Das Verbreitungsgebiet der Unterart Macropsalis lyra lyra ist Westvenezuela, Westkolumbien und Zentralecuador (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder Westvenezuela bis Zentralecuador (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)).

Die Unterart Macropsalis lyra peruana hat das Verbreitungsgebiet Peru, West- und Zentralbolivien (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)) oder Peru bis Zentralbolivien (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)).

Die Unterart Macropsalis lyra argentina hat das Verbreitungsgebiet Nordargentinien bis Südbolivien (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998); Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)).

Das Gefieder ist dunkel bis bräunlichschwarz, der Nacken ist rotbraun (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)).

Die Grösse beträgt 25 bis 28cm (Cleere: „Nightjars of the World“ (2010)) oder beim Weibchen 25cm und beim Männchen 79cm (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder beim Weibchen 26cm und beim Männchen 90cm (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)) oder 25 bis 28cm und die äusserste Schwanzfeder des Männchens 63 bis 84cm (Cleere/Nurney: „Nightjars, a guide to nightjars and related nightbirds“ (1998)). Andererseits findet man auch, dass die äussersten Schwanzfedern der Männchen 66cm lang sind (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder 80cm lang und „leierförmig gebogen“ sind („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder dass die verlängerten Schwanzfedern „fast Dreiviertel der Gesamtlänge der Körpers (76cm) ausmachen“ (Coomber: "Vögel" oder "Vögel; Enzyklopädie der Familien und Arten" (1992)).

Diese Fotos wurden im Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg (Frankfurt) aufgenommen.

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