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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Familie 1: Habichtartige, lat. Accipitridae
Unterfamilie Bussardartige, lat. Buteoninae

Gattungen Harpienartige, lat. Harpia, Pithecophaga, Morphnus, Harpyopsis

01. Harpyie, lat. Harpia harpyja

Kapitel 1: Artenbeschreibung

Kapitel 2: Fotos junger Harpyien
Foto einer sehr jungen Harpyie von Patronato amigos del Aguila Harpia ( www.aguilaharpia.org )
Foto eines älteren Jungvogels (Präparat) aus der Vogelburg Weilrod / Hasselbach

Kapitel 3: Beobachtungsstudien in Bildern
Aus dem Leben der Harpyien aus dem Vogelpark Walsrode (heute: Weltvogelpark)
Aus dem Leben der Harpyien aus dem Weltvogelpark (früher: Vogelpark Walsrode)
Aus dem Leben der Harpyien aus dem Zoo Wuppertal
Aus dem Leben der Harpyien aus dem Tierpark Berlin (Friedrichsfelde)
Klick hier zum Aus dem Leben der Harpyien aus dem Nürnberger Tiergarten

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”. Es sei darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht, dass im Lauf der Zeit aufgrund von Veränderungen im Bestand der in den Falknereien und/oder (zoologischen) Einrichtungen gehaltenen Arten, die fotografierten Arten nicht mehr gezeigt werden oder nun andere Arten zu sehen sind.

01. Harpyie
lat. Harpia harpyja

Kapitel 1: Artenbeschreibung
Die Harpyie wurde im Jahre 1758 vom Naturforscher Linnaeus zuerst beschrieben. Der Name der Harpyie kommt aus der griechischen Mythologie („aussereuropäische Vögel“) bzw. Linnaeus „benannte diesen grossen und sagenumwobenen Greifvogel in Anlehnung an die Rachegöttin der Antike, die Frauengestalten mit Flügeln und Vogelköpfen sowie ungezügelter Wildheit und Fressgier darstellten“ ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989))

Die Harpyien werden bedroht durch die Zerstörung des Lebensraums, des rücksichtslosen Abschliessens trotz Schutzmassnahmen (Dr. Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“ (1988)) oder „die Bestände nehmen durch die Abholzung des Regenwaldes sowie starke Bejagung ab“ („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 37. Auflage) die die Harpyien sind aufgrund der „Zerstörung ihres Lebensraums durch Brandrodung und Abholzung der tropischen Regenwälder“ bedroht. (http://tiergarten.nuernberg.de: 21.07.2016: „Harpyie ...“; Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V.: „Tiergartenzeitung“ 1 (10/2010)). Aufgrund massiver Abholzungen „in Teilen Kolumbiens“ „ist die Harpyie so gut wie verschwunden“ („Wunder der Tierwelt“ 03/2017). Des Weiteren besteht das Problem, dass die Jungvögel aus den Nestern von Indianern gestohlen werden, um die Jungvögel selbst in Gefangenschaft aufzuziehen („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“; Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“), dass Harpyienfedern bei Indianern als „begehrter Schmuck“ und „wichtiges Tauschobjekt“ gelten (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“), dass bei den Eingeborenen die Federn „begehrte Tauschobjekte“ sind, „der Besitz einer lebenden Harpyie gilt als Statussymbol“ gilt ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989)), dass der Harpyienkot „als wirksames Heilmittel“ angesehen wird (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“).

Die Harpyien leben an den Rändern von Flussufern, Flusstälern und Lichtungen, in den feuchten wasserreichen Wäldern, in Höhen bis zu 2000m, Tieflandwäldern, Urwäldern, Tropenwäldern, subtropischen Wäldern, Regenwäldern, Urwaldrändern, in den tiefen heissen Tälern der Gebirge, in den tropischen Waldgebieten.

Als Verbreitungsgebiet findet man Südamerika (Coomber: „Vögel; Enzyklopädie der Familien und Unterarten“ (1992); "Wegweiser durch den Tiergarten Nürnberg" (1998; 2007; 2011; 2012/2013); Tiergarten Nürnberg: Zooschild) oder das äquatoriale Südamerika („Vögel in Wald und Flur, die Welt der Wilden Tiere" (1980)) oder von Mexiko bis Mitte Brasilien „und vom Atlantischen bis zum Stillen Weltmeere“ („Brehms Thierleben, Die Vögel“ (1980)) oder das tropische Südamerika (Forshaw: „Enzyklopädie der Tierwelt, Band Vögel“ (1991)) oder die südamerikanischen Tropen (Dr. Schürer: „Zoo Wuppertal“ (2006)) oder Latein- und Mittelamerikas (Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V.: „Tiergartenzeitung“ 1 (10/2010)) oder Mittel- und Südamerika (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); „Grosses Lexikon der Tiere“, Band 1, (1989); „Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 18 (1988); Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978); „Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36.+37. Auflage; Blaszkiewitz: „Tierpark Berlin; Wegweiser durch den Tierpark“, (2012 (48. Aufl.); 2013 (49.Aufl.); Gefiederte Welt 05/2001; Carwardine: „Guinessbuch der Tierrekorde“ (2000)) oder Südmexiko, bis Ostbolivien, Südbrasilien, Nordargentinien (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder Mexiko bis Nordargentinien (Dierschke: „1000 Vögel“) oder Südmexiko bis Nordargentinien („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“; Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Dr. Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“ (1988); Veselovsky: „Illustriertes Lexikon der Vögel“ (1998); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder „vom Süden Mexikos bis nach Nordargentinien“ („Wunder der Tierwelt“ 03/2017) oder „Südmexiko bis Paraguay“ ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989)) oder „Mexiko bis Bolivien und Paraguay“ („aussereuropäische Vögel“) oder Mexiko bis „Mitte Brasiliens und vom Atlantischen Ozean bis zum Stillen Ozean“ (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder „Mittelamerika und Südamerika bis Paraguay“ (Diesselhorst, Fechter: „Lexikon der Tiere in zwei Bänden“, 1. Band, 1970) oder Südostmexiko, bis Ostbolivien, Nordostargentinien, Südostbrasilien (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Als Gesamtbestand werden 960 Einzelvögel (Ausführungen während der Fütterung im Weltvogelpark (Mai/2012)) angegeben. Im zentralamerikanischen Staat Belize entdeckte man im Jahre 2005 (FALKE 06/2011), die bisher in Belize als ausgestorben gedachte Harpyie wieder. In den Maya Mountains (FALKE 06/2011) wurde nun auch ein Nest mit Jungvögeln entdeckt.

Am Amerikanischen Zuchtbuchprogramm der American Zoo and Aquarium Association AZA nehmen 9 AZA-Zoos (www.aza.org; Stand: 30.09.2014) teil. Mit dem Zuchtbuch begann man 2006. Der Bestand (www.aza.org; Stand: 30.09.2014) beträgt 14 Individuen. Der San Diego Zoo ist der Zuchtbuchinhaber.

Die Harpyien leben einzeln im eigenen Revier und sind nur in der Paarungszeit als Paar zu beobachten ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989); "Wegweiser durch den Tiergarten Nürnberg" (1998; 2007; 2011; 2012/2013); Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“; „Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“; Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“). Die Beute des Harpyienpaars wird dann im gemeinsamen Revier bejagt. Nur im Zoo kann man Harpyienpaare in der Regel gegebenenfalls die ganze Zeit zusammen beobachten. Die Reviergrösse im unberührten Regenwald mit von etwa 100 km² aufgrund des Nahrungsangebotes („Tierparadiese unserer Erde: Regenwälder“) oder mit „100 bis 200 km²“ ("Die Enzyklopädie der Tiere", Karl Müller Verlag, 2003) oder mit sehr grosses Brut- und Nahrungsgebiet („Vogelpark Walsrode“, 31.+33. Auflage) angegeben. Harpyien sind monogame Vögel mit „einem festen Partner“ („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36.+37. Auflage).

Die „Minimalfläche eines intakten Regenwaldes, die das Überleben der Harpyie gewährleisten soll“, liegt „bei etwa 37.500 Quadratkilometer, wenn man zugrunde legt, dass für die fortgesetzte Lebensfähigkeit eine Population von 250 Paaren nötig ist“ ("Die Enzyklopädie der Tiere", Karl Müller Verlag, 2003). In diesem Zusammenhang teilen die Harpyien ihre Verbreitungsgebiete nicht mit den ebenso bedrohten Würgadlern oder Sperberadlern, lat. Morphnus guianensis (irrtümlich wurde im Buch: "Die Enzyklopädie der Tiere", Karl Müller Verlag, 2003 der Kronenadler, lat. Harpyhaliaetus coronatus aufgeführt). Somit geht man von einer benötigten Fläche von 60.000 Quadratkilometern aus, „eine Fläche also, die dem Bereich des Amazonas-Waldes entspricht, der 1988 zerstört wurde“ ("Die Enzyklopädie der Tiere", Karl Müller Verlag, 2003). Das Problem ist aber, dass „viele Restwälder einfach zu klein sind, um der Art geeignete Bedingungen zu bieten“ („Vogelpark Walsrode“, 31.+33. Auflage).

Der Kopf ist grau und die Doppelhaube ist schwarz (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder der Kopf ist grau und die Federhaube ist schwarz (Diesselhorst, Fechter: „Lexikon der Tiere in zwei Bänden“, 1. Band, 1970) oder die Doppelhaube ist aufrichtbar ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989)) oder die Federhaube ist aufrichtbar (Faust: „Zoo Frankfurt“) oder der Kopf ist grau und die Doppelhaube ist schwärzlich (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)) oder bei Erregung werden die Nackenfedern zum Imponieren und Drohen aufgerichtet (Tiergarten Nürnberg: Zooschild) oder der Kopf ist grau („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder der Kopf und der Hals sind grau (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder der Kopf ist grau und die Doppelhaube ist schwärzlich (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder der Kopf und der Hals sind grau (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder der Kopf ist grau und der „Schopf am Hinterkopf“ ist schwarz (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder der Kopf ist grau „und mit einem breiten, zweizipfligen Federschopf am Hinterkopf versehen, der im Falle von Erregung aufgestellt wird“ („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36.+37. Auflage) oder der Schopf ist geteilt und schwärzlich (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder die Federkrone ist dunkelgrau (Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V.: „Tiergartenzeitung“ 1 (10/2010)).

Die Oberseite ist „schieferschwarz marmoriert“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder dunkelgrau („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“) oder dunkel („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder schwärzlich (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)) oder die Nackenfedern, der Rücken und die Flügel sind „schieferschwarz“ (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder die Flügel sind anthrazitfarben (Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V.: „Tiergartenzeitung“ 1 (10/2010)) oder die Flügel sind dunkelgrau („Tierparadiese unserer Erde: Regenwälder“) oder „schwärzlich, grau geschuppt“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder „dunkel schiefergrau, fast schwarz“ (Diesselhorst, Fechter: „Lexikon der Tiere in zwei Bänden“, 1. Band, 1970) oder „schwarz“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009); Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); „Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36.+37. Auflage).

Der Schwanz ist grau und „schwarz gebändert“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder ist schieferschwarz (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) und enthält 3 gräuliche Schwanzbinden (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009) oder ist schwarz und hat 3 graue Bänder (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder ist schwarz und mit 3 grauen Horizontalbinden und einer grauen Endbinde versehen („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36.+37. Auflage).

Der Hals und die Unterseite bis zur Brust ist dunkelgrau, ab dem Bauch ist die Unterseite „weiss, mit schwarzer Querstreifung auf der Laufbefiederung“ („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ oder die „Halsseiten sind dunkel schiefergrau, fast schwarz“ (Diesselhorst, Fechter: „Lexikon der Tiere in zwei Bänden“, 1. Band, 1970) oder das Brustband ist schwarz (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder das Brustschild ist schwarz („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder die Brust ist dunkelgrau („Tierparadiese unserer Erde: Regenwälder“) oder die Brust ist schwärzlich (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)) oder „die Oberbrust und die Rumpfseiten” sind schieferschwarz (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder die Oberbrust ist schwarz, die Unterseite ansonsten weiss und die Federhosen sind „schwarz gestreift” (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“).

Die Unterseite ist auf dem Bauch weiss („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995); „Tierparadiese unserer Erde: Regenwälder“) oder auf der Brust schwarz, dem Bauch weiss, den Hossen „weiss mit einer dunkelgrauen Querbänderung“ („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36.+37. Auflage) oder ist weiss „mit gebänderten Unterschenkeln“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder die Unterseite ist auf dem Bauch weiss und die Hosen „schwarz-weiss gestreift“ (Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V.: „Tiergartenzeitung“ 1 (10/2010)) oder die Federhosen sind schwarz gestreift (Tiergarten Nürnberg: Zooschild) oder die Unterbrust und der Steiss sind weiss und ansonsten ist die Unterseite weiss und „schwarz getüpfelt“ (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder die Unterseite ist weiss, die Hosen sind gestreift (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder die Unterseite ist weiss und die Hose schwarz gebändert (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)) oder die Unterseite ist auf der Brust und dem Bauch weiss und die Hosen sind „dunkel quergebändert“ (Diesselhorst, Fechter: „Lexikon der Tiere in zwei Bänden“, 1. Band, 1970) oder die Unterseite ist weiss mit gebänderten Hosen (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Iris ist (ob in die Sonne schauend, die Sonne direkt in die Augen scheinend oder nicht) weissgraubraun oder blauschwarz bis schwarz. Andererseits findet man auch, dass die Augen „hellbraun“ sind (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder die Iris „hellbraun“ ist („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 37. Auflage). Der Schnabel ist „blaugrau“ („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“) oder „Schnabel und Zügel“ sind schwärzlich (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“).

Die Beine sind „blassgelb“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) und die grossen Krallen sind schwarz. Zu den kräftigen Läufen findet man: „Der Knöchel eines ausgewachsenen Weibchens ist etwa 2 cm dick, und die Fussspanne des Greifvogels beträgt 23-25cm. Jeder Zeh ist mit dolchartigen, fast 4cm langen Klauen versehen ...“ (Bright: „Tiere auf Jagd; Fressen und gefressen werden“, 1993). Und: „Der Fuss eines Weibchens umspannt 25 Zentimeter, und seine dolchartigen Fänge sind 3,5 Zentimeter lang“ (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt", 1991) oder „die massiven Krallen sind mit ca. 12 cm so lang, wie die des nordamerikanischen Grizzlybären“ („Tierparadiese unserer Erde: Regenwälder“) oder die Krallen sind „über 10cm“ lang („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36.+37. Auflage) oder die Krallen sind „13cm“ („Faszination Tier“ (1994)) lang.

Die Grösse beträgt 91 bis 110cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)) oder 89 bis 102cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 91 bis 102cm (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980) oder 89 bis 105cm (Dierschke: „1000 Vögel“; „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder 81 bis 100cm („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 80 bis 110cm („Tierparadiese unserer Erde: Regenwälder“) oder 86 bis 93cm (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder 86 bis 100cm („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“) oder 89 bis 102cm (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder bis oder „nahezu 100cm“ (Diesselhorst, Fechter: „Lexikon der Tiere in zwei Bänden“, 1. Band, 1970; Tiergarten Nürnberg: Zooschild; Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“; Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder 90cm bei den Männchen und 105cm bei den Weibchen (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)) oder 89cm (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder „bis zu 95cm“ bei einem Weibchen („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 18 (1988)).

Zum Gewicht findet man allgemein 3 bis 4,4kg („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 3,5 bis 4kg (Veselovsky: „Illustriertes Lexikon der Vögel“ (1998)) oder 4,4kg („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“) oder 4,8kg („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder 7kg (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder bis zu 9kg (Everett: „Raubvögel der Welt“ (1978)).

Speziell zum Männchen findet man 4-6kg (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder 3,5 bis 4,5kg („Grosses Lexikon der Tiere“, Band 1, (1989)) oder bis 6,5kg (Tiergarten Nürnberg: Zooschild) oder 4 bis 5kg („Tierparadiese unserer Erde: Regenwälder“) oder 4,5kg (Diesselhorst, Fechter: „Lexikon der Tiere in zwei Bänden“, 1. Band, 1970); „Faszination Tier“ (1994)) oder bis zu 7kg (Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V.: „Tiergartenzeitung“ 1 (10/2010)).

Zum Weibchen findet man 6-9kg (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder 6 bis 7 kg („Grosses Lexikon der Tiere“, Band 1, (1989)) oder 7 bis 9kg („Tierparadiese unserer Erde: Regenwälder“) oder 8kg (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); „Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 18 (1988)) oder 7kg (Diesselhorst, Fechter: „Lexikon der Tiere in zwei Bänden“, 1. Band, 1970) oder 7,5kg (Dr. Schürer: „Zoo Wuppertal“ (2006)) oder 9kg („Faszination Tier“ (1994)) oder bis zu 9kg (Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V.: „Tiergartenzeitung“ 1 (10/2010)) oder bis 9,5kg (Tiergarten Nürnberg: Zooschild) oder 12,3kg (Weibchen, welches dem Manager einer Ranch in Guayana gehörte (Carwardine: „Guinessbuch der Tierrekorde“ (2000)).

Harpyien beobachten und suchen in Baumriesen nach Beute „im darunterliegenden Kronendach“ und stürzen dann „mit bis zu 80 km/h“ auf das Opfer herab (Green: „Der Regenwald“ (2004)) oder jagen die Beute „in den dicht bewachsenen Baumkronen“ („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36.+37. Auflage).

Zur Beute zählen Säugetiere (wie Affen, Brüllaffen, Wollaffen, Totenkopfäffchen, Kapuziner, Sakis, Nasenbären, Baumstachelschweine, Agutis, Ameisenbären, Opossums, Faultiere, Hausschweinferkel), grosse Vögel (wie Aras, Hyazintaras, Tukane, Hokkos, Seriemas), Reptilien und Schlangen.

Bezüglich der Ernährungsgewohnheiten der Harpyien kam heraus, dass Harpyien eine Vorliebe für Affen haben (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder Faultiere zu „30%“ zur Beute zählen (Gefiederte Welt 05/2001) oder eine Vorliebe für Zweifinger-Faultiere und Dreifinger-Faultiere haben (wwf.at: WWF-Hintergrundinformation; Jänner 2007; Harpyie (Harpia harpyja)). Um ein Faultier zu greifen, kann es situationsbedingt vorkommen, dass die Harpyie kurzzeitig auf dem Rücken fliegt (Bright: „Tiere auf Jagd; Fressen und gefressen werden“ (1993)).

Andererseits werden auch Ferkel, Hühner und Hunde in der Nähe menschlicher Gegenden erbeutet (Veselovsky: „Illustriertes Lexikon der Vögel“ (1998)).

Es wird angegeben, dass Harpyien schwere Beutetiere „fast senkrecht“ in der Höhe heben können (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)), dass ein ca. 6kg schweres Faultier „rund 20m“ in die Höhe gehoben wurde („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 18 (1988)), dass „bis zu 7kg schwere Affen” überwältigt werden (Dierschke: „1000 Vögel“) oder dass ein ca. 7kg schwerer Roter Brüllaffe erbeutet und fortgetragen wurde. Andererseits findet man auch, dass grössere Beutetiere mit dem Schnabel „zerlegt und in Teilen zum Nest transportiert“ werden („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36.+37. Auflage).

Harpyien fressen gewöhnlich zweimal in der Woche und können im Extremfall bis zu 14 Tage fasten (wwf.at: WWF-Hintergrundinformation; Jänner 2007; Harpyie (Harpia harpyja)).

In einer Untersuchung des Hörvermögens von Harpyien (FALKE 06/2003) kam heraus, dass erfahrene Harpyien mit dem rechten Ohr den Ruf der Beutetiere (Affengeschrei) orteten. Junge Harpyien drehen den Kopf nur bei arteigenen Rufen nach rechts und bei allen anderen Rufen nach links. Andererseits können Harpyien „bis zu achtmal besser sehen als der Mensch“ („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 37. Auflage).

Das Nest, es wird mehrere Jahre hintereinander benutzt (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“; „Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“; Diesselhorst, Fechter: „Lexikon der Tiere in zwei Bänden“, 1. Band, 1970; „Tierparadiese unserer Erde: Regenwälder“), befindet sich in grosser Höhe von „bis zu 45m“ (Dr. Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“ (1988)) oder „bis in 50m“ Höhe (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder „von bis zu 70m“ Höhe („Tierparadiese unserer Erde: Regenwälder“) oder von „50 bis 75m“ Höhe (Dierschke: „1000 Vögel“) oder „oft am Rande einer Lichtung“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder „in den Wipfeln hoher Bäume errichtet und begrünt“ ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989)) oder „weit oben in die Krone riesiger, dominanter Regenwaldbäume“ („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36.+37. Auflage) pder „in den Kronen alter Baumriesen“ (Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V.: „Tiergartenzeitung“ 1 (10/2010)) oder „hoch in der Astgabel eines riesigen Kapokbaumes”, wobei das Nest weit „über das Blätterdach hinausragt” (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder in der Regel auf Kapokbäumen in Guyana und Mahagonibäumen in Brasilien (wwf.at: WWF-Hintergrundinformation; Jänner 2007; Harpyie (Harpia harpyja)).

Das Nest selbst hat eine Höhe von 100 cm und eine Breite von 150cm (wwf.at: WWF-Hintergrundinformation; Jänner 2007; Harpyie (Harpia harpyja)) oder eine Höhe „von bis zu 1 m und einer Höhe von 2 m“ („Tierparadiese unserer Erde: Regenwälder“) oder ist 1,5m breit (Dierschke: „1000 Vögel“; Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) und und ist mit grünen Zweigen, Ästen, Moos und Laub ausgepolstert (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“).

Das Weibchen legt ein „weisses braungeflecktes Ei“ („aussereuropäische Vögel“) oder ein Ei (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980) oder ein „gelblich braun“ geflecktes Ei (Mennigen: "Brehms Tierleben Vögel") oder 1 bis 2 „gelblichweisse“ Eier („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder „vermutlich“ 2 Eiern (Dr. Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“ (1988)) oder 1 bis 2 Eier („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“; „Tierparadiese unserer Erde: Regenwälder“; "Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989); „Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36.+37. Auflage) oder 2 Eier (Tiergarten Nürnberg: Zooschild) oder „anscheinend 2“ reinweisse Eier (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) „in Brasilien wahrscheinlich April” (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder in Guayana im Zeitraum Dezember bis Januar („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder „Ende Dezember“ („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“).

Die Eier werden „fast nur vom Weibchen bebrütet“ („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36.+37. Auflage) bzw. in 52 Tagen ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989)) oder ca. 55 Tagen (Tiergarten Nürnberg: Zooschild) ausgebrütet. Sobald das erste Küken in ca. 8 Wochen schlüpft ist, „wird das zweite Ei nicht weiter bebrütet“ („Tierparadiese unserer Erde: Regenwälder“).

Die Jungvögel werden in 6 Monaten flügge („Tierparadiese unserer Erde: Regenwälder“) oder werden „mindestens neun Monate lang gefüttert, bis“ die Jungvögel „ausreichend fliegen“ können (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)). „Die älteren Jungen“ bekommen „offenbar nur in grossen Abständen“ Nahrung und bekommen „oft tagelang keine Nahrung“ (Diesselhorst, Fechter: „Lexikon der Tiere in zwei Bänden“, 1. Band, 1970). Das Männchen beschafft die Beute und übergibt sie dem Weibchen, wobei beobachtet wurde („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)), dass das Weibchen das Männchen nach der Ablieferung der Beute aus dem Nestumkreis von ca. 90m vertrieb. Man findet auch, dass die Jungvögel „wahrscheinlich 1 Jahr lang bei ihren Eltern“ bleiben (Dr. Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“ (1988)).

Die jungen Harpyien suchen sich erst mit 2 Jahren ein eigenes Revier („Tierparadiese unserer Erde: Regenwälder“) und werden mit 8 bis 10 Jahren ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989)) oder mit 6 bis 8 Jahren (oder sogar bis zu 10 Jahren (wwf.at: WWF-Hintergrundinformation; Jänner 2007; Harpyie (Harpia harpyja)) geschlechtsreif.

Aufgrund dieser langen Betreuung oder Abhängigkeit der Jungvögel brüten die Harpyien „höchstwahrscheinlich nur alle 2 Jahre“ (Dr. Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“ (1988)) oder „allgemein etwa alle zwei Jahre“ („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36.+37. Auflage) oder „nur alle 2 Jahre“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“; Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V.: „Tiergartenzeitung“ 1 (10/2010); Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994); Diesselhorst, Fechter: „Lexikon der Tiere in zwei Bänden“, 1. Band, 1970) oder „nur alle 2-3 Jahre“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)). Das Harpyienpaar bleibt „normalerweise ein leben lang zusammen“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder bleibt das ganze Leben zusammen („Tierparadiese unserer Erde: Regenwälder“).

Ein Höchstalter von bis zu „ca. 35“ Jahren (Tiergarten Nürnberg: Zooschild) wird angegeben.

Der Tierpark Berlin (Friedrichsfelde) bekam die erste Harpyie im Jahre 1972. Die Welterstzucht gelang dem Tierpark im Jahre 1981 (Blaszkiewitz: „Tierpark Berlin; Wegweiser durch den Tierpark“, (2012 (48. Aufl.); 2013 (49.Aufl.); "Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989)). Von den 4 aufgezogenen Jungvögeln aus den Jahren 1981, 1982, 1984 und 1985 wurden einige Jungvögel wieder in Brasilien ausgewildert. Seit 1990 konnte leider keine geschlüpfte junge Harpyie mehr erfolgreich grossgezogen werden. („Tiergarten Nürnberg, Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg“, 24. Auflage (1989); E-Mail (Antwort) vom 17.12.2010 vom Tierpark Berlin (Friedrichsfelde); „Tierpark Berlin; Wegweiser durch den Tierpark“ 48. Auflage).

In der Adlerwarte Berlebeck wurde ein Ei einer Harpyie in einer Brutmaschine erbrütet, der Jungvogel wurde jedoch nur 2 ½ Jahre alt ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989)).

Auch im Tiergarten Nürnberg legte das Weibchen seit 1980 bis 1985 Eier, die jedoch „entweder nicht befruchtet waren oder zertreten wurden“ ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989)). Von den 2 im Mai 1986 gelegten Eiern, die Jungvögel schlüpften in 52 Tagen, wurde erstmals ein Jungvogel gross, der andere Jungvogel überlebte nicht ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989)). Im Laufe der Zeit wurden im Tiergarten Nürnberg „mehr als 10 Jungvögel aufgezogen“ ("Wegweiser durch den Tiergarten Nürnberg" (2007; 2011; 2012/2013)) bzw. sind 11 Jungvögel, zuletzt im Jahr 2002, herangewachsen (http://tiergarten.nuernberg.de: 21.07.2016: „Harpyie ...“; Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V.: „Tiergartenzeitung“ 1 (10/2010)). Die Jungvögel kamen an andere Zoos und Zuchtprojekte in Südamerika (E-Mail (Antwort) vom 14.03.2011 vom Tiergarten Nürnberg). Die Ursache für den Tod einer der Harpyien des Nürnberger Tiergartens im Jahre 2006 war die Infektionskrankheit Mycobacterium avium (Dr. med. vet. Neurohr per Mail am 08.11.2006))

Der Tiergarten Nürnberg hatte dem Zoo Wuppertal „2 Männchen und ein Weibchen leihweise zur Zucht überlassen.“ (Dr. Schürer: „Zoo Wuppertal“ (2006)). Leider haben die Harpyien im Zoo Wuppertal „immer nur auf unbefruchteten Eiern gebrütet.“ (Dr. Schürer: „Zoo Wuppertal“ (2006)). Die Harpyien wurden schliesslich zum Tiergarten Nürnberg zurückgebracht (Barth per Mail am 13.12.2016)).

Der Weltvogelpark arbeitet seit den 1990er-Jahren mit CRAX Brazil im brasilianischen Belo Horizonte zusammen und die Stiftung CRAX International „ist mit dem Zuchtzentrum des CRAX Brazil ausschliesslich in Brasilien tätig, um die Zuchtbestände einer sehr bedrohter Arten in menschlicher Obhut aufzubauen und in den ursprünglichen Lebensraum wieder auszuwildern“ („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 36. Auflage). Im Brasilien werden mit den Harpyien „die weltweit erfolgreichsten Zuchtergebnisse“ erzielt („Parkguide“ des Vogelparks Walsrode, 37. Auflage). Der Weltvogelpark und das Zuchtzentrum CRAX Brasil „>wecken die Aufmerksamkeit für den Regenwald als Lebensader<“ und motivieren beide gleichzeitig zu Schutzmassnahmen („Wunder der Tierwelt“ 03/2017).

Die neusten Forschungserkenntnisse über die Harpyien wurden am 14.11.2011 auf dem „IX CONGRESO DE ORNITOLOGIA NEOTROPICAL“ und gleichzeitig dem „VIII CONGRESO PERUANO DE ORNITOLOGÍA“ bekanntgegeben: In der Untersuchung (José Vargas González u.a.) des menschlichen Einflusses auf die Harpyien in Panama in der Provinz von Darién wurden in 6 Jahren 30 Nester (25 verschiedene Paare) gefunden. In den Jahren 2006 bis 2009 wurden (Ruth Muñiz López u.a.) im nordöstlichen Ecuador 2 wilde Harpyien (Jungvögel unter 3 Jahren) mit GPS-Sendern versehen, um zu analysieren, welche Wanderungen durch die Jungvögel unternommen werden. Man stellte fest, dass sich die Jungvögel in den ersten 2 Lebensjahren nur ca. 3 km vom elterlichen Nest entfernten, da sie erst nach über 2 Jahren selbständig werden. Im Nationalpark PARQUE NACIONAL SOBERANÍA in Panama wurden 24 junge Harpyien mit Sendern (Edwin, Campbell-Thompson u.a.) ausgestattet, um die Wanderungen und Verbreitungen unter Beachtung des Geschlechts zu analysieren. Im Resultat gab es keine grossen Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Die Auffassungen der örtliche Bevölkerung zu den Harpyien wurden in Panama in einem Projekt (D. Carpio Cárdenas u.a.) dahingehend gelenkt bzw. gerichtet, dass man durch eine Änderung des Umweltbewusstseins erreichte, dass 26 Personen sich vor Ort für den Schutz der Harpyien einsetzen. In einer Untersuchung (Edwin, Campbell-Thompson u.a.) wurde die Auswilderung in Gefangenschaft gezüchteter Harpyien (19 Männchen und 15 Weibchen) in Panama und Belize zwischen 2002 und 2007 bezüglich des Geschlechts und der Selbständigkeit analysiert. Von den untersuchten Gruppen überlebten einerseits alle älteren Jungvögel und andererseits waren es nur 70% der Männchen von den jüngsten Jungvögeln. Aufgrund der Theorie (Edwin Campbell-Thompson u.a.), dass die Körpergrösse ein einflussreicher Faktor ist, wurden 18 junge Harpyien in Panama und Belize mit Satellitensendern versehen. Im Durchschnitt wurden Gebiete von 7.563 km² besetzt. Dieses führt zur Schlussfolgerung grosse Gebiete zu schützen, damit sich die Harpyien Wiederansiedeln können. In der Region von Darién in Panama wurde das Ökosystem (G. Vargas, u.a.) bezüglich der Tauglichkeit für die Harpyien untersucht. 24,32 % des Gebiets sind für die Harpyien tauglich und 2,83 % sind optimal geeignet. Im Ergebnis wird unter anderem vorgeschlagen, dass das Gebiet von La Palma beispielsweise durch eine Abholzungsgebühr geschützt werden sollte.

 

Kapitel 2: Fotos junger Harpyien

Das linke Foto einer sehr jungen Harpyie wurde mit freundlicher Genehmigung von Patronato amigos del Aguila Harpia, www.aguilaharpia.org , verwendet.

 

Das rechte Foto eines älteren Jungvogels wurde in der Vogelburg Weilrod / Hasselbach aufgenommen.

Das Gefieder des rechten Jungvogels ist am Kopf, der Haube, am Hals, der Unterseite und den Hosen weiss gefiedert. Die Oberflügel sind graubraun gefiedert. Die Flügelspitzen sind dunkelgraubraun.

Kapitel 3: Beobachtungsstudien in Bildern
Aus dem Leben der Harpyien aus dem Vogelpark Walsrode (heute: Weltvogelpark).

Kapitel 3: Beobachtungsstudien in Bildern
Aus dem Leben der Harpyien aus dem Weltvogelpark (früher: Vogelpark Walsrode).

Kapitel 3: Beobachtungsstudien in Bildern
Aus dem Leben der Harpyien aus dem Zoo Wuppertal.
in der Voliere beobachtend

im Überwinterungshaus

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Kapitel 3: Beobachtungsstudien in Bildern
Aus dem Leben der Harpyien aus dem Tierpark Berlin (Friedrichsfelde).

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