Meine rein persönlich private Internetseite

Block 1: Ein zusammenfassender Überblick über die Welt der Greifvögel und Eulen
09.01. Die Greifvögel und Eulen, von weltweitem Naturschutz, Roten Listen, etc.
09.02. Die Greifvögel und Eulen, von Zoologischen Einrichtungen und Falknereien
09.03. Die Greifvögel und Eulen, von Vereinen, Organisationen, Sonstigem
09.04. Die Greifvögel und Eulen, vom Vogelring bis zur Videoüberwachung
09.05. Die Greifvögel und Eulen, von gefundenen Wildvögeln
09.06. Die Greifvögel und Eulen, Exemplare für die Ewigkeit
09.07. Die Greifvögel und Eulen, die Evolution, vom Ende der Letzten
09.08. Die Greifvögel und Eulen, von Eulen, die Schmetterlinge sind
09.09. Die Greifvögel und Eulen, die Pilze sind

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”. Es sei darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht, dass im Lauf der Zeit aufgrund von Veränderungen im Bestand der in den Falknereien und/oder (zoologischen) Einrichtungen gehaltenen Arten, die fotografierten Arten nicht mehr gezeigt werden oder nun andere Arten zu sehen sind.

09.01. Die Greifvögel und Eulen, von weltweitem Naturschutz, Roten Listen, etc.
Im 800 Jahrhundert n.u.Z wurden unter Karl dem Grossen (LBV-Broschüre „Der Habicht, Vogel des Jahres 2015“) Habicht-Diebe bereits mit Geldbussen bestraft. Prinzessin Eleonora d’Arborea von Sardinien verfasste 400 Jahre bevor die Eleonorenfalken im Jahre 1839 von Guiseppe Géné (der Eleonorenfalke wurde von ihm nach ihr benannt) beschrieben worden, „die ersten Gesetze zum Greifvogelschutz mit strengsten Strafen für das Ausnehmen von Falkennestern“ (Falke 11/2008). „Eduard III. von England verurteilte Habicht-Diebe im 14. Jahrhundert gar zum Tode“ (LBV-Broschüre „Der Habicht, Vogel des Jahres 2015“)

Die in Frankreich 1948 als International Union fot the Protection of Nature (IUPN) gegründete IUCN (International Union for Conservation of Nature) ist der Welt-Naturschutzbund mit „über 1.000 Organisationen mit insgesamt mehreren 10.000 Wissenschaftlern aus 181 Ländern” als Mitgliedern (Kleina, Flock: „Die Aufgaben der Zoologischen Gärten in Deutschland im Rahmen des Artenschutzes“, 2010). Das Buch "Bedrohte Tiere" (gedruckt 1994) hat die folgenden bedrohten Greifvogelarten, aus der IUCN-Liste aufgeführt:
01 Affenadler oder philippinischen Affenadler oder Philippinenadler, lat. Pithecophaga jefferyi
02 Mauritiusfalke oder Mauritius-Turmfalken, lat. Falco punctatus
03 Kalifornischer Kondor oder Kalifornienkondor, lat. Gymnogyps californianus
04 Madagaskar-Seeadler oder Madagaskar-Schreiseeadler, lat. Haliaeetus vociferoides
05 Seeadler, lat. Haliaeetus allicilla
06 Madagaskarschlangenhabicht oder Schlangenhabicht oder Madagaskar-Zwergadler, lat. Eutriorchis astur
07 Javaadler oder Java-Haubenadler oder Bartelsadler, lat. Spizaetus bartelsi
08 Graurückenbussard oder Graukopfbussard, lat. Leucopternis occidentalis
09 Grundlachsperber oder Grundlach-Habicht oder Kubasperber, lat. Accipiter grundlachii
10 Grauer Waldfalk oder Einbindenwaldfalke oder Bleiwaldfalke, lat. Micrastur plumbeus

In der „Roten Liste für alle Vogelarten der Erde“, die BirdLife International „im Auftrag der IUCN (International Union for Conservation of Nature)“ erstellte, kamen 361 Vogelarten hinzu, weil sie vom Status der Unterart in den Status einer Art erhoben wurden (voegel-magazin.de vom 29.07.2014: „Es gibt mehr Vogelarten als bisher bekannt“). Auf der Roten Liste von Birdlife International, die „gemeinsam mit der Europäischen Kommission und der Weltnaturschutzunion IUCN“ veröffentlicht wurde, stehen „82 von 451 Arten“, die vom Aussterben bedroht sind und weitere 11 Arten, „darunter die Schnee-Eule“ werden „als kritisch gefährdet eingestuft“ (www.sueddeutsche.de: 03.06.2015: „Viele Fisch- und Vogelarten in der EU in Gefahr“). Zum Gefährdungsgrad neotropischer Eulenarten wird angegeben, dass „40% der von der IUCN als >nicht gefährdet< eingestuften“ Eulenarten „sich bezüglich des Populationstrends auf dem Weg der Abnahme“ befinden (Kauzbrief 27 (2015)). Des weiteren gibt man an, dass „aufgrund mangelnder Verfügbarkeit von Studien die Kategorie >nicht gefährdet< durch >ungenügende Datengrundlage<“, weil nur für 22% der „Arten die Populationsgrösse bekannt ist“ korrigiert werden sollte (Kauzbrief 27 (2015)). BirdLife International gab auf der 13. „Vertragsstaatenkonferenz der UN-Konvention über die Biologische Vielfalt (CBD) in Cancún/Mexiko die jährliche Aktualisierung der Roten Liste“ bekannt und erkannte „weltweit 11.121 Vogelarten“ an, „742 Vogelarten“ wurden „neu anerkannt“ und „20 Prozent dieser erstmals beurteilten neuen Arten mussten sofort auf die Liste der global vom Aussterben bedrohten Arten bzw. auf die Vorwarnliste der bedrohten Arten gesetzt werden(gefiederte-welt.de am 03.01.2017 „... Globale Rote Liste gefährdeter Vogelarten“). BirdLife International stuft insgesamt 23% der gelisteten Arten als gefährdet ein, „davon zehn Prozent Arten der Vorwarnliste“ (gefiederte-welt.de am 03.01.2017 „... Globale Rote Liste gefährdeter Vogelarten“).

Aufgrund einer Empfehlung der Umweltkonferenz der Vereinten Nationen im Jahre 1972 wurde im März 1973 das „Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten frei lebender Tiere und Pflanzen“ in Washington unterzeichnet (Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit: „Umweltpolitik, 25 Jahre Durchführung des Washingtoner Artenschutzabkommens in Deutschland“ (Juni 2001)). Als einer der Unterzeichnerstaaten setzte die BRD das „Washingtoner Artenschutzübereinkommen“ mit der Wirkung ab dem 20. Juni 1976 „in Kraft“ (Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit: „Umweltpolitik, 25 Jahre Durchführung des Washingtoner Artenschutzabkommens in Deutschland“ (Juni 2001); Landesamt für Umweltschutz Baden-Württemberg: „Schützen wir unsere Greifvögel“ (1991)). Im „Washingtoner Artenschutzübereinkommen“ (WA, engl. CITES, www.cites.org) werden alle geschützten Tier- und Pflanzenarten „entsprechend dem Grad ihrer Schutzbedürftigkeit in drei Anhängen aufgeführt“ (Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit: „Umweltpolitik, 25 Jahre Durchführung des Washingtoner Artenschutzabkommens in Deutschland“ (Juni 2001)).

Im ersten Anhang des Washingtoner Artenschutzabkommens befinden sich die von der Ausrottung bedrohten Arten, „mit denen ein Handel praktisch ausgeschlossen ist“ (Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit: „Umweltpolitik, 25 Jahre Durchführung des Washingtoner Artenschutzabkommens in Deutschland“ (Juni 2001)) oder die „Arten, die unmittelbar vom Aussterben bedroht sind“ und dessen Handel mit diesen Arten oder mit Produkten aus diesen Arten „praktisch ausgeschlossen“ ist (Bundesministerium der Finanzen: „Artenschutz“ (Dezember 2005)) oder die Arten, für die ein „grenzüberschreitender Handel nahezu ausgeschlossen“ ist („Wir und unsere Umwelt“ 2/98). Man findet aber auch, dass die betreffenden Arten „nur noch ein- bzw. ausgeführt werden dürfen, wenn sie gezüchtet sind und die erforderlichen Ausnahmegenehmigungen erteilt wurden“ (Landesamt für Umweltschutz Baden-Württemberg: „Schützen wir unsere Greifvögel“ (1991)).

Im zweiten Anhang des Washingtoner Artenschutzabkommens befinden sich die Arten, „deren Erhaltungssituation noch eine vorsichtige wirtschaftliche Nutzung unter wissenschaftlicher Kontrolle zulässt“ (Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit: „Umweltpolitik, 25 Jahre Durchführung des Washingtoner Artenschutzabkommens in Deutschland“ (Juni 2001)) oder die Arten, „deren Bestand noch eine vorsichtige wirtschaftliche Nutzung unter wissenschaftlicher Kontrolle zulässt“ (Bundesministerium der Finanzen: „Artenschutz“ (Dezember 2005)) oder die Arten, „deren Bestandssituation nach Ansicht von Experten noch eine vorsichtige wirtschaftliche Nutzung unter wissenschaftlicher Kontrolle zulässt“ und wo „jeweils eine Genehmigung des Ausfuhrstaates notwendig“ ist („Wir und unsere Umwelt“ 2/98). Man findet aber auch, dass die betreffenden Arten gehandelt werden dürfen, wenn vorausgesetzt ist, „dass sich ein Ursprungsland findet, das der Vermarktung seiner Greifvögel zustimmt“ (Landesamt für Umweltschutz Baden-Württemberg: „Schützen wir unsere Greifvögel“ (1991)). Dem „Washingtoner Artschutzabkommen“ sind über 100 Staaten beigetreten (Herkenrath/Lautermann: "Flieg Vogel oder stirb, Vom Elend des Handels mit Wildvögeln"), nun 140 Staaten beigetreten („Wir und unsere Umwelt“ 2/98), nun 160 Staaten beigetreten (Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit: „Die Fibel zum Artenschutz“ (2003)), nun 169 Staaten beigetreten (Bundesministerium der Finanzen: „Artenschutz“ (Dezember 2005)), nun 179 Staaten bei getreten (www.cites.org; Stand Dezember 2013), nun 183 Staaten beigetreten (Sonntagsblitz vom 18.08.2018: „Verbotene Urlaubssouvenirs ...“).

Im dritten Anhang des Washingtoner Artenschutzabkommens befinden sich die Arten, „die von bestimmten Ursprungsländern mit Handelsbeschränkungen belegt werden, aufgeführt sind (Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit: „Umweltpolitik, 25 Jahre Durchführung des Washingtoner Artenschutzabkommens in Deutschland“ (Juni 2001); „Wir und unsere Umwelt“ 2/98) oder die Arten, „die von bestimmten Ursprungsländern besonders geschützt werden“ (Bundesministerium der Finanzen: „Artenschutz“ (Dezember 2005)).

Es stehen „fast ca. 5.000 Tier- und 28.000 Pflanzenarten“ unter Schutz (Bundesministerium der Finanzen: “Reisezeit – Ihr Weg durch den Zoll” (2009)) oder 7.000 Tierarten und 28.000 Pflanzenarten unter Schutz (Bundesamt für Naturschutz: “Artenschutz geht jeden an”) oder etwa 8.000 Tierarten und 40.000 Pflanzenarten unter Schutz (Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit: „Die Fibel zum Artenschutz“ (2003); Bundesministerium der Finanzen: „Artenschutz im Urlaub“ (November 2006); Bundesministerium der Finanzen: „Artenschutz“ (Dezember 2005); Bundesministerium der Finanzen: “Die Bundeszollverwaltung” (Oktober 2008)). Die Regelungen oder der Schutz gilt „nicht nur für lebende Exemplare, sondern auch für alle Produkte, die aus diesen Tier- und Pflanzenarten hergestellt wurden“ oder nicht nur für alle lebenden „Papageien, Greifvögel, Eulen und Kolibris“, sondern „auch für alle aus diesen Exemplaren gewonnenen Teile und Erzeugnisse“, auch für einzelne Federn, „auch für Produkte daraus wie Masken, Pfeile, Kopfschmuck oder >Dreamcatcher<“ (Bundesamt für Naturschutz: “Artenschutz geht jeden an”). Dem „Washingtoner Artschutzabkommen“ sind über 100 Staaten beigetreten (Herkenrath/Lautermann: "Flieg Vogel oder stirb, Vom Elend des Handels mit Wildvögeln"), mittlerweile 160 Staaten beigetreten (Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit: „Die Fibel zum Artenschutz“ (2003)), nun 169 Staaten beigetreten (Bundesministerium der Finanzen: „Artenschutz“ (Dezember 2005)), nun 179 Staaten bei getreten (www.cites.org; Stand Dezember 2013).

Die Zuordnung des Schutzstatus der Schwälme (Caprimulgiformes) erfolgt artbezogen (Böhmer per Mail am 13.12.2011).

Im „Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 und 3 (aus dem Jahre 1993 (ff.?)) findet man im Anhang I aus der Welt der Greifvögel / Eulen:
01 Affenadler oder philippinischen Affenadler oder Philippinenadler, lat. Pithecophaga jefferyi
02 Mauritiusfalke oder Mauritius-Turmfalken, lat. Falco punctatus
03 Madagaskar-Turmfalke der Unterart, lat. Falco punctatus albabranus

04 Weihnachtsinsel-Buschkauz oder Molukkenkauz oder Molukken-Buschkauz, lat. Ninox squamipila
05 Norfolk-Kuckuckskauz oder Norfolk-Kuckuckseule oder Norfolk-Insel-Kuckuckskauz, lat. Ninox boobook royana (inzwischen ausgestorben?)
06 Mindanao-Ohreule oder Rotohreule oder Riesenzwergohreule, lat. Mimizuku gurneyi (früher: Otus gurneyi)


Auf der Internetseite der
www.cites.org findet man den aktuellen Stand aller bedrohten / geschützten Greifvogel- und Eulenarten. (Stand: 22.12.2011 (unverändert seit dem März 2005))
Im Anhang I bezüglich der Greifvögel enthalten:
01 Kalifornischer Kondor oder Kalifornienkondor, lat. Gymnogyps californianus
02 Andenkondor, lat. Vultur gryphus
03 Spanischer Kaiseradler oder Westlicher Kaiseradler oder Prinzenadler, lat. Aquila adalberti (früher: Aquila heliaca adalberti)
04 Östlicher Kaiseradler oder Kaiseradler, lat. Aquila heliaca (früher: Aquila heliaca heliaca)
05 Affenadler oder philippinischen Affenadler oder Philippinenadler, lat. Pithecophaga jefferyi
06 Harpyie, lat. Harpia harpyja
07 Seeadler, lat. Haliaeetus allicilla
08 Kuba-Langschnabelmilan oder Langschnabelmilan oder Langschnabelweih oder Kuba-Langschnabelweih, lat. Chondrohierax wilsonii (früher: Chondrohierax uncinatus wilsonii
09 Mauritiusfalke oder Mauritius-Turmfalken, lat. Falco punctatus
10 Wanderfalke, lat. Falco peregrinus
11 Gerfalke oder Jagdfalke, lat. Falco rusticolus
12 Laggarfalke, lat. Falco jugger
13 Wüstenfalke oder Berberfalke oder Schahin, lat. Falco pelegrinoides
14 Madagaskarfalke oder Malegassen-Turmfalke, lat. Falco newtoni (nur die auf den Seychellen lebende Unterart)
15 Seychellenfalke oder Seychellen-Turmfalke, lat. Falco araea

Im Anhang II sind alle anderen Greifvögel (mit einer Ausnahme) enthalten. Die eine Ausnahme im Anhang III ist:
Königsgeier, lat. Sarcorhamphus papa

Im I. Anhang sind bezüglich der Eulen enthalten:
01 Madagaskar-Schleiereule oder kleine Madagaskar-Schleiereule oder Malegasseneule, lat. Tyto soumagnei
02 Blewittkauz oder Bänder-Steinkauz oder Waldfleckenkauz, lat. Athene blewitti
03 Rotohreule oder Riesenzwergohreule, lat. Mimizuku gurneyi (früher: Otus gurneyi)
04 ??, Unterart vom Neuseelandkuckuckskauz oder Kuckuckssperbereule, lat. Ninox novaeseelandiae (dass heisst die Unterart Ninox novaeseelandiae undulata)
05 ??, Unterart vom Weihnachtsinsel-Buschkauz oder Molukkenkauz oder Molukken-Buschkauz, lat. Ninox squamipila (dass heisst die Unterart Ninox squamipila natalis)

Alle anderen Eulen befinden sich im Anhang II des Washingtoner Artenschutzabkommens.

 

In den Jahren 1980 bis 1987 wurden als lebende Wildvögel in die Bundesrepublik Deutschland 52 Steppenadler, 49 Gaukler, 33 Schopfkarakaras, 31 Buntfalken, 28 Falklandkarakaras, 25 Sperbegeier, 24 Kappengeier, 23 Steinadler (Herkenrath/Lautermann: "Flieg Vogel oder stirb, Vom Elend des Handels mit Wildvögeln") oder 52 Steppenadler, 49 Gaukler, 33 Schopfkarakaras, 31 Buntfalken, 28 Falklandkarakaras, 25 Sperbegeier, 24 Kappengeier, 23 Steinadler, 15 Sakerfalken, 15 Schreiseeadler, 13 Habichte eingeführt („Greifvögel und Falknerei“ (1989)).

In den Jahren 1980 bis 1988 wurden „160 Greivogelarten“, „55% der 290 Arten insgesamt“ gehandelt (Herkenrath/Lautermann: "Flieg Vogel oder stirb, Vom Elend des Handels mit Wildvögeln").

In den Jahren 1980 bis 1986 wurden als tote Wildvögel in die Bundesrepublik Deutschland 4.270 Habichte, 4.108 Mäusebussarde, 1.580 Turmfalken, 1.139 Sperber, 1.036 Rauhfussbussarde, 157 Baumfalken eingeführt (Herkenrath/Lautermann: "Flieg Vogel oder stirb, Vom Elend des Handels mit Wildvögeln"; „Greifvögel und Falknerei“ (1989)).

 

Das 2007 erschienene Buch "Brehms verlorenes Tierlebens" listet von den Greifvögeln, Eulen und Schwälmen folgende bedrohte Arten auf:
Kalifornischer Kondor oder Kalifornienkondor, lat. Gymnogyps californianus
Kragenweih, lat. Leptodon forbesi (laut anderer Auffassung handelt es sich hier nur um das Immaturkleid des Cayenneweih oder Cayennemilan, lat. Leptodon cayanensis)
Kuba-Langschnabelmilan oder Langschnabelmilan oder Langschnabelweih oder Kuba-Langschnabelweih, lat. Chondrohierax wilsonii (früher: Chondrohierax uncinatus wilsonii)
Madagaskar-Seeadler oder Madagaskar-Schreiseeadler, lat. Haliaeetus vociferoides
Bengalgeier oder Begalengeier, lat. Gyps bengalensis (früher: Pseudogyps bengalensis)
Indischer Gänsegeier oder indischer Geier oder Langschnabelgeier oder Indiengeier oder Dünnschnabelgeier, lat. Gyps indicus
Schmalschnabelgeier oder Schlankschnabelgeier oder Dünnschnabelgeier, lat. Gyps tenuirostris (früher: Gyps indicus tenuirostris)
Haitibussard oder Ridgway-Bussard oder Hispaniolabussard, lat. Buteo ridgwayi
Affenadler oder philippinischen Affenadler oder Philippinenadler, lat. Pithecophaga jefferyi

Anjouan-Zwergohreule, lat. Otus capnodes
Moheli-Zwergohreule, lat. Otus moheliensis
Comoren-Zwergohreule, lat. Otus pauliani
Siau-Zwergohreule, lat. Otus siaoensis (früher: Otus magicus siaoensis)

Jamaika-Nachtschwalbe oder Jamaikanachtschwalbe oder Kleine Jamaika-Nachtschwalbe, lat. Siphonorhis americanus (früher: Siphonorhis americana oder Caprimulgus americanus)
Unterart: Puerto-Rico-Ziegenmelker oder Puerto-Rico-Nachtschwalbe, lat. Caprimulgus vociferus noctitherus oder(?) lat. Caprimulgus noctitherus
Schwarzrückenschwalm, lat. Aegotheles savesti

Am 23.06.1979 wurde die „Bonner Konvention“, das Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden Tierarten (Convention on Migratory Species, CMS) in Bonn unterzeichnet, das dem Schutz und der Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten in ihrem gesamten Lebensraum dient (Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit: „Natur ohne Grenzen, 25 Jahre Bonner Konvention“ (April 2004)). Die „Bonner Konvention“ unterzeichneten 85 Staaten (Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit: „Natur ohne Grenzen, 25 Jahre Bonner Konvention“ (April 2004)) oder 114Staaten (FALKE-Sonderheft „Vogelzug“ (2013)). Der Anhang I beinhaltet die wandernden Tierarten, „die aufgrund wissenschaftlicher Nachweise vom Aussterben bedroht sind“, wie beispielsweise Rötelfalken, Seeadler, mehrere Adlerarten, Krokodile (Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit: „Natur ohne Grenzen, 25 Jahre Bonner Konvention“ (April 2004)). Die Vertragsstaaten verpflichten sich hierbei zur Erhaltung, Wiederherstellung der Lebensräume; das vorsätzliche Töten, abgesehen von Ausnahmen, zu verbieten; Hindernisse und Handlungen, „welche die Tierwanderungen ernstlich gefährden“ zu beseitigen und „andere gefährliche Faktoren“ zu kontrollieren (Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit: „Natur ohne Grenzen, 25 Jahre Bonner Konvention“ (April 2004)). Im Anhang II werden die wandernden „Arten oder Artengruppen aufgeführt, deren Bestände oder Lebensräume sich verringern“ oder eine internationale Zusammenarbeit nützlich ist (Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit: „Natur ohne Grenzen, 25 Jahre Bonner Konvention“ (April 2004)). Die „Bonner Konvention“ trat die 1983 in Kraft. Am 16.06.1995 ergänzte man den Anhang II durch das Abkommen zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel (AEWA), zu denen beispielsweise die Rohrdommel, die Zwergrohrdommel, der Pupurreiher zählen (Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit: „Natur ohne Grenzen, 25 Jahre Bonner Konvention“ (April 2004)). Zum Rahmen der „Bonner Konvention“ zählt ebenso „dass von Deutschland im November 2011 unterzeichnete Abkommen zur Erhaltung von Greifvögeln und Eulen in Afrika und Eurasien“ (FALKE-Sonderheft „Vogelzug“ (2013)).

Am 02.04.1979 trat die Vogelschutzrichtlinie (Richtlinie 79/409/EWG) als erster „Rechtsakt der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft im Naturschutz“ in Kraft (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2009)). Die Vogelschutzrichtlinie (Richtlinie 79/409/EWG) „verpflichtet die Mitgliedstaaten, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um für sämtliche wildlebenden Vogelarten, die im Gebiet der Mitgliedstaaten heimisch sind, Lebensräume in ausreichender Größe und Vielfalt zu erhalten oder wieder herzustellen“ (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2009)) oder „regelt den Schutz, die Nutzung und die Bewirtschaftung der Vogelarten, um einen für das langfristige Überleben dieser Arten ausreichenden Bestand zu gewährleisten oder wieder herzustellen“ (Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit: „Natur ohne Grenzen, 25 Jahre EU-Vogelschutzrichtlinie“ (März 2004)). Die 5 Anhänge der Vogelschutzrichtlinie listen im Anhang I die „Vogelarten auf, für die besondere Schutzmassnahmen ergriffen werden müssen“, im Anhang II die Vogelarten, „bei denen eine Bejagung zulässig ist“, im Anhang III die Vogelarten, „deren Handel erlaubt ist“, im Anhang IV „die Einrichtungen und Methoden, die nicht zum Fang von Vögeln angewendet werden dürfen“ und im Anhang V die vogelkundlichen „Forschungen und Arbeiten, die von den Mitgliedstaaten durchgeführt werden sollten“ (Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit: „Natur ohne Grenzen, 25 Jahre EU-Vogelschutzrichtlinie“ (März 2004)). Aus der Richtlinie 79/409/EWG wurde nach der „Konsolidierung im Jahr 2009“ die Richtlinie 2009/147/EG (FALKE Sonderheft „Vogelschutz“ (2017)). Nachdem man 30 Jahre Vogelschutzrichtlinie (FALKE 03/2010) zusammengefasst hat, stellte man fest, dass zwischen 1990 und 2007 der Bestand der „64 häufigsten Brutvogelarten Deutschlands“ um 20% zurückging. Von den 109 häufigsten europäischen Brutvogelarten (FALKE 03/2010) ging der Bestand bei 28% nach oben und bei 45% nach unten.

Im Statusreport des Bündnisses >Partners in Flight< kommt man zum „Ergebnis, dass in Nordamerika heute mehr als eine Milliarde Vögel weniger leben als noch vor vierzig Jahren“ (FALKE 11/2016). 

CMS Sekretariat in Bonn: www.cms.int (ENGLISCH !?)
Artenschutz-Datenbank: www.wisia.de
Weltregister wandernder Tierarten: www.groms.de
Internationale „Rote Liste“: www.redlist.org (ENGLISCH, Recherche mit lateinischem Namen)
Partners in Flight: www.partnersinflight.org (ENGLISCH)

Auf der deutschen Roten Liste mit dem Stand 1994 (Heft 42 von 1994, "Rote Liste gefährdeter Tiere Deutschlands", Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz) standen:
in der Kategorie "Ausgestorben oder Verschollen": Gänsegeier, Schlangenadler, Habichtskauz,
Waldrapp
in der Kategorie "Vom Aussterben bedroht": Kornweihe, Wiesenweihe, Schreiadler,
Zwergdommel, Nachtreiher, Purpurreiher, Schwarzstorch
in der Kategorie "Stark gefährdet": Steinadler, Seeadler, Fischadler, Baumfalke, Wanderfalke, Sperlingskauz, Steinkauz, Europäischer Ziegenmelker, Sumpfohreule,
Rohrdommel, Weissstorch,
in der Kategorie "Gefährdet": Wespenbussard, Schwarzmilan, Rotmilan, Rohrweihe, Schleiereule, Uhu,
in der Kategorie "Vermehrungsgäste": Steppenweihe, Rotfussfalke, Habichtskauz, Zwergohreule
in der Kategorie "Gefährdete Wandertiere": Merlin,
Seidenreiher, Silberreiher 

Auf der deutschen Roten Liste (Stand 1996) standen (laut Steinbach, Bezzel, Roché: „Greifvögel und Eulen“):
in der Kategorie "Ausgestorben oder Verschollen": Gänsegeier und Schlangenadler
in der Kategorie "Vom Aussterben bedroht": Kornweihe, Wiesenweihe und Sumpfohreule
in der Kategorie "Stark gefährdet": Steinadler, Schreiadler und Steinkauz
in der Kategorie "Gefährdet": Seeadler, Fischadler, Wanderfalke und Baumfalke
in der Kategorie "Arten mit geografischer Restriktion": Habichtskauz

Auf der deutschen Roten Liste mit dem Stand 1998 (Heft 55 von 1998, "Rote Liste gefährdeter Tiere Deutschlands", Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz; Richarz, Bezzel, Hormann: "Taschenbuch für Vogelschutz“ (2001)) standen:
in der Kategorie "Ausgestorben oder Verschollen": Gänsegeier, Schlangenadler,
Waldrapp
in der Kategorie "Vom Aussterben bedroht": Kornweihe,  Wiesenweihe,  Sumpfohreule, Nachtreiher, Zwergdommel, Rohrdommel
in der Kategorie "Stark gefährdet": Steinadler, Schreiadler, Europäischer Ziegenmelker, Steinkauz, Purpurreiher
in der Kategorie "Gefährdet": Seeadler, Fischadler, Wanderfalke, Baumfalke, Schwarzstorch, Weissstorch
in der Kategorie "Arten mit geografischer Restriktion": Zwergohreule, Habichtskauz

Auf der deutschen Roten Liste (Stand 2002) standen bezüglich der Greifvögel und Eulen:
in der Kategorie "Ausgestorben oder Verschollen": Gänsegeier und Schlangenadler
in der Kategorie "Vom Aussterben bedroht": Kornweihe
in der Kategorie "Stark gefährdet": Steinadler, Schreiadler, Steinkauz und Wiesenweihe
in der Kategorie "Gefährdet": Seeadler, Fischadler, Uhu, Wanderfalke und Baumfalke
in der Kategorie "Arten mit geografischer Restriktion": Habichtskauz
in der „Vorwarnliste“: Rotmilan

Auf der vierten deutschen Roten Liste (veröffentlicht im September 2008 auf der Webseite www.nabu.de) standen bezüglich der Greifvögel, Eulen und Schwälme:
in der Kategorie 0 - “Bestand erloschen”: Gänsegeier, Schlangenadler
in der Kategorie 1 - “vom Aussterben bedroht”: Schreiadler, Sumpfohreule
in der Kategorie 2 - “stark gefährdet”: Kornweihe, Steinadler, Steinkauz, Wiesenweihe
in der Kategorie 3 - “gefährdet”: Baumfalke, Fischadler, Ziegenmelker
in der Kategorie R - “Arten mit geografischer Restriktion in Deutschland”:
Habichtskauz, Schelladler
in der Kategorie V - “Vorwarnliste”: Wespenbussard
Weitere Arten: Unregelmäßig brütende Arten (früher „Vermehrungsgäste“): Raufussbussard, Rotfussfalke, Steppenweihe, Würgfalke, Zwergadler, Zwergohreule

Auf der „Roten Liste gefährdeter Tiere Bayerns“ des Bayrischen Landesamts für Umweltschutz 2003 standen im Heft 166 bezüglich der Greifvögel und Eulen:
in der Kategorie "Ausgestorben oder Verschollen": Schreiadler, Sumpfohreule, Zwergohreule
in der Kategorie "Vom Aussterben bedroht": Kornweihe, Steinkauz, Wiesenweihe, Europäischer Ziegenmelker
in der Kategorie "Stark gefährdet": Steinadler, Fischadler, Habichtskauz, Rotmilan, Schleiereule
in der Kategorie "Gefährdet": Uhu, Wanderfalke, Habicht, Rohrweihe, Schwarzmilan, Wespenbussard
in der „Vorwarnliste“: Baumfalke, Waldohreule, Rauhfusskauz

Auf der Blauen Liste stehen alle Arten aus der Roten Liste, „die durch Natur- und Umweltschutztechniken“ „mindestens lokal erfolgreich erhalten und gefördert worden sind“ (Richarz, Bezzel, Hormann: "Taschenbuch für Vogelschutz“ (2001)).

„Rote Liste der Brutvögel Deutschlands“ (5. Fassung, 30.November 2015: „Berichte zum Vogelschutz“ (52/2015) standen bezüglich der Greifvögel, Eulen und Schwälme:
Kategorie 0: Ausgestorben oder Verschollen: Schlangenadler, Gänsegeier
Kategorie 1: Vom Aussterben bedroht: Schreiadler, Kornweihe, Sumpfohreule
Kategorie 2: Stark gefährdet: Wiesenweihe
Kategorie 3: Gefährdet: Fischadler, Wespenbussard, Baumfalke, Steinkauz, Europäischer Ziegenmelker oder Ziegenmelker
Kategorie R: Extrem selten: Schelladler, Steinadler, Zwergohreule, Habichtskauz
Kategorie V: Vorwarnliste: Rotmilan

 

Vom Naturschutzbund NABU, auch vom LBV, sind zum "Vogel des Jahres" bezüglich der Greifvögel und Eulen gewählt worden: www.vogel-des-jahres.de:
Wanderfalke (1971)
Steinkauz (1972)
Schleiereule (1977)
Rotmilan (2000,
www.rotmilan.de)
Uhu (2005)
Turmfalke (2007)
Habicht (2015)
Waldkauz (2017)

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Der Habicht, der Vogel des Jahres 2015, schafft es auf die Titelseiten der ornithologischen Fachpresse, die ihn mit entsprechenden Beiträgen mit dem aktuellen Wissensstand vorstellt.

Auch der Waldkauz, der Vogel des Jahres 2017, schafft es auf die Titelseiten der ornithologischen Fachpresse, die ihn mit entsprechenden Beiträgen mit dem aktuellen Wissensstand vorstellt. Bei 2 weiteren Zeitschriften landete der Waldkauz ebenfalls unter anderem auf der Titelseite.

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Seit 1998 wählt die schweizer Organisation Pro Natura (www.pronatura.ch) das Tier des Jahres:
Jahr: 2001 Steinadler

 

In Korea wurden laut dem Buch „Vögel Koreas“ 2007 folgende Greifvögel und Eulen
1. als „Naturdenkmal“ durch das „Gesetz zum Schutz der Kulturgüter in Korea“ festgelegt:
Mönchsgeier, Steinadler, Kornweihe, Mangrovenweihe, Seeadler, Riesenseeadler, Wanderfalke, Turmfalke, Habicht, Froschsperber oder Grauer Froschhabicht oder Chinesenschikra oder Chinesenhabicht, Zwergohreule, Halsband-Zwergohreule, Uhu, Schildkauz oder Zugkauz oder Falkenkauz
2. als „Geschützte Art“ eingestuft: Mönchsgeier, Kornweihe, Mangrovenweihe, Schwarzmilan, Merlin, Baumfalke, Uhu, Habichtskauz,
3. „als vom Aussterben bedrohte Art“ festgelegt: Steinadler, Seeadler, Riesenseeadler, Wanderfalke

In der 2013 erschienen BMU-Broschüre „Erstellung einer Warnliste in Deutschland noch nicht vorkommender invasiver Tiere und Pflanzen“ werden als Gefangenschaftsflüchtlinge der Falknereien Lannerfalken, Sakerfalken und Gerfalken angegeben.

 

Damit die Gebiete, dass heisst Landschafts- und Naturschutzgebiete, geschützt bleiben, damit sie nicht übersehen werden, sind sie auch mit entsprechenden Hinweisschildern gekennzeichnet. Auf diesen befinden sich Adler (in den alten Bundesländern) oder Eulen (in den neuen Bundesländern). Zu den Hinweisschildern mit den Adlern, die von den Mitarbeitern des damaligen Bundesministeriums für Landwirtschaft der BRD entwarfen wurden, sei noch darauf verwiesen, dass diese sich am Vorbild eines amerikanischen Nationalparkschildes, die einen Weisskopfseeadler beinhalten, orientiert haben. Die Hinweisschilder mit den Eulen zeigen eine Waldohreule.

Seltener sind die Hinweisschilder „Geschützter Landschaftsbestandteil“ (mit Eule) und “Naturpark-Schutzzone“ (mit Adler). Auch ganz alte grüne Hinweisschilder „Landschaftsschutzgebiet“ (ohne Adler und Eule) existieren. Im Vogelpark Marlow gibt es die Hinweisschilder “Naturpark” mit “Eule”. Die Eule ist mit dem Hinweis “Naturdenkmal” nicht nur an Bäumen sondern auch an Häusern zu finden.

 

Man findet des Weiteren, dass seit 2010 „das Bundesnaturschutzgesetz in den Ländern grundsätzlich unmittelbar“ gilt, die Bundesländer jedoch „verfassungsmässig das Recht“ haben, „vom Bundesnaturschutzgesetz abzuweichen“ (StMUV: „Naturschutzrecht in Bayern“ (08/2018)).

Aus dem „Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz – BNatSchG)“ und dem Gesetz „über den Schutz der Natur, die Pflege der Landwirtschaft und die Erhohlung in der freien Natur (Bayerisches Naturgesetz - BayNatSchG):
§23 BNatSchG: Naturschutzgebiete
„(1) Naturschutzgebiete sind rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in einzelnen Teilen erforderlich ist … zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung von Lebensstätten, Biotopen oder Lebensgemeinschaften bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten ...(BNatSchG: www.gesetze-im-internet.de; StMUV: „Naturschutzrecht in Bayern“ (08/2018)).

Etwa 4% der Fläche in Deutschland sind Naturschutzgebiete (Eulenrundblick 66). Etwa 8.700 Naturschutzgebiete mit einer durchschnittlichen Grösse von ca. 150ha, wobei 60% kleiner als 50ha gross sind, 13% 200ha oder grösser sind , gibt es in Deutschland (Eulenrundblick 66).

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§24 BNatSchG: Nationalparke...
„(1) Nationalparke sind rechtsverbindlich festgesetzte einheitlich zu schützende Gebiete, die
1. großräumig, weitgehend unzerschnitten und von besonderer Eigenart sind,
2. in einem überwiegenden Teil ihres Gebiets die Voraussetzungen eines Naturschutzgebiets erfüllen ...(BNatSchG: www.gesetze-im-internet.de; StMUV: „Naturschutzrecht in Bayern“ (08/2018)).

0,6% der Fläche in Deutschland sind Nationalparks und davon gibt es 16, die mehr als 1 Million ha gross sind (Eulenrundblick 66).

Für Bayern gilt nach Art. 13 BayNatSchG „Nationalparke“, dass Nationalparke „ergänzend zu §24 Abs. 1 Nr.1 BNatSchG eine Mindestfläche von 10.000ha haben“ sollen (StMUV: „Naturschutzrecht in Bayern“ (08/2018)).

§25 BNatSchG: Biosphärenreservate
„(1) Biosphärenreservate sind einheitlich zu schützende und zu entwickelnde Gebiete, die
1. großräumig und für bestimmte Landschaftstypen charakteristisch sind,
2. in wesentlichen Teilen ihres Gebiets die Voraussetzungen eines Naturschutzgebiets, im Übrigen überwiegend eines Landschaftsschutzgebiets erfüllen ...“ (BNatSchG: www.gesetze-im-internet.de; StMUV: „Naturschutzrecht in Bayern“ (08/2018)).

Für Bayern gilt der §25 BNatSchG nicht aufgrund der abweichenden landesweiten Regelung, denn in Bayern gilt nach Art. 14 BayNatSchG „Biospärenreservate“:
„(1) Die oberste Naturschutzbehörde kann grossflächige, repräsentative Ausschnitte von Kulturlandschaften nach Anerkennung durch die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur zu Biosphärenreservaten erklären. Biosphärenreservate dienen in beispielhafter Weise insbesondere
1. dem Schutz, der Pflege und der Entwicklung von Kulturlandschaften und deren Biotop- und Artenvielfalt … (StMUV: „Naturschutzrecht in Bayern“ (08/2018)).

 

§26 BNatSchG: Landschaftsschutzgebiete
„(1) Landschaftsschutzgebiete sind rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft erforderlich ist ...“ (BNatSchG: www.gesetze-im-internet.de; StMUV: „Naturschutzrecht in Bayern“ (08/2018)).

28% der Fläche in Deutschland sind Landschaftsschutzgebiete (Eulenrundblick 66).

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§27 BNatSchG: Naturparke
„(1) Naturparke sind einheitlich zu entwickelnde und zu pflegende Gebiete, die
1. großräumig sind,
2. überwiegend Landschaftsschutzgebiete oder Naturschutzgebiete sind,
3. sich wegen ihrer landschaftlichen Voraussetzungen für die Erholung besonders eignen und in denen ein nachhaltiger Tourismus angestrebt wird ...(BNatSchG: www.gesetze-im-internet.de; StMUV: „Naturschutzrecht in Bayern“ (08/2018)).

Für Bayern gilt nach §27 BNatSchG „Naturparke“, dass Nationalparke ergänzend zu Art. 15 BayNatSchG „Naturschutzparke“:
„Grossräumige, der naturräumlichen Gliederung entsprechende Gebiete von in der Regel mindestens 20.000ha Fläche, die
1. überwiegend als Landschaftsschutzgebiete oder Naturschutzgebiete festgesetzt sind,
2. sich wegen ihrer landwirtschaftlichen Voraussetzungen für umweltverträgliche Erholungsformen besonders eignen,
3. der Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung durch vielfältige Nutzungsformen geprägten Landschaft und ihrer Arten- und Biotopvielfalt dienen und in denen zu diesem Zweck eine dauerhaft umweltgerechte Landnutzung angestrebt wird, …

können von der obersten Naturschutzbehörde zu Nationalparken erklärt werden“ (StMUV: „Naturschutzrecht in Bayern“ (08/2018)).

§28 BNatSchG: Naturdenkmäler
„(1) Naturdenkmäler sind rechtsverbindlich festgesetzte Einzelschöpfungen der Natur oder entsprechende Flächen bis zu fünf Hektar, deren besonderer Schutz erforderlich ist ...(BNatSchG: www.gesetze-im-internet.de; StMUV: „Naturschutzrecht in Bayern“ (08/2018)).

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§29 BNatSchG: Geschützte Landschaftsbestandteile
„(1) Geschützte Landschaftsbestandteile sind rechtsverbindlich festgesetzte Teile von Natur und Landschaft, deren besonderer Schutz erforderlich ist … wegen ihrer Bedeutung als Lebensstätten bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten. ...(BNatSchG: www.gesetze-im-internet.de; StMUV: „Naturschutzrecht in Bayern“ (08/2018)).

Für Bayern gilt nach §29 BNatSchG „Geschützte Landschaftsbestandteile“ ergänzend mit Art. 16 BayNatSchG „Schutz bestimmter Landschaftsbestandteile“:
„Es ist verboten, in der feien Natur … Höhlen, ökologisch oder geomorphologisch bedeutsame Dolinen, Toteislöcher, aufgelassene künstliche unterirdische Höhlräume, Trockenmauern, Lesesteinwälle sowie Tümpel und Kleingewässer zu beseitigen oder erheblich zu beeinträchtigen“ (StMUV: „Naturschutzrecht in Bayern“ (08/2018)).

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§30 BNatSchG: Gesetzlich geschützte Biotope
„(1) Bestimmte Teile von Natur und Landschaft, die eine besondere Bedeutung als Biotope haben, werden gesetzlich geschützt … (BNatSchG: www.gesetze-im-internet.de; StMUV: „Naturschutzrecht in Bayern“ (08/2018)).

In der Umgebung der Deutschen Greifenwarte Bernolph Frhr. von Gemmingen, Burg Guttenberg (früher: Deutsche Greifenwarte Claus Fentzloff, Burg Guttenberg) wurden 2 weitere Hinweis-Schilder aufgenommen.

5,7%, der Landesfläche in Deutschland sind europäische Vogelschutzgebiete, wovon es 486 Vogelschutzgebiete gibt (Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit: „Natur ohne Grenzen, 25 Jahre EU-Vogelschutzrichtlinie“ (März 2004)) oder 11,2% der Landfläche in Deutschland sind europäische Vogelschutzgebiete, wovon es rund 740 Vogelschutzgebiete gibt (Eulenrundblick 66). Des Weiteren findet man, das es in Deutschland „zum europäischen Schutzgebietssystem Natura 2000“ 742 Europäische Vogelschutzgebiete mit „6 Millionen Hektar Land- und Meeresflächen“ gibt (FALKE 04/2016), dass „es in Deutschland 742 EU-Vogelschutzgebiete, die etwa 14,5% der Gesamtfläche Deutschlands (inklusive Meergebiete) einnehmen“, gibt (FALKE Sonderheft „Vogelschutz“ (2017)), dass es in Deutschland „742 Europäische Vogelschutzgebiete“ gibt und in diesen erreichen 95% der Brutvogelarten „innerhalb der Schutzgebietskulisse Anteile von mindestens einem Fünftel hiesigen Brutbestands, immerhin knapp die Hälfte sogar mehr als 60%“ (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2014)). In den Europäischen Vogelschutzgebieten brüten „rund 30% der Schwarzmilan-Paare in Deutschland“ (DDA: „Vögel in Deutschland“ (2014)). Profitiert haben „in Deutschland in den letzten 25 Jahren“ von der EU-Vogelschutzrichtlinie die Schwarzstörche um 1.655% , die Seeadler um 393%, die Wiesenweihen um 238%, die Wanderfalken um 215% und die Kraniche um 415% (FALKE Sonderheft „Vogelschutz“ (2017)).

9,3% der Landfläche in Deutschland sind FFH-Gebiete aufgrund der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (Eulenrundblick 66). Die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) hat als Grundlage die „Richtlinie zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen“ und wurde „von den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union 1992 beschlossen“ (Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit: „Natur ohne Grenzen, 25 Jahre EU-Vogelschutzrichtlinie“ (März 2004)). Die darin „ausgewiesenen Schutzgebiete bilden zusammen mit den Europäischen Vogelschutzgebieten das Netz NATURA 2000“ (Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorsicherheit: „Natur ohne Grenzen, 25 Jahre EU-Vogelschutzrichtlinie“ (März 2004)). Es gibt aktuell ca. 4.600 FFH-Gebiete und seit dem Jahr 2010 sind 2.600 „FFH-Gebiete nicht ausreichend unter gesetzlichen Schutz gestellt und mit Managementplänen versehen“ (Eulenrundblick 66). Man findet auch, dass die NATURA 2000-Gebiete „in Deutschland 15,4% der terrestrischen und 45% der maritimen Fläche“ umfassen, wo bei diese Anteile auf „teils überlagernde 4.557 FFH- und 742 EG-Vogelschutzgebiete“ entfallen (FALKE Sonderheft „Vogelschutz“ (2017)).

Im „Rahmen der Konvention zum Erhalt der Biologischen Vielfalt“ haben sich die Regierungen weltweit bis zum Jahr 2020 verpflichtet, „das Artensterben aufzuhalten und für Natur bedeutende Flächen unter Schutz zu stellen“ (FALKE 11/2012). Eine von der Cambridge Initiative Collaborative Fund for Conservation and Arcadia finanzierte Studie ermittelte, „dass zur Verminderung des Artenschwundes und der Verbesserung des Zustandes aller als weltweit bedroht geltenden Tier- und Pflanzenarten jährlich 3,41 bis 4,76 Milliarden US-Dollar investiert werden müssen“ (FALKE 11/2012). Des Weiteren werden die Investitionen „zum Schutz und sinnvollen Management eines weltweiten Netzwerkes von Naturschutzflächen auf jährlich 76,1 Milliarden US-Dollar geschätzt“ (FALKE 11/2012).

Das nachfolgende Foto wurde im Naturschutzgebiet Fürth Hainberg aufgenommen.

09.02. Die Greifvögel und Eulen, von Zoologischen Einrichtungen und Falknereien
Zurückgehend bis in das 5. und 4 Jahrtausend vor unsere Zeitrechnung („Zoo: von der Menagerie zum Tierpark“) wurden heilige Tiere in und bei den Tempeln im alten Ägypten gehalten. Andererseits findet man, dass die ersten zoologischen Gärten um ca. 1800 v.u,Z. in Ägypten entstanden, die Pharaonen hielten Tiere in Käfigen in der Nähe ihrer Paläste (Dolder/Dolder: „Wunderland Zoo“ (1978); „Gärten für Tiere“ (2012)) und um 1500 v.u,Z. errichtete die „Königen Hatschepsut bei der grossen Tempelanlage Deir el Bahri in Theben den >Garten des Ammon<“ (Dolder/Dolder: „Wunderland Zoo“ (1978)). Oder es heisst, dass bis in das 3. Jahrtausend vor unsere Zeitrechnung („Gärten für Tiere“, 2012) Hinweise auf Tierparks im Gebiet zwischen Euphrat und Zentralchina gibt. Den ersten dokumentierte Tiergarten gab es um das 2. Jahrtausend vor unsere Zeitrechnung (Kleina, Flock: „Die Aufgaben der Zoologischen Gärten in Deutschland im Rahmen des Artenschutzes“, 2010) in China.

Der Aztekenherrscher Montezumas besass den „wahrscheinlich grössten“ Tiergarten mit „ungeheuren Ausmassen“, „der je bestanden hat“ (Dolder/Dolder: „Wunderland Zoo“ (1978)). Der Tiergarten Montezumas beinhaltete „nahezu alle Tiere der mittelamerikanischen Region“, „alle Schmuckvögel des Kontinents“ waren „in einem riesigen Vogelhaus“ untergebracht und es soll auch Bisons, Schlangen, Huftiere und Raubtiere gegeben haben (Dolder/Dolder: „Wunderland Zoo“ (1978)).

Im Jahre 1150 vor unsere Zeitrechnung („Gärten für Tiere“, 2012) findet man, dass auch der Chinesische Kaiser ebenfalls verschiedene Tiere hielt. Kaiser Augustus (63 bis 14 vor unsere Zeitrechnung) soll 3500 Tiere und Kaiser Trajans (59 bis 117 unsere Zeitrechnung) soll 11000 Tiere („Gärten für Tiere“, 2012) besessen haben. Friedrich II baute erste Tiergärten („Gärten für Tiere“, 2012). Es entstanden Menagerien in Stuttgart (erste Erwähnung 1350), 1399 in Frankfurt, 1448 in Solothurn und 1552 durch Kaiser Maximilian II beim österreichischem Schloss Ebersdorf („Gärten für Tiere“, 2012). In Europa wurde die Haltung wilder Tiere unverzichtbarer Luxus der Aristokratie im 16. und 18 Jahrhundert. Informationen zu Wandermenagerien, die von Stadt zu Stadt zogen, um die Tieren zu präsentieren, findet man im 19. Jahrhundert (Dittrich: „Zootierhaltung, Tiere in menschlicher Obhut“, 2004). In Europa entstanden die ersten Zoos Paris im Jardin des Plantes 1793 (aufgrund der Auflösung der königlichen Menagerie von Versailes), in London 1828, in Amsterdam 1838, in Antwerpen 1843 und in Berlin 1844 (Dolder/Dolder: „Wunderland Zoo“ (1978)).

Die „EU-Zoo-Richtlinie 1999/22/EG des Rates über die Haltung von Wildtieren in Zoos“, die Rahmenbedingungen für die Mitgliedsstaaten liefert (animal-public.de: „DER EU ZOO REPORT 2011“), trat 1999 in Kraft und wurde im April 2002 in Deutschland umgesetzt. In der EU wird der Bestand auf „mindestens 3.500“ genehmigte zoologische Einrichtungen und auf „ungefähr 600“ deutsche zoologische Einrichtungen (mangels Prüfung bezügl. einer Zulassung nach § 42 (1) BNatSchG; sonst wären es vielleicht mehr) geschätzt (animal-public.de: „DER EU ZOO REPORT 2011“). In Deutschland (animal-public.de: „DER EU ZOO REPORT 2011“) gibt es keine zentrale Erfassung oder Datenbank der genehmigten Zoos.

Zu den 100 häufigsten Tierarten, die in zoologischen Einrichtungen in Deutschland (BMU: „Erstellung einer Warnliste in Deutschland noch nicht vorkommender invasiver Tiere und Pflanzen“, 2013) gehalten werden, zählen der Reihe nach folgende Greifvögel und Eulen:
Platz: 04. Europäischer Uhu
Platz: 06. Schnee-Eule
Platz: 36. Schleiereule
Platz: 37. Waldkauz
Platz: 49. Bartkauz
Platz: 57. Gänsegeier
Platz: 61. Mäusebussard
Platz: 63. Steinkauz
Platz: 71. Turmfalke

Die Zoos beteiligen sich an Forschungsaktivitäten, fördern die Aufklärung und beschäftigen sich mit der Zucht verschiedener Tierarten, denn im Artikel 3 der EU - Zoo Richtlinie („Richtlinie 1999/22/EG des Rates vom 29. März 1999 über die Haltung von Wildtieren in Zoos“) heisst es, dass sich Zoos „an Forschungsaktivitäten, die zur Erhaltung der Arten beitragen, und/oder an der Ausbildung in erhaltungsspezifischen Kenntnissen und Fertigkeiten und/oder am Austausch von Informationen über die Artenerhaltung und/oder gegebenenfalls an der Aufzucht in Gefangenschaft, der Bestandserneuerung oder der Wiedereinbürgerung von Arten in ihren natürlichen Lebensraum“ einsetzen, dass Zoos „die Aufklärung und das Bewusstsein der Öffentlichkeit in Bezug auf den Erhalt der biologischen Vielfalt, insbesondere durch Informationen über die zur Schau gestellten Arten und ihre natürlichen Lebensräume“ fördern und dass die Zoos die „Tiere unter Bedingungen, mit denen den biologischen und den Erhaltungsbedürfnissen der jeweiligen Art Rechnung getragen werden soll“ halten (Quelle: Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: https://umwelt.hessen.de (Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften vom 09.04.1999 (L 94/24)).

Man findet so Welterstzuchterfolge bei den Keilschwanzadlern im Jahr 1981 im Tierpark Berlin (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)), bei den Harpyien 1981 im Tierpark Berlin (Blaszkiewitz: „Tierpark Berlin; Wegweiser durch den Tierpark“, (2012 (48. Aufl.); 2013 (49.Aufl.); "Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989)), bei den Sekretären 1981 im Weltvogelpark („Vogelpark Walsrode“ (als „Parkguide“ ab Auflage 36 bezeichnet), 27.+31.+33.+36.+37. Auflage; Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)), bei den Riesenseeadlern 2009 im Tierpark Berlin (Dr. Blaszkiewitz: „Tierpark Berlin; Wegweiser durch den Tierpark“ 2013 (49.Auflage)), bei den Bartkäuzen 1974 im Zoo Kopenhagen (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986); Gefiederte Welt (06/2011)), bei den Habichtskäuzen 1965 im Tiergarten Nürnberg (Franz Robiller: "Lexikon der Vogelhaltung", 1986; "Wegweiser durch den Tiergarten Nürnberg" (2007; 2011; 2012/2013; die Ausgabe von 1989 "Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" hat die Jahresangabe 1963 enthalten; Mögel, Orgeldinger, Söder: „Tiergarten Nürnberg, Der Landschaftszoo am Schmausenbuck und seine Direktoren“ (2014)), bei den Perlkäuzen 1976 im Zoo Stuttgart: Wilhelma (Gefiederte Welt (06/2011); Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)).

Der 1912 gegründete Tiergarten Nürnberg ("Nürnberg heute": Winter 2011/12 (Nr. 91)) beteiligt sich an verschiedenen Auswilderungsprogrammen. Seit 2003 hat auch der Tiergarten Nürnberg 17 Habichtskäuze in den Nationalpark Bayrischer Wald und im „Biosphärenreservat Wienerwald“ (ausgehangene Presseinformation vom 29.05.2012 im Tiergarten) ausgewildert bzw. seit 2003 20 Habichtskäuze „im Nationalpark Bayerischer Wald, im Biosphärenreservat Wienerwald und im Wildnisgebiet Dürrenstein“ ausgewildert und 5 Habichtskäuze an österreichische Zuchtstationen gegeben (tiergarten.nuernberg.de: 22.05.2015: „Wieder Eulen für die Natur“). Im Buch „Tiergarten Nürnberg, Der Landschaftszoo am Schmausenbuck und seine Direktoren“ (von 2014) heisst es, dass 14 Habichtskäuze in den Nationalpark Bayrischer Wald und 4 Habichtskäuze nach Österreich ausgewildert wurden. Die erste Nachzucht bei den Bartgeiern gelang dem Tiergarten Nürnberg im März 1997, wobei das Kücken gleich nach einem Tag zur Eulen- und Greifvogelstation Haringsee bei Wien geschafft wurde und es einem Ammenelternpaar untergelegt wurde („Tiergarten Nürnberg, Der Landschaftszoo am Schmausenbuck und seine Direktoren“, 2014), so dass es später in den Westalpen ausgewildert werden konnte. Im Tiergarten Nürnberg schlüpften im Laufe der Zeit elf Harpyien, die grossgezogen wurden, die in andere Zoos und Zuchtprojekte nach Südamerika kamen ("Wegweiser durch den Tiergarten Nürnberg“, 32. Auflage (2007), 35. Auflage (2011); "Nürnberg heute", Sommer 2008 (Nr. 84); E-Mail (Antwort) vom 14.03.2011 vom Tiergarten Nürnberg). Auch wurden mehrere im Tiergarten Nürnberg geschlüpfte Uhus ausgewildert ("Wegweiser durch den Tiergarten Nürnberg" (35. Auflage (2011)). 43 junge Weisskopfseeadler wurden im Tiergarten Nürnberg grossgezogen, die anschliessend an Zoos und Falknerein weitergegeben wurden („Wegweiser durch den Tiergarten“, 36. Auflage; Dr. Mägdefrau per Mail am 01.10.2014). 14 Andenkondore wurden von einem per Hand aufgezogenen Andenkondorpaar im Tiergarten Nürnberg im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms grossgezogen (Pressemitteilung vom 14.10.2014 auf der Webseite des Tiergartens Nürnberg).

 

Die nachfolgenden Fotos zeigen vom Tiergarten Nürnberg ein Werbeplakat (links oben), ein Hausgemälde (links unten), die Strassenbahn “zum” Tiergarten Nürnberg (rechts).

Werbeprospekt der Zooschule des Tiergartens Nürnberg

Die Harpyien-Welterstzucht gelang dem Tierpark Berlin (Friedrichsfelde) im Jahre 1981. Von den 4 aufgezogenen Jungvögeln aus den Jahren 1981, 1982, 1984 und 1985 wurden einige Jungvögel wieder in Brasilien ausgewildert („Tiergarten Nürnberg, Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg“, 24. Auflage (1989); E-Mail (Antwort) vom 17.12.2010 vom Tierpark Berlin (Friedrichsfelde); „Tierpark Berlin; Wegweiser durch den Tierpark“ 48. Auflage). Aus dem Tiergarten Berlin (Friedrichsfelde) wurden 25 junge Bartgeier, davon 16 an verschiedenen Stellen der Alpen, ausgewildert (Gefiederte Welt 07/2016). Derzeit „haben sich in den Alpen bereits mehr als 20 aktive Brutpaare etabliert und es sind über 100 Jungvögel ausgeflogen“ (Gefiederte Welt 07/2016).

Ausgewildert wurden jedoch auch aus dem Tiergarten Berlin (Friedrichsfelde) 2009 und 2013 je ein Bartgeier im „Nationalpark Sierra de Cazorla, Andalusien“ und ein Bartgeier 2012 im „Nationalpark Cevennen, Südfrankreich“ (Gefiederte Welt 07/2016). Des Weiteren findet man, dass im Jahr 2013 der Tiergarten Nürnberg und der Tierpark Berlin (Friedrichsfelde) jeweils einen Bartgeier in Südspanien in der Sierra Segura und Cazorla (manati 02/2013) auswilderten.

Im Zoo Stuttgart (Wilhelma) wurde im Jahre 1989 der erste Seeadler-Jungvogel, weitere folgten, grossgezogen (Prof. Jauch: „Wilhema, der zoologisch-botanische Garten in Stuttgart“, 2013/2014). Die Jungvögel der Seeadler (Prof. Jauch: „Wilhema, der zoologisch-botanische Garten in Stuttgart“, 2013/2014) wurden alle ausgewildert. Im Jahre 2011 schlüpften zwei Gänsegeier-Küken (Wilhema-Magazin: 02/2011) im Zoo Stuttgart (Wilhema). Im Zoo Stuttgart (Wilhema) wurden insgesamt bereits über 30 Gänsegeier grossgezogen (Wilhema-Pressemitteilung vom 21.05.2014: „Neues aus dem Greifvogelrevier ...“). Im Jahre 2014 wurden 3 Gänsegeier, die 2 im Jahr 2011 geschlüpften Gänsegeier-Küken und ein Gänsegeier-Küken aus dem Jahr 2012 in den Bergen Bulgariens im Rahmen eines Auswilderungsprojektes mit Hilfe der Organisation „Green Balkans“ ausgewildert (Wilhema-Pressemitteilung vom 21.05.2014: „Neues aus dem Greifvogelrevier ...“). Bisher wurden 26 Gänsegeier seit 2010 freigelassen / ausgewildert (Pressemitteilung vom 21.05.2014: „Neues aus dem Greifvogelrevier ...“).

Der Zoo Krefeld wilderte in den 90er Jahren in der Eifel europäischen Uhus, lat. Bubo bubo, der Zoo Neuwied wilderte Schleiereulen, lat. Tyto alba, der Tierpark Berlin wilderte 15 junge Bartgeier, lat. Gypaetus barbatus und der Zoo Leipzig wilderte europäischer Uhus, lat. Bubo bubo (animal-public.de: „DER EU ZOO REPORT 2011“) aus.

Der Zoo Leipzig unterstützt seit über 10 Jahren ein Auswilderungsprojekt für Steinkäuze (“Leipziger Volkszeitung”: Zoo Live vom 24.09.2011). Vier Steinkäuze konnten so beispielsweise 2010 ausgewildert werden (“Leipziger Volkszeitung”: Zoo Live vom 24.09.2011).

Einem privaten deutschen Züchter gelang in Deutschland 1888 die Nachzucht der Zwergohreule. Der Zoo London züchtete als erster Zoo den Kap-Uhu im Jahre 1905 nach. Die erste Zucht der Halsring-Zwergohreulen gelang 1943 dem Zoologischen Garten Dehiwela (Sri Lanka). 1961 gelang die Erstzucht der Madagaskar-Zwergohreule im Tierpark Krefeld. Der Habichtskauz wurde im Jahre 1965 zuerst im Tiergarten Nürnberg (zuvor hatte nur Herrn Brehm einen Zuchterfolg im Jahre 1904 bezüglich der Habichtskäuze vermeldet) gezüchtet. Die Erstzucht des Afrika-Waldkauzes gelang dem Zoo London (Grossbritannien) im Jahre 1968-1969. Den Milchuhu züchtete zuerst der Zoo Amsterdam im Jahre 1971 nach. Die Welt-Erstzucht des Kamerun-Uhus gelang dem niederländischen Vogelpark Wassenaar im Jahre 1971. Der Brasilkauz wurde im Tierpark Berlin (Friedrichfelde) im Jahre 1972 zuerst gezüchtet. Die Erstzucht des Bartkauzes gelang 1974 dem Zoo Kopenhagen in Dänemark. Im Jahre 1976 gelang die Erstzucht des Elfenkauzes im Nationalzoo Washington (USA), des Malaienkauzes im Tiergarten Heidelberg und des Perlkauzes im Zoo Stuttgart (Wilhema).
www.zoodirektoren.de, www.zoo-ag.de, www.zootierliste.de, www.zoo-infos.org

Zur ältesten Form der Jagd findet man, dass „die nomadisch lebenden Reitervölker in Zentralasien“ als erstes „die Beizjagd ausgeübt haben“ und sich „die Technik der Beizjagd“ „im Laufe von 4.000 Jahren kaum verändert“ hat („ORDEN DEUTSCHER FALKONIERE“ (2010)). Die Beizjagd ist „die Jagd mit dem abgetragenen“ Greifvogel, wobei vor allem mit „Falken, aber auch mit Habichten, Sperbern und Adlern (Stein-, Kaiser- und Habichtsadler)“ gejagt wird (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)). Zu den Ursprüngen der Falknerei findet man des Weiteren in Kasachstan „zwischen 2.500 bis 1.800 Jahre“ alte Zeichnungen von Adlerjägern oder Falknern mit Sakerfalken aus der Broncezeit (“Der Falkner” (2005)), man findet auch „Bestattungen einer Oberschicht, die mit Falknerei zu tun“ hatte, die vor „rund 2000“ Jahren in China stattfanden und die vor „rund 1500“ Jahren in „Korea, Japan, Schweden und Norwegen“ stattfanden („ORDEN DEUTSCHER FALKONIERE“ (2014-2015)), man findet aber auch, dass „die Ursprünge der Falknerei“ umstritten sind und die Anfänge „im vorderen oder mittleren Orient, vielleicht auch im fernen Osten (Japan, China)“ liegen sollen (Blase: „Die Jägerprüfung“ (2007)).

Karl der Grosse „regelte die Falkenjagd durch Gesetze und verbot sie allen Unfreien“ (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) und es wird angegeben, dass man mitteleuropäische Gesetzestexte „bis zu 1.500 Jahre“ bezüglich der Falknerei zurückverfolgen kann („ORDEN DEUTSCHER FALKONIERE“ (2014-2015)). Kaiser Friedrich II aus dem 13. Jahrhundert („ORDEN DEUTSCHER FALKONIERE“ (2014-2015)) bzw. „der Hohenstaufenkaiser Friedrich II (1194-1250)“ (“Der Falkner” (2013)) bzw. der „Stauferkaiser Friedrich II (1194-1250)“ ("Lebendige Wildnis, Tiere der Nadelwälder" (1994)) schrieb sein Buch „De arte venandi cum avibus“ - „Die Kunst, mit Vögeln zu jagen“, welches „erstmals 1596 erschien“ (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder welches „erst 1596 in Augsburg gedruckt“ wurde (Bruns: „Ullstein Vogelbuch“) oder „das zwischen 1241 und 1248 verfasst wurde“ (Greifvögel und Falknerei 2013) „zusammen mit seinem Sohn Manfred“ (Trommer: „Greifvögel“). Das Werk umfasst „6 Bände“ (Trommer: „Greifvögel“) oder 7 Bände, in dem er auf das Gefieder, den Flug („Ruder-, Segel- und hüpfender Flug“), die Mauser, die Anatomie, das Zugverhalten, die Nahrung einging (Busching: „Einführung in die Gefieder- und Rupfungskunde“ (2005)) oder in dem er sein „reichhaltiges ornithologisches Wissen“, das er „durch Beobachtung, Forschung und Errichtung eines Greifvogelzoos bei Foggia“ im 13. jahrhundert gewann, zusammenfasste (Bruns: „Ullstein Vogelbuch“). Da Friedrich II in seinem Werk auch über „die natürliche Lebensweise und den Körperbau der verschiedenen Vögel“ schrieb, gilt er „als Begründer der Ornithologie” ("Lebendige Wildnis, Tiere der Nadelwälder" (1994)).

Am 18.08.2009 schlugen die 12 Staaten Belgien, Frankreich, Katar, Marokko, Mongolei, Slowakei, Saudi-Arabien, Spanien, Südkorea, Syrien, Tschechische Republik und die Vereinigten Arabischen Emirate in Abu Dhabi die Falknerei zur Aufnahme in die "Repräsentativen Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ der UNESCO vor (BEIZjagd 01/2010). Die Falknerei wurde am 16.11.2010 „von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt“ (www.falknerei.de). Im Jahre 2010 wurden die Länder Belgien, Frankreich, Katar, Marokko, Mongolei, Saudi-Arabien, Spanien, Südkorea, Syrien, Tschechische Republik und die Vereinigten Arabischen Emirate in die Weltliste eingetragen (“Der Falkner” ( 2013)), im Dezember 2012 kamen die Länder Österreich und Ungarn hinzu (“Der Falkner” (2013); BEIZjagd 9 (01/2012)) und im Jahre 2014 kam Deutschland hinzu (PIRSCH 01/2015) bzw. am 11.12.2014 kam Deutschland hinzu („Greifvögel und Falknerei“ (2015)).

Die heutigen Falkenhöfe sind „vor allem“ Bildungsstätten „für Falknerei- und Greifvogelkunde, um die Gesellschaft für den Schutz der Greifvögel und Falknerei zu gewinnen“ (“Der Falkner” (2013)).

 

Der 1946 als International Union of Directors of Zoological Gardens (IUDZG) gegründete Verband der Internationalen Zoologischen Gärten und Aquarien (World Association of Zoos and Aquariums (WAZA)) ist ein weltweites Zoonetzwerk mit „241 zoologischen Institutionen in 48 Ländern“ (Kleina, Flock: „Die Aufgaben der Zoologischen Gärten in Deutschland im Rahmen des Artenschutzes“, 2010). Die WAZA ist auch Mitglied der IUCN (Kleina, Flock: „Die Aufgaben der Zoologischen Gärten in Deutschland im Rahmen des Artenschutzes“, 2010).

Des Weiteren findet man für eine koordinierte Erhaltungszucht mehrere grosse Zusammenschlüsse (wikipedia.org):

Europa:
European Association of Zoos and Aquaria EAZA (www.eaza.net; ENGLISCH)

Amerika:
American Zoo and Aquarium Association AZA (www.aza.org; ENGLISCH)

Asien:
Japanese Association of Zoos and Aquariums JAZA (www.jaza.jp; www.jaza.jp/english.html‎; ENGLISCH)
South Asian Zoo Association for Regional Cooperation SAZARC (www.waza.org; ENGLISCH)
South East Asian Zoo Association SEAZA (www.seaza.org; ENGLISCH)

Australien/Ozeanien:
Australasian Species Management Program ASMP (www.zooaquarium.org.au; ENGLISCH)

Afrika:
African Association of Zoological Gardens and Aquaria PAAZAB (www.cango.co.za/PAZAAB-Accreditation.php; ENGLISCH)

Die European Association of Zoos and Aquaria EAZA startete 1985 mit den ersten Projekten im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP. Derzeit gibt es 150 Tierarten, die in EEP-Projekten betreut werden. Mit den Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen (EEP) versucht man, „in Gefangenschaft gezielt und koordiniert möglichst viele Jungvögel zu erzeugen, um so auf Wildfänge zur Erhaltung einer genetisch gesunden Zoopopulation verzichten zu können und zugleich einen Überschuss“ an Zootieren zu erhalten, wobei der Überschuss wiederum „Auswilderungsprogrammen zugeführt werden“ können (FALKE 07/2013). Weitere 140 Tierarten werden in kleineren Projekten (Europäische Zuchtbuchprogramme (ESB)) gezüchtet und betreut.

In europäischen Zoos werden rund 300 Tierarten, für die es nationale und internationale Zuchtprogramme (Wilhelma-Magazin: 03/2014/2015) gibt, gehalten. Mittels der Datenbank „Zims (Zoological information management system)“ werden die Daten bezüglich Herkunft, Altersstruktur der Population, verwandtschaftliche Beziehungen von „derzeit über 650 Zoos aus 70 Ländern von fünf Kontinenten … für über zwei Millionen Tiere in 10.000 Arten“ (Wilhelma-Magazin: 03/2014/2015) gespeichert.

Die amerikanische American Zoo and Aquarium Association AZA betreut über 500 Tierarten in verschiedenen Programmen (SSP: Species Survival Plan® Program, Zuchtbücher: AZA Regional Studbook, TAG: AZA Taxon Advisory Group).

In Form von Zuchtbüchern, deren Geschichte (laut Wikipedia) bis ins 2. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung zurückreicht, wird die Abstammung von Zuchttieren beglaubigt dokumentiert und zusammengefasst. Ziel ist es in allen Projekten, eine gesunde sich selbst erhaltene Population durch Verpaarungsempfehlungen, unter Vermeidung von Inzucht, aufzubauen und Auswilderungen vorzunehmen, um die wildlebende Population zu stärken bzw. zu vergrössern.

 

Zuchtprogramme / Zuchtbücher
Ordnung Habichtartige Greifvögel (kurz Habichtartige), lat. Accipitriformes
Kaiseradler oder östlicher Kaiseradler, lat. Aquila heliaca (früher Aquila heliaca heliaca)
Europa: Start/Beginn: 2012: ESB-Zuchtbuchinhaber: Zoo Liberec, www.zooliberec.cz
ESB-Stand 2013: ca. 20 beteiligte Institutionen

Harpyie, lat. Harpia harpyja
Amerika: Start/Beginn: 2006: Zuchtbuchinhaber, San Diego Zoo, www.sandiegozoo.org, (Raptor TAG)

AZA-Stand 30.09.2014 laut Webseite www.aza.org: 9 AZA-Zoos mit 14 Individuen

Seeadler, lat. Haliaeetus allicilla
Europa: Start/Beginn: 1995: EEP-Zuchtbuchinhaber: Belfast Zoological Garden, www.belfastzoo.co.uk
Stand: EAZA Jahrbuch 2007/2008: 56 beteiligte Institutionen

Riesenseeadler, lat. Haliaeetus pelagicus
Europa: Start/Beginn: 1995: ESB-Zuchtbuchinhaber: Zoo Moskau, www.moscowzoo.ru
Stand: EAZA Jahrbuch 2007/2008: 31 (+15) beteiligte Institutionen
ESB-Stand 31.12.2012: 73 beteiligte Institutionen 
Amerika: TAG-Programm: Program Officers: Binder Park Zoo: www.binderparkzoo.org und Disney’s Animal Kingdom park: https://disneyworld.disney.go.com/destinations/animal-kingdom

Sperbergeier, lat. Gyps rueppellii
Europa: Start/Beginn: 2012: ESB-Zuchtbuchinhaber: Fondazione Bioparco di Roma, www.bioparco.it
ESB-Stand 2014: 28 (+5) beteiligte Institutionen
Amerika: Start/Beginn: 2006: Zuchtbuchinhaber: Disney’s Animal Kingdom park: https://disneyworld.disney.go.com/destinations/animal-kingdom (Raptor TAG)

Gänsegeier (oder Weisskopfgeier), lat. Gyps fulvus
Europa: Start/Beginn: 1993: ESB-Zuchtbuchinhaber: Zoobotánico Jerez, www.zoobotanicojerez.com
Stand: EAZA Jahrbuch 2007/2008: 59 beteiligte Institutionen

Mönchsgeier (oder Kuttengeier), lat. Aegypius monachus
Europa: Start/Beginn: 1989: EEP-Zuchtbuchinhaber: Zoo Planckendael, www.planckendael.be (KMDA (Koninklijke Maatschappij voor Dierkunde van Antwerpen) bzw. RZSA (Royal Zoological Society of Antwerp): www.kmda.org)
Stand: EAZA Jahrbuch 2007/2008: 50 beteiligte Institutionen
EEP-Stand 2013: ca. 53 beteiligte Zoos
Amerika: Start/Beginn 1993: Zuchtbuchinhaber: Denver Zoological Gardens, www.denverzoo.org, (Raptor TAG)

Wollkopfgeier, lat. Aegypius occipitalis (früher: Trigonoceps occipitalis)
Europa: Start/Beginn: 2011: ESB-Zuchtbuchinhaber: Vogelpark Avifauna, www.avifauna.nl

Schmutzgeier, lat. Neophron percnopterus
Europa: Start/Beginn: 2002: EEP-Zuchtbuchinhaber: Zoo Prag, www.zoopraha.cz
Stand: EAZA Jahrbuch 2007/2008: 30 (+10) beteiligte Institutionen (Schmutzgeier, lat. Neophron percnopterus percnopterus
Stand: EAZA Jahrbuch 2007/2008: 11 beteiligte Institutionen (Gelbschnabel-Schmutzgeier, lat. Neophron percnopterus ginginianus)
Stand: EAZA Jahrbuch 2007/2008: 14 (+2) beteiligte Institutionen (nicht festgestellter Unterart)
Stand: EAZA Jahrbuch 2007/2008: 2 (+1) beteiligte Institutionen (Hybrid-Schmutzgeier)

Bartgeier (oder Lämmergeier), lat. Gypaetus barbatus
Europa: Start/Beginn: (1978) 1993: EEP-Zuchtbuchinhaber: Universität Wien, EGS Eulen- und Greifvogelzuchtstation Haringsee: www.egsoesterreich.org (Vulture Conservation Foundation Zürich www.4vultures.org)
Stand: EAZA Jahrbuch 2007/2008: 34 beteiligte Institutionen (Gypaetus barbatus barbatus)
Stand: www.zoodirektoren.de am 01.09.2009: 31 europäische Zoos, darunter 12 VDZ-Zoos
EEP-Stand
2013: ca. 35 beteiligte europäische Zoos

Bengalgeier oder Begalengeier, lat. Gyps bengalensis (früher: Pseudogyps bengalensis)
Europa: Start/Beginn: 2002: EEP-Zuchtbuchinhaber: Zoo Prag, www.zoopraha.cz
Stand: EAZA Jahrbuch 2007/2008: eine beteiligte Institution

Zwerggänsegeier oder Weissrückengeier, lat. Gyps africanus (früher: Pseudogyps africanus)
Amerika: Start/Beginn: 2006: Zuchtbuchinhaber: Los Angeles Zoo and Botanical Gardens, www.lazoo.org, (Raptor TAG)

Kapgeier oder Fahlgeier, lat. Gyps coprotheres
Amerika: Start/Beginn: 2006: Zuchtbuchinhaber: Los Angeles Zoo and Botanical Gardens, www.lazoo.org, (Raptor TAG)

Ohrengeier, lat. Aegypius tracheliotus (früher: Torgos tracheliotus)
Amerika: Start/Beginn: 2006: Zuchtbuchinhaber: Dallas Zoo, www.dallaszoo.com, (Raptor TAG)

Kappengeier, lat. Necrosyrtes monachus
Amerika: Start/Beginn: 2009: Zuchtbuchinhaber: Detroit Zoological Society, www.detroitzoo.org, (Raptor TAG)

 

Ordnung Sekretäre, lat. Sagittariiformes
Sekretär, lat. Sagittarius serpentarius
Europa: Start/Beginn: 2011: ESB-Zuchtbuchinhaber: Safari Park Beekse Bergen, www.safaripark.nl
ESB-Stand 2014: 18 beteiligte Zoos
Amerika: Start/Beginn: 2006: Zuchtbuchinhaber: Binder Park Zoo: www.binderparkzoo.org und Disney’s Animal Kingdom park: https://disneyworld.disney.go.com/destinations/animal-kingdom (Raptor TAG)

 

Ordnung Neuweltgeier, lat. Cathartiiformes
Andenkondor, lat. Vultur gryphus
Europa: Start/Beginn: 1993: EEP-Zuchtbuchinhaber: Bioparc de Doué la Fontaine, www.zoodoue.fr
Stand: EAZA Jahrbuch 2007/2008: 38 beteiligte Institutionen
EEP-Stand 2013: 47 beteiligte Zoos
Nordamerika: Start/Beginn: 1988: Zuchtbuchinhaber, Virginia Zoo, www.virginiazoo.org; (SSP; Raptor TAG)
Südamerika: Programa Conservación Cóndor Andino (The Andean Condor Conservation Program (PCCA))
Zoo Conservation Outreach Group (ZCOG) in Zusammenarbeit mit der Fundación BioAndina (FBA) und dem Zoo Buenos Aires (laut WIKIPEDIA seit 2016 geschlossen!); www.zcog.org (www.bioandina.org.ar)

Kalifornischer Kondor oder Kalifornienkondor, lat. Gymnogyps californianus
Nordamerika: Start/Beginn: 1988: Zuchtbuchinhaber: San Diego Zoo Safari Park www.sandiegozoo.org (SSP; Raptor TAG)

Königsgeier, lat. Sarcoramphus papa
Europa: Start/Beginn: 1996: ESB-Zuchtbuchinhaber: Burgers' Zoo, www.burgerszoo.nl, www.burgerszoo.de
Stand: EAZA Jahrbuch 2007/2008: 32 (+7) beteiligte Institutionen
ESB-Stand 2014 (Jahresbeginn): 39 beteiligte Zoos
Nordamerika: Start/Beginn: 1988: Zuchtbuchinhaber: Fort Worth Zoo, www.fortworthzoo.org, (SSP; Raptor TAG)

 

Ordnung Falkenartige Greifvögel (kurz Falkenartige), lat. Falconiformes
Halsband-Zwergfalke, lat. Polihierax semitorquatus
Amerika: Start/Beginn: 1996: Zuchtbuchinhaber, San Diego Zoo, www.sandiegozoo.org, (Raptor TAG)

Rötelfalke, lat. Falco naumanni
Europa: Start/Beginn: 2011: EEP-Zuchtbuchinhaber: Zoobotánico Jerez, www.zoobotanicojerez.com

 

Ordnung Eulen, lat. Strigiformes
Europa: keine EEP- und auch keine ESB-Projekte / Zuchtbuchinhaber des Europäischen Zoo- und Aquarienverbandes vorhanden.

Milchuhu oder Blass-Uhu, lat. Bubo lacteus
Amerika: Start/Beginn: 2006: Zuchtbuchinhaber: Sacramento Zoo, www.saczoo.org, (Raptor TAG)

Uhu oder Eurasischer Uhu, lat. Bubo bubo
Amerika: Start/Beginn: 2006: SSP: Species Survival Plan® Program: Sacramento Zoo, www.saczoo.org, (Studbook, Raptor TAG)

Schnee-Eule, lat. Bubo scandiacus (früher: Nyctea scandiacus)
Amerika: Start/Beginn: 2006: Zuchtbuchinhaber: Tulsa Zoo and Living, www.tulsazoo.org, (Raptor TAG)

Brillenkauz oder Grosser Brillenkauz, lat. Pulsatrix perspicillata (früher: Strix perspicillata)
Amerika: Start/Beginn: 1992: SSP: Species Survival Plan® Program: National Aviary, www.aviary.org, (Studbook, Raptor TAG)

Kanincheneule oder Kaninchenkauz oder Präriekauz oder Höhleneule, lat. Athene cunicularia (früher: Speotyto cunicularia)
Amerika: Start/Beginn: 1996: Zuchtbuchinhaber: Peoria Zoo, www.peoriazoo.org, (Studbook, Raptor TAG)

Neuseelandkuckuckskauz oder Kuckuckssperbereule oder Neuseeland-Boobook oder Kuckuckskauz, lat. Ninox novaeseelandiae novaeseelandiae
Australien/Ozeanien: Zuchtbuchinhaber (ZAA Morepork/Ruru Programm): Orana Wildlife Park www.oranawildlifepark.co.nz/
Stand 2014: 10 beteiligte Zoos

 

Ordnung der Stelzvögel oder Schreitvögel, lat. Ciconiiformes
Goliathreiher, lat. Ardea goliath
Start/Beginn: 2005: EEP-Zuchtbuchinhaber: Hilvarenbeek
Stand: EAZA Jahrbuch 2007/2008: 6 beteiligte EAZA-Institutionen

Schwarzschnabelstorch, lat. Ciconia boyciana
Start/Beginn: 2001: EEP-Zuchtbuchinhaber: (früher: Fuengirola?) Weltvogelpark
Stand: EAZA Jahrbuch 2007/2008: 11 beteiligte EAZA-Institutionen
Stand: www.zoodirektoren.de am 31.12.2012: 17 europäische Zoos, darunter 3 VDZ-Zoos

Schwarzstorch, lat. Ciconia nigra,
Start/Beginn: 1996: ESB-Zuchtbuchinhaber: Lodz
Stand: EAZA Jahrbuch 2007/2008: 66 beteiligte EAZA-Institutionen und 38 Nicht-EAZA- Institutionen

Abdimstorch oder Regenstorch, lat. Ciconia abdimi
Start/Beginn: 2002: ESB-Zuchtbuchinhaber: London
Stand: EAZA Jahrbuch 2007/2008: 12 beteiligte EAZA-Institutionen

Sattelstorch oder Afrika-Sattelstorch, lat. Ephippiorhynchus senegalensis
Start/Beginn: 2001: ESB-Zuchtbuchinhaber: Twycross
Stand: EAZA Jahrbuch 2007/2008: 24 beteiligte EAZA-Institutionen und 1 Nicht-EAZA- Institutionen
Register befindet sich „im französischen Villar les Dombes
Die europäische Erstzucht des Sattelstorchs gelang dem Tierpark Cottbus im Jahr 2012 (Verein der Förderer und Freunde des Tierpark Cottbus e.V.: „Marabu“ (1/2013)).

Marabu oder Afrika-Marabu, lat. Leptoptilos crumeniferus
Start/Beginn: 2002: ESB-Zuchtbuchinhaber: (früher: Fuengirola?) Weltvogelpark
Stand: EAZA Jahrbuch 2007/2008: 86 beteiligte EAZA-Institutionen und 17 Nicht-EAZA- Institutionen
Stand: www.zoodirektoren.de am 31.12.2012: 129 europäische Zoos, darunter 28 VDZ-Zoos

Kleiner Adjutant oder Sunda-Marabu, lat. Leptoptilos javanicus
Zuchtbuch/Zuchtbuchinhaber? Die europäische Erstzucht des Sunda-Marabu gelang dem Tierpark Cottbus im Jahr 2006 (Verein der Förderer und Freunde des Tierpark Cottbus e.V.: „Marabu“ (1/2013)).

Waldrapp, lat. Geronticus eremita
Start/Beginn: 1988: EEP-Zuchtbuchinhaber: (früher: Jerez-Frontera) Alpenzoo Innsbruck
Stand: EAZA Jahrbuch 2007/2008: 66 beteiligte EAZA-Institutionen
Stand: www.zoodirektoren.de 63 europäische Zoos, darunter 18 VDZ-Zoos

Nimmersatt oder Afrika-Nimmersatt, lat. Mycteria ibis,
Start/Beginn: ?: ESB-Zuchtbuchinhaber: Fuengirola
Stand: EAZA Jahrbuch 2007/2008: ? beteiligte EAZA-Institutionen

Hammerkopf, lat. Scopus umbretta
Start/Beginn: ?: ESB-Zuchtbuchinhaber: Fuengirola
Stand: EAZA Jahrbuch 2007/2008: ? beteiligte EAZA-Institutionen

 

Internationaler Geierjahrestag oder Welt-Geier-Tag (International Vulture Awareness Day):
Seit dem September 2009 wurde der jeweils erste Samstag im September zum Internationalen Geierjahrestag oder Welt-Geier-Tag (The Hawk Conservancy Trust: www.hawk-conservancy.org; www.vultureday.org (ENGLISCH)) erklärt.

Teilnehmer in/aus Deutschland
Zoo Dresden (erstmals 2016)
Weltvogelpark Walsrode (erstmals 2016)
Allwetterzoo Münster (erstmals 2017)
Tierpark Bochum (erstmals 2018)

09.03. Die Greifvögel und Eulen, von Vereinen, Organisationen, Sonstigem
Die von Prof. Bernhard Grzimek „als Förderverein für den Frankfurter Zoo wieder neu“ gegründete „Zoologische Gesellschaft Frankfurt von 1858 e.V.“ (kurz: ZGF) „unterstützt weltweit 30 unterschiedliche Programme und Projekte in 18 Ländern“ (Quelle www.zgf.de). Die Ursprünge gehen zurück bis ins Jahr 1858 als damals die Zoologische Gesellschaft „von Frankfurter Bürgern zur Einrichtung eines Zoos gegründet“ wurde (Quelle www.zgf.de). www.zgf.de; https://fzs.org/de/

Der „NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.“ geht auf den „am 01. Februar 1899“ (NABU: „Naturschutz-heute“ (01/2010)) „in Stuttgart“ (Quelle: www.nabu.de) von Lina Hähnle gegründeten „Bund für Vogelschutz“ (NABU: „Naturschutz-heute“ (01/2010; 4/2017; www.nabu.de) zurück. www.nabu.de (www.schreiadlerschutz.de; www.rotmilan.de; www.ag-wanderfalken.de; www.wanderfalkenschutz-rlp.de; www.agw-bw.de; www.vogel-des-jahres.de; www.stunde-der-gartenvoegel.de)

Der „Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.“ (kurz: LBV) geht zurück auf die im Jahre 1909 durch den Freiherrn Hermann von Gebsattel gegründete „Staatlich autorisierte Vogelschutzkommission für Bayern“, eine Veranlassung des Königlich Bayrischen Innenministers (LBV-Vogelschutz 04/2014, 03/2018). www.lbv.de (www.steinadlerschutz.de; www.stunde-der-wintervoegel.de; www.vogel-des-jahres.de)

Die oberen Fotos wurden über den Zugang in die Falknerei Reichsburg Cochem gemacht.

Das obere Foto wurde im Greifvogelpark / Falknerei Katharinenberg aufgenommen.

Wanderfalke mit Haube (aufgenommen in der Falknerei Lindl (in Oberfrauenau (bei Zwiesel))

Das nachfolgende Foto wurde im Zoo Vivarium Darmstadt aufgenommen und zeigt die Titelseite des EEP-Jahrbuchs 1991-1992.

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LBV Werbeplakate in Nürnberg (oben) und LBV Musterfutterstelle für Wildvögel im Winter (Erlangen Botanischer Garten; unten)

Die 1961 gegründete „Umweltstiftung WWF Deutschland ist eine rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts“ und „führt den Namen "WWF Deutschland"“ (kurz: WWF; „WWF steht für "World Wide Fund For Nature", auf Deutsch "Welt-Naturstiftung"“ (Quelle: www.wwf.de). Mit dem „Startkapital von 85.000DM“ wurde sich unter anderem „für die Rettung nordeuropäischer Greifvögel“ eingesetzt und heute hat der WWF weltweit „mehr als 13.000 Schutzprojekte in über 150 Ländern mit rund 7,3 Milliarden Euro finanziert“ (Quelle: www.wwf.de). www.wwf.de, www.wwf.at, www.wwf.ch

WWF Werbeplakate in Nürnberg                                                                      .

Die „Deutsche Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Eulen e.V.“ (kurz: „AG Eulen“), ein „Zusammenschluss deutschsprachiger Eulenfachleute“ „betreibt Naturschutz- und Artenschutz, indem sie Wissen und Erfahrung zur Biologie und zum Schutz der Eulen sammelt, bewertet und weitergibt“ (Eulenrundblick 63, 64, 65, 66, 67, 68). Offiziell trägt der Verein den Namen „seit dem 5. Februar 2009, dem Tag der Eintragung in das Vereinsregister“, die Anfänge reichen jedoch zurück bis in die „1950er und 1960er“ Jahre, denn aufgrund der drastischen Rückgänge „der Steinkauz- und Schleiereulen-Brutbestände“ schlossen sich damals Eulenschützer zusammen (FALKE-Sonderheft „Eulen in Deutschland“ (2014)) www.ageulen.de.

„Die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.“ (kurz: EGE) „ist ein Zusammenschluss engagierter Praktiker und Wissenschaftler im Naturschutz“ (Prospekt: „Eulen brauchen mehr als den Schutz der Dunkelheit – Die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.“). Die Anfänge reichen zurück bis zur 1973 „gegründeten AzWU“ (FALKE-Sonderheft „Eulen in Deutschland“ (2014)), „der Aktion zur Wiedereinbürgerung des Uhus (AzWU)“, aus der die EGE 1990 hervorgegangen ist (Prospekt: „Eulen brauchen mehr als den Schutz der Dunkelheit – Die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.“) www.egeeulen.de.

Der „Landesverband Eulen-Schutz in Schleswig-Holstein e.V.“ (kurz: LVE) hatte seit seiner Gründung 1981 vorrangig „zwei Ziele: die Wiedereinbürgerung des Uhus nach 150 Jahren Abwesenheit und die Rettung der letzten Schleiereulen und Steinkäuze nach dem Kältewinter 1978/79“ (Eulenrundblick 62). Des Weiteren wurde parallel Artenhilfsprogramme für die Schleiereulen und die Steinkäuze gestartet (Eulenrundblick 62; 68), so dass für die Schleiereulen und die Steinkäuze „seit 1981 in vielen Regionen Schleswig-Holsteins Tausende von Nisthilfen ausgebracht“ wurden („Eulenwelt“ 2012). www.eulen.de

Im seit 1988 laufenden Forschungsprojekt „Monitoring Greifvögel und Eulen Europas“ der Martin-Luther Universität Halle, seit 2002 des „Fördervereins für Ökologie und Monitoring von Greifvogel- und Eulenarten e.V.“ (Mammen: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 7, 2017; "Ornithologische Mitteilungen", Jahrgang 69: Nr. 7/8/2017) werden von Kontrollflächen „jährlich Daten zur Reproduktion und zum Bestand der Greifvögel und Eulen zusammengetragen“ (Mammen: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 7, 2017), so dass auf Grundlage der „Monitoring-Datenbank eine Berechnung der Bestandsentwicklung in Deutschland möglich“ ist (Stubbe/Mammen: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 6, 2009). www.greifvogelmonitoring.de (MEROS)

Die seit 2001 existierende Stiftung Artenschutz setzt für den Erhalt hochbedrohter Tierarten (auf der philippinischen Insel Negros: Welt-Erstzuchterfolg des Philippinen-Uhus oder Streifenuhus, lat. Bubo philippensis; in Kambodscha als Partner des „Cambodia Vulture Conservation Project“: Wiederansiedlung der Geierpopulationen durch Futterstellen („Geier-Restaurants“), in der Provinz Preah Vihea speziell für Bengalgeier; etc.) ein. www.stiftung-artenschutz.de / www.zgap.de (ACCB-Projekt: www.accb-cambodia.org (ENGLISCH)); www.save-vultures.org (ENGLISCH)).

Webseiten der und auch anderer/weiterer Vereine/Organisationen: "Webseiten bezüglich der Greifvögel und Eulen …"

Eine genaue Anzahl (welche und wie viele) aussereuropäische Greifvogel, Eulen- und Schwalmarten von rein privaten Züchtern in Deutschland gehalten werden, (Einrichtungen, wie Falknereien, Vogelparks, Zoos, Wildparks etc. sind nicht gemeint) kann nicht einmal angegeben werden, da einerseits in Deutschland derzeit 238 „untere Naturschutzbehörden“ (Kreisbehörden, Regierungspräsidien oder Zentralbehörden in den jeweiligen Bundesländern (Stand Dezember 2011)) für den Vollzug der Artenschutzbestimmungen zuständig sind und andererseits es keine zentrale Datenbank (für eine entsprechende Gesamtauskunft) gibt. Andererseits findet man, dass 1979 „der Gesamtbestand der in Gefangenschaft gehaltenen Greifvögel für Baden-Württemberg“ in den 4 Regierungsbezirken 1.067 Greifvögel betrug, dass am 17.01.1990 „allein im Regierungsbezirk Karlsruhe 742 Greifvögel in Gefangenschaft“ lebten, dass „für diesen Regierungsbezirk 1.192 Greife“ zwischen 1980 und 1989 gemeldet waren (Landesamt für Umweltschutz Baden-Württemberg: „Schützen wir unsere Greifvögel“ (1991)).

Infotafel der Stiftung Artenschutz (aufgenommen im Tierpark Straubing)

Aus der „Kampagne „Tatort Tier“- gemeinsam gegen den illegalen Wildtierhandel“ der Stiftung Artenschutz in Zusammenarbeit mit der TRAFFIC, dem deutschen Zoll und dem WWF. Eine Ausstellung in 19 internationalen Partnerinstitutionen der Stiftung Artenschutz. (Aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)

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So wie Privatpersonen ihre Berufung im Schutz der Greifvögel und Eulen sehen, initiieren Universitäten Forschungsprojekte und sponsern oder unterstützen Wirtschaftsunternehmen das Engagement für den Erhalt der Greifvögel und Eulen.

Im von der Ruhr-Universität Bochum initiierten Panay Eco-Social Conservation Project (PanayCon) wird versucht, „die bedrohte Artenvielfalt“ auf den philippischen Inseln Panay und Negros „vor der Ausrottung“ durch 2 Ausrichtungen „>Schutz mit und durch den Menschen<“ und „>Forschung für den Schutz<“ zu bewahren (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 2015“). Im Rahmen einer Exkursion „konnten v.a. Rufe des Philippinenkauzes (Ninox philippensis) und des Philippinen-Froschmauls (Batrachostomus septimus menagei) identifiziert und aufgezeichnet werden“, wobei beide Arten öfters gehört wurden und die Zeit und der Ort des Auftretens sehr variabel war (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 2017“). Des Weiteren konnte man zu einer „Exkursion zum trockenen Bett des Balunao-Flusses“ eine Philippinen-Ohreule (Otus nigrorum) identifizieren (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 2017“). Auch an einem weiteren Tag konnten „Rufe des Philippinenkauzes (Ninox philippensis) und der Philippinen-Ohreule (Otus nigrorum)“ vernommen werden (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 2017“). Im Rahmen einer weiteren Exkursion im April 2018 „waren der Philippinenkauz (Ninox philippensis) und das Philippinen-Froschmaul (Batrachostomus septimus menagei) die am häufigsten identifizierten Vögel“ (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 2018“).

Herr Fischer kaufte 1905 die kleine Chemische Fabrik Ludwig Hoerth, entwickelte 1932 den „ersten gebrauchsfertigen, glasklaren Kunstharz-Klebstoffes der Welt“ und gab dem „Produkt den Namen eines Vogels: "UHU Der Alleskleber"“ (Quelle: www.uhu.de: Firmenhistorie der UHU GmbH & Co. KG). Die UHU GmbH & Co. KG unterstützte die 1973 gegründete Aktion zur Wiedereinbürgerung des Uhus (AZWU; vergl. www.egeeulen.de) von 1982 bis 1986.

Herr Adler gründete im Jahre 1948 sein gleichnamiges Unternehmen Adler, ein Mode- und Bekleidungsunternehmen (www.adler.de). Seit dem Jahre 1989 investierten das Unternehmen Adler und deren Kunden „weit über“ eine halbe Million Mark und unterstützten das Singer Forschungsteam vom Institut für Landwirtschaftsökologie und Naturschutz (Adler Modemärkte GmbH: „10 Jahre Projekt Fischadler“). Die Forscher statteten die „Fischadler mit Farbringen und Miniatursendern“ aus und entnahmen unbefruchtete Eier den Nestern und den Fischadlern Blutproben (Adler Modemärkte GmbH: „10 Jahre Projekt Fischadler“). Es wurden Resteier, „die im Fischadlernest bei der Beringung von Nestlingen gefunden“ wurden, vermessen, dann wurde „der Ei-Inhalt aus der Schale gelöst, damit die Analyse im Hinblick auf Rückstände von Umweltgiften möglich“ war und dann wurde die Eischale rasterelektronenmikroskopisch untersucht (Adler Modemärkte GmbH: „10 Jahre Projekt Fischadler“). Im Zeitraum „von 1995 bis 1999 wurden knapp 2.000 Fischadlernestlinge mit Farbkennringen beringt“ (Adler Modemärkte GmbH: „10 Jahre Projekt Fischadler“).

Die Allianz (www.allianz-umwelt.de) führt aktuell bei Ihren Kunden die Aktion „E-Mail statt Brief“ durch und engagiert sich bei einer Umstellung des Kommunikationswegs zur E-Mail mit einem Engagement in verschiedene Umweltprojekte. Dazu zählen als Wunschprojekte „Die Jagdgründe des Rotmilans erhalten“ in der Uckermark/Brandenburg, einem aus „über 590 Seen“, naturnahen Wäldern „und landwirtschaftlich genutzte Flächen“ bestehenden Gebiet, welches zu über 60% unter Natur- oder Landschaftsschutz steht, in dem „Blühstreifen und Brachflächen“ zugelassen werden sollen, um den Lebensraum vor allem der Kleinsäuger zu verbessern, die wiederum die Beute der Greifvögel bzw. der Rotmilane sind (www.allianz-umwelt.de)) und „Nistmöglichkeiten für den Steinkauz bereitstellen“ in der Rhön, weil in der Rhön werden oft ältere Bäume oder Totholz entfernt werden, so dass die Gefahr besteht, „dass sich einzelne Populationen des Steinkauzes isolieren“, was man mit zusätzlichen Brutalternativen oder Nistkästen verhindert möchte und eine Erschliessung neuer Steinkauz-Lebensräume ermöglichen möchte (www.allianz-umwelt.de).

09.04. Die Greifvögeln und Eulen, vom Vogelring bis zur Videoüberwachung
Der dänische Lehrer Mortensen begann 1899 „mit der systematischen Markierung von Vögeln, um auf diesem Weg ihren Verbleib im Winter zu ergründen“ und „er versah Fussringe mit seiner Adresse und hoffte, der Finder eines solchen Ringes würde ihm per Post antworten“ und das Experiment gelang (Pro Ring e.V.: „Vogelberingung gestern und heute“). Man findet auch, dass der dänische Lehrer Hans Cornelius Mortensen im Herbst 1899 165 Stare und 2 Haussperlinge beringte, was als „Geburtsstunde der heutigen wissenschaftlichen Vogelberingung“ galt „und damit einer Forschungsmethode, die auf individueller Markierung beruht“ (FALKE 09/1999). Aufgrund der Beringung können Rückschlüsse zum Vogelzug, zur Altersstruktur einer Population, zur Bestandsveränderung aufgrund „von standardisierten Methoden“, ermittelt werden (Pro Ring e.V.: „Vogelberingung gestern und heute“). Auch kann die Populationsgrösse „genauer abgeschätzt werden und die Effektivität von Schutzmassnahmen für bestimmte Arten und/oder Gebiete“ besser festgestellt werden (Pro Ring e.V.: „Mitgliedsantrag“).

Jedes Jahr werden so beispielsweise in Deutschland ca. 250.000 Vögel von ca. 1000 ehrenamtlichen Vogelberingern und in Grossbritannien ca. 750.000 Vögel von 2000 Personen beringt (FALKE 10/2003). Die Anzahl der ehrenamtlichen Vogelberinger wird 10 Jahre später mit etwa 800 Vogelberingern in Deutschland und 8600 Vogelberingern in Europa angegeben (FALKE Sonderheft „Vogelzug“ (2013)).

15 Millionen Vögel von deutschen Beringungszentralen (Pro Ring e.V.: „Vogelberingung gestern und heute“) beringt.

Die Vogelringe oder Metallringe enthalten Zahlen und Buchstaben mit der eine individuelle Identifizierung möglich wird (FALKE-Sonderheft „Vogelzug“ (2013)). Zur besseren Erkennbarkeit aus der Ferne wurden zusätzlich Buntringe eingeführt (FALKE Sonderheft „Vogelzug“ (2013)). In den Jahren 1998 bis 2005 wurden in einigen Untersuchungsgebieten in Sachsen-Anhalt 789 Rotmilane, 278 Schwarzmilane und 1.409 Mäusebussarde mit Flügelmarkierungen versehen (Stubbe/Mammen: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 6, 2009). Im Ergebnis der 8 Untersuchungsjahre führten die Flügelmarkierungen zu einer „Erhöhung der Individualerkennung und generellen Rückmeldequote aus dem In- und Ausland“ und man dokumentierte „3.419 Beobachtungen von 789 lebenden Individuen und 139 Todfunde“ (Stubbe/Mammen: „Populationsökologie von Greifvogel- und Eulenarten“, Band 6, 2009).

Es gibt im deutschsprachigen Raum die vier Vogelwarten „Helgoland“ (zweitälteste Vogelwarte der Welt: www.vogelwarte-helgoland.de oder www.ifv-vogelwarte.de) in Wilhelmshaven, „Hiddensee“ (www.beringungszentrale-hiddensee.de; www.lung.mv-regierung.de/beringung) in Stralsund, „Radolfzell“ (www.orn.mpg.de; auch für Österreich zuständig) in Radolfzell und „Sempach“ (www.vogelwarte.ch) in der bzw. für die Schweiz zuständig in Sempach (FALKE 09/1999). Bei den Beringern der Vogelwarte Helgoland zählt zu den 5 häufigsten beringten Nichtsingvögeln die Schleiereule und die Schleiereule zählt auch zu den 5 häufigsten Nichtsingvögeln, die gefunden wird (FALKE 09/1999). Bei den Beringern der Vogelwarte Hiddensee zählt zu den 5 häufigsten beringten Nichtsingvögeln der Turmfalke und die Schleiereule zählt zu den 5 häufigsten Nichtsingvögeln, die gefunden wird (FALKE 09/1999). Bei den Beringern der Vogelwarte Radolfzell zählen zu den 5 häufigsten beringten Nichtsingvögeln die Schleiereule und der Turmfalke, gefunden jedoch werden die Schleiereule, der Mäusebussard und der Turmfalke am meisten (3 von 5, der am häufigsten gefundenen Nichtsingvögeln (FALKE 09/1999). Runde 17 Millionen Vögel wurden seit dem Beginn des Jahrhunderts durch die Beringer der Vogelwarten Helgoland, Hiddensee und Radolfzell beringt (FALKE 09/1999). Jedes Jahr werden in Europa 3,8 Millionen Vögel (FALKE 09/1999) beringt. Zur heutigen Grössenordnung bezüglich der Beringung mit „Helgoland Ringen“ findet man: „Seit 1909 wurden 8.958.725 Vögel aus insgesamt 585 Arten (oder unterscheidbaren Unterarten) mit Helgoland-Ringen markiert (Stand 31.12.2008), von denen etwa 250.000 wiedergefunden worden sind. Dabei machen nur 50 Arten allein über 81 % aller Wiederfunde aus“ (FALKE 04/2010). In Deutschland wurden bis 1960 „über 4 Millionen Vögel beringt“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)). Mittlerweile sind über 120 Millionen Vögel in Europa und mehr als 20 Millionen Vögel in Deutschland („Vögel in Deutschland“: 2012; FALKE Sonderheft „Vogelzug“ (2013)) beringt. Im Jahr 1939 wurde die EURING Europäische Union für Vogelbringung, ein „Zusammenschluss aller 39 europäischen Beringungszentralen und einiger, weiterer, aussereuropäischer Zentralen“ gegründet (FALKE Sonderheft „Vogelzug“ (2013)).

European Colour-Ring Birding (ENGLISCH): www.cr-birding.org

Im Zeitraum 1909 bis 1998 (FALKE 02/2011) wurden in zehn europäischen Ländern 5720 Baumfalken (allein schon über 1000 in Berlin und Brandenburg) beringt. Von weltweit 20.000 bis zum Jahre 2000 beringten Wanderfalken wurden allein in Deutschland 6.500 Wanderfalken beringt. In Baden Württemberg wurden 4250 Wanderfalken beringt. Nur so konnten und können auch heute noch wertvolle Erkenntnisse bezüglich der Bestandsentwicklung herauskommen, zusammengefasst und dokumentiert werden. Schliesslich bekommt man die Erkenntnisse erst, wenn man die Vögel auch wieder einfängt oder findet. So findet man beispielsweise nur jeden 2000-sten Teichrohrsänger und jede 5-te Schleiereule wieder (FALKE 10/2003). Die ersten Fischadler wurden in Deutschland 1928 beringt (naturgucker: 25: Juli/August 2016).

Im Zeitraum von 1964 bis 2015 wurden laut der Vogelwarte Hiddensee 17.940 Waldkäuze beringt und von diesen wurden 2.241 Waldkäuze wiedergefunden (Gefiederte Welt 03/2017).

In den Jahren 1955 bis 1996 wurden in Schweden 1715 Bartkäuze beringt und von diesen wurden 217 Bartkäuze „entweder tot wiedergefunden oder lebend, meist als Brutvogel zum Teil mehrmals kontrolliert“ (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)).

Nach dem Jahre 1945 wurden eine Vielzahl von Greifvögeln und Eulen einerseits beringt und andererseits gab es auch entsprechende Wiederfunde, „Fernfunde nach 1945” (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)).
000.155 beringte Merline und die Wiederfundquote lag bei 4,5%
000.378 beringte Rauhfussbussarde und die Wiederfundquote lag bei 2,9%
000.544 beringte Kornweihe und die Wiederfundquote lag bei 5,0%
000.633 beringte Schreiadler und die Wiederfundquote lag bei 2,5%
002.196 beringte Wespenbussarde und die Wiederfundquote lag bei 3,3%
003.368 beringte Seeadler und die Wiederfundquote lag bei 17,3%
004.543 beringte Baumfalken und die Wiederfundquote lag bei 2,3%
006.579 beringte Wiesenweihen und die Wiederfundquote lag bei 1,6%
011.337 beringte Fischadler und die Wiederfundquote lag bei 10,4%.
011.363 beringte Schwarzmilane und die Wiederfundquote lag bei 2,9%
014.372 beringte Wanderfalken und die Wiederfundquote lag bei 5,4%
030.696 beringte Habichte und die Wiederfundquote lag bei 4,6%
031.124 beringte Rotmilane und die Wiederfundquote lag bei 4,9%
038.390 beringte Rohrweihen und die Wiederfundquote lag bei 1,9%
052.269 beringte Sperber und die Wiederfundquote lag bei 3,6%
071.749 beringte Mäusebussarde und die Wiederfundquote lag bei 5,9%
174.240 beringte Turmfalken und die Wiederfundquote lag bei 2,4%

001.444 beringte Sumpfohreulen und die Wiederfundquote lag bei 3,4%
300.126 beringte Sperlingskäuze und die Wiederfundquote lag bei 1,6%
015.889 beringte Uhus und die Wiederfundquote lag bei 3,4%
019.480 beringte Waldohreulen und die Wiederfundquote lag bei 2,8%
029.276 beringte Rauhfusskäuze und die Wiederfundquote lag bei 1,2%
032.466 beringte Waldkäuze und die Wiederfundquote lag bei 1,2%
114.938 beringte Steinkäuze und die Wiederfundquote lag bei 1,2%
184.603 beringte Schleiereulen und die Wiederfundquote lag bei 6,6%

794 beringte Ziegenmelker und die Wiederfundquote lag bei 1,9%

Zusätzlich dokumentierte man die Ringfunde (Bairlein, Dierschke, Dierschke, Salewski, Geiter, Hüppop, Köppen, Fiedler: „Atlas des Vogelzugs; Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel“ (2014)).
1 Ringfund zum Steinadler
1 Ringfund zum Würgfalken
1 Ringfund zum Rötelfalken
2 Ringfunde zum Gänsegeier

Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten (LAG VSW): www.vogelschutzwarten.de
Datenbank / Studien (i.d.R. ENGLISCH): www.movebank.org
Europäische Union für Vogelberingung EURING (ENGLISCH): www.euring.org
Pro Ring e.V.: www.proring.de

Laut Naturschutzgesetz darf nur der Ring (den man wie abbekommt, um den Fund zu melden?) mitgenommen werden, der tote Vogel muss liegen bleiben. Selbst bei einem Jäger, der einen toten Mäusebussard findet, ist die rechtliche Situation umstritten. In der Zeitschrift JÄGER 04/2014 heisst es dazu: „Während das nach §1 Bundesjagdgesetz gewährte ausschliessliche Aneignungsrecht des Jagdausübungsberechtigten den Inbesitznahmeverboten des Naturschutzrechts grundsätzlich als spezielle Regelung vorgeht, so dass ein tot im Revier gefundener Mäusebussard mitgenommen werden darf, wird dies teilweise (wenn auch mit wenig überzeugenden Argumenten) bei EU-rechtlich streng geschützten Wildarten anders gesehen.
Meldung von „gefundenen Ringen“: www.ring.ac

In den späten 60er und den frühen 70er Jahren wurden die ersten Geier in Namibia beringt, so dass inzwischen Ohrengeier, lat. Torgos tracheliotos, Kapgeier oder Fahlgeier, lat. Gyps coprotheres, Zwerggänsegeier oder Weissrückengeier, lat. Gyps africanus und Wollkopfgeier, lat. Aegypius occipitalis beringt wurden (E-Mail (Antwort) vom 23.11.2015 von H. Kolberg). Im Durchschnitt werden in Namibia ca. 8000 Vögel, hauptsächlich Sperlingsvögel, beringt (E-Mail (Antwort) vom 23.11.2015 von H. Kolberg).
THE SOUTH AFRICAN BIRD RINGING UNIT: SAFRING, Animal Demography Unit (ENGLISCH): http://safring.adu.org.za

Nach einer US-Studie (FALKE 10/2011) kommt es beim wissenschaftlichen Vogelfang mittels Japannetzen bei 620.997 Fängen durch erfahrene Beringer, das „Datenmaterial stammte von 22 Vogelberingungsorganisationen quer über die USA und Kanada aus über zwanzig Jahren von 188 Vogelarten“, kaum (0,59 % Verletzungen; 0,23 % Todesfolge) für die Vögel zu Verletzungen.

Durch eine Auswertungen von „Langzeitberingungsprogrammen von zwei Gebieten“ der Zeiträume von 1971 bis 2010 und von 1983 bis 2009 aufgrund von „Daten von 14.735 bzw. 18.052 Vögeln aus der Coyote Creek Field Station“ kam heraus, dass in Zentralkalifornien „die Vögel größer und kräftiger“ werden (FALKE 06/2012).

In den Jahren 1984 und 1995 (Falke 05+06/1997) begann man in den USA in Pionierversuchen mittels Satelliten-Telemetrie Untersuchungen zum Vogelzug beim Weisskopfseeadler (am 19.03.1985 angebracht), beim Riesensturmvogel, beim Trompeterschwan und beim Pfeifschwan durchzuführen. Drei Streckenmessungen von Schleiereulen haben ergeben, dass Schleiereulen weite Strecken fliegen können, denn Messungen ergaben Strecken von 1650 km, von 1832 km und 1778 km (Falke 02/1995). In einer spanischen Untersuchung (Falke 08/1995) wurde festgestellt, dass sich junge Schleiereulen im ersten Jahr nur bis zu 50 km vom Nest entfernen. Aufgrund einer Besenderung eines Schreiadlers (Falke 09/1995) stellte man fest, dass ein Schreiadler (neben dem genauem Flugweg) von seinem Brutrevier in Mecklenburg-Vorpommern bis zum Winterquartier im südlichen Sambia und wieder zurück 17.880 km flog. Aufgrund einer Analyse des kompletten Herbstzugs wurde ein Schlangenadler (Falke 06/1999) am 29. Juli 1996 eingefangen und mit einem Satelliten-Sender mit Solarbetrieb „ausgerüstet“. Der Sender des Schlangenadlers wurde 78 Tage lang bis zu 10x täglich (zusammen insgesamt 506x) geortet, so dass man zum ersten Mal alle Übernachtungsplätze geortet hat und die Tagesleistungen, die zwischen 17 und 467km (im Mittel 234km) lagen, dokumentieren konnte. Im Vergleich dazu (Falke 06/1999) legen Fischadler und Schreiadler Tagesleistungen von über 500km zurück. 16 Steppenadler (Falke 01/2005) wurden in den Durchzugs- und Überwinterungsgebieten mit Satelittensendern im Zeitraum November 1992 bis November 1997 versehen und wurden bis zu 13,5 Monaten und bis zu 17.100 km weit mit über 3700 Ortungen beobachtet, um die Zugrouten aufzeichnen zu können. Des Weiteren gab man an, dass die Satelittensender keine Haut- oder Gefiederschäden verursachten (Falke 01/2005).

Bei der Satellitentelemetrie / Sattelitenortung (FALKE 07/2006; 07/2009) wird der Sender am Vogel befestigt und die Signale werden dann über den Satelliten zur Bodenstation gesendet. Als einen der ersten Vögel erforschte man den Storch, genau genommen wurden über 120 Störche mit entsprechenden Sendern ausgestattet.

Im Jahre 2004 (FALKE 07/2009) wurde eine Vielzahl an Fischadlern, Schreiadlern und Schelladlern mit Satellitensendern ausgestattet. Inzwischen gibt es auch entsprechende Projekte mit Steppenadlern, Westlichen Kaiseradlern, Seeadlern, Weisskopfseeadlern, Harpyien, Schwarzmilanen, Rotmilanen, Schlangenadler, Wespenbussarde, Baumfalken, Bartgeiern (zum Beispiel: www.bartgeier.ch oder www.wild.uzh.ch/bg/index.htm), Wiesenweihen (zum Beispiel: www.grauwekiekendief.nl) und Uhus.

In den Jahren von 2005 bis 2008 wurden 20 nordwesteuropäische Wiesenweihen („aus den Niederlanden, Deutschland und Dänemark“) und 10 nordosteuropäische Wiesenweihen („aus Polen und Weißrussland“) mit Satelitensendern ausgestattet (FALKE 07/2009), um die Zugrouten zu analysieren. Im Ergebnis stellte man fest, dass etwa ¾ der nordwesteuropäische Wiesenweihen (FALKE 07/2009) über Frankreich und Spanien und das andere ¼ zog über Italien und Sardinien in ihr Überwinterungsgebiet (südliches Mauritanien, Senegal und Mali: Binnendelta des Niger) hin- und wieder zurückzog. Die nordosteuropäische Wiesenweihen (FALKE 07/2009) fliegen im Herbst zum Überwinterungsgebiet (westlicher „Niger und NW-Nigeria, westlich bis Burkina Faso“) über Griechenland und Kreta und kommen im Frühjahr über Italien und Sardinien zurück.

14 Wiesenweihen wurden zwischen 2006 und 2008 in den „Brutgebieten in Nordostspanien mit Satellitensendern versehen“ und man stellte aufgrund der Aufzeichnungen fest, dass die Zugwege im Frühjahr und im Herbst „zwischen Europa und Westafrika in einem relativ engen Korridor zwischen der Küste Marokkos und der westlichen Sahara und der Westgrenze von Algerien“ stattfanden und der Zugweg im Herbst westlicher stattfand (FALKE 11/2012).

Die Weltarbeitsgruppe Greifvögel stattete seit 1992 im „Rahmen eines internationalen Langzeitprojekts“ fast 200 Greifvögel (2001-2011: 12 Wespenbussarde, seit 1992 über 100 Schreiadler und des Weiteren Fischadler, Rotmilane, Schwarzmilane und Baumfalken) mit Satellitensendern („Vögel in Deutschland“: 2012) aus. Die mit Satellitensendern ausgestatteten Greifvögel können „nahezu punktgenau“ geortet werden und die Jahresrouten werden mittlerweile vollständig und „sogar in mehreren aufeinanderfolgenden Jahren“ dokumentiert („Vögel in Deutschland“: 2012).

In der Zwischenzeit gibt es die GPS-Satelitten-Telemetrie mit solarbetriebenen Sendern, die auch schon erfolgreich bei Fischadlern, Kaiseradlern, Schelladlern, Schreiadlern und Schwarzmilanen eingesetzt werden. Durch die Satelliten-Telemetrie (FALKE 07/2006) lassen sich die Abflugdaten vom Geburtsort und auch Ankunftsdaten bei Rastplätzen und Winterquartieren überwachen. Des Weiteren (FALKE 07/2006) werden Kenntnisse über die genaue Flugroute, die Geschwindigkeit und die Verweildauer gewonnen.

Wildtierbeobachtung aus dem All (Icarus Initiative: International Cooperation for Animal Research Using Space): www.icarusinitiative.org (ENGLISCH)
Projekte mit Sendern an Greifvögeln: www.aquila-it.pl (ENGLISCH)

Aus den neusten Forschungserkenntnisse über Harpyien wurden am 14.11.2011 auf dem „IX CONGRESO DE ORNITOLOGIA NEOTROPICAL“ und gleichzeitig dem „VIII CONGRESO PERUANO DE ORNITOLOGÍA“ wurde bekanntgegeben: In den Jahren 2006 bis 2009 wurden (Ruth Muñiz López u.a.) im nordöstlichen Ecuador 2 wilde Harpyien (Jungvögel unter 3 Jahren) mit GPS-Sendern versehen, um zu analysieren, welche Wanderungen durch die Jungvögel unternommen werden. Man stellte fest, dass sich die Jungvögel in den ersten 2 Lebensjahren nur ca. 3 km vom elterlichen Nest entfernten, da sie erst nach über 2 Jahren selbständig werden. Im Nationalpark PARQUE NACIONAL SOBERANÍA in Panama wurden 24 junge Harpyien mit Sendern (Edwin, Campbell-Thompson u.a.) ausgestattet, um die Wanderungen und Verbreitungen unter Beachtung des Geschlechts zu analysieren. Im Resultat gab es keine grossen Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Speziell entwickelte reiskorngrosse Mikrochips (Transponder), die in das Bindegewebe der Vögel eingebracht wurden, brachten auch gute Ergebnisse. Nur wer wusste schon beim wiederfinden (oder erneutem Einfangen) welcher Vogel bereits einen Mikrochip unter der Haut hat?

Aus einer Studie über „im Bauch implantierte Satellitensender“ geht hervor, dass die Satellitensender einerseits keinen Einfluss auf den Vogelzug haben und andererseits „bei großen Watvögeln ... die Überlebensraten um 16 % niedriger lagen und die Nistbereitschaft deutlich reduziert war sowie missgebildete Eier zu beobachten waren“ (voegel-magazin.de vom 02.05.2014: „Satellitensender im Bauch von Vögeln“).

Aufgrund der Satellitentelemetrie ist es bei einzelnen Individuen möglich, die genauen Zugrouten, die Rastgebiete, die Überwinterungsgebiete festzustellen („Greifvögel und Falknerei“ (2013)). Gemessen wird ebenso die Zugdauer, die Zuggeschwindigkeit, die Flughöhe, die genaue Entfernung zum und vom Überwinterungsgebiet („Greifvögel und Falknerei“ (2013)). Des Weiteren können eventuell Unterschiede, je nachdem ob ein Jungvogel oder ein Altvogel mit einem Sender ausgestattet wurde, je nachdem ob ein Weibchen oder ein Männchen mit einem Sender ausgestattet wurde, je nachdem ob der Vogel ins Überwinterungsgebiet fliegt oder zurückkommt, ermittelt werden („Greifvögel und Falknerei“ (2013)). Auch können die Ergebnisse tagesgenau und über mehrere Jahre hinweg analysiert werden („Greifvögel und Falknerei“ (2013)). Analysiert kann dann auch werden, ob alle Individuen zum gleichen Zeitpunkt ziehen, ob es Veränderungen im Brutgebiet bzw. im Überwinterungsgebiet gibt, ob es Umverpaarungen gibt („Greifvögel und Falknerei“ (2013)).

 

Mit freundlicher Genehmigung von Bettina Boemans, www.geierwelt.blogspot.de, wurden die nachfolgenden Fotos der Kapgeier mit Flügelmarkierungen und ggf. mit Sendern bei "VulPro" (Vulture Conservation Programme (Südafrika)), www.vulpro.com, verwendet.

Weisskopfseeadler mit Vogelring
(aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)

Falklandkarakara mit Vogelring
(aufgenommen in der Adlerwarte Berlebeck)

Sperbergeier mit Vogelring
(aufgenommen im Wildparadies Tripsdrill)

Sekretär mit Vogelring
(aufgenommen im Zoo Magdeburg)

Keilschwanzadler mit einer Kennung an einer Kralle
(aufgenommen in der Adlerwarte Berlebeck)

Eine weitere Option ist die Erfassung sind die Greifvogelzählungen beim Flug ins oder vom Überwinterungsgebiet an den Vogelzugstrassen. Man begann mit „sporadischen Zugvogelzählungen“ in den 1970ern und setzte die Zugvogelzählungen von Wespenbussarden, Falkenbussarden, Steppenadlern, Schreiadlern, Schelladlern, Rohrweihen, Wiesenweihen, Steppenweihen jährlich und standardisiert 2008 mit der Gründung des Batumi Raptor Count fort (FALKE 03/2016).

Batumi Birding Ltd. (ENGLISCH): www.batumibirding.com
Batumi Raptor Count BRC (ENGLISCH; Greifvogelzählung): www.batumiraptorcount.org

In den Jahren 1989 bis 2010 wurden in der Zentralschweiz „auf über 25km² intensiv genutzter Kulturlandschaft Reviere von Waldohreulen“ mit und ohne Klangattrappen ermittelt (FALKE 02/2015). Im Ergebnis stellte man fest, dass es ohne Klangattrappen eine Beobachtungswahrscheinlichkeit von 28,2% und mit Klangattrappen eine Beobachtungswahrscheinlichkeit von 52,4% gibt (FALKE 02/2015). Des Weiteren werden mindestens 2 Kontrollgänge zur Balz und am Besten 3 Kontrollgänge zur „Feststellung von Ästlingen“ empfohlen (FALKE 02/2015).

Forscher der Universität Newcastle (FALKE 12/2014) stellten fest, dass durch eine „automatische Erfassung mithilfe bioakustischer Methoden … eine um mehr als das Doppelte höhere Erfassungsrate … im Vergleich zum Monitoring durch Ornithologen ohne besondere elektronische Hilfsmittel“ beim Ziegenmelker, lat. Caprimulgus europaea, ermöglicht wird.

Online-Erfassung der Vogelwelt:
Dachverband Deutscher Avifaunisten: www.ornitho.de; www.ornitho.ch

Online-Einblick in das Zuggeschehen der Vogelwelt:
Europaen Bird Census Council (EBCC): www.eurobirdportal.org/ger/de/

WebCams (Kameras), die Live alles ins Internet übertragen
WebCams: Greifvögel: www.panoraama.com/live/maakotka/
WebCam: Fischadler: www.friendsofblackwater.org/camhtm.html
WebCam: Weisskopfseeadler: www.friendsofblackwater.org/camhtm2.html

In einer finnischen Videoüberwachung (Falke 09/2007) von Mäusebussarden, Rauhfussbussarden und Habichten konnte man trotz Video aufgrund der schwierigen Gattungs-Bestimmung nur eine grobe Bestimmung der Beute vornehmen.

Aufgrund einer WebCam konnte live dokumentiert werden, dass eine Schleiereulenbrut, dessen Weibchen „von der nächtlichen Jagd nicht mehr zurückgekommen“ war, nun mittels Zufütterung „von Hand “ erfolgreich grossgezogen wurde (LBV-Projekt-Report (2016)).

Als weitere Option zur Nestkontrolle von Wiesenweihen werden mitunter bereits ferngesteuerte Fluggeräte „Kopter“ (FALKE 05/2014) verwendet.

Und dann gibt es noch Filme über die Lebensgewohnheiten der Vögel, die man dann im Fernsehen, auf Video und auf DVD ansehen kann.

Mit dem Anbringen von Nisthilfen bietet man den Greifvögel und Eulen zusätzliche Nistgelegenheiten. Andererseits hängte man bereits im Mittelalter Nistkästen auf, „um die Jungvögel darin zu mästen und dann zu verspeisen“ (LBV-Vogelschutz 03/2018).

Im Positionspapier der AG Eulen zur Nisthilfen für Eulen „Eulen und Nisthilfen“ findet man, dass Sperlingskäuze nur „ausnahmsweise“ Nistkästen nutzen, dass Nistkästen für Zwergohreulen einen Ersatz bei einem Fehlen von Baumhöhlen und Hohlräumen bieten, dass zur vorübergehenden regionalen Bestandsstabilisierung der Rauhfusskäuze das Anbringen von Nistkasten helfen kann, dass bei Steinkäuzen bei fehlenden Brutmöglichkeiten ein Nistkastenangebot angebracht ist, dass bei Waldohreulen eine Förderung durch Kunstnester im Einzellfall zielführend ist, dass bei Sumpfohreulen „Artsicherungsmassnahmen über künstliche Nisthilfen nicht möglich“ sind, dass Schleiereulen als Kulturfolger auf grosse Scheunen, Kirchtürme und auch auf Nistkästen angewiesen sind, dass bei Waldkäuzen nur „in Einzellfällen“ „ein Nistkastenangebot sinnvoll“ ist, dass aufgrund der Wiederansiedlungsprojekte der Habichtskäuze auch Nisthilfen angebracht werden und dass bei den Uhus einerseits eine intensive Förderung „nicht mehr erforderlich“ ist und andererseits in Einzellfällen Optimierungsmassnahmen zweckmässig sind (Eulenrundblick 67).

Nistkästenbeispiele für Greifvögel
Turmfalken (aufgenommen im Bayerwald-Tierpark Lohberg (links), im Erlebnis-Wildpark Hanau „Alte Fasanerie“ (mitte), im Wildgehege Moritzburg (rechts)).

Nistkästenbeispiele für Eulen
Eulenhöhle (aufgenommen im Zoo Karlsruhe)

Nistkästenbeispiele für Eulen
Schleiereulen (aufgenommen im Bayerwald-Tierpark Lohberg (links), auf der Vogelausstellung Ornika (mitte))

Schleiereulen (aufgenommen im Wildparadies Tripsdrill)

Nistkästenbeispiele für Eulen
Waldkäuze (aufgenommen im Erlebnis-Wildpark Hanau „Alte Fasanerie“ (links), im Naturkundemuseum Coburg (mitte; rechter Kasten)) und im Zoo Stuttgart (Wilhelma); (rechts))

Nistkästenbeispiele für Eulen
Waldkäuze (aufgenommen in Nürnberg im Sebalder Reichswald (Erlenstegen: Tiefgraben))

Nistkästenbeispiele für Eulen
Rauhfusskäuze (aufgenommen im Naturkundemuseum Coburg (links; linker Kasten), im Erlebnis-Wildpark Hanau „Alte Fasanerie“ (mitte; Kästen mit und ohne Marderschutz) und im Naturkundemuseum Gotha (rechts))

Rauhfusskäuze (aufgenommen im Bayerwald-Tierpark Lohberg (links))

Nistkästenbeispiele für Eulen
Steinkäuze (aufgenommen im Erlebnis-Wildpark Hanau „Alte Fasanerie“ (links), im Naturkundemuseum Gotha (mitte) und auf der Vogelausstellung Ornika (rechts))

Steinkäuze (aufgenommen im Zoo Karlsruhe (links))

Nistkästenbeispiele für Eulen
Sperlingskäuze (aufgenommen im Bayerwald-Tierpark Lohberg (links))

09.05. Die Greifvögel und Eulen, von gefundenen Wildvögeln
Im "Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz – BNatSchG)" heisst es unter anderem:
„§ 44 Vorschriften für besonders geschützte und bestimmte andere Tier- und Pflanzenarten
(1) Es ist verboten,
1.wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören,
2.wild lebende Tiere der streng geschützten Arten und der europäischen Vogelarten während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich zu stören; eine erhebliche Störung liegt vor, wenn sich durch die Störung der Erhaltungszustand der lokalen Population einer Art verschlechtert,
3.Fortpflanzungs- oder Ruhestätten der wild lebenden Tiere der besonders geschützten Arten aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören ... (Zugriffsverbote)
(2) Es ist ferner verboten,
1.Tiere und Pflanzen der besonders geschützten Arten in Besitz oder Gewahrsam zu nehmen, in Besitz oder Gewahrsam zu haben oder zu be- oder verarbeiten (Besitzverbote)" (BNatSchG: www.gesetze-im-internet.de; StMUV: „Naturschutzrecht in Bayern“ (08/2018)).

Noch flugunfähige junge Waldkäuze (Ästlinge), die auf dem Waldboden sitzen, die auch auf die Bäume wieder hochkletten können, werden unsinnigerweise „besonders gerne mit nach Hause genommen“ (Polaschek: „Elternlose Jungvögel“), wobei es hilfreicher wäre „so wenig wie möglich in das Naturgeschehen“ einzugreifen und erst nächsten Tag wieder zukommen, um „nachzuschauen, ob die junge Eule noch da sitzt“ (Eulenrundblick 62). Trotzdem wird angegeben, dass ein junger am Boden sitzender Waldkauz einfach „von Spaziergängern im Jenischpark in Hamburg“ dreist oder „leider mitgenommen“ wurde, der dann wieder „zurück in den Jenischpark gebracht“ werden musste (voegel-magazin.de vom 20.03.2017: „Hände weg von Eulenkindern!“). Man konnte dann den „Rufkontakt mit den Elterntieren“ wieder beobachten und des Weiteren wird angegeben, dass man „diese kleinen Kerle auch aufheben und auf einen erhöhten Punkt setzen“ kann, „um sie vor freilaufenden Hunden zu schützen“ (voegel-magazin.de vom 20.03.2017: „Hände weg von Eulenkindern!“) oder um sie so der Erreichbarkeit von Katze und Hund zu entziehen (Eulenrundblick 62).

Junge Greifvögel werden nur in grösseren Abständen gefüttert und junge Eulen oft nur nachts gefüttert (Polaschek: „Elternlose Jungvögel“). Auch zum Verdauen braucht der Jungvogel Zeit. In der freien Natur wurde beobachtet, dass junge Harpyien zum Teil tagelang keine Nahrung (Diesselhorst, Fechter: „Lexikon der Tiere in zwei Bänden“, 1. Band, 1970) bekommen.

Wie auch immer oder trotz alldem heisst es im § 45 im Punkt (5) des "Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz - BNatSchG)":
"(5) Abweichend von den Verboten des § 44 Absatz 1 Nummer 1 sowie den Besitzverboten ist es vorbehaltlich jagdrechtlicher Vorschriften ferner zulässig, verletzte, hilflose oder kranke Tiere aufzunehmen, um sie gesund zu pflegen. Die Tiere sind unverzüglich freizulassen, sobald sie sich selbständig erhalten können. Im Übrigen sind sie an die von der für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Behörde bestimmte Stelle abzugeben. Handelt es sich um Tiere der streng geschützten Arten, so hat der Besitzer die Aufnahme des Tieres der für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Behörde zu melden. Diese kann die Herausgabe des aufgenommenen Tieres verlangen(BNatSchG: www.gesetze-im-internet.de; StMUV: „Naturschutzrecht in Bayern“ (08/2018)).

Es dürfen nur kranke, verletzte oder tatsächlich verlassene Jungvögel oder Vögel aufgenommen werden (LBV-Info: „Hilfe für Jungvögel“; LBV-Vogelschutz 02/2015) oder „gemäss Bundesnaturschutzgesetz dürfen Jungvögel übrigens nur vorübergehend und nur dann audgenommen werden, wenn sie verletzt oder krank, und somit hilflos sind” (Zoo Neuwied: „Tiergeflüster“: Ausgabe 17). Bei verletzten oder bedrohten Greifvögeln und Wasservögeln ist „umgehend die Untere Naturschutzbehörde am Landesamt zu informieren“ (LBV-Info: „Hilfe für Jungvögel“; LBV-Vogelschutz 02/2015) und man findet auch, dass „in Not geratene junge Eulen und Greifvögel … in fachkundige Hände“ gehören (Polaschek: „Elternlose Jungvögel“)!

Die Jungvögel der Greifvögel, die Nesthocker oder Nestlinge sind, benötigen, wenn Sie aus dem Nest gefallen sind, „tatsächlich“ Hilfe, da wenn man weiss, „wo sich das Nest befindet“, „das Kleine unbedingt wieder“ zurückgesetzt werden sollte (VÖGEL 02/2014). Andererseits werfen „Altvögel kranke Junge aus dem Nest“ (VÖGEL 02/2014); aber welcher Laie weiss dann auch, ob das Junge wirklich krank ist oder welcher Laie klettert dann mal schnell in die Baumkrone des Baumes, um das Junge zurückzubringen? Andererseits heisst es auch direkt: „Erst wenn Sie sicher sind, dass ein Jungvogel verletzt ist, beide Eltern getötet wurden oder das Nest zerstört wurde, dürfen Sie eingreifen. Am besten holen Sie Hilfe von erfahrenen Mitarbeitern einer Aufzuchtstation“ (VÖGEL 02/2014). Oder man findet auch, dass „in den allermeisten Fällen“ die Jungtiere nur auf die Eltern warten oder „dass die Elterntiere durch die Anwesenheit des Beobachters erst vom Jungtier vertrieben worden sind oder daran gehindert werden, es wieder aufzusuchen“ (Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg Vorpommern: „Hände weg von Wildtieren! (2016)).

Eine Eule fängt oder fässt man mit den Händen von oben nachdem sie z.B. mit einer Jacke zugedeckt wurde oder zum Schutz der Hände vor den Krallen mit einem Tuch (Eulenrundblick 62). Zum Transport des verletzten, verunglückten oder erkrankten Wildvogels verwendet man einen mit Löchern versehenen Pappkarton, auch wenn die Vögel in der Regel dann aufgrund der Gefangennahme und des Transports in Stress geraten und als Folge einen Flüssigkeitsverlust erleiden und einen entsprechendem Handschutz zum Schutz vor infizierten kranken Wildvögeln ((Eulenrundblick 62); Aber welcher Finder oder Laie hat einen Handschutz immer dabei?). Eulen können in einem Leinensack transportiert werden oder mit den verletzten angelegten Flügeln vorsichtig mit einem Tuch eingewickelt werden (Eulenrundblick 62).

Am Ende folgt die Klärung des Verbleibs des Wildvogels mit dem Ziel der Auswilderung, vor allem da der Finder oder Laie weder in der Regel eine artgerechte Unterkunft noch in der Regel eine artgerechte Nahrung anbieten kann, ohne dass der Wildvogel Schaden nimmt und so mit falschen Futter, wie „Hackfleisch“, „gewürztem“ Futter („Hilflose Vögel“ (2000); Polaschek: „Elternlose Jungvögel“) "zu Tode gefüttert" wird. Zum richtigen Futter gehören täglich „frischtote Mäuse, Ratten, Spatzen, Tauben und Eintagskücken“ (Plass: „Tierfindlinge: Aufzucht, Pflege, Auswilderung“ (2001)); was aber kaum ein Finder oder Laie stets zu Hause hat...). Junge Wespenbussarde „gehören unbedingt in Spezialistenhände“ (Plass: „Tierfindlinge: Aufzucht, Pflege, Auswilderung“ (2001)) und die Zwangsfütterung der Jungvögel setzt zudem Fachkenntnis voraus (Plass: „Tierfindlinge: Aufzucht, Pflege, Auswilderung“ (2001)). Eine einseitige Ernährung führt oft zu starken Verhaltensstörungen, die an den Federn nicht zu erkennen sind (Plass: „Tierfindlinge: Aufzucht, Pflege, Auswilderung“ (2001)). Auch ist die Handaufzucht von Jungvögeln „sehr zeitintensiv und erfordert gewisse Grundkenntnisse im Umgang mit diesen Tieren“ (LBV-Vogelschutz 02/2015) oder anders formuliert muss am Ende der Wildvogel wieder ausgewildert werden und darf nicht zum Haustier umgewandelt werden (Polaschek: „Elternlose Jungvögel“) oder die Aufzucht muss tiergerecht sein und darf nicht zur „Fehlprägung auf den Menschen“ führen (Zoo Neuwied: „Tiergeflüster“: Ausgabe 17) oder genaugenommen: „Greifvögel und Eulen müssen lernen, lebende Beute zu schlagen. Dies ist sehr aufwändig, so dass man sich am besten um die Aufnahme in professionelle Pflegestationen bemüht.“ (LBV-Info: „Hilfe für Jungvögel“). Vergessen sollte man dann auch nicht den Aufwand und die (Tierarzt-)Kosten (, die wer bezahlt?)!

Neben den Auffangstationen nehmen sich u.a. auch die Falknereien, Vogelparks, Zoos etc. pflegebedürftiger Greifvögel und Eulen an. Im Tiergarten Nürnberg „wurden 45 verletzte oder geschwächte Wildvögel in der Findlingsstation versorgt: sieben Eulen, 29 Greifvögel, neun Störche“ („Tiergarten Nürnberg“ Jahresbericht: 2014), wurden zwei gefundene Wanderfalken in der Auffangstation des Tiergartens aufgenommen und wieder ausgewildert („Tiergarten Nürnberg“ Jahresbericht: 2016).

Der Tiergarten Nürnberg nimmt in der Findlingsstation verletzte Greifvögel, Eulen und andere Vögel zur Erstbehandlung auf, wobei dann die Vögel, die in 4 Wochen nicht fliegen, in die Aussenstelle nach Mittelbüg im Nürnberger Land weitergereicht werden (Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V.: „Tiergartenzeitung“ 3 (10/2011)). Der Tiergarten Nürnberg wilderte 2 gefundene Wanderfalken, die „in der Auffangstation des Tiergartens rehabilitiert“ wurden, aus („Tiergarten Nürnberg: Das Jahr 2016: Weltweit gut vernetzt“).

Tierärzte oder Tierkliniken findet man am einfachsten über die Internet-Suchmaschinen, in dem man zum Beispiel das Recherche-Wort "Tierklinik" eingibt oder über die Datenbanken www.tieraerzteverband.de für Deutschland, www.tierarzt.org für Deutschland, Österreich und Schweiz und www.vet-look.ch für die Schweiz. (Oder siehe auch in Abu Dhabi: www.falconhospital.com).

Im Eulen-Rettungszentrum Brinzal bei Madrid (The Brinzal Recovery Centre for nocturnal birds of prey: http://brinzal.org) werden seit 1989 Eulen mit Akkupunktur behandelt. "70 Prozent der etwa 1.200 Tiere, die jedes Jahr in das Zentrum gebracht werden, erholten sich wieder" (Sonntagsblitz vom 04.01.2015: „Nadelstiche ...“; stern.de: 11.04.2015: „Eule kann dank Akupunktur wieder fliegen“).

Deutschland:
01689 Weinböhla:
www.greifvogelhilfe-sachsen.de
34431 Marsberg-Essentho: www.essenthoer-muehle.de
41...... Mönchengladbach: www.greifvogelhilfe-mg.de / www.greifvogelhilfe.de
51503 Rösrath: www.bergischegreifvogelhilfe.de
56729 Kirchwald: www.wildvogel-pflegestation-kirchwald.org
76131 Karlsruhe:
www.falknerei-karlsruhe.de
91583 Diebach/Unterostheim: Greifvogel Auffangstation Mittelfranken e.V.: www.gam-ev.de
93128 Regenstauf: LBV Vogelauffang- und Pflegestation Regenstauf: www.oberpfalz.lbv.de
97080 Würzburg: www.jagd-wuerzburg.de/vogelauffangstation oder
www.jagd-wuerzburg.de/uploads/media/Greifvogelauffangstation_Leporello_01.pdf
97237 Oberaltertheim: www.greifvogelhilfe-wuerzburg.de
Auffangstationsliste:
www.nabu.de/ratgeber/aufzuchtstationen.pdf
Auffangstationsliste: www.wildvogelhilfe.org/aufzucht/auffangstationen.html
Allgemeines: www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/93920/

Bund für Falknerei, Greifvogelschutz und Greifvogelkunde e.V.:
Empfehlungen in der Tierärztlichen Praxis Kleintiere (5/2010):

http://d-f-o.de/Publikationen/articles/Empfehlungen_Greifvogelhaltung.html (genaugenommen: http://d-f-o.de/tl_files/downloads/Bestandsbetreuung_Greifvoegel.pdf)

Schweiz:
Infos / Auffangstationen: www.praeparator-falkner.ch
Infos / Auffangstationen: www.vogelpflegestation.ch

Österreich:
Infos / Auffangstationen:
www.egsoesterreich.org
Infos / Auffangstationen: http://members.aon.at/gvz-lobau-wien-austria/willkommen.html

Grossbritannien
Auffangstation (Kent):
www.manyhoots.org (ENGLISCH)
Auffangstation Raptor Rescue: www.raptorrescue.org.uk (ENGLISCH)

Spanien:
The Brinzal Recovery Centre for nocturnal birds of prey: http://brinzal.org (ENGLISCH)

Vereinigte Arabische Emirate:
Abu Dhabi: www.falconhospital.com (ENGLISCH)

Südafrika:
Vulture Conservation Programme ("VulPro"): www.vulpro.com (ENGLISCH)

In den Jahren 2009 bis 2015 konnten von "VulPro" (Vulture Conservation Programme (Südafrika)) von 304 Kapgeiern, die in Pflege genommenen wurden, 124 wieder ausgewildert werden („VulPro ANNUAL REPORT 2015“). An anderen Geierarten wurden im gleichen Zeitraum 63 Geier zur Pflege aufgenommen und 9 konnten wieder ausgewildert werden („VulPro ANNUAL REPORT 2015“). Auch wurden in den Jahren 2009 bis 2015 von "VulPro" (Vulture Conservation Programme (Südafrika)) 108 andere Greifvogelarten zur Pflege aufgenommen, von denen 45 wieder ausgewildert werden konnten („VulPro ANNUAL REPORT 2015“).

 

Mit freundlicher Genehmigung von Kerry Wolter von der "VulPro" (Vulture Conservation Programme (Südafrika)), www.vulpro.com, konnte das linke Foto des Flecken-Uhus, lat. Bubo africanus (aus dem Nest gefallenes Kücken) verwendet werden.

 

Mit freundlicher Genehmigung von Kerry Wolter von der "VulPro" (Vulture Conservation Programme (Südafrika)), www.vulpro.com, konnte das linke Foto des verletzten und in Behandlung befindenden Kaffernadlers oder Verreaux-Adlers, lat. Aquila verreauxii verwendet werden.

 

Mit freundlicher Genehmigung von Kerry Wolter von der "VulPro" (Vulture Conservation Programme (Südafrika)), www.vulpro.com, konnten das linke Foto des verletzten und in Behandlung befindenden Sekretärs, lat. Sagittarius Serpentarius und das rechte Foto des wieder frei gelassenen Sekretärs, lat. Sagittarius Serpentarius verwendet werden.

Mittlerweile können voll funktionsfähige Prothesen des Oberschnabels („Ein Herz für Tiere“ 11/2012) mit 3D-Druckertechnologie hergestellt werden (bebildert dokumentiert am Beispiel eines Weisskopfseeadlers in den USA (Idado)).

 

Die nachfolgenden Fotos eines Sekretärs mit Beinprothese wurden im Weltvogelpark (früher: Vogelpark Walsrode) aufgenommen.

09.06. Die Greifvögel und Eulen, Exemplare für die Ewigkeit
Bis zu 4.500 Jahre alte Tiermumien fand man in Ägypten als Grabbeigaben. Auch Tierfriedhöfe wurden gefunden.

Viele Forscher sammelten im letzten Jahrhundert Tiere und präparierten sie. Einen besonderen Wert haben die Präparate, die als "Holotypus" gelten, die als Grundlage, Definition, Beweis oder Urmeter für eine neu beschriebene Art gelten.

Auch heute werden Präparate hergestellt. Für die Museumsbesucher oder die Öffentlichkeit sind die ausgestellten Schau-Präparate am interessantesten.

In der Regel ist jedoch der grösste Teil der Sammlungen für die Wissenschaft und daher der Öffentlichkeit verschlossen. Die beste Platz sparende Aufbewahrung für die Wissenschaft geschieht in Form von Bälgen.

Aus den Arbeitsschritten der Präparation: Entfernung von Fleisch und Fett (links), waschen und die Füllung mit Kunststoff und Glasauge (rechts). Anschliessend werden die Beine und die Flügel mit Drähten fixiert und mehrere Wochen getrocknet.

Aufgenommen im Naturkundlichen Museum Mauritianum in Altenburg.

Das Foto der Kanincheneule wurde im Industriemuseum Lauf (Sonderausstellung „Aug in Aug mit 1000 Tieren“) aufgenommen.

Einen „Holotypus“ durch Fotos oder Filmaufnahmen zuersetzen ist eigentlich nicht zulässig (Schilling, per Mail am 19.06.2014), genaugenommen ist der „Holotypus“ seit 1999 für neue Erstbeschreibungen auch dann noch notwendig, wenn genügend andere Individuen vorhanden sind und die neu zu beschreibende Art nicht hoch gefährdet ist (Schilling, per Mail am 19.06.2014 mit Verweis auf die FAQ der Webseite der ICZN). Andererseits entdeckte man im Jahre 2013 im Al Hajdar Gebirge in Oman die als Omanfahlkauz, lat. Strix omanensis, beschriebene neue Eulenart (FALKE-Sonderheft Eulen (2014)). Die Beschreibung erfolgte mit Hilfe von Tonaufnahmen der Rufe und von Fotos schnell, um die omanischen Behörden beim Schutz der Art zu unterstützen (FALKE-Sonderheft Eulen (2014)). Bezüglich eines Holotypus heisst es im FALKE-Sonderheft Eulen (2014): „Von einer Sammlung eines Eulenexemplars wurde -trotz der Restzweifel an der Existenz eines bislang nicht entdeckten Taxons, bei dem die Einstufung als eigene Art gerechtfertigt ist- abgesehen, da derzeit immer noch keine Informationen über die Populationsgrösse der Eulenart vorliegen und man den womöglich kleinen Bestand nicht gefährden wollte.

09.07. Die Greifvögel und Eulen, die Evolution, vom Ende der Letzten
In einer TV-Miniserie über das Leben in Millionen von Jahren wurde das Leben wissenschaftlich untersucht (gesendet im ZDF; Begleitbuch: Emmert: "Wilde Welt der Zukunft, Das Leben in Millionen Jahren“ (2003)). Eine Eiszeit wird „in fünf Millionen Jahren“ kommen und viele Tiere und Menschen werden „ausgestorben“ sein (Emmert: "Wilde Welt der Zukunft, Das Leben in Millionen Jahren“ (2003)). In fünf Millionen Jahren wird „der schnellste und gefährlichste Raubvogel der Savanne Amazoniens“ der flugunfähige Renngreif sein, der rot-schwarze „Federn am Hinterkopf“ haben wird, einen kahlen Kopf und Hals haben wird und „im Rudel“ jagen wird (Emmert: "Wilde Welt der Zukunft, Das Leben in Millionen Jahren“ (2003)). Weiter in der Zukunft werden „in 200 Millionen Jahren“ auch „die Vögel ausgestorben“ sein (Emmert: "Wilde Welt der Zukunft, Das Leben in Millionen Jahren“ (2003)).

09.08. Die Greifvögel und Eulen, von Eulen, die Schmetterlinge sind
Ordnung Schmetterlinge, lat. Lepidoptera
Familie Eulen, lat. Noctuidae

Die Familie, der Eulen, lat. Noctuidae, besteht aus 25.000 Arten („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 3 (Els-Gaz); Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)) oder rund 30.000 Arten („Lebendige Wildnis, Tiere der Taiga“ (1993)).

In Europa werden „rund 950“ Arten („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 3 (Els-Gaz)) angegeben.

In Mitteleuropa werden „über 450“ Arten („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 3 (Els-Gaz)) angegeben.

Die Familie, der Eulen, lat. Noctuidae, hat „kleine Ohren an den Seiten ihrer Körpermitte, durch die sie Ultraschall hören können und sich dann einfach aus dem Flug heraus fallen lassen“ können (LBV-Vogelschutz 02/2015).

Dieser Rieseseulenfalter, lat. Thysania agrippina wurde im Tiergarten Nürnberg (Sonderausstellung) aufgenommen.

Das rechte Foto wurde im Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg (Frankfurt) aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos der Messingeule, lat. Diachrysia chrysitis (links) und der Aprileule oder Grünen Eicheneule, lat. Griposia aprilina (mitte) wurden im Bayerischen Jagdfalkenhof Schloss Tambach gemacht.

Die nachfolgenden Fotos der ?(Gammaeule, lat. Autographa gamma) wurden in Nürnberg (Lorenzer Reichswald (Valzner Weiher)) aufgenommen.  

Familie Sichelflügler, lat. Drepanidae
Das nachfolgende Foto der Roseneule, lat. Thyatira batis wurde im Bayerischen Jagdfalkenhof Schloss Tambach gemacht.

09.09. Die Greifvögel und Eulen, die Pilze sind
Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie e.V. (www.dgfm-ev.de) ernennt unter den heimischen Pilzen seit dem Jahre 1994 den „Pilz des Jahres“. Die Gesellschaft macht so auf die Gefährdung aufmerksam.

Jahr 1996: Habichtspilz oder Habichts-Stacheling oder Rehpilz, lat. Sarcodon imbricatus, (L.) P. Karst
Der Habichtspilz ist ein „schwach angenehm würzig“ riechender und „mild bis bitterlich“ schmeckender Speisepilz, der jedoch aufgrund seiner Seltenheit „in neueren Pilzkochbüchern kaum noch“ aufgeführt ist und „deshalb von den Pilzsammlern geschont“ werden sollte (www.dgfm-ev.de).

Jahr 2010: Schleiereule oder Eulenauge oder Blaugestiefelter Schleimkopf, lat. Cortinarius praestans (Cord.) Gill
Die Schleiereule, „die größte Art der Gattung“ der Schleierlinge, ist „mit weit über 700  Arten“ in Mitteleuropa vertretenen (www.dgfm-ev.de). Aufgrund der „Möglichkeit der Verwechslung mit anderen hochgiftigen Schleierlingsarten“, ist vom Sammeln der sehr wohlschmeckenden Schleiereule „dringend abzuraten“ (www.dgfm-ev.de).

Mit freundlicher Genehmigung von Edmund Garnweidner konnte das Foto einer Schleiereule verwendet werden.

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