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Block 1: Ein zusammenfassender Überblick über die Welt der Greifvögel und Eulen
06.01. Die Greifvögel und Eulen, vom Finden des Partners bis zur Kopulation
06.02. Die Greifvögel und Eulen, Kreuzungen und Hybriden

06.03. Die Greifvögel und Eulen, von der Entwicklung im Ei bis zum maximalen Lebensalter

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06.01. Die Greifvögel und Eulen, vom Finden des Partners bis zur Kopulation
Bereits vor ca. 430 bis 360 Millionen von Jahren brachten die Panzerfische, lat. Incisoscutum ritchiei, die ca. 70 Millionen Jahre existierten, lebendigen Nachwuchs ("Panzerfische haben die Sexualität erfunden", "Welt am Sonntag" 01.03.2009, Seite 61) auf die Welt. Aus den Panzerfischen ("Panzerfische haben die Sexualität erfunden", "Welt am Sonntag" 01.03.2009, Seite 61), entstanden die Knorpelfische, dann die Knochenfische und am Ende auch die Amphibien, Reptilien, Vögel, Säugetiere und auch die Menschen. Eine These in diesem Zusammenhang besagt, dass nicht alle Panzerfische lebend gebärend waren, also Eier legten.

Der Nachwuchs wird bei den Greifvögeln und Eulen völlig unterschiedlich geschlechtsreif. Das gesamte Balzverhalten ist angeboren. In der Regel imponiert das Männchen dem Weibchen. Die Zugvögel beginnen nach der Rückkehr aus dem Winterquartier mit der Balz im Frühjahr. Die Balz ist begleitet von schrillen Schreien oder Rufen. Auch die Balzflüge der Greifvögel sind durch Rufe gekennzeichnet. Das Balzverhalten dient bei einigen Arten einerseits der Revierverteidigung und andererseits der Suche nach einem Partner. Es ist auch beobachtet worden, dass Weibchen als balzende Männchen abgelehnt und vertrieben hat. Bei den Habichten und Sperbern beginnt die Balz auf einem Sitzplatz. Die Sekretäre, Bussarde und Falken beginnen mit der Balz im Flug. Die Balz-Flüge enthalten elegante Wendungen, rasante Sturzflüge, Wiederaufsteigen und zum Teil ein an den Fängen fassen. Die Adler und Bussarde fliegen in Formation. Dabei stösst das Männchen, welches über dem Weibchen fliegt) zum Weibchen. Das Weibchen dreht sich und beide fassen sich mit den Fängen oder berühren sich nur. Sobald beide wieder loslassen, fliegt das Männchen nach oben weiter und das Weibchen dreht sich wieder zurück. In diesem Zusammenhang übergeben die männlichen Weihen und Falken den Weibchen als "Balzfütterung" Beute in der Luft oder von Schnabel zu Schnabel, was gleichzeitig der Festigung der Paarbildung dient. Nach der Balz folgt die Begattung. Das Weibchen ist paarungsbereit, wenn es eine waagerechte Körperhaltung einnimmt. Bei der Begattung steht das Männchen auf dem Rücken des Weibchens. Das Männchen stimuliert das Weibchen durch leichte rhythmische Tritte auf dem Rücken und das Weibchen nimmt dann den Schwanz nach oben. Oder zur Kopulation „steht das Männchen für gewöhnlich auf dem Rücken des Weibchens“ (Hickman, Roberts, Larson, l' Anson, Eisenhour: „Zoologie“, 13. Aufl., (2008)), dann werden „die Kloaken der beiden beteiligten Vögel zusammengebracht“ bzw. zusammengepresst, „wobei Sperma an das Weibchen übergeben wird“ (Hickman, Roberts, Larson, l' Anson, Eisenhour: „Zoologie“, 13. Aufl., (2008)) oder das Sperma wird durch das „Aneinanderpressen der Kloakenöffnungen vom männlichen in den weiblichen Geschlechtstrakt überführt“ (Leuschner, Herrlich: "Fortpflanzung bei Tieren" (2000)) oder beide Vögel bringen nun die Kloaken aneinander ("Die Enzyklopädie der Tiere, Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien", 2003) und das Männchen drückt seine Kloake seitlich am Schwanz des Weibchens vorbei an die Kloake des Weibchens und dabei gelangt dann das Sperma in die Kloake des Weibchens. Das Männchen hat seine Hoden im Körper und die Kanäle des Hodens enden in der Kloake, auch die Kanäle zum Eierstock enden beim Weibchen in der Kloake. Das Sperma ("Die Enzyklopädie der Tiere, Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien", 2003) wandert durch diese Übergabe dann in den oberen Eileiter des Weibchens und überlebt einige Tage. Im oberen Eileiter ("Die Enzyklopädie der Tiere, Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien", 2003) wird dann auch das Ei befruchtet. Die Begattungen erfolgen mehrmals (auch am Tage) bis zu ca. 4 Wochen nach der Ei-Ablage. Andererseits findet man auch, dass einige Falkenarten „im Flug“ kopulieren (Hickman, Roberts, Larson, l' Anson, Eisenhour: „Zoologie“, 13. Aufl., (2008)). Zum Balzritual zahlt auch das Schnäbeln.

Man findet, dass den „allermeisten Vogelarten ein Penis fehlt“ (Hickman, Roberts, Larson, l' Anson, Eisenhour: „Zoologie“, 13. Aufl., (2008)), auch die Männchen der Greifvögel und Eulen haben keine Penisartigen Begattungsorgane. Die Hoden (Leuschner, Herrlich: "Fortpflanzung bei Tieren" (2000)) sind im Körper angebracht und der linke Hoden ist grösser als der rechte Hoden. Zur Fortpflanzungszeit wachsen die inaktiven in Ruhegrösse und daher unterentwickelten Hoden heran (Leuschner, Herrlich: "Fortpflanzung bei Tieren" (2000)) oder „während der meisten Zeit des Jahres sind die Hoden männlicher Vögel winzige, bohnenförmige Körper“, die „während der Fortpflanzungs- und Brutzeit vergrössern“ (Hickman, Roberts, Larson, l' Anson, Eisenhour: „Zoologie“, 13. Aufl., (2008)). Die Weibchen der Habichtartigen, lat. Accipitridae, der Falken, lat. Falconidae und der Neuweltgeier, lat. Cathartidae haben zwei voll entwickelte Eierstöcke (Leuschner, Herrlich: "Fortpflanzung bei Tieren" (2000)). Bei allen anderen Familien der Greifvögeln und Eulen haben die Weibchen nur den linken Eierstock (inkl. Eileiter) voll entwickelt.

Untersuchungen der Universität von Minnesota ergaben, dass bei „139 Vogelarten, deren Männchen und Weibchen für uns völlig gleich aussehen“, aufgrund von Gefiederreflexionen „über neun Zehntel der geprüften Arten“ das andere Geschlecht „schon allein an der Farbe erkennen können, ob sie ein Weibchen vor sich haben oder ein Männchen“ (Spektrum der Wissenschaft (01/2007)). Eine Studie der australischen Universität Brisbane an 108 australischen Vogelarten ergab, dass „jene Federn , die ein Vogelmännchen beim Balzen besonders vorzeigt, reflektieren UV-Licht tatsächlich öfter als Federn anderer Körperpartien“ (Spektrum der Wissenschaft (01/2007)). Vogelweibchen können aufgrund der UV-Reflexion den Gesundheitszustand des Männchens erkennen, weil dieses „von der mikroskopischen Feinstruktur der Federn“ abhängt (Spektrum der Wissenschaft (01/2007)).

Die Greifvögel und Eulen, die eine (vermutete) „Dauerehe“ führen, werden als monogam bezeichnet. Die meisten Greifvögel wechseln jedoch jährlich die Partner. Die „Standvögel“ bleiben meist zusammen und die „Zugvögel-Familien“ zerfallen mit dem Verlassen des Reviers in das Winterquartier. Die Jungvögel verlassen entweder von selbst das elterliche Revier oder werden von diesem Revier von den Eltern vertrieben.

Es gibt Greifvögel, bei denen sich ein Weibchen mit mehreren Männchen paart, was als Polyandrie bezeichnet wird. Die Galapagosbussard-Weibchen, lat. Buteo galapogoensis, verpaaren sich beispielsweise mit bis zu 4 Männchen und all die Männchen verteidigen dann das Brutrevier und beschaffen die Beute für das Weibchen und die Jungvögel. Eine ähnliche Beobachtung hat man auch bei den Wüstenbussarden oder Harris-Bussarden, lat. Parabuteo unicinctus, gemacht, denn es hat sich ein Weibchen mit zwei Männchen gepaart und dann den Nachwuchs gemeinsam aufgezogen („Bunte Wissenswelt für Kinder: Greifvögel“).

Bei den Weihen wurde andererseits beobachtet, dass ein Männchen mit mehreren Weibchen zusammenlebt (als Polygynie bezeichnet). Ein Kornweihen-Männchen lebte zum Beispiel mit bis zu 7 Weibchen gleichzeitig „zusammen“ und betreute alle und selbst die Jungvögel mit Beute. Bezüglich der Wiesenweihen gibt es ähnliche Beobachtungen von einem Männchen und 2 bis 3 Weibchen, wobei auch hier dann das Männchen die Weibchen und den Nachwuchs mit Futter versorgte.

Bezüglich der Verbreitung kommt es immer darauf an. Von den Gattungen der Echthabichten, lat. Accipiter, der Adler, lat. Aquila, und von der Bussarde, lat. Buteo, verteidigen 75% ihr Revier.

Das Revier ist das Gebiet oder Territorium zum Beispiel zur Brutzeit um das Nest, welches das Brutpaar (auch) gegen Artgenossen verteidigt. Diese „Reviere“ liegen in der Regel innerhalb des Aufenthaltsgebiete („home range“) und die Aufenthaltsgebiete der Artgenossen überschneiden oder überlappen sich in der Regel. Der Ruf und der Flug über dem Revier gehören der Revierverteitigung (ein Teritorialverhalten) an.

Andererseits gibt es auch Greifvögel, die in Kolonien leben und brüten. Beispiele für Koloniebrüter sind die Gattungen lat. Gyps (eine aus 250 Paaren bestehende Gänsegeier-Kolonie wurde bereits beobachtet), die (Arten der) Perlenweihe oder Perlenaare, lat. Gampsonyx swainsonii, Schwalbenweihe oder Schwalbenschwarzmilane, lat. Elanoides forficatus, Schneckenweihen oder Schneckenmilane, lat. Rostrhamus sociabilis (Kolonien von 20 bis 100 Nestern wurden beobachtet), (mitunter auch) Mississippiweihen oder Mississippi-Schwebeweihen oder Schwebeweihen, lat. Ictinia mississippiensis, Rötelfalken, lat. Falco naumanni, Schieferfalken, lat. Falco concolor und der Eleonorenfalken, lat. Falco eleonorae.

Es gibt aber auch verschiedene Arten, die im gleichen Revier leben und sich dulden. So wurde beispielsweise beobachtet, dass ein Turmfalkenpaar unterhalb eines Fischadlernestes in einer Höhle brütete. Ähnliches Duldungsverhalten, man kommt sich bei der Beutesuche nicht in die Quere, zu anderen Greifvogel sind auch von Schwarzmilanen, lat. Milvus migrans, Schwarzachselaaren oder Schwarzachsel-Gleitaaren, lat. Elanus scriptus, Gleitaaren oder Schwarzflügel-Gleitaaren, lat. Elanus caeruleus oder? Elanus axillaris, Wiesenweihen, lat. Circus pygargus, Kornweihen, lat. Circus cyaneus, Rohrweihen, lat. Circus aeruginosus, Heuschreckenteesas oder Heuschreckenbussarden, lat. Bustatur rufipennis beobachtet wurden.

Die Balzflüge der Östlichen Kaiseradler werden als akrobatisch (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) bzw. eindrucksvoll beschrieben (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) bzw. werden als stundenlanges kreisen (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“(2003)) und werden mit lauten Rufen begleitet (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005); Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“(2003)). Die Östlichen Kaiseradler kreisen und führen gemeinsam Sturzflüge durch, „wobei sie sich an den Fängen halten“ (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005)).

Die Balzflüge des Spanischen Kaiseradlers oder Westlichen Kaiseradlers werden als eindrucksvoll beschrieben (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) bzw. mit stundenlanges kreisen und lautes rufen beschrieben (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“(2003)) bzw. beide Partner lassen sich einerseits „in immer kleiner werdenden Spiralen“ in die Höhe tragen und führen dann Sturzflüge durch, andererseits ist auch beobachtet worden, dass der tieferfliegende Partner sich auf die Rückseite dreht und der darüberfliegende Partner die Fänge fässt und „seinen Gefährten kreischend“ herumwirbelt, was alles „stundenlang“ und mit durchdringenden Schreien durchgeführt wird (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)). Die Balz und die Balzflüge beginnen im Januar (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) bzw. „im Frühling“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) bzw. „von Februar bis April“ (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)). Die Begattungen der Spanischen Kaiseradler erfolgen „auf einem Baum“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)).

Die Herbstbalz der Steinadler beginnt im September (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995) und die Balz beginnt im Januar (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); FALKE 03/2014). Die Balzflüge werden mit Spiralen, Abstützen mit „halbgeschlossenen Flügeln der Erde zu“ und einem Überschlagen, „dass man meint, sie erfassten sich gegenseitig mit den Krallen“ („Buch der Vogelwelt: Mitteleuropas“, 1973) oder mit wellenartigen Flugbewegungen, wobei das Männchen „dann wiederholt abtaucht und dann wieder aufwärts segelt“ („Faszination Tier & Natur“ (Loseblatt-Sammelwerk)) oder mit „atemberaubende Flugfiguren“, Girlandanflüge des Männchens, welches sich dann „in Richtung des Weibchens fallen“ lässt, dem dann ein spiralförmiges Aufsteigen der beiden Steinadler folgt oder einem entlanggleiten an den Felsen folgt und wobei dass Weibchen sich auf den Rücken dreht, so dass sich die die Fänge der beiden Steinadler berühren („Lebendige Wildnis, Tiere der Taiga“ (1993)) oder mit Sturzflügen bei denen sich das Weibchen auf dem Rücken dreht und dem Männchen die Fänge entgegenstreckt und sich anschliessend wieder dreht und normal weiterfliegt („Bunte Wissenswelt für Kinder: Greifvögel“) oder mit Girlandenflügen mit Abschwüngen und Aufstiegen, aber auch mit Sturzflügen „mit tiefer fliegendem Ehepartner, der sich auf den Rücken dreht und mit vorangestreckten Fängen abwehrt“ (Gensbol und Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder „mit eindrucksvollen Flugspielen und dem charakteristischen >Girlandenflug<“, einem „Abstürzen und Wiederaufsteilen“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder „mit eindrucksvollen Flugspielen und dem charakteristischen >Girlandenflug<“, einem „Abstürzen und im Schwung wieder emporfliegen“ (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder mit „einem wellenförmigen

Flug über längere Strecken“ oder dass der „höher fliegende Partner auf den“ darunter fliegenden Partner stürzt „der sich dann auf den Rücken dreht oder sogar überrollt“, wobei sich dann auch die Partner mit ihre Krallen fassen oder auch „im Flug mit Zweigen oder Beute“ spielen (FALKE 03/2014) oder das Männchen führt „hohe Kreisflüge mit kleinen Einlagen von Girlandenflügen“ durch, kreist allein oder mit dem Weibchen in „300 bis 400m“ Höhe, fliegt über das Weibchen und lässt sich dann „senkrecht fallen“, „manchmal im Looping überrollend“ und dieses „bis fast zur Erde“, um sich dann wieder nach oben zu reisen und um dann bis zu „20 Abstürze“ zu wiederholen (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995) beschrieben. Die Flugspiele dauern 30 Minuten bis 90 Minuten (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995). Die Beuteübergabe während der Flugbalz bei der das Männchen die Beute fallen lässt und dass Weibchen die Beute fängt in dem es sich auf den rücken in der Luft dreht, wird ebenso beschrieben (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995). Die Begattungen (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995) erfolgen auf einem starken Ast oder in der Regel auf der Erde ca. 6 Wochen vor und bis zu 4 Wochen nach der Ei-Ablage im Zeitraum Januar bis Mai. Bei der Begattung duckt sich das Weibchen und fächert die Unterschwanzdecken und das Männchen springt auf das Weibchen und hält das Gleichgewicht mit Flügelschlagen (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995). Die Begattungsdauer (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995) beträgt jeweils ca. 4 bis 10 Sekunden.

Die Balzflüge der Steppenadler werden als eindrucksvoll „mit Aufsteilen, Herabstürzen und Wiederaufsteilen“ (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) beschrieben.

Die Balzflüge der Kaffernadler finden in den Metapo-Bergen von März bis Mai meist zwischen 9 bis 15 Uhr (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)) statt. Das Männchen führt „in der Mehrheit“ Aufwärtsschwünge „mit einem Überschlag“ und einer halben Rolle durch (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)). Mitunter kreist das Männchen über dem Weibchen, auf das es sich fallen lässt, was das Weibchen wiederum mit einer Luftrolle beantwortet und was dazu führt, dass sich beide kurz mit den Fängen verkrallen und anschliessend abwärts trudeln, um über dem Boden die Fänge wieder lösen (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)) oder das Männchen zeigt „eindrucksvolle, kreisende Flugspiralen“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“). Die Balzflüge werden auch als „enge Kreisflüge“ oder „als >Pendulum< in Achterform mit Aufwärtsschwung und Überschlag“ (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) oder mit „atemberaubende Sturzflüge und steile Aufstiege“, die „sich abwechseln, oft gefolgt von einer Seitenrolle oder einem Purzelbaum“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) beschrieben. Die Kopulation findet auf dem Horst oder auf einem Felsen statt und dazu landet mitunter das Männchen direkt auf dem Weibchen (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB500 (1995)).

Die Keilschwanzadler fliegen „akrobatische Balzflüge“ („Lebendige Wildnis, Tiere der Taiga“ (1993)) und fliegen die Balzflüge als reviertreue Paare das ganze Jahr, jedoch am häufigsten ca. 3 Monate vor der Ei-Ablage (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995). Das Männchen kreist über dem Weibchen, stürzt sich dann jeweils auf das Weibchen, dreht kurz zuvor wieder ab und steigt dann wieder auf oder das Weibchen dreht sich dann auf den Rücken und beide berühren sich mit den Fängen (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995). Die Balzflüge werden auch „mit Seitenrollen und Entgegenstrecken der Zehen“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) beschrieben. Die Begattung erfolgt auf einem Ast, am Nest oder auf einem Felsen (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995). Das Männchen fliegt auf das geduckt-gestreckte Weibchen und vollzieht die Begattung in ca. 5 bis 10 Sekunden (Fischer: „Stein-, Kaffern- und Keilschwanzadler“, NBB, Band 500, 1995).

Die Balzflüge des Schreiadlers erfolgen im April bis Mai (Wendland: „Schrei- und Schelladler“, NBB, Band 236) oder „in der Regel in der ersten Aprilhälfte“ „bis weit in den Mai hinein“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)). Die Schreiadler-Männchen rufen ständig und lassen sich „beim Pedelflug in gewaltigen Sturzflügen fallen“ (Gensböl, Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder das Schreiadler-Männchen „steigt kreisend immer höher“, lässt sich abwärts fallen und steigt dann ohne einen Flügelschlag wieder aufwärts, was sich dann alles mehrfach wiederholt (Wendland: „Schrei- und Schelladler“, NBB, Band 236) oder bei den sogenannten Girlandenflügen lässt sich der Schreiadler „mit angelegten Flügeln im Sturzflug nach unten fallen, um dann mit Schwung steil nach oben zu schiessen“, was alles mehrfach wiederholt wird (VÖGEL 02/2010).

Die Schelladler führen Balzflüge mit „gewaltigen Sturzflügen mit eifrigen Rufen“ (Gensböl, Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder „auffällige Balzflüge mit lauten Rufen“ nach der Ankunft im Brutgebiet (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder „auffällige Girlandenflüge, begleited von häufigem Rufen“ (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) meist ab „der zweiten Aprilhälfte“ (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)).

Die Balzflüge der Habichtsadler beginnen in den Monaten Oktober bis November und „wieder Februar bis April“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder beginnen von November bis Dezember (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)), die „mit wiederholten Sturzflügen“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) gekennzeichnet sind. Die Sturzflüge führen sie mit angelegten Schwingen durch, um dann wieder aufzusteigen (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006); Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)).

Die Balzflüge der Zwergadler beginnen nach der Ankunft aus dem Winterquartier „Ende März oder Anfang April“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) oder „Mitte April“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) und werden mit einem Hochschrauben „in engen Spiralen“, einem Kreisen, einem Herabstürzen „mit abgewinkelten Flügeln in die Tiefe“, einem Auffangen beschrieben beschrieben, was sich alles wiederholt mit vielen Rufen (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder beinhalten „Sturzflüge und Loopings“ (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder sind gekennzeichnet durch steile Abstürze mit anschliessendem Hochschiessen mit an- und abschwellenden Rufreihen (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas“, Band 1) oder sind gekennzeichnet durch ein „Herabstürzen, Aufsteilen und Überschlagen“ (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) oder sind gekennzeichnet durch ein „Herabstürzen und Aufsteilen“, mit häufigen Rufen (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder sind gekennzeichnet durch eine ganze Abfolge „von Ab- und spektakulären Aufschwüngen, die in atemberaubenden Tempo vollführt werden“ („Königreich der Tiere von A-Z“, Bd. 1 (1981)) oder sind gekennzeichnet durch ein emportragen in grosse Höhen, „um in schwindelerregendem Sturzflug steil in die Tiefe zu stossen und kurz vor dem Boden in bogenförmigen Schwung wieder aufzusteigen“ und manchmal dreht sich einer der Zwergadler beim Balzflug in die Rückenlage, so dass sich beide mit den Krallen fassen und manchmal segeln dann beide Zwergadler „stundenlang im Aufwind“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)).

Zur Balzzeit führen die Prachthaubenadler-Männchen „Loopings und Wellenflüge“ durch (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder „Segelflüge oder Spiele, bei denen das allein am Himmel kreisende Männchen mehrmals nacheinander im Tiefflug über das aufgebaumte Weibchen wegsaust“ ("Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 1 (1981)). Auch sind zur Balzzeit laute Schreie und Pfeiftöne (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) zu vernehmen.

Die Kronenadler geben während der Balzflüge „lärmende Laute“ von sich (Schodde: „Die Enzyklopädie der Vögel“ (2005); „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006)) bzw. sind während der Balz „ruffreudig” (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) und führen akrobatische Balzrituale durch („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)). Die Paarung wird im Nest durchgeführt und die Eier werden „bis zu einem Jahr später” gelegt („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)).

Die Balz der Mäusebussarde beginnt „in der ersten Februarwoche“ (Dr. de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) bzw. im „Februar bzw. März“ (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)). Die Mäusebussarde signalisieren anderen Mäusebussarden durch ihre Kreisflüge und Rufe ihr Revier (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)). Während der Balzflüge stürzen die Mäusebussarde 30 bis 40m in die Tiefe (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) bzw. in steilen Sturzflügen in die Tiefe („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) und steigen dann senkrecht wieder nach oben (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) und mitunter drehen sich die beiden Mäusebussarde beim Fliegen so, dass sie sich mit den Fängen kurz greifen (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)). Bei den Balzflügen umkreisen sich die beiden Mäusebussarde „eng“ („Faszination Tier & Natur“ (Loseblatt-Sammelwerk)). Das Männchen hält dabei manchmal „einen kleinen Zweig“ oder „ein Beutetier in den Fängen“ („Faszination Tier & Natur“ (Loseblatt-Sammelwerk)).

Die Rauhfussbussarde beginnen mit ihrer Balz im Winterquartier „Ende März“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) bzw. schliessen die „Saisonehe“ im Winterquartier (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) und kommen dann als Brutpaar im Brutgebiet an (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)).

Die Wespenbussarde fangen nach dem Rückkehr aus dem Winterquartier mit der Balz in den Monaten April bis Mai an. Das Wespenbussard-Männchen schlägt beim Flug die Flügel über dem Rücken zusammen. Auch wurde beobachtet, dass sich das Wespenbussard-Weibchen während des Balzfluges auf den Rücken dreht, nachdem es von Männchen "angegriffen" wurde und beide haben sich mit den Fängen berührt.

Die Schlangenadler führen Balzflüge, die mit lauten Pfeiftönen begleitet sind, nach der Ankunft im Brutgebiet im März durch. Die Gaukler führen im Beizflug "Vorwärtsrollen" durch.

Die Balz der Mäusebussarde beginnt „in der ersten Februarwoche“ (Dr. de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) bzw. „ab Februar“ (FALKE 01/2014) bzw. im „Februar bzw. März“ (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)). Die Mäusebussarde signalisieren anderen Mäusebussarden ihr Revier durch ihre Rufe (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); FALKE 01/2014) und durch ihre Kreisflüge (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)). Während der Balzflüge stürzen die Mäusebussarde 30 bis 40m in die Tiefe (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); FALKE 01/2014) bzw. in steilen Sturzflügen in die Tiefe („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) und steigen dann senkrecht wieder nach oben (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) bzw. stossen wieder weit hoch, um erneut wieder herunter zu stossen (FALKE 01/2014). Mitunter drehen sich die beiden Mäusebussarde beim Fliegen so, dass sie sich mit den Fängen kurz greifen (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) bzw. selten verhaken (FALKE 01/2014). Bei den Balzflügen umkreisen sich die beiden Mäusebussarde „eng“ („Faszination Tier & Natur“ (Loseblatt-Sammelwerk)). Das Männchen hält dabei manchmal „einen kleinen Zweig“ oder „ein Beutetier in den Fängen“ („Faszination Tier & Natur“ (Loseblatt-Sammelwerk)). Oft endet auch einer der letzten Sturzflüge in der Nestnähe (FALKE 01/2014).

Die Rauhfussbussarde beginnen mit ihrer Balz im Winterquartier „Ende März“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) bzw. schliessen die „Saisonehe“ im Winterquartier (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) und kommen dann als Brutpaar im Brutgebiet an (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)).

Die Wespenbussarde fangen nach dem Rückkehr aus dem Winterquartier mit der Balz („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) an. Die Flugspiele bestehen unter anderem aus „steilen Sturzflügen und rüttelndem Flügelschlagen“ („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) bzw. die ausdauernden Balzflüge sind durch abrupte aufsteigende Bögen, sogenannter Treppenflug, gekennzeichnet und „auf der Höhe des Bogens schlägt“ sich der Wespenbussard „sich schüttelnd mehrfach die Flügel zusammen“ (FALKE 07/2014). Die Männchen klappen im Balzflug „die Flügel über dem Kopf“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) bzw. schlagen beim „Schmetterlingsflug” die Flügel „über dem Rücken” (Mebs: „Greifvögel Europas“, 2012) zusammen. Der Balzflug wird auch als girlandenartig, bei dem das Männchen in der Luft still steht, sich schüttelt, die Flügel über dem Rücken zusammenklatscht, beschrieben (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005).

Nach der Ankunft aus dem Überwinterungsgebiet (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: "Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") führen die Schlangenadler „auffällige Flugspiele, so genannte >Girlandenflüge<“ zur Reviermarkierung und Balz durch. Die Paare kreisen in der Luft „laut rufend“ und „stossen einander“ (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder führen „akrobatische Flugspiele“ (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder führen „ausgeprägte Balzflüge (>Girlandenflug<)“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) durch. Die Schlangenadler stossen anders formuliert „dabei klagende Pfeiflaute aus“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)). Beim Girlandenflug bewegt sich der Schlangenadler wellenformig „aufwärts mit ausgebreiteten Flügeln, abwärts mit 1-2 Flügelschlägen“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)).

Gaukler vollführen „gelegentlich plötzliche Wendungen und gelegentlich imposante Luftrollen(Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)). „Als geborener Akrobat“ kann der Gaukler „ausgefallene Kunststücke wie Loopings, Rollen und andere Figuren“ („Lebendiges Tierreich, Die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 54 (1988)) bzw. „Flugkunststücke wie Luftrollen“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) bzw. „eine Vielzahl von >Flugkunststücken< wie Rollen und Saltos“ („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 3 (Els-Gaz)). „Nur wenige Leute“ konnten beobachten, dass der Gaukler „kopfüber immer wieder im Kreis …, wie ein Propeller“ (Olsen: „Adler und Geier“ (1991)) fliegt. Zur Balz führen die Gaukler „akrobatische Flugschauspiele“ (Dierschke: „1000 Vögel“) oder „spektakuläre Jagd- und Sturzflüge und gelegentlich sogar eindrucksvolle Seitenrollen um 360°“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) durch.

Die Balzflüge der Weisskopfseeadler werden als spektakulär beschrieben, „wobei die Vögel mit den Füssen ineinander greifen und gemeinsam durch die Luft taumeln“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder werden als akrobatisches Paarungsritual beschrieben, bei dem sich das Paar „im Flug an den Zehen“ festhält (Schodde: „Die Enzyklopädie der Vögel“ (2005); „Die Enzyklopädie der Tiere“ (2006)) oder werden als eindrucksvoll beschrieben, bei denen sich „die Vögel hoch in der Luft bei den Fängen packen und so zusammen in die Tiefe trudeln“ (Dr. Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“ (1988)) oder werden als eindrucksvoll mit lauten Rufen beschrieben, bei denen sich die Weisskopfseeadler „mitten im Flug gegenseitig an den Fängen fassen und gemeinsam zur Erde trudeln“ und kurz vor der Erde wieder loslassen und des Weiteren werden sie mit „stundenlanges Kreisen am Himmel, schwindelerregende Verfolgungsjagden und akrobatische Tanzeinlagen“ beschrieben („Lebendige Wildnis, Tiere der Meeresküsten“ (1993)). Vor der Begattung nähert sich das Männchen dem Weibchen, beugt mehrfach den Kopf, flattert dann mit den Flügeln, breitet den Schwanz aus und sobald dann das Weibchen den Kopf senkt, flattert das Männchen dem Weibchen auf den Rücken zu Begattung („Lebendige Wildnis, Tiere der Meeresküsten“ (1993)). Bei der Begattung schlägt das Männchen mit den Flügeln und es sind laute Rufe zu hören. Die Begattung dauert ca. 3 bis 6 Sekunden (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)).

Die Fotos wurden im Tiergarten Nürnberg aufgenommen. Oben wird die Begattung gezeigt und unten das Schütteln nach der Begattung.

Die Balzflüge der Seeadler beginnen Mitte November bei den Standvögeln (FALKE 12/2014, Seite 11) bzw. im Dezember (FALKE 12/2014, Seite 10). Ansonsten findet man für die Seeadler den Zeitraum „Dezember oder Januar“ mit dem „Höhepunkt im Februar“ (Mebs: „Greifvögel Europas“, 2012)) bzw. „Oktober/November“ als Herbstbalz und die „eigentliche Balz im Dezember oder Januar“ mit dem „Höhepunkt im Februar“ (Mebs/Schmitt: „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)) bzw. bis April (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)). Beide Seeadler rufen während dieser Zeit oft im Duett (Mebs: „Greifvögel Europas“, 2012)) oder rufen während der Balz „sehr häufig“ („Greifvögel und Falknerei“ (1989)). Während des Balzfluges stürzt das Männchen auf das Weibchen, das Weibchen dreht sich auf den Rücken und beide Seeadler berühren oder greifen sich mit den Fängen, die Seeadler überschlagen sich beide und fallen nun hinunter bis sie die Fänge wieder loslassen oder das Seeadler-Weibchen macht allein einen Salto oder eine Luftrolle, weil sich die Fänge nur berührten (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)). Das Seeadlerpaar kreist „mehr oder weniger über- bzw. hintereinander, unterbrochen von Flugmanövern wie Stössen des oberen auf den unteren Vogel, Seitwärtsrollen und Trudeln“ (FALKE 12/2014), wobei sich dann auch gelegentlich die Fänge „berühren oder verhaken“ (FALKE 12/2014). Bei der Begattung (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) fliegt das Männchen auf das Weibchen und schlägt mit den Flügeln. Die Begattungen, die auch am Folgetag nach Balzflügen durchgeführt werden, dauern ca. 10 bis 12 Sekunden (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)). Die Kopulationen sind zum Beginn der Balz „weniger und zum Termin der Eiablage hin immer häufiger“ („Greifvögel und Falknerei“ (1989)).

Mit freundlicher Genehmigung von Jürgen Reich, www.juergen-reich.de bzw. www.ostseefeelings.de wurde das Fotos der zwei Seeadler verwendet.

Die Balzzeit des Bindenseeadlers beginnt in „Nordindien und Burma im Oktober und November“ und in „mittel- und zentralasiatischen“ Gebieten „im Mai“ (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)). Männchen und Weibchen führen zu dieser Zeit ihre Balzflüge durch (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)). Die Bindenseeadler kreisen in der Luft, stützen herab, führen Überschläge durch und fliegen auf dem Rücken (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)). Bis zu 11 Kopulationen (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) konnten konnten registriert werden. Die Eier werden in Nordindien und Burma „von Oktober bis Februar“ (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) gelegt. Die Eier (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) werden im Zeitraum zwischen dem Kaspischen Meer, dem Aralsee und dem Tiefland von Turau wird von März bis April, in Transbaikalien und Tibet von Mai bis Juni und in Syrdarja von Februar bis März gelegt und dann bebrütet.

Die Paarungsrufe der Schreiseeadler hört man dazu „zwischen Februar und März“ (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“). Die Schreiseeadler greifen sich dabei an den Fängen und führen Loopings durch („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)) oder führen Kreis- und Verfolgungsflüge durch und bei den Abstürzen, wenn sich beide an den Fängen halten, lassen sich beide von über 200m Höhe nach unten fallen und trennen sich dann wieder (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984); "Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 1 (1981)) oder beide Schreiseeadler lassen sich festverkrallt „in die Tiefe fallen“, trennen sich kurz über dem Boden wieder und steigen dann wieder auf, um sich erneut in die Tiefe fallen zu lassen (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder beide Schreiseeadler gleiten auf und ab und verhaken manchmal ihre Fänge miteinander (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“). Bis zu „7 Kopulationen“ bzw. „in der Hochbalz bis zu 12mal am Tag“ (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984), S. 157f.) konnten am Tag registriert werden. Die Schreiseeadler-Männchen füttern während der Balz die Weibchen (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)).

Die Riesenseeadler beginnen an frühlingshaften Tagen im März mit der Balz, wenn die Temperatur zum Gefrierpunkt steigt („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)). Die Balzflüge gehen dabei „oft weit aufs Meer hinaus” („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)). Die Riesenseeadler jagen sich in „kunstvollen Formationsflügen”, rufen dabei, verhaken sich mit den Fängen und stürzen aus grosser Höhe herab und drehen sich dabei um die eigene Achse („Die faszinierende Welt der Tiere“ (1993)). Die Balz findet in den Monaten Februar bis März statt (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)).

Die Balzflüge der Weissbauch-Seeadler sind eine Kombination von lauten Geschrei und Kreisflügen, stürmischen Verfolgungsflügen mit Überschlägen und Sturzflügen (Fischer: „Die Seeadler“, NBB221, 2005 (Nachdruck von 1984)) oder das Weissbauchseeadler-Paar segelt in der Luft und macht schnallende gänseartige Rufe (Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Zur Balz segeln die Sekretäre „in grosser Höhe“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“
) und fliegen „wellenförmig immer wieder auf und nieder“ (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt") oder das Männchen versucht das Weibchen mit einem „wellenförmigen Flug zu beeindrucken“ (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) und auf dem Boden jagen sie sich mit „ausgebreiteten Flügeln“ (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt"). Meistens jagt das Männchen das Weibchen auf dem Boden vor sich her (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“). Zur Balz sind „grunzende Rufe“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder „laute stöhnende Rufe“ vom Männchen (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) zu hören.

Mit freundlicher Genehmigung von Hans-Detlev Kampf, www.faszination-fotografie.eu wurde das Fotos verwendet. Aufgenommen in Kenia in der Nähe des Mara River.

Die Schwarzmilane führen „eindrucksvolle Balzflüge“ durch (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) bzw. fliegen im Balzflug in grossen Spiralen nach oben, wobei einer dann nach unten stürzt, sich dreht und dann wieder nach oben fliegt, um im Rüttelflug stehen zu bleiben, um dann von vorn anzufangen (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)). Als Balzflüge werden Girlandenflüge mit einem rückwärtigen Überschlag, „Sturzflüge in das Brutrevier, oftmals mit Drehungen um die Längsachse“, aber auch ein „Abdrudeln beider Vögel mit je einem verhaktem Fang“ durchgeführt (Ortlieb: „Der Schwarzmilan“, NBB, Band 100). Zur Begattung landet das Männchen auf dem Rücken des Weibchens, welches eine waagerechte Körperhaltung eingenommen hat (Ortlieb: „Der Schwarzmilan“, NBB, Band 100). Bei der Kopulation schlägt das Männchen mit den Flügeln und ruft erregt (Ortlieb: „Der Schwarzmilan“, NBB, Band 100). Das Weibchen “wimmert” (VÖGEL 02/14; Ortlieb: „Der Schwarzmilan“, NBB, Band 100). Als Begattungsdauer werden 5 Sekunden (VÖGEL 02/14) angegeben.

Mit freundlicher Genehmigung von Peter Schwarz, www.peter-schwarz.de wurde das Fotos der balzenden Schwarzmilane verwendet.

Nach einer Beobachtung „im Nordwesten der Schweiz“ begannen sich die Rotmilane „ab Ende Dezember paarweise zu gruppieren“, „schliefen dicht nebeneinander“ und „jagten nebeneinander“ (Ortlieb: „Der Rotmilan“, NBB, Band 532). Die Rotmilane kommen aus dem Überwinterungsgebiet verpaart (Limbrunner, Bezzel, Richarz, Singer: „Enzyklopädie der Brutvögel Europas, Band 1") bzw. verpaart oder einzeln (FALKE 06/2014) zurück. Häufig kommen Männchen und Weibchen im Abstand „von bis zu vier Wochen“ (FALKE 06/2014) zurück. Das Brutrevier verteidigt das Rotmilan-Männchen nicht nur gegen andere Rotmilan-Männchen, sondern auch gegenüber Wanderfalken, Turmfalken und Mäusebussarden (Ortlieb: „Der Rotmilan“, NBB, Band 532). Andererseits verjagen auch Habichte und Schwarzmilane die Rotmilane vom Nest (Ortlieb: „Der Rotmilan“, NBB, Band 532).

Die Rotmilane (Ortlieb: „Der Rotmilan“, NBB, Band 532) fliegen im Balzflug in grosse Höhen und stürzen sich dann in Schleifen, in den Kurven stark zur Seite drehend, über dem Wald nach unten, um sich dann wieder nach oben zu schrauben. Eine der Variationen des Sturzflugs ist das „Abkippen über den Rücken senkrecht nach unten“, wobei sich der Rotmilan oft noch im Sturzflug „um die eigene Achse dreht, um schliesslich den Sturzflug aufsteilend abzufangen“ (Ortlieb: „Der Rotmilan“, NBB, Band 532). Die Rotmilane fliegen „in betrachtliche Höhen, um dann in einer Art Sturzflug wieder bis dicht über die Baumwipfel hinter zu stossen“ (LBV-Broschüre: „Vogel des Jahres 2000: Der Rotmilan“) oder die Rotmilane kreisen oder verfolgen sich oder greifen sich mit den Fängen (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005). Die Balzflüge (FALKE 06/2014) der Männchen werden auch als Schmetterlingsflüge bezeichnet und seltener werden Sturzflüge beobachtend. Die Synchronflüge der Rotmilane (FALKE 06/2014) enden mit einem Heruntertrudeln, einem Festhalten des Partners mit den Fängen bis kurz vor dem Boden. Die Balzflüge finden dann über dem Nistplatz statt (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005; de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)) und enden „mit einem steilen, auf den Horst gerichteten Sturzflug, der in einer engen Kurve nach oben ausschwingt, ab“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)). Auf dem Horstbaum gelandet, findet dann die Begattung statt (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)). Es wurden auch Begattungen auf den Ästen neben dem Nest und auf Nachbarbäumen beobachtet (Ortlieb: „Der Rotmilan“, NBB, Band 532). Als Balzzeitraum findet man „Ende März/Anfang April“ (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012).

Die Habichte beginnen im Februar „unter günstigen Wetterbedingungen“ und die Balzflüge werden „bis in den April“ durchgeführt, die mit einer anschliessenden Kopulation durchgeführt werden (VÖGEL 01/2013) bzw. die Balzflüge beginnen im November (FALKE 01/2015) bzw. die Herbstbalz „ebbt im November“ aufgrund der Witterung ab (Fischer: “Die Habichte” (NBB 158)). Im Januar beginnt dann bei klarem Wetter die Balz (Fischer: “Die Habichte” (NBB 158)) bzw. bereits Ende Januar beginnt die Balz „in milden Wintern“ (Gefiederte Welt 02/2015) bzw. im „Januar/Februar“ „beginnt bei günstiger Witterung die Balz“ (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) bzw. bereits „Ende Januar/Anfang Februar“ beginnt die Balz „in milden Wintern“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) und dauert bei Frostperioden „bis in den April“ (Gefiederte Welt 02/2015) bzw. kann bis Anfang April dauern (Fischer: “Die Habichte” (NBB 158)). Als Balzzeit findet man auch „Februar/März“ (Mebs: „Greifvögel Europas“; 2012) bzw. die Paare finden sich im Zeitraum „Februar/März“ (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)). Die Balzflüge werden mit „Sturzflügen und Luftakrobatik“ beschrieben (FALKE 01/2015) oder als „Atemberaubende Sturzflüge und schroffe Wendungen“ beschrieben (LBV-Broschüre „Der Habicht, Vogel des Jahres 2015“) oder werden mit weihenartig und weich und dieses mit Stutzflügen „mitunter ab 100m” beschrieben („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder werden mit einem “Kreisflug über der Horstebene mit langsamem Flügelschlag”, dem Girlandenflug und gewaltigen Sturzflügen beschrieben (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder werden mit „Balzfiguren mit Ruderflug, Hochschiessen und Absturz”, wobei das Aufsteilen “sich nach Art eines Girlandenfluges mehrfach wiederholen” kann, die Sturzflüge „oft über 200m und mehr” sind, beschrieben (Fischer: “Die Habichte” (NBB 158)) oder werden als „hohe Balzflüge“ über dem Brutrevier, bei denen das Männchen in steilen Flügen nach oben schiesst, die Sturzflüge von „mehreren hundert Metern“ enthalten, beschrieben („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)). Zur Begattung landet das Männchen auf dem Rücken des Weibchens (Fischer: “Die Habichte” (NBB 158)). Die Begattung erfolgt „ungefähr 10mal am Tag“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“), „meist in naher Horstumgebung“ (Fischer: “Die Habichte” (NBB 158)) mit „heftigen Flügelschlagen“ des Männchens und „lautem Rufen beider Partner“ und „dauert nur wenige (bis zu zehn) Sekunden“ (Artmann, Kenntner, Neumann, Schlegl: „Der Habicht“, 2015).

Mit freundlicher Genehmigung von Herbert Henderkes, www.taxidermy-natureart.de , wurde das Fotos zweier Habichte verwendet.

Im Balzflug vollführen die Sperber „nach längerem Kreisen und Schweben aus grösserer Höhe Sturzflüge“ aus denen sie sich wieder fangen und erneut Aufsteilen, so dass „wiederholt steile Bogenflüge (>Girlandenflug<)“ zustande kommen (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)). Das Männchen stürzt sich mitunter „auf das unter ihm fliegende Weibchen, das im letzten Moment ausweicht“ (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)). Der Balzflug wird auch als Girlandenflug „mit wellenförmiger Flugbahn sowie Sturzflügen“ (Falke 04/2014) beschrieben. Andererseits führen „nicht alle Paare“ den „Balzflug vom Girlandentyp durch“, manche führen „Verfolgungsflüge im Walde“ durch (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“, 2005). Die britischen Sperber sind Standvögel und beginnen „fast regelmässig ab Oktober“ mit einer Herbstbalz und einer weiteren Aktivitätsspitze „in den Monaten März und April“ (Ortlieb “Die Sperber” (NBB 523)).

Zur Balzzeit „Ende April/Anfang Mai“ führt das Kurzfabgsperber-Männchen schmetterlingshafte Balzflüge durch, „um ein Weibchen anzulocken“ (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006).

Die Balzflüge der Besrasperber bestehen aus „Segel- und Verfolgungsflügen, wobei die Vögel häufig rufen“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“).

Die Männchen der Graubürzel-Singhabichte lassen zum Beginn der Brutzeit ihren „wohltönenden >Gesang< erschallen“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) bzw. lassen ihren „melodischen” Pfeifton erschallen (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) bzw. lassen zur Brutzeit ihre melodischen Rufe ertönen („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007)) bzw. die Graubürzel-Singhabichte geben zur Balz- und Brutzeit „laute, pfeifende“, melodische Rufreihen von sich (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006) bzw. die Graubürzel-Singhabichte geben zur Brutzeit „laute, melodisch, pfeifende Rufreihen“ von sich (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)).

Die Balzflüge der Wiesenweihen finden über dem Neststandort (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) im April bis Mai statt, nach dem zuerst die Männchen und dann die Weibchen aus dem Winterquartier gekommen sind. Die Männchen beginnen mit den Balzflügen, „Purzelbäume“ und ein „in die Tiefe fallen“ lassen (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“) und locken so die Weibchen an. Bei der Balz übergibt das Männchen dem Weibchen Beutestücke (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“). Beide paaren sich dann. Das Männchen führt anschliessend weitere Balzflüge durch. Eine Verpaarung mit 2 bis 3 Weibchen konnte daher beobachtet werden. Das Männchen hat dann alle Weibchen und den Nachwuchs mit Futter versorgt. In einer Untersuchung (Falke 09/1999) der Häufigkeit von Kopulationen von Wiesenweihen in einer monogamen Population in Spanien kam heraus, dass je Brut 39 mal eine Kopulationen statt findet und das Maximum unmittelbar vor der Eiablage ist. 5-11% werden mit einem anderen Partner „während der fertilen Periode der Weibchen“ durchgeführt. Die Anzahl der Kopulationen sinkt, wenn keine anderen Wiesenweihen in der Nähe sind.

Die Kornweihen führen ihre Balzflüge im April nach der Rückkehr aus dem Winterquartier durch.

Die Balzflüge der Rohrweihen werden über dem „zukünftigen Nestbereich“ durchgeführt und dabei lässt sich das Männchen „häufig überschlagend in die Tiefe fallen“ (Nicolai: „Greifvögel und Eulen“). Bei diesen Balzflügen steigt das Männchen „bis zu 70m hoch und fliegt dann mit dem Kopf voraus und sich überschlagend der Erde zu“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) bzw. schrauben sich Männchen und Weibchen in die Höhe, um später mit angewinkelten Flügeln in die Tiefe zu stützen (FALKE 08/2014), was sich mehrfach wiederholt. Ebenso (FALKE 08/2014) zählen Scheinangriffe, Rollen zum Balzflug und Scheinangriffe des Männchens, die das Weibchen mit den Fängen abwehrt.

Die Steppenweihen führen ihre Balzflüge nach dem Eintreffen im Brutgebiet im April bis Mai (bis zur Eiablage) durch. Das Steppenweihen-Männchen setzt die Balzflüge nach der Eiablage des Weibchens allein fort. (Es wurde auch beobachtet, dass sich Männchen und Weibchen bereit im Winterquartier fanden.) Das Männchen hat einen hoch trillernden Balzruf.

Die Gänsegeier beginnen die Balz im Dezember (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Das Nest wird in Kolonien (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) bzw. „gern in kleinen Kolonien“ (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) bzw. in „Kolonien an Steilwänden“ („Zooführer Tiergarten Straubing“, (2007)) „von 2 bis über 100 Paaren, am häufigsten sind 15-20“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)), „von 20 bis 30 Vögeln“ („Faszination Tier & Natur“, Loseblatt-Sammelwerk), „von 10-20 Paaren“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)), „von 5 oder 6 bis gegen 50“ Paaren, „meist sind es 15 bis 20“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)), „von über 100 Vögeln“ (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997) und in Spanien von „bis zu 100“ Brutpaaren (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) auf Felsen angelegt.

 

Mit freundlicher Genehmigung von Bettina Boemans, www.geierwelt.blogspot.de, wurden die nachfolgenden Fotos der Kapgeier (links: Sammeln von Nistmaterial; rechts Begattung) in der Brutvoliere bei "VulPro" (Vulture Conservation Programme (Südafrika)), www.vulpro.com, verwendet.

„Ende November“ beginnt die Balz der Bartgeier (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) bzw. die ersten Balzflüge sind „Dezember/Januar“ zu sehen (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)). Zur Luftbalz, „imposante Steig- und Sturzflüge“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“), gehören die Balzflüge mit den plötzlichen Sturzflügen und den Scheingefechten, bei denen der eine Vogel sich auf den Rücken dreht und der andere die Angriffe mit den Krallen abwehrt oder beide verkrallt nach unten taumeln (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)). Die Bartgeier fliegen so übereinander, dass sich der untere im Flug auf den Rücken dreht und sich beide mit den Fängen fassen und dann „fast bis zur Erde trudeln“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) bzw. „auf spektakuläre Weise in die Tiefe“ stürzen (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) bzw. die rasanten „Verfolgungsflüge mit gegenseitigem Übersteigungen“, wobei der untere Bartgeier sich „mit einem Looping auf den Rücken wirft“, damit sich dann beide Bartgeier „mit den Fängen“ fassen und „mit halbgeschlossenen Schwingen kreiselnd bis wenige Meter über den Boden fallen“ lassen (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Die Kopula wird mit “lauten Triller- Pfeiftönen begleitet” (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Das Brutpaar hat “meist zwei bis drei” Nester (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Ausgepolstert ist das Nest mit Zweigen, Gras, Fell, Wolle und Lappen (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Das Nest wird von beiden Altvögel gebaut (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)).

Ein Bartgeier, der Nistmaterial sammelt. Aufgenommen im Bayerischen Jagdfalkenhof Schloss Tambach.

Die “erste” Kopulation der Bartgeier (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg). Einige Momente im Vorfeld gab es auch hier Pfeiftöne / Triller.

Die “zweite” Kopulation der Bartgeier (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg) folgte ca. 20 Minuten später.

Die Balz der Kuttengeier beginnt im Januar (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)). Im Balzflug fliegen die Kuttengeier übereinander und dabei berührt der oben fliegende Kuttengeier den darunter fliegenden Kuttengeier auf dem Rücken, so dass dieser sich umdreht und die Fänge des oberen Kuttengeiers ergreift, so dass dann beide nach unten fallen (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Die Begattungen finden „Februar/März“ statt (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)).

Die Balzflüge der Ohrengeier sind durch kreisende Flüge, „Verfolgungsflüge mit Stössen, Schwenkungen und Abstürzen“ gekennzeichnet (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)).

Die Balz der Bengalgeier, die mit grunzenden und schnarrenden Tönen begleichtet wird, findet in den Monaten September und Oktober statt (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)).

Die Balzflüge der Schmutzgeier beginnen nach der Ankunft am Brutplatz (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Bei den Balzflügen der Schmutzgeier drehen sich die Schutzgeier „um die eigene Achse” und stecken sich “gegenseitig die Füsse” zu (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“). Die Balzflüge werden als intensiv und mit „gewaltigen Sturzflügen“ beschrieben (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) bzw. dazu gehören „in den Aufwinden schweben, Abstürze, Girlandenflüge, Wendungen“ Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Die Flugspiele führen „nur frisch verpaarte“ Schmutzgeier durch, bei älteren Brutpaaren „sind solche Darbietungen seltener“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)).

Die Palmgeier führen zur Balz Flugspiele mit Sturzflügen und Loopings durch (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Das Nest, welches jedes Jahr benutzt wird, befindet sich auf Woll- und Affenbrotbäumen (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) bzw. „in einer Palme oder in anderen hohen Bäumen“ (Dierschke: „1000 Vögel“) bzw. „meist auf einer Palme“ („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)). Das Nest selbst besteht „aus Zweigen und Teilen der Ölpalme“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) und ist “mit Gras und Palmwedelteilen” (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) ausgepolstert.

Die männlichen Andenkondore spreizen bei der Balz („Lebendige Wildnis: Tiere der Gebirge“, 1994; König: “Auf Darwins Spuren”, 1983; Fischer: „Die Geier“, NBB311, 2005) die Flügel, die dann abwechselnd gespreizt und wieder angelegt werden. Durch das Aufblähen oder Aufblasen des Halses, verfärbt dieser sich leuchtender beim Männchen. Der Kopf wird dann zum Boden gesenkt und mit der Zunge erzeugt das Männchen ein Schnarren oder tuckern. Anschliessend wendet es dem Weibchen den Rücken zu und springt mit Flügelschlägen. Das Männchen faucht, schüttelt das Gefieder und schlägt die Flügel wieder zusammen. Das Weibchen folgt und berührt mit ihrem Schnabel den Schnabel und den Kopf des Männchens. Männchen und Weibchen beknabbern sich vor bzw. Schnäbeln bei der Begattung an Kopf und Hals.

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Andenkondore (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg):

Erfolgloser Balzbeginn ... oder einer, der erst in einem Jahr fruchtete ...

sich schnäbeln ... mit nachfolgender Kopulation ...                                         .

Bei der Balz der Kalifornischen Kondore beugt das Männchen den Kopf nach vorn, so das der Nacken gezeigt wird (Fischer: „Die Geier“, NBB311 (2005)). Der Hals des Männchens rötet zur Balz stark (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)). Das Weibchen führt einen „Solotanz“ durch (Fischer: „Die Geier“, NBB311 (2005)).

Beide Königsgeier (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) laufen zur Balz flügelschlagend umeinander umher und stossen Pfeiftöne aus.

Die Rabengeier führen eine 2 bis 3 minütige Bodenbalz (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) mehrere Tage durch. Das Männchen umkreist (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) das Weibchen mit vorgestrecktem Hals und das Weibchen dreht sich schnell im Kreis. Die Bodenbalz (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) beendet die Paarbildung.

Zur Balzzeit versammeln sich mitunter 30 bis 40 Truthahngeier, die Synchronflüge und Flugspiele durchführen und am Boden Balztänze machen (Fischer: „Die Geier“, NBB 311, 2005).

Die Balzflüge der Fischadler-Männchen zur Reviermarkierung und Weibchenanlockung (FALKE 09/2014) beginnen im Zeitraum „März/April“ (FALKE 09/2014). Das Männchen (FALKE 09/2014) steigt mit jammernden Rufen mehrere Hundert Meter in die Höhe und schliesst mit gefächerten Schwanz wieder nach unten, um dass Ganze zu wiederholen. Auch ein Rütteln im Flug wurde beim Balzflug (FALKE 09/2014) beobachtet. Die männlichen Fischadler führen ihre Balzflüge laut Beobachtungen mit einem Fisch (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“; Perrins: "Die BLV Enzyklopädie, Vögel der Welt", 2004) in einem der Läufe durch. Die Balzflüge des Männchens beinhalten Steigflüge in Höhen bis zu 300m (Gensbol, Thiede: „Greifvögel“, 2005; Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“). Das Männchen gibt leise Pjieb-Laute (Moll: „Die Fischadler“, 2004 (1962)) vor der Begattung von sich. Das Männchen begattet das Weibchen zwischen 150 bis 288 Mal, durchschnittlich 160 Mal je Brutversuch (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006, Seiten 64 und 117). Die Begattungsdauer wird mit 12 Sekunden (Moll: „Die Fischadler“, 2004 (1962)) bzw. „zehn bis zwanzig Sekunden“ („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 3 (Els-Gaz)) angegeben. Es wurden 3 Begattungen in einer Stunde (Moll: „Die Fischadler“, 2004 (1962)) beobachtet.

Mit freundlicher Genehmigung von Eric Fischer wurde das Foto verwendet. Das Foto der Fischadler wurde in Florida aufgenommen.

Die Baumfalken führen die Balzflüge nach der Rückkehr aus dem Winterquartier im April bis Mai durch. Das Baumfalken-Männchen stösst dabei im Gleitflug auf das Weibchen zu und steigt dann wieder in die Höhe, was es dann auch wiederholt. Das Männchen übergibt zur Balz dem Weibchen Beutestücke als "Geschenk". Von diesen Beutestücken hat das Männchen zum Teil dann auch schon gefressen. Die Baumfalken sind stimmlich aktiv. Die Begattung (Fiuczynski: „Der Baumfalke“, NBB, Band 575) dauert maximal 11 Sekunden bzw. (bei einer anderen Beobachtung: 6 bis 12 Sekunden).

Die Wanderfalken führen ihre 10 bis 20 minutenlangen Balzflüge in den Monaten März bis Mai (je Region können die Balzflüge auch später enden) durch. Auf der Iberischen Halbinsel erfolgt der Beginn der Balz im Februar bis März. Beide Wanderfalken schrauben sich in die Höhe und jagen sich, sie fassen sich zum Teil auch an den Fängen. Bei den ca. 100 m langen Sturzflügen wird gebremst, in dem die Wanderfalken die Schwanz- und Flügelfedern voll spreizen. Auch ist in der Luft die Balzfütterung zu beobachten, wobei das über dem Weibchen fliegende Männchen die Beute in den Fängen hält. Das Wanderfalken-Weibchen dreht sich und dann lässt auch das Männchen die Beute fallen, die dann das Weibchen auffängt. Die Balzflüge werden bei festen Paaren weniger durchgeführt. Die Wanderfalken-Männchen, die noch keine Partnerin haben, führen Schauflüge durch, um auf sich aufmerksam zu machen. Dabei kommt es dann zu den Sturzflügen auf das Weibchen, den Loopings und der Beuteübergabe in der Luft. Es ist auch mehrfach beobachtet wurden, dass sich ein Männchen mit mehreren Weibchen verpaart hatte, wobei in keinem Fall Nachwuchs gross gezogen wurde, weil dass Männchen mit der Beutebeschaffung überfordert war. Die 8 bis 15 Sekunden andauernde Begattung ("Lebendige Wildnis, Tiere der Nadelwälder", 1994) wird mit Rufen begleitet.

Die Balz der Turmfalken findet im März bis April statt. Zu dieser Zeit werden auch die Reviere besetzt, sofern sie nicht schon durch Standvögel besetzt sind. Die Balz wird mit Lautäusserungen begleitet. Das Turmfalken-Männchen führt während der Balzflüge Scheinangriffe auf das Weibchen durch. Aufgrund von durchgeführten
Untersuchungen (Miersch: „Das bizarre Sexualleben der Tiere, Ein populäres Lexikon von Aal bis Zebra“, 1999) fand man heraus, dass Turmfalkenweibchen leichte Männchen bevorzugen, da diese erfolgreicher jagen. Das Männchen übergibt während der Balz Beutestücke von Schnabel zu Schnabel dem Weibchen.

Buntfalken und Turmfalken (Falke 12/1998) führen während als auch außerhalb der Brutzeit viele Kopulationen aufgrund fortpflanzungsbiologischer und und kommunikativer Bedeutung durch.

Mit freundlicher Genehmigung wurde das Foto von der Begattung zweier Turmfalken von Heinrich Winkler verwendet.

Die Wüstenfalken führen ihre Balz im Dezember durch. Von Mai bis Juli findet die Balz bei den Schieferfalken statt. Die Gerfalken führen die Balz im Februar durch. Die im Südosten lebenden Saker-Falken führen im Februar die Balz mit lauten Rufen und der Revierverteidigung durch.

Die Begattung bei den Rötelfalken (VÖGEL 02/14) dauert ca. 30 Sekunden.

 

 

Die Balz der Schleiereulen beginnt frühestens im Januar (FALKE 01/2015) oder „Ende Februar“ ("Lebendige Wildnis, Tiere der Heide und Mischwälder" (1995)) oder im März in Mitteleuropa („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder „zwischen Februar und April“ werden die „Revierrufe und Balzflüge“ durchgeführt (FALKE 01/2015) oder zwischen März und Mai beginnt die Balz- und Brutzeit (Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)). Das Männchen wirbt dabei das Weibchen an und wehr die Rivalen ab (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)). Um die Weibchen anzulocken, fliegen die Männchen mit „kreischenden Rufen um potentielle Nistplätze“ herum (FALKE 01/2015) oder die Männchen fliegen wiederholt den Nistplatz an (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)). Ein vorerst aggressives Verhalten wird durch Verfolgungsflüge später abgelegt (FALKE 01/2015). Männchen und Weibchen fliegen „in grossen Schleifen und Spiralen umher und verfolgen sich rufend gegenseitig in der Luft“, „verfolgen sich spielerisch, schnurren im Duett und putzen sich gegenseitig“ und reiben sich oft „zärtlich ihre Köpfe aneinander“ ("Lebendige Wildnis, Tiere der Heide und Mischwälder" (1995)). Zum Schluss bringt das Männchen dem Weibchen eine Beutetier bzw. eine Maus (FALKE 01/2015; Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000); "Lebendige Wildnis, Tiere der Heide und Mischwälder" (1995)). Häufig schwebt das Männchen vor dem Weibchen einige Sekunden „mit klatschenden Flügelschlägen“ in der Luft ("Lebendige Wildnis, Tiere der Heide und Mischwälder" (1995)). Die Kopulationen beginnen mehr als einen Monat vor der Eiablage ("Lebendige Wildnis, Tiere der Heide und Mischwälder" (1995)), dauern 15 bis 60 Sekunden (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) und erfolgen bis zu 6 Wochen nach dem Schlüpfen der Jungvögel ("Lebendige Wildnis, Tiere der Heide und Mischwälder" (1995)).

Die Russeule schnalzt mit der Zunge bei der Balz. Die Balz der Riesenfischuhus beginnt im verschneiten Februar, dann wenn es am kältesten ist, und endet im Mai. Der Balzruf der Kanincheneule ist kuckucksartig.

Während der Herbstbalz oder im Oktober bis November bilden sich die Uhu-Paare (NABU: "Der Uhu: Vogel des Jahres 2005") oder die Herbstbalz dient der „Revierabgrenzung und Paarbildung“ (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)). Ansonsten beginnt die Balzzeit im Februar bis März („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2); Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) oder im März bis April (Wildpark / Falknerei Potzberg: Zooschild) oder im „März oder April“ (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder „schon ab März“ „ruft der Uhu in der Abenddämmerung“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder die Balzrufe ertönen im Februar bis März („Von Alpen bis Zoo; Faszination Alpenzoo“). Der Uhu sträubt beim Rufen „sein Kehlgefieder, so dass ein auffallend weisser Fleck sichtbar wird“ (de la Fuente: „fauna Das grosse Buch über das Leben der Tiere“, Band 5 Eurasien und Nordamerika (1971)). Um das Rufverhalten zur Herbst- und Hauptbalz zu untersuchen, wurden bis zu 17 Uhu-Reviere aufgesucht, im „1. Quartal 2014 insgesamt 7.255“ Minuten „Beobachterzeit vor Ort aufgewendet, im 4. Quartal 8.280“ Minuten „und im 1. Quartal 2015 7.760“ Minuten (Eulenrundblick 66). Im Ergebnis konnte festgestellt, dass die Rufaktivität des Männchens deutlicher ausgeprägt ist, dass die Rufe des Männchens während der Herbstbalz der Reviersicherung dienten und zu 30% mit den Weibchen einen Wechselgesang durchführten (Eulenrundblick 66). Des Weiteren wurde festgestellt, dass während der Hauptbalz „die Antreffwahrscheinlichkeit rufender Männchen und ebenso der Paarnachweis in einem Revier … fast doppelt so hoch“ ist, „wie während der Herbstbalz“ (Eulenrundblick 66). Um zu Untersuchen, ob die Witterung und die Mondphasen zusätzlich einen Einfluss auf das Rufverhalten der Uhus haben, wurden die Auswertungen entsprechend analysiert und man stellte fest, dass Mondphasen für das Rufverhalten der Männchen bedeutungslos sind, dass Starkwind oder Windstille bedeutungslos ist, bei klarem Himmel „tendenziell häufiger gerufen“ wurde und „in der Regel bei bedeckten Himmel 5-6 Minuten früher mit dem Rufen“ angefangen wurde (Eulenrundblick 66). In einer anderen Untersuchung „zur abendlichen Hauptrufzeit der Uhumännchen während der Herbst- und Hauptbalz“ in den Jahren 2014 bis 2016 „an einer Uhupopulation im Raum Freiburg (Baden-Württemberg), inwieweit sich Vollmondbeleuchtung auf das Rufverhalten auswirkt“, kam heraus, dass Vollmond keinerlei Einfluss auf die Rufaktivität, den Rufbeginn, die Rufdauer, die Rufanzahl rufender Männchen hat (Eulenrundblick 67). In einer Analyse balzender Uhus wurde das Verhalten dokumentiert, so dass man festhalten konnte, dass das Uhu-Männchen als Lockmittel bei der Werbung um das Weibchen einerseits das „Futterzeigen“ und die „Beuteübergabe“ einsetzt und andererseits das >Brutplatzzeigen<, wie „Rufe, Tanz, Drehungen, Scharren; Muldedrehen“, durchführt (Tagungsbroschüre 2016 der AG Eulen). Des Weiteren wurde dokumentiert, dass das Uhu-Weibchen am Ende der Balzperiode „wiederholt längere Zeit“ ein Probeliegen, ein „Scheinbrüten“ durchführt (Tagungsbroschüre 2016 der AG Eulen). „Im letzten Drittel der Balz“ kommt es gehäuft zu Futterübergaben und zu Kopulationen und das Ende der Balz beginnt mit dem Legen des ersten Eis (Tagungsbroschüre 2016 der AG Eulen). Zur Paarung landet das Männchen auf dem Rücken des Weibchens „und vollzieht unter ausholendem Flügelschlagen und mit schrillen Kopula-Zwitschern die Paarung“ (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)).

Im ausgehenden Winter führen die Schnee-Eulen „Erkundungsflüge von den hocharktischen Überwinterungsgebieten (in der Regel nördlich des 60. Breitengrades) in Russland nach Westen“ durch, „um das Nahrungsangebot in den geeigneten Brutgebieten zu untersuchen“ (FALKE 08/2016). Die Balzzeit beginnt im Winter (Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)) oder die Männchen beginnen „im März oder April“ mit den Imponierflügen („Tierparadiese unserer Erde: Polargebiete“ (2008)). Das Männchen „zeigt sein Revier durch Rufen und Imponieren mit aufgestelltem Schwanz und erhobenen Flügeln an“ und das Männchen ruft auch, „um seine Familie vor nahenden Gefahren zu warnen“ (Burton: „Das Leben der Vögel“ (1985)). Bei den Balzflügen werden während der „Gleitphase die Flügel steil V-förmig nach oben“ gezogen, „so dass eine wellenförmige Flugbahn entsteht“ („Faszination Tier & Natur“ (Loseblatt-Sammelwerk)) oder die Balzflüge des Männchens werden als akrobatisch beschrieben (Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)). Des Weiteren tippelt das Männchen „in flach vorgebeugter Haltung und mit aufgestelltem Schwanz auf einen kleinen Hügel“ und bringt seine „bellenden Gesangsstrophen“ hervor („Faszination Tier & Natur“ (Loseblatt-Sammelwerk)) oder das Männchen versucht mit „Rufen und Scharren“ ein Weibchen anzulocken (Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)). Der Ruf ist bis zu 10km weit zu hören („Faszination Tier & Natur“ (Loseblatt-Sammelwerk)). Das Männchen übergibt dem Weibchen dann ein Beutetier als Brautgeschenk (Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)).

Eulennest: Aufgenommen im Stadtmuseum Schwabach

Die nachfolgenden Fotos zeigen die Begattung der Schnee-Eulen (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg).

Bei den Bartkäuzen beginnen die „Reviergesänge des Männchens“ in den milden Winterabenden (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) oder gewöhnlich „zwischen Anfang März und Mitte Mai“ und in der Regel beginnen die „Männchen Sonnenuntergang zu rufen und“ hören „bei Sonnenaufgang auf, manchmal etwas später“ (Mikkola: „Der Bartkauz“, NBB 538 (1981/1995)) oder die Reviergesänge der Männchen beginnen „kurz nach Sonnenuntergang“ und enden „in der Morgendämmerung oder bei Sonnenaufgang“ im Januar ("Lebendige Wildnis, Tiere der Nadelwälder" (1994)) oder die Balz beginnt in den Wintermonaten (Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)) oder „die Balz findet im Frühjahr statt“ („Tierparadiese unserer Erde: Polargebiete“ (2008)) oder die Paarbildung beginnt im Januar (Dierschke: „1000 Vögel“). Des Weiteren führt das Männchen langsame, wellenförmige Schauflüge durch, versucht dabei „ein Weibchen zum Mitfliegen zu bewegen“, so dass beide gemeinsame Flugspiele durchführen ("Lebendige Wildnis, Tiere der Nadelwälder" (1994)) oder das Männchen fliegt „während der Balzzeit oft umher und provoziert das Weibchen zu Flugspielen” (Mikkola: „Der Bartkauz“, NBB 538 (1981/1995)). Männchen und Weibchen reiben ihre Schnäbel „mit leisen Summtönen” aneinander ("Lebendige Wildnis, Tiere der Nadelwälder" (1994)). Die Kopulationen erfolgen „meist abseits vom Horst“ (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)).

Die nachfolgenden Fotos zeigen die Begattung der Bartkäuze (aufgenommen im Tiergarten Nürnberg)

Die folgenden Fotos wurden im Weltvogelpark (früher: Vogelpark Walsrode) aufgenommen und zeigen Bartkäuze beim ausbrüten.

Die Herbstbalz der Habichtskäuze wird als lautstark und mit einer „zum Teil nicht beschreibbaren Lautfülle“ beschrieben, wobei „am bekanntesten“ das „Bellen“ ist (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) oder die Balz beginnt „Mitte Dezember“ (Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)). Des Weiteren sind die Balzrufe der Männchen im März bis April zu hören („Geheimnisvolle Welt der Vögel“; Tomus-Verlag), die „wie das Bellen einer Bulldogge“ beschrieben werden („Geheimnisvolle Welt der Vögel“; Tomus-Verlag). Die Rufe des Weibchens werden als „kreischend“ beschrieben („Geheimnisvolle Welt der Vögel“; Tomus-Verlag). Die Kopulation erfolgt „zum abendlichen Aktivitätsbeginn“, „ausserhalb des Brutplatzes“, wobei das Männchen mit den Flügeln schlägt, schrill zwitschert (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)).

Die Balz der Waldkäuze mit den Balzrufen beginnt im Herbst und endet in der „Hochbalz im Februar und März“ (VÖGEL 01/2017) oder im Herbst beginnt die Balz oder Vorbalz (VÖGEL 01/2017; Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)) oder die Balz beginnt im Herbst mit einem weithin hörbar heulenden „Reviergesang“, bei dem meist das Männchen >singt< und der Kontaktruf des Weibchens „etwas höher und heisser“ klingt („Natur erleben“ 02/2017) oder die Rufe oder Töne des Männchens werden mit dunkel beschrieben und die Rufe oder Töne der Weibchen werden mit „wesentlich heller“ klingend beschrieben („Die grosse Larousse Natur Enzyklopädie“, (2002)) oder die Revier- und Balzrufe werden mit einem „am Schluss absinkendes huh-huch, huhuhuhu“ beschrieben, wobei „auch das gellende, hohe kuwitt“ erwähnt wird (Blase: „Die Jägerprüfung“ (2007)) oder die Balzrufe werden als „ein weit schallendes >hu-huu, hu-huu<“ (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder der „Balzgesang“ wird auch als schaurig beschrieben (Müller: „Die geheime Sprache der Vögel“ (2011)). Die Balzrufe sind 3km weit zu hören (FALKE 01/2017). Zur Balz findet man aber auch die Zeitrahmen „manchmal schon im Dezember, meist aber erst Ende Januar, Anfang Februar“ (Landlust: Januar/Februar 2017) oder „Februar bis März“ (Vogelschutz 04/2016). Das Männchen übergibt zur Balz dem Weibchen eine Beute als Geschenk („LBV-Artenwissen: Vögel erkennen und bestimmen“).

Die Balz der Waldohreulen beginnt im Februar (Allert, Göring: "Eulen und Landkreis Gotha" (2001)). Der Revierruf des Männchens ist ein „leises, aber deutliches huu“ (Blase: „Die Jägerprüfung“ (2007)) oder der Balzruf ist ein „u-u-u“ („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)). Im Balzflug klatschen Männchen und Weibchen mit den „Flügeln unter dem Körper“ zusammen (Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977)) oder im Balzflug wird ein „Flügelklatschen“ durchgeführt (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder das Männchen klatscht „laut mit den Flügel“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder zum Balzflug werden die Flügel V-förmig hochgestellt und die Männchen klatschen des Weiteren mit den Flügeln zusammen (VÖGEL 03/2009) oder das Männchen klatscht die Flügel im Balzflug „unter dem Körper zusammen“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder das Männchen klatscht „laut mit den Flügeln“ im kreisenden Balzflug („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder das Männchen begleitet den Balzflug mit einem Flügelklatschen (Allert, Göring: "Eulen und Landkreis Gotha" (2001)) oder beim Balzflug kann das Männchen mit den Flügeln „unterhalb des Körpers unregelmässig zusammenklatschen“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)). Anschliessend wählt das Weibchen den Brutplatz aus (Allert, Göring: "Eulen und Landkreis Gotha" (2001)).

Die Balzzeit der Sumpfohreulen beginnt „Anfang März(„Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder im März („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder im April (Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)). Zur Balz zeigt das Männchen Imponierflüge, in dem es die Flügel unter dem Bauch 2 bis 6mal klatschend zusammenschlägt (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder beim Balzflug klatscht das Männchen die Flügel zusammen („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder während der Balzflüge werden die „Flügel unter dem Körper“ zusammengeklatscht (Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977)) oder im Balzflug werden die Flügel „unter dem Rumpf zusammengeschlagen“ (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder der Balzflug ist kreisend und Flügel werden während des Flugs „unter dem Körper“ zusammengeklatscht (Campbell: „Das grosse Vogelbuch“) oder beim Balzflug werden die Flügel mehrfach zusammengeklatscht (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder beim Balzflug kommt es zu kurzen schmetternden Flügelklatschen (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder das Männchen zeigt „Imponierflüge mit jähen Sturzflügen“ und ruft dabei („Faszination Tier & Natur“ (Loseblatt-Sammelwerk)) oder nach dem Zusammenklatschen der Flügel „unter dem Körper“ fällt die Sumpfohreule „wie ein Stein einige Meter nach unten, bevor sie langsam weiterfliegt“ („Buch der Vogelwelt, Mitteleuropas“ (1973)) oder beim kreisenden Balzflug kommt es zu plötzlichen Abstürzen und Wiederaufsteigen(„Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder die Imponierflüge bestehen aus Gleitflügen, „die von Sturzflügen unterbrochen werden“, wobei „die Flügel unter der Brust“ „gleich mehrfach hintereinander klatschend zusammengeschlagen“ werden (Allert, Göring: "Eulen und Landkreis Gotha" (2001)) oder beim Balzflug führen die Männchen imposante Sturzflüge durch (Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)). Der Balzruf wird mit „dumpfes bububu“ (Blase: „Die Jägerprüfung“ (2007)) oder „ein tiefes >bu bu bu<“ (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder mit einer „Reihe von 6 bis 10 schnell wiederholten, dumpfen Lauten“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)).

Die Balzzeit der Rauhfusskäuze „beginnt bereits im Winter“ (Brichetti: „Vögel in Garten, Park und freier Natur“ (2002)). Die Balzrufe des Rauhfusskauz-Männchens sind „schon im Spätwinter, meist nur bei vollständiger Dunkelheit“ zu hören (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder sind ansteigende kurze „u-artige Töne von einer Klangfarbe“ und sind in der ganzen Nacht von Februar bis März zu hören („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder werden mit einer „lauten, häufig, wiederholten u-u-u-u Strophe“ beschrieben (Blase: „Die Jägerprüfung“ (2007)) oder beginnen „40 Minuten nach Sonnenuntergang“ („Geheimnisvolle Welt der Vögel“; Tomus-Verlag) und sind in 3km noch zu hören (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder „über mehrere Kilometer zu hören“ (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder die Rufe der Rauhfusskauz-Männchen unterscheiden sich bezüglich der „Tonhöhe, Geschwindigkeit und Länge“ (Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004)) oder ab der Abenddämmerung beginnt das Rauhfusskauz-Männchen mit den Rufen und in der ersten 5 bis 15 minütigen Pause schlägt das Rauhfusskauz-Männchen manchmal Beute (Eulenrundblick 48/49). Die Balzaktivitäten des Rauhfusskauz-Männchens werden intensiver und der Balzgesang erfolgt fast ohne Unterbrechung, wenn ein Rauhfusskauz-Weibchen in der Nähe ist (Eulenrundblick 48/49). Das Rauhfusskauz-Männchen bebalzt vielfach mehrere Höhlen, wobei dann das Rauhfusskauz-Weibchen die Höhle auswählt (Eulenrundblick 48/49). Nach der Verpaarung legt das Rauhfusskauz-Weibchen die Eier und das Rauhfusskauz-Männchen reduziert „seine Gesangsaktivität auf wenige leise Rufreihen zu Beginn seiner abendlichen Aktivität“ (Eulenrundblick 48/49).

Zur Balzzeit der Steinkäuze findet man „Ende Februar bis Mitte April“ (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) oder März bis April („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2); Kraus: „Faszination Eulen“ (2012)) oder „im zeitigen Frühjahr“ (VÖGEL 03/2009) oder die Balzrufe der Steinkauzmännchen „sind in den Monaten Februar bis März in der Abenddämmerung zu hören“ (FALKE 06/2013) oder die „Balz beginnt im April“ (Eaglemoos International: „Unsere schöne Vogelwelt“, Heft 13: „Der Steinkauz“ (2000)). Die Revierrufe werden mit einem langgezogenen „guuhk“ beschrieben, die alle 4 bis 5 Sekunden wiederholt werden (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder die Rufe werden mit einem langgezogenen „guuhk“ beschrieben (Eaglemoos International: „Unsere schöne Vogelwelt“, Heft 13: „Der Steinkauz“ (2000)) oder die Rufe werden mit einem langgezogenen „guhk“ beschrieben (Blase: „Die Jägerprüfung“ (2007)) oder die Balzrufe werden mit einem weichen und aufsteigenden „ghuk“ beschrieben (Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988)).

Die Balz der Sperbereulen „kann schon im Herbst beginnen“ und der Höhepunkt der Balz ist im März und im April (Tiergarten Nürnberg: Zooschild) oder die Balz beginnt „meist schon Anfang/Mitte Februar“ (Gefiederte Welt 05/2001) oder als balzzeitraum findet man Anfang März bis Mitte April (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)). Die Kopulation leiten Beuteübergaben vom Männchen an das Weibchen ein, wobei „das Männchen auf auf den Rücken des Weibchens“ fliegt, „während dieses“ dieses die Beute verschlingt (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)). Die Kopulation „wirkt flüchtig und dauert nur kurz“ (Gefiederte Welt 05/2001). Zuvor gibt es „hektische Wechselgesänge mit unterschiedlichen Trillerstrophen“ (Gefiederte Welt 05/2001).

Die Anpaarung der Sperlingskäuze beginnt „schon im Oktober“ (Thiede: „Greifvögel und Eulen“, 3.Aufl. (2005)) oder die jungen „Sperlingskäuze balzen häufig schon im gleichen Herbst“, wobei „vermutlich eine lockere Anpaarung der Partner“ stattfindet („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)) oder die Herbstbalz findet „im September und Oktober“ statt und dient „der Reviergründung und -abgrenzung“ (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) oder die Herbstbalz findet im „von September bis November“ statt und dient der Revierbildung und Revierabgrenzung (Allert, Göring: "Eulen und Landkreis Gotha" (2001)). In den Monaten „zwischen Ende Februar und Anfang April“ „findet die eigentliche, sexuell motivierte Balz“ statt (Mebs/Scherzinger: "Die Eulen Europas" (2000)) oder die Frühjahrsbalz „beginnt je nach Wetterlage im Februar, März mit einer höhlenfernen Anpaarungsphase und geht im weiteren Verlauf in das höhlennahe Paarungsgeschehen über“ (Allert, Göring: "Eulen und Landkreis Gotha" (2001)) oder „die Balz beginnt im März“ („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder der Balzruf der unverpaarten Männchen ist „manchmal bis zu 6.000 mal am Tag“ in der Abenddämmerung in den Monaten „März bis Juni“ zu hören und endet „mit dem Beginn der Brutzeit“ („Geheimnisvolle Welt der Vögel“; Tomus-Verlag) oder das Männchen beginnt am frühen Nachmittag „weiche Lockrufe und eine ansteigende Rufreihe (>Tonleiter<) zu äussern“ (Zimmer/Eisenreich: „Greifvögel und Eulen sowie Rabenvögel“, (2006)) oder die Männchen singen „gewöhnlich im März“ und dieses „besonders in den dämmerigen Abend- und Morgenstunden“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 8 (Vögel 2)).

 

 

Der Ruf der Ziegenmelker wird als „grillenartiges Zirpen“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder der Gesang der Männchen wird als „leises Gurren“ („Die grosse Larousse Natur Enzyklopädie“, (2002)) oder als „Schnurren“ (naturgucker: 25: Juli/August 2016) oder als „merkwürdiges etwa 600 Meter weit gut hörbares Schnurren“ (Eulenrundblick 60) oder als minutenlanges, „monotones, hölzernes Schnurren“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder als „langes, monotones Schnurren“ (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder als „langes, ratterndes Schnurren“ (Hume: „Vögel in Europa“, (2013)) oder als lang anhaltende, schnurrende und mit gelegentlichem Tonwechsel verbundene Strophen (Hayman, Hume: „Die Kosmos Vogel Enzyklopädie“, (2003)) oder ein 5-minütiges pausenloses Schnurren („Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder als hartes schnurren (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder mit „schnell aufeinanderfolgenden dumpfen Tönen, die ständig wiederholt werden und ein monotones, leicht vibrierendes Schnurren ergeben“ („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)) oder schnurrendender an- und abschwellender Reviergesang (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder wie das „Schnurren eines Spinnrades“, „in unterschiedlicher Höhe und Klangfarbe“ (Schlegel: „Der Ziegenmelker“, NBB406, (1969/2014)) beschrieben. Am Ende des Rufes wird die Tonfolge langsam abfallend, das Männchen erhebt sich in die Höhe und schlägt mit den Flügeln über dem Rücken zusammen („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)) oder man findet, dass sich die Ziegenmelker „flügelklatschend in die Luft“ werfen (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“). Das Rufen oder der Gesang beginnt nach dem Sonnenuntergang und dauert „manchmal nur eine Stunde“ oder „bis tief in die Nacht“ („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 21 (1988)). Der Ruf ist bis zu einem km zu hören (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)). Die Männchen führen zur Balz einen langsamen Flatterflug durch, „bei dem sie mit den Flügeln klatschen“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopadie“ (2007)) oder machen beim Balzflug „knallende oder knatternde Fluggeräusche“ (Lang: „Die Vögel Europas“) oder klatschen beim Balzflug die den Flügeln zusammen (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“; „Brehms Neue Tierenzyklopädie“, Band 6 (Vögel 2)) oder begleiten den Balzflug mit einem mehrfachen Flügelklatschen (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)).

Beim Männchen der Falkennachtschwalbe oder des Nachtfalken, lat. Chordeiles minor erzeugt durch das Gefieder beim Sturzflug ein dröhnendes Brummen. Das Männchen des Rothalsziegenmelkers, lat. Caprimulgus ruficollis wiederholt ständig seinen Doppelruf. Das Ziegenmelker-Männchen (lat. Caprimulgus europaeus) gibt bis zu 5 Minuten lange Schnurr-Laute von sich und klatscht während seiner auffälligen Flüge mit den Flügeln zusammen. Den Männchen der polygam lebenden Arten des Flaggenflüggels, lat. Macrodipteryx wachsen zur Balz verlängerte Handschwingen. Diese werden bis zu 54 cm lang und sind nur an der Spitze befiedert und so ist ein besseres Anlocken der Flaggenflüggel-Weibchen durch den Flaggenflügel oder die Fahnennachtschwalbe, lat. Macrodipteryx longipennis möglich. Die Männchen der Hakenschwanz-Nachtschwalbe oder Scheren-Nachtschwalbe, lat. Macropsalis creagra oder(?) lat. Macropsalis forcipata stellen bei der Balz ihre 48 bis 68 cm langen Schwanzfedern im rechten Winkel auf.

06.02. Die Greifvögel und Eulen, Kreuzungen und Hybriden
Die Verbreitungsgebiete der Hochlandbussarde, lat. Buteo hemilasius und Adlerbussarde, lat. Buteo rufinus überlappen sich wesentlich „im Ost-Tienschan, Tarbagatai und Altai“ (Ornithologische Mitteilungen: Jahrgang 53, Nr.: 10/2001). In der Mitte der südlichen Seite der Tarbagatai-Gebirgskette wurde beobachtet, dass „Adler- und Hochlandbussarde nahezu unbegrenzt“ hybridisieren und es „keine sichtbare Bevorzugung der eigenen Art bei der Auswahl des Partners“ gibt (Ornithologische Mitteilungen: Jahrgang 53, Nr.: 10/2001).

Falke 06/1999 gibt an, dass Kreuzungen zwischen Wespenbussarden und Schopfwespenbussarden vorkommen können. In Italien (Latim) wurde eine Kreuzung von einem Mäusebussard und einem Schwarzmilan dokumentiert. In Falke 06/2005 heisst es, dass entflohene künstlich gezüchtete Hybriden von Falken sich mit reinen Arten kreuzen und häufig fruchtbare Hybriden zeugen. Laut dem „FALKE-Sonderheft Greifvögel 2011“ ist eine Vermischung von Falkenunterarten einerseits zu erwarten. Andererseits wird angegeben, dass sich die Falkenarten nicht oder sehr selten paaren.

Ein männlicher Gänsegeier und ein weiblicher Mönchsgeier verpaarten sich 1928 im Zoo Halle („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)). Der Jungvogel hatte einen hellen Kopf, einen hellen Hals und helle Schenkel und war ansonsten dunkel („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)).

Fruchtbare Hybriden zwischen den Unterarten des Schwarzmilans Milvus migrans aegyptius und Milvus migrans parasitus aber auch unter den Unterarten des Schwarzmilans Milvus migrans govinda und Milvus migrans lineatus sind bereits beobachtet worden (Ortlieb: “Der Schwarzmilan“, NBB 100). Auf den Kapverden konnten fruchtbare Hybriden zwischen den Rotmilanen der Unterart Milvus milvus fasciicaude und den Schwarzmilanen der Unterart Milvus migrans migrans dokumentiert werden (Ortlieb: “Der Schwarzmilan“, NBB 100).

Es wird angegeben, dass in Estland im Überschneidungsbereich der Lebensräume der Schreiadler und Schelladler „mehr als die Hälfte der bekannten Schelladlerreviere durch Hybridpaare besetzt“ sind (VÖGEL 02/2010) oder man findet auch, dass zwischen Schreiadlern und Schelladlern „mehrfach nachgewiesene Hybriden“ vorkommen (VÖGEL 01/2017). Auch in Mecklenburg-Vorpommern konnte ein Mischpaar, ein männlicher Schreiadler und weiblicher Schelladler dokumentiert werden (Bestand: 2005-2009: DDA: „Vögel in Deutschland“ (2014)).

In einer genetischen Untersuchung an 14 verschiedenen europäischen Populationen von Schreiadlern und Schelladlern, insgesamt mehr als 400 Brutpaaren, kam heraus, dass „Mischbruten oder Bruten unter Beteiligung von Hybriden“ in allen 6 untersuchten Populationen gefunden wurden, „in denen sich die Verbreitung der beiden Arten überlappt“, was einer 1.700km breiten Zone entspricht („Greifvögel und Falknerei“ (2016)).

Die Unterart Norfolk-Kuckuckskauz oder Norfolk-Kuckuckseule oder Norfolk-Insel-Kuckuckskauz oder Norfolk Island-Boobook, lat. Ninox novaeseelandiae undulata (früher: Ninox boobook royana oder Strix undulata oder Ninox novaeseelandiae undulata) hat als Verbreitungsgebiet die Norfolk-Insel („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 3 (1993); Eck/Busse: „Eulen“, NBB Band 469 (1977); Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012); König/Weick: „Owls of the World“ (2008); S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 2012“). Genaugenommen existierte 1986 nur noch ein einziges Weibchen (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 2012“; Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012)). Das letzte Weibchen wurde mit 2 Männchen der Unterart Neuseeland-Boobook, lat. Ninox novaeseelandiae novaeseelandiae verpaart und starb später 1996 (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 2012“). Es entwickelte sich jedoch eine Mischpopulation (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012)). Aufgrund der Verpaarungen wird der Bestand mit mindestens 4 Hybriden (Mikkola: „Handbuch Eulen der Welt“ (2013); Mikkola: „Owls of the World“ (2012)), mit „über 35“ Norfolkinsel/Kuckuckskauz-Hybriden (S.C.R.O.-Deutschland: „Jahresbericht 2012“) angegeben.

Auch im Rahmen der Eulenforschung im südlichen Südamerika stellte man fest, dass Hybriden zwischen den Kreisch- oder Schrei- oder Zwergohreulen der Arten der Santa Catarina-Kreischeule, lat. Otus sanctaecatarinae, der Kappeneule oder Mönchskreischeule oder Düstere Kreischeule oder Schwarzkappen-Kreischeule, lat. Otus atricapillus, der Bergwald-Kreischeule, lat. Otus hoyi und der Cholibaeule oder Tropen-Kreischeule oder Choliben-Zwergohreule oder Sperberkreischeule oder Tropenschreieule, lat. Otus choliba auftreten können (vergleiche entsprechende Artenbeschreibungen). Da eine Vermehrung der Hybriden in der Natur nicht festgestellt werden konnte, konnten auch keine "Mischpopulationen" unter diesen Eulen festgestellt werden.

Im Tierpark Berlin paarte sich 1988 ein Männchen des Chaco-Waldkauzes oder Chacokauzes, lat. Strix chacoensis (oder früher: Unterart: Grand Chaco Rostfusskauz, lat. Strix rufipes chacoensis) mit einem Weibchen des Brasilkauzes oder Brasilianischen Waldkauzes oder Rostkauzes, lat. Strix hylophila, so dass Mischlinge hervorkamen.

Kreuzungen oder Hybridisierungen zwischen dem Wüstenuhu, lat. Bubo ascalaphus und der Uhu-Unterart Bubo bubo interpositus (Bubo bubo ahoranii) wurden „in den Gebieten von Syrien, Israel und Palästina dokumentiert“ (S.C.R.O.-Deutschland: „Eulenbestand 2011“). Andererseits wird erwähnt, dass alle Sibirischen Uhus, lat. Bubo bubo sibiricus in Belgien, Holland und der BRD auf einen vor 40 Jahren von der Sowjetunion in die BRD importierten männlichen Uhu (Bubo bubo sibiricus) zurückgehen. Einen weiteren männlichen Sibirischen Uhus, lat. Bubo bubo sibiricus gab es zu dieser Zeit auch in Grossbritannien. Ein weiblicher Sibirischer Uhu, lat. Bubo bubo sibiricus, folgte 1999 nach Grossbritannien.

 

Weitere Beispiele folgen hier "in Bildern".

Die nachfolgenden Aufnahmen einer Kreuzung zwischen einem Gerfalken und einem Sakerfalken wurden in der Falknerei Schloss Tambach gemacht.

Diese Aufnahme einer Kreuzung zwischen einem Gerfalken und einem Lannerfalken wurden im Adler- und Wolfspark Kasselburg gemacht.

Die nachfolgenden Aufnahmen einer Kreuzung zwischen einem Gerfalken und einem Wanderfalken wurde in der Falknerei Schloss Tambach (links), einer Kreuzung zwischen einem Gerfalken und einem Wanderfalken wurde im Greifvogelpark / Falknerei Katharinenberg (mitte) und einer Kreuzung zwischen einem Gerfalken und einem Lannerfalken wurde im Wildpark Hundshaupten in der Falknerei Kolitsch (rechts) gemacht.

Die nachfolgenden Aufnahmen einer Kreuzung zwischen einem Steinadler und einem Steppenadler wurden in der Falknerei Loerke im Wild- und Freizeitpark Allensbach (links, mitte) und die Aufnahme eines Goldsteppenadlers (Tierpräparat) wurde in der Adlerwarte Niederwald (rechts) gemacht.

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Die nachfolgenden Aufnahmen einer Kreuzung zwischen einem Malaienkauz und einem Bartkauz (links; zusammen mit einem Bartkauz (rechts)) wurden in der Greifvogelstation Hellenthal gemacht.

06.03. Die Greifvögel und Eulen, von der Entwicklung im Ei bis zum maximalen Lebensalter
Das Weibchen legt das Ei oder die Eier (vergleiche Kapitel: "Die Greifvögel und Eulen, die Eier"). Die Eier sind bezüglich Grösse, Aussehen (Färbung, Form) und Gewicht verschieden und werden mit einigen Tagen Abstand gelegt. In diesen Eiern sind alle wichtigen Nährstoffe im Eiklar und Eigelb für die Entwicklung der Jungvögel enthalten. Somit beginnt dann die Entwicklung des Jungvogels im Ei. Die Elternvögel liefern beim Brüten, die Brutzeit ist je Art verschieden, die notwendige Wärme. Bei vielen Greifvögeln und Eulen brütet nur oder grösstenteils das Weibchen und das Männchen beschafft die Beute.

Am ersten Tag schwimmt die Keimzelle oder Keimscheibe mit Keimanlage, wo sich der Embryo entwickeln wird, auf der Dotteroberfläche im Eiklar, da er sich dort am nächsten an der wärmenden Brust des brütenden Elternvogels befindet. Es entstehen die Blutgefässe, durch die die Nährstoffe in den Embryo gelangen. Es entstehen die Augen, die Füsse und der Schnabel. Sobald die Entwicklung im Ei abgeschlossen ist, dreht sich der Jungvogel im Ei, so dass am spitzen Ende sich die Füsse befinden. Es bildet sich auf dem Oberschnabel ein kalkhaltiges Gebilde oder ein stumpfer hornhaltiger Dorn, was beides auch als Ei-Zahn bezeichnet wird. Gleichzeitig bildet sich der Ausschlüpfmuskel am Genick oder anders formuliert: bildet sich der Schlüpfmuskel (eine starke Schwellung des Nackenmuskels).

Das zerbrechen der Eierschalen oder das zerdrücken des noch nicht vollständig entwickelten Jungvogels in der Vergangenheit beim Brüten durch das Gewicht des Vogelweibchens, zurückzuführen auf die Umweltgifte, Pestizide, Dioxine, wie DDT, PCB oder Quecksilber, ist bereits in freier Natur bei Uhus, Steinadlern, Fischadlern, Weisskopfseeadlern, Seeadlern, Schreiseeadlern, Sperbern, Rotschulterbussarden, Rotfußfalken, Präriefalken, Wanderfalken, Mauritiusfalken, Lannerfalken, Eckschwanzsperbern, Rundschwanzsperbern und indischen Geiern beobachtet worden.

Mit freundlicher Genehmigung von Dirk Harders, www.falkenzucht-oldersbek.de, wurden die nachfolgenden Fotos des vom Altvogel zerdrückten Sakerfalken-Kückens verwendet werden.

Ist die Entwicklung des Jungvogels im Ei beendet, kratzt oder pickt der Jungvogel oder das Kücken mit dem Ei-Zahn mit mehreren Ruhepausen an der Ei-Schale. Dadurch erhöht sich der Sauerstoffbedarf des Kückens. Sofern nicht genügend Sauerstoff über die Poren durch die Ei-Schale zum Kücken gelangte, erstickt das Kücken. Hat der Jungvogel eine Öffnung gekratzt und die Schale durchbrochen, gelangt erstmals der wichtige Sauerstoff in das Ei. nach einer Pause wird die Öffnung weiter bearbeitet und vergrössert. Irgendwann ist die Öffnung des Eies durch den Ei-Zahn gross genug, um durch das Stemmen der Füsse gegen den „Boden“ und das Drücken der Schultern gegen „Deckel“ ein öffnen des Eies zu erreichen. Hat sich das Kücken aus dem Ei gezwängt, ruht es sich aus und die Duhnenfedern trocknen. Aufgrund des unterschiedlichen legens der Eier, schlüpfen auch die Jungvögel an verschiedenen Tagen. Die Elternvögel entfernen die Schalen aus dem Nest. Der Ei-Zahn und der Schlüpfmuskel verschwinden nach einigen Tagen.

Mit freundlicher Genehmigung von Dirk Harders, www.falkenzucht-oldersbek.de, wurden die nachfolgenden Fotos des schlüpfenden und dann geschlüpften Wanderfalken verwendet.

Mit freundlicher Genehmigung von Kerry Wolter von der "VulPro" (Vulture Conservation Programme (Südafrika)), www.vulpro.com, konnte das linke Fotos eines geschlüpften Kapgeier-Kückens bei VulPro verwendet werden.

Nach dem Schlüpfen der Jungvögel werden die Vögel im Groben in Nestflüchter (, wie zum Beispiel Enten (die Kücken können den Elternvögeln bald folgen)) und Nesthocker unterteilt. Erst nach einiger Zeit, so eine zusätzliche Untergliederung, können die "Platzhocker" wie zum Beispiel die Jungvögel der Möwen und Pinguine den Elternvögeln folgen. Die (hilflosen) Jungvögel der Greifvögel (, die bereits die Augen öffnen können und ein spärliches Duhnenkleid besitzen,) und der Eulen (, die bereits einen dickes, plüschartig weiches Duhnenkleid besitzen,) zählen zur Gruppe der Nesthockern. Die Jungvögel schlüpfen bei den meisten Vögeln in zeitlichen Abständen (, da die Eier ja auch in zeitlichen Abständen gelegt wurden und gleich mit dem Brüten begonnen wird). Bei den Eulen können so zwischen dem ersten Jungvogel und dem letzten Jungvogel, der aus dem Ei schlüpft, bis zu 2 Wochen vergehen, wobei dann die ersten am lautesten Schreien und die letzten unter Umständen verhungern (oder aufgefressen werden). Die frisch geschlüpften Schleiereulen bekommen zwei Duhnenkleider. Die anderen Eulen, vielmehr die frisch geschlüpften kleinen Eulen, erhalten nach dem ersten Duhnenkleid ein halbduhniges Nestlingskleid. Das Grossgefieder wächst in der Regel erst, wenn die kleinen Eulen die Nester oder Höhlen (als "Ästlinge") verlassen haben. Die jungen Kanincheneulen erkunden noch bevor sie flügge werden, ihre Umgebung.

Bei einigen Greifvögeln tötet das erstgeborene Kücken das zweitgeborene Kücken (, nur dann nicht, wenn es für beide Jungvögel genügend Beute gibt). Einige Greifvögel legen nur ein Ei, andere Greifvögel wiederum mehrere Eier, was dann auch auf das Nahrungsangebot zurückzuführen ist. In vielen Fällen ist das Männchen hauptsächlich für die Beschaffung der Beute zuständig. Interessant ist, dass einige Greifvögel, wie zum Beispiel Gaukler oder Keilschwanzadler die Ernährung aufgrund oder zur Aufzucht der Jungvögel umstellen und dann kleine Wirbeltiere erbeuten und an die Jungvögel verfüttern, damit diese das notwendige und wichtige Kalzium bekommen.

Bezüglich des „Kind Erkennens“ findet man im Buch „Nestwärme – Wie Tiere Familienprobleme lösen“ (von Dröscher) das Beispiel von einem Bürstädter Privatzoo. In diesem wurden einem Mäusebussard-Weibchen zwei Hühnereier zum ausbrüten untergelegt. Nachdem das Weibchen die Eier ausgebrütet hatte, verweigerte es die bisherige Nahrung aus toten Hühnerkücken und Haussperlingen. So wurde das Mäusebussard-Weibchen anschliessend mit Rind-, Kalb- und Schweinefleisch weiter gefüttert und somit gab das Weibchen den Hühnerkücken kleine Fleisch-Stückchen zum Fressen weiter. Auch im späteren Verlauf bildete sich keine Feindschaft zwischen der Mutter und den "Adoptivkindern".

Ein weiteres Beispiel: Einem Habicht wurden zu Versuchszwecken 3 Hühnereier („Greifvögel und Falknerei“ 1993) zum ausbrüten ins Nest gelegt. Zwei der drei geschlüpften Küken zog der Habicht gross („Greifvögel und Falknerei“ 1993). Das dritte Küken (welches durch eine Fütterung mit blutverschmiert wurde), frass der Habicht. Neu hinzugefügte Küken zur Aufzucht wurden ebenfalls von Habicht gefressen.

Nachfolgend einige Fotos einiger junger Greifvögel und Eulen:

Ordnung Greifvögel, lat. Falconiformes
Familie 1: Habichtartige, lat. Accipitridae                                                                     .

Die linken und das mittlere Foto eines jungen Östlichen Kaiseradlers wurde in der Greifvogelwarte Landskron gemacht. Das rechte Foto eines jungen Steppenadlers wurde im Zoo Neunkirchen aufgenommen.

Die Fotos der jungen Habichte wurden in der Falknerei Lindl (in Oberfrauenau (bei Zwiesel)) (Links, Mitte) und in der Greifvogelwarte Burg Landskron (Rechts) aufgenommen.

Die Fotos der jungen Schreiseeadler wurden im Zoo Neunkirchen (oben), in der Greifvogelstation Hellenthal (unten links) und in der Adlerwarte Berlebeck (unten rechts) aufgenommen.

Die Fotos der jungen Weisskopfseeadler wurden im Zoo Nürnberg (links), in der Greifvogelwarte Riegersburg (mitte) und in der Tinnunculus Falknerei Heidelberg (rechts) aufgenommen.

Diese Fotos eines jungen Riesenseeadlers wurden im Tierpark Berlin Friedrichsfelde gemacht.

Die Fotos eines jungen Agujas wurden in der Adlerwarte Berlebeck gemacht.

Diese Fotos eines jungen Bartgeiers wurden im Tiergarten Nürnberg aufgenommen.                            .

Die linken Fotos eines jungen Bartgeiers wurden in der Deutschen Greifenwarte Claus Fentzloff, Burg Guttenberg (heute: Deutsche Greifenwarte Bernolph Frhr. von Gemmingen, Burg Guttenberg) aufgenommen.

Diese Fotos eines jungen Schneegeiers wurden im Tiergarten Nürnberg aufgenommen.

Diese Fotos eines jungen Kuttengeiers mit seinem Elternvogel wurden im Zoo Wuppertal aufgenommen.

Diese Fotos eines jungen Schmutzgeiers wurden im Zoo Berlin Tiergarten (links) und im Tiergarten Nürnberg (mitte, rechts) aufgenommen.

Diese Fotos eines jungen Gauklers wurden im Vogelpark Walsrode, heute Weltvogelpark (oben) und in der Adlerwarte Berlebeck (unten) aufgenommen.

Mit freundlicher Genehmigung von Uli Frömming konnten die Fotos der Rohrweihe mit seinem 3 Tage alten Nachwuchs verwendet werden.

Die nachfolgenden Fotos des jungen Rotmilans wurden in der Falknerei Bergisch Land in Remscheid gemacht.

Familie 2: Fischadler, lat. Pandionidae
Familie 3: Sekretäre, lat. Sagittariidae

Familie 7: Neuweltgeier, lat. Cathartidae
Die nachfolgenden Fotos eines jungen Andenkondors wurden im Tiergarten Nürnberg (links), in der Greifvogelstation Hellenthal (mitte) und in der Adlerwarte Kreuzenstein (rechts) gemacht.

Die nachfolgenden Fotos eines jungen Königsgeiers wurden im Zoo Berlin Tiergarten gemacht.

Ordnung Falken, lat. Falconiformes
Familie 13: Falken, lat. Falconidae

Diese Fotos der jungen Schopfkarakaras wurden im Zoo Berlin Tiergarten gemacht.

Die nachfolgenden Fotos eines jungen Bergkarakaras wurden im Tierpark Berlin (Friedrichsfelde) gemacht.

Diese Fotos eines jungen Wanderfalken wurden in der Greifenwarte Edersee gemacht.

Die nachfolgenden Fotos zweier junger Turmfalken wurden in der Falknerei im Wildpark Daun gemacht.

Ordnung Eulen, lat. Strigiformes
Familie 1: Schleier- und Maskeneulen, lat. Tytonidae
Familie 2: Eulen, lat. Strigidae
Die nachfolgenden Fotos eines jungen Brillenkauzes wurden im Zoo Berlin Tiergarten gemacht.

Die nachfolgenden Fotos eines jungen Uhus wurden im Wildpark Lüneburger Heide Nindorf-Hanstedt (links), eines jungen Milchuhus wurden im Vogelpark Walsrode (heute: Weltvogelpark; mitte) und eines jungen Mackinder’s Kap-Uhus oder der Kenia-Uhus wurden im Tierpark Berlin (Friedrichsfelde) gemacht.

Die nachfolgenden Fotos junger Schnee-Eulen wurden im Tiergarten Nürnberg aufgenommen.

Mit freundlicher Genehmigung von Ralf Kistowski, www.wunderbare-erde.de, konnten die beiden Fotos einer jungen Waldohreule (eines Ästlings), der einen Stamm hochklettert, verwendet werden.

Diese Fotos junger Bartkäuze wurden im Zoo Karlsruhe gemacht.

Die nachfolgenden Fotos des jungen Habichtskauzes, der den Stamm hochklettert, wurden im Tiergarten Nürnberg aufgenommen.

Dieses Foto von einem Malaienkauz oder braunen Waldkauz mit seinem Nachwuchs wurde im Vogelpark Niendorf (Timmendorfer Strand) aufgenommen.

Es wird angegeben, dass „unter fachmännischer Pflege“ Greifvögel „ein sehr hohes Alter“ erreichen, wie „Adler 42 Jahre, Habicht 28 Jahre, Wanderfalke 23 Jahre“ (Trommer: „Greifvögel“) oder dass die kleinen Sperber und kleinen Falken 2-15 Jahre, die Habichte, Falken und kleinen Eulen 10-20 Jahre, die kleinen Adler 15-30 Jahre und die großen Adler und Geier 30-50 Jahre alt werden können.

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