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Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Familie 1: Habichtartige, lat. Accipitridae
Unterfamilie Bussardartige, lat. Buteoninae
Die folgenden Gattungen der "Bussardartigen" sind "ausgegliedert" und in den folgenden Kapiteln zu finden:

Kapitel "Adler": Aquila, Hieraaetus (Habichtsadler), Clanga
>>>> Klick zum Kapitel “Östlicher Kaiseradler oder Kaiseradler”
>>>> Klick zum Kapitel “Spanischer Kaiseradler oder Westlicher Kaiseradler”
>>>> Klick zum Kapitel “Adler 1” (Aquila) Steinadler
>>>> Klick zum Kapitel “Adler 2” (Aquila) Steppenadler
>>>> Klick zum Kapitel “Adler 3” (Aquila) weitere
>>>> Klick zum Kapitel “Adler 4” (Hieraaetus (Habichtsadler); Clanga)

Kapitel "Haubenadler": Spizaetus, Lophaetus, Stephanoaetus, Oroaetus, Cassinaetus
>>>> Klick zum Kapitel “Haubenadler 1”
>>>> Klick zum Kapitel “Haubenadler 2”

Kapitel "Seeadler": Haliaeetus, Icthyophaga
>>>> Klick zum Kapitel “Seeadler 1a”: Weisskopfseeadler (Teil 1)
>>>> Klick zum Kapitel “Seeadler 1b”: Weisskopfseeadler (Teil 2)
>>>> Klick zum Kapitel “Seeadler 2a”: Riesenseeadler (Teil 1)
>>>> Klick zum Kapitel “Seeadler 2b”: Riesenseeadler (Teil 2)
>>>> Klick zum Kapitel “Seeadler 3”: Schreiseeadler
>>>> Klick zum Kapitel “Seeadler 4”: Eurasischer Seeadler
>>>> Klick zum Kapitel “Seeadler 5”: alle anderen

Kapitel "Harpienartige": Harpia, Pithecophaga, Morphnus, Harpyopsis
>>>> Klick zum Kapitel “Harpyienartige 1a”: Harpyie (Teil 1)
>>>> Klick zum Kapitel “Harpyienartige 1b”: Harpyie (Teil 2)
>>>> Klick zum Kapitel “Harpyienartige 2”: alle anderen

Kapitel "Bussarde": Buteo:
>>>> Klick zum Kapitel “Bussarde (Buteo) 1”
>>>> Klick zum Kapitel “Bussarde (Buteo) 2”
>>>> Klick zum Kapitel “Bussarde (Buteo) 3” 

Kapitel "Weissbussarde": Leucopternis:
>>>> Klick zum Kapitel “Weissbussarde” 
Kapitel "Bussarde (verschiedene)": Geraanoaetus, Parabuteo, Buteogallus (Synonym: Heterospiza), Busarellus, Harpyhaliaetus:
>>>> Klick zum Kapitel “Bussarde (verschiedene)”
Kapitel "untypische Habichte und Bussarde”: Kaupifalco, Butastur, Urotriorchis, Erythrotriorchis, Megatriorchis, Geranospiza:
>>>> Klick zum Kapitel “untypische Habichte und Bussarde” 

Somit sind in diesem Kapitel "Bussardartige" die Gattungen: Spizastur (Schwarzweiss-Haubenadler oder Elsteradler), Polemaetus (Kampfadler), Ictinaetus (Malaienadler)

01. Schwarzweiss-Haubenadler oder Elsteradler, lat. Spizastur melanoleucus
02. Kampfadler, lat. Polemaetus Bellicosus (früher: Hieraaetus bellicosus)
03. Malaienadler oder Malayenadler oder Schwarzadler, lat. Ictinaetus malayensis

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”

01. Schwarzweiss-Haubenadler oder Elsteradler
lat. Spizastur melanoleucus

Die Schwarzweiss-Haubenadler leben in den Savannen, Lichtungen, Waldlandschaften, Waldrändern, feuchten Wäldern, tropischen Wäldern, Galleriewäldern, an den Flüssen, in bis zu 3000m Höhe.

Als Verbreitungsgebiet findet man Südmexiko bis Nordostargentinien (Dierschke: „1000 Vögel“) oder Südmexiko bis Argentinien (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder Süd- und Ostmexiko bis nach Ostperu, Paraguay, Argentinien (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder Mittel- und Südamerika (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder das Mittlere Südamerika („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder Süd- und Ostmexiko bis Westkolumbien, östlich der Anden, Ostkolumbien, Venezuela, Guayana, bis Bolivien, Argentinien, Südostbrasilien (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009))

Das Gefieder wird allgemein mit schwarz-weiss (Dierschke: „1000 Vögel“) oder mit „schwarzweisser Habitus“ (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) beschrieben.

Die Oberseite ist schwarz („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder der Rücken und die Oberflügelseite sind schwarz (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“, (2006)).

Der Kopf ist weiss („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008); Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“, (2006); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)). Die Augenmaske ist schwarz (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“, (2006)). Der Schopf ist dunkel (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder die Kappe ist schwarz (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009); Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“ (2006)) oder die Haube ist schwarz (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)).

Die Unterseite ist weiss („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008); Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“, (2006); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)).

Beim Männchen sind genaugenommen die Maske, die Kappe, der Rücken und die Schultern schwarz und die Flügel sind brauner (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Der Kopf und die Unterseite sind weiss (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Der gräuliche Schwanz hat 3 bis 4 Binden (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Das Weibchen ist genaugenommen „fast ganz weiss“, die Armschwingen sind leicht gebändert, die Handschwingenspitzen sind schwarz (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Grösse beträgt 48 bis 51cm („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 53 bis 61cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder 51 bis 61cm (Dierschke: „1000 Vögel“; Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009); „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) oder 55cm beim Männchen und 60cm beim Weibchen (Erize, Mata, Rumboll: „Birds of South America“, (2006)).

Zur Nahrung zählen Säugetiere, Vögel (Kormorane), Kröten und Reptilien.

Die Schwarzweiss-Haubenadler kreisen auf der Suche nach der Beute in einer Höhe von 200m (Dierschke: „1000 Vögel“). Die Beute wird „aus der Luft in Bäumen“ gegriffen („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)).

Das einzige bisher gefundene Nest war in einer Höhe von 40m auf einem Baum. (Dierschke: „1000 Vögel“).

Das linke und das mittlere Foto wurden im Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg (Frankfurt) aufgenommen. Mit freundlicher Genehmigung von Herbert Grimm vom Naturkundemuseum Erfurt, www.naturkundemuseum-erfurt.de, wurde das rechte Foto verwendet.

02. Kampfadler
lat. Polemaetus bellicosus (früher: Hieraaetus bellicosus)

Die Kampfadler sind in den offenen Savannen, Steppen, in den Halbwüsten, in den Buschsteppen, in den Baumsteppen, in den Waldlandschaften, im Süden der Sahara und in den Wäldern (ausser den Regenwäldern) in Höhen bis zu 3000m verbreitet.

Als Verbreitungsgebiet wird Afrika (Blaszkiewitz: „Tierpark Berlin; Wegweiser durch den Tierpark“, (2012 (48. Aufl.); 2013 (49.Aufl.); “Der Falkner” (2016)) oder Afrika, südlich der Sahara, von „Senegal bis Somalia“ und im Süden bis Kapland (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder „vom Südrand der Sahara bis zum Kap“, mit Ausnahme der Regenwälder (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)) oder Afrika, südlich der Sahara (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder „südlich der Sahara von Senegal bis Somalia und Kapland“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder von Südmauretanien bis nach Äthiopien, Nordwestsomalia, Uganda, Kenia, Angola bis nach Südafrika (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Im 125km² grossen Revier (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997); "Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 1 (1981)) oder „125 bis 300km²“ grossen Revier (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) dulden Kampfadler keine anderen Greifvögel in der Nähe (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“). Bedroht werden die Kampfadler durch „menschliche Verfolgung“ („Enzyklopädie Tiere” (2003)) oder “Verfolgung durch Farmer” (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“).

Die Oberseite ist „dunkel“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) oder „braungrau; Kopf/Brust brauner“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder „dunkelbraun“ und „dunkelbraun an Kopf und Brust“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder „aschgraubraun, in das sich auf dem Kopf das Schwarzbraun der Schaftzeichnung einzelner Federn mischt“ und auf „dem Mantel zeigen fast alle Federn lichtere Ränder“ (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder „dunkelgrau, mit hellgrauen Binden auf Flügeln und Schwanz“ (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)) bzw. „das Gefieder der Oberseite, der Kehle und der Vorderhalsbrust ist graubraun“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)). Des Weiteren findet man, dass beim Männchen die Oberseite graubraun und der Kopf „brauner“ ist (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Die Gefiederhaube ist klein (Dierschke: „1000 Vögel“) bzw. klein und aufrichtbar („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)).

Die Unterseite ist „bläulich, fast fleckenlos weiss“ (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder „hell, grau oder schwarz gepunktet“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) oder „weiss, wenig auffällig braun getüpfelt“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder hell, schwarz gefleckt (Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder die Unterseite und die Hosen „sind weiss, mit schwarzen Binden und Tupfern“ (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)). Des Weiteren findet man, dass die „Unterseite weiss, beim Männchen schwach, beim Weibchen stärker dunkel gefleckt“ gefiedert ist („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)), und dass beim Männchen die Brust „brauner“ ist, dass die Unterseite weiss beim Männchen „spärlich gefleckt“ ist und beim Weibchen „kräftiger, stärker gefleckt“ ist (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Ebenso findet man zur Unterseite, dass die Weibchen mit einer stärkeren „Brust- und Bauchfleckung“ versehen sind (Weick/Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder die Weibchen „meist kräftiger gefleckt“ sind (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder die Weibchen „am Bauch mehr gefleckt“ sind (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder die Weibchen „stärker gefleckt sind“ (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)).

Die Grösse beträgt 72 bis 90cm („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 90cm (Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder 72 bis 96cm (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) 76 bis 83cm (Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder 78 bis 96cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 70 bis 80cm (Diesselhorst, Fechter: „Lexikon der Tiere in zwei Bänden“, 1. Band, 1970) oder 78 bis 86cm („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) oder 80 bis 86cm (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder 81 bis 96cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Dierschke: „1000 Vögel“; Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)).

Als Gewichtsangabe findet man allgemein zwischen 3 bis 6kg („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) oder bis 6kg (“Der Falkner” (2016)). Das Männchen wiegt ca. 3,5kg (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder 3,55kg Männchen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder ca. 3,8kg (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) und das Weibchen wiegt ca. 5,9 bis 6,2kg (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder 4,74kg Weibchen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)).

Zur Nahrung zählen Vögel (Perlhühner, Trappen und andere Bodenvögel), Säugetiere (Antilopen, Impalakitze, junge Schafslämmer, Klippschliefer, Paviane und Schakale), Schlangen, Echsen und auch selten Aas. Das Gewicht der Beute liegt einerseits „zwischen 1 und 5 Kilogramm(„Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)). Andererseits können Kampfadler „selten Beutetiere von mehr als“ 3,5kg forttragen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)). Um an die Beute zu kommen, segeln Kampfadler mitunter stundenlang (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“; Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997); "Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 1 (1981)) oder suchen im Segelflug, manchmal im Rüttelflug oder im niedrigen Suchflug („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)). Ein Kampfadler erkennt seine Beute, ein Perlhuhn, bereits in einer Entfernung von 6km laut Leslie Brown (Nicolai: „Vogelleben“ (1973)), in über 6km (Bright: „Tiere auf Jagd; Fressen und gefressen werden“ (1993)) oder auch von 6,5km („Abenteuer Erde: Unbekannte Tierwelt“, 1977). Die Beute wird „fast ausschliesslich“ im Sturzflug („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) erbeutet.

Der riesige Horst mit einem Durchmesser von 1,5 bis 2m (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder von über 4m Durchmesser (Kothe: „Afrikas Tierwelt“)oder das 1,2m hoch und 1,2m breit sein kann (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)) oder das 1,3m hoch und 2m breit sein kann (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“), bauen die Kampfadler in einigen Wochen (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder in mehreren Wochen („Königreich der Tiere von A-Z“, Bd. 1 (1981)) auf einen Baum in eine Höhe von bis zu 70m (Dierschke: „1000 Vögel“) oder auf „hohen Bäumen“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder auf „höchsten“ Bäumen oder auf einem Felsvorsprung (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder auf einen flachkronigen Bäumen („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder auf einen Mast von Versorgungsleitungen („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)). Dieses Nest wird jährlich (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) ausgebessert, wobei das Männchen das Nistmaterial sammelt und das Weibchen das Nistmaterial verbaut („Königreich der Tiere von A-Z“, Bd. 1 (1981); Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)). Es sind auch schon Paare beobachtet worden, die zwei Nester haben und diese abwechselnd benutzen (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“; Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)).

Das Weibchen legt ein Ei (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980); „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008); „Königreich der Tiere von A-Z“, Bd. 1 (1981); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1); Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder ein weisses, kaum gefleckes Ei (Diesselhorst, Fechter: „Lexikon der Tiere in zwei Bänden“, 1. Band, 1970) oder ein, „selten zwei“ Eier („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder „meist zwei weisse, rot gefleckte Eier“ (Mennigen: „Brehms Tierleben Vögel“) oder ein „beigefarbene, braungesprenkeltes Ei“ (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder ein weisse oder hellgrünlichblaue mit „brauner Zeichnung“ versehene Ei (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997) „in den nördlichen Regionen im November und im Süden im Juli“ (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) bzw. „zwischen November im Sudan und Juli in Südafrika“ (Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997).

Das Weibchen brütet das oder die Eier allein (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“; Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)) oder „wohl allein“ („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) aus. Die jungen Kampfadler schlüpfen in 45 Tagen („Königreich der Tiere von A-Z“, Bd. 1 (1981); Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1); Kothe: „Afrikas Tierwelt“) oder 45 bis 48 Tagen („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder „sechs bis sieben Wochen“ oder(!) „45 bis 50 Tagen“ (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“). In den ersten Tagen beschafft das Männchen die Beute für die Jungvögel und das Weibchen und erst später beteiligt sich das Weibchen an der Nahrungssuche bzw. Futterjagd (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“; Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997)).

Flügge sind die Jungvögel nach etwa 80 Tagen („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) oder nach „frühestens 90 Tagen(„Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) oder mit etwa oder um die 100 Tagen („Königreich der Tiere von A-Z“, Bd. 1 (1981); Burton: „Das Königreich der Tiere“ (1997); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder „nach 100 Tagen“ (Loseblatt-Sammelwerk „Faszination Tier & Natur“) oder mit 2 bis 3 Monaten (Kothe: „Afrikas Tierwelt“).

Danach werden die Jungvögel noch „weiter“ („Enzyklopädie Tiere, faszinierend und geheimnisvoll“ (2003)) „bis zu 1 Jahr lang” („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) oder „bis zu einem Jahr“ (Kothe: „Afrikas Tierwelt“) von den Altvögeln betreut.

Einige Kampfadler-Paare ziehen „nur ein Junges in drei Jahren“ auf (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder pflanzen sich „nur alle 2 Jahre fort“ ("Königreich der Tiere von A-Z", Bd. 1 (1981)).

Die Jungvögel „sind häufig braun“ (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) bzw. „normalerweise heller“ als die Altvögel („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)). Oder genau genommen ist beim Jungvogel die Oberseite „heller“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder „hellbraungrau, weisslich gesäumt“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder „grau“ (Gosler: „Die Vögel der Welt“) und die Unterseite „weiss“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder „rein weiss“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) gefiedert. Das Alterskleid bekommt der Jungvogel in etwa 5 Jahren (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder mit 6 bis 7 Jahren (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)).

Die Kampfadlerpaare bleiben „jahrelang“ zusammen („Königreich der Tiere von A-Z“, Bd. 1 (1981)).

Die Welterstzucht gelang bei den Kampfadlern dem Tierpark Berlin (Friedrichsfelde) im Jahre 2003 (Blaszkiewitz: „Tierpark Berlin; Wegweiser durch den Tierpark“, (2012 (48. Aufl.); 2013 (49.Aufl.)).

Mit freundlicher Genehmigung von Uwe Walz, www.walz-naturfoto.de wurde das Foto von einem Kampfadler, der sich im Kampf mit einem Warzenschwein befindet, verwendet.

Aus dem Leben der Kampfadler (Eine Beobachtungsstudie in Bildern) aus dem Zoo Schmiding

Beobachtend ...

greifadlerA74NEU2KampfadlerWels

Das Gefieder aufschüttelnd ...

Als Paar ...

Die Flugmuskulatur trainierend ...

Fliegend ...

Gelandet ...

Auf dem Boden ... fressend ...

Den Schnabel putzend ...

Den Kot herausspritzend ...

Die nachfolgenden Fotos wurden im Tierpark Berlin Friedrichsfelde gemacht.

Aus dem Leben eines Jungvogels (Eine Beobachtungsstudie in Bildern) aus der Falknerei Bergisch Land in Remscheid   .
... beobachtend

... den Kopf zur besseren Fixierung gedreht

... ein Insekt verfolgend

... sich putzend

... das Gefieder aufschüttelnd

... rufend

greifgreifH78KampfadlerBergischLand

... von hinten

... die Nickhaut über dem einen Auge

... im Wasser stehend und trinkend

... die Krallen

03. Malaienadler oder Malayenadler oder Schwarzadler
lat. Ictinaetus malayensis

Die Malaienadler leben im Dschungel, in bewaldeten Hügeln und Bergen, Bergwäldern, in bis zu 3.100m Höhe.

Allgemein als Verbreitungsgebiet findet man „Indien, Sri Lanka, Burma, Malaysia“, bis nach „Sulawesi, Molukken“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“).

Für die Unterart Ictinaetus malayensis perniger wird als Verbreitungsgebiet Indien bis nach Assam und Sri Lanka (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder Indien im Norden, Nepal, Indien im Süden, Sri Lanka („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ (Band 2 (1993)) oder die Vorberge des Himalaja von Nordindien bis Assam und Westmyanmar (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) angegeben.

Die Unterart Ictinaetus malayensis malayensis ist in Burma, Malaya bis nach Fokien, Ostindien und auf „Java, Sumatra, Borneo, Sulawesi, Sula-Inseln(Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder Burma, im Süden Mittel- und Südostchina, „Taiwan, südlich über Indonesien“, „Malaiische Halbinsel bis zu den Grossen Sunda-Inseln, Sulawesi“, „Molukken, möglicherweise Banggai- und Sula-Inseln“ („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ (Band 2 (1993)) oder in Ostmyanmar bis Südostasien bis zu den grossen Sunda-Inseln und den Molukken (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) verbreitet. Die Unterart Ictinaetus malayensis malayensis ist die kleinere Unterart (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); „Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ (Band 2 (1993)).

Das Gefieder ist „schwarz(Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder „vorwiegend schwarz“ (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980)) oder schwarzbraun, jedoch der Bürzel ist weiss und der Schwanz hat 8 helle Bänder („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder „schwarz bis dunkel schokoladenbraun“ („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder „einfarbig schwarzbraun, aber Bürzel und Bereiche und Augen/Schnabel weisslich“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)). Auf dem „schwarzen“ oder „schwarz bis dunkel schokoladenbraunen“ oder „schwarzbraunen“ Schwanz befindet sich eine „leicht graue Schwanzbänderung“ (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder genaugenommen sind die „Steuerfedern gebändert mit grauen Innenfahnen“ („Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)).

Die Grösse beträgt 58,5 bis 75cm („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder 69 bis 81cm (Weick, Brown: „Die Greifvögel der Welt“ (1980); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; „Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008); „Washingtoner Artenschutzabkommen, Erkennungsbuch“ Band 2 (1993)) oder 65 bis 80cm (Ferguson-Lees, Christie: „Die Greifvögel der Welt“ (2009)) oder 63 bis 74 (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 75cm (Gosler: „Die Vögel der Welt“).

Die Hauptbeute besteht „hauptsächlich aus Jungvögeln und Eiern(Gosler: „Die Vögel der Welt“) oder „hauptsächlich von den Eiern und Jungen anderer Vogelarten, die er aus dem Nest holt” („Lebendiges Tierreich, die neue Enzyklopädie in Farbe“, Band 18 (1988)). Die Malaienadler holen sich die Nester „von den Zweigen“ und fressen die Eier und die Jungvögel (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder nehmen „manchmal das ganze Nest mit, um den Inhalt auf einer Warte in Ruhe zu verzehren“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder ergreifen „oft ganze Vogelnester, um Nestlinge und Eier dann im Flug zu fressen“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)). Mitunter werden die Eier ganz hinuntergeschluckt („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)). Des Weiteren zählen zur Nahrung kleine Säugetiere (Fledermäuse, Nagetiere, Flughörnchen), Kriechtiere, Eidechsen, Frösche, grosse Insekten und Schwalben.

Der Balzflug wird als spektakulär („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2008)) beschrieben.

Das Nest befindet sich in einem hohen Baum („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)). Das Weibchen legt ein weisses, dicht hellrot geflecktes Ei („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder ein Ei (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 1 bis 2 Eier („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) im Brutzeitraum von November bis März in Südindien („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)).

Mit freundlicher Genehmigung von Gaby Schulemann-Maier, www.fotoreiseberichte.de, wurde das Foto des Malaienadlers (Unterart Ictinaetus malayensis perniger) verwendet. Aufnahmeort: Galaha.

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