meine rein persönlich private Internetseite

Block 3: Ein Blick in die Artenvielfalt der Greifvögel und Eulen in Bild und Text
Familie 1: Habichtartige, lat. Accipitridae
Unterfamilie Altweltgeier, lat. Aegypiinae
Gattungen: Aegypius (inkl. Sarcogyps, inkl. Trigonoceps), Gyps (Gänsegeier, inkl. Pseudogyps (Truggeier)), Gypaetus, Neophron, Necrosyrtes, Gypohierax

03. Bartgeier, lat. Gypaetus barbatus

Kapitel 1: Artenbeschreibung
Kapitel 2: Beobachtungsstudien in Bildern verschiedener Einrichtungen
Klick hier zum Kapitel 3: Beobachtungsstudie in Bildern aus dem Tiergarten Nürnberg

Um Wiederholungen bei den einzelnen Abschnitten meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen zu vermeiden, verweise ich auf das Literaturverzeichnis, das sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen 1” befindet. Hiermit untersage ich (Jens Wolf, www kaiseradler.de) jede weitere Verbreitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner Fotos in welcher und / oder durch welche Art und / oder Weise auch immer. Genauso untersage ich hiermit jede weitere Verarbeitung, Vervielfältigung, Verwertung meiner wissenschaftlichen Ausführungen / Ausarbeitungen oder Teilen daraus. Das Inhaltsverzeichnis befindet sich auf der Seite “Greifvögel / Eulen A”

03. Bartgeier
lat. Gypaetus barbatus

Kapitel 1: Artenbeschreibung
Bereits vor rund 700.000 bis 10.000 Jahren v.u.Z. (oberes Pleistozän) lebten im kontinentalen Frankreich die Bartgeier (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)).

Die Bartgeier leben im schluchtenreichen fesligen Geländen, Hochplateaus, in den Hochländern, in den Hochgebirgen mit tiefen Tälern in bis zu 7.500m Höhe. Die Reviere des Standvogels sind 320km² (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder „100 bis 400km²“ (Gefiederte Welt 08/2008) gross. Des Weiteren wird angegeben, dass die Streifgebiete „sich über Flächen von rund 100 bis 1.000km² erstrecken“ können (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)).

Die Bartgeier wurden „bis spät ins 19. Jahrhundert in dem Alpen gnadenlos verfolgt“ (VÖGEL 04/2015). In Deutschland (Berchtesgaden) wurde der letzte Bartgeier im Jahre 1855 (FALKE 03/2003; König: "Rendezvouz mit Tier und Mensch" (1974); Bechtel: "Bunte Welt im Zoo", (1970)), in der Schweiz wurde der letzte Bartgeier 1886, in Österreich wurde der letzte Bartgeier 1906 und in Italien wurde der letzte Bartgeier 1913 geschossen (VÖGEL 04/2015) oder „1913 wurde der letzte Bartgeier im Aostatal / Italien erlegt“ („Von Alpen bis Zoo; Faszination Alpenzoo“).

König ("Rendezvouz mit Tier und Mensch" (1974)) gibt an, dass 1887 in der Schweiz der letzte Bartgeier abgeschossen wurde. Der Hintergrund dieser Ausrottungen der Bartgeier in den Alpenländern waren die Unterstellungen, dass der Bartgeier Kleinkinder rauben würde („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)).

Bedroht werden die Bartgeier vom Menschen. „Die Verbotsschilder mit den Hinweisen auf die Brut hielten leider nicht alle Klettersportler davon ab, in den Eisfall einzusteigen“ und „nach dem Abschmelzen des Eises versuchten zudem zahlreiche Fotografen, sich dem Horst zu nähern, und die Parkförster mussten mehrmals mahnend und auch strafend einschreiten” (“Der Falkner” (2017)). In den Jahren 1978 bis 2009 wurde bei 14 Bartgeiern des EEPs eine Bleiintoxikation festgestellt und bei sechs weiteren Bartgeiern konnte die Todesursache nicht mehr festgestellt werden, „obwohl das Krankheitsbild jedoch Hinweise auf eine Bleivergiftung gab” (Krone: „Bleivergiftungen bei Greifvögeln” (2011)). In den Alpen selbst konnte andererseits bei den 20 tot gefundenden Bartgeiern bisher kein Blei als Todesursache festgestellt werden (Krone: „Bleivergiftungen bei Greifvögeln” (2011)).

Die Bartgeier verbringen „die meiste Zeit Tag“ „segelnd in der Luft(Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) bzw. verbringen „fast 80% des Tags im Flug: sowohl in grosser Höhe als auch beim Segeln in Bodennähe“ („De Agostini: Falcons & Co. Maxxi Edition“: Bartgeier (2017)) bzw. verbringen den „grössten Teil des Tages“ im Flug (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) bzw. segeln „viele Stunden“ (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)). Gleiten können die Bartgeier bei einem 12°-Gefälle 130 km/h schnell (Fischer: „Die Geier“, NBB 311, 2005) und weil einem Flugzeug ausweichend, mit geschätzten 170 km/h (Fischer: „Die Geier“, NBB 311, 2005). Eine „Fluggeschwindigkeit“ von 130km/h haben andererseits Wissenschaftler gemessen Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991).

Die Bartgeier leben allgemein in Afrika, Südeuropa bis Zentralasien (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) oder Eurasien („1000 Fragen, 1000 Antworten: Wunderbare Tierwelt“ (2006)) oder Eurasien, Afrika („Von Alpen bis Zoo; Faszination Alpenzoo“) oder in „Europa, Afrika, Südasien“ ("Wegweiser durch den Tiergarten Nürnberg" (2007; 2011; 2012/2013); Tiergarten Nürnberg: Zooschild) oder „Europa, Asien, Afrika“ (Greifvogelstation Hellenthal: Zooschild) oder in Europa, West- und Zentralasien, Nord- und Ostafrika (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder im „Süden Europas bis nach Südafrika und östlich bis China“ (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder in „den Gebirgen Afrikas, West- und Zentralasiens und Südosteuropas“, den Alpen (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder in der mongolischen „Gobiwüste bis nach Westeuropa, von Algerien über Arabien und Ostafrika bis nach Südafrika“ (Jauch: „Wilhelma, der zoologisch-botanische Garten in Stuttgart“ (2013/2014)) oder „Zentralasien, Nordafrika, Spanien, Griechenland, Korsika“ („De Agostini: Falcons & Co. Maxxi Edition“: Bartgeier (2017)) oder in Europa (Pyrenäen, Georgien, Kreta und Korsika) und „oberhalb 1000m bis Zentralasien und Südafrika“ (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder Europa, Asien südliches Afrika (Pott: „Das grosse Ravensburger Tierlexikon von A-Z“ (2002)).

Das Verbreitungsgebiet der Eurasischen Bartgeier, lat. Gypaetus barbatus barbatus ist Nordwestafrika bis zur Sahara bis Ägypten (Weick: “Die Greifvögel der Welt” (1980)) oder die gesamten „Atlaszüge“, die „Gebirge Marokkos, Algeriens und Tunesiens“ und die „Gebirgsstöcke der Sahara“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder nur Nordwestafrika (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) oder im Atlas-Gebirge (Marokko), den Pyrenäen, Tunesien, Algerien, den Bergregionen Südeuropas bis nach West- und Zentralasien (Mongolei, Zentralchina) verbreitet (Hofrichter: “Die Rückkehr der Wildtiere”, 2005) oder im westafrikanischen Gebirge, die dort „lebt (oder lebte?)“ (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)).

Im Atlas-Gebirge (Marokko), den Pyrenäen, Tunesien, Algerien, den Bergregionen Südeuropas bis nach West- und Zentralasien (Mongolei, Zentralchina) werden Bartgeier der (genetischen) zentralasiatischen Form (Hofrichter: “Die Rückkehr der Wildtiere”, 2005) ausgewildert.

Die Zentralasiatischen Bartgeier, lat. Gypaetus barbatus hemalachanus (Weick: Die Greifvögel der Welt“, (1980)) galten einerseits als die grösste Unterart („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)), aber auch andererseits wurde die Unterart nicht als eigenständige Unterart mangels der Unterschiede zu Gypaetus barbatus aureus anerkannt.

Die Nacktfuss-Bartgeier oder Afrikanischen Bartgeier, lat. Gypaetus barbatus meridionalis, die Füsse sind ca. 2 cm unbefiedert (Weick: Die Greifvögel der Welt“, (1980)) gelten als kleinste und hellste Unterart („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) mit dem Verbreitungsgebiet Jemen, Äthiopien, Ost- und Südafrika (Weick: Die Greifvögel der Welt“, (1980)) bzw. in den Hochländern Arabiens, Jemen, Ostsudan, Äthiopien, Uganda, Tansania, Mosambik, Ost- und Südostafrika (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) bzw. Ost- und Südafrika („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) bzw. Ägypten, Arabien, Ost- und Südafrika (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) bzw. „südlich des Wendekreises des Krebses“, „in einer grösseren Population“ in Äthiopien und in einer kleineren Population „im südlichen Afrika“ (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)).

Die Nacktfuss-Bartgeier oder Afrikanischen Bartgeier, lat. Gypaetus barbatus meridionalis werden mit einem Bestand von 15.000 Individuen (Hofrichter: “Die Rückkehr der Wildtiere”, 2005) angegeben. Hofrichter (“Die Rückkehr der Wildtiere”, 2005) gibt jedoch auch an, dass seit 1979 nur noch die 2 Unterarten Eurasischer Bartgeier, lat. Gypaetus barbatus barbatus und Nacktfuss-Bartgeier oder Afrikanische Bartgeier, lat. Gypaetus barbatus meridionalis akzeptiert werden, da Gypaetus barbatus aureus und Gypaetus barbatus hemalachanus zur Unterart Eurasischer Bartgeier, lat.Gypaetus barbatus barbatus eingegliedert wurden.

Der Weltbestand wird mit „höchsten 10.000 Individuen“ angegeben (Walters: „Die Signale der Vögel“ (2011)) und in Äthiopien wird der Bestand mit „ca. 4000 Individuen” (Hofrichter: “Die Rückkehr der Wildtiere” (2005)) angegeben.

Der Bestand der gesamten afrikanischen Population der Bartgeier wird mit ca. „4.600 bis 7.000 Individuen“ im Jahr 1992 angegeben (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)).

Der Bestand der Bartgeier wird mit ca. 1.400 Paaren in Äthiopien im Jahr 1992 angegeben (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)).

Der Bestand der Bartgeier wird mit ca. 200 Paaren im südlichen Afrika im Jahr 1992 und mit „etwa 112 bis 120 Paaren“ im Jahr 2014 angegeben (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)).

Der europäische Bestand wird mit 80 bis 90 Bartgeier-Paaren (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“, (2002)), mit 225 bis 250 Brutpaaren (in der Westpaläarktis: Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)), mit 93 bis 96 Bartgeier-Brutpaaren (ZGF-Projektbrief (Stand: 04.08.2004)), mit rund 100 Brutpaaren (WWF-Österreich: „Lass sie leben“), mit 276 bis 373 Paaren in der Zeitspanne 1987 bis 2004 (in der Westpaläarktis: Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ (2006)), mit „wenige hundert Tiere” (Hofrichter: “Die Rückkehr der Wildtiere” (2005)), mit 225 bis 250 Paaren (Heintzenberg: „Greifvögel und Eulen“ (2007); Artenlexikon (auf wwf.at)), mit rund 240 Brutrevieren (Mebs: “Greifvögel Europas” (2012)), mit 200 Individuen („Ein Herz für Tiere“ 01/2017-Extra) angegeben.

Seit 1978 setzen sich die Zoologische Gesellschaft Frankfurt von 1858 e.V., der österreichische WWF und über 30 zoologische Gärten für die Wiederansiedlung der Bartgeier in den Alpen und im Mittelmeerraum ein (FALKE 03/2003). Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) der European Association of Zoos and Aquaria EAZA begann mit der Aufnahme des Bartgeier-Zuchtbuches im Jahre 1993. Die ersten Bartgeier wurden 1986 in den Hohen Tauern ausgewildert (FALKE 08/2016) oder die Auswilderung der Bartgeier begann 1987 „im Salzburger Rauris in Österreich“, 1991 „im Schweizer Engadin“ und 1993 „im grenzüberschreitenden Schutzgebiet Italien/Frankreich“, in Haute-Savoie und Alpi Marittime/Mercantour (WWF-Österreich: „Artenreiches Österreich: Buch der Arten“). Die Jungvögel werden mit 2 bis 3 Monaten Ende Mai ausgewildert (WWF-Österreich: Prospekt: „Der Bartgeier“). Die erste Nachzucht des Tiergartens Nürnberg im März 1997 wurde aufgrund des Wiederansiedlungsprojektes bereits nach einem Tag zu Bartgeier-Ammeneltern in die Eulen- und Greifvogelstation Haringsee bei Wien gebracht, die es dann erfolgreich in den Westalpen auswildern konnte (Mögel, Orgeldinger, Söder: „Tiergarten Nürnberg, Der Landschaftszoo am Schmausenbuck und seine Direktoren“ (2014)). Auch der Alpenzoo beteiligt sich am EEP für Bartgeier („Von Alpen bis Zoo; Faszination Alpenzoo“) und ebenso der Zoo Stuttgart beteiligt sich am Europäischen Bartgeier-Zuchtprogramm (Jauch: „Wilhelma, der zoologisch-botanische Garten in Stuttgart“ (2013/2014)). Im Jahr 1999 wurde die schweizer Stiftung Pro Bargeier (SPB) gegründet. 60 junge Bartgeier (FALKE 03/1996) wurden dazu zwischen 1986 und 1995 in den Alpen ausgewildert und davon wurden 2 (einer von einem schweizer Jäger („Greifvögel und Falknerei“ 1997)) abgeschossen, einer (aufgrund von Verletzungen durch einen Steinadler) wieder eingefangen und einer starb aufgrund einer Lawine. 80 Bartgeier wurden bis 1986 „in Österreich, der Schweiz und Frankreich“ (Dr. Schürer: „Zoo Wuppertal“ (2006)) oder zwischen 1986 und 1998 wurden 80 junge Bartgeier an 4 verschiedenen Orten ausgewildert ("Taschenbuch für Vogelschutz“, Aula-Verlag, 2001). Für dieses Projekt wurden bis zum Jahr 2002 400 Bartgeier gezüchtet (FALKE 03/2003) und 114 Bartgeier (FALKE 03/2003; WWF-Österreich: Prospekt: „Der Bartgeier“) ausgewildert oder „seit 1986 wurden in den Alpen über 100 Geier – auch aus dem Tiergarten – ausgewildert“ ("Wegweiser durch den Tiergarten Nürnberg" (2007; 2011; 2012/2013)). Bis 2003 gibt Hofrichter (“Die Rückkehr der Wildtiere”, 2005) an, dass 121 junge Bartgeier freigelassen wurden. Im Prospekt der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt von 1858 e.V. steht, dass von den 150 freigelassenen Bartgeiern zuletzt 123 sicher nachgewiesen wurden und sich 15 Paare bildeten, die brüten. Auch der Zoo Wuppertal hat auch die aufgezogenen Jungtiere „zur Wiederansiedlung abgegeben“ (Dr. Schürer: „Zoo Wuppertal“ (2006)). Im Alpenraum werden 135 frei fliegende Bartgeier („ZGF Gorilla“ 4/2005) angegeben. Im ZGF-Projektbrief (Stand: 2006) werden 17 Todesfälle durch Krankheit, Abschuss o.ä. angegeben und dennoch 137 frei fliegende Bartgeier aufgeführt. 144 Bartgeier (FALKE 09/2007) wurden bis 2006 ausgewildert und im Jahr 2007 sollen 11 weiteren Bartgeier ausgewildert werden. Laut FALKE 10/2007 wurden 141 Bartgeier freigelassen. Der Gesamtbestand im Alpenraum wird mit 150 Individuen (Falke 09/2007) angegeben. 43 Jungvögel schlüpften seit 1997, allein im Jahr 2007 schlüpften 10 Jungvögel (Falke 09/2007). In Falke 06/2008 steht, dass jeweils ein Jungvogel bei Österreichs einzigem Brutpaar in den Jahren 2005, 2007 und 2008 schlüpfte und dann entweder aufgrund der Verwandtschaft der Altvögel oder aufgrund von Krankheit verstarb. 20 Brutpaare werden in den Alpen (FALKE-Sonderheft Greifvögel 2011) angegeben. Als Gesamtbestand im Alpenraum werden 140 Individuen und 7 bis 8 „Jungvögel wachsen jedes Jahr in freier Wildbahn auf“, angegeben (Viering/Knauer: „Die letzten Tierparadiese“ (2011); Stand?). Zur Wiederansiedlung des Bartgeiers wurden bei einer Überlebensrate von 70% bis 2009 „insgesamt 160 junge Bartgeier ausgesetzt worden, davon 49 in Österreich, 56 in Frankreich, 29 in Italien und 26 in der Schweiz“ und davon sind insgesamt 21 Bartgeier „zu Tode gekommen oder mussten wieder eingefangen werden“ (Dvorak, Probst: „Aktionsplan zum Schutz der Greifvögel in Österreich“, 2010). Zum Europäischen Erhaltungszuchtprogramm gehören mittlerweile „35 Tiergärten und 5 Zuchtzentren mit einem Bestand von rund 135 Individuen” und von den 352 Jungvögeln wurden 170 Jungvögel in den Alpen ausgewildert (Krone: „Bleivergiftungen bei Greifvögeln” (2011)). In den Alpen selbst kommen noch einmal 60 Bartgeier der ersten und zweiten Generation hinzu, die „bereits in den Alpen” in der freien Natur geschlüpft sind (Krone: „Bleivergiftungen bei Greifvögeln” (2011)) bzw. im Zeitraum „zwischen 1997 und 2010 wurden insgesamt 69 Bartgeier im Freiland erbrütet“ (Dvorak, Probst: „Aktionsplan zum Schutz der Greifvögel in Österreich“, 2010). Die Zeitschrift manati 01/2013 gibt 185 ausgewilderte Bartgeier im Zeitraum 1986 bis 2012 an. Des Weiteren werden derzeit 180 Individuen im gesamten Alpenraum (manati 01/2013) angegeben. Von 19 der 23 Brutpaare wurden seit 1997 92 Jungvögel grossgezogen (manati 01/2013). 197 bisher freigelassene Individuen werden in der „Tiergartenzeitung“ 7 (10/2013) angegeben. In VÖGEL (04/2015) findet man, dass an 4 verschiedenen Orten der Alpen wurden fast 150 nachgezüchtete junge Bartgeier ausgewildert wurden. Des Weiteren wird angegeben, dass 109 Bartgeier in den Alpen geschlüpft sind („Tiergartenzeitung“ 7 (10/2013)) bzw. dass 130 Jungvögel in Freiheit „geschlüpft und ausgeflogen“ (VÖGEL 04/2015) sind. Am Europäischen Zuchtbuchprogramm (EEP) nahmen 34 Institutionen laut dem “EAZA Jahrbuch 2007/2008” teil und mittlerweile 35 europäische Zoos teil. Der Bestand (EAZA Jahrbuch 2007/2008) entwickelte sich von 123 Bartgeiern (Individuen: Unterart Gypaetus barbatus barbatus) zum 01.01. aufgrund von 35 Geburten zu einem Endbestand unter Einbezug aller Zugänge und Abgänge/Todesfälle der teilnehmenden und nicht teilnehmenden EAZA-Zoos zum 31.12. zu 118 Bartgeiern (Individuen: Unterart Gypaetus barbatus barbatus). Aktuell wuchsen 422 junge Bartgeier (ohne Handaufzucht) heran (Dr. Frey, 26.11.2013). Im Jahre 2013 (Dr. Frey, 26.11.2013) wird ein Bestand von 161 Bartgeiern und rund 200 in den Alpen frei lebenden Bartgeiern (darunter ca. 27 Brutpaare, die 16 Jungvögel 2013 erfolgreich grosszogen) angegeben. Die Population in den Alpen ist 2006 stabil (manati 02/2013). Ausgewildert werden in den Alpen nur noch Bartgeier seltener Blutlinien (manati 02/2013). Aus dem Tierpark Berlin (Friedrichsfelde) wurden 25 junge Bartgeier, davon 16 an verschiedenen Stellen der Alpen, ausgewildert (Gefiederte Welt 07/2016). Im Rahmen des EEP wurden den Jahren von „1978 bis 2016 wurden 488 Jungvögel erfolgreich aufgezogen“, 199 Bartgeier in den Alpen, 44 Bartgeier in Andalusien, 22 Bartgeier in den Cevennen (Grands Causses) und den französischen Voralpen (Vercors), 2 Bartgeier in Korsika und 3 Bartgeier auf Sardinien ausgewildert und zum Aufbau und zur Erhaltung des Zuchtstocks wurden 218 Bartgeier verwendet (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)).

In den Alpen wurden 1996 3 weibliche und ein männlicher Bartgeier ausgewildert (Deutscher Falkenorden (1987)). Der Bestand in den Alpen wird mit 80 Vögeln (Heintzenberg: „Greifvögel und Eulen“ (2007)), 43 Brutpaaren („Ein Herz für Tiere“ 01/2017-Extra), mit „wieder rund 200“ Bartgeiern (VÖGEL 04/2015), mit insgesamt 33 Paaren/Trios im Winter 2014/2015, die „insgesamt 20 Jungvögel“ zum ausfliegen brachten (voegel-magazin.de: 26.02.2016: „Bartgeier in den Alpen auf Vormarsch“), mit 37 Paaren/Trios im Winter 2015/2016, die derzeit brüten, wobei aktuell „28 Gelege“ registriert wurden (voegel-magazin.de: 26.02.2016: „Bartgeier in den Alpen auf Vormarsch“), mit „mehr als 20“ aktiven Brutpaaen mit „über 100 Jungvögeln (Gefiederte Welt 07/2016), mit bisher 219 ausgewilderten Bartgeiern, „über 173 wildgeschlüpften Jungtieren (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)) angegeben.

Der Bestand der Bartgeier in Spanien beträgt 81 Brutpaare im Jahr 2002 (FALKE 06/2009).

Der Bestand in den Pyrenäen beträgt 95 Paare (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005)). In einer 15 jährigen Untersuchung von 1994 bis 2008 (FALKE 09/2014) bezüglich der Bartgeier in den Pyrenäen stellte man fest, dass zwar die Brutpopulation stieg, aber die Anzahl der grossgezogenen Jungvögel deutlich, die Ursachen sind noch unklar, zurückgehen. Die grösste ursprüngliche Bartgeierpopulation überlebte in Europa in den Pyrenäen „entlang der 450km langen Grenze zwischen Frankreich und Spanien“, einschliesslich Andorra, wobei sich der Bestand von 65 Paaren im Jahr 1995 auf 180 Paare im Jahr 2015 entwickelte (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)). In den Pyrenäen sind „14% der bekannten Brutreviere durch Trios besetzt“, die jeweils aus zwei Männchen und einem Weibchen bestehen (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)).

In Andalusien (Dr. Frey, 26.11.2013) startete ebenso ein Projekt mit etwa 15 Bartgeiern. Des Weiteren findet man, dass 18 Bartgeier „in der Siera de Cazorla (Andalusien)” ausgewildert wurden (Krone: „Bleivergiftungen bei Greifvögeln” (2011)), dass auch aus dem Tiergarten Berlin (Friedrichsfelde) 2009 und 2013 je ein Bartgeier im „Nationalpark Sierra de Cazorla, Andalusien“ und ein Bartgeier 2012 im „Nationalpark Cevennen, Südfrankreich“ ausgewildert wurden (Gefiederte Welt 07/2016), dass im Jahr 2013 der Tiergarten Nürnberg und der Tierpark Berlin (Friedrichsfelde) jeweils einen Bartgeier in Südspanien in der Sierra Segura und Cazorla (manati 02/2013), dass 37 Bartgeier von 2006 bis 2017, von denen erstmals ein Paar im Jahr 2015 einen weiblichen Jungvogel grosszog (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)) ausgewildert wurden. Andererseits wurden von den ausgewilderten Bartgeiern bis 2011 mindestens 10 Bartgeier vergiftet (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)).

Der Bestand der Bartgeier auf Kreta wird mit 4 Brutpaaren angegeben (FALKE 05/2002).

In Sardinien wurden 4 Bartgeier ausgewildert (Krone: „Bleivergiftungen bei Greifvögeln” (2011)).

Der Bestand in Südtirol wird mit mindestens 4 Paaren (“Der Falkner” (2017)) angegeben.

Der Bestand der Bartgeier in den Georgien beträgt 25 Paare (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (3.Aufl., 2005)).

Der Kopf ist „weisslich(„Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) bzw. „gelbweiss“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) bzw. „gelblichweiss“ (Heintzenberg: "Greifvögel und Eulen, Alle Arten Europas" (2007)) bzw. cremefarben (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) bzw. „mehr oder minder rostfarben“ (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) bzw. rahmfarben mit einem langen schwarzen >Kinnbart< (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) bzw. „rahmfarben mit schwarzem Augenfleck und schwarzem >Bocksbart<“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) bzw. „weisslich mit schwarzer Zeichnung, schwarzer Bart unter dem Schnabel“ („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)) bzw. hell „mit schwarzem Augenstreif, der sich bis zu einem >Bart< aus schwarzen Borstenfedern unter dem Schnabel fortsetzt“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder „weiss mit einer schwarzen Maske“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007) bzw. weiss „mit einer dunklen Maske“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) bzw. hell mit einer schwarzen „>Augenmaske< und am Schnabel beiderseits ein schwärzliches Federbärtchen“ (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) bzw. „weiss mit schwarzem Augenstreif, der in den schwarzen Bart mündet“ (Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988)) bzw. hat einen schwarzen Bartstreif und einen Bart (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) bzw. am Unterschnabel befindet sich auf jeder Seite „ein Büschel schwarzer Borstenfedern“ („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) bzw. an der Schnabelbasis befinden sich schwarze Borsten (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“) bzw. die Borstenfedern sind schwarz (WWF-Österreich: „Lass sie leben“). Dieser Bart ist bis zu 6cm (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)).

Der Bartgeier bekam aufgrund der an „der Schnabelbasis sitzenden schwarzen Federn, die wie ein Bart herabhängen“ seinen Namen (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)).

Ein roter Hautring (Heintzenberg: "Greifvögel und Eulen, Alle Arten Europas" (2007)) oder ein Skleralring, „welcher bei Aufregung stark durchblutet wird und knallrot aufleuchtet“ (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)) befindet sich um die gelben Augen (Heintzenberg: "Greifvögel und Eulen, Alle Arten Europas" (2007); FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)).

Der Nacken ist rostrot (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)). Der Hals ist „weisslich bis rötlich“ („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)) bzw. „mehr oder minder rostfarben“ (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)).

Die Oberseite und der Schwanz sind „dunkel blaugrau“ (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder die dunkle Oberseite besteht aus schwarzen Federn, die weisse Federschäfte und ein silbergraues Zentrum haben (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder die Oberseite ist „schwarzgrau mit hellen Tupfern“ (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder die Oberseite ist „grauschwarz mit weissen Schaftstricheln“ (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) oder „die Oberseite ist schwarzgrau mit hellen Tupfern” (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) oder die Oberseite und der Schwanz sind „schieferschwarz“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder der Rücken und die Flügel sind grau („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007) oder der Rücken und die Schwingen sind „dunkel“ („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder die Oberseite ist „schwarzgrau“ (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) oder die Oberseite ist „bleigrau mit hellen Schäften“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder die Oberseite ist „dunkel schiefergrau“ mit perlgrauem Tropfenmuster (Heintzenberg: "Greifvögel und Eulen, Alle Arten Europas" (2007)).

Der Schwanz ist schiefergrau („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)) bzw. dunkel (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) bzw. „schwarz mit weissen Spitzen“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)).

Die Unterseite ist „rahmfarben(Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988)) bzw. einfarbig hell (rostrot) (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) bzw. „weisslich, häufig rostfarben“ („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) bzw. „weiss oder rostgelb“ (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) bzw. „mehr oder minder rostfarben“ (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969)) bzw. „weisslich bis rötlich“ („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995)) bzw. gelblichweiss, variiiert bis zu rostrot (Heintzenberg: "Greifvögel und Eulen, Alle Arten Europas" (2007)) bzw. „orangefarben“ („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007) bzw. hell orangefarben (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002)) bzw. „hell rostbraun, ebenso der Kopf“ (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) bzw. die „weiss wachsenden Federn“ werden „bald kräftig rostbraun“ aufgrund des eisenoxidhaltigen Bodens („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) bzw. „weisslich“, wobei sich die Federn rostbraun färben, wenn sie mit Eisenoxiden im Berührung kommen (Veselovsky: „Illustriertes Lexikon der Vögel“ (1998)) bzw. „weisslich bis hell gelblich oder (durch Baden) oft rostorange“ (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) bzw. „meist rostrot gefärbt durch artspezifisches Einfärbeverhalten in eisenoxidhaltigen Suhlen“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) bzw. „orangebraun“ (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)).

Die helle, weisse bis weissliche Unterseite der Bartgeier wird durch eisenoxidhaltigem Wasser oder Schlamm oder Staub durch ein instinktives Baden wollen; ein natürlicher Instinkt (Müller: „Der Bartgeier“, 1995) rötlich oder rostrot („Das moderne Tierlexikon (in zwölf Bänden)“ Band 4 (Geb-Heri)) oder orange-braun (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder rotbraun (König: "Rendezvouz mit Tier und Mensch" (1974); Dr. Schürer: „Zoo Wuppertal“ (2006); Jauch: „Wilhelma, der zoologisch-botanische Garten in Stuttgart“ (2013/2014)) oder rostrot (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016); WWF-Österreich: „Artenreiches Österreich: Buch der Arten“) oder rotbraun, „oft leuchtend orange“, was bei kräftigen Regen wieder verblasst („Abenteuer Erde: Unbekannte Tierwelt“, 1977). Andererseits benutzen Bartgeier „regelmässig intensiv orange bis rot gefärbte, eisenoxidhaltige Schlammsuhlen um sich damit einzufärben (Krone: „Bleivergiftungen bei Greifvögeln” (2011)) oder „die frischen Federn des Bartgeiers sind weiss, die älteren haben sich im Laufe der Zeit rostrot verfärbt” weil „in rosthaltiger Erde“ gebadet wurde (Tiergarten Nürnberg: Zooschild) oder die Bartgeier „färben sich ihr Brustgefieder, indem sie rostfarbene Erde mit den bartartigen Federn am Unterschnabel aufnahmen und durch reiben auf ihrer Brust verteilen“ ("Wegweiser durch den Tiergarten Nürnberg" (2007; 2011; 2012/2013)) oder das weisse Kleingefieder wird „beim Baden im eisenoxidhaltigen Schlamm orange“ („Von Alpen bis Zoo; Faszination Alpenzoo“). „Vorwiegend zu Beginn dieser Verhaltensweise wird in den Schlamm gebissen, wobei das Färbesubstrat auch teilweise aufgenommen wird, ebenso wie bei der anschliessenden Pflege der benetzten Federn” (Krone: „Bleivergiftungen bei Greifvögeln” (2011)).

Der rostrot Rostfarbstroff aus „Eisenoxid mit Spuren von Quarz“ entsteht durch Verwitterung ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989)). Das ausgiebige baden im eisenoxidhaltigen Schlamm beginnt mit den Flüggewerden (Baumgart: „Europas Geier“). Auf Kreta und Korsika (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005); FALKE 01/2009) fehlt der Schlamm oder Staub, so dass das Gefieder in diesen Fällen hell bis weisslich bleibt. Auch der Aufenthalt (Bezzel, Prinzinger: „Ornithologie“, 1990) in eisenoxidhaltigen Lebensräumen (Felshöhlen, Felsspalten) kann die Einfärbung aufgrund der Struktur der weissen Unterseitenfedern begünstigen. Das Eisenoxid ist so fein, dass es an den Federn haftet und zum bald Bestandteil der Federn wird und nicht mehr vollständig entfernt werden kann (Müller: „Der Bartgeier“, 1995; FALKE 01/2009).

Das Einfärben dient „zwei Zwecken: erstens hält sie Federlinge ab, und zweitens ist der Vogel beim Brüten auf den Felsen, die die gleiche Farbe haben, hervorragend getarnt. Ausserdem verhindert der Überzug mit dem Eisen, dass die empfindlichen Federspitzen beschädigt werden“ („Abenteuer Erde: Unbekannte Tierwelt“, 1977). Andererseits wird über die Hintergründe von der Abwehr von Parasiten und Bakterien bis hin zum Statussignal und der Hilfe bei der Partnerwahl noch spekuliert (FALKE 01/2009). So stellte man fest, dass ältere Bartgeier „meist kräftiger rot als jüngere, und Weibchen stärker gefärbt als Männchen“ (FALKE 01/2009), sind.

Die Grösse beträgt 100 bis 120cm (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005); Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder 100 bis 115cm (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007); Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder 94 bis 117cm (Lloyd/Lloyd: „Greifvögel und Eulen“ (1980)) oder 94 bis 125cm (Ferguson-Lees/Christie: “Die Greifvögel der Welt” (2009)) oder 95 bis 105cm (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder 90 bis 120m („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007) oder 110cm (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); WWF-Österreich: Prospekt: „Der Bartgeier“) oder 114cm (Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder 100 bis 115cm („Von Alpen bis Zoo; Faszination Alpenzoo“) oder bis 115cm („Lebendige Wildnis, Tiere der Baumsavanne“ (1995); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1); Tiergarten Nürnberg: Zooschild) oder 105 bis 125cm (Peterson, Mountfort, Hollom: „Die Vögel Europas“ (2002); Delin, Svensson: „Der grosse Kosmos-Naturführer“ (2004); Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); Heintzenberg: "Greifvögel und Eulen, Alle Arten Europas" (2007)) oder 120cm („De Agostini: Falcons & Co. Maxxi Edition“: Bartgeier (2017)) oder 122cm (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)) oder 102 bis 114cm (König: "Rendezvouz mit Tier und Mensch" (1974); Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988)) oder 135cm (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)).

Ein „erheblicher Teil“ der Nahrung besteht aus Knochen (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder „etwa 80%” der Nahrung besteht aus Knochen (Heintzenberg: "Greifvögel und Eulen, Alle Arten Europas" (2007)) oder die Nahrung besteht aus bis „zu 80% aus Knochen“ (WWF-Österreich: Prospekt: „Der Bartgeier“) oder die Nahrung besteht bis „zu 80%” aus Knochen vom Fallwild (WWF-Österreich: „Lass sie leben“) oder die Nahrung besteht zu 70 bis 90% aus Knochen (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)) oder die Nahrung besteht „zu rund 80% aus Knochengewebe” (Krone: „Bleivergiftungen bei Greifvögeln” (2011)), die aufgrund der „scharfen Magensäfte vollständig abgebaut” (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) werden.

Bartgeier tragen mit einem der Füsse Knochen bis zu 3kg in die Höhe (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)) oder „in die Höhe“ (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007)) oder in 30 bis 150m Höhe (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder in 40 bis 70m Höhe (Baumgart: „Europas Geier“) oder in 50 bis 80m Höhe (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005); FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)) oder in bis zu 80m (Heintzenberg: "Greifvögel und Eulen, Alle Arten Europas" (2007)) getragen, um sie „aus grosser Höhe auf Felsen“ (Perrins: „Die grosse Enzyklopädie der Vögel“; Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011)) oder „aus grossen Höhen auf Felsen (als „Parkguide“ ab Auflage 36 bezeichnet), 31.+33.+36.+37. Auflage) oder „aus der Höhe auf Steinplatten“ („De Agostini: Falcons & Co. Maxxi Edition“: Bartgeier (2017)) oder einen Stein oder Felsen (Attenborough: „Das geheime Leben der Vögel“) oder „auf Felsplatten(WWF-Österreich: Prospekt: „Der Bartgeier“; Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder „auf den Felsen“ ("Wegweiser durch den Tiergarten Nürnberg" (2007; 2011; 2012/2013)) oder auf „Geröllhalden oder Felsplatten“ (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)) fallen zu lassen, um sie zu „zerschellen“ zulassen („Bunte Wissenswelt für Kinder: Greifvögel“; Bechtel: "Bunte Welt im Zoo", (1970); "Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989); "Wegweiser durch den Tiergarten Nürnberg" (2007; 2011; 2012/2013); Greifvogelstation Hellenthal: Zooschild) oder „zerbrechen“ zu lassen („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007); Dr. Schürer: „Zoo Wuppertal“ (2006)), um so „an das schmackhafte Knochenmark zu gelangen“ (als „Parkguide“ ab Auflage 36 bezeichnet), 31.+33.+36.+37. Auflage) oder um an das Mark heranzukommen (Jauch: „Wilhelma, der zoologisch-botanische Garten in Stuttgart“ (2013/2014); Greifvogelstation Hellenthal: Zooschild) oder um an das Mark der Knochen heranzukommen (Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965)) oder um dann „das Mark und die Fleischreste, die sich noch an den Knochen befinden“ zu fressen ("Wegweiser durch den Tiergarten Nürnberg" (2007; 2011; 2012/2013)) oder um so „die Knochenstückchen zu fressen“ („De Agostini: Falcons & Co. Maxxi Edition“: Bartgeier (2017)). Des Weiteren findet man, „dass die Zunge Knochenmark aus dem Knocheninneren herauslöffle, wie gelegentlich berichtet, ist nicht der Fall“ (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)). Die Bartgeier können mit ihrem Schnabel „Federn und Haare von der Haut“ abtrennen, „Gewebe und Sehnen vom Knochen“ ablösen, das „Skelett punktgenau in den Gelenken“ zerlegen, schmale Knochen durchbeissen (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)).

Bartgeier lassen so einen Knochen 20 bis 40mal (Baumgart: „Europas Geier“) oder bis zu 50mal (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005); Attenborough: „Das geheime Leben der Vögel“) oder „20 Mal und mehr“ (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)) auf den Felsen fallen. Im Revier befinden sich “wenigstens zwei regelmässig so genutzte Abwurfplätze” (Baumgart: „Europas Geier“). Mitunter gehen die Bartgeier in den Sturzflug über, um „die Fallgeschwindigkeit der Knochen“ zu erhöhen, „bevor sie den Knochen abwerfen“ (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)). Andererseits werden Knochen auch „gegen den Felsen“ gehämmert, um an das Knochenmark zu kommen, was der Bartgeier dann mit seiner rindenförmigen Zunge herausholt (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)).

Die Mundhöhle, die Speiseröhre und der Magen des Bartgeiers „sind enorm dehnbar“ (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)) oder der Schlund ist bis zu 7cm dehnbar (Baumgart: „Europas Geier“). Bartgeier können daher „erstaunlich grosse Knochen abschlucken und verdauen“ (Dr. Schürer: „Zoo Wuppertal“ (2006)) oder bis zu 25 cm lange Rippenstücke verschlucken (Baumgart: „Europas Geier“) oder vorzugsweise fettreiche Knochen von einer Grösse von 28 cm x 4 cm aufgrund des Nährungswertes verschlucken (FALKE 11/2008) oder 18cm Länge und 3cm Breite Knochen verschlucken (Heintzenberg: "Greifvögel und Eulen, Alle Arten Europas" (2007)) oder bis 30cm Länge und 4cm Breite Knochen verschlucken (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)) oder bis zu 20cm lange Knochen verschlucken („De Agostini: Falcons & Co. Maxxi Edition“: Bartgeier (2017)) oder Wirbelknochen bis 8cm Durchmesser verschlucken (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)) oder auch bis zu 10cm dicke Stücke verschlucken (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder „von Knochen bis 30cm Länge“, die „im Ganzen schluckt“ werden (Tiergarten Nürnberg: Zooschild).

Die Knochen, die von den Bartgeiern gefressen oder verschlungen werden, liegen mitunter monatelang in der Wildnis (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: 27.07.2014). Die Knochenverdauung dauert „24 bis 30 Stunden“ (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)). Andererseits findet man auch, dass wenn Bartgeier einen längeren Knochen verschlungen hat, „man (fälschlich) den Eindruck gewinnen“ kann, „dass dessen Ende schon im Magen anverdaut wird, während das andere noch aus dem Schnabel ragt“ (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)). Oder man findet auch, dass man mitunter „bei fliegenden Bartgeiern noch solch lange Extremitätenknochen aus dem Schnabel ragen“ sieht (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)).

Die Bartgeier benötigen täglich 200 bis 300g Nahrung (WWF-Österreich: „Lass sie leben“), wobei „der dehnbare Magen“ „der sechsfachen Menge Platz“ bietet, sodass Bartgeier „nach einer ausgiebigen Mahlzeit tagelang ohne Nahrung auskommen“ können (WWF-Österreich: „Lass sie leben“). Man findet auch, dass die Bartgeier 2 Tage „für den Verzehr und die Verdauung der Wirbelsäule eines Rindes“ benötigen (Attenborough: „Das geheime Leben der Vögel“).

„In Tibet“ galten Bartgeier „vielerorts als heilig, da“ die Bartgeier zusammen mit den Schneegeiern „die Bestattung von Menschenleichen“ erledigten („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)). Zu den „verschiedensten Arten von Aas“ zählt daher „auch menschliches(Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“).

Die Bartgeier jagen mitunter auch Vögel und kleine Säugetiere (Klippspringer, Klippschliefer, Hasen, kleine Paviane), die mit einem „Nackenbiss“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) getötet werden. Es ist auch beobachtet worden, dass sich Bartgeier auf Gemsen gestützt haben, um sie „in den Abgrund zu stürzen“ (Veselovsky: „Illustriertes Lexikon der Vögel“ (1998)) bzw. „mit Flügelschlägen in den Abgrund“ zu stossen (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) bzw. „durch Hiebe seiner mächtigen Schwingen“ haben Bartgeier „junge Gemsen oder Lämmer“ in die Abgründe gestürzt (König: "Rendezvouz mit Tier und Mensch" (1974)). Mit Flügelschlägen wurden im Brutareal sicher „Ziegen, Schafe oder Hunde sowie Gemsen an schwierigen Passagen“ „vom ersten Drittel des 19.Jahrhunderts an“ überrascht und „in die Abgründe“ gestürzt, was „mit permanentem Nahrungsmangel“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) erklärt werden kann. Andererseits gibt es „keinen Nachweis dafür, dass er je ein lebendes Tier … angegriffen hätte“ (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)). Es gibt keine gesicherten Hinweise, dass Bartgeier Lämmer gestohlen hätten, auch wenn Bartgeier früher als Lämmergeier bezeichnet wurden (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) und des Weiteren findet man, dass diese Schauermärchen über Angriffe auf Menschen „nur im deutschsprachigen Raum“ bekannt sind und „nicht unwesentlich“ zur damaligen Ausrottung beitrugen (König: "Rendezvouz mit Tier und Mensch" (1974)).

Landschildkröten hebt der Bartgeier in die Luft (Svensson: „Der Kosmos Vogelführer” (2011); „Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995); Hanzak: "Das große Bilderlexikon der Vögel" (1965); Dr. Schürer: „Zoo Wuppertal“ (2006); Heinzel, Fitter, Parslow: „Pareys Vogelbuch“ (1988); Gilliard/Steinbacher: "Knaurs Tierreich in Farben", Band "Vögel" (1969); Bechtel: "Bunte Welt im Zoo", (1970); „Vogelpark Walsrode“ (als „Parkguide“ ab Auflage 36 bezeichnet), 31.+33.+36.+37. Auflage), um sie aus der Luft auf einen Felsen fallen zulassen, um sie zu zerschmettern ("Zum Fliegen geboren; Das Weltreich der Vögel" (1988)) bzw. um sie zu zerschellen (König: "Rendezvouz mit Tier und Mensch" (1974); Bechtel: "Bunte Welt im Zoo", (1970)) bzw. um sie „aufzubrechen“ (Coomber: "Vögel; Enzyklopädie der Familien und Unterarten" (1992)) bzw. um dann an das Fleisch heranzukommen („Vögel, Die grosse Bild-Enzyklopädie“ (2007); Veselovsky: „Illustriertes Lexikon der Vögel“ (1998)).

Es wird angegeben, dass in den Gewöllen der Bartgeier sich Federn und Haare befinden (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder „überwiegend Haare und Horn der Klauen“ befinden, die aus unverdaulichen Keratin bestehen (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)). Auch findet man in einem Beitrag, dass man einen Wildökologen zu einem Futterplatz der Bartgeier begleitete, der am Futterplatz als erstes nach hervorgewürgten Gewöllen suchte (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: 27.07.2014).

„Ende November“ beginnt die Balz (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) bzw. die ersten Balzflüge sind „Dezember/Januar“ zu sehen (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)). Während der Balz fliegen die Bartgeier in der ruhigsten Form „im parallel- oder Synchronflug“ (Mebs/Schmitt „Die Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“, 2006)). Zur Luftbalz, „imposante Steig- und Sturzflüge“ (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“), gehören die Balzflüge mit den plötzlichen Sturzflügen und den Scheingefechten, bei denen der eine Vogel sich auf den Rücken dreht und der andere die Angriffe mit den Krallen abwehrt oder beide verkrallt nach unten taumeln (Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994)). Die Bartgeier fliegen so übereinander, dass sich der untere im Flug auf den Rücken dreht und sich beide mit den Fängen fassen und dann „fast bis zur Erde trudeln“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) bzw. „auf spektakuläre Weise in die Tiefe“ stürzen (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) bzw. die rasanten „Verfolgungsflüge mit gegenseitigem Übersteigungen“, wobei der untere Bartgeier sich „mit einem Looping auf den Rücken wirft“, damit sich dann beide Bartgeier „mit den Fängen“ fassen und „mit halbgeschlossenen Schwingen kreiselnd bis wenige Meter über den Boden fallen“ lassen (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Die Begattung wird mit „lauten Triller- Pfeiftönen begleitet” (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)).

Das Brutpaar hat „meist zwei bis drei” Nester (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Ausgepolstert ist das Nest mit Zweigen, Gras, Fell, Wolle und Lappen (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)). Das Nest wird von beiden Altvögel gebaut (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) und befindet sich in Nest in Felshöhlen, Nischen ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989)) oder auf einem Felsvorsprung (Greifvogelstation Hellenthal: Zooschild; „De Agostini: Falcons & Co. Maxxi Edition“: Bartgeier (2017)).

Das Weibchen legt 1 bis 2 Eier (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005); Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); Rheinwald: „Atlas der Vogelwelt“ (1994); Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991); Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“; Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002); FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016); „De Agostini: Falcons & Co. Maxxi Edition“: Bartgeier (2017)) oder 1 bis 2 weissliche, „braun und violett“ gefleckte „oder kräftig gelblich oder gelbbräunlich“ verwaschene Eier (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) oder ein oder zwei „heller oder dunkler rostbraun“ gefärbte Eier (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder „ein oder zwei Eier“ („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) oder 2 bis 3 „helle, rotbraun gewölkte Eier“ (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder 2 Eier (Tiergarten Nürnberg: Zooschild; WWF-Österreich: „Lass sie leben“) oder meist 2 Eier ("Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989)) oder im „allgemeinen 2 Eier, die auf hellem Grund dunkle Flecken tragen und rötlich getönt sind“ (König: "Rendezvouz mit Tier und Mensch" (1974)) oder 2 (selten 3) lichte, „stark rotbraun“ getönte und gefleckte Eier (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) oder 2 stark rotbraun getönte und gefleckte Eier („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)). Die mit dem Eisenoxid eingefärbte Unterseite des brütenden Bartgeiers sorgt für die Färbung der Eier (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)).

Die Eier werden im Abstand von 3 bis 5 Tagen (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) oder im Abstand „von etwa einer Woche“ (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)) gelegt.

Bartgeier werden als „Winterbrüter“ bezeichnet, da „der Tisch im Spätwinter und im Frühjahr am reichsten gedeckt“ ist (“Der Falkner” (2017)) oder der Legezeitpunkt ist Mitte Jänner (WWF-Österreich: „Lass sie leben“) oder die Eiablage erfolgt im Dezember bis Januar, wenn die ersten „Lawinenopfer bei Gams und Steinwild“ zu verzeichnen sind („Von Alpen bis Zoo; Faszination Alpenzoo“). Als Brutzeitraum findet man „Ende Dezember/Anfang Januar“ (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder Jänner bis März (WWF-Österreich: Prospekt: „Der Bartgeier“) oder „Dezember oder Januar“ (Heintzenberg: "Greifvögel und Eulen, Alle Arten Europas" (2007)) oder „Ende Dezember/Anfang Januar (Südspanien) bis Ende Januar/Anfang Februar (Pyrenäen)“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder von Mitte Dezember bis Mitte Februar (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)) oder „Dezember bis Februar und März“ (König: "Rendezvouz mit Tier und Mensch" (1974)) oder „Januar/Februar“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder „Dezember bis Februar/März” („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder „in Afrika Oktober bis Mai” („Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder „Januar im Süden bis März im Norden“ (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) oder „Dezember oder Januar“ „in Südeuropa (Spanien, Korsika, Griechenland) und Nordafrika“, Ende Februar bis Anfang März in den Alpen, zwischen Dezember bis März „im südlichen Himalaja und Kaschmir“, „im Oktober bis November (Äthiopien), Januar, Mai (Kenia), und in Südafrika im Juni“ (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)).

Die Eier werden von beiden Altvögel (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005); Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)) oder allein vom Weibchen (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975); Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) in 54 Tagen (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012); FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)) oder in 55 Tagen (WWF-Österreich: Prospekt: „Der Bartgeier“) oder in 55 bis 60 Tagen (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005); Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002); Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); „Von Alpen bis Zoo; Faszination Alpenzoo“) oder in 53 Tagen (Whitfield: „Das grosse Weltreich der Tiere“) oder in 53 bis 56 Tagen (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)) oder in 53 bis 57 Tagen (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder in 53 bis 58 Tagen (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) oder in 55 bis 58 Tagen (König: "Rendezvouz mit Tier und Mensch" (1974); Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1); "Wegweiser durch den Tiergarten der Stadt Nürnberg" (1989); Tiergarten Nürnberg: Zooschild) oder in „fast 2“ Monaten („Urania Tierreich, Band Vögel“ (1995)) ausgebrütet.

Flügge werden die Jungvögel in 100 bis 110 Tagen (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005); Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder in 107 bis 117 Tagen (Harrison: „Jungvögel, Eier und Nester“ (1975)) oder in 118 Tagen (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder in (ca.) 120 Tagen (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986); WWF-Österreich: Prospekt: „Der Bartgeier“) oder in 100 bis 130 Tagen (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)) oder in 14 bis 15 Wochen (Brichetti: „Vögel, in Garten, Park und freier Natur“ (2002)) oder „nach einem Monat fliegt der Jungvogel von den Bergen herunter“, um seine Nahrung auf den „städtischen Abfallhaufen ... zu finden“ (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)). Die Brutpflege betreiben beide Altvögel (Robiller: „Lexikon der Vogelhaltung“ (1986)).

Am Ende überlebt meist nur ein Jungvogel (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder es wird nur ein Jungvogel flügge (Olsen: "Adler und Geier, Grosstiere der Welt" (1991)) oder „in der Regel überlebt nur ein Junges“ (WWF-Österreich: „Lass sie leben“) oder „nur das kräftigere Jungtier überlebt“ (Tiergarten Nürnberg: Zooschild) oder der zuletzt geschlüpfte Jungvogel lebt meist „nur wenige Tage“ und unterliegt der Konkurrenz des zuerst geschlüpften Jungvogels (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)). Mit 3-4 Wochen verschlingen die Jungvögel erste Knochen (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)).

Nachdem der Jungvogel flügge geworden ist, dauert es noch 6 bis 8 Wochen bis der Jungvogel selbständig geworden ist (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)). Die täglichen Ausflüge der jungen ausgewilderten Bartgeier können mehrere Hundert km weit sein (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: 27.07.2014).

Geschlechtsreif werden die Jungvögel mit 4 bis 5 Jahren (Stinglwagner, Haseder: „Knaurs Grosses Jagdlexikon“ (1999, 2000)) oder mit 5 Jahren (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder mit 5 bis 6 Jahren (FALKE Sonderheft: „Geier“ (2016)) oder mit 6 Jahren (Deutscher Falkenorden (1987)) oder mit 6 bis 7 Jahren (“Der Falkner” (2017)) oder mit 5 bis 7 Jahren (WWF-Österreich: Prospekt: „Der Bartgeier“) oder mit 6 bis 8 Jahren (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder mit 7 Jahren, pflanzen aber erst mit 10 bis 12 Jahre erfolgreich fort (VÖGEL 04/2015).

Die Jungvögel bekommen im 5. bis 6. Lebensjahr (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder im 6. Kalenderjahr (Beaman/Madge: „Handbuch der Vogelbestimmung, Europa und Westpaläarktis“ (1998/2007); Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005); „Grzimeks Tierleben, Enzyklopädie des Tierreichs“, Band 7 (Vögel 1)) oder in 7 Jahren (Fischer: „Die Geier“, NBB 311 (2005)) das Alterskleid.

Die Paare bleiben lebenslang zusammen (Thiede: „Greifvögel und Eulen“ (2005)) oder leben in einer „ständigen Ehe“ (Gensböl/Thiede: „Greifvögel“ (2005)) oder leben in einer „Dauerehe“ (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)).

Ein Höchstalter von 45 Jahren (Mebs: „Greifvögel Europas“ (2012)) oder 20 bis 40 Jahren („Von Alpen bis Zoo; Faszination Alpenzoo“) oder 30 Jahren („De Agostini: Falcons & Co. Maxxi Edition“: Bartgeier (2017)) oder ca. 35 Jahren (Tiergarten Nürnberg: Zooschild) oder eine Lebenserwartung von 30 bis 40 Jahren (WWF-Österreich: Prospekt: „Der Bartgeier“)wird angegeben.

 

 

Kapitel 2: Beobachtungsstudien in Bildern verschiedener Einrichtungen

Die nachfolgenden Fotos wurden im Tiergarten Schönbrunn (Wien) aufgenommen.                                 .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Alpenzoo Innsbruck (rechts: Stelle mit eisenoxidhaltigem Staub / Sand) aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Tiergarten Berlin Friedrichsfelde aufgenommen.                               .

Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoo Stuttgart (Wilhelma) aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Deutschen Greifenwarte Claus Fentzloff, Burg Guttenberg (heute: Deutsche Greifenwarte Bernolph Frhr. von Gemmingen, Burg Guttenberg; links, mitte) und im Zoo Berlin Tiergarten (mitte) aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Vogelpark Walsrode (heute: Weltvogelpark: links), Weltvogelpark (früher: Vogelpark Walsrode: mitte, rechts) aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoo Wuppertal aufgenommen.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Bayerischen Jagdfalkenhof Schloss Tambach gemacht.

Die nachfolgenden Fotos wurden im Zoo Frankfurt (Main) aufgenommen.                                   .

Nach Oben

Die nachfolgenden Fotos wurden in der Greifvogelstation Hellenthal gemacht.                                 .

.                                                                                                                                                                                                                                  .

zum externen Fotoalbum Klick ...
zum Archiv der Leser-E-Mails